{"id":21718,"date":"2013-02-06T21:24:43","date_gmt":"2013-02-06T20:24:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=21718"},"modified":"2013-02-13T10:15:27","modified_gmt":"2013-02-13T09:15:27","slug":"windkraft-in-suedbaden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/windkraft-in-suedbaden\/","title":{"rendered":"Windkraft in Suedbaden"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Wind\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wind\/\">Windkraftplanung<\/a> im Regierungsbezirk Freiburg kommt voran, so die Regierungspr\u00e4sidentin Barbara Sch\u00e4fer. Zum 31. 12. 2012 entfielen die bis dahin in den Regionalpl\u00e4nen enthalten Windkraft-Ausschlussgebiete. Deshalb kommt jetzt den Gemeinden bei der Ausweisung von Windkraftanlagen eine Schl\u00fcsselrolle zu. Von den 296 Gemeinden im Regierungsbezirk haben viele zu Planungsverb\u00e4nden zusammengeschlossen. Insgesamt sind es 104 Fl\u00e4chennutzungsplantr\u00e4ger, von denen 76 <!--more-->nun einen Aufstellungsbeschluss gefasst haben. Wenn man ber\u00fccksichtigt, dass 18 Gemeinden aufgrund ihrer geografischen Lage \u00fcber zu wenig windh\u00f6fige Fl\u00e4chen verf\u00fcgen, so haben etwa 90 % der Planungstr\u00e4ger mit ausreichender Windausbeute einen Fl\u00e4chennutzungsplan Windkraft in Planung. B\u00e4rbel Sch\u00e4fer ist deshalb optimistisch, dass das Ziel der Landesregierung, zehn Prozent des ben\u00f6tigten elektrischen Stroms auch hier im Regierungsbezirk aus heimischer Windkraft zu erzeugen, erreicht wird. Das Regierungspr\u00e4sidium sieht sich als B\u00fcndelungsbeh\u00f6rde, die unter ihrem Dach verschiedene Fachrichtungen vereinigt, die know-how zum Naturschutz, zu forstlichen Schutzkategorien oder der Luftverkehrssicherheit einbringen und so der rechtlichen Abw\u00e4gung ein solides Fundament verleihen k\u00f6nnen.<br \/>\nDr. Johannes Dreier, im Regierungspr\u00e4sidium zust\u00e4ndig f\u00fcr das Kompetenzzentrum Energie, ist sich dar\u00fcber im Klaren, dass viele aufgrund der Windh\u00f6figkeit interessante Standorte f\u00fcr Windkraftanlagen ausscheiden, weil Immissionsschutz- und Artenschutzrecht sie nicht zulassen. Insbesondere dem Schutz von Vogelarten wie Auerhuhn oder Wandfalke sei gro\u00dfe Bedeutung zuzumessen. Daher k\u00e4me es jetzt darauf an, die kommunale Planungsenergie in die wirklich Erfolg versprechenden Fl\u00e4chen zu investieren. Das Regierungspr\u00e4sidium unterst\u00fctze und berate hier gerne. F\u00fcr B\u00e4rbel Sch\u00e4fer sei auch eine intensive und konstruktive B\u00fcrgerbeteiligung ein wichtiger Erfolgsfaktor f\u00fcr das Gelingen der Windkraftplanung. Die Bew\u00e4ltigung von Zielkonflikten zwischen Naturschutz und Windkrafterzeugung sei sicherlich nicht immer einfach. Wenn man aber gemeinsam an passgenauen L\u00f6sungen arbeite, g\u00e4be es h\u00e4ufiger gute L\u00f6sungen als man zun\u00e4chst vermutete.\u00a0<br \/>\nIm Internet ist der Jahresbericht des Kompetenzzentrums Energie einsehbar. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie Investoren und Gemeinden sich anhand von Karten dar\u00fcber informieren, welche Tr\u00e4ger der Fl\u00e4chennutzungsplanung im Regierungsbezirk mit der Aufstellung eines Fl\u00e4chennutzungsplans Windkraft begonnen haben: <a href=\"https:\/\/www.rp-freiburg.de\">www.rp-freiburg.de<\/a> \u00a0(\u201eAktuelles\u201c)<br \/>\n6.2.2013, Dagmar Engesser, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Windkraft und Naturschutz: Kompromisse bei der Planung sind m\u00f6glich\u00a0<br \/>\n<\/strong>Der Konflikt Windkraft versus Naturschutz wird leider h\u00e4ufig falsch eingesch\u00e4tzt. Die nun von vielen Gemeinden erstellten Fl\u00e4chennutzungspl\u00e4ne (FNP) sind da von gro\u00dfer Bedeutung. Die Ersteller von FNP \u2013 in der Regel beauftragte Fachb\u00fcros \u2013 m\u00fcssen dringend neben Naturschutzkompetenz auch ausgewiesene Windkraftplaner sein. Denn ein kategorischer Ausschluss von Windanlagen in Gebieten des Auerhahns oder des Rotmilans entspricht nicht den neuen Kenntnissen zur friedlichen Koexistenz, viel schlimmer, sie schlie\u00dfen den \u00fcberwiegenden Teil der windstarken Standorte im (S\u00fcd-) Schwarzwald aus. Kompromisse sind m\u00f6glich bei der Standortplanung. Die derzeitige Praxis zeigt, dass viele Gemeinden dies nicht erkennen. Beispiel Rotmilan: Der Bestand ist seit 20 Jahren konstant trotz Anwachsens der Windkraftanlagen von wenigen Hundert auf rund 22 000. Der Rotmilan fliegt in 50 bis 80 Meter H\u00f6he. Er kommt damit mit den neuen Maschinen mit 140\u00a0Meter Nabenh\u00f6he und 100 Meter Rotordurchmesser gar nicht in Ber\u00fchrung! Dennoch ist in vielen FNP das Gebiet um die Nester von Rotmilanen ein Ausschlusskriterium.<br \/>\n13.2.2013, Georg Hille<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Windkraftplanung im Regierungsbezirk Freiburg kommt voran, so die Regierungspr\u00e4sidentin Barbara Sch\u00e4fer. Zum 31. 12. 2012 entfielen die bis dahin in den Regionalpl\u00e4nen enthalten Windkraft-Ausschlussgebiete. Deshalb kommt jetzt den Gemeinden bei der Ausweisung von Windkraftanlagen eine Schl\u00fcsselrolle zu. 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