{"id":33842,"date":"2013-07-01T22:49:33","date_gmt":"2013-07-01T20:49:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=33842"},"modified":"2013-07-12T21:51:25","modified_gmt":"2013-07-12T19:51:25","slug":"ultra-bike-macher-geben-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ultra-bike-macher-geben-auf\/","title":{"rendered":"Ultra-Bike-Macher geben auf"},"content":{"rendered":"<p><!-- RSPEAK_STOP --><!-- RSPEAK_START -->Mit bewegenden Worten haben Erhard Eckmann und Walter Hasper am 1.7.2013 ihren R\u00fccktritt vom <a title=\"Ultra-Bike\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/biken\/ultra-bike\/\">Ultra Bike <\/a>erkl\u00e4rt. 23 Jahre ehrenamtlicher Einsatz mit viel Herzblut f\u00fcr den <a title=\"MTB-Kirchzarten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/biken\/mtb-kirchzarten\/\">Mountainbikesport<\/a>.\u00a0\u00a0&#8222;Es ist fatal, wenn <a title=\"Senioren\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/senioren\/\">60- bis 70-J\u00e4hrige<\/a>\u00a0die Zukunft des <a title=\"Kirchzarten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/kirchzarten\/\">Ortes<\/a> f\u00fcr sich instrumentalisieren und missionieren wollen&#8220;, so Eckmann zum B\u00fcrgerentscheid. <!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ultra-Bike-Organisationskomitee\u00a0rechnet ab<br \/>\n<\/strong>\u00a0Ist nach 16 Jahren Schluss mit dem \u201eBlack Forest ULTRA Bike Marathon\u201c?\u00a0Die Bilder von zufriedenen 5.000 Mountianbikern, die vor knapp drei Wochen nach der Zieleinfahrt den Rasen des Kirchzartener Sportstadions bev\u00f6lkerten, sind noch vielen in Erinnerung. Die diesj\u00e4hrige Veranstaltung brachte mit 5.278 Anmeldungen, 5.062 Startern und 4.820 Finishern gleich drei Rekorde. 16 Jahre lang ist der Black Forest ULTRA Bike Marathon durch den Schwarzwald geradelt. Dabei hat sich die Veranstaltung mit dem Motto \u201eKeine Gnade f\u00fcr die Wade!\u201c fr\u00fchzeitig zum gr\u00f6\u00dften Mountainbike-Marathon in Mitteleuropa entwickelt.\u00a0<br \/>\nDoch jetzt kam die Vollbremsung! Der dreik\u00f6pfige Vorstand des Organisationskomitees gab vor zehn Tagen in einer Pressekonferenz geschlossen seinen R\u00fccktritt bekannt. Warum? \u201eWir haben in den letzten beiden Jahren deutlich und sehr schmerzhaft erfahren m\u00fcssen, dass es in gro\u00dfen Teilen der Bev\u00f6lkerung in Kirchzarten und im gesamten Schwarzwald keinerlei Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr \u00fcber 20 Jahre MTB-Geschichte und insbesondere auch den Black Forest ULTRA Bike Marathon gibt\u201c, stellte Erhard Eckmann fest. Der OK-Sportchef ern\u00fcchtert: \u201eDie ganzen Jahre haben wir einfach still vor uns hin gearbeitet \u2013 die begleitende Begeisterung, Mithilfe und Unterst\u00fctzung, die f\u00fcr die Weiterentwicklung eines solches Gro\u00dfprojekts notwendig w\u00e4re, fehlte total!\u201c<br \/>\nWalter Hasper erg\u00e4nzte: \u201eF\u00fcr uns war die Veranstaltung mit einem Umsatzvolumen von rund 500.000 Euro immer ein Ritt auf der Rasierklinge! Diesen haben wir stets mit viel Engagement und jeder Menge Spa\u00df bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.\u201c Der OK-Finanzchef resigniert: \u201eDoch wenn Du nach und nach nur noch Kn\u00fcppel zwischen die Beine geworfen bekommst \u2013 dann macht es nat\u00fcrlich irgendwann keinen Sinn mehr!\u201c Carmen Iber betonte: \u201eUns geht es dabei keineswegs um Dankbarkeit oder Lobhudelei \u2013 diese Anerkennung haben wir durch die Sportler Jahr f\u00fcr Jahr jede Menge bekommen.\u201c Die OK-B\u00fcrochefin beklagte ebenfalls das komplett mangelnde Bekenntnis zum Mountainbike-Sport in \u201eunserer tollen und daf\u00fcr idealen Region!\u201c Iber: \u201eDie Gemeinde h\u00e4tte sich mal \u00fcberlegen sollen, wie viel Geld in Werbung h\u00e4tte gesteckt werden m\u00fcssen, um Kirchzarten weltweit so bekannt zu machen!\u201c<br \/>\n\u201eJa klar haben wir eigene Fehler gemacht\u201c, sagt Erhard Eckmann \u2013 und nennt gleich den gr\u00f6\u00dften: \u201eWir waren wohl eindeutig zu betriebsblind und zu naiv, haben gar nicht gemerkt, dass Kirchzarten alles andere als das deutsche Mountainbikemekka ist.\u201c Dazu r\u00e4umt der OK-Chef zwei handwerkliche Fehler bei der Pr\u00e4sentation der Streit ausl\u00f6senden Bike-Arena ein. \u201eWir h\u00e4tten sie nicht Bike-Arena nennen d\u00fcrfen, denn dem Namen h\u00e4tte sie eh nicht gerecht werden k\u00f6nnen und sollen. Und wir h\u00e4tten nicht gleich einen komplett ausgearbeiteten Plan vorlegen, sondern lieber mit einer Strichzeichnung anfangen sollen.\u201c Carmen Iber: \u201eDoch wir haben es \u2013 wie immer \u2013 einfach von Beginn an richtig perfekt machen wollen.\u201c Das Fazit: Eckmann und seine Kollegen \u201eglauben nicht mehr an eine Zukunft des Mountainbike Sports in Kirchzarten sowie im Dreisamtal und sogar im gesamten Schwarzwald!\u201c Daher kam jetzt der konsequente R\u00fccktritt.<br \/>\nDas Fass zum \u00dcberlaufen brachte dann noch in der Woche nach dem Ultra-Bike die Ank\u00fcndigung von B\u00fcrgermeister Andreas Hall zu einer nicht mit dem SVK abgestimmten Trainingsstrecke im Hexenw\u00e4ldle und am Hochberg. Dar\u00fcber soll der Gemeinderat am 23. Juli entscheiden. Die Zukunft dieser Pl\u00e4ne steht allerdings jetzt eh in den Sternen, denn nicht nur die Sportler sehen dort wenige Entfaltungsm\u00f6glichkeiten. Auch die IG Giersberg k\u00fcndigte bereits auf ihrer Homepage rechtliche Schritte gegen diese Planung an, da auch das vorgesehene Gel\u00e4nde im Bereich des Giersberges, der total mountainbikefrei werden soll, l\u00e4ge. Wie es mit dem Ultra-Bike weiter geht, entscheiden in den n\u00e4chsten Wochen die Mitglieder des Organisationskomitees in ihren n\u00e4chsten Treffen. Auf Youtube kann unter \u201eDreisamt\u00e4ler\u201c im Internet ein rund zwanzig Minuten langer Mitschnitt der Pressekonferenz aufgerufen werden.<br \/>\n12.7.2013, Gerhard L\u00fcck , <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Liebes Kirchzarten: So nit!<br \/>\n<\/strong>Offener Brief an die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Kirchzartens<br \/>\nMuss man so miteinander umgehen? Sicherlich nicht. Was bringen uns Streit, Blockade und Egoismus?<br \/>\nWir \u2013 als junge, einheimische Kirchzartener \u2013 k\u00f6nnen es nicht glauben, wie sich Kirchzarten derzeit selbst zerfleischt. Die Entzweiung unseres Ortes darf uns nicht egal sein. Denn wir wollen hier \u2013 inmitten der traumhaften Natur \u2013 leben und f\u00fcr einen lebenswerten Ort f\u00fcr alle Altersgruppen und Familien jeglichen Budgets k\u00e4mpfen. Dazu geh\u00f6ren auch Veranstaltungen jeglicher Couleur: Von Fastnacht \u00fcber Bike-Marathon und Dorfhock, Konzerte, Verkaufsoffenen Sonntag mit Fahrrad- und Brettle-Markt bis hin zu Weihnachtsmarkt und Skikurs. Das ist UNSER Kirchzarten. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die derzeitige Spannung in unserer Gemeinde liegen unserer Ansicht nach weniger in der Frage \u201eMountainbike oder nicht Mountainbike\u201c, sondern darin, dass Kirchzarten keine Vision hat. Es ist aber Zeit, zu \u00fcberlegen, wof\u00fcr Kirchzarten stehen soll: Altersruhesitz oder weltoffenes Miteinander?<br \/>\nF\u00fcr uns liegt die Antwort klar auf der Hand: Nur wenn wir zusammenarbeiten und zusammen f\u00fcr ein modernes Kirchzarten k\u00e4mpfen, hat unser Heimatort eine Zukunft f\u00fcr uns alle. Wir wollen nicht, dass Kirchzarten eine Seniorenresidenz wird. Daf\u00fcr liegt uns zu viel an unserer Heimat. Miteinander leben und auch mal leiden, miteinander Spa\u00df haben, sich gegenseitig helfen und unterst\u00fctzen, niemanden auszuschlie\u00dfen \u2013 das ist Gemeinschaft! Dann kann man auch Kompromisse finden.<br \/>\nMomentan scheint das nicht m\u00f6glich zu sein, da viele B\u00fcrger nicht mehr teilnehmen am Leben in Kirchzarten. Gerade deshalb ist die Vereinsarbeit als Anker so wichtig \u2013 als ein Anker f\u00fcr unsere Gemeinschaft. Die Identifikation mit unserem Ort muss gest\u00e4rkt, eine Bindung auch bei \u201eNeu-Kirchzartenern\u201c hergestellt werden. Gleichzeitig m\u00fcssen wir versuchen, die jungen Menschen, die hier aufgewachsen sind und weiterhin hier leben m\u00f6chten, dabei zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nKirchzarten: Wach auf! Jetzt hei\u00dft es zusammenr\u00fccken, Interesse haben an unserer Gemeinde, unseren Vereinen, unserem Zusammenleben, sich einzubringen. Lasst uns Kirchzarten gemeinsam entwickeln und voranbringen.<br \/>\n12.7.2013, Herzliche Gr\u00fc\u00dfe von Kirchzartenern an Kirchzarten<br \/>\nSebastian Rombach, Benjamin Rudiger, Miriam Strecker, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ultra-Bike-Macher rechnen ab &#8211; Kritik nicht nur an der Politik<\/strong><br \/>\nDer 16. Ultra Bike war zugleich der letzte. Wegen des R\u00fcckzugs von drei ma\u00dfgeblichen Mitgliedern des Organisationskomitees wird es die sportliche Gro\u00dfveranstaltung in Kirchzarten nicht mehr geben. Ultra-Bike-Macher schmei\u00dfen hin &#8211; Marathon am Ende? Am Montag erl\u00e4uterten Carmen Iber, Erhard Eckmann und Walter Hasper, warum sie von ihren Funktionen im finanziellen, sportlichen und administrativen Bereich zur\u00fcckgetreten sind. Unter dem Motto &#8222;Ultra Bike \u2013 Die Abrechnung&#8220; nahmen Eckmann und Hasper die Gegner des Mountanbike-Sports im Pressegespr\u00e4ch ins Visier. Kritisiert wurde unter anderem, dass es keinerlei Unterst\u00fctzung von politischer Seite gegeben habe. Handel und Gewerbe, Industrie, Banken und Tourismus h\u00e4tten sich geradezu versteckt. Kein B\u00fcrgermeister entlang der Strecke h\u00e4tte sich getraut, so der Vorwurf, eine Lanze f\u00fcr die Sportart zu brechen.<br \/>\nEckmann: &#8222;Wo waren Altb\u00fcrgermeister von Oppen, der fr\u00fchere Landrat Glaeser oder die amtierende Landr\u00e4tin St\u00f6rr-Ritter?&#8220; Als &#8222;eindeutiges Signal&#8220; gegen den Ausbau von Mountainbike-Trainingstrecken wertete Hasper den &#8222;unglaublichen B\u00fcrgerentscheid&#8220;. Niederschmetternd empfand er, dass nur rund 25 Prozent daf\u00fcr votiert haben. &#8222;Es ist fatal, wenn 60- bis 70-J\u00e4hrige die Zukunft des Ortes f\u00fcr sich instrumentalisieren und missionieren wollen&#8220;, so Eckmann.<br \/>\nAls uns\u00e4glich bezeichnete er die Rolle von Sportwissenschaftlicher Ralf Roth am Runden Tisch Giersberg. Nach dem Grundsatz, &#8222;wer mich bezahlt, dem diene ich&#8220;, sei Politik gemacht worden, die der Sache nicht dienlich sei. &#8222;Halbherzig&#8220; nannte Eckmann die Funktion von Schwarzwaldverein und Kirche in den Sitzungen, und als &#8222;Kr\u00f6nung&#8220; bezeichnete er, dass die Interessengemeinschaft Giersberg von Anfang an nicht mitgearbeitet und alles abgelehnt habe.<br \/>\nHasper und Eckmann werteten den f\u00fcr sie negativen Ausgang des B\u00fcrgerentscheids vom M\u00e4rz als &#8222;schallende Ohrfeige&#8220; f\u00fcr 350 Kinder und Jugendliche und deren Betreuer. Als &#8222;Kompromiss vom Kompromiss vom Kompromiss&#8220; wurde das Bem\u00fchen von B\u00fcrgermeister Andreas Hall um eine alternative L\u00f6sung im Bereich von Hexenw\u00e4ldle und Hochberg (die BZ berichtete) abgetan. &#8222;Halls Vorschlag ist untauglich und keine zukunftsweise L\u00f6sung. Zugest\u00e4ndnisse machen keinen Sinn. Dieser Vorschlag ist nicht zeitgem\u00e4\u00df f\u00fcr die notwendige Weiterentwicklung der Sportart&#8220;, meinte Hasper. Ver\u00e4rgert sei man, dass die Verantwortlichen des SV Kirchzarten erst durch Ver\u00f6ffentlichung in der Presse von dem neuen Konzept erfahren haben.<br \/>\nDass Eckmann nicht mehr als &#8222;bekanntes Zugpferd an vorderster Front&#8220; f\u00fcr den Mountainbike-Sport eintreten will, bezeichnete er als Entscheidung, die ihm sehr schwer gefallen sei. Wer mit viel Herzblut 23 Jahre lang diese Geschichte gelebt habe, um Gutes f\u00fcr Verein und Region zu tun, k\u00f6nne den Ausgang des B\u00fcrgerentscheids nicht nachvollziehen.<br \/>\nVerkn\u00fcpft haben sie diesen mit der Zukunft des Ultra Bike, wie Eckmann und Hasper erkl\u00e4rten, da alle \u00dcbersch\u00fcsse aus der Veranstaltung in die F\u00f6rderung der \u00f6rtlichen Radsport-Jugendabteilung geflossen seien. &#8222;Alle Mitarbeiter im Organisationskomitee engagierten sich ehrenamtlich. Keiner bekam auch einen Cent daf\u00fcr&#8220;, so Hasper. Der B\u00fcrgerentscheid habe die Vision zunichtegemacht, dass irgendwann 10 000 Biker mitstrampeln. &#8222;Das w\u00e4re drin gewesen&#8220;, glaubt Eckmann. Nur durch die Verbesserung des Trainingsgebiets und der Wettkampfst\u00e4tten w\u00e4re es m\u00f6glich, den Mountainbike-Sport in eine Zukunft zu f\u00fchren.<br \/>\nEckmann machte keinen Hehl daraus, dass er und seine Familie pers\u00f6nlich angefeindet wurden. Hasper wei\u00df von Verunglimpfungen, Unterstellungen, Polemik, Missgunst und gesch\u00e4ftssch\u00e4digendem Verhalten, die sein Mitstreiter habe erdulden m\u00fcssen. Zur Zukunft des Ultra Bike sagte Hasper: &#8222;Wenn wir mit 25 Jahren Erfahrung nicht mehr in der Lage sind, eine solche Gro\u00dfveranstaltung zu stemmen, werden es Nachfolger auch nicht schaffen.&#8220; Bem\u00fchungen, diese in j\u00fcngere H\u00e4nde zu \u00fcbergeben, seien nach dem B\u00fcrgerentscheid weggebrochen. Leidtragende seien Jugendliche, die vom \u00dcberschuss des Events profitiert h\u00e4tten.<br \/>\n1.7.2013, Andreas Peikert<\/p>\n<p>Video mit R\u00fccktrittserkl\u00e4rung vom 1.7.2013 Erhard Eckmann und Walter Hasper auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ultra-bike-macher-rechnen-ab-kritik-nicht-nur-an-der-politik\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ultra-bike-macher-rechnen-ab-kritik-nicht-nur-an-der-politik<\/a><br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ultra-bike-macher-geben-auf\/ultra-bike-eckmann130701\/\" rel=\"attachment wp-att-33853\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-33853\" title=\"ultra-bike-eckmann130701\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ultra-bike-eckmann130701-180x135.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ultra-bike-eckmann130701-180x135.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ultra-bike-eckmann130701.jpg 590w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ultra-bike-macher-geben-auf\/ultra-bike-leitung130712\/\" rel=\"attachment wp-att-34597\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-34597\" title=\"ultra-bike-leitung130712\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ultra-bike-leitung130712-180x121.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"121\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ultra-bike-leitung130712-180x121.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ultra-bike-leitung130712-640x432.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ultra-bike-leitung130712.jpg 641w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\nCarmen Iber, Erhard Eckmann und Walter Hasper (von rechts) &#8211; Bild: Gerhard L\u00fcck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Niederlage f\u00fcr freiwilige Hilfe und Engagement<\/strong><br \/>\nDie Gemeinde Kirchzarten wurde in der Aussendarstellung immer wieder als &#8222;Mekka des Mountainsports&#8220; gepriesen. Als wir Anfang der 90er Jahre nach Kirchzarten gezogen sind, war diese Bewegung eine tolle Sache und auch wir wurden bewundert, in einer Gegend zu leben, wo man die Natur mit dem Sport so zusammenbrachte. In der Folge kamen auch viele andere Aktivit\u00e4ten in den Wald. Heute ( \u00fcber 20 Jahre sp\u00e4ter ), muss ich Toni Eckmann Recht geben, dass &#8222;alles f\u00fcr die Katz&#8220; ist. Es geht bei diesem Kampf nicht nur um den Giersberg, sondern darum, dass einige selbsternannte &#8222;Natursch\u00fctzer&#8220; ohne R\u00fccksicht auf die genauso legitimen Interessen der Waldbenutzer ihre Ansichten durchdr\u00fccken. H\u00e4tte man sich &#8222;zusammengerauft&#8220;, h\u00e4tte das der Gemeinde gut getan. Jetzt verkommt das ganze zur Posse. Und leider wird nicht genug erw\u00e4hnt, was es f\u00fcr die vielen freiwilligen Helfer bedeutet, die genauso eine Niederlage f\u00fcr ihr Engagement erleiden.<br \/>\n2.7.2013, Wolfgang Daubenberger<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein Faustschlag ins Gesicht aller V\u00e4ter, M\u00fctter und Trainer<\/strong><br \/>\nEs h\u00e4tte ein wunderbares Miteinander am Giersberg geben k\u00f6nnen. Da nun \u00c4ngste gestreut wurden, der Berg w\u00fcrde von rasenden Mountainbikern in Beschlag genommen werden und die Naherholung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sei in Gefahr, wird der Bikesport im Dorf leider untergehen. Ein Faustschlag ins Gesicht aller V\u00e4ter, M\u00fctter und Trainer, die \u00fcber Jahre ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen trainiert haben. Vielleicht lassen sie sich jetzt f\u00fcr den Musik- oder Trachtenverein begeistern.\u00a0Alternativ schlage ich vor, einen Sammelplatz im Dorfzentrum aufzurufen, m\u00f6glichst zentral, mit Entsorgestelle f\u00fcr leere Bierflaschen und Pinkelecke. Schlie\u00dflich muss man den Kindern Freizeitgestaltungsm\u00f6glichkeiten bieten!<br \/>\n2.7.2013, Heribert Kuhn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ohrfeige f\u00fcr die direkte Demokratie<\/strong><br \/>\nDie Kirchzartener bekommen, was sie verdienen. Es haben sich leider zu wenige die M\u00fche gemacht, sich vor dem B\u00fcrgerentscheid zu informieren. Das w\u00e4re n\u00f6tig gewesen, denn der Wortlaut der Frage zum B\u00fcrgerentscheid war irref\u00fchrend. Der Gemeindeverwaltung ist vorzuwerfen, dass sie umgekehrt zu verhalten informiert hat. Zu viele sind auf billige Polemik hereingefallen und dachten mit einem &#8222;Nein&#8220; w\u00fcrden sie den Giersberg &#8222;retten&#8220;. Tats\u00e4chlich h\u00e4tte ein &#8222;Ja&#8220; den Giersberg zu einer bike-freien Zone gemacht. Geplant war ein Wegle entlang eines Graben auf einem Acker (das hat doch tats\u00e4chlich einem Landwirt aus dem Gemeinderat missfallen!) und ein Wegle durch eine saure Wiese oberhalb der Bickenreute; diese minimalen und reversiblen &#8222;Eingriffe&#8220; wurden im B\u00fcrgerentscheid abgelehnt, der eben mit einem v\u00f6llig irref\u00fchrenden Wortlaut daherkam. Das Ergebnis des B\u00fcrgerentscheids kann nicht als Entscheidung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger interpretiert werden. Vielleicht w\u00e4re eine B\u00fcrgerbefragung das bessere direkt-demokratische Instrument gewesen. Was die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von Kirchzarten wollen, wie sie in der Sache entschieden h\u00e4tten, wenn sie ihnen angemessen zur Abstimmung vorgelegt worden w\u00e4re, bleibt Spekulation. Juristisch wird der \u201eEntscheid\u201c jetzt aber relevant. So ein Verfahren ist leider auch eine Ohrfeige f\u00fcr die direkte Demokratie. Ja, und es waren vor allem die \u00e4lteren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die mit &#8222;Nein&#8220; gestimmt haben. Das ist nicht nur ein subjektiver Eindruck, es gibt daf\u00fcr auch indirekte statistische Belege auf Basis der Wahlergebnisse der Ortsteile.\u00a0 Es bleibt zu hoffen, dass deutliche und mutige Signale aus dem Ort, der Politik, der Gewerbetreibenden die Sache noch zum Guten wenden.<br \/>\n2.7.2013, Josef Nerb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Ultra-Bike droht zu kippen<\/strong><br \/>\nEckmann, Hasper und Iber geh\u00f6rten schon zum Organisationsteam, als 1990 die erste deutsche Mountainbike-Meisterschaft in Kirchzarten stattfand. Der Weltcup 1992, die WM 1995 und 16 Jahre Ultra Bike. 23 Jahre ehrenamtliche Arbeit. In ihrem Tatendrang wurden sie nun ausgebremst.<br \/>\nAlles vom 2.7.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mountainbike\/der-ultra-bike-droht-zu-kippen--73247322.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mountainbike\/der-ultra-bike-droht-zu-kippen&#8211;73247322.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Eine Ultra-Bike-Absage tr\u00e4fe die Falschen \u2013 wieder einmal<br \/>\n<\/strong>Der \u00dcberschuss, der am Marathontag erwirtschaftet wird, floss bisher stets in die Nachwuchsarbeit der Rad- und Skiabteilung des SV Kirchzarten. Mehr als 200 Kinder trainieren dort in der Bike-Schule, mit den Jugendlichen und dem Rennteam sind es rund 350 Sportler. &#8230;.<br \/>\nAlles vom 2.7.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mountainbike\/kommentar-schlimmer-rueckfall--73247265.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mountainbike\/kommentar-schlimmer-rueckfall&#8211;73247265.html<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>F\u00fcr exzellente Nachwuchsarbeit geb\u00fchrt den Kirchzartenern aller gr\u00f6\u00dften Respekt<\/strong><br \/>\nDas, was man da in den letzten knapp 25 Jahren im Bereich MTB in Kirchzarten aufgebaut hat, kann man nur sehr schwer in Worte fassen. Das muss man einfach einmal selbst erlebt haben. Nicht zuletzt f\u00fcr die exzellente Nachwuchsarbeit und -f\u00f6rderung geb\u00fchrt den Kirchzartenern aller gr\u00f6\u00dften Respekt. Und genau daf\u00fcr hat man auch gek\u00e4mpft.\u00a0Die Rennveranstaltungen, angefangen vom MTB-Weltcup 1992, \u00fcber die WM 1995 bis hin zum Ultra-Bike, genie\u00dfen in der MTB-Szene mittlerweile Kultstatus. Und das weltweit! Viele sagen noch heute, dass die WM 1995 die beste Rennveranstaltung war, die es je gab. Erm\u00f6glicht wurde all dies durch zichtausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit und viel Herzblut. Wenn man daf\u00fcr dann keinerlei Anerkennung mehr bekommt bzw. einem sogar jedes Jahr immer mehr Steine bei der Planung der Veranstaltungen in den Weg gelegt werden, muss man irgend wann die Sinnfrage stellen. Genau an diesem Punkt stehen wir aktuell. Der MTB-Sport hat sich in den letzten Jahren nat\u00fcrlich weiterentwickelt. Die Strukturen wurden auch hier professionalisiert. Mit dem Team Rothaus und dem Team Lexware (seit 2013 fusioniert) gibt es bereits seit mehreren Jahren zwei (semi-)professionelle Nachwuchsteams vorort, die nat\u00fcrlich auch entsprechende Trainingsm\u00f6glichkeiten ben\u00f6tigen. Am besten geeignet ist daf\u00fcr eine permanente Strecke. Hinzu kommen die vielen Jugend- und Nachwuchs-MTBler des SV Kirchzarten und angrenzender Vereine. Warum kann man nicht einfach im Wald auf bereits vorhandenen Wegen trainieren? Weil in BaW\u00fc die 2-Meter-Regel gilt, man mit dem MTB offiziell keine Wege unter zwei Meter Breite befahren darf. Dazu gibt es immer wieder Konfliktpotentiale mit Wanderern.\u00a0Kirchzarten ist eine Marke und mittlerweile das MTB-Mekka in Deutschland. Trotz alle dem hat man sich seine Bescheidenheit gewahrt. Profitiert von der Marke Kirchzarten hat vor allem der Nachwuchs- und Breitensport, aber auch das Umfeld, insb. der Toursimus, der ja in der Region kein unwesentlicher Faktor ist. Die Unterst\u00fctzung ist mittlerweile aber gleich Null, obwohl der MTB-Sport boomt.\u00a0 P.S.: ich stand die letzten Jahre mehrmals als Helfer beim Ultra-Bike an der Strecke.<br \/>\n2.7.2013, Thomas Bender<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrgerbeteiligung heisst nicht Wunschzettel, sondern Mitverantwortung<\/strong><br \/>\nMir missf\u00e4llt hier in den Kommentaren die teilweise fehlende Akzeptanz des B\u00fcrgerentscheids, wobei ich auf der einen Seite vehement eine direkte Demokratie fordere, auf der anderen Seite aber durchaus das Gef\u00fchl habe, dass Deutschland noch nicht reif daf\u00fcr ist. Vielleicht wohne ich auch zu nah an der Schweizer Grenze um zu sehen, wie es funktioniert und welche Voraussetzungen daf\u00fcr erforderlich sind. Jedenfalls w\u00fcrde in Deutschland z.B. ein B\u00fcrgerentscheid f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Urlaub oder eine k\u00fcrzere Lebensarbeitszeit durchaus mehrheitsf\u00e4hig sein, weil viele nur an die eigenen Interessen denken und die Machbarkeit nicht hinterfragt wird. B\u00fcrgerbeteiligung heisst nicht Wunschzettel, sondern Mitverantwortung und dabei hapert es bei uns ganz gewaltig.<br \/>\n2.7.2013, Dieter Leeb<\/p>\n<p><strong>Einfache Parolen statt Aufkl\u00e4rung<\/strong><br \/>\nEs sind nicht die armen 60-70j\u00e4hrigen zu bedauern;noch ein paar Jahre und ich geh\u00f6re selbst zu dieser neuen jungen Generation. Was mich erschreckt hat war, dass mit einfachen Parolen und nicht mit Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Gegebenheiten Stimmen gesammelt werden k\u00f6nnen, die dann zu einer demokratischen Entscheidung f\u00fchren. Dies in Kirchzarten vor der Haust\u00fcr zu beobachten war f\u00fcr mich als in der Geschichte belesenen Menschen ein herber R\u00fcckschlag.<br \/>\n1.7.2013, J\u00fcrgen Friedmann<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Welche Bl\u00fcten der demografische Wandel so mit sich zieht<\/strong><br \/>\nUnvorstellbar, dass diese Veranstaltung der Geschichte angeh\u00f6ren soll.Trotzdem &#8222;Hut ab!&#8220; und sehr viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die konsequente Antwort auf die Kirchzartener Uns\u00e4glichkeiten&#8230; j\u00e4mmerlich, welche Bl\u00fcten der demografische Wandel so mit sich zieht&#8230;<br \/>\n1.7.2013, Heinz Meyer<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Eigene Ruhe vor Zukunft der Jugend<\/strong><br \/>\nBei vielen Entscheidungen heute geht es nur noch um die eigene Ruhe und weniger um die Zukunft der Jugend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies von Herrn Eckmann eine demokratiefeindliche \u00c4u\u00dferung war, sondern die Frustration dar\u00fcber, wie einzelne B\u00fcrger alles, au\u00dfer deren Recht ausblenden. Dies ist zwar demokratisch, aber eben schlecht f\u00fcr unsere Zukunft. Blockade verhindert, aber was noch schlimmer ist, sie verteuert. Und diese Mehrkosten werden eben auch auf die jungen B\u00fcrger verschoben. Und wenn man davon ausgehen kann, dass viele wichtige Projekte sogar g\u00e4nzlich verhindert werden, bleibt also au\u00dfer teurer Studien nichts f\u00fcr unsere Jugend \u00fcbrig.<br \/>\n1.7.2013, Martin Braun<br \/>\n\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wutb\u00fcrger machen ehrenamtliches Engagement zunichte<\/strong><br \/>\nDie Gegner des Radsports in Kirchzarten erkennen nun die Konsequenzen der Abstimmung mit &#8222;Nein&#8220; beim B\u00fcrgerentscheid am 03.M\u00e4rz.; Es ist in einem Umfeld der Ablehnung nicht m\u00f6glich sich weiter ehrenamtlich zu engagieren; Leidtragende sind alle: die Radsportbegeisterten, der Tourismus, die Infrastruktur im Ort, die Jugendf\u00f6rderung und nicht zuletzt die Neinsager; denn an der Infrastruktur, den Einnahmen und dem Engagement der Gesellschaft h\u00e4ngt auch ihr Umfeld ab. Und das ist jetzt um ein gro\u00dfes St\u00fcck geschrumpft. Leider wird nicht jeder Wutb\u00fcrger oder mit sonstigem Sendungsbewusstsein ausgestattete Mitb\u00fcrger das Tun seines Handelns erkennen; ausbaden m\u00fcssen es dann eben alle anderen. Schade f\u00fcr Kirchzarten.<br \/>\n1.7.2013, J\u00fcrgen Friedmann<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Andere Orte w\u00fcrden sich die Finger nach einem Ultra-Bike lecken<\/strong><br \/>\nWie man anhand der orts\u00fcblichen, hohen Immobilienpreise feststellen kann ist Kirchzarten eine attraktive Gemeinde. Hohe Immobilienpreise lassen sich aber immer nur dort auf dem Markt realisieren wo eine attraktive Infrastruktur vorhanden ist!\u00a0Dies ist bei Kirchzarten in vollem Umfang gegeben. Wir haben eine gute Gewerbestruktur, welche auch vom Umland sehr gesch\u00e4tzt wird. Diese Infrastruktur basiert aber zu einem nicht unwesentlichen Teil auf dem Tourismus. Kaum ein Ladengesch\u00e4ft im Ort kann auf die Einnahmen des Tourismus verzichten. Ganz zu schweigen von der Gastronomie!\u00a0<br \/>\nViele Umlandgemeinden mussten in den letzten Jahren ihre Freib\u00e4der schlie\u00dfen. In Kirchzarten war das nie Gegenstand einer Diskussion. Allerdings kann sich auch das hiesige Schwimmbad nur schwer von dem einheimischen Besucherstrom \u201e\u00fcber Wasser\u201c halten! Nur Dank des angrenzenden Campingplatzes lassen sich Besucherzahlen erreichen, mit dem man einen Deckungsbeitrag erreicht, bei dem sich die Umlandgemeinden die Finger danach lecken! Aufgrund dieser hohen Besucherzahlen ist der Zuschuss der Gemeinde auf einem ertr\u00e4glichen Ma\u00df. Nur Dank der Touristen kommen die Einheimischen im Sommer auch in den Genuss von einer sch\u00f6nen Freibadeanlage! Der Tourist wird in der Zwischenzeit aber als St\u00f6renfried angesehen! Ich bin hier im Dreisamtal aufgewachsen. In meiner Kindheit war Kirchzarten noch ein unbeachtetes Nest. Es war nur \u00fcber eine verschlungene Landstrasse, die durch zwei Bahn\u00fcberg\u00e4nge unterbrochen war, mit Freiburg verbunden! Dank dem Tourismus und den damit verbundenen Gewerbeeinnahmen, war es \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich eine attraktive Fu\u00dfg\u00e4ngerzone zu gestalten! Dadurch gelang es ortsans\u00e4ssige Gewerbetreibende zu halten und neue anzusiedeln, was der Infrastruktur allgemein zu Gute kam. Kirchzarten ist f\u00fcr jedes Alter attraktiv! So verf\u00fcgt dieser relativ kleine Ort \u00fcber hervorragende Einkaufsm\u00f6glichkeiten, \u00fcber mehrere Kinderg\u00e4rten, aber auch ein Altenheim! Dieser Reichtum an Infrastruktur basiert aber ma\u00dfgeblich auf dem Tourismus. Unser Bahnhof w\u00e4re schon l\u00e4ngst geschlossen, wenn die Fahrgastzahlen nicht auch f\u00fcr die Deutsche Bahn attraktiv w\u00e4ren! In den Sommermonaten basieren diese, au\u00dferhalb der Pendlerz\u00fcge, aus einem nicht unerheblichen Teil aus Touristen. Die gleiche Argumentationslinie l\u00e4sst sich bei der \u00f6rtlichen Gastronomie einschlagen. In den Sommermonaten sind die Kirchzartener Kneipen und Gasth\u00e4user voll mit Ferieng\u00e4sten. Nur von den Einheimischen kann kein Gastronom \u00fcberleben!\u00a0Aber auch der Tourismus steht in einem harten Wettbewerb und muss f\u00fcr den Kunden attraktiv bleiben!\u00a0Kirchzarten hatte bisher mit dem ULTRA-BIKE-MARATHON ein Alleinstellungsmerkmal! Vor, w\u00e4hrend und nach dieser Veranstaltung konnten bisher deutliche h\u00f6here \u00dcbernachtungszahlen verbucht werden, als das im restlichen Jahr der Fall war!\u00a0Vor vier Wochen haben zwei Freunde und ich eine Radtour mit dem Mountainbike von Dornbirn \u00fcber die Alpen nach Meran gemacht! In St. Anton, Nauders und Meran sind wir dabei mit den Vermietern unserer Unterk\u00fcnfte ins Gespr\u00e4ch gekommen. Beispielsweise lebte St. Anton bisher ausschlie\u00dflich vom Skitourismus! Im Sommer wirkt dieser Ort wie ausgestorben. Die \u00f6rtlichen Hotels, welche \u00fcberhaupt offen hatten, waren froh, wenn sie den Deckungsbeitrag \u00fcberhaupt erreichten, welcher ihnen keine Verluste bescherte. St. Anton hat jedoch nun das gro\u00dfe Gl\u00fcck direkt an einer der vielen Transalprouten zu liegen, welche sich unter anderem von Garmisch an den Gardasee erstreckt! Hierzu sei gesagt, dass es sich bei der Transalp um einen Fernradweg f\u00fcr Mountainbiker handelt. Seit es diesen Radweg gibt sind die \u00dcbernachtungszahlen in St. Anton auch in den Sommermonaten stetig steigend! Schon im \u00f6rtlichen Tourismusb\u00fcro ist man auf die Biker vollends eingerichtet und bietet einen absoluten Rundumservice! Laut Aussage unserer Vermieterin w\u00e4re St. Anton heute noch ein verschlafenes, unbedeutendes Kuhkaff, wenn man nicht den Skitourismus und neuerdings die Mountainbiker h\u00e4tte. Der ganze Ort erkennt diese Tatsache an! Genauso gestaltet es sich in Nauders, Ischgl, Serfaus, Zillertal und in vielen anderen \u00f6sterreichischen Orten. Und all diese Orte haben eines gemeinsam. \u00dcberall dort kennt man das Bike-Mekka Kirchzarten! Alle aufgez\u00e4hlten Orte w\u00fcrden sich die Finger danach lecken, wenn es ihnen gel\u00e4nge einen solchen Event wie den ULTRA-BIKE-MARATHON auf die Beine zu stellen!\u00a0Das beschauliche Meran in S\u00fcdtirol ist als, etwas exklusive Kurstadt bekannt, welche vorzugsweise von \u00e4lteren Personen in Anspruch genommen wird! Man hat allerdings erkannt, dass trotz steigender Lebenserwartung es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Kundschaft ausbleibt. Aus diesem Grund hat man nun beschlossen sich f\u00fcr die Jugend, junge Familien und jung gebliebenen fit zu machen! Ferieng\u00e4ste, welche in der Kindheit, Jugend oder als Eltern ihren Urlaub in dieser Region verbringen, bleiben dieser erfahrungsgem\u00e4\u00df auch zu einem hohen Anteil, im Alter, treu! Aus diesem Grund hat man nun vor, einen gesamten Berg, das St. Vigiljoch, f\u00fcr den Mountainbikesport zu sperren! Mit dieser Vorgehensweise wird man dem ver\u00e4nderten Freizeitverhalten der Jungen gerecht. Die autonome Republik S\u00fcdtirol \u00fcbernimmt dabei die gesamte Haftung und Unterhalt, welche f\u00fcr den Betrieb notwendig ist. Wir Kirchzartener sind gerade dabei unser gesamtes Kapital zu verspielen! Ohne Ferieng\u00e4ste wird unser Gewerbe zusammenbrechen. Ohne Gewerbe wird unser Ort unattraktiv. Wie in so vielen Schwarzwaldgemeinden werden die Jungen wegziehen. Die Landflucht h\u00e4lt Einzug! Wie in so vielen Umlandgemeinden k\u00f6nnen wir dann noch froh sein, wenn uns vor Ort wenigstens noch ein B\u00e4cker erhalten bleibt!\u00a0<br \/>\n\u00a0<br \/>\nDer zur\u00fcckgetretene Vorstand des ULTRA-BIKES hat ohne Zweifel in seinen Statements \u00fcberreagiert. Aber f\u00fcr dieses Vorgehen sollte man Verst\u00e4ndnis haben, denn hier haben sich geschundene Seelen zu Wort gemeldet! Herrn Eckmann, ein Mitglied des bisherigen dreik\u00f6pfigen Vorstandes, hat man unter anderem zum Vorwurf gemacht, dass er als Eigent\u00fcmer eines Sportgesch\u00e4ftes nur im Eigeninteresse handeln w\u00fcrde. Wie schon detailliert beschrieben ist der ULTRA-BIKE-Marathon jedoch f\u00fcr das ortsans\u00e4ssige Gewerbe auch eine wichtige Einnahmequelle, von welcher selbstverst\u00e4ndlich auch das Sporthaus ECKMANN profitiert. Ihm dies jedoch zum Vorwurf zu machen ist sch\u00e4big, denn Herr Eckmann sowie das gesamte Team rund um den bisherigen Vorstand, hat sehr viel Freizeit geopfert um solch eine Veranstaltung Jahr f\u00fcr Jahr auf die Beine zu stellen. Mit ihrem Engagement haben sie viel zum guten Image von Kirchzarten beigetragen!\u00a0An dieser Stelle m\u00f6chte ich anmerken, dass nicht wenige Gegner des ULTRA-BIKE-Marathons bisher ganz gut von dieser Veranstaltung, z.B. durch die Vermietung von privaten Fremdenzimmern, profitiert haben.\u00a0Als Teilnehmer am ULTRA-BIKE-MARATHON m\u00f6chte ich nicht an einen Generationenkonflikt innerhalb unserer Gemeinde glauben! An der Strecke wurde ich von allen, alt wie jung, begeistert verpflegt und angefeuert! Dar\u00fcber hinaus sprechen die vielen Alten jung gebliebenen, welche sich selbst an diesem Event teilnahmen, f\u00fcr sich!\u00a0F\u00fcr Junge, Alte, Gewerbetreibende und Gastronomen ist es nun wichtig, dass man wieder miteinander redet, sich an einen Tisch setzt um den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen. Nur so ist gew\u00e4hrleistet, das unser Kirchzarten das bleibt was es ist: f\u00fcr jede Alterklasse attraktiv!\u00a0Aus diesem Grund sollte man auch nicht gleich alles torpedieren, was unser B\u00fcrgermeister, Herr Hall, jetzt nun als alternative Trainingsstrecke f\u00fcr die Biker-Kids vorstellt! Bevor er seinen Vorschlag \u00fcberhaupt richtig vorstellen kann wird er schon wieder in der Luft zerrissen. Ich beneide ihn nicht um seinen Job! Es ist ratsam sich stets alles anzuh\u00f6ren um sich eine eigene Meinung zu bilden. Erst dann ist die Zeit der eigenen \u00c4u\u00dferung gekommen! Manchmal hilft auch einfach mal eine Nacht dar\u00fcber zu schlafen!<br \/>\n10.7.2013, Stephan Graf (Kirchzarten), <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Black Forest Ultra Bike Marathon den Schwarzwald kennengelernt<\/strong><br \/>\nMeine Name ist Walter, komme aus B\u00fcdingen (Hessen), bin Maschinenschlosser und Fitnesstrainer . Ich bin mit meinem Freund Michi , der schon seit 1997 bis heute den Ultra Bike Marathon gefahren ist, das erste Mal 2001 nach Kirchzarten zum Black Forest Ultra Bike Marathon gefahren und habe so den Schwarzwald kennengelernt. Immer mit einer \u00dcbernachtung in Zarten und Kirchzarten ging das Jahr f\u00fcr Jahr weiter und die Zahl der mitreisenden Bikefreunde wuchs und wuchs . Frauen und Kinder sogar Michis\u00a0 Schwiegermutter, heute stolze 81 Jahre, war schon mit .Ich war so fasziniert von der wundersch\u00f6nen Landschaft, dass ich mit einem Freund und dessen Familie Jahr f\u00fcr Jahr vor und auch nach dem Marathon zum Trainieren nach Todtnauberg gefahren bin . In meiner Pension habe ich Freunde gefunden so dass ich auch alleine letztes Jahr f\u00fcr eine Woche nach dem Marathon im Schwarzwald geblieben bin und gerade mal sechs Wochen sp\u00e4ter wieder mit einem Freund f\u00fcr eine Wochehier war, um die tolle Landschafft zu genie\u00dfen und sch\u00f6ne Touren zu fahren. Dieses Jahr war ich sogar eine Woche vor dem Marathon zum Training angereist. Seit 2007 sind wir zum Black Forest in Weilersbach zum Sch\u00fctzen untergebracht , reisen freitags an und montags erst wieder ab. Mit zehn &#8211; zw\u00f6lf Personen aus B\u00fcdingen (meiner Heimat), Pforzheim und vom Bodensee genie\u00dfen wir die Zeit bei netten und gastfreundlichen Leuten. In dieser ganzen Zeit habe ich den Schwarzwald kennen und lieben gelernt und ihn zu meiner zweiten Heimat erkl\u00e4rt !!! Damit dies auch anderen Bikern so geht wie mir, hoffe und bitte ich, dass dieses einfach nur tolle Event weiterhin bestehen bleibt .<br \/>\n10.7.2013, Walter Seim, B\u00fcdingen, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Dieses ehrenamtliche Engagement kann man mit Worten kaum\u00a0w\u00fcrdigen<\/strong><br \/>\nF\u00fcr\u00a0 mich war klar: der Ultra Bike Marathon ist von Kirchzarten nicht mehr weg zu denken. Leider sprechen die Fakten zur Zeit eine andere Sprache. Dieses ehrenamtliche Engagement f\u00fcr so eine Gro\u00dfveranstaltung kann man mit Worten kaum\u00a0 w\u00fcrdigen. Es war immer super ,danke !!!! Wir als Vermieter von Ferienwohnungen hatten in all den Jahren Radfahrer beherbergt, mache seit \u00fcber 10 Jahren. Und oft \u00fcber eine Woche. Es sind richtige Freundschaften entstanden, kaum zu glauben, das es nicht mehr stattfinden\u00a0 soll. Die Wertsch\u00f6pfung einer sollen Veranstaltung sch\u00e4tzen einige wohl nicht, sonst h\u00e4tten sich mehr Leute positiv ge\u00e4u\u00dfert.<br \/>\n10.7.2013, Roswitha Schlegel, Schlegelhansenhof, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit bewegenden Worten haben Erhard Eckmann und Walter Hasper am 1.7.2013 ihren R\u00fccktritt vom Ultra Bike erkl\u00e4rt. 23 Jahre ehrenamtlicher Einsatz mit viel Herzblut f\u00fcr den Mountainbikesport.\u00a0\u00a0&#8222;Es ist fatal, wenn 60- bis 70-J\u00e4hrige\u00a0die Zukunft des Ortes f\u00fcr sich instrumentalisieren und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ultra-bike-macher-geben-auf\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[75,60,61,8,124],"tags":[76,70,252],"class_list":["post-33842","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-biken","category-jugend","category-kinder","category-sport","category-sportvereine-vereine","tag-bike-arena","tag-jugendsport","tag-ultra-bike"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33842","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33842"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33842\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33842"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33842"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33842"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}