{"id":21612,"date":"2013-02-06T12:21:30","date_gmt":"2013-02-06T11:21:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=21612"},"modified":"2013-02-06T12:24:49","modified_gmt":"2013-02-06T11:24:49","slug":"nabu-vogelzaehlung-spatz-meise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nabu-vogelzaehlung-spatz-meise\/","title":{"rendered":"Nabu-Vogelzaehlung Spatz Meise"},"content":{"rendered":"<p>In drei Tagen haben Freiwillige in Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald fast 12 500 <a title=\"Vogel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/vogel\/\">V\u00f6gel<\/a> gez\u00e4hlt. Organisiert hat die Wintervogel-Z\u00e4hlaktion der Naturschutzbund (<a title=\"Nabu\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/nabu\/\">Nabu<\/a>), daran beteiligt haben sich 488 Vogelfreunde. Sie beobachteten in 357 G\u00e4rten zusammen 12 488 V\u00f6gel aus 62 Arten. W\u00e4hrend in Freiburg der Haussperling das Rennen machte, hatte im Landkreis die Kohlmeise hauchd\u00fcnn die Nase vorne. <!--more-->Seit 2011 l\u00e4dt der Nabu j\u00e4hrlich am ersten Januarwochenende dazu ein, eine Stunde lang die V\u00f6gel im Garten zu z\u00e4hlen \u2013 mit Erfolg: Deutschlandweit beteiligten sich diesmal mehr als 91 000 Menschen, womit sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Auch in der Region machten deutlich mehr M\u00e4nner und Frauen mit als noch vor einem Jahr: Trotz Schmuddelwetters an den Aktionstagen griffen im Landkreis rund 20 Prozent, in Freiburg sogar 40 Prozent mehr Beobachter zu Fernglas und Bleistift als 2012. &#8222;Die genauen Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen Trend wissen wir nicht, allerdings zeigt dies, dass sich unsere Aktion mittlerweile einer gro\u00dfen Bekanntheit und Beliebtheit erfreut&#8220;, sagt Felix Bergmann vom Nabu-Bezirksverband S\u00fcdbaden. Bergmann weist zugleich darauf hin, dass mehrere Faktoren das Zustandekommen der jeweiligen Jahresergebnisse beeinflussen: &#8222;Beispielsweise Bestandsschwankungen oder auch das Wetter, denn bei K\u00e4lte ziehen mehr V\u00f6gel aus dem Umland in St\u00e4dte und D\u00f6rfer&#8220;, nennt der Biologe zwei Beispiele. Eine Interpretation der Zahlen sei daher nicht ganz leicht. Gleichwohl h\u00e4tten die Daten eine wissenschaftliche Aussagekraft: &#8222;Wenn man die Ergebnisse mehrerer Jahre miteinander vergleicht, lassen sich schon manche R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen&#8220;, betont der Vogelexperte.<\/p>\n<p>Auff\u00e4lligste Ver\u00e4nderung im Vergleich zum Vorjahr ist der starke Anstieg bei der Kohlmeise, die landesweit das Rennen machte: &#8222;Vermutlich wegen einer Zuwanderung zahlreicher skandinavischer Exemplare in diesem Winterhalbjahr&#8220;, erl\u00e4utert Fachmann Stefan Bosch vom Nabu-Landesverband. Im Landkreis liegt sie mit 889 Exemplaren ganz knapp vor dem Vorjahressieger, dem Haussperling (862 St\u00fcck). Dass diese Spatzenart in Freiburg indes ihre Goldmedaille verteidigen konnte, h\u00e4ngt damit zusammen, dass sich Haussperlinge in St\u00e4dten generell gut zurechtfinden und dort daher meist h\u00e4ufiger sind als in l\u00e4ndlichen Gebieten.<br \/>\nBesonders gespannt waren die Experten auf das Abschneiden der Amsel: In den vergangenen beiden Jahren fielen landesweit n\u00e4mlich tausende Exemplare dieser bekannten Drosselart dem aus Afrika eingeschleppten Usutu-Virus zum Opfer, insbesondere in Nordbaden. &#8222;Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass sich die Amselbest\u00e4nde immer noch nicht erholt, sondern vielmehr auf einem niedrigen Niveau stabilisiert haben&#8220;, erkl\u00e4rt Felix Bergmann. Allerdings habe es auch keinen weiteren Einbruch mehr gegeben: In Stadt- und Landkreis seien durchschnittlich 2,6 Amseln pro Garten gez\u00e4hlt worden \u2013 ein geringf\u00fcgiger R\u00fcckgang im Vergleich zum Vorjahr. In Freiburg fiel die Amsel demnach um einen Rang zur\u00fcck (von drei auf vier), im Landkreis verschlechterte sie sich gleich um zwei Pl\u00e4tze (von drei auf f\u00fcnf). Auff\u00e4llig ist weiterhin, dass die Saatkr\u00e4he in Freiburg acht Pl\u00e4tze verlor und dort nur noch Rang 16 belegt. Bei dieser Art d\u00fcrfte eine Rolle gespielt haben, dass Anfang Januar weniger Winterg\u00e4ste aus Nord- und Osteuropa vor Ort waren als vor einem Jahr.<br \/>\nEs gibt aber auch Gewinner: In den &#8222;Top Ten&#8220; zum Beispiel der Buchfink (von Platz f\u00fcnf auf vier vorger\u00fcckt), weiter hinten der Eichelh\u00e4her: Im Landkreis verbesserte sich dieser bunte Rabenvogel gleich um f\u00fcnf Pl\u00e4tze auf den 13. Rang. Auff\u00e4llig f\u00fcr das Freiburger Ergebnis ist zudem, dass dort 16 Hausrotschw\u00e4nze (Platz 31) beobachtet wurden: ein Indiz daf\u00fcr, dass dieser Zugvogel vermutlich infolge des Klimawandels ein wenig reisefaul geworden ist und im Winterhalbjahr mitunter auch in der Region bleibt.<br \/>\n6.2.2013, Andreas Braun<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In drei Tagen haben Freiwillige in Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald fast 12 500 V\u00f6gel gez\u00e4hlt. Organisiert hat die Wintervogel-Z\u00e4hlaktion der Naturschutzbund (Nabu), daran beteiligt haben sich 488 Vogelfreunde. 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