{"id":145894,"date":"2026-02-19T10:17:05","date_gmt":"2026-02-19T09:17:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=145894"},"modified":"2026-02-19T12:00:32","modified_gmt":"2026-02-19T11:00:32","slug":"gewalt-in-theater-und-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gewalt-in-theater-und-realitaet\/","title":{"rendered":"Gewalt in Theater und Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Im Schauspielhaus Bochum st\u00fcrmten beim <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/theater\/\">Theaterst\u00fcck<\/a> <strong><em>&#8222;Catarina oder Von der Sch\u00f6nheit, Faschisten zu t\u00f6ten\u201c<\/em><\/strong> des Autors Tiago Rodrigues am 14.2.2026 zwei Besucher auf die B\u00fchne, um den Schauspieler Ole Lagerpusch zu verdreschen, als er den Faschisten Romeo spielte und gerade einen Monolog zum Thema Faschismus hielt. <!--more-->Die T\u00e4tlichkeiten endeten erst, als der Regisseur auf die B\u00fchne kommt und das Publikum aufkl\u00e4rt, dass hier Theater gespielt wird und dies nicht mit der Realit\u00e4t da drau\u00dfen zu verwechseln ist. Zum Inhalt des Theaterst\u00fccks mehr auf der Homepage des Schauspielhauses in Anlage (1).<br \/>\n.<br \/>\nEine Gesellschaft, die aufgrund ihrer Dauererregung nicht mehr zwischen Fiktion (Theater,<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/satire\/\"> Satire<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kunstfreiheit\/\">Kunst<\/a>) und Wirklichkeit unterscheiden kann, befindet sich in einer kulturellen und emotionalen Krise. Dazu Gerd Buurmann (siehe Anlage (2)): &#8222;Politische Debatten werden nicht mehr als rationale Auseinandersetzungen unter Demokraten gef\u00fchrt, sondern als moralische Endk\u00e4mpfe, in denen alles auf dem Spiel steht: Demokratie, Freiheit, Identit\u00e4t, Zukunft. Angstnarrative von \u201eUntergang\u201c, \u201e\u00dcbernahme\u201c oder \u201eExistenzbedrohung\u201c pr\u00e4gen \u00f6ffentliche Diskurse, Zorn wird erzeugt, Wut verst\u00e4rkt, Emp\u00f6rung kultiviert. In diesem Klima reagiert ein emotional \u00fcberreizter Teil der Bev\u00f6lkerung nicht mehr mit Argumenten, sondern mit Affekten, die bis zur Bereitschaft zu k\u00f6rperlicher Gewalt reichen&#8220;.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der heute von breiten Kreisen der Gesellschaft als wahr begriffenen Gleichung &#8222;Faschismus = Rechtsfaschismus = AfD&#8220;\u00a0 ist der Schritt von der verbalen zur k\u00f6rperlichen Gewalt l\u00e4ngst getan. Symptomatisch die Gewalt gegen Parteien: Im Jahr 2024 haupts\u00e4chlich gegen die AfD (93 F\u00e4lle) &#8211; dahinter in gro\u00dfem Abstand Gr\u00fcne (20) und SPD (8 F\u00e4lle) &#8211; sowie Zerst\u00f6rung von AfD-Einrichtungen (159 F\u00e4lle).<\/p>\n<p>Gewalt gegen die AfD (Realit\u00e4t) und Gewalt der AfD (Fiktion):<br \/>\n&#8222;Die real stattgefundenen Angriffe auf die AfD k\u00f6nnen nicht bestritten werden, sie sind Realit\u00e4t. Was \u00fcber die AfD behauptet wird, kann jedoch bestritten werden, und die AfD tut dies auch&#8220; &#8211; meint Buurmann.<br \/>\nDie Gewalt gegen die AfD (gegen Personen wie Sachen) ist real, d.h. von der Statistik nachgewiesen. Dass von der AfD zerst\u00f6rerische politische Gewalt (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/extremismus\/rechtsextremismus\/\">rechtsextrem<\/a>) ausgeht, w\u00e4re vom Bundesverfassungsgericht nachzuweisen &#8211; was bis dato nicht gelungen ist und wohl auch niemals gelingen wird.<br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/meinungsstreit\/\">Demokratischer Streit<\/a> und Diskurs ist grundlegend und wichtig. Wenn jedoch der politische Gegner (der auch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/radikal\/\">radikal<\/a> sein kann) zum Feind (den man, da <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/extremismus\/\">extremistisch<\/a>, zerst\u00f6ren mu\u00df) erkl\u00e4rt wird, dann kippt die Gesellschaft im Inneren in Richtung B\u00fcrgerkrieg. Insofern ist der Theatertumult in Bochum nicht nur ein kleiner Zwischenfall, sondern ein deutliches Warnsignal in mehrerlei Hinsicht:<br \/>\n1. Das Theaterspiel &#8222;Faschisten t\u00f6ten&#8220; wird mit der Wirklichkeit gleichgesetzt.<br \/>\n2. Der Faschist Romeo wird als Rechtsfaschist der AfD identifiziert. Dabei gibt es &#8211; wie von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/guerot\/\">Ulrike Guerot<\/a> gut beschrieben &#8211; neben dem Rechts- auch den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/faschismus-ist-nicht-nur-rechts\/\">Linksfaschismus<\/a>.<br \/>\n3. Besucher f\u00fchlen sich legitimiert, gegen Theaterspieler gewaltt\u00e4tig vorzugehen.<br \/>\n.<br \/>\nIn den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Mainstreammedien<\/a> wird die Gewaltreaktion des Bochumer Theaterpublikums bei der Auff\u00fchrung des St\u00fccks &#8222;&#8230; Faschisten t\u00f6ten&#8220; laut (3) gro\u00dfenteils begr\u00fc\u00dft &#8211; ein besorgniserregendes Zeichen. Wird demnach Gewalt zum Kennzeichen des linksgr\u00fcnen Diskurses?<br \/>\nIn Deutschland mu\u00df (wieder) eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/diskussionskultur2023\/\">Diskussionskultur<\/a> etabliert werden, in der gewaltfrei und offen Argumente ausgetauscht werden.<br \/>\n19.2.2026<br \/>\nDieser Beitrag ist ohne KI geschrieben worden.<br \/>\n.<br \/>\nEnde von &#8222;Gewalt in Theater und Realit\u00e4t&#8220;<br \/>\n==============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (3)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Inhalt des Theaterst\u00fccks \u201eCatarina oder Von der Sch\u00f6nheit, Faschisten zu t\u00f6ten\u201c laut Schauspielhaus Bochum<\/strong><br \/>\n<em>&#8222;In dieser portugiesischen Familie gibt es eine ungew\u00f6hnliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Euf\u00e9mia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Diktatur wird ein Faschist get\u00f6tet. Stets beginnt der Tag als wohlgelaunte Familienfeier und endet mit der Erschie\u00dfung eines Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht ger\u00e4cht. Doch diesen Sommer rumort es in der Familie. Die j\u00fcngste Generation stellt infrage, was seit drei Generationen zelebriert wird. Eine Tochter lehnt als Veganerin neuerdings das Festmahl (Schweinsf\u00fc\u00dfe nach Familienrezept) ab, w\u00e4hrend die andere das Ritual der Erschie\u00dfung verweigert und bezweifelt, ob Gewalt \u00fcberhaupt ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie sein kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Mitglieder dieser Familie haben also alle politischen Orientierungen, von links bis rechts. Die Familie entzweit also laut Theater die folgende Frage:<br \/>\n<em>\u201eHat Gewalt im Kampf f\u00fcr eine bessere Welt einen Platz? D\u00fcrfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ein Kommentar:<br \/>\n<em>\u201eWie viel faschistisches Gedankengut darf \u00f6ffentlich Raum erhalten? Wie viel Gewalt d\u00fcrfen wir einsetzen, um dagegen zu k\u00e4mpfen, dass Faschismus vielleicht die Zukunft ist. Das geht unter die Haut, ist grandios gemacht und wird noch lange in Erinnerung bleiben. So aufw\u00fchlend muss Theater sein in aufw\u00fchlenden Zeiten.\u201c Deutschlandfunk, Dorothea<\/em> <em>Marcus<\/em><br \/>\nEnde Kommentar<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.schauspielhausbochum.de\/de\/stuecke\/26901\/catarina-oder-von-der-schoenheit-faschisten-zu-toeten\">https:\/\/www.schauspielhausbochum.de\/de\/stuecke\/26901\/catarina-oder-von-der-schoenheit-faschisten-zu-toeten<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>(2) Theater-Tumult: Zuschauer st\u00fcrzen sich auf fiktiven Faschisten<\/strong><br \/>\nIm Schauspielhaus Bochum wurde ein Darsteller, der einen Faschisten spielt, von Zuschauern t\u00e4tlich angegriffen. Dass Menschen in einem Theater nicht mehr klar zwischen Darstellung und Wirklichkeit unterscheiden k\u00f6nnen, zeigt die tiefe kulturelle und emotionale Krise, in der sich dieses Land befindet.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDass diese Emotionalisierung reale Folgen hat, zeigen die Zahlen: Die politisch motivierte Kriminalit\u00e4t in Deutschland hat zuletzt H\u00f6chstst\u00e4nde erreicht. Parteib\u00fcros werden besch\u00e4digt, Wahlplakate zerst\u00f6rt, Veranstaltungen blockiert. Mandatstr\u00e4ger und Wahlk\u00e4mpfer werden beleidigt, bedroht und angegriffen, es bleibt nicht bei Worten.<br \/>\nBei der Gewalt und den Angriffen auf Parteimitglieder und Parteieinrichtungen lassen sich deutliche Unterschiede erkennen, je nachdem, um welche Partei es sich handelt. Laut offizieller Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage gab es 2024 insgesamt 157 gemeldete Gewaltdelikte gegen Parteirepr\u00e4sentanten und -mitglieder, davon 93 gegen Vertreter der Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD), aber jeweils deutlich weniger gegen andere Parteien wie B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen (20 F\u00e4lle) oder die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) (8 F\u00e4lle). Zudem wurden im Jahr 2024 insgesamt 159 Geb\u00e4ude und Einrichtungen der AfD in irgendeiner Form angegriffen, mehr als bei anderen Parteien.<br \/>\nDie AfD ist damit nicht nur h\u00e4ufiger Ziel politisch motivierter Gewaltdelikte als andere Bundestagsparteien, sondern auch bei Angriffen auf Parteistrukturen \u00fcberdurchschnittlich stark betroffen. Das ist die Realit\u00e4t. Der AfD wird seit ihrer Existenz von Teilen der \u00d6ffentlichkeit und auch von Sicherheitsbeh\u00f6rden unterstellt, verfassungsfeindliche Bestrebungen zu verfolgen. \u00dcber Jahre wurde die Partei auf Bundesebene vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer \u201eVerdachtsfall\u201c gef\u00fchrt, eine Einstufung, die nachrichtendienstliche Beobachtung erm\u00f6glicht. In mehreren Bundesl\u00e4ndern, etwa in Niedersachsen, wurde die AfD dar\u00fcber hinaus im Jahr 2026 als \u201egesichert rechtsextremistische Bestrebung\u201c eingestuft. Diese Bewertungen sind Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen. Die AfD-Partei bestreitet sie vehement.<br \/>\nDie real stattgefundenen Angriffe auf die AfD k\u00f6nnen nicht bestritten werden, sie sind Realit\u00e4t. Was \u00fcber die AfD behauptet wird, kann jedoch bestritten werden, und die AfD tut dies auch. Es kann sich bei den Vorw\u00fcrfen also um Fiktion handeln und genau hier liegt ein Teil des Problems. Wenn eine Fiktion \u00fcber die Realit\u00e4t siegt, wird es gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Wenn staatliche Beh\u00f6rden, die der Regierung unterstehen und durch Steuermittel finanziert werden, politische Akteure \u00f6ffentlich als extremistisch einstufen, f\u00fchrt das zu einer zus\u00e4tzlichen Polarisierung. F\u00fcr viele Beobachter wirkt das nicht nur wie eine sachliche rechtliche Einsch\u00e4tzung, sondern wie eine Diffamierung des politischen Gegners, mit der Folge, dass Teile der Bev\u00f6lkerung anfangen, diese Bewertung als moralische Verurteilung zu lesen, statt als n\u00fcchterne juristische Kategorie.<br \/>\nWenn politische Gegner als faschistisch, extremistisch oder untragbar bezeichnet werden, gibt das manchen Menschen eine moralische Rechtfertigung, Gewalt gegen diese Gegner nicht nur zu akzeptieren, sondern aktiv zu bef\u00fcrworten. Diejenigen, die im Theater von Bochum Buhrufe loslie\u00dfen und k\u00f6rperlich eingreifen wollten, handelten nicht aus rationalem Diskurs heraus, sondern aus der \u00dcberzeugung, sie w\u00fcrden etwas Gutes tun und etwas B\u00f6ses verhindern. Sie glaubten, dass ihre Tat im Namen des Richtigen, des Guten sei. Das ist die gef\u00e4hrliche Psychologie, die Gewalt erst erm\u00f6glicht.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer Tumult von Bochum war kein blo\u00dfer Theaterzwischenfall. Er ist ein Warnsignal. Nicht nur f\u00fcr die Kunstfreiheit, sondern f\u00fcr das politische Klima insgesamt. Wenn Emp\u00f6rung zur Grundhaltung wird und Angst zur Dauererz\u00e4hlung, dann ist der Weg von der verbalen zur physischen Eskalation nicht mehr weit.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.2.2026 von Gerd Buurmann bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/theater_tumult_zuschauer_stuerzen_sich_auf_fiktiven_faschisten\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/theater_tumult_zuschauer_stuerzen_sich_auf_fiktiven_faschisten<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) Gutmenschen greifen Schauspieler auf B\u00fchne des Bochumer Theaters an<\/strong><br \/>\nBochum, Schauspielhaus: Bei der Premiere von \u201eCatarina oder Von der Sch\u00f6nheit, Faschisten zu t\u00f6ten\u201c eskaliert das Publikum. Nach Buhrufen und \u201eHalt die Fresse\u201c-Rufen st\u00fcrmen zwei Zuschauer auf die B\u00fchne und gehen auf den Darsteller los \u2013 weil er den \u201eFaschisten\u201c spielt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIm Hochstalinismus der DDR mussten die Zuschauer im Kino, wenn in dem Spielfilm von einem Schauspieler verk\u00f6rpert Stalin auftrat, sich von den Sitzen erheben und den Schauspieler, der jetzt Stalin war, beklatschen. In unserer Demokratie st\u00fcrmen Zuschauer die B\u00fchne, um den Schauspieler k\u00f6rperlich anzugreifen, der den \u201eFaschisten\u201c spielt. Niemand wei\u00df, was dem Darsteller, der laut einem Bericht unter Beifall des Publikums zuvor mit einer Orange beworfen wurde, noch widerfahren w\u00e4re, wenn das Ensemble nicht eingeschritten w\u00e4re. In einem Statement lie\u00df das Schauspielhaus wissen: \u201eDass ein Schauspieler in Aus\u00fcbung seiner k\u00fcnstlerischen Arbeit k\u00f6rperliche Angriffe erfahren musste, hat uns zutiefst erschreckt, wir erachten diese \u00dcbergriffigkeit als vollkommen inakzeptabel.\u201c<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nVieles mag kompliziert sein, aber das ist nun wirklich ganz einfach: Gewalt ist im Kampf f\u00fcr eine bessere Welt keine Option. Dar\u00fcber kann es keine Diskussion geben, weil sonst keine Diskussionen mehr m\u00f6glich sind. Genauso wenig wie Gewalt im Kampf f\u00fcr eine bessere Welt einen Platz hat, d\u00fcrfen die Regeln der Demokratie verletzt werden, um die Demokratie zu verteidigen, weil wir sonst keine Demokratie mehr haben, sondern nur noch unsere Demokratie, die Diktatur der besseren Welt.<br \/>\nDas St\u00fcck selbst stellt die Radikalisierung des rotgr\u00fcnen Diskurses dar, worauf mit rotgr\u00fcner Radikalisierung in Bochum geantwortet wurde. Man ertr\u00e4gt keine andere Meinung mehr, niemand darf sie mehr \u00e4u\u00dfern. Man wehrt sich immer militanter, dass der eigene Kosmos durch andere Meinungen gest\u00f6rt wird, der eigene Gratismut, die selbstgerechten Tr\u00e4umereien mit der Realit\u00e4t konfrontiert werden. Was nicht in die eigene Welt passt, geh\u00f6rt verboten. Theater und Literatur sollen nur die eigenen Vorurteile best\u00e4tigen, so haben wir bald auch kein Theater und keine Literatur mehr.<br \/>\nEs ist doch immer wieder verbl\u00fcffend, dass es die konsequenten K\u00e4mpfer gegen Hass sind, die am st\u00e4rksten hassen.<br \/>\n&#8230; Alles von Klaus-R\u00fcdiger Mai bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/theater-bochum-schauspieler\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/theater-bochum-schauspieler\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nWenn dieser Angriff auf den Schauspieler nicht ein dramaturgischer \u201eKniff\u201c war um die vorhandene Agressionen im Publikum auszutesten &amp; steigern, zeigt es sich doch auch hier wieder glasklar: \u201eDer Kampf gegen Rechts ist der Kampf gegen Demokratie\u201c. Dirty Marty, aka Martenstein. h.Milde<br \/>\n.<br \/>\nWas die Leute sich wohl vorgestellt haben, wie ein Theaterst\u00fcck mit \u201eVon der Sch\u00f6nheit Faschisten zu t\u00f6ten\u201c im Titel wohl mit dem Thema umgehen w\u00fcrde? Denken Linke wirklich, da wird unkritisch Mord bejubelt? Und wenn ja, wie platt und anspruchslos w\u00e4re das dann? Und die halten sich f\u00fcr die geistige Elite. Das ist l\u00e4cherlich, traurig und be\u00e4ngstigend zugleich. yeager<br \/>\n.<br \/>\nGustav le Bon Psychologie der Massen aus dem Jahr 1895: \u201eMan hat schon oft die Geschichte von jenem Volkstheater erz\u00e4hlt, das den Schauspieler, der den Verr\u00e4ter spielte, nach Schlu\u00df der Vorstellung sch\u00fctzen mu\u00dfte, um ihn den Angriffen der \u00fcber seine vermeintlichen Verbrechen emp\u00f6rten Zuschauer zu entziehen. Das ist meiner Meinung nach eins der treffendsten Beispiele f\u00fcr den geistigen Zustand der Massen, und besonders f\u00fcr die Leichtigkeit, mit der man sie beeinflu\u00dft. Das Unwirkliche ist in ihren Augen fast ebenso wichtig wie das Wirkliche. Sie haben eine auffallende Neigung keinen Unterschied zu machen\u201c<br \/>\nDer Fehler liegt in den Menschen und nicht in den Zeiten . K.Selberdenker<br \/>\n.<br \/>\nWer braucht noch Schauspielh\u00e4user und zahlt dort teure Eintritte? Es gibt doch den ganzen Tag 24\/7 in unserer Buntenrepublik kostenlose Galavorstellungen aus Politik und Wirtschaft. Diesen Kulturbeitrag kann man sich wirklich sparen. Mike78<br \/>\n.<br \/>\nLiest man das psychiatrisch auff\u00e4llige Drehbuch des St\u00fcckes, bekommt man eine Ahnung, warum man das portugisische St\u00fcck des portugiesischen Autors niemand in Portugal auff\u00fchren wollte.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Schauspielhaus Bochum st\u00fcrmten beim Theaterst\u00fcck &#8222;Catarina oder Von der Sch\u00f6nheit, Faschisten zu t\u00f6ten\u201c des Autors Tiago Rodrigues am 14.2.2026 zwei Besucher auf die B\u00fchne, um den Schauspieler Ole Lagerpusch zu verdreschen, als er den Faschisten Romeo spielte und gerade &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gewalt-in-theater-und-realitaet\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,181,96,36,13,119,80,214],"tags":[749,732,392,649,780,200,733],"class_list":["post-145894","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-buergerbeteiligung","category-dichter","category-engagement","category-kultur","category-kunst","category-medien","category-theater","tag-diskussionskultur","tag-gewalt","tag-kleinkunst","tag-links","tag-rechts","tag-spiel","tag-theater"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=145894"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145897,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145894\/revisions\/145897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=145894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=145894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}