{"id":3305,"date":"2012-05-11T14:54:11","date_gmt":"2012-05-11T14:54:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=3305"},"modified":"2012-05-11T15:01:27","modified_gmt":"2012-05-11T15:01:27","slug":"schulverwaldung-7-klassler-eine-woche-im-wald-waldhaus-badenova","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schulverwaldung-7-klassler-eine-woche-im-wald-waldhaus-badenova\/","title":{"rendered":"Schulverwaldung &#8211; 7.Kl\u00e4ssler eine Woche im Wald &#8211; Waldhaus, badenova"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Lernen mit Spa\u00df im <a title=\"Wald\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/wald\/\">Wald<\/a> &#8211; Projekte wie \u201eSchulverwaldung\u201c vermitteln einen zus\u00e4tzlichen p\u00e4dagogischen Ansatz<br \/>\nEs tropft von den Bl\u00e4ttern, der Weg ist feucht. Pl\u00f6tzlich taucht mitten im Freiburger Stadtwald unweit der Sternwaldwiese eine kleine Lichtung auf, auf der so etwas wie ein Dorf zu erkennen ist. Links des Weges steht ein kleiner Bauwagen, rechts davon sch\u00fctzt eine Plane mehrere B\u00e4nke. Im Hintergrund gl\u00fcht die Kohle in einem Ofen und auf einem Feuer in einer ehemaligen Reifenfelge kocht Wasser. Hier leben keine Aussteiger,\u00a0 hier sind f\u00fcr eine Woche <a title=\"Schulen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/\">Sch\u00fcler<\/a> \u201ezu Hause\u201c. Begonnen hat das Projekt \u201eSchulverwaldung\u201c im letzten Jahr mit Freiburg als bundesweitem Vorreiter.<\/p>\n<div class=\"mceTemp\">\n<dl id=\"attachment_3308\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"width: 190px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/2012\/05\/11\/schulverwaldung-7-klassler-eine-woche-im-wald-waldhaus-badenova\/schulverwaldung201205\/\" rel=\"attachment wp-att-3308\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3308\" title=\"schulverwaldung201205\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/schulverwaldung201205-180x120.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/schulverwaldung201205-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/schulverwaldung201205.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Auf die frische Pizza aus dem selbstgebauten Lehmofen freuen sich Justin, Juliane Tr\u00fcmmner, Lucas, Mike und Florian Wolf. Bild: Kickert<\/dd>\n<\/dl>\n<p><!--more--><\/p>\n<\/div>\n<p>F\u00fcr je eine Woche haben zw\u00f6lf verschiedene Schulklassen und Gruppen daran teilgenommen. In diesem Jahr sind es bereits f\u00fcnf gewesen. \u201eAlle Lehrer, die teilgenommen haben, wollen wieder kommen, auch wenn einige anfangs \u00fcberzeugt werden mussten\u201c, sagt Florian Wolf. Der p\u00e4dagogische Leiter der \u201eLernstatt Freiburg\u201c ist zum dritten Mal mit einer Gruppe im Wald.<br \/>\nDie Lernstatt Freiburg ist ein p\u00e4dagogisches Time-Out-Modell von Werkrealschulen f\u00fcr Jugendliche aus der 7. und 8. Klasse, die an der Stammschule mit herk\u00f6mmlichen p\u00e4dagogischen Mitteln nicht mehr in Unterricht und Schulleben integrierbar sind. \u201eEs haben bisher alle Schularten mitgemacht\u201c, freut sich Projektleiter Philipp Gottwald. \u201eUnd es ist anders, als wir es uns vorgestellt haben. Am Anfang sind viele oft verhalten, weil sie den Wald nicht kennen. Aber am Ende lernen sie viel mehr.\u201c Der Mix aus Lernen, Spa\u00df und Machen sei der Geist des Projektes, so Gottwald. Vor allem Sch\u00fcler, die kurz vor dem Start ins Berufsleben st\u00fcnden, w\u00fcrden von der Zeit in der Natur profitieren. F\u00fcr Florian Wolf spielt besonders der pr\u00e4ventive Charakter der Arbeit eine Rolle. \u201eHier k\u00f6nnen die Sch\u00fcler soziale Kompetenzen einarbeiten, aber auch Grenzerfahrungen sammeln.\u201c Lucas ist einer der Sch\u00fcler, die in dieser Woche trotz Regens im Wald sind. Auf dem Programm heute steht der Bau eines Bienenstocks. Und, wie jeden Tag, das gemeinsame Zubereiten des Mittagessens. Daf\u00fcr steht ein Lehmofen zur Verf\u00fcgung, den eine Gruppe im letzten Jahr erstellt hat. \u201eDie erste Pizza war nicht so gut, weil die Lehmwand zu d\u00fcnn war\u201c, erinnert sich Gottwald. \u201eEine andere Sch\u00fclergruppe hat diese dann verst\u00e4rkt.\u201c<\/p>\n<p>Auch andere Gemeinschaftsergebnisse wie die Toilette oder ein \u201eSp\u00fclbecken\u201c sind nach und nach entstanden. Auch wenn das selbstgezimmerte Plumpsklo wegen des Toilettenpapiers nicht hundertprozentig \u00f6kologisch korrekt ist, sei er froh, dass es jetzt eines gebe, sagt Philipp Gottwald.<br \/>\nF\u00fcr viele Sch\u00fcler ist es das erste Mal, dass sie in der freien Natur sind. Wenn die Bienenst\u00f6cke in Betrieb sind, werden zuk\u00fcnftige Gruppen vielleicht Honig verarbeiten k\u00f6nnen. In diesem Jahr wurden beispielsweise schon Kirschb\u00e4ume gepflanzt. Im Gegenzug hat der zust\u00e4ndige F\u00f6rster Bernhard Friedmann eine Tanne zur Verf\u00fcgung gestellt, aus der B\u00e4nke gebaut wurden. \u201eWir sind auf der Suche nach neuer Arbeit, die f\u00fcr die Teilnehmer auch Sinn macht\u201c, meint Gottwald.<br \/>\nDie H\u00e4lfte der Projektkosten wird vom Energieunternehmen Badenova getragen. \u201eDie Waldhaus-Stiftung hat sich mit diesem Projekt beworben. Mit unserem Innovationsfonds f\u00fcr Klima- und Wasserschutz unterst\u00fctzen wir jedes Jahr etwa 15 bis 20 Projekte, die nachhaltig sind und ein positives Beispiel geben wie die Schulverwaldung\u201c, sagt Anke Held von der Badenova. Das Unternehmen unterst\u00fctzt den neuartigen Ansatz mit 130.000 Euro.<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein Geschenk, Mitarbeiter wie unseren Projektleiter zu haben\u201c, lobt Waldhaus-Leiter Markus M\u00fcller. Der Erfolg des Projektes tr\u00e4gt erste Fr\u00fcchte. In Landwasser gibt es nun in Kooperation mit der Albert-Schweitzer Schule ebenfalls eine Station im Wald. Lehrer, die noch in diesem Jahr an dem Projekt teilnehmen wollen, m\u00fcssen sich beeilen. Die Anmeldung ist ein halbes Jahr vorher n\u00f6tig. Auch in anderer Hinsicht gibt es neue \u201eSchul-Wege\u201c, weitere p\u00e4dagogische Ans\u00e4tze. Das Schulfach Gl\u00fcck beispielsweise. Was es damit auf sich hat, dar\u00fcber referiert am heutigen Donnerstag um 19 Uhr der Heidelberger Oberstudiendirektor Ernst Fritz-Schubert in der Max-Weber Schule.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.stadtkurier.de\">www.stadtkurier.de<\/a>, 11.5.2012,\u00a0Nils Kickert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lernen mit Spa\u00df im Wald &#8211; Projekte wie \u201eSchulverwaldung\u201c vermitteln einen zus\u00e4tzlichen p\u00e4dagogischen Ansatz Es tropft von den Bl\u00e4ttern, der Weg ist feucht. 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