{"id":2302,"date":"2006-02-09T17:55:49","date_gmt":"2006-02-09T17:55:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=2302"},"modified":"2012-04-24T17:56:39","modified_gmt":"2012-04-24T17:56:39","slug":"christliche-wohlfahrtsstaaten-ohne-kinder-demographie-als-waffe-der-moslems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/christliche-wohlfahrtsstaaten-ohne-kinder-demographie-als-waffe-der-moslems\/","title":{"rendered":"Christliche Wohlfahrtsstaaten ohne Kinder &#8211; Demographie als Waffe der Moslems"},"content":{"rendered":"<p>Selbstmord Europas &#8211; Essay von Mark Steyn<br \/>\nDen postchristlichen Wohlfahrtsstaaten fehlen Kinder und Mut. Demographie ist die beste Waffe der Moslems<\/p>\n<p>Viel von dem, was wir vage die westliche Welt nennen, wird dieses Jahrhundert nicht \u00fcberleben. Vermutlich wird es auf den Landkarten noch eine Region geben, die als Italien oder Deutschland bezeichnet wird, so wie es in Istanbul immer noch ein Bauwerk gibt, das St.-Sophia-Kathedrale hei\u00dft. Nur ist es eben keine Kathedrale mehr, sondern blo\u00df eine Immobilie. Ebenso werden Italien und Deutschland Namen von Liegenschaften sein. F\u00fcr jene, die glauben, da\u00df die westliche Zivilisation per saldo besser ist als alle Alternativen, besteht die Herausforderung darin, zumindest einen Teil des Westens zu retten. So ziemlich alle Parteien im Westen haben sich dem verschrieben, was man die sekund\u00e4ren Impulse einer Gesellschaft nennen k\u00f6nnte &#8211; Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Elternzeit. <!--more-->Wir haben den sekund\u00e4ren Impulsen Vorrang vor den prim\u00e4ren einger\u00e4umt: Landesverteidigung, Familie, Glaube, und, am elementarsten, die Fortpflanzung &#8211; &#8222;Geht hin und mehret euch&#8220;. Wenn nicht, dann k\u00f6nnt ihr all die sekund\u00e4ren Impulse nicht bezahlen. Der Konstruktionsfehler der s\u00e4kularen sozialdemokratischen Staaten ist, da\u00df sie die Geburtenrate einer gl\u00e4ubigen Gesellschaft br\u00e4uchten, um sich zu erhalten. Das Problem ist, da\u00df Gesellschaften des sekund\u00e4ren Impulses ihre Schw\u00e4chen als St\u00e4rken &#8211; oder wenigstens als Tugenden &#8211; mi\u00dfverstehen, und deshalb versagen sie kl\u00e4glich im Umgang mit einer Urgewalt wie dem Islam.<br \/>\nApropos: Wenn wir uns tats\u00e4chlich im Krieg befinden &#8211; eine Annahme, die die H\u00e4lfte der Amerikaner und ein deutlich h\u00f6herer Anteil der Europ\u00e4er nicht teilt -, worum genau wird dieser Krieg dann gef\u00fchrt? Es gibt viele Brandherde auf der Welt, aber generell l\u00e4\u00dft sich auf eine Konfliktpartei stets verl\u00e4\u00dflich schlie\u00dfen: Moslems gegen Juden in &#8222;Pal\u00e4stina&#8220;, Moslems gegen Hindus in Kaschmir, Moslems gegen Christen in Afrika, Moslems gegen Buddhisten in Thailand, Moslems gegen Russen im Kaukasus, Moslems gegen Touristen auf Bali. Wie die Umweltsch\u00fctzer denken diese Kerle global, aber agieren lokal. Sie wissen, da\u00df sie auf dem Schlachtfeld niemals gewinnen k\u00f6nnen, aber sie rechnen sich eine Chance aus, die Sache so lange hinzuziehen, bis die westliche Zivilisation an sich selbst zugrunde geht. Darum geht es in diesem Krieg: um unser mangelndes zivilisatorisches Selbstvertrauen. Das fortschrittliche Programm &#8211; verschwenderische soziale Wohlfahrt, Abtreibung, S\u00e4kularismus, Multikulturalismus &#8211; ist, zusammengenommen, das eigentliche Selbstmordattentat. Das Tolle am Multikulturalismus beispielsweise ist, da\u00df man gar nichts von anderen Kulturen wissen mu\u00df. Alles, was es braucht, ist, andere Kulturen cool zu finden. Multikulti hei\u00dft, da\u00df Ihr Kind f\u00fcr die Weihnachtsfeier statt &#8222;Stille Nacht&#8220; irgendeinen Stammesgesang lernt, aber nicht, da\u00df Sie in einer afrikanischen Gesellschaft leben m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Wir machen uns um die falschen Dinge Sorgen. In seiner bahnbrechenden Studie &#8222;Die Grenzen des Wachstums&#8220; von 1972 erkl\u00e4rte der Club of Rome, da\u00df uns bis 1993 Gold, Quecksilber, Blech, Zink, Erd\u00f6l, Kupfer, Blei und Gas ausgegangen w\u00e4ren. Nichts davon trat ein. Genaugenommen schwimmen wir in Ressourcen, aber die Menschen gehen uns aus &#8211; die eine wirklich unersetzliche Ressource. Wenn es darum geht, die Zukunft vorherzusagen, sprechen die Geburtenraten eine unmi\u00dfverst\u00e4ndliche Sprache. Wenn im Jahr 2006 eine Million Babys geboren werden, dann werden 2026 dem Arbeitsmarkt wohl kaum zwei Millionen junge Erwachsene zur Verf\u00fcgung stehen. Die harten Fakten besagen, da\u00df der westlichen Welt die Kinder viel schneller ausgehen als das \u00d6l. Die zur Erhaltung der Bev\u00f6lkerungszahl notwendige Geburtenrate liegt bei 2,1 Babys pro Frau. Manche L\u00e4nder liegen deutlich dr\u00fcber: Somalia bei 6,91, der Niger bei 6,83, Afghanistan bei 6,78, der Jemen 6,75. Haben Sie bemerkt, was diese L\u00e4nder verbindet? Am Ende der Geburtenratenrangliste finden Sie schlie\u00dflich die USA &#8211; mit 2,07 Geburten pro Frau in etwa auf Erhaltungsniveau. Irland liegt bei 1,87, Australien bei 1,76. Kanada ist mit 1,5 schon deutlich unter dem Erhaltungsniveau, Deutschland und \u00d6sterreich befinden sich mit 1,3 bereits am Rande der Todesspirale. Ru\u00dfland und Italien liegen bei 1,2, Spanien bei 1,1 &#8211; ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte dessen, was zur Erhaltung n\u00f6tig w\u00e4re. Bis 2050 wird Italiens Bev\u00f6lkerungszahl um 22 Prozent gesunken sein. Bis 2050 wird es 100 Millionen Europ\u00e4er weniger geben. W\u00e4hrend die Geburtenraten sinken, altert die Gesellschaft wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Diese L\u00e4nder werden aus dem Gesch\u00e4ft ausscheiden &#8211; es sei denn, sie finden den Mut zur Ver\u00e4nderung. Was ich nicht glaube. Wenn Sie sich die europ\u00e4ischen Wahlergebnisse anschauen &#8211; zuletzt in Deutschland -, f\u00e4llt die Schlu\u00dffolgerung nicht schwer, da\u00df die W\u00e4hler mit ihrer politischen Elite ungl\u00fccklich sind. Und zwar deshalb, weil sie nicht gern aufgefordert werden, die H\u00f6he der staatlichen Zusch\u00fcsse, die sie bekommen, zu \u00fcberdenken, ganz egal, wie unbezahlbar diese f\u00fcr die kommende Generation auch sein m\u00f6gen.1970 scheint gar nicht lange her, und doch hat sich die Welt seitdem grundlegend ver\u00e4ndert. 1970 hatten die Industriel\u00e4nder einen zweimal h\u00f6heren Anteil an der Weltbev\u00f6lkerung als die Moslems: 30 gegen 15 Prozent. Im Jahr 2000 waren sie gleichauf: Jeder hatte etwa 20 Prozent. Die Welt ist heute also viel islamischer als damals, 20 Millionen Moslems sind (offiziell) seitdem dazugekommen &#8211; das entspricht der Bev\u00f6lkerung von zusammen vier europ\u00e4ischen L\u00e4ndern (Irland, Belgien, D\u00e4nemark, Estland). Keine <a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a> breitet sich im Westen schneller aus als der Islam: In Gro\u00dfbritannien besuchen jede Woche mehr Moslems als Christen den Gottesdienst. K\u00f6nnen diese Trends weitere 30 Jahre anhalten, ohne da\u00df das Konsequenzen h\u00e4tte? &#8230;<br \/>\nUm den Zusammenbruch zu verhindern, werden die europ\u00e4ischen Nationen mehr Einwanderer aufnehmen m\u00fcssen, als es je eine stabile Gesellschaft versucht hat. Die CIA sagt den Zusammenbruch der EU f\u00fcr das Jahr 2020 voraus. Zwar hat die CIA im letzten halben Jahrhundert so ziemlich alles falsch verstanden. Aber sogar ein mieser Agent landet einmal in 30 Jahren einen Treffer. Der Zeitpunkt des EU-Zusammenbruchs ist eher noch vorsichtig gesch\u00e4tzt. Wahrscheinlicher scheint, da\u00df die Widerspr\u00fcche der EU schon innerhalb der n\u00e4chsten paar Wahlperioden auf die \u00fcbliche Weise zutage treten. Ab 2010 k\u00f6nnen wir dann auf amerikanischen Nachrichtenkan\u00e4len zuschauen, wie in Europa die H\u00e4user brennen und es zu Stra\u00dfenk\u00e4mpfen und Mordanschl\u00e4gen kommt. Und selbst wenn es gelingt, das zu verhindern, bleibt die Vorstellung eines kinderlosen Europas, das Amerika milit\u00e4risch oder \u00f6konomisch Konkurrenz macht, lachhaft. Irgendwann in diesem Jahrhundert wird es 500 Millionen Amerikaner geben, und was in Europa noch \u00fcbrig ist, ist dann entweder sehr alt oder sehr moslemisch. Westliche Liberale haben feine Antennen. Wann immer man die Frage aufbringt, ob in einer oder in drei Generationen noch Italiener in dem als Italien bezeichneten Landstrich leben werden, schreien sie &#8222;Rassismus!&#8220;. Und sich um den Anteil der &#8222;Wei\u00dfen&#8220; an der Bev\u00f6lkerung zu sorgen ist tats\u00e4chlich grotesk und unangebracht. Aber es geht ja auch gar nicht um Rasse, es geht um Kultur. Wenn 100 Prozent einer Bev\u00f6lkerung an die liberale, pluralistische Demokratie glauben, ist es egal, ob sie zu 70 oder zu f\u00fcnf Prozent &#8222;wei\u00df&#8220; ist. Aber wenn der eine Teil einer Bev\u00f6lkerung an die liberale, pluralistische Demokratie glaubt und der andere nicht, spielt es eine gro\u00dfe Rolle, ob der Teil, der es tut, 90 oder nur 60, 50 oder 45 Prozent der Bev\u00f6lkerung auf sich vereint. Laut einer Umfrage von 2004 wollen 60 Prozent aller britischen Moslems unter der Scharia leben &#8211; und zwar in Gro\u00dfbritannien. Wenn eine Gemeinschaft &#8222;in Zwietracht mit der modernen Welt&#8220; die sich am schnellsten vermehrende des Planeten ist, wie stehen dann die Chancen, da\u00df die &#8222;moderne Welt&#8220; \u00fcberlebt? Nicht gut.<\/p>\n<p>Aus dem Amerikanischen von Wieland Freund. Der stark gek\u00fcrzte Text erschien zuerst in der Januarausgabe der amerikanischen Zeitschrift &#8222;New Criterion&#8220; (\u00a9) Mark Steyn<br \/>\nKompletten Artikel vom 9.2.2006 auf <a href=\"https:\/\/www.welt.de:81\/data\/2006\/02\/09\/842944.html\">www.welt.de:81\/data\/2006\/02\/09\/842944.html<\/a> lesen<\/p>\n<p><em>&#8222;It&#8217;s the demography, stupid&#8220; von Mark Steyn. <\/em><br \/>\n<em>Mark Steyn ist bekennender Konservativer; was herauskommt, wenn &#8222;so jemand&#8220; \u00fcber die Geburtenrate der westlichen Gesellschaften, die Rolle der Frau, und \u00fcber die Bedrohung des Westens durch den Islam schreibt, k\u00f6nnte man ahnen und ungelesen abtun. Allerdings nur &#8222;k\u00f6nnte&#8220;: Ein K\u00f6rnchen bis ein Korn Wahrheit ist immer dabei, und ein mit Schmackes geschriebener l\u00e4ngerer Aufsatz der politischen &#8222;Gegenseite&#8220; kann immer dazu dienen, den eigenen Standpunkt zu kl\u00e4ren. Und daf\u00fcr ist dieser Aufsatz bestens geeignet. <\/em><br \/>\n<em>11.1.2006 <a href=\"https:\/\/www.bela1996.de\/literature\/le.html\">https:\/\/www.bela1996.de\/literature\/le.html<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstmord Europas &#8211; Essay von Mark Steyn Den postchristlichen Wohlfahrtsstaaten fehlen Kinder und Mut. Demographie ist die beste Waffe der Moslems Viel von dem, was wir vage die westliche Welt nennen, wird dieses Jahrhundert nicht \u00fcberleben. 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