{"id":15601,"date":"2012-11-16T13:49:44","date_gmt":"2012-11-16T12:49:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=15601"},"modified":"2012-11-16T13:49:44","modified_gmt":"2012-11-16T12:49:44","slug":"tras-fessenheim-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tras-fessenheim-schliessen\/","title":{"rendered":"TRAS: Fessenheim schliessen"},"content":{"rendered":"<p>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Hollande hat Mitte September die Schliessung des <a title=\"AKW\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/\">AKW Fessenheim <\/a>bis Ende 2016 angek\u00fcndigt. Anfangs Oktober hat\u00a0Premierminister Jean-Marc Ayrault diesen Entscheid best\u00e4tigt und\u00a0 bekanntgegeben, dass eine qualifizierte Pers\u00f6nlichkeit mit der Aufgabe betraut werden soll, die vorzeitige Schliessung unter \u00f6konomisch, technisch und sozial akzeptablen Bedingungen durchzuf\u00fchren. Seit diesen<br \/>\nAnk\u00fcndigungen wird TRAS vermehrt mit der Frage konfrontiert, <!--more-->ob sich damit die Anstrengungen f\u00fcr eine Schliessung von Fessenheim erledigt h\u00e4tten, ob der Verband seinen Zweck erf\u00fcllt habe. TRAS sieht sich durch<br \/>\ndie Ank\u00fcndigung von Pr\u00e4sident Hollande in seinem Kampf gegen Fessenheim best\u00e4rkt, f\u00fchrt aber die Klagen auf Stilllegung des Werks weiter, wie TRAS-Pr\u00e4sident J\u00fcrg St\u00f6cklin in einem Brief an die Mitglieder festh\u00e4lt. Zwar sei es tats\u00e4chlich das erste Mal, dass ein franz\u00f6sischer Pr\u00e4sident die Stilllegung von Fessenheim ank\u00fcndige, schreibt St\u00f6cklin, die Schliessung solle allerdings erst 2016 auf das Ende seiner ersten Amtsperiode fallen. Das sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung. \u00abVon einer tats\u00e4chlichen Schliessung sind wir jedoch noch weit entfernt\u00bb, so St\u00f6cklin.<\/p>\n<p>Der Brief betont, dass der Einsatz einer ganzen Region Wirkung zeigt: \u00abDie jahrzehntelange Arbeit am Oberrhein von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, von St\u00e4dten und Gemeinden und nicht zuletzt von TRAS hat massgeblich zur Ank\u00fcndigung von Pr\u00e4sident Hollande beigetragen und wir d\u00fcrfen mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen, dass erstmals auch in Frankreich der Anteil des Atomstroms an der Stromerzeugung gesenkt werden soll, schrittweise von ca. 80 auf 50 Prozent.\u00bb<br \/>\nEbenso klar sei allerdings, \u00abdass die Ank\u00fcndigung der Schliessung von\u00a0Fessenheim noch keine grunds\u00e4tzliche Abkehr von der Atomenergie bedeutet. Die EDF beabsichtigt nach wie vor, in Fessenheim alle jene Investitionen in dreistelliger Millionenh\u00f6he zu t\u00e4tigen, die es erm\u00f6glichen, das AKW aus ihrer Sicht f\u00fcr Jahre oder Jahrzehnte \u201esicher\u201c weiter zu betreiben.\u00bb Deshalb sei damit zu rechnen, dass die angek\u00fcndigte Schliessung von Seiten der Betreiber nicht ohne Widerstand akzeptiert wird. Weiter schreibt St\u00f6cklin:*\u00abF\u00fcr den Vorstand von TRAS ist also klar, dass<br \/>\ndie Ank\u00fcndigung einer Stilllegung per Ende 2016 noch lange nicht bedeutet, dass das Werk tats\u00e4chlich geschlossen wird.* *Wir betrachten es als unsere Aufgabe, weiterhin vor der grossen Gef\u00e4hrdung von Mensch und Umwelt zu warnen, die von diesem AKW ausgeht. Unter diesem Gesichtspunkt kommt eine Schliessung erst im Jahr 2016 viel zu sp\u00e4t.\u00bb<br \/>\nTRAS h\u00e4lt deshalb erstens an der Forderung nach einer sofortigen Schliessung von Fessenheim fest und wird zweitens die beiden laufenden Klageverfahren in Frankreich f\u00fcr die definitive Schliessung (Berufungsverfahren in Nancy) und f\u00fcr eine sofortige Stilllegung (Klage vor dem Conseil d\u2019Etat) weiterf\u00fchren. Drittens schliesslich m\u00fcssen die Proteste gegen den weiteren Betrieb von Fessenheim weitergehen und der politische Druck muss aufrechterhalten werden. Vom franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten verlangt TRAS, dass der Entscheid zur Stilllegung von Fessenheim technisch so gestaltet wird, dass er f\u00fcr einen Nachfolger unumkehrbar ist. Das bedeutet: \u00b7Dass die Brennst\u00e4be aus dem Reaktor entfernt und die K\u00fchlsysteme des\u00a0Reaktors noch in der Amtszeit von Hollande abgerissen werden. Dass die Arbeitsplatzsicherheit in Fessenheim und in der Region durch energiewirtschaftliche Massnahmen (R\u00fcckbau des Werks und Aufbau von erneuerbaren Energien) gew\u00e4hrleistet wird.<br \/>\nAus Gr\u00fcnden der Sicherheit kommt TRAS nicht umhin zu fordern, dass die von den franz\u00f6sischen Sicherheitsbeh\u00f6rden verlangten Nachr\u00fcstungen so get\u00e4tigt werden, dass sie zu einer echten Verbesserung der Sicherheit f\u00fchren, solange das Werk in Betrieb steht.<br \/>\nDiesbez\u00fcglich erachten wir insbesondere die von der EDF geplante Verst\u00e4rkung der Bodenplatte als dilettantisch und unwirksam. TRAS wird dagegen notfalls auch mit juristischen Mitteln opponieren.<br \/>\nSomit ist klar, dass TRAS seine vordringlichste Zielsetzung, die definitive Stilllegung von Fessenheim, noch nicht erreicht hat. TRAS bittet deshalb alle Mitglieder und Mitgliedsgemeinden und St\u00e4dte, den Verein beim Klageverfahren in Frankreich weiterhin politisch und finanziell zu unterst\u00fctzen. Es w\u00e4re falsch, jetzt mit den Anstrengungen nachzulassen, weil wir dem Ziel einen Schritt n\u00e4her gekommen sind.<\/p>\n<p>Trinationaler Atomschutzverband TRAS<br \/>\nJ\u00fcrg St\u00f6cklin Pr\u00e4sident TRAS\/ATPN, Tel +41 (0)61 267 35 01 Mobile +41 (0)79 817 57 33<br \/>\nRudolf Rechsteiner Vize-Pr\u00e4sident, B\u00fcro +41 (0)61 22 22 478\u00a0 Handy +41 (0)79 785 71 82<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Hollande hat Mitte September die Schliessung des AKW Fessenheim bis Ende 2016 angek\u00fcndigt. 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