{"id":26677,"date":"2013-04-10T15:01:46","date_gmt":"2013-04-10T13:01:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=26677"},"modified":"2013-04-19T21:10:41","modified_gmt":"2013-04-19T19:10:41","slug":"klaus-binder-zukunftspreis-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klaus-binder-zukunftspreis-2013\/","title":{"rendered":"Klaus-Binder-Zukunftspreis 2013"},"content":{"rendered":"<p>Den diesj\u00e4hrigen Zukunftspreis des <a title=\"Badisch-Elsaessische-Buergerinitiativen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/badisch-elsaessische-buergerinitiativen\/\">F\u00f6rderverein Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl <\/a>erhalten\u00a0Jean-Jacques Rettig aus dem Elsass\u00a0(der sich seit 40 Jahren f\u00fcr eine lebenswerte grenz\u00fcberschreitende Region einsetzt) und G\u00fcnter Richter aus Freiburg (der 1967-1978 als Pfarrer in <a title=\"Wyhl\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/wyhl\/\">Wyhl<\/a> gegen das geplante <a title=\"AKW\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/\">AKW<\/a> k\u00e4mpfte). der Preis wird am 14.4.2013 in Wyhl verliehen &#8211; Festrede\u00a0Prof Dr. Ernst Ulrich von Weizs\u00e4cker. <!--more--><br \/>\nDer F\u00f6rderverein l\u00e4dt zur \u00f6ffentlichen Verleihung des Klaus-Bindner-Zukunftspreises 2013 herzlich ein:<br \/>\nSonntag, den 14. April 2013, 17.30 Uhr<br \/>\nin der Fertigungshalle der Zimmerei Schw\u00f6rer<br \/>\nTullastrasse 32 (Gewerbegebiet), 79369 Wyhl am Rhein<\/p>\n<p>Die Verleihung des diesj\u00e4hrigen Zukunftspreises erfolgt an eine franz\u00f6sische Pers\u00f6nlichkeit mit ihren engagierten Freunden sowie einer seit \u00fcber 40 Jahre engagierten deutschen Pers\u00f6nlichkeit:<br \/>\n&#8211; Jean-Jacques Rettig aus dem Elsass und seine engagierten franz\u00f6sischen Freunde, die sich mit den Badisch-Els\u00e4ssischen B\u00fcrgerinitiativen \u00fcber 40 Jahre f\u00fcr eine lebenswerte grenz\u00fcberschreitenden Region einsetzen!<br \/>\n&#8211; G\u00fcnter Richter, Freiburg, der als Pfarrer in Weisweil von 1967 &#8211; 1978 sich vehement und erfolgreich gegen den Bau des Atomkraftwerks Wyhl einbrachte und die Evangelische Landeskirche als verl\u00e4sslichen Partner f\u00fcr die bedr\u00e4ngte<br \/>\nBev\u00f6lkerung am n\u00f6rdlichen Kaiserstuhl gewann sowie 1997 das erste Kirchendach mit einer B\u00fcrgersolaranlage initiierte.<br \/>\nDie Festrede h\u00e4lt Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizs\u00e4cker zum Thema &#8222;Zur Solarenergie geh\u00f6rt auch die Energieeffizienz, und die ist technisch und politisch noch anspruchsvoller&#8220;<br \/>\nDie Laudatio auf die beiden Preistr\u00e4ger spricht Erhard Schulz, Vorstandsmitglied des F\u00f6rdervereins Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl.<\/p>\n<p>Nach den furchtbaren Ereignissen in Japan war die Energiewende in gro\u00dfen Teilen der Gesellschaft Konsens. Derzeit versucht die Atomlobby, mit L\u00fcgen die Energiewende schlecht zu reden und diese zu verhindern.<br \/>\nEs gibt keine ehrliche und nachhaltige Alternative zur Energiewende.\u00a0Der F\u00f6rderverein Zukunftsenergien leistet in der Region seit \u00fcber 10 Jahren mit zahlreichen Projekten und Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und fordert die Politik auf, die Energiewende baldm\u00f6glichst umzusetzen und unterst\u00fctzt die Politik dabei. Viel \u00dcberzeugungsarbeit ist gerade beim Thema Energiesparen zu leisten. Damit der gesellschaftliche Wandel im Denken und Handeln schneller\u00a0 vorankommt ist die Mitarbeit aller gesellschaftlicher Gruppierungen erforderlich.<br \/>\nUm fortschrittliche Ans\u00e4tze und die Umsetzung nachhaltigen Handelns in der Region bekannt zu machen und dadurch die Sensibilisierung zum Thema Klimaschutz zu f\u00f6rdern, lobt der F\u00f6rderverein Zukunftsenergien seit dem<br \/>\nJahr 2006 j\u00e4hrlich den &#8222;Klaus-Bindner-Zukunftspreis&#8220; aus. Nach der Preisverleihung l\u00e4dt der F\u00f6rderverein Zukunftsenergien Sie zu einem Imbiss ein. Bitte teilen Sie uns zur Planung des Abends Ihre<br \/>\nTeilnahme (oder die Ihres Vertreters) per E-Mail mit.<br \/>\nF\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte steht Ihnen der 1. Vorsitzende des F\u00f6rdervereins Zukunftsenergien, Dieter Ehret zur Verf\u00fcgung: Tel 07646-91190, <a href=\"https:\/\/www.solarregio.de\/\">www.SolarRegio.de<br \/>\n<\/a>10.4.2013, Erhard Schulz, Vorstandsmitglied des <a title=\"Badisch-Elsaessische\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/badisch-elsaessische\/\">F\u00f6rdervereins Zukunftsenergien<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Laudatio von Erhard Schulz f\u00fcr Jean-Jacques Rettig und G\u00fcnter Richter<\/strong><\/p>\n<p>Verleihung des Klaus-Bindner-Zukunftspreises 2013 des F\u00f6rdervereins Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl e.V., Sonntag, den 14. April 2013 in 79369 Wyhl am Rhein<br \/>\nWir zeichnen heute zwei Menschen aus mit einem ausgepr\u00e4gten R\u00fcckgrat zur Wahrnehmung der b\u00fcrgerlichen Rechte mit dem Ziel, unsere lebenswerte Regio beiderseits des Rheins zu erhalten. Zwei Br\u00fcckenbauer im Sinne einer \u00a0\u201eAMITI\u00c9\u00a0 FRANCO-ALLEMANDE\u201c, die sich beide mit beharrlicher Ausdauer \u00fcber 4 Jahrzehnte engagierten! Sie haben eine Bresche f\u00fcr dezentrale regenerative Energien geschlagen:\u00a0<br \/>\n<strong><em>Jean-Jacques Rettig<\/em><\/strong> aus Fr\u00e9conrupt im Elsa\u00df\u00a0 und<br \/>\n<strong><em>G\u00fcnter Richter<\/em><\/strong>, jetzt in Freiburg lebend, der von 1967 \u2013 1978 als Pfarrer in Weisweil wirkte.<br \/>\nUnd schauen sie sich die Ergebnisse vor der T\u00fcr an: In Wyhl und Weisweil produzieren die Solard\u00e4cher der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger fast die H\u00e4lfte des elektrischen Stroms aller Haushalte!<\/p>\n<p><strong><em>Jean-Jacques Rettig<\/em><\/strong> war Gr\u00fcnder der CSFR (Comit\u00e9 de sauvegarde de Fessenheim et de la plaine du Rhin) und hat mit seinen engagierten franz\u00f6sischen Freundinnen und Freunden \u00fcber 43 Jahre gegen die Atomenergie gek\u00e4mpft an der Seite der Badisch-Els\u00e4ssischen B\u00fcrgerinitiativen, welche die erste grenz\u00fcberschreitende B\u00fcrgerinitiative war \u2013 initiiert von den B\u00fcrgern! Seine bewegte Familiengeschichte zeigt das gro\u00dfe Leid des Elsa\u00df <em>: \u201eMeine Region ist sehr sch\u00f6n; sie ist materiell und kulturell (noch) reich. Aber ihre Geschichte hat sehr schlecht angefangen.\u201c <\/em><em>Sein Gro\u00dfvater war Steinmetz, ein Protestant, der Skulpturen f\u00fcr die Kathedralen von Dresden, Mei\u00dfen, Stra\u00dfburg, Z\u00fcrich und Bern schuf. Seine Schw\u00e4gerin hatte einen Badener (Deutschen) geheiratet, der nach 1870 eingewandert war. 1918 musste sie dann mit ihm nach Deutschland auswandern. <\/em><em>\u201eUnsere Familie war durchaus franz\u00f6sisch, aber man wollte Els\u00e4ssisch sprechen d\u00fcrfen und unsere eigene Kultur zwischen Deutschland und Frankreich bewahren. W\u00e4hrend der totalit\u00e4ren Epoche unterschieden wir immer ganz klar zwischen dem Deutschen und dem Nazi.\u201c <\/em><em>\u201eIch danke allen Mitgliedern meiner Familie, dass sie mich gelehrt haben. NEIN zu sagen zum <\/em><em>Inakzeptablen, zum Inhumanen, zur Ungerechtigkeit. Ich danke ihnen, dass sie sowohl die kritische als auch d ie tolerante Geisteshaltung kultiviert haben.\u201c\u00a0<br \/>\n<\/em>Regionalismus und \u00d6kologiebewegung waren und blieben f\u00fcr Jean-Jacques Rettig und seine Freunde die unerm\u00fcdlichen Arbeitsfelder. So war zum Beispiel <em>\u201ediese hochvergiftete und ekelerregende Kloake namens Rhein sowohl schweizerisch als auch franz\u00f6sisch, deutsch und holl\u00e4ndisch.\u201c <\/em>Die Bev\u00f6lkerung musste aufgekl\u00e4rt werden \u00fcber die von Br\u00fcsseler Technokraten geplanten \u201ed\u00e4monischen und gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen Projekte\u201c: Die Wohngebiete in die Gebirge\u00a0 Vogesen und Schwarzwald verschieben, um die Industrieansiedlungen mit Atomanlagenparks im Rheintal von Basel bis Rotterdam ungest\u00f6rt anzusiedeln. Dies war dann die Zeit der Gr\u00fcndung von Komitees und B\u00fcrgerinitiativen in der Dreyecklandregio, die bis heute existieren!<br \/>\n<em>\u201eIch erinnere mich immer an jenen badischen (also deutschen) Winzer, der, nach monatelanger gemeinsamer Aktion und Platzbesetzung \u2013 also auch nach monatelangem Austausch und Umgang mit Els\u00e4sserinnen und Els\u00e4ssern \u2013 ausrief: Ich habe entdeckt, dass wir Br\u00fcder sind, dass wir geschaffen sind, zusammen zu leben, dass uns die Politiker und die gro\u00dfen F\u00fchrer der Vergangenheit belogen haben. Wenn ich daran denke, dass wir einmal aufeinander geschossen haben \u00fcber den Rhein! Was f\u00fcr eine Verr\u00fccktheit!\u201c<br \/>\n<\/em>Einige Kraftanstrengungen sollen genannt werden:<br \/>\nIm Juli 1970 wurde bekannt, dass bei Fessenheim 2 Atomreaktorbl\u00f6cke gebaut werden sollten.<br \/>\nDie ebenfalls geplanten Reaktorbl\u00f6cke 3 und 4 konnten verhindert werden.<br \/>\nIm Fr\u00fchling 1971 gab die Landesregierung von Baden-W\u00fcrttemberg bekannt, dass sie bei Breisach 4 Atomreaktorbl\u00f6cke errichten wolle. Gegen den massiven Widerstand der Bev\u00f6lkerung blieb es beim Versuch!<br \/>\nIm Sommer 1974 wollte die deutsche Firma Chemische Werke M\u00fcnchen bei Marckolsheim auf der\u00a0 els\u00e4ssischen Seite ein Bleichemiewerk errichten. Eine f\u00fcnfmonatige Besetzung durch die Bev\u00f6lkerung beendete das Projekt.<br \/>\nEnde 1973 feierte das in Breisach gescheiterte\u00a0 Atomprojekt in Wyhl eine Auferstehung! Massive grenz\u00fcberschreitende Demonstrationen und kreative Aktionen sowie Platzbesetzungen\u00a0 brachten die Regierung zum Einlenken.<br \/>\nSeit 1966 versuchte die Firma Motor Columbus AG ein Atomkraftwerk in Kaiseraugst zu errichten.<br \/>\nBlockaden der Bev\u00f6lkerung verhinderten das Atomprojekt.<br \/>\n1976 errichtete die Electricit\u00e9 de France in Gerstheim einen Messmast, um sp\u00e4ter vier Atomreaktoren zu errichten. Sieben Monate w\u00e4hrte die erfolgreiche Platzbesetzung!<br \/>\nAlle Aktionen verliefen zutiefst gewaltfrei, erfinderisch und couragiert! Dies war das eherne Prinzip! Aber Jean-Jacques Rettig und seine Freunde sagten nicht nur NEIN, sie zeigten schon fr\u00fch Alternativen auf, wie effiziente Gasturbinen.\u00a0<br \/>\n<em>Walter Mossmann<\/em>, Mitgr\u00fcnder der Badisch-Els\u00e4ssischen B\u00fcrgerinitiativen schrieb uns: <em>\u201eDie gemeinsamen Platzbesetzungen in Marckolskeim und Wyhl 1974\/75 waren ein Beweis daf\u00fcr, dass die alten Ideologien von der Erbfeindschaft beendet sind. Vollkommen unverst\u00e4ndlich, dass sie fast 40 Jahre sp\u00e4ter linksrheinisch oder rechtsrheinisch wieder aufgew\u00e4rmt werden.\u201c<br \/>\n<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Pfarrer G\u00fcnter Richter<\/em><\/strong> \u00a0verdient diese Auszeichnung gemeinsam mit seiner Frau Ilse, welche ihn in \u00fcber 40 Jahren tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung gab und oft mit den Kindern allein war! Er steht im 80. Lebensjahr.\u00a0G\u00fcnter Richter wurde im niederrheinischen S\u00fcchteln bei Krefeld geboren. Sein Vater fand als Filmdrucker 1937 Arbeit bei einem Textilausr\u00fcsterbetrieb in Weil am Rhein. Welch ein Gl\u00fcck f\u00fcr unsere Region! Vor der akademischen Ausbildung erfolgte eine Lehre zum Industriekaufmann. Sein Studium der Evangelischen Theologie f\u00fchrte ihn nach Wuppertal und Heidelberg. Nach dem Examen folgte 1956 ein elfj\u00e4hriger Dienst in der Jugendarbeit der badischen Landeskirche.<br \/>\n1967 wurde er auf die Pfarrstelle\u00a0 in Weisweil (Kirchenbezirk Emmendingen) berufen und stand der Gemeinde und den B\u00fcrgerinitiativen 11 hei\u00dfe Jahre bis 1978 als k\u00e4mpferischer Vermittler \u00a0zur Seite.<br \/>\n1978 folgte die Wahl in das Stadtpfarramt der Christusgemeinde Emmendingen.<br \/>\nNach 14 Jahren bewarb er sich im Fr\u00fchjahr 1992 f\u00fcr die landeskirchliche Pfarrstelle am Evangelischen Diakoniekrankenhaus Freiburg. Hier initiierte er das 1. Solare Kirchendach mit B\u00fcrgerbeteiligung auf dem Dach des Evangelischen Diakoniekrankenhauses.\u00a0 1995 wurden mit Rundbriefen die Mitarbeiter und Mitb\u00fcrger zur Beteiligung aufgerufen und bereits im Juli 1996 ging die erste Teilanlage in Betrieb! Immerhin war dies 20 Jahre nach der Platzbesetzung in Wyhl und 18 Jahre von heute!<br \/>\nDamals kostete ein Solarbaustein mit 330 Wattpeak etwa DM 5.000.- , d.h. 1kWpeak damit DM 15.000.-. Damit lassen sich rund 300 kWh elektrischer Strom im Jahr erzeugen, soviel wie ein Stromsparhaushalt pro Kopf verbraucht. Als im Jahr 2000 das EEG verabschiedet wurde, sollten wir als \u201ezu fr\u00fche\u201c Pioniere von der neuen Einspeiseverg\u00fctung ausgeschlossen werden. Aber wir waren ja schon in der Wyhl-Zeit kampferprobt! In Weisweil war f\u00fcr G\u00fcnter Richter die pr\u00e4gende Zeit und hier wurde auch das Ende der Atomenergie eingel\u00e4utet! Am 08. Februar 1972 haben wir gemeinsam einen Informationsabend mit dem emeritierten <em>Atomphysiker Prof. Hans Klump<\/em> im Evangelischen Gemeindhaus in Weisweil angeboten: \u201eWeisweil im Schatten der Kernkraftwerke\u201c. Dieser einduckvolle und informative Vortrags- und Diskussionsabend pr\u00e4gte Richters Absage zur Atomenergie. Mit einem Gedenkstein haben wir im letzten Jahr zum 40. Jahrestag daran erinnert mit der Inschrift:<\/p>\n<p><strong>8. Februar 1972 &#8211; WIDERSTAND\u00a0 DER\u00a0 SCH\u00d6PFUNG\u00a0 ZULIEBE<\/strong> <strong>\u2013 1. Mose 2,15<br \/>\n<\/strong>Er konnte seine \u00a0Pfarrerkollegen und den Landesbischof als wichtige Mitunterst\u00fctzer gewinnen. Die Evangelische Landeskirche blieb ein verl\u00e4sslicher Partner der Anti-Atombewegung, dies ist auch im Archiv der Badisch-Els\u00e4ssischen B\u00fcrgerinitiativen im Rathaus von Weisweil f\u00fcr die Nachwelt eindrucksvoll nachzulesen. Pfarrer G\u00fcnter Richter wurde zu einem sehr wichtigen Vermittler! In der Nacht vom 24.\/25. Februar 1975 wollte die Landesregierung mit einem harten Polizeieinsatz mit 600 Polizisten und mehreren Wasserwerfern den besetzten Bauplatz im Wyhler Wald r\u00e4umen lassen. Pfarrer Richter konnte in dieser Nacht unter Einschaltung von Landesbischof Heidland und des damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Lothar Sp\u00e4th\u00a0 ein Blutvergie\u00dfen verhindern! Aber auch in seiner Freiburger Zeit brachte er sein umfangreiches Wissen und seine Kontakte f\u00fcr bedeutsame Aktionen ein: Zum 20. Tschernobyl-Gedenktag gewann er die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) f\u00fcr einen gemeinsamen Mahnweg am 25.\/26. April 2006 vom Gedenkstein im Wyhler Wald zum Freiburger M\u00fcnsterplatz und am 20.\/21. April 2007 vom Freiburger M\u00fcnster bis nach Fessenheim!\u00a0\u00a0Den sehr beeindruckenden und vielen noch in guter Erinnerung gebliebene \u00a0\u00d6kumenische Gedenkgottesdienst zum 25. Jahrestag des Atomunfalls in Tschernobyl und der Atomreaktorkatastrophe von Fukushima im Freiburger M\u00fcnster am Ostermontag, 25. April 2011 hat er mit dem ACK mit viel pers\u00f6nlichem Einsatz mitorganisiert.\u00a0<\/p>\n<p>Wir danken G\u00fcnter Richter und seiner Frau Ilse sowie Jean-Jacques Rettig und seiner Familie! \u00a0In seinem Gratulationsschreiben teilt uns <strong><em>Walter Mossmann<\/em><\/strong> mit: <em>\u201eBeide Preistr\u00e4ger sind eindrucksvolle Pers\u00f6nlichkeiten und haben ein anregendes Beispiel gegeben, ich meine: ihr Beispiel kann auch heutzutage J\u00fcngere dazu ermutigen ,ihre eigenen Spielr\u00e4ume nicht immer zu untersch\u00e4tzen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Verleihung des Klaus-Bindner-Zukunftspreises 2013 des F\u00f6rdervereins Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl e.V., Sonntag, den 14. April 2013 in 79369 Wyhl am Rhein<br \/>\n14.4.2013, <a href=\"mailto:erhard-schulz@t-online.de\">erhard-schulz@t-online.de<\/a><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den diesj\u00e4hrigen Zukunftspreis des F\u00f6rderverein Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl erhalten\u00a0Jean-Jacques Rettig aus dem Elsass\u00a0(der sich seit 40 Jahren f\u00fcr eine lebenswerte grenz\u00fcberschreitende Region einsetzt) und G\u00fcnter Richter aus Freiburg (der 1967-1978 als Pfarrer in Wyhl gegen das geplante AKW k\u00e4mpfte). der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klaus-binder-zukunftspreis-2013\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[164,355,127],"tags":[163,239,151],"class_list":["post-26677","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-akw","category-buergerinitiativen","category-solar","tag-atomkraft","tag-energiesparen","tag-erneuerbare-energien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26677","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26677"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26677\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26677"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26677"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26677"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}