{"id":25200,"date":"2013-03-18T12:58:51","date_gmt":"2013-03-18T11:58:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=25200"},"modified":"2013-03-20T13:13:27","modified_gmt":"2013-03-20T12:13:27","slug":"gefluegelzucht-rebmann-stegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gefluegelzucht-rebmann-stegen\/","title":{"rendered":"Gefluegelzucht Rebmann Stegen"},"content":{"rendered":"<p>Klaus Rebmann aus <a title=\"Stegen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stegen\/\">Stegen<\/a>-Rechtenbach betreibt die einzige Schlachtst\u00e4tte f\u00fcr <a title=\"Huehner\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/huehner\/\">Gefl\u00fcgel<\/a> im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, die nach <a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a>-Recht zugelassen ist. Der <a title=\"Landwirt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/\">Landwirt<\/a> sieht Perspektiven in der Vermarktung von Gefl\u00fcgelfleisch aus artgerechter Haltung. Die Investition in das Schlachthaus war die Voraussetzung, um diesen Betriebszweig weiter zu entwickeln.<!--more--><\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte kaum einen Wirtschaftsbereich geben, der derart durchdrungen ist von gesetzlichen Regelungen wie die Erzeugung, die Verarbeitung und der Handel mit Lebensmitteln. 57 nationale und europ\u00e4ische Regelwerke listet ein Leitfaden des Bonner aid-Informationsdienstes Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf. Dazu kommen 13 DIN-Normen. Dennoch offenbaren sich immer wieder Schwachstellen, wie j\u00fcngst bei falsch deklariertem Fleisch in Fertigprodukten und umetikettierten Bio-Eiern. &#8222;Wenn jemand mit krimineller Energie ans Werk geht, st\u00f6\u00dft jedes Gesetz an seine Grenzen&#8220;, meint Klaus Rebmann. &#8222;Da helfen nur noch mehr Kontrollen.&#8220; Auch seine T\u00e4tigkeit ist Pr\u00fcfungen unterworfen. So werden die Mitarbeiter des Fachbereichs Veterin\u00e4rwesen und Lebensmittel\u00fcberwachung im Landratsamt das vor einem halben Jahr in Betrieb gegangene Schlachthaus nach einer nochmaligen Inspektion Ende April endg\u00fcltig abnehmen. \u00dcberwacht wird auch der laufende Betrieb. &#8222;Ein amtlicher Veterin\u00e4r untersucht jedes geschlachtete Tier, auch die Einhaltung der hygienischen Anforderungen und die baulichen Voraussetzungen werden gepr\u00fcft&#8220;, informiert Landratsamtssprecher Matthias Fetterer. Die Beh\u00f6rde hat Rebmann schon bei der Einrichtung des Schlachthauses begleitet. Wirksam sind laut Fetterer die EG-Verordnungen 852\/2004 \u00fcber Lebensmittelhygiene im Allgemeinen und 853\/2004, die spezielle Hygienevorschriften f\u00fcr Lebensmittel tierischen Ursprungs enth\u00e4lt. Klaus Rebmanns Betrieb ist die einzige Schlachtst\u00e4tte f\u00fcr &#8222;wei\u00dfes Fleisch&#8220;, sprich Gefl\u00fcgelfleisch, im Landkreis, die nach EU-Recht zugelassen ist. Ungleich mehr, n\u00e4mlich 34 Schlachtst\u00e4tten, sind laut Landratsamt f\u00fcr die Schlachtung von &#8222;rotem Fleisch&#8220; zugelassen, was Schweine, Rinder und Ziegen liefern.<br \/>\nWer wie Klaus Rebmann seine Erzeugnisse selbst vermarktet, profitiert von den Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber Verst\u00f6\u00dfe auf dem langen Weg, den die meisten Lebensmittel zu den Verbrauchern zur\u00fccklegen. Denn, so der Landwirt: &#8222;Es sind wieder einige mehr, die sich Gedanken machen und weniger von dem essen, was die Industrie vorsetzt.&#8220; Rebmann m\u00e4stet Schweine, G\u00e4nse, Enten und seit Februar Puten. Er verkauft die schlachtreifen Tiere an die Schallstadter Metzgerei Kaltenbach, das Gefl\u00fcgel zum Teil direkt an Verbraucher und Gastronomen. Gemessen an den Bestandszahlen der Gefl\u00fcgelbetriebe in den Mastzentren Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens ist das, was sich in seinem Betrieb abspielt, eine Kleinhaltung. 300 Schweine verlassen den Stall jedes Jahr, au\u00dferdem 600 G\u00e4nse und 50 Enten. Schweine h\u00e4lt Rebmann das ganze Jahr \u00fcber. G\u00e4nse und Enten treffen im Juni ein, f\u00fcnf bis sechs Monate sp\u00e4ter sind sie schlachtreif. Die Puten \u2013 mit 50 Tieren ist auch ihre Zahl \u00fcberschaubar \u2013 sollen bis Ostern ein Schlachtgewicht von gut zwei Kilogramm erreicht haben und sind auch schon nahezu vergeben. Zu fressen bekommen die Tiere Getreide und Mais aus eigener Erzeugung sowie zugekauftes Mineralfutter.<\/p>\n<p>Gefl\u00fcgelfleisch aus artgerechter Haltung \u2013 die Puten etwa tummeln sich in einem ger\u00e4umigen Stall auf geh\u00e4ckseltem Stroh \u2013 ist nach Einsch\u00e4tzung Klaus Rebmanns eine Marktl\u00fccke, weshalb er diesen Betriebszweig ausdehnen will. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnte Rebmann seine geschlachteten Tiere EU-weit an zugelassene Betriebe verkaufen und f\u00fcr andere Erzeugerbetriebe schlachten.<br \/>\nHygienebestimmungen f\u00fcr Betriebe, die Fleisch bearbeiten, gibt es f\u00fcr den innergemeinschaftlichen Handel seit 1964, f\u00fcr Deutschland seit 1987, zuvor war die Fleischhygiene Sache der Bundesl\u00e4nder, informiert Annemarie Rahner, Leiterin des Fachbereichs Veterin\u00e4rwesen und Lebensmittel\u00fcberwachung. Die EU-Regelwerke b\u00fcndeln g\u00fcltige Vorschriften, was die Handhabung f\u00fcr die Betriebe und die Kontrollbeh\u00f6rden vereinfacht hat. Zuvor gab es f\u00fcr einzelne Tierartengruppen spezifische Vorgaben. Es gibt jedoch auch Neuerungen. Unter anderem ist eine Schleuse einzurichten, in der der Schlachter seine Schutzkleidung anzieht, und ein abschlie\u00dfbarer Schrank anzubringen, in dem der Veterin\u00e4r Dokumente und Stempel verwahrt.<br \/>\nDie VO(EG) 852\/2004 gilt grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle Lebensmittelbetriebe. Konkrete Vorgaben weist der in zw\u00f6lf Kapitel gegliederte Anhang II dieser Verordnung aus, wonach beispielsweise alle Materialien \u2013 seien es Bodenbel\u00e4ge, Wandverkleidungen oder Armaturen \u2013 so beschaffen sein m\u00fcssen, dass sie leicht zu reinigen und zu desinfizieren sind und das Risiko einer Kontamination mit Sch\u00e4dlingen, Krankheitskeimen oder Schadstoffen vermieden wird. Sauberkeit und stetige Instandhaltung sind generell das oberste Gebot. Vorgeschrieben ist auch eine l\u00fcckenlose K\u00fchlkette und dass sich jeder, der mit dem Lebensmittel besch\u00e4ftigt ist, regelm\u00e4\u00dfig weiterbildet. Weiter ist die nationale Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung (TierLMHV) zu beachten. Die Verordnung 853\/2004, f\u00fcr tierische Lebensmittel relevant, richtet sich an die EU-zugelassenen Betriebe. Tierk\u00f6rper aus einer solchen Schlachtst\u00e4tte sind immer vom amtlichen Tierarzt im Rahmen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung beschaut und tragen ein Identit\u00e4tskennzeichen, das die Genusstauglichkeit attestiert und die R\u00fcckverfolgbarkeit gew\u00e4hrleistet. Im Falle Klaus Rebmanns lautet dieses Kennzeichen DE (f\u00fcr Deutschland) BW (f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg) 50049 EG. Die R\u00fcckverfolgbarkeit auch f\u00fcr verarbeitete Lebensmittel zu garantieren wurde im Zusammenhang mit dem Pferdefleischskandal diskutiert.<br \/>\n18.3.2013, Silvia Faller<\/p>\n<p>G\u00fcnter Rebmann, Rechtenbach 5, Kochh\u00e4uslehof, Tel 07661\/903836, Fax 903634<br \/>\n<a href=\"mailto:klausRebmann@t-online.de\">klausRebmann@t-online.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/rechtenbach5.htm\">www.freiburg-schwarzwald.de\/rechtenbach5.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klaus Rebmann aus Stegen-Rechtenbach betreibt die einzige Schlachtst\u00e4tte f\u00fcr Gefl\u00fcgel im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, die nach EU-Recht zugelassen ist. Der Landwirt sieht Perspektiven in der Vermarktung von Gefl\u00fcgelfleisch aus artgerechter Haltung. 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