{"id":152923,"date":"2026-08-20T20:12:37","date_gmt":"2026-08-20T18:12:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=152923"},"modified":"2026-08-20T20:44:32","modified_gmt":"2026-08-20T18:44:32","slug":"bildung-azubi-out-student-in","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung-azubi-out-student-in\/","title":{"rendered":"Bildung: Azubi OUT &#8211; Student IN"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Die Pseudoakademisierung erschl\u00e4gt die Berufsbildung&#8220; &#8211; so \u00fcberschreibt Josef Kraus die anhaltende Schieflage. Die jungen Leute studieren lieber, als da\u00df sie eine berufliche Bildung im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/duale-bildung\/\">dualen System<\/a> (Betrieb und Schule) auf sich nehmen.\u00a0 Kurz: Azubi OUT und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/student\/\">Student<\/a> IN. Oder <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/duale-bildung\/facharbeiter\/\">Facharbeiter<\/a> OUT und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/akademikerschwemme\/\">Akademiker<\/a> IN.<!--more--><\/p>\n<p>Die Geburtenrate nimmt von 1,39 Millionen im Jahr 1964 \u00fcber 905.000 in 1990 auf 654.000 in 2025 ab. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.<br \/>\nDie Fr\u00fchverrentung mit 63 Jahren bleibt bestehen, obwohl ab jetzt die Millionen der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/babyboom\/\">Babyboomer-Generation<\/a>\u00a0 in Rente gehen werden.<br \/>\n288.00 gut ausgebildete junge Deutsche, darunter 75% mit Hochschulabschlu\u00df, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/auswanderung\/\">wandern<\/a> in 2025 in L\u00e4nder aus, in denen vom brutto mehr netto bleibt. Dieser Aderla\u00df wird zunehmen.<br \/>\nGleichzeitig wandern weiterhin jedes Jahr fast ausschlie\u00dflich <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsprekariat\/\">ungebildete<\/a> Migranten aus zumeist <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/islam-oder-islamismus\/\">islam-gepr\u00e4gten<\/a> L\u00e4ndern zu hunderttausenden nach Deutschland ein.<br \/>\n.<br \/>\nFr\u00fcher waren Berufsausbildung im dualen System Betrieb-Schule und Studium an <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/hochschulen-links\/\">Hochschulen<\/a> mal fifty-fifty die &#8222;Herzkammern der Bildungsnation Deutschland. Aber diese Herzkammern harmonieren nicht mehr. Die Herzkammer Abitur hypertrophiert, die Herzkammer Berufsbildung atrophiert&#8220; (1).<\/p>\n<p><em><strong>In 2025 stehen nur 461.000 Azubis den 2,88 Millionen Studenten gegen\u00fcber.<\/strong> <\/em>Mit fatalen Folgen: Einerseits wird der Fachkr\u00e4ftemangel in Industrie und Handwerk\u00a0 immer gravierender. Auch \u00fcber die Migration konnten bislang kaum Facharbeiter generiert werden, da die meisten Migranten dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsprekariat\/\">Bildungsprekariat<\/a> zugeh\u00f6ren und der Versorgung anheimfallen. Auf der anderen Seite wird am Arbeitsmarkt vorbei studiert: Naturwissenschaftler, Ingenieure, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/mathematik\/\">Mathematiker<\/a>, \u00c4rzte und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/informatik\/\">Informatiker<\/a> fehlen. Dagegen sind die vermeintlich &#8222;leichten&#8220; Geisteswissenschaften oftmals \u00fcberlaufen bzw. es werden immer neue Studieng\u00e4nge geschaffen &#8211;\u00a0 auf Anforderung von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/ngo-komplex\/\">NGO-Komplex<\/a> und Politik. In Deutschland gibt es mehr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/gender\/\">Gender<\/a>-Lehrst\u00fchle als Lehrst\u00fchle f\u00fcr experimentelle Physik. Die arbeitsmarktwidrige Pseudoakademisierung w\u00e4chst und w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Zu dem Mi\u00dfverh\u00e4ltnis von Berufsausbildung und Studium hinzu kommt das Kollabieren des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/schulbildung\/\">Schulsystems<\/a>: <em><strong>640.000 Jugendliche verlassen die Schulen ohne Schulabschu\u00dfzeugnis.<\/strong><\/em> Das hei\u00dft 13,3 Prozent eines Jahrgangs erhalten nur ein Schulabgangspapier, das ihnen bescheinigt, die ihrem Alter entsprechende Bildung nicht erreicht zu haben &#8211; ein katastrophales Zeichen in zweierlei Hinsicht:<br \/>\nZum einen f\u00fcr den Staat, der einerseits <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/schulpflicht\/\">Schulpflicht<\/a> fordert und andererseits seinen Bildungsauftrag nicht mehr erf\u00fcllt.<br \/>\nZum anderen f\u00fcr die jungen Menschen, denen so der Weg in Prekariat, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/kriminalstatistik\/\">Kriminalit\u00e4t<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-hoffnung\/\">Perspektivlosigkeit<\/a> vorgezeichnet wird. Die Jugendlichen selbst k\u00f6nnen nichts daf\u00fcr, es ist das Versagen von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildung-integration\/\">Bildungspolitikern<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/experten\/\">-experten<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/ideologiestaat\/\">Staat<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\nNach Azubis, Studenten und Sch\u00fclern nun zu den jungen Menschen, die nach Schule oder Schulabbruch herumgammeln und in der NEET-Quote erfasst werden: \u201eNot in Employment, Education or Training\u201d f\u00fcr &#8222;Nicht in Ausbildung, Weiterbildung oder Besch\u00e4ftigung&#8220;. Die NEET-Quote ist von 8,8 Prozent in 2022 auf 10 Prozent in 2025 gestiegen. F\u00fcr 2026 wird eine weitere Zunahme erwartet.<br \/>\nEin Grund hierf\u00fcr mag der fehlende <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/leistung\/\">Leistungsanreiz<\/a> sein: Arbeit lohnt nicht bei einem Mindestlohn, der von 8,50 Euro in 2015 auf 13,90 Euro in 2025 und 14,60 Euro in 2027 steigt. &#8222;Ein solcher Mindestlohn behindert Bildungsambitionen, denn er verhilft Ungelernten \u2013 zumal mit Migrationshintergrund \u2013 zu einem Monatseinkommen von \u00fcber 2200 Euro. Das ist das Doppelte dessen, was ein Auszubildender bekommt, und somit ein Motiv, anstelle einer Ausbildung eine Hilfsarbeit zu w\u00e4hlen&#8220; (1).<br \/>\nZum Mindestlohn kommt noch das B\u00fcrgergeld bzw. die Grundsicherung hinzu, die die NEET-Quote wachsen lassen wird.<br \/>\n20.8.2026<br \/>\nDieser Beitrag ist ohne Zuhilfenahme von KI geschrieben worden.<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Bildung: Azubi OUT &#8211; Student IN&#8220;<br \/>\n==============================================================<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Schieflagen: Die Pseudoakademisierung erschl\u00e4gt die Berufsbildung<\/strong><br \/>\n<strong>Die Arbeit tun die anderen<\/strong><br \/>\nDie Bildungsmisere wirkt sich fatal auf die deutsche Wirtschaft und Zukunftsf\u00e4higkeit aus: Auszubildende fehlen, an den Unis sammeln sich Studenten, die f\u00fcr eine akademische Laufbahn nicht geeignet sind \u2013 und immer mehr junge Menschen befinden sich weder in Ausbildung noch in Besch\u00e4ftigung.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Herzkammer Abitur hypertrophiert, die Herzkammer Berufsbildung atrophiert. Folgen sind ein Fachkr\u00e4ftemangel aufgrund des Wegbrechens der beruflichen Bildung und eine marktwidrige Pseudoakademisierung. Denn die \u201eStudierberechtigtenquote\u201c (inkl. Fachhochschulreife) ist im bundesweiten Schnitt auf 50 Prozent gestiegen, in den Stadtstaaten auf bis zu 60 Prozent. In konkreten Zahlen: Im Jahr 2025 gab es in Deutschland 2,88 Millionen Studenten, aber nur 461.000 \u201eAzubis\u201c, zugleich in diesem Jahr einen neuen H\u00f6chststand an Schulabg\u00e4ngern ohne Schulabschluss: n\u00e4mlich rund 64.000 bzw. 13,3 Prozent aller Schulabg\u00e4nger.<br \/>\nDiese planwirtschaftlich anmutende, politisch gewollte oder klammheimlich akzeptierte Verzerrung von Quoten ging damit einher, dass die Abituranspr\u00fcche heruntergefahren wurden. Quote statt Qualit\u00e4t ist gef\u00e4lligkeitspopulistisch angesagt. Ohne R\u00fccksicht darauf, dass sich Qualit\u00e4t und Quote reziprok verhalten. Von einem \u201eAbitur light\u201c und einem \u201eDiscount-Abitur\u201c war bald die Rede.<br \/>\nDas Abitur ist auch immer seltener ein Attest f\u00fcr Studierbef\u00e4higung, sondern allenfalls f\u00fcr Studierberechtigung. Die Hochschulen wissen ein Lied davon zu singen. Dort werden Liftkurse angeboten, damit die Studienanf\u00e4nger beigebracht bekommen, was sie aus der Schule h\u00e4tten mitbringen sollen. Zudem tummeln sich zu viele Studenten in Studienf\u00e4chern, die wie Pilze aus dem Boden schie\u00dfen, aber volkswirtschaftlich nichts bringen: \u201eWoke\u201c F\u00e4cher wie \u201eGender\u201c, \u201eDiversity\u201c, \u201eInklusion\u201c, \u201eAnti-Kolonialismus\u201c usw. Deren Absolventen finden allenfalls Besch\u00e4ftigungen im \u00f6ffentlichen Dienst oder in staatlich alimentierten NGOs.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nFehlanreiz Mindestlohn?<br \/>\nNeben mangelnder Bildung, aber auch mangelnder Motivation und Sinnstiftung, aufgrund derer viele junge Menschen in Perspektivlosigkeit und Unt\u00e4tigkeit verharren, ist ein weiteres Problem, dass bereits bei den Jungen das Prinzip greift, dass sich Leistung und Einsatz nicht lohnen: So wurde der Mindestlohn in den vergangenen zehn Jahren rasant erh\u00f6ht, von 8,50 Euro bei seiner Einf\u00fchrung 2015 auf mittlerweile 13,90 Euro. F\u00fcr 2027 ist ein weiterer Anstieg auf 14,60 Euro geplant.<br \/>\nEin solcher Mindestlohn behindert Bildungsambitionen, denn er verhilft Ungelernten \u2013 zumal mit Migrationshintergrund \u2013 zu einem Monatseinkommen von \u00fcber 2200 Euro. Das ist das Doppelte dessen, was ein Auszubildender bekommt, und somit ein Motiv, anstelle einer Ausbildung eine Hilfsarbeit zu w\u00e4hlen. Wie an so vielen Stellen in der Bundesrepublik sorgen derlei Fehlanreize und Fehlsteuerung daf\u00fcr, dass ein einst erfolgreiches System immer dysfunktionaler wird.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.8.2026 von Josef Kraus bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/pseudoakademisierung-erschlaegt-berufsbildung\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/pseudoakademisierung-erschlaegt-berufsbildung\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDem zugrunde liegt linke Ideologie, die Menschen nicht als Individuen wahrnimmt, unterstellt sie seien austauschbar.<br \/>\nGem\u00e4\u00df dieser Ideologie ist nicht Talent ausschlaggebend, sondern nur \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse. Die Ungleichheit zwischen Universit\u00e4tsabsolventen und Menschen mit Hauptschulabschluss l\u00e4sst sich dann beheben indem man letzterem ein Abitur in die Hand dr\u00fcckt und ihn auf die Uni schickt. Dass diese Person mit einer Berufsausbildung ein produktiveres, erf\u00fcllteres, besseres Leben gehabt h\u00e4tte als mit einem wertlosen akademischen Titel kommt den Champagner-Kommunisten nicht in den Sinn, schlie\u00dflich haben viele von ihnen selbst solche Titel, inhaltlich belanglos, aber sie haben die Uni zur \u201eVernetzung\u201c und als Sprungbrett in die Politik genutzt. Yeager<br \/>\n.<br \/>\nDen gr\u00f6\u00dften Fehlanreiz bietet doch die Wirtschaft selbst. Das Durchschnittsgehalt eines Dachdeckers liegt bei 38.000 Euro. Das Durchschnittsgehalt eines Absoleventen in Philosophie liegt bei 52.000 Euro. Und so zieht sich das leider durch, das sage ich selbst als jemand der eine Ausbildung als Fachinformatiker und ein Studium in Informatik abgeschlossen hat. Ohne das Studium h\u00e4tte ich meinen jetzigen Job und auch dieses Gehalt nicht. Der Witz daran? Ich mache kaum etwas aus dem Studium als eigentlich nur das, was ich auch in der Ausbildung gelernt habe. Wer in den \u00f6ffentlichen Dienst will hat genau das gleiche Problem. Abschluss Ausbildung? Wenig. Abschluss Bachelor? Mehr. Abschluss Master? Noch einmal mehr. Dabei hat all das nicht das Geringste mit dem K\u00f6nnen zu tun sondern das ist rein der Titel. Wer soll es jungen Menschen verdenken, wenn sie nur \u00f6konomisch denken und dementsprechend handeln? Stefan Tanzer<br \/>\n.<br \/>\nDass deutsche Abschl\u00fcsse nichts mehr wert sind, weil 60 % eines Jahrgangs studieren, obwohl 50 % der Bev\u00f6lkerung nach Gau\u00dfverteilung im zweistelligen IQ-Bereich liegen und mehr Menschen durch den theoretischen F\u00fchrerscheintest fallen als durchs Studium, wissen am Besten die gro\u00dfen Unternehmen. Alle meine Bewerbungen bei Airbus, Lufthansa, Bundeswehr und Co. haben zu ausgiebigen Assessments und Online-IQ-Tests (obwohl nicht so benannt) gef\u00fchrt.<br \/>\nWozu muss denn ein 1er MINT-Absolvent nochmal getestet werden, ob er denn wei\u00df, wieso ein Flugzeug fliegt, wie Radar funktioniert oder einen Aufsatz schreiben wie ein 10.-Kl\u00e4ssler? Das geht nur, wenn die Abschl\u00fcsse alleine nicht mehr reichen, also gar nicht mehr ernstgenommen werden, weil sich offensichtlich lauter 1er MINTler bewerben, die das alles dann gar nicht k\u00f6nnen und wissen. Wittenstein<br \/>\n.<br \/>\nDie Fehlentwicklung begann vermutlich mit einer Ministerin Schavan in BW, eine Frau mit einem Fake-Doktor in einem nicht-MINT-Fach; Der Bologna-Prozess begann; aus der forcierten akademischen Ausbildung wurden Gender etc. und besonders Politologen und Soziologen (siehe TU Chemnitz!) inkl. Asyl-Faschismus-Gender-Inklusion Ged\u00f6ns. Was fr\u00fcher die Lehrer im Bundestag waren (Graf Lambsdorff), sind jetzt die Bachelors in Politologie\/Soziologie; Minderleister, die uns regieren und viel Geld kosten. derostenistrot<br \/>\n.<br \/>\nDer Anteil junger Menschen zwischen 20 und 24 Jahren, die nicht in Ausbildung oder Besch\u00e4ftigung sind, lag im Jahr 2025 dennoch bei 10 Prozent.\u201c<br \/>\nWenn man den Bogen etwas weiterspannt und um die erg\u00e4nzt, die ihre erste Ausbildung abgeschlossen haben und trotzdem nicht arbeiten, d\u00fcrfte sich die Zahl wahrscheinlich sogar verdoppeln. Und warum ist das so? Weil es m\u00f6glich ist. Es ist m\u00f6glich in Deutschland, keine Lust zum Arbeiten zu haben und trotzdem grundversorgt zu sein. Ob sich das seit Juli ge\u00e4ndert hat, seitdem das B\u00fcrgergeld zur Grundsicherung wurde und strengere Sanktionen angek\u00fcndigt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls war es bisher problemlos m\u00f6glich, dass ein erwachsenes Kind nach Ausbildungsabschluss weiterhin und jahrelang, \u00fcber das 30. Lebensjahr hinaus, in der elterlichen Wohnung wohnt und bei Glaubhaftmachung getrennter Kassen B\u00fcrgergeld und Wohngeldzuschuss erh\u00e4lt. Praktisch auch f\u00fcr den dort wohnenden Elternteil, der dadurch Miete spart. (Zum Dank daf\u00fcr beteiligt sich das gro\u00df gewordene Kind auch nicht an den regelm\u00e4\u00dfig anstehenden Reinigungsarbeiten (zu anstrengend) und \u00fcberl\u00e4sst dies dem arbeitenden Elternteil. Auch Essen kochen ist Arbeit, daher Fertigessen aus der Mikrowelle\u2026) Warum arbeiten, wenn es auch ohne geht? Dass solche Sozialschmarotzer auf Kosten der Allgemeinheit leben, ist ihnen vermutlich egal.<br \/>\nWas das Bildungsniveau angeht \u2013 Inklusion, Senkung des Niveaus statt individueller F\u00f6rderung \u2013 es ist kein Wunder, dass wir da gelandet sind, wo wir jetzt sind! Chevalier<br \/>\n.<br \/>\nEs ist auch einfacher einen Irgendwas-Studienplatz (nebst Baf\u00f6g) zu bekommen, als eine gute Ausbildungsstelle, die hinterher mehr als Mindestlohn abwirft. Also mit 20 \u00fcber Umwege das (Fach-) Abi machen und dann etwas Einfaches studieren, das ist gem\u00fctlich. Minijob Brutto f\u00fcr Netto darf man zus\u00e4tzlich behalten. Und Eltern, die daf\u00fcr Alimente vom Staat beziehen, sind auch nicht abgeneigt, wenn es etwas l\u00e4nger dauert. Holger<br \/>\n.<br \/>\nDas Problem l\u00e4sst sich ganz einfach biologisch-mathematisch beschreiben. Biologisch steht fest, dass Bef\u00e4higung und Intelligenz sich nicht in einem 50-Jahres-Zeitraum \u00e4ndern \u2013 die Evolution arbeitet im Zeittakt von -zigtausend Jahren. Mathematisch gingen 15% eines Jahrgangs 1960 zur Uni, heute \u00fcber 50%. Die Differenz daraus stellt nun folgende Frage in den Raum: wohin mit 1\/3 unvermittelbarer Vollpfosten eines jeden Jahrgangs?<br \/>\nUnd ja, es gibt Antworten: Frauen-und Fahrradbeauftragte, Inhaber von Gender\/*+\u2019#:Innen-Lehrst\u00fchlen, Vorsitzendes der Gr\u00fcnen oder Linken. (Interessante Nebenfrage: wer hat uns das eingebrockt und warum?) Micci<br \/>\n.<br \/>\nNicht der Mindestlohn ist Anreiz zu Arbeit statt Ausbildung. Das B\u00fcrgergeld ist Anreiz zur H\u00e4ngematte statt Ausbildung. B\u00fcrgergeld hei\u00dft Wohnung plus Freizeit plus 560\u20ac Taschengeld. Ausbildung bedeutet 40h-Woche plus wohnen bei Mutti. Mindestlohn bedeutet 40h-Woche plus Fahrtweg und du hast keine Anspr\u00fcche gegen den Staat. Au\u00dfer du musst aufstocken\u2026 Eine Wohnung vermietet dir auch keiner. Das B\u00fcrgergeld ist der Verrat an denen, die arbeiten! Karl Renschu<br \/>\n.<br \/>\nBleibt nur noch abzuwarten, was die KI mit den Pseudoakademisierten anstellen wird. Aktuell steigt die Zahl arbeitssuchender Jungakademiker rasant. Die sagenhafte Stellenvermehrung im \u00f6ffentlichen Dienst scheint auch ihrem Ende entgegen zu gehen. Das Dogma vom Studium als Garant f\u00fcr hohes Einkommen und Jobsicherheit wankt. Boris G.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Pseudoakademisierung erschl\u00e4gt die Berufsbildung&#8220; &#8211; so \u00fcberschreibt Josef Kraus die anhaltende Schieflage. Die jungen Leute studieren lieber, als da\u00df sie eine berufliche Bildung im dualen System (Betrieb und Schule) auf sich nehmen.\u00a0 Kurz: Azubi OUT und Student IN. 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