{"id":20307,"date":"2013-01-18T15:03:13","date_gmt":"2013-01-18T14:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=20307"},"modified":"2013-06-10T19:56:56","modified_gmt":"2013-06-10T17:56:56","slug":"kleinbauern-agrarkonzerne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kleinbauern-agrarkonzerne\/","title":{"rendered":"Kleinbauern &#8211; Agrarkonzerne"},"content":{"rendered":"<p>Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit die Agrarpreise\u00a0steigen weltweit. Mit Landwirtschaft l\u00e4\u00dft sich Geld verdienen,\u00a0Gro\u00dfgrundbesitzer und Agrarkonzerne haben dies l\u00e4ngst erkannt. Private Investoren und Spekulanten wie auch Staaten haben fast 200 Millionen Hektar Land in Afrika und Asien aufgekauft (<a title=\"Landgrabbing\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/landgrabbing\/\">Land-Grabbing<\/a>), um f\u00fcr den Export intensive <a title=\"Landwirt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/\">Landwirtschaft<\/a> zu betreiben. Die Eigentums-, Nutzungs- und Verf\u00fcgungsrechte von Millionen\u00a0Kleinbauern<!--more-->werden dadurch zunehmend unsicher und beschnitten &#8211; sie sind im wahrsten Sinne des Wortes &#8222;machtlos&#8220;. Hunger, Armut und soziale Verwerfungen nehmen zu.<\/p>\n<p><em>Produktion:<\/em> Weltweit sind es wenige Konzerne, die die Nahrungsmittelindustrie und den Agrarsektor beherrschen: Monsanto, BASF, Dow Chemicals streben nach der Kontrole \u00fcber die Gene der Nahrungsmittelpflanzen. Die zunehmende Nachfrage nach Biomasse hat zu dieser ungeheuren \u00f6konomischen Machtkonzentration gef\u00fchrt. Big Energy, Big Pharma, Big Food und Big Chemical verzahnen sich. Die zehn gr\u00f6\u00dften Saatguthersteller\u00a0 beherrschen 67 % des weltweiten Saatgutmarktes, zehn Firmen teilen sich 80% des globalen Pestizidmarktes.<\/p>\n<p><em>Handel:<\/em> Wie bei der Produktion nimmt auch beimLebensmittelhandel die Machtkonzentration zu. Die f\u00fcnf Handelsketten Aldi, Edeka,\u00a0Lidl, Metro und Rewe beherrschen 90 % des Lebensmittelmarktes in Deutschland. Dieses Oligopol dr\u00fcckt auf der Einkausseite die Preise, die Lieferanten sind machtlos. Die Lobby dieser Supermarktketten bestimmen die Agrarpolitik im Inland wie in der EU &#8211; Bauernorganisationen, Gewerkschaften und Verbraucher haben da einen schweren Stand.<\/p>\n<p>Hunger und Armut l\u00e4\u00dft sich nur bek\u00e4mpfen, indem man den vielen Kleinbauern weltweit mehr Macht und Sicherheit gibt &#8211; von der Aussaat bis zum Verkauf. Es beginnt beim s\u00e4en: Gemeinschaftliche Nutzungsformen von Saatgut, um alte lokal bew\u00e4hrte Sorten zu erhalten , versus &#8222;von Monsanto hybrid gentechnisch ver\u00e4ndertes Saatgutangebot&#8220;.<br \/>\n18.1.2013<\/p>\n<p><strong>Mehr Macht f\u00fcr Kleinbauern, weniger Hunger<br \/>\n<\/strong>Die Politik scheint dieser Machtf\u00fclle nichts oder zu wenig entgegensetzen zu wollen. Nicht die Macht einiger weniger, sondern die rechtliche Absicherung vieler, Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt, andere Konsumgewohnheiten der globalen Mittelklassen und dezentrale L\u00f6sungen f\u00fcr die Abermillionen Kleinbauern und Kleinb\u00e4uerinnen werden Hunger und Armut erfolgreich bek\u00e4mpfen. &#8230;.<br \/>\nAlles von Barbara Unm\u00fc\u00dfig vom 17.1.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/mehr-macht-fuer-kleinbauern-weniger-hunger--68281142.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/mehr-macht-fuer-kleinbauern-weniger-hunger&#8211;68281142.html<\/a>\u00a0<br \/>\nBarbara Unm\u00fc\u00dfig ist Vorstandsmitglied der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.boell.de\">www.boell.de<\/a> <!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit die Agrarpreise\u00a0steigen weltweit. 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