{"id":18043,"date":"2012-12-17T14:22:09","date_gmt":"2012-12-17T13:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=18043"},"modified":"2012-12-27T17:05:26","modified_gmt":"2012-12-27T16:05:26","slug":"kinderkriegen-noch-unattraktiver","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kinderkriegen-noch-unattraktiver\/","title":{"rendered":"Kinderkriegen noch unattraktiver"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Baby\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/baby-2\/\">Geburtenzahl<\/a> von 1,39 <a title=\"Kinder\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/\">Kindern<\/a> pro Frau erkl\u00e4rt das\u00a0Bundesinstitut f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung (BiB) in einer Studie, die erstmals nict nur finanzielle Aspekte, sondern auch die\u00a0Gef\u00fchlslage der Deutschen ber\u00fccksichtigt. Norbert Schneider, Direktor des BiB: &#8222;Der hohe gesellschaftliche Erwartungsdruck sowie die schwierige Vereinbarkeit von <a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Familie<\/a> und Beruf machen die Elternschaft in Deutschland unattraktiv&#8220;. Anders als in anderen L\u00e4ndern werde von Vater und Mutter verlangt, rund um die Uhr f\u00fcr das Kind da zu sein.<!--more--><br \/>\n&#8222;Die Mutter geh\u00f6rt zum Kind und es sollte bis zum dritten Lebensjahr nicht in Kindertagesst\u00e4tten betreut werden, weil die Mutter erwerbst\u00e4tig sein will. W\u00e4hlen Frauen nicht diesen Weg, gelten sie in Westdeutschland schnell als \u201eRabenm\u00fctter\u201c. In einer solchen Situation, in der weder das traditionelle Hausfrauenmodell noch die Erwerbst\u00e4tigkeit mit Kindern als attraktiv erscheint, werden Entscheidungen gegen Kinder beg\u00fcnstigt.&#8220;&#8230;.<br \/>\nStudie des BiB zur Geburtenzahlen in Deutschland, ver\u00f6ffentlicht 17.12.2012<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bib-demografie.de\">www.bib-demografie.de<\/a><\/p>\n<p>Brosch\u00fcre \u201e(Keine) Lust auf Kinder?\u201c runterladen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bib-demografie.de\/SharedDocs\/Publikationen\/DE\/Download\/Broschueren\/keine_lust_auf_kinder_2012.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">www.bib-demografie.de\/SharedDocs\/Publikationen\/DE\/Download\/Broschueren\/keine_lust_auf_kinder_2012.pdf<\/a>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Geld macht keine Kinder &#8211; Frauen haben Angst, als Rabenm\u00fctter zu gelten<br \/>\n<\/strong>Berufst\u00e4tige Frauen entscheiden sich demnach lieber gegen als f\u00fcr Kinder &#8211; weil sie bef\u00fcrchten m\u00fcssen, als Rabenmutter verunglimpft zu werden. Paare leben lieber ein entspanntes Leben mit vielen Hobbys, als entnervt um Krippenpl\u00e4tze rangeln zu m\u00fcssen. Die Folge ist, dass die Wiegen leer\u00a0bleiben. &#8230;\u00a0Alles vom17.12.2012 bitte lesen auf<br \/>\n\u00a0<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sinkende-geburtenzahlen-geld-macht-keine-kinder-1.1552513\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sinkende-geburtenzahlen-geld-macht-keine-kinder-1.1552513<\/a><\/p>\n<p><strong>Gestresst oder stinkfaul?<\/strong><br \/>\nDiesen Bericht sollte man 2-3 mal lesen, man kommt dann zum Schlu\u00df, dass er politisch korrekt geschrieben wurde. Ist man in der Lage zwischen den Zeilen zu lesen, erkennt man die brutale Wahrheit. Egal ob Geburtenrate, oder Pflegebetreuung von den den &#8222;Alten&#8220;, wir sind alle \u00fcberfordert, gestresst, so klingt es politisch korrekt. Die Wahrheit volkst\u00fcmlich ausgedr\u00fcckt: Wir sind STINKFAUL!<br \/>\nEs fing an, als die Frauen den Spruch initiierten: Mein Bauch geh\u00f6rt mir. Es ging weiter, als Familien mit mehr als zwei Kindern zu asozialen gestempelt wurden, die Vermieter Familien mit mehreren Kindern\u00a0 ablehnten, die Personalchefs von Firmen Singles bevorzugten, da Mitarbeiter mit Kindern als unberechenbar galten, auch und vor allem an deren Mobilit\u00e4t zweifelten,\u00a0der absolute Jugendwahn ausbrach und daf\u00fcr sorgte, dass Freizeit nicht f\u00fcr familientauglich galt, sondern in Discos, Events, Urlaubsfernziele, Partys, Exkursionen und Selbstverwirklichung die wahre Welt w\u00e4ren. Dazu kommt unsere Politik mit Karriere f\u00fcr die Frau, also z.B. die Frauenquote ,bei der Kinder nur hinderlich sind, es sei denn Frau ist aus so &#8222;gutem Hause&#8220; wie z.B. Frau von der Leyen und andere.<br \/>\nBeispiel: Zwei Schulkameradinnen treffen sich nach vielen Jahren, die Eine hat Familie mit zwei Kindern und\u00a0der Ehemann Techniker bei Daimler, die Andere ist Frau von einem Anwalt, aber auch selbst Anw\u00e4ltin, jedoch kinderlos. Frage von der Mutter der Kinder: Wieso bist du nicht Mama geworden? Antwort: Ach wei\u00dft du bei den vielen Terminen, Montag und Donnerstag abends Tennis, am Wochenende Golf, dann die Besuche bei Vernisagen, Theater, und die vielen Einladungen zu Partys sowie die dreimaligen im\u00a0Jahr n\u00f6tigen Urlaube zu meiner Erholung vom Stress. Da ist f\u00fcr Kinder keine Zeit und kein Platz, aber ich habe eine Patenschaft f\u00fcr ein Kind in\u00a0 Haiti und \u00fcberweise monatlich 50 \u20ac. Da erwidert die Mutter der Kinder: wooooow hast du es gut, das k\u00f6nnte\u00a0ich mir nieeeee leisten! Antwort der Anw\u00e4ltin: Das h\u00e4ttest du dir fr\u00fcher \u00fcberlegen m\u00fcssen, bist selbst schuld!<br \/>\nFrage von mir zum Schlu\u00df: Bin ich so daneben und sind das Hirngespinste?<br \/>\nBert Pavel, 17.12.2012<\/p>\n<p><strong>Ideologische Grabenk\u00e4mpfe\u00a0&#8222;Gute Mutter contra Rabenmutter&#8220;<\/strong><br \/>\nDas BiB liefert zwei wahrlich bedr\u00fcckende Ergebnisse zum Kindetrkriegen in Deutschland: (1) Kinder stellen f\u00fcr immer breitere Schichten bzw- weit \u00fcber die H\u00e4lfte der Deutschen keinen zentralen Lebensbereich mehr dar. (2) Der Kampf ums richtige &#8222;Lebensmodell mit Kindern&#8220; wird nirgends in Europa so erbittert und intolerant gef\u00fchrt wie in Deutschland.<br \/>\nZu (1): Beruf\/Karriere, Freunde\/Bekannte und Freizeit\/Hobbies sind wichtiger als Kinder. Windeln wechseln, auf quengelnde Kleinkinder eingehen bzw. Einschlaflieder singen werden abgelehnt, die Elternschaft wird als erdr\u00fcckende und einzw\u00e4ngende Pflicht wahrgenommen. Dieser Trend wird sich bis 2020 weiter verst\u00e4rken, er wird nicht aufzuhalten sein.<br \/>\nZu (2): M\u00fctter, die ihre Kinder in Hort bzw. Kita abgeben, um m\u00f6glichst rasch nach der Geburt die Berufst\u00e4tigkeit wieder fortsetzen wollen, erfahren eine \u00e4hnliche Mi\u00dfbilligung wie Frauen, die gerne aus dem Beruf aussteigen, um bei den Kindern zu bleiben. Die einen werden als &#8222;neumodische Rabenm\u00fctter&#8220; verschrien, ihnen wird die gesellschaftliche Anerkennung versagt. Die anderen werden als &#8222;altmodische gute M\u00fctter&#8220; abgetan, die nicht mehr in die heutige moderne Zeit zu passen haben. Beide Lager hacken jeweils erbarmugslos aufeinander ein. Die einen stempeln das Betreuungsgeld als Mittelalter-Sal\u00e4r f\u00fcrs Heimchen am Herd ab, die anderen sprechen der berufst\u00e4tigen Frau schlicht und einfach die Mutterliebe ab. Hier w\u00e4re mehr Toleranz zu w\u00fcnschen und zu praktizieren:\u00a0Warum darf nicht jede Frau das\u00a0&#8222;Lebensmodell mit Kindern&#8220; w\u00e4hlen, das sie will. Warum wird ihr &#8222;Lebensmodell mit Kindern&#8220; nicht toleriert, sondern mit Kopfsch\u00fctteln quittiert, mit Fingerzeit angeprangert und verh\u00f6hnt? Warum werden die ideologischen Grabenk\u00e4mpfe um &#8222;Gute Mutter contra Rabenmutter&#8220; in Deutschland so ausgiebig und gen\u00fcsslich gepflegt? Warum sind wir Deutschen nicht bereit, Toleranz zu \u00fcben?<br \/>\n18.12.2012, Ekke<\/p>\n<p><strong>Nicht alles liegt in unseren H\u00e4nden<\/strong><br \/>\nKinder aufzuziehen, bedeutet erst einmal Kontrollverlust: Da ist ein kleiner Mensch, der mein Leben gewaltig durcheinanderbringt. F\u00fcr diese Entscheidung gibt es &#8222;lebensl\u00e4nglich&#8220;, ohne Hintert\u00fcrchen. Die Anforderungen, die ein Kind an einen gut saturierten Erwachsenen stellt, scheinen schwer kalkulierbar.<br \/>\nWas wird aus meiner Freiheit, meinem Freundeskreis, meinen Abenteuerreisen, meinen Festen, meinen Hobbys? Was macht das mit uns als gut eingespieltem Liebespaar? Dass Kinder unvorstellbare Freuden bereithalten, wird da gerne \u00fcbersehen, beziehungsweise ist, wie gesagt, unvorstellbar. Langeweile kommt indes keine auf: Kinder sind das gr\u00f6\u00dfte Abenteuer auf der Reise zu sich selbst. Sie zwingen uns zur Wahrhaftigkeit uns selbst gegen\u00fcber. Wenn wir auf ihre Fragen einmal keine Antwort wissen, ist das keine Schande, sondern bringt uns weiter. Etwas schwieriger ist der Punkt, dass wir durch unsere Liebe zu solch einem Kind angreifbar werden: Es soll ihm nichts Schlimmes zusto\u00dfen. Wir erleben Angst und Sorge und die Grenzen unserer Macht. Aber selbst diese Grenze ist etwas Wertvolles. Sie f\u00fchrt uns vor Augen, dass nicht alles in unseren H\u00e4nden liegt. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/w.online-verlag-freiburg.de\/www\/delivery\/lg.php?bannerid=119&amp;campaignid=35&amp;zoneid=144191&amp;loc=1&amp;referer=http%3A%2F%2Fwww.badische-zeitung.de%2Fleserbriefe-68%2Fnicht-alles-liegt-in-unseren-haenden--67483694.html&amp;cb=c72de762b7\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" \/><br \/>\n27.12.2012, Carola Horstmann, Denzlingen<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geburtenzahl von 1,39 Kindern pro Frau erkl\u00e4rt das\u00a0Bundesinstitut f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung (BiB) in einer Studie, die erstmals nict nur finanzielle Aspekte, sondern auch die\u00a0Gef\u00fchlslage der Deutschen ber\u00fccksichtigt. 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