{"id":27404,"date":"2013-04-19T14:22:39","date_gmt":"2013-04-19T12:22:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=27404"},"modified":"2013-04-19T14:22:39","modified_gmt":"2013-04-19T12:22:39","slug":"naturschutzgebiet-im-rieselfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/naturschutzgebiet-im-rieselfeld\/","title":{"rendered":"Naturschutzgebiet im Rieselfeld"},"content":{"rendered":"<p>Ab sofort l\u00e4sst sich die <a title=\"Tiere\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/\">Vogelwelt<\/a> im <a title=\"Naturschutz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/\">Naturschutzgebiet<\/a> Rieselfeld besonders gut erleben: Gestern weihte Umweltb\u00fcrgermeisterin Gerda Stuchlik (Gr\u00fcne) dort eine neue Beobachtungsstation ein \u2013 knapp zwei Jahre, nachdem das marode gewordene Vorg\u00e4ngermodell abgerissen wurde. Das neue Bauwerk kostete rund 4000 Euro und wurde mit dem Holz von Robinien und Douglasien aus dem Stadtwald errichtet.<!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Kleine und gro\u00dfe Vogelfreunde k\u00f6nnen nun wieder von sicherer Warte aus das angrenzende Feuchtgebiet einsehen&#8220;, freute sich Stuchlik. Durch solchen Naturschutz ohne Z\u00e4une wolle die Stadt das Erleben der Natur f\u00f6rdern. Zugleich lege man Wert darauf, auch die anderen Elemente des dortigen Naturlehrpfads in einem guten Zustand zu erhalten. &#8222;Nur dann \u00fcbertr\u00e4gt sich die Wertsch\u00e4tzung auf die Bev\u00f6lkerung&#8220;, meinte die B\u00fcrgermeisterin. Wie Forstamtsleiter Hans Burgbacher erg\u00e4nzte, sollten auch weitere Bestandteile des zw\u00f6lf Jahre alten Pfads in Stand gesetzt werden. &#8222;Wir wollen das nach und nach angehen&#8220;, versicherte er.<br \/>\nDie neue Plattform liegt auf einer Erhebung unweit des L\u00f6hliteichs und ist beispielsweise vom Mundenhof aus in wenigen Minuten zu Fu\u00df erreichbar. Zwei verschlie\u00dfbare Beobachtungsluken geben aus vier Metern H\u00f6he einen Blick auf gro\u00dffl\u00e4chige Nasswiesen frei: B\u00fcrgermeisterin Stuchlik entdeckte dann auch gleich einen Storch. Gegen\u00fcber dem Vorl\u00e4ufermodell hat die neue Station einige Aufwertungen erfahren, unter anderem eine Sitzbank sowie ein Dach, das vorher gefehlt hat. Letzteres kommt \u00fcbrigens nicht nur den Besuchern zugute, die fortan auch bei Regen einigerma\u00dfen im Trockenen sitzen: &#8222;Durch den besseren Abschluss dringen jetzt weniger Ger\u00e4usche nach au\u00dfen als fr\u00fcher&#8220;, erkl\u00e4rte J\u00fcrgen Herr vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu), der das Forstamt fachlich beraten hatte. Aufgrund der beruhigteren Verh\u00e4ltnisse w\u00fcrden die V\u00f6gel weniger gest\u00f6rt und sich daher auch besser beobachten lassen. Das Freiburger Rieselfeld gilt als Vogelparadies: Rund 60 Brutvogelarten sind derzeit von dort bekannt. &#8222;Zum Erhalt dieser Vielfalt ist es wichtig, dass regelm\u00e4\u00dfige Bew\u00e4sserungen stattfinden&#8220;, betonte J\u00fcrgen Herr. Jetzt im Fr\u00fchjahr sei das Rieselfeld ein wichtiger Rastplatz f\u00fcr Zugv\u00f6gel auf dem Weg in ihre weiter n\u00f6rdlich gelegenen Sommerquartiere: &#8222;Etwa f\u00fcr die Bekassine, den Vogel des Jahres&#8220;, nannte der Rentner ein Beispiel. Aber auch viele Singv\u00f6gel k\u00e4men vorbei \u2013 zum Beispiel Gartenrotschw\u00e4nze und Wacholderdrosseln. Von der letztgenannten Art, die mit der Amsel verwandt ist, h\u00e4tten unl\u00e4ngst rund 350 Exemplare einen Zwischenstopp in Freiburgs zweitgr\u00f6\u00dftem Naturschutzgebiet eingelegt.<br \/>\n\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Naturschutz im Rieselfeld<\/strong><br \/>\n1991 beschloss der Freiburger Gemeinderat, 78 Hektar Baufl\u00e4che im Osten der einstigen Abwasserverrieselungsfl\u00e4che &#8222;Rieselfeld&#8220; auszuweisen. Als Ausgleich wurden auf der verbleibenden westlichen Fl\u00e4che \u00f6kologische Ma\u00dfnahmen vorgenommen und 1995 das Naturschutzgebiet &#8222;Freiburger Rieselfeld&#8220; ausgewiesen. Es ist 257 Hektar (rund 2,5 Quadratkilometer) gro\u00df und umfasst sowohl offenes Gel\u00e4nde mit Wiesen, \u00c4ckern, Hecken und Gr\u00e4ben (zusammen etwa 70 Prozent der Fl\u00e4che) als auch Teile des angrenzenden Mooswalds. Ziel ist es, diese historische Kulturlandschaft als Lebensraum zahlreicher gef\u00e4hrdeter Tiere und Pflanzen zu erhalten und weiterzuentwickeln \u2013 etwa f\u00fcr V\u00f6gel und Libellen. Seit 2001 gibt es dort auch einen f\u00fcnf Kilometer langen Naturerlebnispfad, der insgesamt rund 30 Stationen umfasst: Neben der neu eingeweihten Beobachtungsplattform und einem &#8222;Gr\u00fcnen Klassenzimmer&#8220; f\u00fcr Openair-Unterricht auch Schautafeln zu Themen wie Totholz und Wildkr\u00e4uter sowie zur Geschichte des Rieselfelds.\u00a0<!-- RSPEAK_STOP -->\u00a0<br \/>\n19.4.2013, Andreas Braun<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab sofort l\u00e4sst sich die Vogelwelt im Naturschutzgebiet Rieselfeld besonders gut erleben: Gestern weihte Umweltb\u00fcrgermeisterin Gerda Stuchlik (Gr\u00fcne) dort eine neue Beobachtungsstation ein \u2013 knapp zwei Jahre, nachdem das marode gewordene Vorg\u00e4ngermodell abgerissen wurde. 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