{"id":31022,"date":"2013-05-24T13:48:32","date_gmt":"2013-05-24T11:48:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=31022"},"modified":"2013-05-24T14:07:57","modified_gmt":"2013-05-24T12:07:57","slug":"erzieher-in-25-tagen-einstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/erzieher-in-25-tagen-einstieg\/","title":{"rendered":"Erzieher in 25 Tagen &#8211; Einstieg"},"content":{"rendered":"<p>Ab1.8.2013 haben Kleinkinder zwischen 1 und 3 Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. <a title=\"Kindergarten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/kindergarten\/\">Kitas<\/a> werden gebaut, aber <a title=\"Kinderkrippe\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/kinderkrippe\/\">ErzieherInnen<\/a> fehlen. Deshalb ein neues Gesetz, das den\u00a0Quereinstieg in den Erzieherberuf erleichtert:\u00a0F\u00fcr Berufsabschl\u00fcsse wie <a title=\"Lehrer\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/lehrer\/\">LehrerIn<\/a>, DorfhelferIn, FamilienpflegerIn &#8230; bzw. in 25t\u00e4gigen Fortbildung<!--more--><\/p>\n<p><strong><br \/>\nKitas: Erzieherin in 25 Tagen? Land erleichtert Quereinstieg<br \/>\n<\/strong>Von August an gilt der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz f\u00fcr Kleinkinder. Um gen\u00fcgend Personal zu finden, erleichtert das Land den Quereinstieg in den Erzieherinnenberuf. Eine 25-t\u00e4gige Fortbildung soll daf\u00fcr ausreichen.<br \/>\nAlles vom 10.5.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/kitas-erzieherin-in-25-tagen-land-erleichtert-quereinstieg--71777102.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/kitas-erzieherin-in-25-tagen-land-erleichtert-quereinstieg&#8211;71777102.html<\/a>\u00a0<br \/>\n\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wir sind emp\u00f6rt \u00fcber die Abwertung des anspruchsvollen Berufsbildes<br \/>\n<\/strong>Nun hat es die gr\u00fcn-rote Landesregierung geschafft: Im neuen Fachkr\u00e4ftekatalog f\u00fcr die Kindertagesst\u00e4tten ist ab August 2013 Personal aus medizinischen Berufsgruppen wie Hebammen und Physiotherapeuten sowie Dorf- und Familienhelferinnen zugelassen. Um sich als p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte zu qualifizieren, reicht eine 25-t\u00e4gige Fortbildung f\u00fcr ein Berufsbild, welches eine vierj\u00e4hrige Ausbildung umfasst, davon drei Jahre Theorie. Als Lehrerinnen mit langj\u00e4hriger Berufserfahrung in der Erzieherinnenausbildung wollen wir unsere Emp\u00f6rung zum Ausdruck bringen \u00fcber die Abwertung des anspruchsvollen Berufsbildes der Erzieherin, des Erziehers. Wo bleiben der fr\u00fchkindliche Bildungsanspruch und die gesellschaftliche Verantwortung? Die Einarbeitung dieses Personals geht auf Kosten der Erzieherinnen und der Qualit\u00e4t der p\u00e4dagogischen Arbeit in den Kitas. Politik auf dem R\u00fccken der Kinder? Brauchen wir Personal oder wollen wir qualifizierte p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte?<br \/>\n24.5.2013, Astrid Backes, Sabine Hinrichs, Monika Weber und Brigitte Scheiber-Schradi, Freiburg<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Was das Land da vorhat, ist ein schlechter Witz<br \/>\n<\/strong>Seit Jahren ist bekannt, dass ab 1. August 2013 der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz gilt. Seither hat man Tausende von Kita-Pl\u00e4tzen neu geschaffen, ohne sich darum zu k\u00fcmmern, wer diese Kinder betreuen soll. Jetzt, da der Stichtag wenige Wochen bevorsteht, k\u00fcmmert man sich um dieses Problem. Was sich allerdings unsere Landesregierung dazu ausgedacht hat, ist ein schlechter Witz. Die Erzieherinnenausbildung geh\u00f6rt zu den anspruchsvollsten und deshalb l\u00e4ngsten (vier Jahre!) Ausbildungsg\u00e4ngen. Wer heute im Krippenbereich (Kinder bis drei Jahre) eingesetzt wird, muss zus\u00e4tzlich eine Weiterbildung absolvieren. Seit Jahren wird diskutiert, ob der Erzieherinnenberuf nicht durch ein Studium wie in anderen L\u00e4ndern aufgewertet werden soll. Und jetzt reichen pl\u00f6tzlich 25 Tage Fortbildung! Das hat mit &#8222;Quereinsteigern&#8220; nichts zu tun! Was qualifiziert denn einen Physiotherapeuten oder Krankengymnasten f\u00fcr die professionelle Erziehung von Klein- und Vorschulkindern? Ich selbst habe Ende der 60er Jahre eine Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht und war dann acht Jahre als Gruppenleiterin in einem Kindergarten t\u00e4tig. Um diese T\u00e4tigkeit weiter aus\u00fcben zu d\u00fcrfen, musste ich noch einmal eineinhalb Jahre eine Fachschule f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik besuchen, um die Anerkennung als Erzieherin zu erhalten. Heute geht das also in f\u00fcnf Wochen! Mich w\u00fcrde interessieren, welche Aufgaben diese so genannten Quereinsteiger in Kindertageseinrichtungen \u00fcbernehmen d\u00fcrfen oder sollen und ob sie wie Erzieher\/innen bezahlt werden.<br \/>\n24.5.2013, Beate Purwins-M\u00fcller, Lahr<\/p>\n<p><strong>Als staatlich anerkannte Erzieherin frustet es einen sehr<\/strong><br \/>\nUnfassbar! Liest man diesen Artikel als staatlich anerkannte Erzieherin, frustet es einen sehr, zu sehen, welches Berufsbild die Politik von uns hat. 25 Tage k\u00f6nnen aufeinmal vier Jahre Ausbildung mit anspruchsvollen p\u00e4dagogischen und psychologischen Inhalten ersetzten- wo f\u00fchrt das hin? Anstatt an eine qualitativ hochwertige Bildung im Elementarbereich zu denken, r\u00fccken solche schnellgefassten Ideen in den Vordergrund. Ich bin der Meinung, dass grundlegende Faktoren geschaffen werden m\u00fcssen, um den Erzieherberuf attraktiver \u00a0zu machen, beispielsweise durch eine Lohnerh\u00f6hung, usw. Der Gesellschaft darf durch solche Artikel nicht verkauft werden, dass jeder die Bildung und Erziehung der Kinder \u00fcbernehmen kann. Schlie\u00dflich geht es nicht um reine Betreuung und &#8222;Aufbewahrung&#8220;, sondern um eine gezielte p\u00e4dgogische F\u00f6rderung der kindlichen Entwicklung. Diese bedarf wiederum an einem hohen Fachwissen und einer langj\u00e4hrigen Ausbildung mit Praktika- Erfahrungen!<br \/>\n10.5.2013, Isabel Wichmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab1.8.2013 haben Kleinkinder zwischen 1 und 3 Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Kitas werden gebaut, aber ErzieherInnen fehlen. 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