{"id":3191,"date":"2012-05-10T16:32:52","date_gmt":"2012-05-10T16:32:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=3191"},"modified":"2012-05-10T17:40:20","modified_gmt":"2012-05-10T17:40:20","slug":"alte-sage-zarten-geschichte-wird-lebendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/alte-sage-zarten-geschichte-wird-lebendig\/","title":{"rendered":"Alte S\u00e4ge Zarten &#8211; Geschichte wird lebendig"},"content":{"rendered":"<p>Als um 1780 in Zarten eine wasserbetriebene <a title=\"Muehlen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/muehlen\/\">Hochgangs\u00e4ge<\/a> in Betrieb genommen werden konnte, waren die Zartener B\u00fcrger sehr stolz darauf, denn das hatte gro\u00dfe Auswirkungen auf das Leben und brachte einen gewissen Wohlstand in den Ort. Mussten die Baumst\u00e4mme bis dahin immer mit Pferde- oder Ochsengespannen in Nachbart\u00e4ler transportiert werden, konnte nun vor Ort ges\u00e4gt werden. Die S\u00e4ge pr\u00e4gte Zarten, wurde in den 30er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts technisch aufger\u00fcstet und war bis in die 80er Jahre hinein auch noch in Betrieb.<br \/>\nLange Jahre war die S\u00e4ge dem Verfall preisgegeben und f\u00fchrte ein Schattendasein inmitten von Erdaushub und Bauschuttlagern. Doch heute ist die Alte S\u00e4ge Ortsmittelpunkt. Sie wurde mit <a title=\"Ehrenamt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/ehrenamt\/\">ehrenamtlichem Engagement<\/a> aufw\u00e4ndig restauriert und pr\u00e4gt mit ihrem multifunktionellen Nutzungskonzept den gesamten Ortsteil nachhaltig. <!--more-->Sie ist Festhalle, Museum und Treffpunkt, eine Bereicherung f\u00fcr das Dorfleben.\u00a0 Ganz neu werden in der Alten S\u00e4ge in Zarten von Mai bis Oktober regelm\u00e4\u00dfige F\u00fchrungen, die die lange Geschichte der S\u00e4ge lebendig werden lassen, angeboten.<br \/>\nDie pensionierte Lehrerin Sigrun Bludau hat sich intensiv in die Zartener Geschichte eingearbeitet. Zugute kamen ihr auch die vielen Kontakte nach Zarten, die sie w\u00e4hrend ihrer langen Laufbahn als Lehrerin aufgebaut und gepflegt hatte. Gro\u00dfe Unterst\u00fctzung fand sie in Familie Heizler und Albert Pf\u00e4ndler, die ihr sowohl schriftliche Quellen als auch m\u00fcndlich \u00fcberliefertes Wissen zur Verf\u00fcgung stellen konnten.<br \/>\nW\u00e4hrend ihrer F\u00fchrungen geht es ihr weniger um exakte Jahresdaten oder um trockene Fakten, vielmehr m\u00f6chte sie Geschichte lebendig werden lassen und davon erz\u00e4hlen, welche konkreten Auswirkungen die S\u00e4ge auf das Leben und den Alltag der Menschen damals hatte und wie es war, in der S\u00e4ge zu arbeiten. Insofern vermittelt Sigrun Bludau nicht nur S\u00e4ge-Geschichte, sondern auch Dorfgeschichte.<br \/>\nDie S\u00e4ge bietet eine F\u00fclle an Anschauungsmaterial: sowohl die Hochgang- als auch die Gatters\u00e4ge sind voll erhalten, auch die Transmissionen im Keller und das Wasserrad an der Au\u00dfenwand sind funktionsf\u00e4hig und k\u00f6nnen besichtigt werden.<br \/>\nDie F\u00fchrungen finden jeden zweiten Mittwoch im Monat von Mai bis Oktober statt, die erste also heute, am 9. Mai 2012, um 18 Uhr. Auf Anfrage sind auch andere Termine m\u00f6glich (Tel. 07661 \u2013 61327). Sigrun Bludau f\u00fchrt die F\u00fchrungen ehrenamtlich durch, deshalb sind sie kostenfrei. Spenden gehen an den B\u00fcrgerverein, der sich f\u00fcr die Restaurierung der S\u00e4ge eingesetzt hat und die vielf\u00e4ltigen Nutzungen organisiert und koordiniert.<br \/>\nDagmar Engesser, 10.5.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als um 1780 in Zarten eine wasserbetriebene Hochgangs\u00e4ge in Betrieb genommen werden konnte, waren die Zartener B\u00fcrger sehr stolz darauf, denn das hatte gro\u00dfe Auswirkungen auf das Leben und brachte einen gewissen Wohlstand in den Ort. 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