{"id":16324,"date":"2012-11-28T12:34:09","date_gmt":"2012-11-28T11:34:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=16324"},"modified":"2012-11-28T15:28:12","modified_gmt":"2012-11-28T14:28:12","slug":"windertrag-2011-minus-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/windertrag-2011-minus-29\/","title":{"rendered":"Windertrag 2011 minus 29 %"},"content":{"rendered":"<p>Dass der <a title=\"Wind\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wind\/\">Windertrag<\/a> im Jahr 2011 um 29 Prozent unter der Prognose lag, \u00fcberrascht mich nicht. Bei Gemeinderatssitzungen habe ich immer wieder die Gelegenheit, die vorausgesagten Windmittelwerte mit den tats\u00e4chlichen zu vergleichen. So werden im Bereich des Illenbergs bei Horben in 700 Meter Seeh\u00f6he (H\u00f6he der Windfl\u00fcgel) Jahresmittel der Windgeschwindigkeit von 5,5\u00a0m\/s angenommen. Tats\u00e4chlich jedoch betragen die langj\u00e4hrigen Windmittelwerte, gemessen in Horben in 610 Meter H\u00f6he, lediglich 3,2\u00a0m\/s. <!--more-->Rechnet man die 100 Meter f\u00fcr die mittlere H\u00f6he der Fl\u00fcgel hinzu, kommt man auf 3,8 bis maximal 4\u00a0m\/s, nicht auf die vorhergesagten 5,5\u00a0m\/s. Grund f\u00fcr diese Diskrepanz ist einerseits Unwissenheit, andererseits auch der Wunsch, an m\u00f6glichst vielen Standorten eine ausreichende Windh\u00f6ffigkeit nachzuweisen.<br \/>\n28.11.2012, Werner Brockhaus, Wetterstation Horben<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<p><strong>Mit dem Risiko des Windes muss man leben<br \/>\n<\/strong>Die Freiamt Windm\u00fchlen GmbH &amp; Co. Beteiligungs-KG mit 142 Kommanditisten wurde im Jahr 2001 mit zwei Turbinen begr\u00fcndet. Jeder Kommanditist einer Windturbine muss dabei allerdings mit dem Risiko geringer Windverh\u00e4ltnisse leben.\u00a0<br \/>\n28.11.2012, Erhard Schulz, Emmendingen, <a title=\"Badisch-Elsaessische\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/badisch-elsaessische\/\">Badisch-Els\u00e4ssische<\/a><br \/>\n<strong>Man sollte ein Jahr in Nabenh\u00f6he messen<br \/>\n<\/strong>Wir meinen, aus der entstandenen Misere k\u00f6nnen wir nur eines lernen: K\u00fcnftig ist mindestens ein Jahr in Nabenh\u00f6he zu messen. Ohne diese Voraussetzung d\u00fcrfen keine Windr\u00e4der entstehen, darf keine Fl\u00e4che unserer Landschaft verbraucht werden.<br \/>\n28.11.2012, Dr. Elmar Klein, St. M\u00e4rgen<\/p>\n<p><strong>Finanzierung \u00fcber AG anstelle Genossenschaft<\/strong><br \/>\nNachdem die Rauchschwaden des schwelenden Streits um die Freiburger Regiowind es schon in die BZ geschafft haben, ist vielleicht eine andere Sichtweise des Problems kein Fehler. Denn die Firmen-Konstruktion stammt aus Zeiten, in denen man damit Steuern sparen konnte \u2013 wenn ich das richtig sehe. Mittlerweile ist dieses Konstrukt mit gesch\u00e4ftsf\u00fchrender GmbH eher hinderlich. Herrn Markowsky, der als hiesiger Energiepionier die Energiewende real vorangebracht hat, sch\u00e4tze ich sehr. Die Querelen kommen daher, dass er das Risiko wechselnden Windes nicht richtig eingesch\u00e4tzt hat, die Finanzierung zu knapp kalkuliert und damit zu viel versprochen hat. Deshalb wollen viele mitfinanzierende Mitb\u00fcrger auch mitreden; vor allem wenn jetzt mit einem neuen gr\u00f6\u00dferen Windrad ein weiteres Risiko aufgepackt wird. Zumal dieses vor allem von uns getragen werden soll. Dabei gibt es andere M\u00f6glichkeiten der Finanzierung, beispielsweise Aktiengesellschaften (AG). Eine AG kann sich leichter finanzieren, und die Aktion\u00e4re k\u00f6nnen leichter und transparenter an ihr Geld herankommen, wenn sie es brauchen. Vielleicht w\u00e4re solch ein Umstieg f\u00fcr die Regiowind und die B\u00fcrger, die den Energiewandel beschleunigen wollen, ein zukunftstr\u00e4chtigerer Weg, als vor Gericht zu streiten.<br \/>\n28.11.2012, Manfred Westermayer, Gundelfigen<\/p>\n<p><strong>Der flaue Wind macht m\u00e4chtig \u00c4rger<\/strong><br \/>\nvon J\u00f6rg Buteweg vom 17.11.2012 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-3\/anleger-klagen-gegen-freiburger-windkraft-gesellschaft--65740428.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-3\/anleger-klagen-gegen-freiburger-windkraft-gesellschaft&#8211;65740428.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Konzerne wie kleine EE-Erzeuger<\/strong><br \/>\nMit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit halte ich f\u00fcr mich fest und freue mich \u00fcber Unterst\u00fctzung wie Widerlegung:<br \/>\n1. Erneuerbare Energie ist notwendig! Ihr derzeitiger Hype ist weniger Folge von Einsicht als von der M\u00f6glichkeit, Subventionen einzufahren.<br \/>\n2. Ihre ungeplant und unreguliert aufwachsende Bereitstellung erfolgt zu oft am falschen Ort und zur falschen Zeit, die Erl\u00f6se erreichen aber die richtigen Konten.<br \/>\n3. Es gibt moralisch wenig Grund, auf Konzerne rumzuhacken, so lange EE-Erzeuger es im Kleinen genauso Risiko bejahend, Gewinne sichernd treiben. Zitat: Gottlob, Sie sind nur in eigentlich beherrschbare Technologie involviert.<br \/>\n4. Himmelschreiend der staatlichen R\u00fcckzug aus Daseinsvorsorgungen. Statt Energie, ohne die sich nicht mal ein Telefon meldet, als \u00f6ffentliche, gemeinn\u00fctzige Aufgabe anzusehen und wahrzunehmen, wird dieser Reibach sichernde Bereich \u00fcbers EEG privatisiert. Tots\u00fcnde von Gr\u00fcnen, SPD (leider auch) und EU.<br \/>\n5. Am Beispiel Freiburg mit seinen schw\u00e4chelnden Windr\u00e4dern wird deutlich: Legionen von Stromkunden zahlen eingetriebenerweise ihre EEG-Umlage, damit wie dort im Regelfall bei 512 Investoren die Kasse stimmt. Ja, geht&#8217;s noch \u00e4rger?<br \/>\n6. Ja! Unter der \u00c4gide von B\u00fcrgermeister, Landrat und Ministerin ruinierte eine r\u00fccksichtslos betriebene museale kaputte Anlage wissend wie willentlich meine Gesundheit, dem \u00a7 25 BImSchG zum Trotz. 5,1 vergleichbare Schwangerschaften lang. Daf\u00fcr auch noch eine Umlage entrichten zu m\u00fcssen, ist &#8211; schlichtweg pervers.<br \/>\nHeinrich Franzen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #444444;\">&#8222;Wer Kommanditisten wirbt und dabei &#8222;warnt&#8220; die begrenzte Geld-Einlage k\u00f6nne im Falle einer Verstrahlung S\u00fcdbadens durch Fessenheim beeintr\u00e4chtigt werden, w\u00e4hrend der politische Kooperateur unbeeindruckt davon Hauspl\u00e4tze verkauft und den Wohnwert der Stadt Kenzingen preist, hat schon eine mir fremde Werteordnung.&#8220; Wenn das tats\u00e4chlich stimmt, da\u00df diese gesch\u00e4ftst\u00fcchtigen Herrschaften mit dem Schreckgespenst &#8222;Fessenheim&#8220; die Leute \u00fcber den \u00d6ko-Tisch ziehen, w\u00e4re das schon ein starkes St\u00fcck. Aber man sieht eben: Das Klischee &#8222;Fessenheim&#8220; wie Fukushima ist ein prima Verkaufsargument f\u00fcr die \u00d6ko-Sparte, auf das die Gl\u00e4ubigen pawlowisch reinfallen.\u00a0 Und nat\u00fcrlich auch auf die Klischees und Worth\u00fclsen des \u00d6ko-Speak, wie in den Hochglanzprospekten der \u00d6kostromgruppe Freiburg (da b\u00fcrgt schon der Name f\u00fcr edles Tun): &#8222;Klima&#8220;, &#8222;Umwelt&#8220;, &#8222;B\u00fcrgerbeteiligung&#8220;, &#8222;regionale Wertsch\u00f6pfung&#8220;, &#8222;Arbeitspl\u00e4tze&#8220; sind die f\u00fcr den \u00d6ko-Fan unwiderstehlich positiv besetzten Lockw\u00f6rter: &#8222;Als professioneller Projektierer, Planer und Anbieter von B\u00fcrgerbeteiligungen wollen wir Klima und Umwelt sch\u00fctzen, die regionale Wertsch\u00f6pfung erh\u00f6hen und Arbeitspl\u00e4tze schaffen.&#8220; Aber nat\u00fcrlich besonders wichtig f\u00fcr den \u00d6ko-Beseelten: &#8222;&#8230; Realistische Rentabilit\u00e4tsrechnungen, professionelle Planung und zeitnahe Umsetzung sichern eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Wirtschaftlichkeit der Beteiligungsprojekte.&#8220; <a href=\"https:\/\/www.oekostrom-freiburg.de\/index.php?id=53\" target=\"_blank\">https:\/\/www.oekostrom-freiburg.de\/index.php?id=53<\/a><br \/>\nTja, Geld und gutes Gewissen zugleich, wer kann da widerstehen. Klappt dann aber nicht unbedingt, wie man hier sieht&#8230;<br \/>\n17.11.2012 und 10.11.2012,\u00a0Heinrich Franzen<br \/>\n<\/span><br \/>\n<strong>Mitwirkung ist nicht erw\u00fcnscht<br \/>\n<\/strong>Nachdem die BZ in letzter Zeit mehrfach kritische Artikel zu den Missst\u00e4nden in der Windenergie-Branche ver\u00f6ffentlicht hat, folgte nun der \u00fcberf\u00e4llige Beitrag \u00fcber die Anlagen in Freiburg. Leider hat die Redaktion die Gelegenheit vers\u00e4umt, hier ebenfalls kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Ihre Recherche beschr\u00e4nkte sich auf ein Interview mit Herrn Markowsky, der als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sich selbstredend mit Kritik an seinen Windparks zur\u00fcckh\u00e4lt. Mein Mann und ich haben vor Jahren auch aus ideellen Gr\u00fcnden in die Anlage investiert. Dass die Freiburger Anlagen nicht die besten aller Windparks sind, wussten wir. Dass die Prognosen so schlecht waren, nicht. Unzufrieden sind wir aber nicht nur \u00fcber den mangelnden Wind, sondern auch \u00fcber die Art, wie die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung agiert. Es ist zwar richtig, dass es drei Mal Aussch\u00fcttungen gab und vier Mal nicht. Dass dies in der Summe aber nur zehn Prozent statt prognostizierter 48 Prozent waren, schreiben Sie nicht, solche Zahlen sehen nat\u00fcrlich viel schlechter aus. Dass Herr Markowsky mit Sch\u00e4tzungen daneben liegt, haben die Windprognosen gezeigt. Mindestens so daneben liegt er auch mit der Sch\u00e4tzung der Anzahl von unzufriedenen Kommanditisten, die er mit zwei Prozent angibt. Selbst mit 20 Prozent d\u00fcrfte er hier noch deutlich zu niedrig liegen. Ungepr\u00fcft wird im Kommentar auch die Einsch\u00e4tzung von Herr Markowsky \u00fcbernommen, dass die Anleger ihr Geld zur\u00fcckbekommen werden. Kein Wort davon, dass er die prognostizierten Aussch\u00fcttungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre bereits verplant hat und die Anleger eventuell noch weitere Jahre warten m\u00fcssen, wenn sie denn \u00fcberhaupt jemals Aussch\u00fcttungen bekommen. Auch kein Wort dar\u00fcber, dass der Park so gerne als &#8222;B\u00fcrgerpark&#8220; dargestellt wird, dass aber eine Mitwirkung der Beteiligten in Form eines Beirates von der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung nicht gew\u00fcnscht wird. Ich h\u00e4tte mir eine kritischere Berichterstattung gew\u00fcnscht \u2013 und dass man endlich aufh\u00f6rt, die Meinungshoheit \u00fcber das Thema Windenergie in Freiburg und der Regio ausschlie\u00dflich Herrn Markowsky zu \u00fcberlassen.<br \/>\n1.10.2012, Dr. Claudia Hornung, Freiburg<\/p>\n<p>Leserbrief zum Artikel &#8222;Windr\u00e4der liegen weiter unter Plan&#8220; (BZ vom 18. September).<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass der Windertrag im Jahr 2011 um 29 Prozent unter der Prognose lag, \u00fcberrascht mich nicht. Bei Gemeinderatssitzungen habe ich immer wieder die Gelegenheit, die vorausgesagten Windmittelwerte mit den tats\u00e4chlichen zu vergleichen. 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