{"id":152705,"date":"2026-08-16T09:15:54","date_gmt":"2026-08-16T07:15:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=152705"},"modified":"2026-08-16T09:21:13","modified_gmt":"2026-08-16T07:21:13","slug":"afrikahilfe-knowhow-statt-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/afrikahilfe-knowhow-statt-geld\/","title":{"rendered":"Afrikahilfe: Knowhow statt Geld"},"content":{"rendered":"<p>Die deutsche Entwicklungshilfepolitik<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/entwicklungshilfe\/\">Entwicklungshilfe<\/a> ist entweder dumm und unbeholfen, oder aber immer noch von der Leitidee gepr\u00e4gt, eine breit definierte &#8218;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/kollektivschuld\/\">deutsche Schuld<\/a>&#8218; (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/kolonialismus\/postkolonialismus\/\">Kolonialzeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/nazi\/\">3. Reich<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/identitaetspolitik\/\">Idenit\u00e4t<\/a>) durch Transfer von Millionen Euro vornehmlich nach <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zusammenarbeit\/\">Afrika<\/a> abtragen zu k\u00f6nnen, zu d\u00fcrfen bzw. zu m\u00fcssen. <!--more-->Ohne gem\u00e4\u00df dem Gebot \u201eFollow the money\u201c zu recherchieren, wozu das \u00fcppige deutsche Steuergeld verwendet wird. Auf diesen Skandal weist der Entwicklungshilfeexperte <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-helfersyndom\/\">Volker Seitz<\/a> seit seiner Zeit in Afrika seit langem hin &#8211; vergeblich.<\/p>\n<p>Braucht etwa weniger Afrika als Deutschland selbst eine &#8222;Hilfe zur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/\">Selbsthilfe<\/a>&#8220; (1)?<br \/>\nEntwicklungshilfe \u00fcber Geld oder \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/schulbildung\/\">Bildung<\/a>? L\u00e4ngst wei\u00df man, da\u00df \u201eGeld allein, ob als ausl\u00e4ndische Hilfe oder Kredit, oder als heimische Investition, die Probleme des Kontinents nicht l\u00f6sen, weil es selten mit dem institutionellen Wissen einhergehe, es sinnvoll einzusetzen, Zugang zu Geld macht niemanden zum Unternehmer, man muss zuerst Unternehmer sein\u201c &#8211; so der afrikanische Journalist Franck Zanu (2).<\/p>\n<p>Also zuallererst Bildung vermitteln, besonders Berufsbildung und Knowhow. Fr\u00fcher versuchte man , das Erfolgsmodell des deutschen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/duale-bildung\/\">dualen Systems<\/a> (Verzahnung von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/mittelstandsunternehmen\/\">Mittelstandsunternehmen<\/a> und schulischer Bildung) nach <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zukunft\/\">Afrika<\/a> zu exportieren. Aber seit die duale Bildung in D zunehmend verp\u00f6nt ist (Mittelst\u00e4ndler streben nach Gewinn, und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nullsumme-zero-sum-mindset\/\">Gewinn ist S\u00fcnde<\/a>), ist damit Schlu\u00df. Der Geldhahn alleine n\u00fctzt nichts, und wenn schon: &#8222;Es fehlen transparente Kontrollmechanismen&#8220; (3).<\/p>\n<p>J\u00fcngstes Beispiel: Bundeskanzler Merz pers\u00f6nlich hat daf\u00fcr gesorgt, da\u00df 288 Millionen Entwicklungshilfe in den Senegal flie\u00dfen, in Infrastruktur sowie Bergbau &#8211; und letztendlich bei <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/blackrock\/\">Blackrock<\/a> landen. Dabei: &#8222;Es w\u00e4re ehrlicher, wir w\u00fcrden die Kohle (gemeint ist das Geld) direkt an die Wall Street \u00fcberweisen&#8220; (4)<br \/>\n16.8.2026<br \/>\nDieser Text ist ohne KI entstanden.<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Afrikahilfe: Knowhow statt Geld&#8220;<br \/>\n==============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (4)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Ein Insider packt aus: Warum nicht die dritte Welt Entwicklungshilfe braucht, sondern wir<\/strong><br \/>\nF\u00fcnf Jahrzehnte lang war Horst Rudolf als Diplomat und Entwicklungs\u00f6konom weltweit unterwegs. Sein bitteres Fazit: Ein Drittel der Entwicklungshilfeprojekte scheitert.<br \/>\n\u00fcnf Millionen Dollar f\u00fcr ein Radieschen, Gender-Workshops f\u00fcr jordanische Ingenieurinnen und ein Wertewesten, der sich selbst f\u00fcr das Ma\u00df aller Dinge h\u00e4lt: Horst Rudolf hat fast f\u00fcnf Jahrzehnte deutsche Entwicklungspolitik von innen erlebt \u2013 als UN-Berater, Diplomat und Botschafter in Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Interview rechnet er mit Hybris, Besserwissertum und teuren Fehlschl\u00e4gen ab, erkl\u00e4rt, warum ein Drittel aller Projekte kontraproduktiv war \u2013 und warum ausgerechnet Deutschland heute selbst dringend \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c br\u00e4uchte.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.7.2026 von Florian Warweg bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ostdeutscheallgemeine.com\/article\/giz-kfw-weltbank-warum-ein-drittel-aller-entwicklungsprojekte-scheitert-ein-insider-packt-aus-10171090\">https:\/\/ostdeutscheallgemeine.com\/article\/giz-kfw-weltbank-warum-ein-drittel-aller-entwicklungsprojekte-scheitert-ein-insider-packt-aus-10171090<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) \u201eWir haben keine Nation. Wir haben St\u00e4mme\u201c &#8211; Afrika heute<\/strong><br \/>\nAfrika aus anderer Perspektive: Unsere junge Mitarbeiterin aus Lagos sprach mit Franck Zanu (Foto), einem in den USA lebenden Journalisten, Blogger und Enfant Terrible aus Benin \u2013 \u00fcber Journalismus, Geld, Korruption, Identit\u00e4t und das bis heute unabgeschlossene Kapitel von Sklaverei und Kolonialismus.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAls ich das Gespr\u00e4ch auf die aktuelle Sicherheitskrise in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/nigeria\/\">Nigeria<\/a> lenkte, widersprach Herr Zanu bereits der Fragestellung selbst. \u201eDie Worte Unsicherheit und Nigeria im selben Satz zu benutzen, ist fast so, als w\u00fcrde man Rot mit Rosen gleichsetzen\u201c, sagte er. \u201eDie beiden geh\u00f6ren einfach zusammen.\u201c Sein Argument war historisch, nicht bezogen auf die aktuelle Situation: Nigeria, so seine Sicht, habe seit der Unabh\u00e4ngigkeit 1963 nie \u00fcber ein funktionierendes Sicherheitssystem verf\u00fcgt und was sich ver\u00e4ndert habe, sei nicht das Ausma\u00df der Gewalt, sondern dessen Sichtbarkeit in der \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSeine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum die Unsicherheit im Land fortbesteht, zielt auf die Struktur des nigerianischen Staates selbst. \u201eInnerhalb Nigerias steht die Zugeh\u00f6rigkeit zur ethnischen Gruppe an erster Stelle, die Religion an zweiter und die Familie an dritter Stelle\u201c, sagte er. \u201eNiemand, der in Nigeria lebt, hat Nigeria gegr\u00fcndet.\u201c Seiner Ansicht nach haben koloniale Grenzen Nationalstaaten ohne nationale Identit\u00e4t geschaffen, sodass ethnische und religi\u00f6se Zugeh\u00f6rigkeit die einzige verl\u00e4ssliche Form von Loyalit\u00e4t geblieben sei, ein Muster, das sich seiner Meinung nach nicht nur in ganz Westafrika wiederholt, sondern auch die Instabilit\u00e4t und die V\u00f6lkermorde im Kongo, im Sudan, in Liberia, Sierra Leone, Ruanda und anderswo erkl\u00e4rt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nGefragt, was er pers\u00f6nlich von Entwicklungshilfe halten w\u00fcrde, meine er, dass \u201eGeld allein, ob als ausl\u00e4ndische Hilfe oder Kredit, oder als heimische Investition, die Probleme des Kontinents nicht l\u00f6sen, weil es selten mit dem institutionellen Wissen einhergehe, es sinnvoll einzusetzen\u201c. \u201eZugang zu Geld macht niemanden zum Unternehmer\u201c, sagte er. \u201eMan muss zuerst Unternehmer sein.\u201c Jahrzehntelange westliche Entwicklungshilfe sei seiner Ansicht nach nicht an zu geringen Summen gescheitert, sondern daran, dass die Geberl\u00e4nder die Umsetzung finanzierten, ohne zuvor in unabh\u00e4ngige afrikanische Forschungs- und Institutionen zu investieren, die das eigentliche Problem h\u00e4tten diagnostizieren k\u00f6nnen. \u201eAfrika braucht keine weiteren Initiativen\u201c, sagte er. \u201eAfrika braucht Forschung, Denker, einen afrikanischen Thinktank, der untersucht, was in den letzten sechzig Jahren seit der Unabh\u00e4ngigkeit tats\u00e4chlich schief gegangen ist und was man besser machen kann.\u201c, er machte klar, dass ein \u201aWeiter so\u2018 bei der bisherigen Politik des Westens die Probleme nicht l\u00f6sen w\u00fcrden, sondern nur die L\u00f6sung weiter verz\u00f6gert.<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 11.7.2026 von Fatimoh Danjuma Bintu bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wir_haben_keine_nation_wir_leben_in_einem_land_individueller_staemme\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wir_haben_keine_nation_wir_leben_in_einem_land_individueller_staemme<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Fatimoh Danjuma Bintu (25), aus Benue State, lebt und arbeitet derzeit in Lagos, Nigeria, und hat einen Abschluss in Gesundheitstechnologie. Sie setzt sich daf\u00fcr ein, verl\u00e4ssliche Informationen sowie politische und wirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge aus ihrem Land und Westafrika verst\u00e4ndlich einzuordnen. Achgut.com hat die junge Autorin und Journalistin eingeladen, \u00fcber ihr Land, dessen Entwicklung auch gro\u00dfe Konsequenzen f\u00fcr Europa hat, regelm\u00e4\u00dfig zu berichten.<br \/>\n.<\/em><\/p>\n<p><strong>(3) Entwicklungshilfe: Die KI kennt die Wahrheit, sagt sie aber nicht<\/strong><br \/>\nWer die K\u00fcnstliche Intelligenz \u00fcber verschwendete oder fehlgeleitete Entwicklungsgelder befragt, sollte sich sehr gut in dem Metier auskennen. Sonst wird er mit wohlfeilen Platit\u00fcden \u00fcber die Rechtschaffenheit der Branche abgespeist. Wenn der Frager aber ganz konkrete Missst\u00e4nde aufz\u00e4hlt, knickt sie sofort ein und gesteht Skandale und Fehlentwicklungen ein.<br \/>\nNachdem ich mich seit vielen Jahren mit Entwicklungshilfe besch\u00e4ftige, freue ich mich, wenn ein Journalist nach dem Prinzip \u201eFollow the money\u201c recherchiert und herausfindet, was mit deutschem Steuergeld so alles finanziert wird. Erfreulicherweise wurden in letzter Zeit Skandale wie die gef\u00e4lschten Klimaprojekte in China und die Millionenveruntreuung im Jemen publik.<br \/>\nAm 4. Juli 2026 publizierte Alexander Heiden bei Tichys Einblick: \u201eWie Deutschland mit Entwicklungshilfe BlackRock reicht macht\u201c. Es geht um eine Stra\u00dfe, von der vor allem ein Bergbauprojekt profitiert, das einem Konzern geh\u00f6rt, an dem das Entwicklungsland Senegal gar keine Anteile hat und das sich selbst am Stra\u00dfenbau nicht beteiligt. Der deutsche Steuerzahler subventioniert das Projekt der Stra\u00dfe mit einem dreistelligen Millionenbetrag, und die Gewinne streicht der gr\u00f6\u00dfte Anteilseigner der Betreibergesellschaft, Endeavour Mining, ein. Und das ist BlackRock. Senegal profitiert mit lediglich zehn Prozent der Gewinne.<br \/>\nIch habe nun bei Google die KI \u00fcber BlackRock und das Projekt im Senegal befragt. Google KI meint, BlackRock sei ein passiver Investor. Dass Deutschland eine Stra\u00dfe f\u00fcr BlackRock finanziere, sei sachlich falsch. Es w\u00fcrde eine verschw\u00f6rerische Geschichte zusammengew\u00fcrfelt. \u201eEs ist eine Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlung, weil sie reale, nachpr\u00fcfbare Fakten nehme und sie durch Weglassen von Kontext zu einer b\u00f6swilligen, geheimen Absicht im Hintergrund werde (\u2026). Sie wird gezielt genutzt, um das Vertrauen in demokratische Institutionen und staatliche Entwicklungshilfe zu untergraben.\u201c<br \/>\n.<br \/>\nKI nur nutzen, wenn man das Thema sehr gut kennt<br \/>\nMeine weitere Frage: Wie seri\u00f6s wird die Verwendung von Entwicklungshilfe gepr\u00fcft?<br \/>\nGoogle KI: \u201eDie Verwendung von staatlicher Entwicklungshilfe wird strukturell und methodisch sehr streng, b\u00fcrokratisch und mehrstufig gepr\u00fcft (\u2026). Die Pr\u00fcfung ist hochgradig seri\u00f6s und extrem detailverliebt.\u201c<br \/>\nDaraufhin frage ich: Warum r\u00fcgt dann der Bundesrechnungshof jedes Jahr das BMZ?<br \/>\nGoogle KI: \u201eDie Kritik des Bundesrechnungshofs bedeutet nicht, dass Entwicklungshilfe generell falsch ist. Sie zeigt jedoch, dass gut gemeint nicht automatisch gut gemacht ist.&#8220;<br \/>\nUnd jetzt meine Empfehlung, dass man KI nur nutzen kann, wenn man das Thema sehr gut kennt.<br \/>\nAuf meinen Hinweis, dass ich mich seit vielen Jahren mit der Hilfe auch vor Ort besch\u00e4ftige und deshalb nicht verstehe, dass die Pr\u00fcfungen \u201ehochgradig seri\u00f6s und streng&#8220; sein sollen, knickt die KI sofort ein.<br \/>\nGoogle KI: \u201eEs ist ein gro\u00dfer Unterschied, ob man das Kontrollsystem aus der Theorie in Berlin betrachtet oder die reale Umsetzung direkt vor Ort in der Projektregion miterlebt \u2026 Ihr Eindruck deckt sich somit mit der bitteren Praxiserfahrung vieler Insider.\u201c Und weiter: \u201eAlle Beteiligten \u2013 von NGO \u00fcber Durchf\u00fchrungsorganisation bis zum Ministerium \u2013 haben ein Interesse daran, dass der Geldhahn offen bleibt. Ein strenger, ehrlicher Abbruch w\u00fcrde als eigenes Versagen gewertet (\u2026). Es fehlen transparente Kontrollmechanismen. Regierungsbeamte oder Eliten zweigen Hilfsgelder ab, wodurch sie die notleidende Bev\u00f6lkerung nicht erreichen.&#8220;<br \/>\nDas muss ich nicht weiter kommentieren.<br \/>\n&#8230;. Alles vom 11.7.2026 von Volker Seitz bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/entwicklungshilfe_die_ki_kennt_die_wahrheit_sagt_sie_aber_nicht\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/entwicklungshilfe_die_ki_kennt_die_wahrheit_sagt_sie_aber_nicht<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) Senegal: Wie Deutschland mit Entwicklungshilfe BlackRock reich macht<\/strong><br \/>\nWer wissen will, wie komplett irre die deutsche Entwicklungspolitik inzwischen ist, der muss nur schauen, was mit unserem Steuergeld im Senegal passiert. Es w\u00e4re ehrlicher, wir w\u00fcrden die Kohle direkt an die Wall Street \u00fcberweisen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nBergbau-Multi prositiert<br \/>\nVon den deutschen Euros sind 170 Millionen f\u00fcr Projekte der \u201egerechten Energiewende\u201c (Just Energy Transition Partnership, JETP) im Senegal gedacht. Das schreibt das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die restlichen 118 Millionen Euro bekommt als direkte Budgethilfe der senegalesische Staatshaushalt. Damit kann die Regierung in Dakar also machen, was sie will. Bei seinem Besuch in Berlin hat Pr\u00e4sident Bassirou Diomaye Faye k\u00fcrzlich gesagt, dass viel Geld in \u201eInfrastrukturprojekte\u201c flie\u00dft. Es lohnt sich, da genauer hinzusehen.<br \/>\nDas gr\u00f6\u00dfte Infrastrukturprojekt des Landes ist die Fernstra\u00dfe Lab\u00e9-Fongolembi. Sie beginnt im Nachbarstaat Guinea. Vor allem schafft die 240 Kilometer lange Asphaltstrecke im senegalesischen Abschnitt einen Zugang zu einem gro\u00dfen Bergbauprojekt. Das besteht aus zwei Minen, die von der verbesserten Anbindung an den Transportkorridor extrem profitieren.<br \/>\nBetreiber beider Minen ist der Goldproduzent Endeavor Mining Plc. aus London. F\u00fcr den Multi ist das ein mehr als gutes Gesch\u00e4ft. Denn welchen Anteil an den Kosten des Stra\u00dfenbaus \u00fcbernimmt der Konzern? Sie ahnen es: null.<br \/>\nNun k\u00f6nnte man denken, dass Dakar \u00fcber die Unternehmensgewinne von der ganzen Sache profitiert. Falsch gedacht. An der Mine selbst h\u00e4lt der Staat lediglich zehn Prozent. Und wie viele Anteile, direkt oder indirekt, h\u00e4lt der Senegal an der Muttergesellschaft Endeavour Mining? Sie ahnen es: null.<br \/>\nDer Konzern wird von institutionellen Anlegern beherrscht, von Fondsgesellschaften und Verm\u00f6gensverwaltern. Eine besondere Pointe liefert der gr\u00f6\u00dfte Anteilseigner von Endeavour Mining. Wie hei\u00dft der n\u00e4mlich? BlackRock.<br \/>\n.<br \/>\nReal existierender Entwicklungswahnsinn Der deutsche Steuerzahler subventioniert also mit dreistelligen Millionenbetr\u00e4gen \u00fcber die Entwicklungshilfe f\u00fcr den Senegal eine Stra\u00dfe, von der vor allem ein Bergbauprojekt profitiert, das einem Konzern geh\u00f6rt, an dem der Senegal gar keine Anteile hat und der sich selbst am Stra\u00dfenbau \u00fcberhaupt nicht beteiligt. Und die Gewinne streicht am Ende BlackRock ein. Noch Fragen?<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 4.7.2026 von Alexander Heiden bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/wirtschaft\/wie-deutschland-mit-entwicklungshilfe-blackrock-reich-macht\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/wirtschaft\/wie-deutschland-mit-entwicklungshilfe-blackrock-reich-macht\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche EntwicklungshilfepolitikEntwicklungshilfe ist entweder dumm und unbeholfen, oder aber immer noch von der Leitidee gepr\u00e4gt, eine breit definierte &#8218;deutsche Schuld&#8218; (Kolonialzeit, 3. 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