{"id":2677,"date":"2012-05-02T19:22:24","date_gmt":"2012-05-02T19:22:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=2677"},"modified":"2012-05-02T19:22:24","modified_gmt":"2012-05-02T19:22:24","slug":"opfinger-storchenteich-mit-windkraftbetriebener-pumpe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/opfinger-storchenteich-mit-windkraftbetriebener-pumpe\/","title":{"rendered":"Opfinger Storchenteich mit windkraftbetriebener Pumpe"},"content":{"rendered":"<p>Einen Storchenteich gibt es neuerdings im \u00f6stlich vom Opfinger Quartier Sankt Nikolaus gelegenen Gewann &#8222;Moosmatt&#8220;: Kernst\u00fcck der nun offiziell eingeweihten Anlage ist ein kleines Windrad, mit dessen Hilfe Grundwasser umweltfreundlich an die Oberfl\u00e4che gepumpt wird. Das rund 10 000 Euro teure Projekt wurde zu 30\u2005Prozent \u00fcber B\u00fcrgerspenden finanziert, der Rest kommt als Zuschuss aus dem Landschaftspflegeprogramm. Insgesamt 63 Jungst\u00f6rche hat Opfingens &#8222;Storchenvater&#8220; Gustav Bickel seit 1995 auf dem dortigen Kirchturm gro\u00dfgezogen, wo Familie Adebar (wie der <a title=\"Storch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/storch\/\">Storch<\/a> in Tierfabeln gerne genannt wird) zuvor elf Jahre lang verschwunden war. Doch trotz der gegl\u00fcckten Wiederansiedlung gibt es ein gro\u00dfes Problem: F\u00fcr die beliebten V\u00f6gel ist es gar nicht so leicht, das ganze Jahr \u00fcber an gen\u00fcgend Wasser und Nahrung zu kommen.<!--more--> &#8222;Die umliegenden Gew\u00e4sser sind alle zu tief oder sie haben eine zu steile B\u00f6schung, als dass der Storch da ran gehen w\u00fcrde&#8220;, erkl\u00e4rte Bickel. Aus diesem Grund setzen sich die Opfinger Storchensch\u00fctzer schon seit Jahren f\u00fcr den Bau einer Storchentr\u00e4nke ein. Lange Zeit konnte man sich mit der Stadt jedoch nicht auf einen Ort daf\u00fcr einigen: Die von der Naturschutzgruppe vorgeschlagene Parzelle im Gewann &#8222;Steinriedle&#8220; war bereits als \u00f6kologische Ausgleichsfl\u00e4che f\u00fcr Bauma\u00dfnahmen andernorts entwickelt, zudem gab es dort wasserrechtliche Bedenken (die BZ berichtete). Eine weitere Stelle befand sich recht nahe am Wald, weshalb die St\u00f6rche sie wohl nicht angeflogen h\u00e4tten. Geeinigt hat man sich dann auf die Wiese im Gewann &#8222;Moosmatt&#8220;. Mit 1,40 Meter ist dort aber der Grundwasserspiegel zu tief, als dass man nur ein Loch graben m\u00fcsste. Die L\u00f6sung fand sich nun in Form einer Pumpe, wie sie anderenorts bei der Bew\u00e4sserung von Weiden Verwendung findet: Sie wird mit Hilfe eines sechs Meter hohen Windrads betrieben und transportiert pro Minute bis zu 500 Liter Wasser nach oben. &#8222;Seit 2009 haben wir diese Idee verfolgt, jetzt k\u00f6nnen wir endlich Vollzug melden&#8220;, erl\u00e4uterte Bickel. Je nach Witterung d\u00fcrfte die Wasserfl\u00e4che 200 bis 300\u2005Quadratmeter betragen. Der neue, bis zu einem halben Meter tiefe Teich soll mit den angrenzen Wiesenbereichen ein kleines Feuchtbiotop bilden, das auch f\u00fcr Amphibien attraktiv sein k\u00f6nnte. Die Gesamtgr\u00f6\u00dfe der Parzelle betr\u00e4gt rund 1500 Quadratmeter, f\u00fcr 50 Euro im Jahr wurde sie von der Stadt Freiburg an den Verein &#8222;SOS Wei\u00dfstorch Breisgau&#8220; verpachtet, dessen Vorsitzender Gustav Bickel ist.<\/p>\n<p>Bei der Einweihung, zu der rund 30 Teilnehmer kamen, dankte Bickel allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Klaus Lehn vom Umweltschutzamt der Stadt zollte den Initiatoren ein gro\u00dfes Lob: &#8222;Als ehrenamtliche Natursch\u00fctzer haben sie dieses Projekt auf bemerkenswerte Weise vorangetrieben&#8220;, betonte der Biologe. Ortsvorsteher Hans-J\u00fcrgen Stadelhofer hob hervor, dass durch dieses Projekt die \u00f6kologische Infrastruktur von Opfingen weiter verbessert werde, nachdem sich bereits Wiedehopf und Steinkauz wieder eingefunden h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Gustav Bickel geht davon aus, dass der neue Lebensraum rasch angenommen wird: &#8222;Nicht nur von den Opfinger St\u00f6rchen, sondern vielleicht auch von ihren Nachbarn aus Waltershofen.&#8220; Das Wasser w\u00fcrde Regenw\u00fcrmer an die Oberfl\u00e4che treiben und so f\u00fcr ein erh\u00f6htes Nahrungsangebot sorgen. Dies sei notwendig, wenn man in Zukunft auf eine F\u00fctterung der Tiere zu bestimmten Zeiten \u2013 etwa w\u00e4hrend der Jungenaufzucht \u2013 verzichten will: Langfristig gesehen sollen die St\u00f6rche ohne k\u00fcnstliche Nahrungsangebote auskommen. Neben der Pflege von Horsten und Tieren ist die Schaffung geeigneter Lebensr\u00e4ume daher eine wichtige Aufgabe des Storchenprogramms. <!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<p>In den Freiburger Stadtteilen gibt es insgesamt 15 Storchennester, von denen derzeit zw\u00f6lf besetzt sind: Allein sieben Paare br\u00fcten auf dem Mundenhof, jeweils ein belegtes Nest gibt es in Ebnet (auf einem Holzmast beim Schloss), St. Georgen (auf einem Mast der Bahn) sowie in Hochdorf, Opfingen und Waltershofen (jeweils an der Kirche). Die Horste auf dem Kirchturm in St. Georgen, an der Betzenhausener Kirche St. Thomas sowie beim Munzinger Golfplatz sind derzeit nicht besetzt. Mit 24 Brutst\u00f6rchen und 28 im letzten Jahr ausgeflogenen Jungv\u00f6geln ist die Freiburger Storchenpopulation in etwa wieder so gro\u00df wie vor 60 Jahren.\u00a0<br \/>\nAndreas Braun, 2.5.2012<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen Storchenteich gibt es neuerdings im \u00f6stlich vom Opfinger Quartier Sankt Nikolaus gelegenen Gewann &#8222;Moosmatt&#8220;: Kernst\u00fcck der nun offiziell eingeweihten Anlage ist ein kleines Windrad, mit dessen Hilfe Grundwasser umweltfreundlich an die Oberfl\u00e4che gepumpt wird. 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