{"id":150759,"date":"2026-06-24T08:38:37","date_gmt":"2026-06-24T06:38:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=150759"},"modified":"2026-06-24T09:29:32","modified_gmt":"2026-06-24T07:29:32","slug":"spirituelle-luecke-christen-islam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/spirituelle-luecke-christen-islam\/","title":{"rendered":"Spirituelle L\u00fccke: Christen Islam"},"content":{"rendered":"<p>Die drei in Deutschland vertretenen abrahamitischen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religionen<\/a> Christentum, Judentum und Islam m\u00fcssen gut miteinander auskommen. Die derzeit sp\u00fcrbare <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nmecha-das-christentum-leben\/\">&#8222;spirituelle L\u00fccke&#8220;<\/a> zwischen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/\">Christen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/muslime\/\">Muslimen<\/a> mu\u00df offen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christlich-islamischer-dialog\/\">diskutiert<\/a> werden. Im beidseitigen Interesse. Nur dann ist der gesellschaftliche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/consent-of-the-governed\/\">&#8222;Consent of the Governed&#8220;<\/a> gew\u00e4hrleistet. <!--more-->Dieser war mit dem Beginn der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/grenzoeffnung2015\/\">Grenz\u00f6ffnung 9\/2015<\/a> pl\u00f6tzlich stark gef\u00e4hrdet, als die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/merkel-deutschland\/\">Bundeskanzlerin<\/a> den B\u00fcrgern mit \u201e\u2026 dann ist das nicht mehr mein Land\u201c drohte und der Bundespr\u00e4sident seine B\u00fcrger in Hell- und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gauck-dunkeldeutschland-hell\/\">Dunkel-Deutschland<\/a> unterteilte. Seither ist man vom interreligi\u00f6sem Frieden leider immer noch entfernt: J\u00fcdisches Leben hat es immer schwerer im \u00f6ffentlichen Raum. Und zwischen Christen und Muslimen klafft eine &#8222;spirituelle L\u00fccke&#8220; (Bettina Schunke), man tut sich schwer im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christlich-islamischer-dialog\/\">gegenseitigen Verstehen<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\n1. Christentum und Islam:<br \/>\nDas gr\u00f6\u00dfte Problem in Deutschland ist nicht in materiellen Defiziten begr\u00fcndet wie Deindustrialisierung, Energiemangel, EU-Target, Versorgungsmigration, Kriegswirtschaft, CO2-Weltrettung, usw., sondern in spirituellen Defiziten zwischen Christen und Muslimen: Millionen von Migranten aus islamischen L\u00e4ndern, die mit ihrer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/sozialisation\/\">Sozialisation<\/a> auch den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirche-islam\/\">Glauben<\/a> nach Deutschland mitbringen, treffen auf eine Bev\u00f6lkerung, die sich mit Christsein (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/religion-privatsache\/\">Transzendenz<\/a>) und Deutschsein (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nation\/national\/\">Nation<\/a>) immer weniger identifizieren kann.<\/p>\n<p>2. &#8222;Spirituelle L\u00fccke&#8220; mit christlichen Werten f\u00fcllen:<br \/>\nIm Beitrag &#8222;Warum es das Christentum gerade jetzt wieder braucht&#8220; hat Anabel Schunke das Problem treffend so formuliert:<br \/>\n<em><strong>\u201eWer dem spirituellen Eroberungsfeldzug des Islams Einhalt gebieten will, muss ihm etwas Spirituelles entgegensetzen. Das wei\u00df ich heute. Und nein, das meint keinen blutigen Glaubenskrieg wie in fr\u00fcheren Zeiten. Vielmehr geht es darum, ein Bewusstsein daf\u00fcr zu schaffen, woher wir kommen, was unsere eigene Kultur und Werte ausmacht und worum wir folglich k\u00e4mpfen. Eine spirituelle Flankierung, die uns wieder klarmacht, wer wir eigentlich selbst sind, damit wir auch in Zukunft wissen, wer wir als Europ\u00e4er, als Deutsche, als Christen sein wollen<\/strong><\/em>\u201c.<br \/>\nBitte lesen Sie diesen informativen Beitrag <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nmecha-das-christentum-leben\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>3. Kulturkampf:<br \/>\nSeit dem Beginn der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/masseneinwanderung\/\">Massenimmigration im Jahr 2015<\/a> hat sich in Europa ein <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturkampf\/\">Kulturkampf<\/a> entwickelt, der von muslimischer Seite als Kampf zwischen Islam (Gl\u00e4ubigen, Umma) und Nicht-Islam (Ungl\u00e4ubigen, Kuffar) gef\u00fchrt wird. Dabei werden die Vertreter der drei abrahamitischen Religionen Christentum, Judentum und Islam einsehen m\u00fcssen, da\u00df dieser Kampf zum gegenseitigen Verstehen und Tolerieren f\u00fchren mu\u00df. Man mu\u00df miteinander \u00fcber die religi\u00f6sen Fragen und Konfliktpunkte offen sprechen. Die zahlreichen Anh\u00e4nger eines <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-liberal\/\">liberalen Islam<\/a> sind dazu bereit (aber schwer zu finden, da sie kaum organisiert sind), im Gegensatz zu denen des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-politik\/\">politischen Islam<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islamismus\/\">Islamismus<\/a>\u00a0sowie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/islamogauchisme\/\">IslamoGauchisme<\/a>. Auf der anderen Seite fehlt es immer mehr Deutschen am Interesse, sich ihrer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/abendland\/\">christlich-kulturellen<\/a> Wurzeln bewu\u00dft zu sein und diese im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christlich-islamischer-dialog\/\">interreligi\u00f6sen Dialog<\/a> zu vertreten. Mit <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/nihilismus\/\">Nihilisten<\/a>, Materialisten, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/woke\/\">Woken<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/sozialismus\/kulturmarxismus\/\">Kulturmarxisten<\/a>, und Ungebildeten haben Muslime wenig Interesse zur Diskussion.<\/p>\n<p>4. Kontrollierte Grenzen wieder einf\u00fchren:<br \/>\nDer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/muslime\/muslime-anzahl\/\">Islam w\u00e4chst<\/a> durch Migration, Kinderreichtum und Familiennachzug. Gleichzeitig nimmt das Christentum durch \u00dcberalterung, Kirchenaustritte und Kinderarmut ab. Diese gegenl\u00e4ufige Entwicklung tut dem Inneren Frieden nicht gut. Sie f\u00fchrt zur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/segregation\/\">Segregation<\/a> und Bildung von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/parallelgesellschaft\/\">Parallel-<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/parallelgesellschaft\/gegengesellschaft\/\">Gegengesellschaften<\/a>.<br \/>\nIn Deutschland leben 500.000 Muslime im Jahr 1972, 3 Millionen im Jahr 2000 und 5,5 Millionen im Jahr 2020, das entspricht 7 % bei 83 Millionen insgesamt. Der Migrantenanteil wird von 7 % wird auf sch\u00e4tzungsweise 20 % im Jahr 2050 anwachsen. Die Probleme zeigen sich bereits heute in Kitas und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/grundschulunterricht-unmoeglich\/\">Grundschulen<\/a> mit einem Ausl\u00e4nderanteil von bis zu 80 %.<br \/>\nDeutschland braucht strenge <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/kontrollierte-grenzen\/\">Grenzkontrollen<\/a> und eine vom <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/asyl\/asylpolitik\/\">Asylrecht<\/a> getrennte Einwanderungspolitik. Auch den Migranten zuliebe: Man darf nicht immer mehr junge Migranten \u00fcber finanzielle Pull-Faktoren ins Land locken, um diese dann ungl\u00fccklich, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/entwurzelung\/\">entwurzelt<\/a> und verzweifelt in zumindest kleinkriminellen Millieus enden zu lassen.<\/p>\n<p>5. Fahrl\u00e4ssige Migrationspolitik:<br \/>\n&#8222;Ist es in Anbetracht dieser religi\u00f6sen Grund\u00fcberzeugungen nicht unglaublich fahrl\u00e4ssig, wenn die europ\u00e4ischen Eliten unter Berufung auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/westen\/wertewesten\/\">&#8222;europ\u00e4ische Werte&#8220;<\/a>, tats\u00e4chlich aber unter Mi\u00dfachtung elementarer Rechte der autochthonen Bev\u00f6lkerungen, Entwicklungen bef\u00f6rdern, die nicht nur schlechthin die ethnische Zusammensetzung Europas (ohne ausdr\u00fcckliche Zustimmung und vermutlich gegen den Willen der europ\u00e4ischen V\u00f6lker) ver\u00e4ndern, sondern damit zugleich f\u00fcr eine millionenfachen Zustrom von Angeh\u00f6rigen einer fremden Religion sorgen, einer Religion, die es erstens auf weltweite Expansion abgesehen hat, und zum Zwecke der Islamisierung auf Auswanderung setzt, und die zweitens, weil sie eine Trennung von Kirche und Staat nicht kennt, und auch prinzipiell ablehnt, mit den konstitutionellen Grundlagen eines freiheitlichen Staates unvereinbar ist?&#8220; &#8211; so Lothar Fritze in &#8222;Demokratiekompatibilit\u00e4t &#8211; \u00dcber den islamischen Missionierungsauftrag und die schariatische Allzust\u00e4ndigkeit&#8220; in Tumult, Sommer 2026, Seite 59 &#8211; 64.<br \/>\n.<br \/>\n6. &#8222;Christliche Werte&#8220; und Wokeness versus Koran und Scharia:<br \/>\nWer sich im Kampf gegen den Islam auf die R\u00fcckbesinnung auf &#8222;christliche Werte&#8220; beruft, mu\u00df auch Kirchenkritik von z.B. Nietzsche in Betracht ziehen.<br \/>\n&#8222;Die Kirche ist l\u00e4ngst woke geworden. Und sie ist das mit ihrem innersten Kern viel n\u00e4her, als Konservative sich das eingestehen wollen. Das Christentum war nie ein Bollwerk gegen jene Moral, die heute als Wokeness firmiert. Im Gegenteil: Es ist der historische N\u00e4hrboden , aus dem die Wokeness sch\u00f6pft. Wer als Konservativer an Kirche oder Christentum als Quelle einer geistigen Erneuerung festh\u00e4lt, verkennt nicht nur die Gegenwart, sondern auch die eigene Tradition. Nietzsche hatte recht: Das Christentum ist eine Sklavenmoral &#8211; und was er psychologisch beschrieb, lebt heute s\u00e4kularisiert in der Wokenes fort&#8220; &#8211; so Norbert M\u00fcller in &#8222;Sklavenmoral &#8211; Wie man als Christ an seiner ethnisch-kulturellen Ausl\u00f6schung mitwirkt&#8220;, in Tumult Fr\u00fchjahr 126, Seite 71-76.<br \/>\nIst damit die unkritische Anbiederung der Kirchen (Katholiken wie Protestanten) an die links-woke dominierte Migrationspolitik der Berliner Regierungen zu erkl\u00e4ren?<br \/>\n.<br \/>\n7. R\u00fcckbesinnung auf Athen, Rom und Christentum:<br \/>\n&#8222;Eine religi\u00f6se Neugr\u00fcndung Europas gelingt nur durch R\u00fcckbesinnung auf das Nationalgef\u00fchl, die Weitergabe der Kultur und den Stolz, einer gro\u00dfen Zivilisation anzugeh\u00f6ren die auf der Philosophie der Griechen, der Tugend der R\u00f6mer und dem Genie des Christentums beruht. &#8230;<br \/>\nDer Sozialpsychologe Bo Winegard, der den von Richard Dawkins einst propagierten &#8222;Neuen Atheismus&#8220; wegen seiner destruktive Folgen angreift: &#8222;Es k\u00f6nne durchaus so weit kommen, da\u00df der Mensch beginnt, &#8222;die immanente Welt selbst anzubeten und sich vor weltlicher Macht niederzuwerfen, anstatt auf das Transzendente zu blicken. U nd wenn die Religion ausgerottet ist, wird das Wunder des Christentums von der Hexerei der Stammeskonflikte und r\u00fccksichtslosem Ehrgeiz ersetzt werden, durch die der Mensch zwar die Welt gewinnen, aber seine Seele verlieren kann.&#8220;<br \/>\nDas eindrucksvollste Beispiel einer echten Bekehrung d\u00fcrfte allerdings <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gottesstaat\/\">Ayaan Hirsi Ali<\/a> sein, die sich vom Atheismus abgewandt und die Taufe angenommen hat. Wobei eine wesentliche Rolle spielte, da\u00df sie nicht l\u00e4nger bereit war, die Augen zwischen den qualitativen Unterschieden der Religionen zu verschlie\u00dfen und im Namen der Toleranz die fortschreitende Islamisierung des Westens hinzunehmen. Im Hinblick auf die Hyperidentit\u00e4t der Muslime sei es hohe Zeit, Partei zu ergreifen, schreibt sie: <em><strong>&#8222;Solange wir nichts ebenso Sinnstiftendes bieten k\u00f6nnen, wird die Erosion unsere Zivilisation weitergehen. Doch zum Gl\u00fcck m\u00fcssen wird nicht nach irgend einer neumodischen Mischung us Therapie und Achtsamkeit suchen. Das Christentum hat alles, was wir brauchen.&#8220;<\/strong><\/em> &#8211; so Karlheinz Weissmann in &#8222;Die Gretchenfrage, in CATO 6\/2025, Seite 70 &#8211; 75.<br \/>\n23-6-2026<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Spirituelle L\u00fccke: Christen Islam&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211;<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Kommentare zu &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nmecha-das-christentum-leben\/\">Warum es das Christentum gerade jetzt wieder braucht<\/a>&#8222;<\/strong><br \/>\n<strong>von Anabel Schunke<\/strong><br \/>\nZitat: \u201eWer dem spirituellen Eroberungsfeldzug des Islams Einhalt gebieten will, muss ihm etwas Spirituelles entgegensetzen. Das wei\u00df ich heute. Und nein, das meint keinen blutigen Glaubenskrieg wie in fr\u00fcheren Zeiten. Vielmehr geht es darum, ein Bewusstsein daf\u00fcr zu schaffen, woher wir kommen, was unsere eigene Kultur und Werte ausmacht und worum wir folglich k\u00e4mpfen. Eine spirituelle Flankierung, die uns wieder klarmacht, wer wir eigentlich selbst sind, damit wir auch in Zukunft wissen, wer wir als Europ\u00e4er, als Deutsche, als Christen sein wollen\u201c.<br \/>\nIch denke, das trifft den Punkt, egal ob Christ, Muslim oder eine andere Glaubensrichtung.<br \/>\nDer Mensch ist ein spirituelles Wesen und er braucht zu einem erf\u00fcllten Leben die Beantwortung der existenziellen Frage: warum leben wir, wie soll ich leben.<br \/>\nReichtum und Konsum erf\u00fcllt nicht. Angela Simoni<br \/>\n.<br \/>\nFelix Nmecha zeigt seinen Glauben. Wie sch\u00f6n! Damit zeigt er seine Identit\u00e4t als Christ und ist als Person erkennbar. Der &#8222;radikale Atheismus&#8220;, von dem Anabel Schunke schreibt, ist ja mitnichten Freiheit, sondern Beliebigkeit, damit \u00f6ffnet sich der Weg zu Hedonismus und Nihilismus. In die &#8222;spirituelle L\u00fccke&#8220; zieht das Nichts ein. Das spirituelle Bed\u00fcrfnis ist aber da, gerade unter \u2013 sagen wir \u2013 Menschen &#8222;U 40&#8220; und mehr noch &#8222;U 30&#8220;. Wer etwa heilige Messen der Petrusbruderschaft mitfeiert, kann sehen: Die Kirche ist jung, und sie ist auch international.<br \/>\nDie Sehnsucht nach Gott ist lebendig, nach dem Heiligen, nach dem Glanz der Wahrheit und der Sch\u00f6nheit des Glaubens. Wer nicht indifferent ist und glaubt, wird auch erst dialogf\u00e4hig, ob mit Atheisten oder Andersgl\u00e4ubigen. Christentum und Kirche wirken in Deutschland manchmal wie UNESCO-Welterbe und ein Museum f\u00fcr abendl\u00e4ndische Kulturgeschichte. Aufbr\u00fcche sind aber m\u00f6glich, durch Zeugnis, Beispiel und auch Charisma. Wir sehen heute vielleicht in vielem die Fr\u00fcchte der 1968er-Bewegung, der Nachkonzilszeit und auch dessen, was sich in der Gesellschaft und im medialen Mainstream, in &#8222;unserer Demokratie&#8220;, &#8222;Aufkl\u00e4rung&#8220; nennt, und wie viele junge Menschen heute sind s\u00e4kular aufgewachsen, auch in einem religionsfeindlichen Religionsunterricht. Dem Fu\u00dfballspieler Nmecha ist zu danken: Sein charismatischer Auftritt zeigt \u2013 er glaubt an Gott, ob gelegen oder ungelegen. Ich wei\u00df nicht, was die TAZ \u00fcber andere Religionen schreibt, aber Nmecha kann diese Schm\u00e4hung, inkl. der verbalen Entgleisung, als Auszeichnung ansehen. Wer f\u00fcr Christus einsteht, muss damit rechnen, verh\u00f6hnt zu werden \u2013 von wem auch immer.<br \/>\nUnd danke f\u00fcr den Beitrag, der vor allem eines zeigt: Von dem Gott, der die Liebe ist, muss die Rede sein. Davon hat vielleicht Felix Nmecha mehr gesprochen als alle &#8222;woken Kirchentage&#8220;, wie die Autorin schreibt, in dieser Zeit. Darum erregt er auch Widerspruch.<br \/>\nThorsten Paprotny<br \/>\n.<br \/>\n.Diese Islam-Sympathie der Deutschen kann man bereits bei Goethe sehr gut sehen. Der Islam wurde immer sehr aufgewertet, und der christliche Glaube h\u00e4ufig abgewertet. Auch bei Hitler ist das deutlich erkennbar, der meinte, der Islam sei eine Religion der St\u00e4rke, die dem deutschen Volk besser entspr\u00e4che. Breite Schichten in Deutschland sind tendenziell pro-islamisch und anti-christlich, auf jeden Fall anti-katholisch. Das scheint das gr\u00f6\u00dfere \u00dcbel zu sein. Herr Maier<br \/>\n.<br \/>\nWow, \u00fcber 95% Zustimmung! Entweder bin ich hier jetzt endg\u00fcltig in meiner Blase angekommen, oder es ist so, wie ich das empfinde: Dass das mglw. einer der besten Texte (insbes. f\u00fcr eine Agnostikerin o. Atheistin) zu dem Thema ist, auch wenn ich pers\u00f6nlich die Funktion und Rolle des religi\u00f6sen\/christl. Hintergrundes unserer Freiheitsrechte und unserer abendl\u00e4ndischen Zivilisation weniger instrumentell oder &#8218;utiliaristisch&#8216; sehe, als Schunke offenbar: Das Dilemma des Utiliarismus:<br \/>\nWer etwas nur deshalb erhalten m\u00f6chte, weil es zu etwas gut ist, obwohl er es nicht f\u00fcr wahr h\u00e4lt, wird es vermutlich nicht erhalten k\u00f6nnen.<br \/>\nDie identit\u00e4tsstiftende Kraft des christlichen Glaubens ist ja nur ein mgl. &#8218;Nebennutzen&#8216; einer tieferen Frage nach den Grundbedingungen menschlichen Seins. Apropos Liberalit\u00e4t: Ein wesentlicher Teil der emanzipatorischen und humanistischen Impulse aus der christlichen Tradition f\u00fcr unsere abendl\u00e4ndische Zivilisationsgeschichte sind ja tats\u00e4chlich Freiheitsbegr\u00fcndungen:<br \/>\nDie Gewissensfreiheit war einer der ersten &#8218;Ertr\u00e4ge&#8216; der Reformation (jener Wiederentdeckung + Verf\u00fcgbarmachung der christl. Quellen), das erste breit wirksame Buch Luthers in Europa war &#8222;von der Freiheit eines Christenmenschen&#8220;, auch wenn Luthers Freiheit einer Verantwortung vor Gott nat\u00fcrlich nicht Schunkes Begriff der Eigenverantwortung entsprechen wird.<br \/>\nAuch die wirksamsten Aktivisten des &#8218;abolitionist movement&#8216;, die letztlich die Sklaverei endlich beendeten, waren dezidiert christlich motiviert wie John Newton &amp; William Wilberforce et al&#8230;<br \/>\nEin wesentlicher Teil der Individuation, der Humanisierung und der Liberalit\u00e4t der Neuzeit hat ideengeschichtlich also durchaus kausal etwas mit dem Christentum zu tun.<br \/>\nEs geh\u00f6rten eben alle drei zivilisatorischen Aufbr\u00fcche der Neuzeit (Renaissance, Reformation &amp; Aufkl\u00e4rung) f\u00fcr die Erm\u00f6glichung dieser einzigartigen Kultur der Freiheit, der Neugier und der Individualit\u00e4t zusammen. Aber das sind kulturgeschichtliche Hintergr\u00fcnde, die zwar historisch wahr und wirksam bleiben, auch wenn man sie aus (linken o. islamistischen) weltanschaulichen Gr\u00fcnden mglw. negiert, aber der eigentliche, spirituelle Kern dieser Botschaft liegt nat\u00fcrlich im &#8218;Unverf\u00fcgbaren&#8217;&#8230;<br \/>\nKonstantik K.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die drei in Deutschland vertretenen abrahamitischen Religionen Christentum, Judentum und Islam m\u00fcssen gut miteinander auskommen. Die derzeit sp\u00fcrbare &#8222;spirituelle L\u00fccke&#8220; zwischen Christen und Muslimen mu\u00df offen diskutiert werden. Im beidseitigen Interesse. Nur dann ist der gesellschaftliche &#8222;Consent of the Governed&#8220; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/spirituelle-luecke-christen-islam\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,36,261,93,157,19,95],"tags":[775,749,520,725,421,503,622,832,631],"class_list":["post-150759","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-engagement","category-katholisch","category-kindergarten","category-oeffentlicher-raum","category-religion","category-schulen","tag-christ","tag-diskussionskultur","tag-frieden","tag-integration","tag-islam","tag-church","tag-migration","tag-religion","tag-staat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=150759"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150780,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150759\/revisions\/150780"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=150759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=150759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=150759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}