{"id":24514,"date":"2013-03-13T13:39:40","date_gmt":"2013-03-13T12:39:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=24514"},"modified":"2013-03-13T14:12:00","modified_gmt":"2013-03-13T13:12:00","slug":"buerger-energie-st-peter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/buerger-energie-st-peter\/","title":{"rendered":"Buerger Energie St-Peter"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Buergerenergie-StPeter\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/buergerenergie-stpeter\/\">\u201eB\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c<\/a> weihte Heizzentrale am \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c ein.\u00a0Seit 2010 erf\u00fcllt der 2.550 Einwohner z\u00e4hlende H\u00f6henluftkurort <a title=\"StPeter\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/\">St. Peter <\/a>die Kriterien des Bioernergiedorf-Wettbewerbs im Land Baden W\u00fcrttemberg. Er darf sich das 16. Bioenergiedorf im L\u00e4ndle nennen. Die Kriterien f\u00fcr ein <a title=\"Energiepolitik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiepolitik\/\">Bioenergiedorf<\/a> erreicht St. Peter durch die Erzeugung von Strom und W\u00e4rme<!--more--> mit regenerativen Energien. Diese setzen sich aus Wind, Sonne, Biomasse Holz und Wasser zusammen. Als Zugpferd auf dem Weg zum Bioenergiedorf bewies sich die \u201eB\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c. Sie hat sich aus einer B\u00fcrgerinitiative, von Bildhauermeister und K\u00fcnstler Daniel R\u00f6sch gegr\u00fcndet, durch die Einwohner der Gemeinde entwickelt und wird \u00fcberwiegend durch ehrenamtliche T\u00e4tigkeiten gef\u00fchrt. Sie versorgt bereits seit zweieinhalb Jahren 166 Mitglieder mit Fernw\u00e4rme. Holz aus heimischen W\u00e4ldern erzeugt in einem Hackschnitzelkessel W\u00e4rme. Ein 9,2 Kilometer langes W\u00e4rmenetz verbindet die Heizzentrale beim Bauhof mit den Anschl\u00fcssen im Ortskern. Rund 70 Prozent des W\u00e4rmebedarfs wird inzwischen mit dem Fernw\u00e4rmenetz abgedeckt. Als weiterer Baustein der Anlage wurde im Februar 2013 eine Holzpellet-Vergaser-Anlage in Betrieb genommen worden, die im KWK-Prinzip (Kraft-W\u00e4rme-Kopplung) Strom und W\u00e4rme erzeugt. Dies ist das erste Holzpellet-Vergaser-Blockheizkraftwerk (BHKW) in Baden-W\u00fcrttemberg. F\u00fcr die Initiatoren und Mitglieder der B\u00fcrger Energie St. Peter eG ist das etwas Besonderes. Vier Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung und gut zwei Jahre nach Beginn der ersten W\u00e4rmelieferung ist das Ziel der Stromerzeugung aus Holz mit einem Blockheizkraftwerk nun erreicht. Die Initiatoren wollten von Beginn an nicht nur Fernw\u00e4rme aus Hackschnitzeln herstellen und zum Selbstkostenpreis an die Mitglieder zu verkaufen, sondern gleichzeitig auch Strom produzieren.<\/p>\n<p>Blockheizkraftwerk erg\u00e4nzt die Energieversorgung mit Pellets<br \/>\nW\u00e4hrend Planung und Bau der Fernw\u00e4rmeversorgung zwischen 2009 und 2011 stattfanden und insgesamt 5,2 Millionen Euro in St. Peter investiert wurden, fand eine intensive Suche nach Anbietern f\u00fcr die ben\u00f6tigte BHKW-Technik statt. Nach intensiver Suche wurde im Sommer letzten Jahres mit der Firma Burkardt GmbH aus M\u00fchlhausen bei N\u00fcrnberg ein Hersteller gefunden, der eine praxistaugliche Anlage liefern konnte. Aus Holzpellets wird durch eine Wirbelstromvergasung ein Schwachgas erzeugt, welches in einem Verbrennungsmotor zu Strom und W\u00e4rme gewandelt wird. Der Strom wird in das \u00f6ffentliche Netz eingespeist, die W\u00e4rme vollst\u00e4ndig zur Speisung des Fernw\u00e4rmenetzes genutzt. Der Pioniergeist der St. Petermer B\u00fcrger wird belohnt: Nun ist der Titel Bioenergiedorf mehr als gerechtfertigt. Das Land Baden-W\u00fcrttemberg f\u00f6rdert die Technik mit 200.000 Euro. Billig ist die neue Anlage nicht: rund 800.000 Euro werden es am Ende sein.<br \/>\nDie Umweltbilanz in St. Peter sieht \u00fcberaus positiv aus. Die Fernw\u00e4rmeversorgung vermindert den CO2-Aussto\u00df um nahezu 100 Prozent und tr\u00e4gt zu einer erheblichen Minderung des Treibhauseffektes bei. F\u00fcr St. Peter sind das insgesamt ca. 3.500 Tonnen weniger CO2-Aussto\u00df pro Jahr, die durch die Fernw\u00e4rmeversorgung erzielt werden. Die CO2-Reduzierung f\u00fcr alle regenerativen Energien im Bioenergiedorf St. Peter betr\u00e4gt 12.500 Tonnen pro Jahr. Die Entlastung der Luft wird durch modernste Elektrofilter erreicht, die statt der 166 Schornsteine mit ungefiltertem Feinstaubaussto\u00df nahezu feinstaubfreie Abluft freisetzen. Die Abh\u00e4ngigkeit vom fossilen Brennstoff wird reduziert und der Heiz\u00f6leinsatz um 850.000 Liter pro Jahr verringert.<\/p>\n<p>Feierliche Einweihung und erfolgreicher \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c<br \/>\nAm vergangenen Wochenende fand nun die offizielle Er\u00f6ffnung und Einweihung der vollst\u00e4ndig ausgestatteten Heizzentrale unter Teilnahme der Genossenschaftsmitglieder sowie Vertretern aus Politik und Verb\u00e4nden statt. Pfarrer Stefan Meisert gab den kirchlichen Segen. Im Geistlichen Zentrum stellte Direktor Arno Zahlauer die Notfall- und \u00d6lspitzenlastheizzentrale als \u201eKlosterkraftwerk\u201c vor. Dank des neuen Blockheizkraftwerkes wird sie in Zukunft nicht mehr so oft f\u00fcr die \u00dcberbr\u00fcckung von Spitzenzeiten gebraucht \u2013 und das spart dann wiederum den Verbrauch von Heiz\u00f6l ein. Daniel R\u00f6sch machte gegen\u00fcber dem \u201eDreisamt\u00e4ler\u201c beim \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c deutlich, dass bei der Einweihung der Stuttgarter Ministerialdirektor Helmfried Meinel mit seiner Aussage, dass die Biomassemenge Holz langsam ersch\u00f6pft sei und weitere Projekte damit begrenzt seien, falsch liege. So sage der Forst Baden-W\u00fcrttemberg klar, dass nur zehn Prozent des Abfallholzes bisher genutzt w\u00fcrden und damit gen\u00fcgend Hackschnitzelholz auch f\u00fcr die Anlage in St. Peter zur Verf\u00fcgung st\u00e4nden. R\u00f6sch sieht in Meinels Aussage einen weiteren Beweis daf\u00fcr, dass \u201edie Energiewende von unten ohne die gro\u00dfen Konzerne politisch nicht gewollt werde\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/buerger-energie-st-peter\/buergerenergie-stpeter130312\/\" rel=\"attachment wp-att-24515\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24515\" title=\"buergerenergie-stpeter130312\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/buergerenergie-stpeter130312-180x108.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"108\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/buergerenergie-stpeter130312-180x108.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/buergerenergie-stpeter130312.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie sind stolz auf das neue Blockheizkraftwerk der \u201eB\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c mit jeder Menge moderner Technik: B\u00fcrgermeister Rudolf Schuler, Aufsichtsratsvorsitzender; Daniel R\u00f6sch, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender und Gr\u00fcndungsmitglied Werner Rombach (v.r.) \u2013 stellvertretend f\u00fcr die vielen Aktiven der ersten Stunde.\u00a0Foto: Gerhard L\u00fcck<\/p>\n<p>\u00dcber 300 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von St. Peter nutzten den \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c, um die technischen Anlagen, die von den Bauhofmitarbeitern Willi Schw\u00e4r und Emil K\u00fcrner hervorragend \u00fcberwacht und betreut werden, anzuschauen. Und B\u00fcrgermeister Rudolf Schuler lobte gegen\u00fcber dem \u201eDreisamt\u00e4ler\u201c das \u201ewahnsinnshohe ehrenamtliche Engagement der Gr\u00fcndungsmitglieder, das der gesamten Gemeinde zugutekommt\u201c. Die \u201eB\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c ist ein Modell f\u00fcr alle B\u00fcrger. Alle Vorteile, die durch das Fernw\u00e4rmenetz entstehen, kommen direkt den Mitgliedern zugute. Kein Konzern, kein Unternehmen erzielt daraus Gewinne. Alle B\u00fcrger von St. Peter, unabh\u00e4ngig, ob sie an das Fernw\u00e4rmenetz angeschlossen sind oder nicht, k\u00f6nnen Mitglieder der Genossenschaft werden und damit das eigene Engagement f\u00fcr den Umweltschutz bekr\u00e4ftigen.<br \/>\n13.3.2013, Gerhard L\u00fcck, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u201eB\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c weihte Heizzentrale am \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c ein.\u00a0Seit 2010 erf\u00fcllt der 2.550 Einwohner z\u00e4hlende H\u00f6henluftkurort St. Peter die Kriterien des Bioernergiedorf-Wettbewerbs im Land Baden W\u00fcrttemberg. Er darf sich das 16. 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