{"id":14987,"date":"2012-11-10T12:04:44","date_gmt":"2012-11-10T11:04:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=14987"},"modified":"2012-11-19T12:52:34","modified_gmt":"2012-11-19T11:52:34","slug":"betreuungsgeld-mittelalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/betreuungsgeld-mittelalter\/","title":{"rendered":"Betreuungsgeld &#8211; Mittelalter"},"content":{"rendered":"<p>Der Staat braucht viel Geld f\u00fcr <a title=\"Kinderkrippe\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/kinderkrippe\/\">Krippenpl\u00e4tze<\/a>, um dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zu tragen. Da sind 1,2 Milliarden f\u00fcr die Betreuung zuhause schlicht verschenkt. Genau die konservative Mittelschicht, die die CSU mit dem <a title=\"Betreuungsgeld\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/betreuungsgeld\/\">Betreuungsgeld<\/a> begl\u00fccken will, w\u00fcrde ihre Kinder auch ohne Cash-Bonus zuhause versorgen. Den R\u00fcckfall ins Mittelalter riskiert mit dem Betreuungsgeld aber niemand&#8230;&#8230; Alles vom 10.11.2012 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/tagesspiegel-kein-rueckfall-ins-mittelalter--65492251.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/tagesspiegel-kein-rueckfall-ins-mittelalter&#8211;65492251.html<\/a>\u00a0<!--more--><\/p>\n<p><strong>Dreimal Betreuungsgeld<\/strong><br \/>\n(1) 45% der Bundesb\u00fcrger wohnen in St\u00e4dten und 55% auf dem Land. F\u00fcr die Familien im l\u00e4ndlichen Raum ist das Betreuungsgeld ein Segen.<br \/>\n(2) Gleichbehandlung ist gut: Wer einen Kita-Platz f\u00fcr sein Kind in Anspruch nehmen m\u00f6chte bzw. kann, soll dies tun (Vater Staat bezahlt die Kita). Wer sein Kind zuhause\u00a0lassen m\u00f6chte oder mu\u00df, soll dies tun (Vater\u00a0Staat bezahlt Betreuungsgeld)<br \/>\n(3) &#8222;1,2 Milliarden f\u00fcr die Betreuung zuhause sind \u00a0schlicht verschenkt&#8220;: Nein, denn Transfers in Bildung, Familie bzw. Kinder\u00a0sind nie verschenkt. Solche Transfers sind immer Investitionen.<br \/>\n19.11.2012, Ann<\/p>\n<p><strong>M\u00fctter sollen w\u00e4hlen, ohne verurteilt zu werden<br \/>\n<\/strong>Als berufst\u00e4tige Mutter wundert man sich schon, wie manche Themen in Politik und Gesellschaft diskutiert werden. Fr\u00fcher waren die M\u00fctter verp\u00f6nt, die ihre Kinder &#8222;im Stich lie\u00dfen&#8220; und arbeiten gingen, heute werden die M\u00fctter angeprangert, die in den ersten Jahren des Kindes Zuhause bleiben wollen. Ich frage mich, wer von den jeweiligen Sichtweisen am meisten profitiert \u2013 Wirtschaft, Politik oder die Eltern und Kinder? In Zeiten, da die Arbeiterschaft weniger wird, m\u00fcssen alle Ressourcen mobilisiert werden, eben auch die M\u00fctter mit Kindern. In der Kleinkindphase bis drei Jahre tickt die Uhr oft anders, da die N\u00e4chte gest\u00f6rt sein k\u00f6nnen oder Kinder krank sind. Manche M\u00fctter entscheiden sich dann lieber f\u00fcr den Herd, um diese intensive Phase der Entwicklung besser erleben zu k\u00f6nnen und dem Kind eine gute Grundlage zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung mitzugeben. Was ich sehr wichtig finde, ist die M\u00f6glichkeit, w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, welches der beiden Betreuungsmodelle ich will, ohne daf\u00fcr verurteilt zu werden. Bei dieser Diskussion wurde oft das Argument angef\u00fchrt, dass Eltern, die die Pause w\u00e4hlen, ihren Kindern wichtige Lernm\u00f6glichkeiten vorenthalten. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass unsere drei Kinder alle das Gymnasium besucht haben, in der Schule sehr gut sind und alle sozial kompetent sind, obwohl sie erst mit dreieinhalb und viereinhalb Jahren in den Kindergarten kamen.Dass wir auch zu unseren erwachsenen Kindern eine intensive Beziehung haben, f\u00fchren wir auf diese Grundlage im Kleinkindalter zur\u00fcck. Es gibt sicher bei beiden Betreuungsmodellen positive und negative Beispiele. Sicher ist, dass 100 Euro Betreuungsgeld nur ein Taschengeld ist und niemals die tats\u00e4chlichen Ausgaben deckt. Vielleicht k\u00f6nnte man sie als Anerkennung ansehen, daf\u00fcr, dass jemand den Mut hat, Kinder zu bekommen, die von klein auf verplant sind, um f\u00fcr die \u00e4ltere Generation zu sorgen.<br \/>\n19.11.2012, Tabea Weiler, Schliengen<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<p><strong>Endlich wird der Kindererziehung einmal Wertsch\u00e4tzung gezollt<br \/>\n<\/strong>Das gro\u00dfe Foto zum &#8222;Thema des Tages&#8220; ist irref\u00fchrend, weil es ein Kind im Grundschulalter zeigt und nicht die Altersgruppe, um welche sich die Diskussion dreht: n\u00e4mlich um die Ein- bis Zweij\u00e4hrigen. Zum Vergleich: Ein Gro\u00dfteil der Einj\u00e4hrigen kann noch nicht stehen, noch nicht gehen, oftmals noch nicht sprechen und m\u00fcssen gewickelt werden. Einj\u00e4hrige Kinder sind mit Gruppensituationen \u00fcberfordert. Sie brauchen f\u00fcr eine gute Entwicklung nicht &#8222;Bildung&#8220;, sondern Geborgenheit, W\u00e4rme, N\u00e4he, Verl\u00e4sslichkeit, jeweils k\u00f6rperlich und seelisch. In dieser Hinsicht kann in der Regel, keine Kita die Eltern ersetzen. Man bringe ein Einj\u00e4hriges in eine Kita und frage es dann, ob es da, oder lieber bei Mama oder Papa bleiben will&#8230; Das Ergebnis d\u00fcrfte klar sein. Das Betreuungsgeld halte ich f\u00fcr einen Schritt in die richtige Richtung, weil es uns Eltern Wahlfreiheit erm\u00f6glicht und der so wichtigen Kinderbetreuung zuhause (endlich mal) Wertsch\u00e4tzung zollt. Vielmehr ist meines Erachtens der Rechtsanspruch f\u00fcr Kitapl\u00e4tze f\u00fcr alle Einj\u00e4hrigen in Frage zu stellen.<br \/>\n19.11.2012, Markus Pr\u00f6hmer, Stegen<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Staat braucht viel Geld f\u00fcr Krippenpl\u00e4tze, um dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zu tragen. Da sind 1,2 Milliarden f\u00fcr die Betreuung zuhause schlicht verschenkt. Genau die konservative Mittelschicht, die die CSU mit dem Betreuungsgeld begl\u00fccken will, w\u00fcrde ihre Kinder auch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/betreuungsgeld-mittelalter\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[58,61,93],"tags":[327,152],"class_list":["post-14987","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-familie","category-kinder","category-kindergarten","tag-demografie","tag-kita"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14987"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14987\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}