{"id":148894,"date":"2026-05-08T21:48:03","date_gmt":"2026-05-08T19:48:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=148894"},"modified":"2026-05-09T08:52:34","modified_gmt":"2026-05-09T06:52:34","slug":"wenn-linke-nicht-mehr-links-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wenn-linke-nicht-mehr-links-sind\/","title":{"rendered":"Wenn Linke nicht mehr links sind"},"content":{"rendered":"<p>Der Drang zum <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gruen-links\/\">Linkssein<\/a> beginnt mit der Pubert\u00e4t. Wer jung ist, der ist links. Um dann\u00a0 mit zunehmenden Alter Skepsis und Zweifel Raum greifen zu lassen und die Ideen der politischen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/rechte-partei\/\">Rechten <\/a>f\u00fcr sich zu entdecken. An dieser Lebenserfahrung kommt man nur schwer vorbei. Derzeit erstaunt aber zweierlei: <!--more--><br \/>\nDer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/rechts\/rechtsruck\/\">Rechtsruck<\/a> setzt immer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/jugend-deutschland-rechtsruck\/\">fr\u00fcher<\/a> ein. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gruen-links\/\">Gr\u00fcnlinke<\/a>, die sich \u00fcber das Herabsetzen des Wahlalters auf 16 Jahre einen Stimmengewinn erhofft hatten, wurden entt\u00e4uscht. Denn die Jungw\u00e4hler votieren pl\u00f6tzlich rechts.<br \/>\nUnd unter den bestaltrigen Linken &#8211; so zwischen 35 und 55 Jahre &#8211; stimmen viele dem Diktum von Wolf Biermann &#8222;Ich bin immer h\u00e4ufiger nicht mehr meiner Meinung&#8220; zu: Linke wollen pl\u00f6tzlich nicht mehr links sein.<\/p>\n<p>Ulli Kulke , ein ehemaliger Redakteur der linken taz, hat den Sammelband \u201eWenn das Denken die Richtung \u00e4ndert\u201c (1) herausgegeben, in dem er vierzehn linke Dissidenten zu Wort kommen l\u00e4\u00dft, die an ihrer urspr\u00fcnglichen Linksorientierung irgendwann zu zweifeln begannen.<br \/>\nEs ist ein \u00e4u\u00dferst schwieriges und unbequemes Unterfangen, eigenen Zweifeln nachzugehen, eigene <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/widerstand\/fehler\/\">Fehler<\/a> einzugestehen und dann auch die Konsequenzen zu ziehen: Indem man den fr\u00fcheren Weg \u00e4ndert und indem man sich outet und dar\u00fcber schreibt. Diesen Mut bewiesen die Autoren des Sammelbandes \u201eWenn das Denken die Richtung \u00e4ndert\u201c.<br \/>\n&#8222;In einer politischen Kultur, in der Meinungs\u00e4nderungen h\u00e4ufig als Schw\u00e4che oder Opportunismus interpretiert werden, verteidigen die Autoren eine Haltung, die f\u00fcr jede Gesellschaft unverzichtbar ist, n\u00e4mlich die Bereitschaft, eigene Gewissheiten zu \u00fcberpr\u00fcfen.&#8220; (2). <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/buch\/rezensionen\/\">Das Buch<\/a> liefert keine (neue) Ideologie, Wahrheit bzw. irgendwie richtige Haltung. Das Buch will nicht missionieren, bekehren und eine bestimmte politische Richtung als die einzig Wahre anpreisen. Sondern es fordert dazu auf, seine Meinung zu hinterfragen und diese ggf. zu \u00e4ndern, also ehrlich zu sich selbst zu sein.<br \/>\n8.5.2026<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Wenn Linke nicht mehr links sind&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (3)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Wenn das Denken die Richtung \u00e4ndert &#8211; warum wir nicht mehr links sind<\/strong><br \/>\n<strong>von Ulli Kulke und Reinhard Mohr (Hrsg)<\/strong><br \/>\nKohlhammer Sachbuch 260 Seiten, 24 Euro,<br \/>\nMit Beitr\u00e4ge von Ulrike Ackermann, Henryk M. Broder, Mathias Brodkorb, Monika Gruber, Antonia Grunenberg, Hubert Kleinert, Monika Maron, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/martenstein-thalia-demokratie\/\">Harald Martenstein<\/a>, Nieder Nuhr, Andreas Rebers, Samuel Schirmbeck und Peter Schneider<br \/>\n.<br \/>\nWir \u00e4ndern uns &#8211; auch im Denken. Wolf Biermann hat daf\u00fcr die knappste Formel gefunden: &#8222;Ich bin immer h\u00e4ufiger nicht mehr meiner Meinung.&#8220; Dieses Staunen \u00fcber sich selbst ist der Ausgangspunkt dieses Buches. Die Herausgeber Ulli Kulke und Reinhard Mohr versammeln zw\u00f6lf Autorinnen und Autoren, fast alle gepr\u00e4gt von 68, linken Milieus oder der gr\u00fcnen Bewegung. Sie fragen sich, wie es dazu kam, dass sie heute nicht mehr von der Revolution tr\u00e4umen und nicht mehr an den Sozialismus glauben; dass sie den Staat weder verteufeln noch verg\u00f6ttern; dass Marktwirtschaft, parlamentarische Demokratie und Rechtsstaat f\u00fcr sie zu den gro\u00dfen Errungenschaften z\u00e4hlen; und dass ihnen die Freiheit so wichtig ist, dass sie auf betreutes Denken und Sprechen gut verzichten k\u00f6nnen. Erz\u00e4hlt wird anschaulich und pers\u00f6nlich: von Irrt\u00fcmern und Kurskorrekturen, von Widerspr\u00fcchen, von komischen und bitteren Momenten. Denn kaum etwas ist schwerer, als sich von einem vertrauten Weltbild zu l\u00f6sen, das zur geistigen und emotionalen Heimat geworden ist.<br \/>\nWarum also tut man das? Gab es einen Moment, der alles drehte? Oder viele kleine Anst\u00f6\u00dfe &#8211; in der Uni, im Beruf, im Privatleben? Vielleicht war es auch nur Rudi in der WG, der 1977 den Parmaschinken aus dem K\u00fchlschrank nahm und billige Bierwurst zur\u00fccklegte: eine l\u00e4cherlich-kleine, doch sprechende Ungerechtigkeit im selbstverwalteten Kollektiv. Wie h\u00e4lt man den Abschied von der alten Gruppe aus, den Verlust von Freunden? Glaubt man danach an gar nichts mehr &#8211; oder bildet sich heimlich eine neue Blase, in der Kritik an Ideologien selbst zur Ideologie wird? \u00dcber allem schwebt die Rede vom &#8222;Rechtsruck&#8220;. Anders als in Frankreich, wo &#8222;la Gauche&#8220; und &#8222;la Droite&#8220; seit jeher zwei feste Gr\u00f6\u00dfen sind, hat sich hierzulande in den letzten Jahren eine bequeme Gleichung eingebrannt: Wer nicht links oder wenigstens gr\u00fcn ist, gilt als rechts. Und wer rechts ist, steht schnell unter dem Verdacht, eigentlich rechtsradikal zu sein &#8211; also Nazi. Diese Abk\u00fcrzung ersetzt kein Argument.<br \/>\nDarauf antworten Ulrike Ackermann, Henryk M. Broder, Mathias Brodkorb, Monika Gruber, Antonia Grunenberg, Hubert Kleinert, Monika Maron, Harald Martenstein, Dieter Nuhr, Andreas Rebers, Samuel Schirmbeck und Peter Schneider mit ihren eigenen Geschichten: offen, konkret, widerspruchsbereit &#8211; und der Wirklichkeit zugewandt. Spannend wie ein Roman liest man, wie aus Erfahrungen Einsichten werden. Nicht als Bekenntnis, sondern als ehrliche Bilanz.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Mut zum Zweifel \u2013 warum dieses Buch eine notwendige Debatte ansto\u00dfen wird<\/strong><br \/>\n<em>Ein Manifest als Warnsignal an Gesellschaft und Politik<\/em><br \/>\n<em>Ein ebenso wertvolles wie wichtiges Buch \u00fcber Freiheit, Zweifel und geistige Selbstkorrektur \u2013 geschrieben von der Cr\u00e8me de la Cr\u00e8me deutscher Autoren, Kolumnisten und Kabarettisten.<\/em><br \/>\n&#8230;<br \/>\nIn einer Zeit, in der politische Positionen zunehmend zu identit\u00e4tsstiftenden Markenzeichen werden und \u00f6ffentliche Debatten nicht selten in moralischen Gewissheiten erstarren, wirkt dieses aktuelle Buch wie ein geradezu notwendiger intellektueller Weckruf. \u201eWenn das Denken die Richtung \u00e4ndert \u2013 Warum wir nicht mehr links sind\u201c, herausgegeben von Reinhard Mohr und Ulli Kulke im W. Kohlhammer Verlag, ist weit mehr als eine Essaysammlung. Es ist ein regelrecht notwendiges politisches Zeitdokument, ein pers\u00f6nliches Bekenntnisbuch und zugleich ein leidenschaftliches Pl\u00e4doyer f\u00fcr geistige Freiheit.<br \/>\nDer gerade erschienene Band versammelt Texte von Autoren, die lange Zeit Teil eines eher linken politischen und kulturellen Milieus waren \u2013 und die dennoch irgendwann begonnen haben, ihre eigenen \u00dcberzeugungen kritisch zu hinterfragen. Oder die aus der politischen Mitte stammen, aber sp\u00fcren, wie sich eben diese besagte Mitte zunehmend nach links orientiert hat. Dieses berechtigte und wohltuende Hinterfragen geschieht jedoch nicht im Ton einer plumpen Abrechnung oder eines ideologischen Gegenprogramms. Vielmehr beschreiben die Beitr\u00e4ge einen Prozess: den des Nachdenkens, des Zweifelns und schlie\u00dflich auch des Umdenkens.<br \/>\nGerade darin liegt die besondere St\u00e4rke dieses Buches. In einer politischen Kultur, in der Meinungs\u00e4nderungen h\u00e4ufig als Schw\u00e4che oder Opportunismus interpretiert werden, verteidigen die Autoren eine Haltung, die f\u00fcr jede Gesellschaft unverzichtbar ist, n\u00e4mlich die Bereitschaft, eigene Gewissheiten zu \u00fcberpr\u00fcfen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie bayerische Kabarettistin Monika Gruber, die sich der konservativen Mitte mit klassischen Werten zugeh\u00f6rig f\u00fchlt, formuliert dazu einen Satz, der im Buch fast programmatisch wirkt: \u201eDer Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.\u201c Dieses Bonmot bringt die zentrale Botschaft des gesamten Bandes auf den Punkt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nNoch pointierter formuliert es der Publizist Henryk M. Broder, dessen Beitrag gef\u00fchlt vielleicht zu den provokantesten des Buches geh\u00f6rt: \u201eNur Idioten m\u00fcssen nie ihr Denken \u00e4ndern.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDabei entsteht ein bemerkenswert vielstimmiges Bild. Einige Beitr\u00e4ge sind analytisch und journalistisch gepr\u00e4gt, andere st\u00e4rker essayistisch oder pers\u00f6nlich. Doch gerade diese Vielfalt macht dieses Buch so lebendig. Es zeigt, dass intellektuelle Selbstkorrektur kein einmaliger Akt ist, sondern ein fortlaufender Prozess. Am Ende bleibt der Eindruck eines Werkes, das weniger Antworten geben m\u00f6chte als Denkanst\u00f6\u00dfe. Es fordert seine Leser dazu auf, die eigene Haltung nicht als endg\u00fcltige Wahrheit zu begreifen, sondern als Teil eines offenen Denkprozesses. Gerade deshalb ist \u201eWenn das Denken die Richtung \u00e4ndert\u201c ein wichtiger Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte. In einer Zeit zunehmender Polarisierung erinnert dieses Buch daran, dass Freiheit immer auch die Freiheit des Andersdenkenden bedeutet \u2013 und dass echte Demokratie nur dort funktioniert, wo unterschiedliche Perspektiven miteinander ringen d\u00fcrfen.<br \/>\nDer gro\u00dfe Wert dieses Bandes liegt somit nicht darin, eine neue ideologische Position zu formulieren. Sein Wert liegt vielmehr in der Haltung, die er verk\u00f6rpert: intellektuelle Ehrlichkeit, Mut zum Zweifel und die Bereitschaft, sich selbst infrage zu stellen. In einer Epoche, in der politische Gewissheiten oft lauter vertreten werden als je zuvor, ist dieses Buch daher ein leises, aber umso wichtigeres Signal. Es erinnert daran, dass freies Denken nicht darin besteht, immer recht zu haben \u2013 sondern darin, den Mut zu besitzen, seine Meinung zu \u00e4ndern.<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.3.2026 von Jens Eichler bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/paz.de\/artikel\/mut-zum-zweifel-warum-dieses-buch-eine-notwendige-debatte-anstoszen-wird-a17071.html\">https:\/\/paz.de\/artikel\/mut-zum-zweifel-warum-dieses-buch-eine-notwendige-debatte-anstoszen-wird-a17071.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) Ulli Kulke: \u201eDas linke Gesellschaftsmodell ist gescheitert\u201c<\/strong><br \/>\n<em>Interview: Immer mehr Linke wollen nicht mehr links sein. Warum? Dieser Frage widmet sich Ex-taz-Redakteur Ulli Kulke in seinem neuen Sammelband \u201eWenn das Denken die Richtung \u00e4ndert\u201c,der einige der bekanntesten linken Dissidenten versammelt<br \/>\n<\/em><br \/>\nHerr Kulke, warum wollen immer mehr Linke nicht mehr links sein?<br \/>\nUlli Kulke: Tja, das hat verschiedene Gr\u00fcnde, und einer ist wom\u00f6glich sogar der Rechtsruck in der Gesellschaft, der vielen zu weit geht.<\/p>\n<p>Wegen des \u201eRechtsrucks\u201c wollen Linke nicht mehr links sein? Das m\u00fcssen Sie erkl\u00e4ren.<br \/>\nKulke: Immer mehr B\u00fcrger verstehen sich selbst als rechts &#8230;<\/p>\n<p>Ihre Zahl ist laut Statista in nur drei Jahren von 13 Prozent 2021 auf 20 Prozent 2024 gestiegen, wo sie auch 2025 verharrte.<br \/>\nKulke: Eben, aber bei vielen liegt der Grund daf\u00fcr nicht darin, was die politische Rechte sagt und tut, sondern in dem, was die Linke behauptet und fordert. Die linke Deutungshoheit hat zu lange im Land geherrscht und eine radikale Eigendynamik entwickelt, die einem Teil auch der fr\u00fcheren Linken einfach zu weit geht.<\/p>\n<p>Und deshalb gibt man das eigene Linkssein auf?<br \/>\nKulke: Ich sprach eingangs ja von \u201everschiedenen Gr\u00fcnden\u201c, und sicher spielt auch eine Rolle, welchen Schaden der Sozialismus angerichtet hat. So hat man etwa erkannt, dass die verh\u00e4ngnisvolle Staatsgl\u00e4ubigkeit, die B\u00fcrokratie, die \u00dcberzeugung, alles regulieren zu k\u00f6nnen, auch zu einem gro\u00dfen Teil linke Wurzeln hat \u2013 vom Lieferkettengesetz bis zur abgehobenen Klimapolitik. Hinzu kommt die Gleichmacherei, also die Umverteilung, die zur Wucherung des Sozialstaats gef\u00fchrt hat, was irgendwann nicht mehr zu bezahlen ist. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch die ungehemmte Migrationspolitik. Das Jahr 2015 war sicherlich ein Schl\u00fcsselmoment, weil sich die Frage stellte: Kann das alles noch gutgehen?<\/p>\n<p>Und, kann es das?<br \/>\nKulke: Na, eben nicht, und das begreifen immer mehr Menschen.<\/p>\n<p>Ist Rechts also das neue Links?<br \/>\nKulke: In welcher Hinsicht?<\/p>\n<p>Zum Beispiel, dass immer mehr kluge K\u00f6pfe sich heute nach rechts wenden.<br \/>\nKulke: Wissen Sie, ich pers\u00f6nlich habe mit dem Begriff rechts kein Problem, denn mir ist klar, dass rechts nicht rechtsextrem bedeutet.<\/p>\n<p>Aber?<br \/>\nKulke: Nun, der Untertitel unseres Sammelbandes lautet \u201eWarum wir nicht mehr links sind\u201c.<\/p>\n<p>Sie meinen, von \u201erechts\u201c ist da nicht die Rede.<br \/>\nKulke: Genau, und das mit Bedacht, denn sonst h\u00e4tten wir sicherlich weniger Autoren zusammenbekommen, vielleicht sogar gar keine.<\/p>\n<p>Warum, aus Angst vor sozialen Folgen oder aus inhaltlicher \u00dcberzeugung?<br \/>\nKulke: Aus beidem. Ich glaube, weil sie sich durch die Bank nicht als Rechte, sondern als echte Liberale sehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die woke Linke sind auch das Rechte.<br \/>\nKulke: Nun, wenn Sie mit Ihrer Frage meinen, dass sich die intellektuelle Szene, die fr\u00fcher wie selbstverst\u00e4ndlich links oder zumindest links angehaucht war, nun wandelt und immer weniger links ist, dann k\u00f6nnte man sie mit \u201eja\u201c beantworten.<\/p>\n<p>\u00dcber Sie schrieb die \u201etaz\u201c schon 2019 den Beitrag: \u201eAls \u2018der Ulli\u2019 rechts abbog\u201c.<br \/>\nKulke: Ja, wie gesagt, ich habe damit kein Problem. Aber gefragt habe ich mich damals schon: Bin ich tats\u00e4chlich rechts angekommen oder nur rechts abgebogen?<\/p>\n<p>Der Artikel begr\u00fcndete das so: \u201eDer Ex-Gr\u00fcnen-Mitarbeiter und \u2018taz\u2019-Mitgr\u00fcnder ist zum Verteidiger der AfD geworden. Er findet den Umgang mit ihr \u2018hysterisch\u2019, nannte ihr Wahlprogramm 2017 \u2018akzeptabel\u2019, spricht sich allerdings gegen NS-Relativierungen und rassistische \u00c4u\u00dferungen in der Partei aus.\u201c<br \/>\nKulke: Ja, meine ehemaligen taz-Kollegen sehen das eben als rechts, was ich respektiere. Und insgesamt war es ja ein fairer Artikel, ohne Schaum vorm Mund, der meinen Begr\u00fcndungen Raum gab, mit denen ich meinen Weg darlegen konnte, von der taz und der gr\u00fcnen Bundestagsfraktion zur Welt und zum Blog \u201eAchse des Guten\u201c \u2013 die von Linken nun einmal als rechts betrachtet werden. Allerdings liegt der Beitrag jetzt sieben Jahre zur\u00fcck, in denen sich die AfD weiter radikalisiert hat. Ich sehe sie heute erheblich kritischer, auch im Verh\u00e4ltnis zu Russland. Wobei ich die Brandmauer nach wie vor f\u00fcr fatal halte \u2013 sie wird auch scheitern.<\/p>\n<p>Die Linke d\u00fcrfte die Autoren Ihres Sammelbandes als \u201erechts\u201c einordnen, gleich wie diese sich selbst sehen. Zu ihnen z\u00e4hlen unter anderem Monika Maron, Monika Gruber, Dieter Nuhr, Harald Martenstein, Henryk M. Broder oder Reinhard Mohr \u2013 also einige der bekanntesten linken Dissidenten. Warum konkret wollen sie alle nicht mehr links sein?<br \/>\nKulke: Das schildern sie im Buch in ihren jeweiligen Aufs\u00e4tzen. Ein Grund ist auch ein einkehrender Realismus, also eine Abkehr von linker Tr\u00e4umerei und Romantizismus von einer sch\u00f6nen, heilen Welt, in der jeder alles darf.<\/p>\n<p>Hat sich also die linke Weltsicht als Irrtum erwiesen?<br \/>\nKulke: Wohl nicht in jeder einzelnen Hinsicht, aber im ganzen w\u00fcrde ich schon sagen, ja, das linke Gesellschaftsmodell ist gescheitert.<\/p>\n<p>Inwiefern?<br \/>\nKulke: Nehmen Sie zum Beispiel das Thema Bildung. Man kann heute nicht mehr die Augen davor verschlie\u00dfen, dass es Unfug ist, alle Kinder in dieselbe Schulklasse zu stecken. Das funktioniert einfach nicht, weil es der Differenziertheit der Gesellschaft hinsichtlich der unterschiedlichen Voraussetzungen und F\u00e4higkeiten der Menschen nicht gerecht wird. Das in der Bildungspolitik zu ignorieren ist fatal. Erst recht dort, wo die H\u00e4lfte oder gar \u2013 wie in vielen Berliner Klassen \u2013 bis zu achtzig oder neunzig Prozent der Sch\u00fcler kaum Deutsch sprechen. Ein anderes Beispiel ist die Vorstellung, man k\u00f6nne den linken Umbau der Gesellschaft bedenkenlos den Unternehmen aufb\u00fcrden. Denn die Folge ist, dass der Staat die Firmen erdr\u00fcckt, wenn er sie mit Auflagen, Vorschriften und steuerlicher Belastung f\u00f6rmlich zusch\u00fcttet. So werden s\u00e4mtliche Anreize f\u00fcr eine dynamische Wirtschaft vernichtet. Das merkt man ja inzwischen selbst in der SPD. Nur haben die Sozialdemokraten Angst, diese Wahrheit auch ihrer Funktion\u00e4rsbasis zuzumuten. Daher wird lieber angestrengt \u00fcberlegt, wo man noch mehr Geld herbekommt, um den Irrtum nicht offenbar werden zu lassen. Doch all das f\u00fchrt letztlich nur immer tiefer ins Scheitern des linken Gesellschaftsmodells.<\/p>\n<p>Zeigen die meisten Beitr\u00e4ge im Buch nicht vor allem eines: eine pers\u00f6nliche Entt\u00e4uschung \u00fcber die Linke \u2013 unabh\u00e4ngig davon, dass ihr Modell nicht funktioniert?<br \/>\nKulke: Ja, auch das. Weil die Inhalte und Argumente der Linken inzwischen zum Teil ins Absurde geraten. Da wird etwa ein immer gr\u00f6\u00dferer moslemischer Gesellschaftsanteil produziert, ohne dazu Stellung zu nehmen, dass das auch zu immer st\u00e4rkeren antisemitischen und antifeministischen Tendenzen f\u00fchrt. Gegen Werte also, die die Linke eigentlich immer vor sich hergetragen hat. Beim Thema islamische Einwanderung steht der linke Kampf gegen das Patriarchat auf einmal vollkommen zur\u00fcck. Das reibt sich total, und nat\u00fcrlich merken die Menschen das und wenden sich immer mehr ab.<\/p>\n<p>Sie selbst schreiben in Ihrem Beitrag im Buch von \u201eBigotterie im Dienste linker Weltsicht &#8230; da wollte ich nicht mehr mitmachen\u201c und schlie\u00dflich, \u201eich war fertig mit der linken Weltsicht\u201c. Was hat Sie so entt\u00e4uscht?<br \/>\nKulke: Als studierter \u00d6konom und Wirtschaftsjournalist, der ich bei der taz war, wurden mir die populistischen Scheinl\u00f6sungen der Linken schon w\u00e4hrend der achtziger Jahre immer deutlicher. Damals war die Verschuldung der Dritten Welt ein gro\u00dfes Thema, und die Linke forderte eine vollst\u00e4ndige Streichung der Schulden \u2013 da die Industriel\u00e4nder die Entwicklungsl\u00e4nder ja schlie\u00dflich ausgeraubt h\u00e4tten. Doch die am h\u00f6chsten verschuldeten Staaten waren damals Argentinien, Uruguay und andere, die drei, vier Jahrzehnte zuvor noch zu den wohlhabendsten der Welt geh\u00f6rt hatten (oder wie Venezuela vor \u00d6lreichtum strotzten), deren Befreiung vom Kolonialismus obendrein bereits 160 Jahre zur\u00fccklag. Was dagegen wirklich passiert war: Ihre linken Regierungen hatten sich mit kreditfinanzierten Wahlgeschenken an die Bev\u00f6lkerung v\u00f6llig verausgabt, um ihre Wiederwahl zu sichern. Und dar\u00fcber waren diese L\u00e4nder in die totale Verschuldung geraten. Doch das alles interessierte die Linke \u00fcberhaupt nicht. Ebensowenig wie der Umstand, dass eine v\u00f6llige Streichung der Schulden fatale Folgen f\u00fcr die L\u00e4nder gehabt h\u00e4tte, weil ihnen dann k\u00fcnftig niemand mehr einen Kredit geben w\u00fcrde. Mir erschien das nicht ehrlich.<\/p>\n<p>Apropos ehrlich: \u201eRechts\u201c definiert die Linke gerne als autorit\u00e4r, inhuman und unaufgekl\u00e4rt, links als demokratisch, menschlich und vern\u00fcnftig. Angesichts Ihrer Erfahrung als langj\u00e4hriger Linker: Wie ehrlich ist das?<br \/>\nKulke: Das ist nat\u00fcrlich keine ehrliche Definition. Aber dieses Selbstbild existiert bereits seit Beginn der Sozialdemokratie vor \u00fcber 150 Jahren, und seitdem tr\u00e4gt man es best\u00e4ndig vor sich her. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass die Linke nicht auch gro\u00dfe Verdienste um die Entwicklung unserer Gesellschaft hat. Aber dieses undifferenzierte Selbstbild hat auch Schaden angerichtet, da es zu der \u00dcberzeugung beitr\u00e4gt, dass linke Politik per se richtig ist, ohne R\u00fccksicht auf Verluste. Zum Beispiel der Egalitarismus, der zum einen f\u00fcr sozialen Ausgleich in Gesellschaften sorgt, aber auch schon dazu beigetragen hat, Gesellschaften in den \u00f6konomischen Abgrund zu rei\u00dfen. Als vern\u00fcnftig und menschenfreundlich verstehe ich, Menschen dabei zu helfen, das Beste aus sich zu machen. Aber das setzt voraus, anzuerkennen, dass es Unterschiede gibt und ist das Gegenteil von bedingungsloser Gleichmacherei. Die \u00fcbrigens, weil sie nicht funktioniert, am Ende immer per Zwang, ja Au\u00dferkraftsetzung der Demokratie und der Menschenrechte durchgesetzt werden muss.<\/p>\n<p>Also sind Gewalt und Unterdr\u00fcckung Teil der Linken?<br \/>\nKulke: Insofern, wie ich das eben geschildert habe, ja. Also aus dem Zwang heraus, sonst seine Ideen nicht umsetzen zu k\u00f6nnen. Gewalt ist folglich kein Selbstzweck, denn Linke tr\u00e4umen ja nicht unbedingt davon, sie auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Wirklich? Nehmen Sie etwa die aktuelle Debatte um den Fall Collien Fernandes. Da \u00fcberschlagen sich einige Linke vor Hass- und Gewaltphantasien gegen M\u00e4nner.<br \/>\nKulke: Das stimmt und ist in der Tat ein frappantes Beispiel in seiner pauschalen Schuldzuweisung an alle M\u00e4nner. Selbst die S\u00fcddeutsche Zeitung hat j\u00fcngst darauf hingewiesen, wie erstaunlich diese Pauschalisierung doch ist, da sie von genau den Leuten kommt, die sonst selbst angesichts einer signifikant \u00fcberdurchschnittlichen Beteiligung von Migranten an der hiesigen Gewaltkriminalit\u00e4t davor warnen, zu pauschalisieren, was doch menschenverachtend und rassistisch sei. Aber zur\u00fcck zur linken Gewalt: Es ist schon richtig, dass Dinge wie das Gewaltmonopol des Staates oder auch die freiheitlich-demokratische Grundordnung anzuerkennen, auf der Linken lange ein Tabu war. Ich erinnere mich etwa an einen Plausch mit drei gr\u00fcnen Bundestagsabgeordneten w\u00e4hrend meiner Zeit bei der Fraktion, in dessen Verlauf doch tats\u00e4chlich einer zu sagen wagte, dass das Gewaltmonopol des Staates im Grunde eine zivilisatorische Errungenschaft sei. Woraufhin keiner von uns anderen, obwohl wir alle gleich dachten, es wagte, dem Mutigen zuzustimmen, sondern wir nur herumdrucksten \u2013 so stark war dieses Tabu. Denn damals gab es jede Menge militante linke Gruppen, und regelm\u00e4\u00dfig flogen bei Demos Steine auf die Polizei, und nat\u00fcrlich waren die Gr\u00fcnen stets auf seiten auch der militanten Demonstranten. Zum Gl\u00fcck hat die Partei sich diesbez\u00fcglich gewandelt \u2013 w\u00e4hrend bei der AfD die Entwicklung ja umgekehrt ist.<\/p>\n<p>Inwiefern?<br \/>\nKulke: Sie startete bekanntlich als brave Professoren-Partei, vollzieht inzwischen aber \u00e4hnliche Absetzbewegungen von den Grundfesten des Staates wie anfangs die Gr\u00fcnen. Etwa wenn ma\u00dfgebende AfD-Politiker sagen, dass der Staat nicht mehr verteidigenswert sei und gegen die Wehrpflicht sind.<\/p>\n<p>Es stimmt, dass Bj\u00f6rn H\u00f6cke dagegen ist, aber nicht grunds\u00e4tzlich, sondern nur zum jetzigen Zeitpunkt.<br \/>\nKulke: H\u00f6cke h\u00e4lt unser Land offenbar nicht f\u00fcr verteidigenswert, solange andere als die AfD regieren. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe die Partei ja schon mehrfach in Schutz genommen, n\u00e4mlich dann, wenn sie diskriminiert wurde, etwa in Sachen Vizepr\u00e4sidentenposten oder Fraktionssaal im Bundestag oder im Fall gewaltt\u00e4tiger Angriffe auf AfD-Mitglieder. Und das, obwohl sie nicht meine Partei ist. Aber ich kritisiere auch bedenkliche Entwicklungen. Wenn der H\u00f6ckefl\u00fcgel meint, Deutschland sei es nicht wert, verteidigt zu werden, dann frage ich mich schon, wie es um Staatstreue und Patriotismus dieser Leute bestellt ist. Und ich sehe mit Sorge, dass sich etliche in der Partei heute so wenig von Moskau abgrenzen wollen, wie viele Linke das fr\u00fcher zur Zeit der Nachr\u00fcstung nicht wollten, weil sie im Grunde auf seiten der Sowjets standen. Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass sich hier die jeweiligen Positionen von Linken und Rechten damals und heute exakt ins jeweilige Gegenteil verkehrt haben. Ich kann ja nachvollziehen, warum die AfD gegr\u00fcndet wurde und warum viele Leute sie w\u00e4hlen. Aber ich halte nichts davon, auf den Irrwitz der Linken mit einer solchen Partei zu reagieren. Vielmehr w\u00fcnsche ich mir, dass unsere Demokratie aus der Mitte heraus gerettet wird, in klarer Abgrenzung sowohl zum Links- wie zum Rechtsradikalismus.<br \/>\n&#8230; Alles vom 1.5.2026 mit Moritz Schwarz bitte lesen in der JF 19\/26, Seite 3<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><\/p>\n<p><em>Ulli Kulke: Der Mitgr\u00fcnder und seit 1979 Wirtschaftsredakteur der taz wechselte 1984 als Referent zur Bundestagsfraktion der Gr\u00fcnen, sp\u00e4ter erneut zur taz, dann zu natur, war Ressortleiter der Wochenpost, Vizechefredakteur von mare und von 2001 bis 2016 Mitarbeiter der Welt und Welt am Sonntag. Geboren 1952 als Ulrich Kulke in Benthe (heute Ronnenberg) in Niedersachsen, schrieb der mehrfach preisgekr\u00f6nte Journalist mehrere B\u00fccher, etwa \u00fcber Alexander von Humboldt, Vasco da Gama, Wernher von Braun oder Erwin Wickert. Nun ist sein Sammelband \u201eWenn das Denken die Richtung \u00e4ndert. Warum wir nicht mehr links sind\u201c erschienen. <a href=\"https:\/\/www.ullikulke.de\">https:\/\/www.ullikulke.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Drang zum Linkssein beginnt mit der Pubert\u00e4t. Wer jung ist, der ist links. Um dann\u00a0 mit zunehmenden Alter Skepsis und Zweifel Raum greifen zu lassen und die Ideen der politischen Rechten f\u00fcr sich zu entdecken. An dieser Lebenserfahrung kommt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wenn-linke-nicht-mehr-links-sind\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,100,99,60,13,98,80,172],"tags":[552,568,649,820,525,780],"class_list":["post-148894","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-buch","category-buchhandel","category-jugend","category-kultur","category-literatur","category-medien","category-zukunft","tag-buch-2","tag-jugend-2","tag-links","tag-meinungsfreiheit","tag-politik","tag-rechts"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/148894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=148894"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/148894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148909,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/148894\/revisions\/148909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=148894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=148894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=148894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}