{"id":16314,"date":"2012-11-27T11:12:43","date_gmt":"2012-11-27T10:12:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=16314"},"modified":"2012-11-27T11:14:55","modified_gmt":"2012-11-27T10:14:55","slug":"60-nistkaesten-mooswald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/60-nistkaesten-mooswald\/","title":{"rendered":"60 Nistkaesten &#8211; Mooswald"},"content":{"rendered":"<p>Der <a title=\"Vereine\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/\">B\u00fcrgerverein<\/a> Freiburg-Mooswald macht der Stadtteil-Natur aus Anlass seines 60-j\u00e4hrigen Bestehens ein besonderes Geschenk: 55\u2005<a title=\"Vogel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/vogel\/\">Vogel<\/a>&#8211; und f\u00fcnf Fledermausk\u00e4sten im Gesamtwert von rund 1600 Euro wurden aus der Vereinskasse finanziert und am Samstagvormittag rund um den <a title=\"Seepark\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/seepark\/\">Fl\u00fcckigersee<\/a> aufgeh\u00e4ngt. Etwa 30 Stadtteil-Bewohner beteiligten sich an der zweist\u00fcndigen Aktion, die vom Garten- und Tiefbauamt fachlich begleitet und durch Arbeitsmittel wie Handschuhe und Warnwesten unterst\u00fctzt wurde.<!--more--><\/p>\n<p>&#8222;So viele Nisthilfen wie Vereinsjahre sollten es sein&#8220;, erl\u00e4uterte B\u00fcrgervereins-Vorsitzender Horst Bergamelli die der Aktion zugrunde liegende Idee. Bei der Stadt stie\u00df der Vorstand mit diesem Vorschlag auf offene Ohren: &#8222;Wohnungsnot herrscht in Freiburg n\u00e4mlich nicht nur f\u00fcr Menschen, sondern auch f\u00fcr V\u00f6gel&#8220;, betonte Monika Borodko-Schmidt vom Garten- und Tiefbauamt. W\u00e4hrend es im Seepark-Gel\u00e4nde ein gutes Nahrungsangebot gebe, seien H\u00f6hlenquartiere dort Mangelware. Die neuen Nisthilfen k\u00f6nnten jedoch nicht nur von rund einem Dutzend Vogelarten wie Kohlmeise, Kleiber und Gartenrotschwanz genutzt werden, sondern auch von Flederm\u00e4usen, Insekten und Siebenschl\u00e4fern \u2013 entweder zur Brut oder als Schlaf- und Winterquartier. Damit die Nistk\u00e4sten gut angenommen werden, musste sie an geeigneten Stellen aufgeh\u00e4ngt werden. Um diese ausfindig zu machen, waren einige Vor\u00fcberlegungen n\u00f6tig: Unter anderem erkundigte man sich bei der \u00d6kostation, welche Vogelarten im Seepark vorkommen und was f\u00fcr Vorlieben sie haben \u2013 Zaunk\u00f6nige zum Beispiel br\u00fcten gerne in dichtem Buschwerk. Auch die Baumarten spielten bei der Auswahl der \u00d6rtlichkeiten eine Rolle. So wurden bei der Kastanienallee besonders viele Meisenk\u00e4sten angebracht. &#8222;Ein Meisenpaar samt Nachkommen vertilgt n\u00e4mlich bis zu 70 000 Raupen&#8220;, so Borodko-Schmidt. Und bekanntlich seien die Rosskastanien ja sehr von der Miniermotte und deren Raupen geplagt.<br \/>\nDen Mitwirkenden blieb aber noch viel eigener Handlungsspielraum: Vorgegeben waren n\u00e4mlich lediglich sechs gr\u00f6\u00dfere Bezirke, innerhalb derer die einzelnen B\u00e4ume dann selbst ausgesucht werden konnten. Dass die &#8222;Wohnungsnot&#8220; f\u00fcr V\u00f6gel tats\u00e4chlich gro\u00df ist, erlebten manche Helfer noch w\u00e4hrend der Arbeit: &#8222;Kaum hing der Kasten, war auch schon eine Kohlmeiste da&#8220;, lautete etwa die Beobachtung von Werner K\u00e4stle. Wie alle anderen verwendete der 80-j\u00e4hrige Naturliebhaber zum Anbringen der Nistk\u00e4sten baumschonende Aluminium-N\u00e4gel und achtete zudem auf die Ausrichtung der \u00d6ffnungen: Diese sollen n\u00e4mlich nach S\u00fcdosten zeigen, damit sie weder der Wetterseite noch der prallen Sonne ausgesetzt sind.<br \/>\nAuch die kleinen Helfer kamen am Wochenende auf ihre Kosten: Zwar war es ihnen aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht erlaubt, die Leitern selbst zu besteigen. Daf\u00fcr konnten sie aber die Nisthilfen zu den B\u00e4umen tragen und den Erwachsenen Hilfestellung leisten. &#8222;Das hat mir Spa\u00df gemacht&#8220;, meinte beispielsweise der sechsj\u00e4hrige Lukas Schmidt.<br \/>\nF\u00fcr ihn und die anderen Kinder gab es noch ein ganz besonderes Angebot: Au\u00dfer den 60 am Samstag aufgeh\u00e4ngten K\u00e4sten hatte der B\u00fcrgerverein n\u00e4mlich 15 weitere Nisthilfen zum Selberbauen im Wert von 150 Euro spendiert. Diese wurden am Sonntagnachmittag in der \u00d6kostation montiert und durften anschlie\u00dfend mit nach Hause genommen werden. Umweltb\u00fcrgermeisterin Gerda Stuchlik (Gr\u00fcne) gratulierte den Verantwortlichen des B\u00fcrgervereins zum 60-j\u00e4hrigen Bestehen und bedankte sich f\u00fcr ihren gro\u00dfen Einsatz. &#8222;Sie engagieren sich sozial, aber auch f\u00fcr die Natur&#8220;, betonte die Dezernentin, die nicht nur ein Gru\u00dfwort hielt, sondern auch selbst mit anpackte \u2013 passend zum Projekt &#8222;Freiburg packt an&#8220;. Nach getaner Arbeit lud Horst Bergamelli alle Helfer zu einer Kartoffelsuppe ins Fritz-H\u00fcttinger-Haus ein.<br \/>\n27.11.2012, Andreas Braun<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der B\u00fcrgerverein Freiburg-Mooswald macht der Stadtteil-Natur aus Anlass seines 60-j\u00e4hrigen Bestehens ein besonderes Geschenk: 55\u2005Vogel&#8211; und f\u00fcnf Fledermausk\u00e4sten im Gesamtwert von rund 1600 Euro wurden aus der Vereinskasse finanziert und am Samstagvormittag rund um den Fl\u00fcckigersee aufgeh\u00e4ngt. 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