{"id":24862,"date":"2013-03-17T10:45:20","date_gmt":"2013-03-17T09:45:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=24862"},"modified":"2013-03-17T11:40:34","modified_gmt":"2013-03-17T10:40:34","slug":"schwarzwaelder-schinken-kiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schwarzwaelder-schinken-kiel\/","title":{"rendered":"Schwarzwaelder Schinken &#8211; Kiel"},"content":{"rendered":"<p>Im Schwarzwald gibt es nicht ann\u00e4hernd so viele <a title=\"Schweine\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/schweine\/\">Schweine<\/a>, wie zur Herstellung von orig. &#8222;Schwarzw\u00e4lder Schinken&#8220; ger\u00e4uchert und eingesalzen werden. Folge: Schweinefleisch mu\u00df zugekauft werden, auch aus Schleswig-Holstein bei\u00a0Kiel, von Griechenland, Spanien&#8230;. Laut Schwarzw\u00e4lder Schinken-Verband\u00a0kommt das Fleisch aus zertifizierten EU-Betrieben, nur: Wer kontrolliert <!--more-->den EU-Betrieb z.B. in\u00a0Spanien, woher dieser seine Schweine bezieht? Wird mit\u00a0dem Attribut &#8222;Schwarzw\u00e4lder&#8220; \u00a0dem Verbraucher nicht eine Regionalit\u00e4t vorgegaukelt, die so nicht existiert? Die Schinkenproduzenten betrachten die Schinken-Zuwanderung als gelungene Integration, foodwatch hingegen als Etrikettenschwindet &#8211; wer hat\u00a0recht?<br \/>\n17.3.2013<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Schutzverband klagt gegen foodwatch<\/strong><br \/>\nDer Schutzverband der Schwarzw\u00e4lder Schinkenhersteller hat eine Unterlassungsaufforderung erlassen gegen die sog. \u201eVerbraucherorganisation\u201c foodwatch, die behauptet, Schwarzw\u00e4lder Schinken g.g.A. k\u00f6nne aus Timbuktu stammen und darin einen vermeintlichen \u201eRegional-Schwindel\u201c begr\u00fcndet sieht.\u00a0Der Schutzverband der Schwarzw\u00e4lder Schinkenhersteller sieht darin eine gezielte Ruf- und Imagesch\u00e4digung der von seinen Mitgliedern erzeugten regionalen und traditionellen Spezialit\u00e4t. &#8230;.<br \/>\n\u00a0Villingen-Schwenningen, 13. M\u00e4rz 2013, <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-schinken-verband.de\/\">https:\/\/www.schwarzwaelder-schinken-verband.de\/<\/a>.<br \/>\n\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>foodwatch beschuldigt Schwarzw\u00e4lder Schinkenverband<\/strong><br \/>\nDer Schutzverband der Schwarzw\u00e4lder Schinkenhersteller will Kritik von foodwatch mit juristischen Schritten verbieten. Schwarzw\u00e4lder Schinken k\u00f6nne \u201eauch aus Timbuktu\u201c kommen \u2013 so hatte foodwatch darauf hingewiesen, dass das Fleisch f\u00fcr das Traditionsprodukt von \u00fcberall her kommen kann. Das ist auch richtig: Es darf aus Timbuktu kommen, aus Honolulu oder aus Fuchs am Buckel&#8230;.. Der Schinken f\u00fcr den Schwarzw\u00e4lder Schinken hat in der Regel auch de facto mit dem Schwarzwald nichts zu tun. Die Firma Abraham als Gro\u00df-Produzent etwa bezieht das Fleisch von weit au\u00dferhalb des Schwarzwalds und schneidet, verpackt und vertreibt das ger\u00e4ucherte Produkt von Niedersachsen aus \u2013 am Ende wird es mit viel Regionalit\u00e4ts-Werbung als \u201eSchwarzw\u00e4lder Schinken\u201c verkauft. Wo die Schweine gehalten, geschlachtet oder zerlegt werden, ist nicht geregelt: Der Hinterschinken kann also von \u00fcberall herkommen, sprichw\u00f6rtlich \u201eaus Timbuktu\u201c. So formulierte es foodwatch im Januar in einer <a href=\"https:\/\/foodwatch.de\/presse\/pressearchiv\/2013\/regionalsiegel\/index_ger.html\">Presseerkl\u00e4rung<\/a>. &#8230;&#8230; Der Schinken, den sie am Ende als Schwarzw\u00e4lder Schinken kaufen, darf von \u00fcberall her kommen \u2013 ob aus Honolulu oder Buxtehude, aus Walla Walla oder Ouagadougou, aus Posemuckel oder aus Fuchs am Buckel. Der Schutzverband wei\u00df das selbst am besten, denn er hat in seinem erfolgreichen Antrag f\u00fcr den europ\u00e4ischen Schutz der Bezeichnung Schwarzw\u00e4lder Schinken keinerlei Festlegung f\u00fcr die Herkunft des Fleischs getroffen. Nun will er offenbar unliebsame Kritik an der intransparenten Herkunft des Schinkens verbieten \u2013 die Fortsetzung einer Verbrauchert\u00e4uschung mit juristischen Mitteln. &#8230;.<br \/>\nAlles vom 14.3.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/foodwatch.de\/kampagnen__themen\/herkunftskennzeichnung\/aktuelle_nachrichten\/kritik_an_regionalitaets_schummel\/index_ger.html\">https:\/\/foodwatch.de\/kampagnen__themen\/herkunftskennzeichnung\/aktuelle_nachrichten\/kritik_<br \/>\nan_regionalitaets_schummel\/index_ger.html<\/a><br \/>\n\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Parmaschinken versus Schwarw\u00e4lder Schinken<\/strong><br \/>\nPeter Epp, Leiter des Landwirtschaftsamtes Emmendingen-Hochburg, sprach von Vers\u00e4umnissen und nannte ein Beispiel: &#8222;Parmaschinken&#8220; sei ein international teuer gehandeltes Produkt, dessen Erzeugung und Bezeichnung gesch\u00fctzt sei. &#8222;Schwarzw\u00e4lder Schinken&#8220; hingegen k\u00f6nne jeder auf seine Verpackung schreiben, gleichg\u00fcltig ob die Schweine im M\u00fcnstertal oder in Oldenburg herangewachsen seien. <span style=\"color: #008000;\">&#8222;Marketing und Produktentwicklung muss gef\u00f6rdert werden&#8220;<\/span>, sagte Epp. &#8230;.<br \/>\n19.2.2004 auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/landwirt1.htm\">www.freiburg-schwarzwald.de\/landwirt1.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Schwarzwald gibt es nicht ann\u00e4hernd so viele Schweine, wie zur Herstellung von orig. &#8222;Schwarzw\u00e4lder Schinken&#8220; ger\u00e4uchert und eingesalzen werden. Folge: Schweinefleisch mu\u00df zugekauft werden, auch aus Schleswig-Holstein bei\u00a0Kiel, von Griechenland, Spanien&#8230;. 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