{"id":26243,"date":"2013-04-04T12:25:53","date_gmt":"2013-04-04T10:25:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=26243"},"modified":"2013-04-04T12:42:00","modified_gmt":"2013-04-04T10:42:00","slug":"schwarzwaldvereine-windkraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schwarzwaldvereine-windkraft\/","title":{"rendered":"Schwarzwaldvereine Windkraft"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Schwarzwaldverein\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/wandervereine\/schwarzwaldverein\/\">Schwarzwaldvereine<\/a> im Hochschwarzwald verabschieden Positionspapier zur <a title=\"Wind\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wind\/\">Windkraft<\/a>. Sechs Standorte werden kritisch gesehen:\u00a0Ahaberg in Schluchsee, Windeck in <a title=\"Hinterzarten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/hinterzarten\/\">Hinterzarten<\/a>,\u00a0Wei\u00dftannenh\u00f6he und\u00a0Haldenbuck in <a title=\"Breitnau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/breitnau\/\">Breitnau<\/a>,\u00a0 Hochfirst in Neustadt und\u00a0Bossenb\u00fchl oberhalb von <a title=\"Waldau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/titisee\/waldau\/\">Waldau<\/a>.<!--more--><\/p>\n<p>Die historisch gewachsene naturnahe Kulturlandschaft des Hochschwarzwaldes, die als Erholungs- und Wanderregion herausragende Bedeutung hat, muss bei den Planungen f\u00fcr Windkraftanlagen angemessen ber\u00fccksichtigt werden. Diese Forderung erheben die Schwarzwaldvereine des Hochschwarzwaldes in einem Positionspapier, das k\u00fcrzlich in einer Arbeitstagung des Bezirkes verabschiedet wurde. Sechs m\u00f6gliche Standorte beurteilen die Schwarzwaldvereine besonders kritisch.<\/p>\n<p>In der Sitzung im Jostal besch\u00e4ftigten sich die Funktionstr\u00e4ger der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppen mit der Energiewende und den Windkraftanlagen im Hochschwarzwald. Der Hauptfachwart f\u00fcr Naturschutz, Karl-Ludwig Gerecke, und Bezirksnaturschutzwart Gerrit M\u00fcller erl\u00e4uterten die Einstellung des Verbandes und informierten \u00fcber die nach dem Fl\u00e4chennutzungsplan m\u00f6glichen Standorte von Windkraftanlagen. Grunds\u00e4tzlich bef\u00fcrwortet der Schwarzwaldverein den Ausstieg aus der Atomenergie. Bereits heute werde in der Hochschwarzwaldregion durch Wasserkraft und Bereitstellung von Energieholz ein Beitrag zur regenerativen Energieerzeugung geleistet. F\u00fcr den Schwarzwaldverein stehen \u00e4sthetische Dimensionen des Naturschutzes und die Erhaltung landschaftlicher Vielfalt, Eigenart und Sch\u00f6nheit gleichrangig neben den Zielen des Biotop- und Artenschutzes im Blickfeld, hei\u00dft es im Positionspapier.<\/p>\n<div>\n<div id=\"zoneAdserverMrec\">\n<div id=\"helperAdserverMrec\"><noscript><\/noscript><\/p>\n<div id=\"beacon_89f0d98589\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/w.online-verlag-freiburg.de\/www\/delivery\/lg.php?bannerid=1058&amp;campaignid=461&amp;zoneid=79842&amp;loc=1&amp;referer=http%3A%2F%2Fwww.badische-zeitung.de%2Ftitisee-neustadt%2Fschwarzwaldvereine-im-hochschwarzwald-verabschieden-positionspapier-zur-windkraft--70550243.html&amp;cb=89f0d98589\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" \/>Das vom Planungsverband beauftragte Planungsb\u00fcro hat derzeit 16 m\u00f6gliche Standorte f\u00fcr Windr\u00e4der ins Auge gefasst. Der Schwarzwaldverein bef\u00fcrwortet am ehesten den Standort Olpenh\u00fctte auf Lenzkircher Gemarkung, wo bereits ein Windrad und eine Hochspannungsleitung stehen. Die Beeintr\u00e4chtigung des Landschaftsbildes sei dort erheblich geringer als an den anderen Standorten. Ebenfalls durch bauliche Anlagen vorgepr\u00e4gt sei der Standort Glasberg in Titisee-Neustadt, wo der Anblick von Windr\u00e4dern vermutlich nicht erheblich st\u00f6ren w\u00fcrde. Eine ebenfalls geringe Fernwirkung habe der Standort Gro\u00dfholz in L\u00f6ffingen, der jedoch bisher keine technischen Bauwerke vorzuweisen habe.<br \/>\nEin n\u00e4her zu untersuchendes Konfliktpotential zwischen Windkraftanlage und Landschaftsschutz bestehe nach Meinung der Wanderer und Natursch\u00fctzer an den Standorten Fehrn, Feuerberg und Rauh in Titisee-Neustadt, dem Pflumberg in Lenzkirch und Oberholz in L\u00f6ffingen. Um an diesen Orten den Eingriff ins Landschaftsbild absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, sei eine Visualisierung erforderlich, sagte Gerecke.<br \/>\nBesonders kritisch betrachtet der Schwarzwaldverein sechs m\u00f6gliche Standorte, an denen die Landschaft und ihr Erholungswert durch Windr\u00e4der erheblich beeintr\u00e4chtigt w\u00fcrden. Der Ahaberg in Schluchsee, Windeck in Hinterzarten, die Wei\u00dftannenh\u00f6he und der Haldenbuck in Breitnau, der Hochfirst in Neustadt und der Bossenb\u00fchl oberhalb von Waldau sollten nicht als Standorte f\u00fcr Windkraft in Betracht gezogen werden. Auf dem R\u00fccken des Ahabergs, der bisher von technischen Anlagen unber\u00fchrt ist, w\u00e4re die optische Beeintr\u00e4chtigung besonders von der S\u00fcdseite des Schluchsees gesehen, zu dominant. Am Windeck w\u00e4ren neben der verstellten Aussicht auch ein Wasserschutzgebiet und ein angrenzendes Vogelschutzgebiet betroffen. Die Wei\u00dftannenh\u00f6he im bisher unber\u00fchrten Landschaftsraum sollte ebenso wie der Haldenbuck von Windr\u00e4dern freigehalten werden. Auf dem Hochfirst w\u00fcrden Windr\u00e4der eine enorme Fernwirkung entfalten. Au\u00dferdem sei der Hochfirstkamm ein unverzichtbarer Trittstein f\u00fcr das Auerwild. Der Bossenb\u00fchl und das Dorf Waldau mit seinen umliegenden Schwarzwaldh\u00f6fen stellen laut Gerecke ein herausragendes und sch\u00fctzenswertes Landschaftsensemble dar. An diesen Standorten sollten Planungen nicht weiterverfolgt werden, zumal es geeignete Alternativstandorte g\u00e4be.F\u00fcr den Standort Platte und Hinterer Hochwald bei St. Peter, wo die Landschaft bereits vorgepr\u00e4gt ist, h\u00e4lt der Schwarzwaldverein einen Zubau weiterer Windr\u00e4der f\u00fcr sinnvoll, wenn dadurch Windparks an bisher unbelasteten Orten vermieden werden k\u00f6nnen. Doch stelle sich die Frage, wann die Grenze der Belastbarkeit einer Landschaft und deren Bewohner erreicht seien.<br \/>\nEhrengauobmann Karl Harter erinnerte an die Entr\u00fcstungsst\u00fcrme, die der Bau des Feldbergturmes ebenso hervorrief wie die sp\u00e4teren Abrisspl\u00e4ne f\u00fcr den Turm. Eines Tages w\u00fcrden die Menschen vielleicht anders auf Windr\u00e4der blicken als heute und diese als imposant und sch\u00f6n empfinden. Bezirksvorsitzender Harald Fritsche verdeutlichte, dass der SWV keine Entscheidungsbefugnis habe, sondern nur Empfehlungen aussprechen k\u00f6nne. Wichtig sei es, eine differenzierte und im Einzelfall abw\u00e4gende Position zu beziehen. Nach verschiedenen Diskussionsbeitr\u00e4gen und reiflicher \u00dcberlegung stimmten die Vertreter der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppen der Stellungnahme zu. Das Positionspapier wurde von Fritsche an die B\u00fcrgermeister der Gemeinden verschickt, die zum Planungsverband Windenergie Hochschwarzwald geh\u00f6ren. Er hoffe, dass die Position des Schwarzwaldvereins in die Planung einbezogen werde, erkl\u00e4rte Harald Fritsche.<br \/>\n3.4.2013, Ute Aschendorf<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schwarzwaldvereine im Hochschwarzwald verabschieden Positionspapier zur Windkraft. 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