{"id":32956,"date":"2013-06-19T07:43:54","date_gmt":"2013-06-19T05:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=32956"},"modified":"2013-12-06T16:40:35","modified_gmt":"2013-12-06T15:40:35","slug":"singletrails-mtb-schwarzwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/singletrails-mtb-schwarzwald\/","title":{"rendered":"Singletrails MTB Schwarzwald"},"content":{"rendered":"<p>Ca 850 km schmale Waldpfade sollen als Singletrails f\u00fcr <a title=\"Biken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/biken\/\">Mountainbiker<\/a> im Schwarzwald befahrbar gemacht werden, wobei auch eine Parallelnutzung von\u00a0<a title=\"Wandern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/wandern\/\">Wanderern<\/a> und MTB-lern\u00a0m\u00f6glich sein soll &#8211;\u00a0\u00a0so das &#8222;Wald-Strategie&#8220; genannte Agreement-Papier von <a title=\"Schwarzwaldverein\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/wandervereine\/schwarzwaldverein\/\">Schwarzwaldverein<\/a> und Forstbeh\u00f6rden. Bislang ist MTB ja nur auf\u00a0Wegen ab 2 m Breite zul\u00e4ssig.<!--more--><\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00a0<br \/>\nTouristik will schmale Pfade f\u00fcr Mountainbiker \u00f6ffnen<\/strong><br \/>\nVerantwortliche von Forst, Naturparken, Schwarzwaldverein und Tourismus haben zwei Jahre lang \u00fcber diesen Konflikt heftig diskutiert. Herausgekommen ist nun das Konsenspapier &#8222;Wald-Strategie&#8220;, das \u2013 mit dem Segen des Stuttgarter Ministeriums \u2013 das Ziel hat, rund zehn Prozent des MTB-Wegenetzes in Singletrails umzuwandeln, beziehungsweise eine Doppelnutzung f\u00fcr Wanderer und Radler zuzulassen&#8230;..<br \/>\nAlles vom 19.6.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/touristik-will-schmale-pfade-fuer-mountainbiker-oeffnen\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/touristik-will-schmale-pfade-fuer-mountainbiker-oeffnen<\/a><br \/>\n\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Es k\u00f6nnte so einfach sein:<\/strong><br \/>\n&#8222;Waldbesucherinnen und Waldbesucher haben aufeinander R\u00fccksicht zu nehmen, damit eine gegenseitige Bel\u00e4stigung oder Behinderung vermieden wird.&#8220;<br \/>\n&#8222;Radfahren &#8230;. ist im Wald auf befestigten oder naturfesten Wegen gestattet, &#8230;.. auf denen unter gegenseitiger R\u00fccksichtnahme gefahrloser Begegnungsverkehr m\u00f6glich ist. Fu\u00dfg\u00e4ngerinnen und Fu\u00dfg\u00e4ngern sowie Menschen, die auf einen Krankenfahrstuhl angewiesen sind, geb\u00fchrt in der Regel der Vorrang.&#8220;<br \/>\nDie Waldnutzer sind in Baden-W\u00fcrtemberg anscheinend so speziell, das sich Regeln, die sich in allen anderen Bundesl\u00e4ndern so oder \u00e4hnlich seit Jahren bew\u00e4hren, nicht einfach \u00fcbertragen lassen. Oder ist es etwa die Starrk\u00f6pfigkeit einer Interessengruppe, die dazu f\u00fchrt, das der eingeschlagene Irrweg 2m-Regel nicht verlassen werden kann? Bezeichnend auch, das zwar Schwarzwaldverein, Forst, Naturparkvertreter und Touristiker zum Thema was beitragen d\u00fcrfen, aber kein Vetreter der Mountainbiker selbst mit am Tisch sitzt&#8230; Na gut, dann trage ich mein hier verdientes Geld eben in die Pfalz, nach Frankreich, in die Schweiz, nach Franken. Nur in den Schwarzwald kommt es sicher nicht.<br \/>\n19.6.2013, Michael Wolf<br \/>\n\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Einzige Bedingung: Niemanden schikanieren<\/strong><br \/>\nBin schon ein 73-j\u00e4hriger Berg-und-Tal-Velofahrer und ben\u00fctze seit 1950 sehr schmale Wege, ob in den 4000er Bergen, auf Pfaden, P\u00e4ssen wie Wallis, Aura, Schwarzwald und Vogesen. Fahre meistens in Verbindung mit Forstwegen unter den verlangten zwei Metern. Warum eigentlich?<br \/>\nAls 40-j\u00e4hriges SAC-Alpenmitglied, sch\u00e4tze ich das leichte Mountainbike als treuen Bergbegleiter. Warum? Aufw\u00e4rts wird gesto\u00dfen, ob 50 Zentimeter oder ein Meter Breite, abw\u00e4rts geht es dann mit hohen Bergschuhen wieder in das Tal. Prinzip: Ein gutes vertrauliches Biken, ob \u00fcber Stock und Stein, Baumst\u00e4mme, Wurzeln, Felsen, durch Fl\u00fcsse oder Spalten, das gibt eben ein gutes Querfeldein. Es gibt jedem einen nat\u00fcrlichen &#8222;Velo- und Wandercharakter&#8220;.<br \/>\nDarum sollte in ganz Baden-W\u00fcrttemberg das Gesetz mit den Breiten erleichtert werden. Bedingung ist nur, ob schmal oder breit, man darf einfach niemanden schikanieren, ob: Mensch, Tier und Natur.<br \/>\n6.12.2013, J\u00f6rg Vollmer, CH-Reinach<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Ohne die Waldbesitzer h\u00e4tten Nutzen und Spa\u00df bald ein j\u00e4hes Ende<\/strong><br \/>\nDie Diskussionen zwischen Wanderern und Bikern erwecken den Eindruck, als w\u00fcrden sich im Wald ausschlie\u00dflich diese beiden Interessengruppen bewegen. Dass es da noch J\u00e4ger, F\u00f6rster und Waldbesitzer gibt, m\u00f6chte man nicht meinen. In erster Linie sind es zun\u00e4chst nun mal aber der Forst und die Waldbesitzer, die f\u00fcr die Anlage von Waldwegen und deren Unterhalt sorgen. Es kann nicht sein, dass Nutznie\u00dfer dieser Anlagen von Nutzungsrechten reden, ohne mit den Eigent\u00fcmern zu sprechen und deren Bed\u00fcrfnisse zur Kenntnis zu nehmen. Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe f\u00fcr beide Sportarten gro\u00dfe Sympathie, aber ich bin auch Waldbesitzer und st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt, die von den Bikern hinterlassenen Fahrrinnen einzuebnen, welche auf steilen, schmalen Wegen zwangsl\u00e4ufig entstehen und Querrinnen zu \u00f6ffnen, um das Regenwasser abzuleiten. W\u00fcrde ich das nicht tun, w\u00e4ren die Steilstrecken, nach einigen starken Regenf\u00e4llen nicht mehr benutzbar. Nutzen und Spa\u00df h\u00e4tten bald f\u00fcr alle ein j\u00e4hes Ende. Die gesetzliche Bestimmung, dass die von Bikern benutzten Wege breiter als zwei Meter sein m\u00fcssen, ist auch darin begr\u00fcndet, dass breitere Wege auch eine breitere Nutzung zulassen und dadurch weniger Fahrrinnen entstehen. Das Landeswaldgesetz von 1995, das diese Mindestbreite vorschreibt, ist ein Zeugnis von Kompetenz, und es ist gut, dass sich auch die jetzige Landesregierung daran orientiert. Das Land Baden-W\u00fcrttemberg hat damit in der Bundesrepublik Deutschland eine Vorreiterrolle \u00fcbernommen. Richtig ist die Absicht, spezielle Strecken f\u00fcr Biker anzulegen. Aber dann bitte zusammen mit allen Institutionen und ganz besonders mit dem Landschaftsschutz, der Jagd- und Forstbeh\u00f6rde und den Waldbesitzern.<br \/>\n6.12.2013, Bernhard Meier, Rheinfelden<br \/>\n\u00a0<br \/>\n<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<p>Herrn Meier ist vollkommen zuzustimmen, wenn er beklagt, dass die Arbeit an Waldwegen viel zu h\u00e4ufig an den Waldbesitzern h\u00e4ngenbleibt.\u00a0Insofern m\u00fcsste er die Abschaffung dieser uns\u00e4glichen Regel begr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nWarum? Zun\u00e4chst mal m\u00fcsste er nach Abschaffung der Regel keine h\u00f6here Nutzung der Wege durch Biker bef\u00fcrchten. Diejenigen, die die Regel kennen, ignorieren sie bereits heute. Diejenigen, die sie nicht kennen, fahren mit Unkenntnis illegal. Die allermeisten Mountainbiker meiden &#8211; das nur nebenbei &#8211; aus Mangel an Fahrtechnik die schmalen Pfade eh und bewegen sich ausschlie\u00dflich auf den breiten Forstwegen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus b\u00f6te eine Legalisierung die M\u00f6glichkeit, dass sich Mountainbike-Vereine und -Initiativen legal mit an der Pflege der Wege beteiligen k\u00f6nnten, so wie dies heute schon Wandervereine tun. Es ist wohl verst\u00e4ndlich, dass das Interesse, Wege zu pflegen, die f\u00fcr einen selbst nicht legal sind, sich momentan in Grenzen h\u00e4lt. Viele Mountainbiker haben \u00fcbrigens selbst erfahren m\u00fcssen, dass eine Anfrage bei Wandervereinen und Waldbesitzern in Sachen Kooperation auf schroffe Ablehnung oder Ignoranz gesto\u00dfen ist. Die Umm\u00fcnzung des Festklammerns des einzigen Bundeslandes deutschlandweit (und auch im Vergleich zum benachbarten Ausland!) in eine sog. &#8222;Vorreiterrolle&#8220; ist zwar kreativ, aber m.E. substanzlos. Vorreiter sind Bundesl\u00e4nder wie Hessen, die einen &#8222;runden Tisch&#8220; mit ALLEN Beteiligten (Wanderer, Mountainbiker, Reiter, F\u00f6rster, Waldbesitzer, Politik) eingerichtet haben und auf Verst\u00e4ndigung ausgerichtet sind. Insofern hoffe ich, dass Herr Meier mir zustimmt, wenn ich sage: die Abschaffung der 2m-Regel kann mittel- und langfristig dazu beitragen, einen Sport aus der Illegalit\u00e4t zu holen, Vereine zu st\u00e4rken, Ehrenamt und Initiativen zu f\u00f6rdern und somit auch zur Wegpflege beizutragen.<br \/>\n6.12.2013, Tom Lubliner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ca 850 km schmale Waldpfade sollen als Singletrails f\u00fcr Mountainbiker im Schwarzwald befahrbar gemacht werden, wobei auch eine Parallelnutzung von\u00a0Wanderern und MTB-lern\u00a0m\u00f6glich sein soll &#8211;\u00a0\u00a0so das &#8222;Wald-Strategie&#8220; genannte Agreement-Papier von Schwarzwaldverein und Forstbeh\u00f6rden. 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