{"id":149342,"date":"2026-05-19T20:57:55","date_gmt":"2026-05-19T18:57:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=149342"},"modified":"2026-05-21T21:14:42","modified_gmt":"2026-05-21T19:14:42","slug":"wirtschaftswunder-statt-klima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wirtschaftswunder-statt-klima\/","title":{"rendered":"Wirtschaftswunder statt Klima?"},"content":{"rendered":"<p>Ja, auch Prof. Fritz Vahrenholt ist mutig und stellt diese Frage und beantwortet sie <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/shorts\/5HrzkHBJArM\">https:\/\/www.youtube.com\/shorts\/5HrzkHBJArM<\/a> : Ja, \u201ewir h\u00e4tten ein neues Wirtschaftswunder\u201c.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nFakt1: Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/apokalypse\/\">Klima-Apokalypse<\/a> findet laut <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/weltklimarat\/\">Weltklimarat<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ipcc-klima-urteil-revidieren\/\">IPCC<\/a> nicht statt &#8211; <strong><em>&#8222;this scenario is implausible&#8220;<\/em> <\/strong>&#8211; und damit hat das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ipcc-klima-urteil-revidieren\/\">Klima-Urteil<\/a> ihr Begr\u00fcndungsfundament verloren.<br \/>\nFakt 2: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/regierung2025\/\">Politik<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Medien<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/ngo-komplex\/\">NGOs<\/a> (vorneweg das PIK) tun sich nun schwer, den B\u00fcrgern die auf dem Klima-Urteil gr\u00fcndenden Klima-Ma\u00dfnahmen weiterhin als plausibel und alternativlos zu erkl\u00e4ren. Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimabewegung-ende\/\">Klimabewegung<\/a> ist am Ende.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Frage lautet: Was wird nun geschehen?<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>Entweder:<\/strong><\/em> Sondersitzungen des Bundestages. Das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ipcc-klima-urteil-revidieren\/\">Klimaurteil wird revidiert<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/steuern\/co2-steuer\/\">CO2-Abgaben<\/a> gestoppt. Alle die wirtschaftliche Entwicklung beeintr\u00e4chtigenden Gesetze und Verordnungen werden aufgehoben. Durch die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/gas\/nordstream2\/\">Nordstream2-Pipeline<\/a> flie\u00dft wieder billiges russisches Erdgas, eigenes <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/fracking\/\">Fracking<\/a>-Gas wird gef\u00f6rdert. Das seit 1950 bew\u00e4hrte marktwirtschaftliche Prinzip <em>&#8222;Preiswerte Energie plus innovative Technologie ergibt konkurrenzf\u00e4hige Produkte&#8220;<\/em> kann wieder wirken und die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/deindustrialisierung\/\">Deindustrialisierung<\/a> beenden.<\/p>\n<p><em><strong>Oder:<\/strong><\/em> Die gute Nachricht der abgesagten Klimakatastrophe wird in den deutschen Medien (Mainstream und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/oerr\/\">\u00d6RR<\/a>) nicht diskutiert, auch nicht Fragen wie: M\u00fcssten jetzt nicht alle Gesetze, Programme, Subventionen, die den angeblich zu erwartenden Klimanotstand bek\u00e4mpfen sollen, auf den Pr\u00fcfstand und \u00fcberarbeitet bzw. abgeschafft werden? Brauchen wir Energiewende, New Deal bzw. Transformation \u00fcberhaupt? Wie lange kann und will Deutschland es sich noch leisten, sich durch Klima-Ideologen die Zukunft verbieten zu lassen? Warum folgt Deutschland\u00a0 den anderen Industriel\u00e4ndern nicht?<br \/>\nDas Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klima-forschung\/klimawissenschaft\/\">PIK<\/a>) spielt in der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimapolitik\/\">Klimakrise<\/a> eine vergleichbare Rolle wie das Robert-Koch-Institut (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/rki-files-veroeffentlicht-akteur\/\">RKI<\/a>) in der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/\">Coronakrise<\/a>. Als links-<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/ideologie\/\">ideologische<\/a> Einrichtung wird das PIK alles tun, damit ihr Narrativ von der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/klimarettung\/\">Weltklimarettung<\/a> durch Deutschlands Verminderung seines <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiewende\/co2-neutral2045\/\">CO2<\/a>-Aussto\u00dfes bzw. die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimapolitik\/klimaneutral\/\">Klimaneutralit\u00e4t 2045<\/a> bestehen bleiben und damit die Politik des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-kaputt\/weiter-so\/\">&#8222;weiter so&#8220;<\/a> von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/cduspdgruene\/\">CDUSPDGr\u00fcneLinke<\/a> fortgef\u00fchrt werden kann.<br \/>\n.<br \/>\nDr. Christoph Canne hat im Beitrag &#8222;Die abgesagte Klima-Apokalypse&#8220; die wesentlichen Punkte der Entscheidung zusammengefasst und wird in Anlage (1) dokumentiert.<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>Entweder &#8211; oder<\/strong><\/em>. Eine grunds\u00e4tzliche Entscheidung. In ihrer Tragweite vielleicht vergleichbar mit der Entscheidung &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/marktwirtschaft\/\">Marktwirtschaft<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/planwirtschaft\/\">Planwirtschaft<\/a>&#8222;, die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/konrad-adenauer-150-jahre\/\">Konrad Adenauer<\/a> am 14.8.1949 gegen Kurt Schumacher gewann und die den Grundstein (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/dezentral\/\">Dezentralisierung<\/a>. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/mittelstandsunternehmen\/\">Mittelstandsunternehmen<\/a>. M\u00fcndige B\u00fcrger. Individuelle <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">Freiheit<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verantwortung\/\">Verantwortung<\/a>) gelegt hat f\u00fcr das anschlie\u00dfende <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/aufschwung\/\">Wirtschaftswunder<\/a>.<br \/>\nDamals wurden die Weichen f\u00fcr den erfolgreichen Kurs der Nachkriegszeit gesetzt. Heute ist eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiewende\/energie-kurskorrektur\/\">Kurskorrektur<\/a> unumg\u00e4nglich.<br \/>\n19.5.2026<br \/>\nDieser Beitrag ist ohne K\u00fcnstliche Intelligenz KI geschrieben worden.<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag: &#8222;Wirtschaftswunder statt Klima?&#8220; ==============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (2)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Die abgesagte Klima-Apokalypse \u2013 jetzt beginnt das Zur\u00fcckrudern aktivistischer Klimawissenschaftler<\/strong><br \/>\n<em>Jahrelang diente das Extremszenario RCP 8.5 als Schreckbild der Klimadebatte \u2013 in Medien, Politik und Wissenschaft. Jetzt ist das Horror-Szenario zusammengebrochen \u2013 und namhafte Klima-Experten wie Stefan Rahmstorf geraten ins Schwimmen.<br \/>\n<\/em><br \/>\nDer wirtschaftliche Niedergang Deutschlands ist keine Naturkatastrophe. Er ist das messbare Ergebnis einer Politik, die sich von einer k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4hten Klimapanik treiben l\u00e4sst. Doch w\u00e4hrend die Industrie das Land verl\u00e4sst und die Energiepreise Rekordh\u00f6hen erreichen, bricht klammheimlich das wissenschaftliche Fundament zusammen, mit dem diese Radikalma\u00dfnahmen jahrelang als \u201ealternativlos\u201c gerechtfertigt wurden.<br \/>\nWas wir derzeit erleben, ist das monumentale Scheitern eines medialen und wissenschaftlichen Schreckgespensts \u2013 und der verzweifelte Versuch seiner Protagonisten, das Publikum mit kreativen \u201ealternativen Erkl\u00e4rungen\u201c zu f\u00fcttern.<\/p>\n<p>Das Zerrbild von RCP 8.5: Ein akademischer Stresstest als politische Waffe<br \/>\n\u00dcber ein Jahrzehnt lang wurde die deutsche \u00d6ffentlichkeit mit einer magischen Chiffre konfrontiert: RCP 8.5 (im aktuellen IPCC-Bericht als SSP5-8.5 fortgef\u00fchrt). Dieses Szenario des Weltklimarats (IPCC), das eine globale Erw\u00e4rmung von bis zu 5 Grad bis zum Jahr 2100 vorausrechnete, wurde von Politik und Medien gebetsm\u00fchlenartig als das drohende \u201eBusiness as Usual\u201c (BaU) deklariert \u2013 also als jener Pfad, auf dem wir uns befinden, wenn wir nicht sofort massiv in die wirtschaftliche Freiheit eingreifen.<br \/>\nDoch RCP 8.5 war von Anfang an eine extreme Projektion. Um dieses Szenario physikalisch \u00fcberhaupt zu erreichen, m\u00fcsste die Menschheit bis 2100 den globalen Kohleverbrauch verf\u00fcnffachen. F\u00fcr jeden Experten der Energiepolitik war diese Annahme schon immer geologisch und \u00f6konomisch absurd. Leicht erschlie\u00dfbare Kohlefl\u00f6ze sind endlich, und Erdgas hat die Kohle aus rein wirtschaftlichen Gr\u00fcnden l\u00e4ngst verdr\u00e4ngt. RCP 8.5 war nie eine realistische Prognose; es war ein rein akademischer Stresstest f\u00fcr Klimamodelle \u2013 das obere, theoretische Ende des Denkbaren.<br \/>\nAus rein wissenschaftlicher Sicht hatte diese drastische Modellierung durchaus ihre Berechtigung: In der Klimaforschung dient ein solches Maximalszenario als wertvolle Obergrenze und hilft methodisch dabei, das anthropogene Signal in den komplexen Computersimulationen \u00fcberhaupt erst deutlich vom nat\u00fcrlichen \u201eGrundrauschen\u201c des Klimasystems abzuheben. Was in der akademischen Theorie also ein v\u00f6llig legitimes Werkzeug zur Grenzwertbestimmung war, wurde in der deutschen Debatte jedoch nahtlos zweckentfremdet und politisch missbraucht.<\/p>\n<p><em>Der S\u00fcndenfall des aktivistischen Missbrauchs<\/em><br \/>\nWie konnte ein solches Extremmodell zum politischen Standard erhoben werden? Hans von Storch, Urgestein und einer der profiliertesten K\u00f6pfe der deutschen Klimaforschung, lieferte hierzu in einem aktuellen Interview eine ern\u00fcchternde Analyse.<br \/>\nDass RCP 8.5 zum Ma\u00dfstab aller Dinge wurde, war laut von Storch kein wissenschaftliches Versehen, sondern eine gezielte kommunikative Strategie. Teile der Wissenschaft und der Medien haben das extremste Modell instrumentalisiert, um maximalen politischen Handlungsdruck und Angst zu erzeugen. Dahinter stand die Erw\u00e4gung, die von Storch gegen\u00fcber dem Cicero so zusammenfasst: \u201eWenn man die \u00d6ffentlichkeit st\u00e4rker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.\u201c<br \/>\nMan w\u00e4hlte die Apokalypse, nannte sie \u201enormal\u201c und schuf so ein moralisches Erpressungswerkzeug, gegen das jeder \u00f6konomische Einwand als unverantwortlich oder gar als \u201eKlimaleugnung\u201c markiert werden konnte. Es war der S\u00fcndenfall einer Wissenschaft, die sich freiwillig in den Dienst des Aktivismus stellte<\/p>\n<p><em>Die akademische Korrektur und das lange Schweigen<\/em><br \/>\nDie Quittung f\u00fcr diesen Alarmismus folgte auf der internationalen B\u00fchne fr\u00fch. Bereits im Januar 2020 ver\u00f6ffentlichten die renommierten Klimatologen Zeke Hausfather und Glen Peters im Fachmagazin Nature ihre globale Demontage: \u201eEmissions \u2014 The \u2018business as usual\u2019 story is misleading\u201c. Sie hielten darin ein fundiertes und viel beachtetes Pl\u00e4doyer daf\u00fcr, die irref\u00fchrende Verwendung dieses Extremszenarios als zu erwartenden Standardpfad (Business as Usual) endlich zu beenden.<br \/>\nDoch in der deutschen Debatte passierte jahrelang nichts. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis das hiesige Establishment diese Korrektur z\u00e4hneknirschend zur Kenntnis nahm. W\u00e4hrend die internationale Fachwelt und selbst der IPCC im Jahr 2021 das Szenario offiziell in die Kategorie der \u201egeringen Wahrscheinlichkeit\u201c (low likelihood) herabstuften und als reines Extremrisiko behandelten, klammerten sich deutsche Leitmedien und profilierte Regierungsberater weiter an das vertraute Schreckgespenst. Man wollte das vermeintliche Werkzeug des Handlungsdrucks offenbar nicht kampflos aufgeben.<\/p>\n<p>Vom Mahner zum Erz\u00e4hler: Der argumentative Widerspruch des Stefan Rahmstorf<br \/>\nKaum ein Akteur im deutschen Diskurs wird in der \u00d6ffentlichkeit so fl\u00e4chendeckend mit nachdr\u00fccklichen und drastischen Warnungen vor den Folgen des Klimawandels assoziiert wie Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung (PIK). Umso erstaunlicher erscheint der Versuch, der Chronologie dieser wissenschaftlichen Erkenntnis nun nachtr\u00e4glich in den sozialen Medien eine andere Erz\u00e4hlung zu geben. Rahmstorf lobte dort j\u00fcngst eine \u201egute Erkl\u00e4rung von Zeke Hausfather von vor zwei Jahren\u201c, warum RCP 8.5 nicht mehr plausibel sei, und deklarierte das Ende des Modells als \u201eErfolg der weltweit laufenden Energiewende\u201c.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/x.com\/rahmstorf\/status\/2054830545301893199\">https:\/\/x.com\/rahmstorf\/status\/2054830545301893199<\/a><br \/>\nDiese Darstellung wirft berechtigte Fragen auf \u2013 denn im digitalen Raum lassen sich die Spuren \u00f6ffentlicher Debatten leicht nachverfolgen. Sie bieten einen aufschlussreichen Einblick in Rahmstorfs Kommunikationsweise und zeigen das Bestreben, Extremszenarien in der \u00f6ffentlichen Diskussion m\u00f6glichst lange pr\u00e4sent zu halten.<br \/>\nNoch im Fr\u00fchjahr 2023 \u2013 weit mehr als drei Jahre nach dem Erscheinen des Nature-Artikels von Hausfather und Peters \u2013 argumentierte Rahmstorf auf der Plattform X: \u201eBisher sind die Emissionen am ehesten mit RCP8.5 vergleichbar.\u201c Das Festhalten an der maximalen Bedrohungskulisse schien in der \u00f6ffentlichen Kommunikation zu diesem Zeitpunkt Vorrang vor der ver\u00e4nderten Datenlage zu haben.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nDie fachliche Richtigstellung folgte in den Kommentaren jedoch prompt, und ausgerechnet durch Zeke Hausfather selbst, den Rahmstorf heute als Kronzeugen anf\u00fchrt. In einer im akademischen Diskurs bemerkenswerten Deutlichkeit wies Hausfather den deutschen Kollegen coram publico \u2013 vor den Augen der gesamten digitalen \u00d6ffentlichkeit \u2013 zurecht: Mit dem knappen Hinweis \u201eNot true anymore, thankfully\u201c (Gott sei Dank nicht mehr wahr) verwies er Rahmstorf direkt auf die realen globalen Emissionsdaten, die l\u00e4ngst nach unten vom RCP-8.5-Pfad abgewichen waren. Ein solch demonstrativer, \u00f6ffentlicher Widerspruch unter Fachkollegen gilt in der Wissenschaftsgemeinschaft als mehr als deutliches Signal.<\/p>\n<p>Dass Rahmstorf in seiner aktuellen Darstellung den Eindruck erweckt, diese globale wissenschaftliche Korrektur sei erst \u201evor zwei Jahren\u201c (also 2024) erfolgt, l\u00e4sst sich angesichts dieser Faktenlage schwer nachvollziehen. Es entsteht der Eindruck einer nachtr\u00e4glichen Harmonisierung der eigenen Argumentationslinie, um nicht erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen, warum man selbst noch im Fr\u00fchjahr 2023 ein \u00fcberholtes Modell in der \u00f6ffentlichen Debatte vertreten hat.<br \/>\nDoch an dieser Stelle zeigt sich ein weiterer, noch tieferer Widerspruch in Form einer bemerkenswerten Kausalit\u00e4tsumkehr. Rahmstorf behauptet, das Szenario sei wegen des weltweiten Erfolgs der Energiewende hinf\u00e4llig geworden. Er beansprucht damit einen Erfolg f\u00fcr eine politische Agenda, der so wissenschaftlich nicht gedeckt ist. Denn wie bereits dargelegt, haben Hausfather und Peters dem Modell schon 2020 grunds\u00e4tzlich die Eignung als Standardpfad (Business as Usual) abgesprochen. Das Szenario kollabierte folglich nicht wegen des Solarausbaus oder globaler Klimavertr\u00e4ge, sondern weil seine internen Kernannahmen \u00f6konomisch und geologisch unrealistisch waren.<br \/>\nEs dr\u00e4ngt sich somit der Verdacht auf, dass hier das unfreiwillige Eingest\u00e4ndnis \u00fcber das Scheitern eines \u00fcberzogenen Extremszenarios \u2013 das in der \u00f6ffentlichen Debatte immer wieder beharrlich herangezogen wurde \u2013 nachtr\u00e4glich als Triumph der eigenen politischen Agenda interpretiert werden soll.<br \/>\nWenn in der \u00f6ffentlichen Debatte die tats\u00e4chliche Chronologie der Erkenntnis zur politischen Legende umgedichtet und die inhaltliche Begr\u00fcndung der eigenen Fachkollegen so exzentrisch interpretiert wird, um eine Erfolgsgeschichte der gr\u00fcnen Transformation zu konstruieren, verl\u00e4sst der Diskurs den Boden der wissenschaftlichen Seriosit\u00e4t. F\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit der Klimawissenschaft als rationaler Berater der Politik ist eine solche M\u00e4rchenstunde eine schwere Hypothek.<\/p>\n<p><em>Die politische Dimension: Das Ende von Netto-Null auf Teufel komm raus<\/em><br \/>\nDiese Revision der Modelle ist kein akademisches Gepl\u00e4nkel \u2013 sie ver\u00e4ndert die politische und juristische Gesch\u00e4ftsgrundlage unseres Landes fundamental.<br \/>\nDie ver\u00e4nderte wissenschaftliche Realit\u00e4t sieht so aus: Wenn die Extrempfade gestrichen sind, steuern wir global nach den mittleren Projektionen des IPCC (dem sogenannten SSP2-4.5-Szenario) bis zum Jahr 2100 auf eine Erw\u00e4rmung von rund 2,7 Grad zu (mit einer wahrscheinlichen Bandbreite von 2,1 bis 3,5 Grad). Davon ist mit etwa 1,2 Grad bereits ein erheblicher Teil erreicht. Das bedeutet explizit nicht, dass der Klimawandel widerlegt ist. Aber es bedeutet, dass das Ausma\u00df der Bedrohung in der \u00f6ffentlichen Debatte dramatisch \u00fcbersch\u00e4tzt wurde.<br \/>\nWir stehen nicht vor dem globalen Untergang, sondern vor einer anspruchsvollen, aber handhabbaren Zivilisationsaufgabe.<br \/>\nDaraus ergeben sich zwingende energie- und ordnungspolitische Folgerungen. Das historische Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts von 2021 basierte im Kern auf einer drastischen Gefahrenprognose, wie sie ma\u00dfgeblich durch das RCP-8.5-Szenario befeuert wurde. Nur die Annahme einer unmittelbar existenziellen Katastrophe rechtfertigte die juristische Konstruktion der \u201eintertemporalen Freiheitssicherung\u201c, die Grundrechte der Gegenwart zugunsten einer vermeintlich apokalyptischen Zukunft beschr\u00e4nkt.<br \/>\nWenn die absolute Katastrophe wissenschaftlich als unplausibel gilt, bricht diese verfassungsrechtliche Abw\u00e4gung in sich zusammen. Staatliche Eingriffe m\u00fcssen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sein \u2013 schrumpft die prognostizierte Gefahr, verengt sich auch der verfassungsrechtliche Spielraum f\u00fcr Verbote. Alle weitreichenden ordnungspolitischen Eingriffe m\u00fcssen daher dringend daraufhin \u00fcberpr\u00fcft werden, ob sie der Substanz des Landes massiven Schaden bei minimalem globalem Nutzen zuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Ein dringender Appell zur Umkehr: Die Verantwortung der Politik<br \/>\nDiese verfassungsrechtliche und wissenschaftliche Neubewertung ist kein theoretisches Glasperlenspiel \u2013 sie ist die fundamentale Voraussetzung, um den realen Substanzverlust abzuwenden, auf den Deutschland zusteuert. Die jahrelange Entkopplung der Berliner Politik von den tats\u00e4chlichen energetischen und statistischen Realit\u00e4ten hat eine \u00f6konomische Eigendynamik in Gang gesetzt, die mittlerweile alle anderen politischen Reformversuche zur reinen Makulatur werden l\u00e4sst.<br \/>\nUm es sehr klar zu sagen: Jeder Ansatz einer Steuerreform, jede noch so durchdachte Reform der Sozialsysteme wird keinen nachhaltigen Erfolg bringen, solange das Grundproblem \u2013 der dramatische Absturz unserer Wirtschaft als Folge einer klimaapokalyptisch begr\u00fcndeten Transformation \u2013 nicht endlich entschlossen angegangen wird. Wenn Deutschlands Wirtschaft weiter in der Rezession versinkt, werden schlicht die Mittel nicht mehr vorhanden sein, mit denen der Staat und die sozialen Sicherungssysteme finanziert werden k\u00f6nnen. Die Folge sind eine strukturelle Dauerrezession und eine unaufhaltsam steigende Staatsverschuldung.<br \/>\nEs f\u00fchrt kein Weg an einer grundlegenden ordnungspolitischen Korrektur unserer Energiewirtschaft vorbei. Weg von den systemisch immens teuren sogenannten \u201eErneuerbaren Energien\u201c, zur\u00fcck zu verl\u00e4sslichen Quellen und hin zur sofortigen Abschaffung der fatalen CO\u2082-Bepreisung, die unsere energieintensive Industrie im internationalen Wettbewerb abw\u00fcrgt.<br \/>\nDie internationale Fachwelt hat hierf\u00fcr eine deutliche Vorlage geliefert: Das apokalyptische Szenario einer unaufhaltsamen Klimakatastrophe ist wissenschaftlich unplausibel. Die Folgen eines moderaten globalen Erw\u00e4rmungstrends sind im Auge zu behalten, aber sie rechtfertigen keineswegs eine selbstzerst\u00f6rerische Zerschlagung der wirtschaftlichen Substanz dieses Landes. Wir brauchen eine vern\u00fcnftige Klimawissenschaft, die vom aktivistischen Pathos befreit wird und sich n\u00fcchtern mit der Kernfrage besch\u00e4ftigt: Wo ist der \u00f6konomische Grenznutzen der Emissionsvermeidung erreicht, und wo m\u00fcssen wir klug in Klimaanpassung investieren?<br \/>\nDie Verantwortung f\u00fcr dieses dringende Umsteuern ruht nun schwer auf den Schultern der politischen F\u00fchrung in Berlin. Wenn die Politik an dieser historischen Aufgabe weiterhin versagt und den zerst\u00f6rerischen Kurs aus falscher politischer R\u00fccksichtnahme mitschleppt, geht eine fast acht Jahrzehnte w\u00e4hrende Periode der Prosperit\u00e4t und des sozialen Friedens in diesem Land endg\u00fcltig zu Ende.<br \/>\nDie Folgen eines solchen Versagens k\u00f6nnen wir heute noch gar nicht absch\u00e4tzen. Doch der wirtschaftliche Niedergang Deutschlands macht Eile notwendig. Wer Wohlstand und Industrie retten will, muss jetzt den Mut aufbringen, die ideologischen Torpfosten wieder dorthin zur\u00fcckzuverschieben, wo die Realit\u00e4t steht.<br \/>\nDie \u00fcberf\u00e4llige Verabschiedung klimaapokalyptischer Szenarien liefert hierf\u00fcr klar und eindeutig die verfassungsrechtliche und wissenschaftliche Rechtfertigung.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.5.2026 von Dr. Christoph Canne bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/die-abgesagte-klima-apokalypse-jetzt-beginnt-das-zurckrudern-aktivistischer-klimawissenschaftler-2\/\">https:\/\/apollo-news.net\/die-abgesagte-klima-apokalypse-jetzt-beginnt-das-zurckrudern-aktivistischer-klimawissenschaftler-2\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nAlle so h\u00fcbschen Modellrechnungen sind Unsinn, solange sie nicht in der Lage sind, die Temperaturverl\u00e4ufe der letzten 10 000 Jahre wiederzugeben mit den Warmzeiten Atlantikum und r\u00f6misches Klimaoptimum sowie mittelalterliche Warmzeit. Und das galt von Anbeginn an der Panikmacherei, das IPCC war a priori \u00fcberfl\u00fcssig und sch\u00e4dlich und hat nur einer ungeheuren verbrecherischen Gesch\u00e4ftemacherei Vorschub geleistet. Kritikaster<br \/>\n.<br \/>\nHeute in Nius am Morgen hat sich Herr Vahrenholt zu diesem Thema ge\u00e4u\u00dfert. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Q5K7tvdgOos\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Q5K7tvdgOos<\/a> ab ca. 1.05.50 h. Er wei\u00df zumindest \u2013 im Gegensatz zu manchen gr\u00fcnen \u201eLaberisten\u201c \u2013 wovon er spricht.<br \/>\nDem ist eigentlich nichts mehr hinzuzuf\u00fcgen. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzuf\u00fcgen. Sapere Aude<br \/>\n.<br \/>\nWir werden jetzt zu h\u00f6ren bekommen, dass unsere fantastischen Ma\u00dfnahmen zielgerichtet zum Ziel f\u00fchrten und auch weiter f\u00fchren werden, wenn wir sie nur stringent fortsetzen. Sonst, wenn wir sie jetzt einstellten -wir kennen es schon- m\u00fcssen wir alle sterben. Gar nichts wird sich faktisch \u00e4ndern, ausser das Liedchen, das aus allen Lautsprechern tr\u00e4llert. Satis est<br \/>\n.<br \/>\nIch behaupte, da\u00df die Interessen der Windindustrie inzwischen viel zu eng mit der ReGIERungspolitik verwoben sind. Niemand hat die Absicht das zu \u00e4ndern, da sie ihre Pfr\u00fcnde sichern wollen. Die Klimareligion macht es einfach den B\u00fcrger zu lenken und ihm das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen. Ismir<br \/>\n.<br \/>\nDie gute Nachricht der abgesagten Klimakatastrophe wird in Deutschland nicht diskutiert! M\u00fcssten jetzt nicht alle Gesetze, Programme, Subventionen, die den angeblich zu erwartenden Klimanotstand bek\u00e4mpfen sollen, auf den Tisch und \u00fcberarbeitet bzw. abgeschafft werden? Brauchen wir die \u201eEnergiewende\u201c? Man fragt sich, wie lange es sich Deutschland noch leisten will und kann, sich durch anma\u00dfende Halbwissende und Klima-Ideologen die Zukunft verbieten zu lassen. Es ist unser Staat und unser Wohlstand, der gerade verspeist wird und unsere Zukunft, die den Bach runtergeht. Dieter Minke<br \/>\n.<br \/>\nDas, was Potsdam gerade scheibchenweise und verkniffen einr\u00e4umt, h\u00e4tte jeder Englisch Verstehende Anfang 2010 (also vor 15 Jahren!) im Klartext in den \u00fcber 10.000 Climegate-Emails selbst lesen k\u00f6nnen. In diesem (von kundiger Hand geleakten) E-mail-Verkehr hat eine Untermenge der Hauptbetr\u00fcger miteinander diskutiert,<br \/>\n1. wie man Kurven dramatisiert und f\u00e4lscht.<br \/>\n2. wie man F\u00e4lschungen vor kritischen Peer-Reviewern absichert,<br \/>\n3. wie man haneb\u00fcchene Verteidigung (z.B. Eingangsdaten und Algorithmen geheimhalten (!)) rechtfertigt,<br \/>\n4. wie man Kritiker, die einem auf die Schliche gekommen sind, verunglimpft und verleumdet und<br \/>\n5. wie man die Pr\u00fcf-Ergebnisse staatlicher Stellen ins Gegenteil uml\u00fcgt. Nochmal: Ungehemmt und alles im Klartext.<br \/>\nGut zusammengefasste Zitate von John Costella, The Lavoisier Group, M\u00e4rz 2010. 180 Seiten pdf. Gar nicht einmal langweilig. JohHcH<br \/>\n.<br \/>\nGenau wie bei der Plandemie, genannt Corona, wird es auch hier wieder keinerlei Konsequenzen geben und man wird sich alle M\u00f6glichen Ausreden einfallen lassen, nur um nicht zuzugeben, dass das alles schwachsinnig war und nur dem Zweck diente, Panik zu sch\u00fcren und ordentlich Kasse zu machen. Kolwe<br \/>\n.<br \/>\nDas Problem ist tats\u00e4chlich, dass sich ein gro\u00dfer Teil der Menschen mit jedem Schei\u00df in Panik versetzen l\u00e4sst. Land des boomenden Enkeltrickbetrugs eben. Joke<br \/>\n.<br \/>\nWir sollten uns einig sein, dass alle so umweltschonend wie m\u00f6glich wirtschaften m\u00fcssen. Ist das umweltschonend, wenn die Waschbecken im Baumarkt nun aus Thailand statt aus dem Saarland kommen? Wo wird umweltschonender produziert? Hier oder in Indien? Behauptet wird, der steigende Co 2 Gehalt in der Atmosph\u00e4re sei Grund f\u00fcr den Klimawandel. Behauptet wird, dass wir hier in Deutschland die Verbrennung von fossilen Kraftstoffen und Braunkohle stoppen m\u00fcssten, damit wir \u201edie Klimaziele \u201c erreichen. Im Grunde unterstellen die Gr\u00fcnen und andere Geistesriesen dass wir hier in Deutschland das Welt (!) Klima sch\u00fctzen k\u00f6nnten. Der Mensch tr\u00e4gt 8,25 % zum weltweiten Co 2 Aussto\u00df bei. Von diesen 8,25 % stammen ca. 1,5 % aus Deutschland. Wenn wir morgen die Produktion einstellen, alle Heizungen und Autos stilllegen \u2013 auf das Weltklima h\u00e4tte das keinen Einflu\u00df. Wenn wir aber pleite gehen ist das ein Signal an alle L\u00e4nder: lasst das mit dem Umweltschutz, das f\u00fchrt in den Niedergang. Manfred M\u00fcller<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) Kippunkte der Panik: Eines der hoch spekulativen Klima-Horrorszenarien ist gefallen<\/strong><br \/>\n<strong>Gut so!<\/strong><\/p>\n<p>Es war \u00fcberf\u00e4llig: Das Extremszenario an der Spitze der modellierten Erw\u00e4rmungspfade wurde beim Weltklimaforschungsprogramm (WCRP) aussortiert \u2013 und damit auch aus dem kommenden Weltklimarat-Bericht (IPCC). Das hat Wucht. Das Modell mit der Bezeichnung RCP8.5 war ma\u00dfgeblicher Treiber der Klimapolitik, gerade hierzulande.<\/p>\n<p>Kritik daran gibt es schon lange. Zu gro\u00df sind die Abweichungen der modellierten Erw\u00e4rmung von der gemessenen, zu extrem die Grundannahmen des Modells, allen voran eine massive Ausweitung der Kohlenutzung bis 2100. Dass es trotzdem einen wissenschaftlichen Sinn hatte, erkl\u00e4rt Klimaforscher Hans von Storch im Cicero: Extreme Hochrisiko-Szenarien erleichtern viele Analysen. Doch \u201ein aktivistischen Kreisen\u201c sei das Modell mit seinen 3,3 bis 5,7 Grad Erw\u00e4rmung zum Normalfall gemacht worden. Die Botschaft: Folge der Wissenschaft! Oder das Extremszenario wird uns alle heimsuchen. Es ist eine verheerende \u201eSymbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten\u201c \u2013 nirgendwo deutlicher zu beobachten als auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Dort sitzt das ber\u00fchmte Potsdam-Institut (PIK), das sich der Erforschung von \u201eKlimafolgen\u201c \u2013 also Computermodellen \u2013 verschrieben hat.<\/p>\n<p>Es ist eine Art neuzeitliches Orakel von Delphi. Und wie die alten Griechen zum Altar der Hestia pilgerten, so zieht es die M\u00e4chtigen von heute auf den Telegrafenberg oder in dessen Einflusssph\u00e4re. PIK-Gr\u00fcnder Hans Joachim Schellnhuber pflegte enge Kontakte zu Angela Merkel, beriet die EU-Kommission und sogar den Papst. Sein Adlatus Stefan Rahmstorf darf in keiner Harald-Lesch-Doku zur Klimakatastrophe fehlen und berichtet regelm\u00e4\u00dfig in seiner Spiegel-Kolumne \u00fcber die neuesten Weissagungen der \u201eFolgenforschung\u201c. Zur Schreckbild-Absage erkl\u00e4rte er passend: \u201eDas ist ein Erfolg der weltweit laufenden Energiewende\u201c. Als h\u00e4tte das Orakel von Potsdam die Extremprognose verhindert.<\/p>\n<p>Wie einflussreich das PIK ist, zeigt ein anderes Beispiel aus dem Klima-Modellbaukasten, das zu \u00e4hnlicher Wirkmacht gelangte: die ber\u00fchmten \u201eKippunkte im Klimasystem\u201c. Schon 2001 schrieb Schellnhuber als f\u00fchrender Autor im damaligen IPCC-Bericht \u00fcber \u201enichtlineare Klima\u00e4nderungen\u201c. Ein Beispiel daf\u00fcr seien Dansgaard-Oeschger-Ereignisse w\u00e4hrend der letzten Eiszeit, bei denen die Erdtemperatur aus ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden in wenigen Jahrzehnten um mehrere Grad emporschoss. \u201eDie gef\u00e4hrlichen Folgen des Klimawandels k\u00f6nnen nur im Kontext nichtlinearen Verhaltens verstanden werden\u201c, schrieb Schellnhuber. Doch Nichtlinearit\u00e4t in komplexen Systemen \u2013 das taugte nicht zur politischen Botschaft, die er vermitteln wollte. Die L\u00f6sung fand Schellnhuber im Gespr\u00e4ch mit einem BBC-Journalisten, dem er sagte, \u201ees gibt mehr oder weniger Kippunkte \u2013 und das verstand er sofort\u201c. Ein Begriff, der zudem schon in der Gesch\u00e4ftswelt verbreitet war \u2013 ideal f\u00fcr politische Botschaften.<\/p>\n<p>Nach einem vorbereitenden Kongress 2005 in Berlin, zu dem Schellnhuber Wissenschaftler aus allerlei Disziplinen eingeladen hatte, erschien 2008 die gro\u00dfe Studie \u201eKippunkte im Klimasystem\u201c, an der auch Rahmstorf mitwirkte. Das Bild: Es g\u00e4be Punkte, an denen Klimaelemente wie Eisschilde oder Monsune von einem \u201eguten\u201c Zustand unwiederbringlich in einen \u201eschlechten\u201c kippen. Und irgendwann kippe das ganze System \u2013 medial gerne illustriert mit einem galoppierenden Treibhauseffekt, an dessen Ende die Erde einer zweiten Venus gleicht. Trocken und hei\u00df \u2013 ein H\u00f6llenplanet. Einzig: neue Evidenzen enthielt das Papier nicht. Vielmehr hatte man bestehende Theorien verschiedener Disziplinen durch Computermodelle gejagt. Die Formel: Geringe Evidenz plus maximale Modellierung gleich extremer Alarmismus. Auch das erfuhr von Anfang an Kritik, beispielsweise im Beitrag \u201eJenseits des Kipppunktes\u201c von Cambridge-Forscher Mike Hulme, der schon 2011 eine apokalyptische Tonlage bei gleichsam hoher Unsicherheit in der Sache beklagte. Und tats\u00e4chlich: die Kippunkte lassen sich zwar in Klimamodellen erzeugen, in der Millionen Jahre w\u00e4hrenden Klimageschichte unseres Planeten finden sie sich aber nicht.<\/p>\n<p>Schon die bereits erw\u00e4hnten Dansgaard-Oeschger-Ereignisse eignen sich schlecht als Belege, denn obwohl sie die rezente Erw\u00e4rmung \u00fcbertrafen, kippte nichts. Vielmehr kehrte die Temperatur \u00fcber ein paar Jahrhunderte aufs vorherige Niveau zur\u00fcck. Auch auf tiefste Eiszeiten folgten wieder warme Phasen. Selbst die hei\u00dfeste Hei\u00dfzeit der vergangenen 100 Millionen Jahre \u2013 das Eoz\u00e4n mit Temperaturen von zehn bis 15 Grad \u00fcber dem heutigen Niveau \u2013 will kein Exempel f\u00fcr Horrorvisionen sein. Statt dem verbreiteten Bild einer globalen W\u00fcste als Folge der Erderw\u00e4rmung war es zwar hei\u00df, aber auch feucht \u2013 und damit gr\u00fcn. Die Subtropen reichten teils bis zu den Polarkreisen, und in einer Gegend, die heute Deutschland hei\u00dft, lebten Urpferde und Krokodile \u2013 wie in der ber\u00fchmten Grube Messel dokumentiert. W\u00e4re nur irgend etwas dran an Kippunkten und galoppierendem Treibhauseffekt, die Erde h\u00e4tte schon damals zur zweiten Venus werden m\u00fcssen. Doch es kippte nichts. Es schwang zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Und trotzdem: Wie die Extremprognose wurden auch Schellnhubers Kippunkte von Politik und Medien zur Wahrheit erhoben, der zu widersprechen moderner Ketzerei gleichkam. Selbst das Bundesverfassungsgericht behandelte sie in seinem Klimabeschluss von 2021 wie ein ehernes Naturgesetz. Das hat Methode: Wenn die Natur der Wissenschaft nicht liefert, was die Politik begehrt, dann m\u00fcssen eben Modelle ran. Dass das zur\u00fcckgenommene unrealistisch war, ist weder neu noch das Werk der Folgenforscher \u2013 sondern ein offenes Geheimnis, seit es dieses Extremszenario gibt. Schlie\u00dflich ist es als ebensolches gestaltet worden. Neu ist hingegen, dass der Druck kritischer Stimmen Anpassungen selbst im IPCC-Milieu bewirkt. Vielleicht, weil einfach immer deutlicher wird, welche schlimmen Folgen nicht das Klima, sondern sein politischer Missbrauch hat. Gut m\u00f6glich also, dass mittelfristig eher das Potsdamer Orakel an einem Kipppunkt steht: von enormer Macht hinein in die Bedeutungslosigkeit.<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 22.5.2026 von Marco Pino bitte lesen in der JF 22\/26, Seite 2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, auch Prof. Fritz Vahrenholt ist mutig und stellt diese Frage und beantwortet sie https:\/\/www.youtube.com\/shorts\/5HrzkHBJArM : Ja, \u201ewir h\u00e4tten ein neues Wirtschaftswunder\u201c.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,5,186,24],"tags":[151,682,715,625,773,863],"class_list":["post-149342","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-energie","category-finanzsystem","category-industrie","tag-erneuerbare-energien","tag-freiheit","tag-klima","tag-ngo","tag-verantwortung","tag-wende"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=149342"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149342\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149510,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149342\/revisions\/149510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=149342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=149342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=149342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}