{"id":18359,"date":"2012-12-20T22:38:52","date_gmt":"2012-12-20T21:38:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=18359"},"modified":"2012-12-20T22:41:50","modified_gmt":"2012-12-20T21:41:50","slug":"gayling-ebnet-forst-rehessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gayling-ebnet-forst-rehessen\/","title":{"rendered":"Gayling Ebnet Forst Rehessen"},"content":{"rendered":"<p>Allj\u00e4hrlich l\u00e4dt <a title=\"Ebnet\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/ebnet\/\">Nikolaus von Gayling-Westphal<\/a>\u00a0Menschen, mit denen er das Jahr \u00fcber zu tun hatte, zum traditionellen Rehessen der Freiherr von Gaylingschen Guts- und <a title=\"Forst\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/wald\/forst\/\">Forstverwaltung<\/a> ein. Das sind in erster Linie seine Mitarbeiter, P\u00e4chter, und Nachbarn. Eingeladen sind aber auch Wegbegleiter, Unterst\u00fctzer, B\u00fcrgermeister, Stadtratskollegen. Das diesj\u00e4hrige Motto \u201eWidder und Wolf treffen Steinbock im Adler\u201c <!--more-->lie\u00df Raum f\u00fcr Spekulationen: Adler als Ort der Feierlichkeit war klar und mit ein bisschen \u00dcberlegung erschloss sich der Steinbock als Sternzeichen des Gastgebers. Doch Widder und Wolf \u2013 sind die etwa in den gayling\u2018schen Waldungen zu finden? Einen Teil des R\u00e4tsels l\u00f6ste Hans-Dieter St\u00fcrmer, Umwelt-Chemiker, fr\u00fcherer Landtagsabgeordneter und langj\u00e4hriger Weggef\u00e4hrte von Gaylings. Er stellte von Gaylings neustes Projekt vor: die Installation eines hydraulischen Widders f\u00fcr die Bew\u00e4sserung der Schlossteiche.<br \/>\nHintergrund der Teichbew\u00e4sserung ist, dass das Dreisamtal bis ins 17. Jahrhundert hinein eigentlich ein Sumpfgebiet mit sehr hohem Grundwasserspielgel war. Durch Trockenlegung und intensivierte landwirtschaftliche Nutzung, vor allem aber durch die Wasserentnahme der \u201ebadenova\u201c f\u00fcr die Freiburger Trinkwasserversorgung sank der Grundwasserpegel in den letzten drei\u00dfig Jahren um bis zu zw\u00f6lf Meter ab. In Ebnet machte sich das durch das Austrocknen des Eschbachs im Sommer bemerkbar, im Schlosspark fielen die Teiche trocken, die B\u00e4ume zeigten Sch\u00e4den aufgrund Wassermangels und am Schloss selbst waren Bausch\u00e4den durch einen sich setzenden Untergrund zu bef\u00fcrchten.<br \/>\nVon Gayling ergriff schon fr\u00fchzeitig Gegenma\u00dfnahmen: er bew\u00e4sserte die Schlossteiche mit rund 80.000 Kubikliter pro Jahr, was nicht nur dem Schlosspark selbst zu Gute kommt, sondern dar\u00fcber hinaus das weitere Absinken des Grundwassers verhindert und es sogar wieder anreichert. Dieses Wasser wird aus einem Tiefbrunnen durch eine Elektropumpe hochgepumpt. Das ist mit einem Energieverbrauch verbunden, der vermieden werden k\u00f6nnte, griffe man auf eine alte Technik zur\u00fcck \u2013 den Widder.<br \/>\nDer Widder ist eine Art Pumpe, die mit dem Flie\u00dfdruck der Dreisam das Wasser in die Teiche transportieren k\u00f6nnte und zwar ohne Fremdenergie. Erfunden wurde dieser hydraulische Widder 1796 von den Gebr\u00fcdern Montgolfier. Im Schwarzwald war es lange eine bekannte und verbreitete Technik, um Wasser auf hochgelegene Weiden zu pumpen. In den Alpen wurde der Widder nie ganz vergessen. Wer dort wandert, kann sein Klack-Klack, das an k\u00e4mpfende Widder erinnert, hin und wieder h\u00f6ren. Die Kosten eines Widders sind gering. Er ist robust, funktioniert bis zu hundert Jahre lang, braucht kaum Wartung und vor allem keine andere Energie als die des Wasserdrucks. Eine ideale L\u00f6sung f\u00fcr die Bew\u00e4sserung der Schlossteiche! Geplant ist die Ausleitung des Dreisamwassers am Schlo\u00dfsteg. Es soll von dort \u00fcber noch bestehende Runzkan\u00e4le bis zur Papierm\u00fchle und dann in den Schlosspark geleitet werden. St\u00fcrmer und von Gayling hoffen, dass dieses Projekt im neuen Jahr umgesetzt werden kann. Die wasserrechtlichen Antr\u00e4ge sind auf jeden Fall gestellt.<br \/>\nBleibt zum Schluss noch die Frage nach dem Wolf: obwohl von Gayling immer wieder andeutete, dass sich im Buchenbacher Diezendobel wom\u00f6glich W\u00f6lfe ansiedeln, konnte dieses R\u00e4tsel nicht gel\u00f6st werden. Eigentlich sollte Dr. Micha Herdtfelder zum Thema \u201eDie R\u00fcckkehr des Wolfes nach Deutschland\u201c referieren, untermalt mit Filmausschnitten einer Wolf-Dokumentation. Das musste aus Krankheitsgr\u00fcnden leider ausfallen. Nachgeholt wird das als \u00f6ffentliche Veranstaltung am Sonntag, den 13. Januar 2013, um 17 Uhr im Gartensaal des Schloss Ebnet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gayling-ebnet-forst-rehessen\/gayling-rehessen1212\/\" rel=\"attachment wp-att-18361\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-18361\" title=\"gayling-rehessen1212\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/gayling-rehessen1212-180x120.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/gayling-rehessen1212-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/gayling-rehessen1212.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das diesj\u00e4hrige Rehessen wurde von Nikolaus von Gayling auch f\u00fcr Ehrungen von Mitarbeitern und Partnern genutzt:<br \/>\nSo wurden die Imker Josef F\u00f6rderer, Norbert Walter, Edwin Schweizer und Alexander Ketterer f\u00fcr jeweils 20 Jahre stetige Hege und Pflege von Bienen im Diezendobel, Bickenreute und in Kappel geehrt. F\u00fcr 25 Jahre Falknerei in Schloss Ebnet und im Diezendobel wurde Nils Meyer-F\u00f6rst geehrt. Der Breisgauverein f\u00fcr Segelflug erhielt eine Ehrenurkunde f\u00fcr 20 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit auf dem Segelfluggel\u00e4nde Bickenreute, Kirchzarten. F\u00fcr zehnj\u00e4hrige Zusammenarbeit bei den ersten Windr\u00e4dern in Ottoschwanden und Ebnet wurde Andreas Markowsky geehrt, f\u00fcr 30 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bereich Umwelt- und Wasserschutz Hans-Dieter St\u00fcrmer. 20 Jahre lang existiert in Neuh\u00e4user schon eine Wagenburg. Auch hier verlief die Zusammenarbeit immer unkompliziert, daf\u00fcr wurde Mirko Sandf\u00fchrer mit einer Urkunde geehrt.<br \/>\nUnd auf 50 Jahre Jagd im Diezendobel kann Walter Jautz zur\u00fcckblicken, der daf\u00fcr ebenfalls eine Ehrenurkunde erhielt.<br \/>\n20.12.2012, Dagmar Engesser, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allj\u00e4hrlich l\u00e4dt Nikolaus von Gayling-Westphal\u00a0Menschen, mit denen er das Jahr \u00fcber zu tun hatte, zum traditionellen Rehessen der Freiherr von Gaylingschen Guts- und Forstverwaltung ein. Das sind in erster Linie seine Mitarbeiter, P\u00e4chter, und Nachbarn. 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