{"id":145819,"date":"2026-02-16T20:43:07","date_gmt":"2026-02-16T19:43:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=145819"},"modified":"2026-03-04T08:14:25","modified_gmt":"2026-03-04T07:14:25","slug":"cotar-freiheit-afd-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/cotar-freiheit-afd-demokratie\/","title":{"rendered":"Cotar: Freiheit AfD Demokratie"},"content":{"rendered":"<p>Von der dreit\u00e4gigen Inszenierung <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/theater\/prozess-gegen-deutschland\/\">&#8222;Prozess gegen Deutschland&#8220;<\/a> zum fiktiven AfD-Verbotsverfahren werden wahrscheinlich nur die Reden von Joana Cotar (ab 47:15 von 2:35:20) und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/martenstein-thalia-demokratie\/\">Harald Martenstein<\/a> (ab 2:16:23) der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/\">Erinnerungskultur<\/a> erhalten bleiben. Denn diese beiden Beitr\u00e4ge hatten Gehalt.<!--more--><br \/>\n.<br \/>\nDie 12-min\u00fctige Rede von Joana Cotar &#8211; als Video zu sehen und zu h\u00f6ren hier<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GtA3S4vzAX4\"> https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GtA3S4vzAX4<\/a> bzw. in Anlage (1) unten oder im Redetext zu lesen in Anlage (1a) unten &#8211; war ein fulminantes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Freiheit &#8211; anspruchsvoll, mit Tiefgang, auch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/kant\/\">Kant<\/a> wurde eingangs zitiert. Wie ein Feuerwerk, aber leider sehr schnell gesprochen, ohne Pausen zum Nachdenken zwischendurch. Fast wie bei einer Vorlesung an der Uni &#8211; die Studiosi sollen eben mitschreiben und zuhause nacharbeiten. Aber aus den Gesichtern der doch eher links orientierten Zuh\u00f6rer im Thalia-Theater zu Hamburg war deren \u00dcberforderung zu lesen, oder war es nur deren Unwille? Wahrscheinlich beides.<br \/>\n<em><strong>Dieser Redetext von Joan Cotar sollte an den Schulen verteilt und im Unterricht besprochen werden.\u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/team-freiheit\/\">Joana Cotar<\/a> brachte unsere Freiheitlich-Demokratische Grundordnung (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/fdgo\/\">FDGO<\/a>) auf diese Kurzformel:<br \/>\n<em>\u201eFreiheit lebt davon, dass Menschen Falsches sagen d\u00fcrfen,<br \/>\nohne sozial vernichtet zu werden\u201c<\/em>.<br \/>\nUnd diese FDGO ist gef\u00e4hrdet, denn die Ausgrenzung der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/abweichende-meinung\/\">abweichenden<\/a> und deshalb vermeintlich falschen Meinung verbreitet sich hierzulande. Da hilft auch der Ruf nach einem starken Staat nicht, der die &#8222;Falsches&#8220;-Sager auf die Linie von &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/unseredemokratie\/\">Unsere Demokratie<\/a>&#8220; bringen soll. Denn Demokratie lebt von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/diskussionskultur2023\/\">Diskussion,<\/a> Dissens unterschiedlicher Meinungen, Argumentation und Kompromi\u00df. Cotar verteidigt damit keine politische Partei, sondern das demokratische System.<br \/>\n\u201eL\u00fcgen lassen sich widerlegen. Gewissheiten nicht.\u201c Dieses Statement von Cotar prangert unser Problem in Deutschland an: Meinungen werden nicht mehr frei heraus gesagt, m\u00fchsam diskutiert und argumentativ widerlegt, sondern bequem als ideologisch festgeschriebene Dogmen pr\u00e4sentiert und als Haltung befolgt.<br \/>\n.<br \/>\nDie beiden Redebeitr\u00e4ge von Joana Cotar und Harald Martenstein (mehr<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/martenstein-thalia-demokratie\/\"> hier<\/a>) erg\u00e4nzten sich perfekt: Cotar formulierte eher die theoretischen Grundlagen: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/freiheitsrechte\/\">Freiheit<\/a> und FDGO. Didaktisch etwas ungeschickt, eben professoral. Martenstein ging den Schritt von der Theorie zur Praxis und wagte dabei &#8211; im Gegensatz zu Cotar &#8211; sogar sieben Mal, das Wort &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/afd\/afd-konservativ\/\">AfD<\/a>&#8220; auszusprechen. Er sprach rhetorisch mi\u00dfrei\u00dfend (so man sich mitrei\u00dfen lassen wollte bzw. konnte), klar und mutig: &#8222;<em>Man kann mit der Begr\u00fcndung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nat\u00fcrlich auch abschaffen\u201c<\/em>.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Warum h\u00e4lt eigentlich unser Bundespr\u00e4sident nicht einmal so eine Rede wie die am Freitag von Martenstein?&#8220; fragt Klaus Kelle (6). Wobei im Vorprogramm zur Einstimmung Joana Cotar sprechen k\u00f6nnte.<br \/>\n.<br \/>\nBeide Reden zeigen, wie wichtig offene Debatten sind und wie sehr sie derzeit n\u00f6tig sind.<br \/>\nDie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/amadeu-staat-finanziert-zensur\/\">Amadeu Antonio Stiftung<\/a> (AAS) emp\u00f6rt sich, da\u00df &#8222;menschenfeindlichen &amp; demokratiefeindlichen Stimmen wie Robert Farle, Joana Cotar oder Feroz Khan eine B\u00fchne gegeben&#8220; werde (3) . Nein, wer diese Autoren angeh\u00f6rt hat, wurde eines besseren belehrt.<br \/>\nHadmut Danisch weist auf skandal\u00f6se Verhandlungsf\u00fchrung von Herta D\u00e4ubler-Gmelin (ehemalige Bundesjustizministerin) als Vorsitzende Richterin hin: &#8222;Die Frau (Heinecke) sagt \u201eBullshit\u201c und D\u00e4ubler-Gmelin r\u00fcgt den Mann (Khan) f\u00fcr den Umgangston&#8220; (4). Genauer:<br \/>\nFeroz Khan zitiert aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 des BKA (5): &#8222;29.000 Messerdelikte im Jahr 2024&#8220; .<br \/>\nDie Hamburger Juristin Gabriele Heinecke als Anklagevertreterin: &#8222;&#8230; Soll ist Ihnen etwas sagen, das was Sie hier bisher gesagt haben, ist, Entschuldigung, nicht b\u00f6s gemeint, aber totaler Bullshit&#8220;.<br \/>\nFeroz Khan entgegnet: &#8222;Das sagt mehr \u00fcber Sie aus, aber nicht \u00fcber mich. Die Zahlen sind \u00f6ffentlich nachvollziehbar (BKA)&#8220; &#8230;<br \/>\nD\u00e4ubler-Gmelin unterbricht den Dialog Khan-Heinecke und ermahnt Khan: &#8222;&#8230; auch gegen\u00fcber Frauen, bitte respektvoll. &#8230; Sie haben gerade in einer Art und Weise geantwortet, die nicht dem Gebot vor Gericht entspricht.&#8220;<br \/>\nFakt ist somit eine Verdrehung im virtuellen Gerichtsverfahren durch Herta D\u00e4ubler-Gmelin: Der Bullshit stammt von Gabriele Heinecke als Anklagevertreterin, nicht aber von Feroz Khan. In einem realen Gerichtsverfahren w\u00e4re dies ein Skandal.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/theater\/prozess-gegen-deutschland\/\">D\u00e4ubler-Gmelin r\u00fcgt Khan, da Heinecke zu Khan \u201eBullshit\u201c sagt<\/a> (21.2.2026)<\/li>\n<\/ul>\n<p>.<br \/>\nIn dem \u201eProzess gegen Deutschland\u201c im Thalia-Theater spielt die Gewalt eine dominierende Rolle. Es geht 3 mal um Gewalt:<br \/>\n1. Steuern als Gewalt: Das Thalia-Theater ist subventioniert, basiert also auf Gewalt.<br \/>\n2. Gewalt der AfD<br \/>\n3. Gewalt gegen die AfD durch deren Verbot<br \/>\nDazu fragt der Theater-Fachmann Gerd Buurmann (siehe Anlage (8)): \u201eIn einem durch Gewalt finanzierten Theaterst\u00fcck wurde dar\u00fcber diskutiert, ob nicht noch mehr Gewalt notwendig ist, ohne dass die Gewalt selbst reflektiert wurde.\u201c<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>Anstelle eines R\u00e9sum\u00e9es hier mein Wunschtraum:<\/strong><\/em><br \/>\nIn erinnerungskultureller Verpflichtung zum &#8222;Prozess gegen Deutschland&#8220; vom Freitag, den 13. Februar 2026, im Thalia-Theater zu Hamburg spricht am 13.2.2027 anl\u00e4sslich des ersten Jahrestages eine Universit\u00e4tsprofessorin \u00e0 la Joana Cotar \u00fcber beiden Vorz\u00fcge der Demokratie: Erstens garantiert sie den B\u00fcrgern ein Ausma\u00df an individueller Freiheit wie keine andere Staatsform. Und zweitens hat sie das Nachfolgeproblem in einzigartiger Weise genial gel\u00f6st im Institut der Opposition, in der die n\u00e4chste Regierung immer darauf wartet, um die Macht \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen. Die Professorin schlie\u00dft ihre Ausf\u00fchrungen ab mit dem Hinweis, da\u00df die Demokratie den m\u00fcndigen B\u00fcrger brauche, um nicht von innen heraus durch Bequemlichkeit und Untertanenmentalit\u00e4t zerst\u00f6rt zu werden.<br \/>\n.<br \/>\nAn diese theoriebezogene Rede schlie\u00dft sich die eines Bundespr\u00e4sidenten \u00e0 la Harald Martenstein an. Er spricht zu den B\u00fcrgern, dem Souver\u00e4n, nicht als Privatmann (wie etwa Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther bei Lanz), sondern als deren rangh\u00f6chster Dienstleister. Er muntert die B\u00fcrger dazu auf, ihr in \u00a75 GG garantiertes und essenzielles Grundrecht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung doch rege wahrzunehmen: Kritik (auch nicht konstruktive), Skepsis (immerzu), Hinterfragen (auch nervendes), Kontrolle (zum Deep State), Verbesserungsvorschl\u00e4ge (Direkt- statt Parteienwahl), sogar Besserwisserei, doch keine pers\u00f6nliche Beleidigungen. Und zum Abschlu\u00df spricht der Bundespr\u00e4sident Harald Martenstein beruhigende Worte zum \u00e4u\u00dferen Feind, der der Regierung zu gerne zur Ablenkung dient, aber mahnende Worte zum inneren Feind: &#8222;Man kann mit der Begr\u00fcndung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nat\u00fcrlich auch abschaffen\u201c.<br \/>\n16.1.2026<br \/>\nDier Beitrag wurde ohne KI geschrieben.<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Cotar: Freiheit AfD Demokratie&#8220;<br \/>\n==============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (8)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Youtube: Prozess gegen Deutschland &#8211; Er\u00f6ffnungsrede Joana Cotar<\/strong><br \/>\nAm Freitag 13.2. hielt Jona Cotar eine der Er\u00f6ffnungsreden im &#8222;Prozess gegen Deutschland&#8220; im Thalia Theater Hamburg.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GtA3S4vzAX4\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GtA3S4vzAX4<\/a><br \/>\n.<br \/>\nProzess gegen Deutschland &#8211; Er\u00f6ffnung: Auftaktpl\u00e4doyers &amp; Er\u00f6ffnungsreden<br \/>\n13.2.2026 <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/live\/IxsJmRPhBOY\">https:\/\/www.youtube.com\/live\/IxsJmRPhBOY<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDas beste Beispiel was gut organisierte NGO&#8217;S mit staatlicher Hilfe auf die Beine stellen k\u00f6nnen. Man stelle sich mal vor die AFD w\u00fcrde sowas \u00e4hnliches \u00fcber 3 Tage auf die B\u00fchne bringen wollen. Unvorstellbar weil sie keine R\u00e4umlichkeiten, keine Genehmigungen usw. bekommen w\u00fcrden. Vor allem w\u00fcrde die Veranstaltung von der Antifa gest\u00f6rt und gest\u00fcrmt werden. Wurde dieser Unsinn von der AfD gest\u00f6rt? AndreasSchmitt<br \/>\n.<br \/>\nEin Prozess gegen Deutschland als Theaterst\u00fcck getarnt. An drei Tagen haben die Linken vor den Rechten gewarnt. H\u00e4tte ich geahnt das es um das AFD-Verbot und der alternative Presse gegangen ist, w\u00e4re ich nicht vor Ort gewesen, f\u00fcr diesen Propaganda-Mist. Doch es war wichtig diesem &#8222;Schauspiel&#8220; beizuwohnen. Der Hohn dieser genutzten toxischen Kommunikation. Den Umgang mit Zeugen kenne ich schon. Das Kreuzverh\u00f6r durch die Anklage machte wieder klar, welches faschistische Kind der Fragende war. &#8230; Renate<br \/>\n.<br \/>\nDanke Frau Cotar f\u00fcr die gute Rede! Die Zuschauer haben sich sehr unterschiedlich verhalten, einige sahen aus, als f\u00fchlten sie sich ertappt und w\u00fcrden wirklich ihre Position \u00fcberdenken, andere haben es offen abgelehnt und hatten wichtigeres zu tun, wie zum Beispiel in den Laptop zu H\u00e4mmern. Ich war doch sehr verwundert, dass sie dort zu Wort kommen konnten und auch die Rede von Harald Martenstein fand ich sehr gut. Siegried<br \/>\n.<br \/>\nEine grandiose Rede f\u00fcr die Freiheit. Jeder Satz mit politischen und zugleich philosophischen Tiefgang. Wer \u00fcberzeugt ist recht zu haben, der h\u00f6rt nicht mehr zu &#8211; Wahrheit entsteht nicht im Schutz der eigenen Blase &#8211; Freiheit bedeutet nicht, dass wir uns einig sein m\u00fcssen, sondern das wir widersprechen d\u00fcrfen. = Eine Rede, die sich in eine Reihe stellt mit Martin Luther King und John F. Kennedy. Eine Rede an die Nation. Eine Rede, wie sie einer Bundespr\u00e4sidentin w\u00fcrdig w\u00e4re. Eine Rede, die ab jetzt in jeder Schule zum Pflichtprogramm geh\u00f6ren sollte. Migrumi<br \/>\n.<br \/>\nHerzlichen Dank liebe Frau Cotar, wieder einmal sehr gute Worte von Ihnen, jedes Wort die pure Wahrheit. Nur das Publikum sch\u00e4tze ich als zu stur ideologisiert ein, als dass die Mehrheit Ihnen intellektuell folgen konnte, das gleiche bei Herrn Martenstein. Man schaute in die versteinerten, verbissenen Gesichter und fragt sich: Was ist bei denen schief gegangen? Diese Leute brauchen wirklich Nachhilfe im Fach Demokratie! RitaBecher<br \/>\n.<br \/>\nWer die Demokratie liebt hat sie verstanden. Wie viele das im Publikum waren wei\u00df ich nicht, doch viele Gesichter lassen mich vermuten, dass es nicht sein darf, das gerade sie der Wahrheit sehr sehr nah gekommen sind. Chapeau und danke f\u00fcr ihre Worte. Cornelius<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1a) Redetext: Prozess gegen Deutschland &#8211; Er\u00f6ffnungsrede Joana Cotar<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Architektur der Ungewissheit: Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Freiheit, die<\/strong><br \/>\n<strong>wehtut<\/strong><br \/>\n<em>Vortrag, Thalia Theater, Hamburg<\/em><br \/>\n<em>Joana Cotar, 13.02.2026<\/em><\/p>\n<p>Freiheit scheitert selten an der L\u00fcge. Sie scheitert an Gewissheit. An diesem tiefen Bed\u00fcrfnis, endlich auf der richtigen Seite zu stehen, moralisch unangreifbar zu sein, niemals mehr zweifeln zu m\u00fcssen. Das ist gef\u00e4hrlicher f\u00fcr die Freiheit als jede L\u00fcge. Denn L\u00fcgen lassen sich widerlegen. Gewissheiten nicht. Wer \u00fcberzeugt ist, recht zu haben, h\u00f6rt<br \/>\nnicht mehr zu und sieht keinen Anlass mehr, anderen ihre Freiheit zuzugestehen.<br \/>\nImmanuel Kant definierte die Aufkl\u00e4rung einst als den \u201eAusgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm\u00fcndigkeit\u201c. Unm\u00fcndigkeit aber \u2013 ist bequem; und es ist komfortabel, sich in moralischer Gewissheit einzurichten. Und so lassen wir die Aufkl\u00e4rung seit einiger Zeit wieder hinter uns. Wir finden den Weg zur\u00fcck in die Momente, in denen wir anderen das Denken, die Entscheidungen, unseren Schutz \u00fcberlassen. Wir finden den Weg zur\u00fcck in die Abh\u00e4ngigkeit und halten das f\u00fcr Sicherheit. In unserer Gruppe sind wir stark. F\u00fchlen uns geborgen. M\u00fcssen beim Denken nicht aus<br \/>\nunserer Komfortzone heraus. Best\u00e4rken uns gegenseitig und verlernen das richtige Zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wir leben dabei nicht in einer Zeit des Informationsmangels. Im Gegenteil. Wir leben in einer Zeit der \u00dcberf\u00fclle. Nachrichten, Meinungen, Studien, Expertenaussagen sind jederzeit verf\u00fcgbar. Str\u00f6men unabl\u00e4ssig auf uns ein. Doch Wahrheit bedeutet heute weniger die Frage, was die Welt im Innersten zusammenh\u00e4lt, als vielmehr die Frage, wer wir sein wollen. Wahrheit dient der Selbstverortung, nicht der Verst\u00e4ndigung. In dieser<br \/>\n\u201ePost-Wahrheits-Gesellschaft\u201c verf\u00fcgt jede Gruppe \u00fcber ihre eigenen Zahlen, Experten und Narrative. Die Wahrheit wird nicht abgeschafft, sondern vervielf\u00e4ltigt \u2013 und dadurch entwertet. Sie ist \u00fcberall, aber in vielen Versionen; moralisch aufgeladen und fest mit Identit\u00e4ten verkn\u00fcpft. Wir suchen sie nicht mehr \u2013 wir verteidigen sie. Wir pr\u00fcfen sie nicht \u2013 wir bewohnen sie Sobald aber Wahrheit zur Haltung wird, wird Abweichung verd\u00e4chtig. Irrtum gilt nicht mehr als normaler Bestandteil des Erkenntnisprozesses, sondern als Hinweis auf falsche Gesinnung. Widerspruch st\u00f6rt, Zweifel relativiert,<br \/>\nUneindeutigkeit macht angreifbar.<br \/>\nIn diesem Klima wird Freiheit fragil, denn Freiheit lebt existenziell davon, dass Menschen falsche Dinge sagen d\u00fcrfen, ohne ihr Gesicht zu verlieren, ohne daf\u00fcr sozial aussortiert zu werden. Wo \u201eWahrheit\u201c jedoch zur Identit\u00e4t erstarrt, gibt es keine Beweglichkeit mehr. Nur wer sich festlegt, gilt als sicher.<\/p>\n<p>Post-Wahrheit bedeutet nicht, dass Menschen pl\u00f6tzlich h\u00e4ufiger l\u00fcgen. Menschen haben sich immer geirrt. Neu ist vielmehr, dass die Wahrheit nicht mehr das Ergebnis eines Suchprozesses ist, sondern Ausgangspunkt einer Position. Fr\u00fcher wurde \u00fcber Wahrheit gestritten. Man konnte falsch liegen, korrigiert werden, umlernen. Das setzte voraus, dass es etwas Gemeinsames gab, ein Fundament, auf das man sich bezog, zumindest den Anspruch auf eine geteilte Wirklichkeit.<br \/>\nDieser Anspruch jedoch ist br\u00fcchig geworden. Fakten existieren weiterhin, aber sie \u00fcberzeugen nicht mehr aus sich heraus. Sie wirken nur noch innerhalb eines Rahmens, der bereits festlegt, was als relevant oder glaubw\u00fcrdig gilt. Derselbe Sachverhalt kann als Beweis oder als Provokation gelesen werden, je nachdem, in welchem Deutungsraum er<br \/>\nauftaucht. Das hat Folgen. Denn wenn der gemeinsame Ma\u00dfstab fehlt, bleibt als Erkl\u00e4rung f\u00fcr Widerspruch oft nur noch ein Mangel an Integrit\u00e4t. Der Streit verlagert sich von der Sachebene auf die moralische Bewertung der Person.<\/p>\n<p>So entsteht eine merkw\u00fcrdige Gesellschaft: laut und gleichzeitig still; voller Meinungen, aber arm an echten Gespr\u00e4chen; voller Wahrheiten, aber unf\u00e4hig zur Verst\u00e4ndigung. Die Post-Wahrheit ist kein Triumph der L\u00fcge, sondern ein Symptom kollektiver \u00dcberforderung. Widerspruch irritiert uns; Zweifel ersch\u00fcttert die m\u00fchsam aufgebaute Identit\u00e4t und gef\u00e4hrdet die Haltung, an der wir so hart gearbeitet haben. In unserer verunsicherten Zeit verlangen viele nach klaren Positionen, nach moralischer Reinheit. Das Ergebnis ist ein nahezu religi\u00f6ser Eifer, der keine Abweichung duldet. Kritik am eigenen Lager? Unerw\u00fcnscht. Verst\u00e4ndnis f\u00fcr \u201edie Anderen\u201c? Suspekt. Die Fronten verh\u00e4rten sich. Verbissen pocht jede Seite auf ihre Wahrheit \u2013 und ruft reflexartig nach strengen Ma\u00dfnahmen gegen die Anderen, die \u201eUnbelehrbaren\u201c. Verbote und soziale \u00c4chtung sind wieder salonf\u00e4hig geworden. Canceln wir die Au\u00dfenseiter, die, die anders<br \/>\ndenken, anders ticken, anders handeln, anders w\u00e4hlen.<br \/>\nDieser reflexhafte autorit\u00e4re Impuls entspringt einer gef\u00e4hrlichen Illusion der Gewissheit: dem Glauben, man k\u00f6nne durch Zwang eine bessere und sichere Gesellschaft kreieren. In Wahrheit erreicht man damit oft das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt: Man erzeugt Widerstand, aber keine Einsicht. Wer aus dem Diskurs verbannt wird, zieht sich gekr\u00e4nkt in eigene Nischen zur\u00fcck oder sucht Verb\u00fcndete und wehrt sich.<\/p>\n<p>Irrt\u00fcmer verschwinden nicht durch Zensur oder \u00c4chtung \u2013 sie tauchen nur an anderer Stelle, oft radikalisierter, wieder auf. Verdr\u00e4ngte Probleme und Konflikte l\u00f6sen sich nicht auf. Sie bleiben. Konflikte gehen unter der Oberfl\u00e4che weiter und verst\u00e4rken sich dort. Vermeintlich im Namen des Guten &#8211; schaffen Verbote und \u201eCanceln\u201c lediglich Parallelwelten, in denen die jeweils eigene Gewissheit ungefiltert weiterlebt. Und trotzdem ist der Ruf laut &#8211; nach dem Staat, der Politik oder der \u201erichtigen\u201c Autorit\u00e4t, die Ordnung schafft, falsche Meinungen aussortiert. Rechts wie links, oben wie unten. Dieser Ruf entspringt der Sehnsucht nach Entlastung. Danach, dass jemand anderes die Ambivalenz aush\u00e4lt, die wir selbst kaum noch ertragen.<\/p>\n<p>Ist eine Partei anders, unbequem, laut? Spricht sie Dinge an, die der eigenen Haltung, der eigenen Wahrheit, der eigenen moralischen Ordnung widersprechen? Fordern einige ein Verbot. \u00c4u\u00dfert jemand eine kontroverse Meinung? Hei\u00dft es schnell, diese Person sei gef\u00e4hrlich und gef\u00e4hrliche Personen m\u00fcsse man zum Schweigen bringen. Sie k\u00f6nnten \u201eunsere Demokratie\u201c gef\u00e4hrden und unsere offene Gesellschaft. Und diese angeblich offene Gesellschaft verteidigt man notfalls mit dem Ausschluss derer, die nicht passen, ohne die Ironie dabei zu erkennen.<br \/>\nWenn wir es nicht mehr aushalten, einander zu widersprechen, erwarten wir, dass Institutionen diese Spannung f\u00fcr uns entsch\u00e4rfen. In diesem Moment verschiebt sich das implizite Bild des B\u00fcrgers: vom verantwortlichen, m\u00fcndigen Streitpartner zum potenziellen St\u00f6rfaktor, dessen Verhalten vorhersehbar und dessen Worte kontrollierbar sein m\u00fcssen.<br \/>\n.<br \/>\nUnd dem Ruf nach mehr Staat, folgt der Staat nur zu gerne. Ein wenig Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit hier, ein paar neue Grenzen des Sagbaren dort. Mehr Gesetze gegen lustige Memes, von denen sich die Herren und Damen im schicken Zwirn beleidigt f\u00fchlen.<br \/>\nHausdurchsuchungen bei Publizist1en, weil man ihre feinsinnigen und intellektuellen Spitzen nicht versteht. Bei Libert\u00e4ren, die feststellen, dass Staatsbedienstete keine Nettosteuerzahler sind. Bei \u00c4rzten, die Ma\u00dfnahmen kritisieren, die in ihren Augen eher sch\u00e4dlich denn n\u00fctzlich sind.<br \/>\nAll das, im festen Glauben, auf der richtigen Seite zu stehen. So entsteht eine neue Form der Entfremdung, eine Spaltung. Nicht nur zwischen politischen Lagern, sondern zwischen denen, die definieren, was sagbar ist, und denen, die lernen, ihre Zweifel besser f\u00fcr sich zu behalten. Demokratie wird zur Kulisse, Stabilit\u00e4t zum Selbstzweck. Kritik gilt nicht mehr als notwendiger Bestandteil politischer Erneuerung, sondern als St\u00f6rung eines empfindlichen Gleichgewichts.<\/p>\n<p>Dabei lebt Demokratie gerade von Freiheit, von Bewegung, von Konflikt, von der M\u00f6glichkeit, dass die B\u00fcrger nicht nur nicken, sondern auch widersprechen \u2013 und geh\u00f6rt werden. Denn nur im Gespr\u00e4ch, im Austausch unterschiedlicher Perspektiven, entsteht die Chance, den eigenen Irrtum zu erkennen. In friedlicher Konfrontation liegt die intellektuelle Herausforderung. Nur dort wird Gewissheit wieder beweglich. Doch genau diese F\u00e4higkeit scheint uns zunehmend abhandenzukommen. In der Politik ebenso wie im gesellschaftlichen Diskurs. Statt das Verbindende zu suchen, fixieren wir uns auf das Trennende. Statt Fragen zu stellen, verteidigen wir Positionen. Und wundern uns anschlie\u00dfend \u00fcber Gr\u00e4ben, die tiefer und un\u00fcberwindbarer werden. Der W\u00e4hlerwille ist kein st\u00f6rendes Hindernis, das man elegant umgehen kann, sondern das Herzst\u00fcck einer lebendigen Demokratie, das tiefen Respekt verdient. Wer ihn relativiert, weil die \u201eFalschen\u201c gew\u00e4hlt wurden,\u00a0 stellt nicht nur einzelne Entscheidungen infrage, sondern das Prinzip der Demokratie selbst.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die sich im Besitz der richtigen Wahrheit w\u00e4hnen, mag das ein beruhigendes Arrangement sein, aber f\u00fcr die Idee der Demokratie und der Freiheit ist es ein schleichendes Gift, das fr\u00fcher oder sp\u00e4ter seine ganze Wirkung entfalten wird. Denn Freiheit ist kein Privileg f\u00fcr eine politische Richtung, kein Bonus f\u00fcr moralische Konformit\u00e4t. Sie gilt gerade dort, wo sie herausfordert.<br \/>\nWar es nicht historisch gesehen gerade auch die politische Linke, die sich gegen die Bevormundung durch Autorit\u00e4ten stellte? Die f\u00fcr die Autonomie des Individuums k\u00e4mpfte, gegen starre Moral, gegen gesellschaftliche Kontrolle? Diese Autonomie ist heute nicht weniger bedroht \u2013 nur dass die Bevormundung nun oft im Gewand des \u201eGuten\u201c daherkommt, des Richtigen, des moralisch Unangreifbaren. Man zeigt auf diejenigen, die den Mund aufmachen. Auf Menschen, die das Gef\u00fchl haben, dass in diesem Land etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Kritik \u00e4u\u00dfern, andere Fragen stellen. Man spricht ihnen die Legitimit\u00e4t ab, manchmal sogar die Menschlichkeit. Man diffamiert sie. Schlie\u00dft sie aus. Aus Gesellschaft, Beruf und bald auch der Politik? Man hofft, mit ihnen w\u00fcrden auch ihre Fragen verschwinden. Ihre Zweifel. Die Probleme, die sie benennen.<\/p>\n<p>Doch das wird nicht geschehen. Man kann die Realit\u00e4t ignorieren. Aber man kann nicht die Folgen der ignorierten Realit\u00e4t ignorieren. Sie bleiben. Sie wirken weiter \u2013 unter der<br \/>\nOberfl\u00e4che, jenseits des offiziellen Diskurses, oft radikaler und unvers\u00f6hnlicher als zuvor.<br \/>\nWir sollten diese Tage, diesen \u201eProzess gegen Deutschland\u201c, deshalb nicht als Tribunal begreifen, sondern als Einladung. Als Chance, mit denen zu reden, die man ablehnt. Sich Argumenten auszusetzen, die man nicht teilt. Die eigene Gewissheit nicht l\u00e4nger als Ausgangspunkt, sondern wieder als Ergebnis einer gemeinsamen Suche zu verstehen.<br \/>\nWahrheit entsteht nicht im Schutz der eigenen Blase. Sie entsteht im Risiko des Gespr\u00e4chs. Freiheit bedeutet nicht, dass wir uns einig sind \u2013 sondern dass wir uns widersprechen d\u00fcrfen, ohne einander zu Feinden zu erkl\u00e4ren. Denn Freiheit bedroht die Demokratie nicht. Sie ist ihre Voraussetzung.<br \/>\nUnd vielleicht \u2013 ihre Rettung.<br \/>\n<em>Ende Redetext Joana Cotar<\/em><\/p>\n<p>.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Prozess gegen Deutschland \u2013 Unser Autor Christian Witt meint: Joana Cotar war brillant<\/strong><br \/>\n\u201eFreiheit scheitert nicht zuerst an L\u00fcgen, sondern an Gewissheiten \u2013 denn L\u00fcgen lassen sich widerlegen, \u201aGewissheiten\u2018 nicht.\u201c So beginnt Cotar ihren Exkurs, der die Zeitgeschichte in 12 Minuten Rede konzentriert.<br \/>\nDas traf. Weil es den Kern ber\u00fchrt. Eine Gesellschaft, die sich moralisch sicher f\u00fchlt und sich selbst \u00fcberh\u00f6ht, verliert die Bereitschaft zuzuh\u00f6ren. Wahrheit wird nicht mehr gesucht, sondern bewohnt \u2013 jede Gruppe verteidigt ihre Version, statt sie zu pr\u00fcfen.<br \/>\nIn einer Debatte, in der st\u00e4ndig von Gef\u00e4hrdung gesprochen wurde, richtete Cotar den Blick auf eine andere Gefahr: die eigene Verh\u00e4rtung.<br \/>\nIrrtum, so sagte sie sinngem\u00e4\u00df, gelte nicht mehr als Teil eines Erkenntnisprozesses, sondern als finaler Beweis schlichtweg falscher Gesinnung. Widerspruch werde moralisiert, pers\u00f6nlich diffamiert, delegitimiert.<br \/>\nDas ist der Punkt, an dem unser aller Demokratie kippt \u2013 nicht schlagartig mit Get\u00f6se, sondern so langsam und unmerklich, wie man Fr\u00f6sche kocht, stetig und unterhalb jeder alarmierenden intellektuellen Aufmerksamkeitsschwelle.<br \/>\nAusgrenzung beginne selten mit dem einen gro\u00dfen Verbot. Sie beginne mit smarter \u00c4chtung, mit dem Entzug von Reputation, mit dem leisen Signal: Du geh\u00f6rst nicht mehr dazu. Wer diesen Mechanismus nicht erkenne, halte sich weiterhin f\u00fcr offen \u2013 w\u00e4hrend er faktisch R\u00e4ume schlie\u00dfe.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.2.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.alexander-wallasch.de\/gastbeitraege\/prozess-gegen-deutschland-unser-autor-christian-witt-meint-joana-cotar-war-brillant\">https:\/\/www.alexander-wallasch.de\/gastbeitraege\/prozess-gegen-deutschland-unser-autor-christian-witt-meint-joana-cotar-war-brillant<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) Der \u201eProzess gegen Deutschland\u201c und seine Emp\u00f6rungswelle: Linke Kunstbanausen <\/strong><strong>Milo Rau, Joana Cotar und Harald Martenstein am Er\u00f6ffnungstag<\/strong><br \/>\nAusverkauft und live gestreamt: Milo Rau inszeniert im Hamburger Thalia Theater einen Probeprozess zum AfD-Verbot, nennt es Debatten\u00f6ffnung und l\u00e4dt sogar AfD-Leute ein. Prompt schreit die steuerfinanzierte Emp\u00f6rungsindustrie \u201ebrandgef\u00e4hrlich\u201c und will canceln. Kulturkampf mit Subvention. Links ist nie links genug.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAber nat\u00fcrlich kommt vonseiten der staatsfinanzierten Amadeu Antonio Stiftung (AAS) der emp\u00f6rte und lauteste Aufschrei: \u201eBei dem Theaterst\u00fcck \u201cProzess gegen Deutschland\u201d wird menschenfeindlichen &amp; demokratiefeindlichen Stimmen wie Robert Farle, Joana Cotar oder Feroz Khan eine B\u00fchne gegeben. Das ist keine Kunst, sondern brandgef\u00e4hrlich &amp; zeigt, wie kaputt der Debattenraum ist.\u201c Und weiter schimpfen sie, dass diese keine \u201egleichwertige Positionen\u201c vertreten w\u00fcrden \u2013 also bitte einmal canceln. So sieht der Debattenraum f\u00fcr AAS seit \u00fcber einem Jahrzehnt aus: in Stasi-Manier unliebsame Meinungen aus dem Diskurs dr\u00e4ngen. Daf\u00fcr wird eine konservativ-liberale Stimme, wie die von Ex-AfD-Abgeordneter Joana Cotar schnell mal als \u201edemokratiefeindlich\u201c und \u201emenschenfeindlich\u201c diffamiert \u2013 und diese Stiftung ist mit Steuergeldmillionen bis zum Rachen vollgestopft.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nNachdem die Vorsitzende Richterin Herta D\u00e4ubler-Gmelin (SPD) den Prozess er\u00f6ffnet, betritt Regisseur Milo Rau die B\u00fchne. Vor einem diversen Publikum mit einer Paillette an rosaroten K\u00f6pfen h\u00e4lt er seine Begr\u00fc\u00dfungsrede. Er betont sein Ansinnen den Debattenraum zu \u00f6ffnen und dabei drei Fragen auf den Grund zu gehen: Ob die AfD verboten werden kann, ob es ein Social-Media-Verbot f\u00fcr alle unter 16 Jahren geben sollte und welche Ausma\u00dfe die Sprache der Gewalt hat.<br \/>\nViel interessanter sind seine Statements zu Anfragen von Nius, die er erhalten hat. Eine dieser Fragen lautete, ob er es als problematisch sehe, als staatlich finanzierter K\u00fcnstler einen Schauprozess gegen die Opposition zu f\u00fchren. Lapidar antwortet Rau, dass es sich um einen Prozess mit offenem Ausgang handle, ohne Skript und die AfD doch auch staatlich finanziert sei \u2013 sowie auch Nius von einem Gro\u00dfunternehmer Gotthardt finanziert wird. Ihr Steuergeld ist also gut investiert. Bis dahin ist noch kein Wandel in der linken Kulturlandschaft zu sehen.<br \/>\nAuch die ersten Reden holen einen nicht aus dieser Kulturlandschaft ab. Erst die \u201edemokratiefeindliche\u201c und \u201emenschenverachtende\u201c Joana Cotar, scheint die Demokratie und Freiheit so wirklich in Worte fassen zu k\u00f6nnen: \u201eFreiheit scheitert an Gewissheit.\u201c Die Gewissheit, welche Menschen \u201emoralisch unangreifbar\u201c macht und zu \u201ereligi\u00f6sem Eifer\u201c werden kann \u2013 das perfekte Beispiel ist hierf\u00fcr, wie wir gesehen haben die Amadeu Antonio Stiftung, welche offenbar die komplette Gesinnungskontrolle wolle. Aber genau dadurch entsteht Entfremdung, statt Verbindung, betont Cotar.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDoch mit dem Abschluss ging es aufw\u00e4rts: Kolumnist Harald Martenstein (Bild) verleitet das Publikum zu Buhrufen und Schnappatmung \u2013 da kennt die linke Blase nun mal keine juristischen Regeln. Marteinsteins Humor und Schlauheit lassen die vorangegangenen Geschichtsvorlesungen ausgelutscht und verstaubt zur\u00fcck. Der groteske Vergleich von Alice Weidel und Heinrich Himmler oder aber Franz-Josef Strau\u00df und Willy Brandt zusammen im Kabinett \u2013 und noch viele weitere Gleichnisse sind in seine Rede sch\u00f6n verpackt. Pointiert kommt er zum Schluss: \u201eSie wissen, dass sie nicht das vierte Reich verhindern, sondern lediglich ihre politische Konkurrenz ausschalten wollen.\u201c Anstatt gegen die AfD anzuk\u00e4mpfen, empfiehlt er einfach mal Probleme der Sicherheit, Schulen und Wirtschaft anzugehen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.2.2026 von Noemi Johler bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/prozess-gegen-deutschland\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/prozess-gegen-deutschland\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nIm Grunde genommen spricht Martenstein in seiner tollen Brandrede eigentlich nur Dinge aus, die das Wesen einer Demokratie und deren Demokraten beschreiben.<br \/>\nSchaut man bei diesem Vortrag allerdings in die gequ\u00e4lten Gesichter dieser unverkennbar ideologisch einseitig durchdrungenen Zuh\u00f6rer, so kommt einem eher ein anderes Bild in den Sinn, n\u00e4mlich die Metapher von h\u00f6chst erregten Vampiren, denen man ein Kreuz vorh\u00e4lt. E.Frei<br \/>\n.<br \/>\nDer Beitrag von Martenstein ist klasse! DER wei\u00df, was Demokratie ist! Die \u201eBrandmaurer\u201c \u2013 einer wie der\/die andere- wissen es nicht! Es sind ALLESAMT KEINE Demokraten! Hueckfried<br \/>\n.<br \/>\nIch hab\u2019s mir komplett angetan und das Theaterst\u00fcck hat penetrant nach Tribunal und Hilde Benjamin gerochen und geschmeckt. Zossener<br \/>\n.<br \/>\nEs zeigt sich, dass die links-gr\u00fcne Gesinnungsblase durchaus die eigene Unf\u00e4higkeit bemerkt hat, die Probleme des Landes zu l\u00f6sen. Also muss man diejenigen verbieten. die es wagen, auf die Probleme aufmerksam zu machen. Solche Theaterinszenierungen, die ein Medium nutzen, das ohne Steuergeld schon lange verschwunden w\u00e4re, zeigen eigentlich nur die Ohnmacht der linken Szene. Die Hilflosigkeit angesichts des Erstarkens der AfD resultiert letztlich aus der Unf\u00e4higkeit des links-gr\u00fcnen Kartells, die anstehenden Probleme zu l\u00f6sen. Dar\u00fcber lassen sich immer weniger Menschen im Land t\u00e4uschen. Wenn sich diese Erkenntnisse dann wirklich einmal im Wahlverhalten der Mehrheit zeigen sollten, dann ist links vorbei. Juergen P.Schneider<br \/>\n.<br \/>\nVolle Zustimmung und wenn man sich das Publikum anschaut dann wird\u2019s mir so richtig \u00fcbel, typisches gr\u00fcnlinkes\/wokes\/moralinsaures Hamburger-Klientel, das sich offensichtlich f\u00fcr ganz besonders auserw\u00e4hlt\/begabt h\u00e4lt. Wer w\u00e4hrend\/nach dieser Rede Buh schreit (oder mit dem Kopf sch\u00fcttelt, da gab es einige zu sehen) ist eindeutig ein Fall f\u00fcr den Verfassungsschutz. Michael M.<br \/>\n.<br \/>\nDer Regisseur m\u00f6chte \u201eden Debattenraum er\u00f6ffnen\u201c. Die emp\u00f6rten, linken Gutmenschen m\u00f6chten aber Volksgerichtshof haben. Bob Roy<br \/>\n.<br \/>\nAm Ende wissen alle, dass die AfD nie verboten werden wird. Dazu ist sie f\u00fcr alle zu n\u00fctzlich:<br \/>\n1) F\u00fcr die Linken, um die W\u00e4hler der CDU im linken Lager einzusperren. Damit kann man auch mit 16 Prozent (SPD) die Bundespolitik so bestimmen, als h\u00e4tte man die absolute Mehrheit. Um die aber tats\u00e4chlich zu erreichen, m\u00fcssten die Funktion\u00e4re der SPD unendlich mehr tun \u2013 aber warum sollten sie, wenn es das Gottesgeschenk AfD gibt?<br \/>\n2) F\u00fcr die AfD-Funktion\u00e4re selbst, weil sie ihnen inzwischen nicht zu knapp Posten und Einkommen in Parlamenten sichert, ohne dass sie sich den Exerzitien des Regierens unterziehen m\u00fcssten. Und ich spreche hier nicht einmal von Sachsen-Anhalt, das sind doch nur Peanuts.<br \/>\nDas will doch keiner aufgeben. &#8230; Berlindiesel<br \/>\n.<br \/>\nSehr geehrte Frau Cotar, inhaltlich stimme ich ihrer Rede zu! Aber, didaktisch war sie, sage ich einmal, suboptimal. F\u00fcr mein Empfinden packen sie zu viel in die vorhandene Redezeit, sprechen daher recht schnell, haben kaum oder keine Redepausen, keine erg\u00e4nzenden Beispiele oder Erkl\u00e4rungen und geben so vielen ihren Zuh\u00f6rern kaum eine Chance das von Ihnen Gesagte zu verarbeiten. Und genau diejenigen, welchen ihre Gedanken neu sind wollen sie doch bestimmt erreichen, oder? Weniger ist manchmal mehr! Danke f\u00fcr ihren Beitrag! hatho<br \/>\n.<br \/>\nDie meisten B\u00fcrger sch\u00e4tzen Bequemlichkeit h\u00f6her ein als Freiheit. Die meisten sind durch die jahrzehntelange F\u00fcrsorge eines allgegenw\u00e4rtigen Helikopterstaats so verw\u00f6hnt und wissen \u00fcberhaupt nicht mehr wie Freiheit und Eigenverantwortung geht. Das ist die eigentliche Ursache f\u00fcr den R\u00fcckzug der Freiheit und das ungebremste Voranschreiten der staatlichen, sozialistischen Planwirtschaft, die sind in jeden Bereich des Lebens einmischt und bestimmen will, was gut und was schlecht ist. Eine tr\u00fcgerische Sicherheit in die sich die Menschen hier begeben, denn der Staat ist nicht die wohlwollende Organisation, f\u00fcr den ihn viele halten, vielmehr hat dieser Staat mit seinen Strukturen in erster Linie sein eigenes Wohlbefinden und seine unbegrenzte Ausdehnung im Blick. MichelNegerle<br \/>\n.<br \/>\nWas ist nur aus Deutschland geworden, dass Menschen verfolgt werden die es wagen eine eigene Meinung zu haben und sie \u00f6ffentlich zu \u00e4u\u00dfern. Dass Menschen verfolgt werden, die die Staatsdiener kritisieren und ihre Handlungen in Frage stellen. Was ist nur aus Deutschland geworden, wenn es aus seiner eigenen Geschichte nichts gelernt hat und wieder &#8222;falsche&#8220; Meinungen verfolgt, verpr\u00fcgelt, t\u00f6tet, bestraft und diskreditiert. Alles nur um die einzige &#8222;richtige&#8220; Meinung unter dem Mantel der &#8222;Demokratie&#8220; zu manifestieren. Demokratie ist miteinander reden und nicht eine Bev\u00f6lkerungsgruppe auf Basis von L\u00fcgen und Intrigen ausgrenzen! Andreas Kempe<br \/>\n.<br \/>\nSo wahr &#8230; bin Linksw\u00e4hler aber die Frau hat 100% recht. K\u00f6nnte man Joana Cotar w\u00e4hlen; ich w\u00fcrde meine Stimme ihr geben. Meine Mitmenschen auch die vom linken Lager denken irgendwie nicht mehr, sondern f\u00fchlen nur noch, das tut bisschen weh. Ich kann mich mit allen verstehen zb.: AFD etc. aber meine Leute aus dem Lager (Links) k\u00f6nnen nur hassen anstatt zu sagen &#8222;ich verstehe dich auch&#8220;, gut nicht alle aber das habe ich auch nicht behauptet. Beleidigung und &#8222;mit denen kann man nicht sprechen&#8220; sollte NIE passieren, sonst k\u00f6nnen wir gleich bellen anstatt W\u00f6rter zu verwenden. Ich will wieder das WIR alle am Tisch sitzen und uns zuh\u00f6ren und dadurch Regeln machen die F\u00dcR jeden Passen. und auch jeder Einschritt zur\u00fcck macht und ein Schritt zueinander. hunterlint<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) Herta D\u00e4ubler-Gmelin<\/strong><br \/>\nJuristin und SPD-Politikerin. Von 1998 bis 2002 Bundesministerin der Justiz.<br \/>\nDie hat doch bei dieser grotesken Schauprozessveranstaltung die Richterin gespielt:.<br \/>\n.<br \/>\n<em>2 Minuten, die leider wirklich alles aussagen \u00fcber den #prozessgegendeutschland im #thaliatheater in @hamburg<\/em><br \/>\n<em>\u00dcber die Redlichkeit der \u201eRichterin\u201c D\u00e4ubler-Gmelin und der \u201eAnkl\u00e4gerin\u201c Gabriele Heinecke, \u00fcber den Umgang mit Migranten, wenn sie nicht dem eigenen Opfernarrativ folgen wollen, \u00fcber die Bedeutung von Fakten und Fake News in der realen Welt, \u00fcber staatlich finanziertes Theater, \u00fcber die Qualit\u00e4t und Integrit\u00e4t derer, die wie selbstverst\u00e4ndlich ein Verbot der @AfD als Mittel zum Schutz der Demokratie &#8211; und nicht als deren Abschaffung betrachten.<\/em><br \/>\n<em>Einzige Zusatzinformation, die man wissen muss: Die Zahl von 29.000 Messerdelikten im Jahr 2024 ist korrekt. Link im Kommentar.<\/em><br \/>\n<em>.<\/em><br \/>\n<em>Khan: &#8222;29.000 Messerdelikte im Jahr 2024&#8220; &#8230;<\/em><br \/>\n<em>Gabriele Heinecke: &#8222;Soll ist Ihnen etwas sagen, das was Sie hier bisher gesagt haben, ist, Entschuldigung, nicht b\u00f6s gemeint, aber totaler Bullshit&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Feroz Khan: &#8222;Das sagt mehr \u00fcber Sie aus, aber nicht \u00fcber mich. Die Zahlen sind \u00f6ffentlich nachvollziehbar (BKA)&#8220; &#8230;<\/em><br \/>\n<em>D\u00e4ubler-Gmelin: &#8222;&#8230; auch gegen\u00fcber Frauen, bitte respektvoll. &#8230;Sie haben gerade in einer Art und Weise geantwortet, die nicht dem Gebot vor Gericht entspricht.<\/em><br \/>\n<em>15.2.2026, <a href=\"https:\/\/x.com\/jj_hh\/status\/2022932904431530379\">https:\/\/x.com\/jj_hh\/status\/2022932904431530379<\/a><\/em><br \/>\n. &#8230;<br \/>\nW\u00e4re das eine echte Gerichtsverhandlung gewesen, h\u00e4tte ein Strafverteidiger sie an dieser Stelle wegen Befangenheit abgelehnt.<br \/>\nDie Frau (Heinecke) sagt \u201eBullshit\u201c und D\u00e4ubler-Gmelin r\u00fcgt den Mann f\u00fcr den Umgangston.<br \/>\n&#8230;. Alles vom 15.2.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2026\/02\/15\/herta-daeubler-gmelin\/\">https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2026\/02\/15\/herta-daeubler-gmelin\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(5) BKA &#8211; Polizeiliche Kriminalstatistik 2024<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\n<strong>Fokus: Gewaltdelikte mit Messer<\/strong><br \/>\nInsgesamt erfasste die Polizei in Deutschland 2024 zu <strong><em>29.014 Straftaten einen \u201eMesserangriff\u201c<\/em><\/strong>. 54,3 Prozent davon entfallen auf Gewaltkriminalit\u00e4t, 43,3 Prozent auf Bedrohung und 2,4 Prozent auf sonstige Straftaten, wie beispielsweise Widerstand gegen und t\u00e4tlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen sowie N\u00f6tigung.<br \/>\nDer Anteil der als \u201eMesserangriff\u201c erfassten Taten der gef\u00e4hrlichen und schweren K\u00f6rperverletzung ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent angestiegen. Der Anteil an allen gef\u00e4hrlichen und schweren K\u00f6rperverletzungen hat sich um 0,5 Prozentpunkte erh\u00f6ht (2023: 5,8 Prozent, 8.951 F\u00e4lle). Bei Raubdelikten ist ein R\u00fcckgang von 2,6 Prozent zu verzeichnen, der Anteil an allen Raubdelikten ist jedoch um 0,1 Prozentpunkte angestiegen (2023: 10,9 Prozent, 4.893 F\u00e4lle).<br \/>\nWichtig zu wissen: \u201eMesserangriffe\u201c im Sinne der Erfassung von Straftaten in der PKS sind solche Tathandlungen, bei denen der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgef\u00fchrt wird. Das blo\u00dfe Mitf\u00fchren eines Messers reicht hingegen f\u00fcr eine Erfassung als Messerangriff nicht aus.<br \/>\n&#8230; Alles vom 15.3.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bka.de\/DE\/AktuelleInformationen\/StatistikenLagebilder\/PolizeilicheKriminalstatistik\/PKS2024\/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024\/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024_node.html\">https:\/\/www.bka.de\/DE\/AktuelleInformationen\/StatistikenLagebilder\/PolizeilicheKriminalstatistik\/PKS2024\/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024\/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024_node.html<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>(6) Warum h\u00e4lt eigentlich unser Bundespr\u00e4sident nicht einmal so eine Rede wie die am Freitag von Martenstein?<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nAlles ist besser als Autokratien und Diktatoren. Wirklich alles. Und immer. Der gro\u00dfartige Publizist Harald Martenstein hat das gerade in einem herausragenden Beitrag unter Beweis gestellt. Martenstein ist seit Langem einer der Besten unserer Zunft. Aber mit seiner Rede am Freitag im Hamburger Thalia Theater hat er einen Meilenstein der Demokratiebegr\u00fcndung gesetzt. Man fragt sich unwillk\u00fcrlich, warum die meisten unserer Bundespr\u00e4sidenten eigentlich intellektuell zu limitiert sind, um solche bestechenden und \u00fcberzeugenden Grundsatzreden ans Staatsvolk zu halten.<br \/>\nEr warnte vor dem Hintergrund eines real drohenden Verbotsverfahrens gegen die rechte AfD, dass man mit der Begr\u00fcndung, man verteidige die Demokratie, dieselbe auch abschaffen k\u00f6nne. Nat\u00fcrlich kann man das \u2013 brillant argumentiert. Martenstein sezierte, dass klar zu entscheiden sei zwischen \u201erechts\u201c und \u201erechtsradikal\u201c,<br \/>\n&#8230; Alles vom 15.2.2026 von Klaus Kelle bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.denken-erwuenscht.com\/warum-haelt-eigentlich-unser-bundespraesident-nicht-einmal-so-eine-rede-wie-die-am-freitag-von-martenstein\/\">https:\/\/www.denken-erwuenscht.com\/warum-haelt-eigentlich-unser-bundespraesident-nicht-einmal-so-eine-rede-wie-die-am-freitag-von-martenstein\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(7) Ein Tribunal im Theater \u2013 und ein Tabubruch<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nWas da in Hamburg geschah, war ein politischer und intellektueller Paukenschlag. Martensteins Rede war so klar, so pr\u00e4zise und intellektuell so unbestechlich, dass sie zwangsl\u00e4ufig im Netz viral ging. Im Saal dagegen reagierte ein Teil des Publikums anders: \u201ePfui\u201c-Rufe, h\u00f6rbar emp\u00f6rt. Und statt des \u00fcblichen Szenenapplauses immer wieder diese gespenstige Stille, wenn jemand nicht klatscht, sondern nachdenken muss.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWarum schlug diese Rede so ein \u2013 und zwar in beiden Lagern? Warum war das Publikum zun\u00e4chst wie versteinert \u2013 und reagierte am Ende sogar mit \u201ePfui\u201c-Rufen?<br \/>\nWeil Martenstein etwas tat, was im aufgeheizten politischen Klima der neuen Bundesrepublik selten geworden ist: Er argumentierte nicht tribal, sondern prinzipiell. Er sprach nicht als Verteidiger einer Partei, sondern als Verteidiger einer Ordnung. Und genau das irritiert. Wer in Lagerlogik denkt, erwartet Bekenntnisse. Wer Prinzipien verteidigt, wirkt verd\u00e4chtig. F\u00fcr die einen ist das Verrat, f\u00fcr die anderen zu wenig Angriff.<br \/>\nDie versteinerten Gesichter w\u00e4hrend der Rede hatten weniger mit \u00dcberraschung zu tun als mit Kontrollverlust. Wenn jemand die Spielregeln infrage stellt, mit denen man sich moralisch eingerichtet hat, entsteht Unruhe. Nicht weil die Argumente laut sind \u2013 sondern weil sie still treffen. Eine Rede, die nicht emp\u00f6rt, sondern pr\u00e4zise ist, nimmt dem Publikum die gewohnte Emp\u00f6rungsroutine.<br \/>\nUnd die \u201ePfui\u201c-Rufe am Ende? Sie sind das Ger\u00e4usch, das entsteht, wenn Argumente nicht einfach widerlegt werden k\u00f6nnen \u2013 und man sie trotzdem nicht gelten lassen will. Wer eine Partei verbieten m\u00f6chte, braucht die Gewissheit, moralisch auf der sicheren Seite zu stehen. Wenn diese Gewissheit ins Wanken ger\u00e4t, reagiert nicht jeder mit Nachdenken. Manche reagieren mit Affekt. Das erkl\u00e4rt die \u201ePfui\u201c-Rufe. Wer sich sicher f\u00fchlt, argumentiert. Wer sich getroffen f\u00fchlt, ja ertappt, schreit.<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.2.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/ein-tribunal-im-theater-und-ein-tabubruch\/\">https:\/\/reitschuster.de\/post\/ein-tribunal-im-theater-und-ein-tabubruch\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nJa, eine sehr gute Rede. Nur ein Stelle stie\u00df mir unangenehm auf, als er einen Unterschied zwischen Rechts und Rechtsradikal andeutet und das alte Narrativ der SPD befeuert.<br \/>\nDeshalb nochmal:<br \/>\n&#8211; Die AfD ist rechts.<br \/>\n&#8211; Rechts ist ein ganz normales politisches Spektrum, dem Kapitalismus zugewandt.<br \/>\n&#8211; Rechtsradikal hei\u00dft, dass man rechte Werte fundamental vertritt, also um diese nicht feilscht.<br \/>\n&#8211; Rechtsextrem hei\u00dft, dass man dieses Fundament auch mit Gewalt erreichen will.<br \/>\n&#8211; Nichts davon hat irgendwas mit Rassismus zu tun.<br \/>\n&#8211; NS waren Linke.<br \/>\n&#8211; Es gibt mehrere linke Str\u00f6mungen, die sich feindlich gegen\u00fcberstehen, genau wie auch beim Islam die verschiedenen Str\u00f6mungen sich gegenseitig umbringen. Firnefex<br \/>\n.<br \/>\nIch habe mir die Rede angeschaut. Nicht nur die Worte waren beeindruckend &#8211; noch beeindruckender waren die entsetzten Gesichter der \u00fcberwiegend linkslastigen Zuh\u00f6rer. Viele von ihnen h\u00e4tten Martenstein gerne nieder gebr\u00fcllt und seine Rede verhindern wollen. Genauso wie es heute an deutschen Unis stattfindet. santacroce<br \/>\n.<br \/>\nVor allem war im Publikum kein einziger Ausl\u00e4nder zu sehen. Eine links gr\u00fcne &#8230;\u00a0 ohne Ausl\u00e4nderdiversit\u00e4t, die sie anderen gerne zu Massen aufoktroieren. In ihren Blasen sieht das wei\u00dfe Publikum schlimmer aus, als auf jedem AfD Parteitag. DerExilant<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(8) Schauprozess im Theater \u2013 Macht, Moral und Meinungsfreiheit<\/strong><br \/>\n&#8230; Im Thalia Theater wurde ein Machtungleichgewicht inszeniert, und gerade diese Inszenierung machte ein wesentliches Ph\u00e4nomen deutlich: In einer asymmetrischen Debatte, in der der einen Seite zugestanden werden soll, Gewalt aus\u00fcben zu d\u00fcrfen, w\u00e4hrend die andere Seite nur argumentieren kann, ob die Gewalt gerechtfertigt ist, ist es f\u00fcr die bedrohte Seite entscheidend, die Angreifenden vollst\u00e4ndig zu verstehen.<br \/>\n..<br \/>\nIm Thalia Theater wurde auf eindringliche Art klar: Die bedrohte Seite muss die Angreifenden kennen, w\u00e4hrend die Angreifenden die bedrohte Seite nicht kennen m\u00fcssen. Das Debattenklima im Thalia Theater war exemplarisch f\u00fcr die Dynamiken in unserer aktuellen Gesellschaft.<br \/>\nW\u00e4hrend der Veranstaltung in Hamburg wurde immer wieder deutlich, dass die Seite, die gegen ein AfD-Verbot argumentierte, die Positionen der Gegenseite kannte. Die Seite allerdings, die f\u00fcr das Verbot stimmte, war auf abenteuerliche Weise unwissend \u00fcber die Gedankenwelt der Seite, \u00fcber die sie richteten und denen sie Gewalt antun lassen wollten. Deutlich wurde dies besonders nach den Redebeitr\u00e4gen von Joana Cotar, Frauke Petry und Harald Martenstein. Teile des Publikums verlie\u00dfen den Saal, als sie sprachen, wiederholt wurden die Redner unterbrochen. Es gab Buh-Rufe und Unmutsbekundungen. Ein gro\u00dfer Teil des Publikums reagierte emotional, anstatt sich auf die Argumente einzulassen. Gleichzeitig erhielten Redebeitr\u00e4ge, die das Verbot unterst\u00fctzten, wiederholt Applaus.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Inszenierung im Thalia jedoch war nicht auf Verst\u00e4ndnis ausgerichtet, und schon gar nicht auf Zustimmung. Es ging darum, dar\u00fcber zu diskutieren, ob es der einen Seite erlaubt werden sollte, der anderen Seite Gewalt anzutun. Es ging darum, die eine Seite staatlich verbieten zu d\u00fcrfen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSubventionierte Theater, wie das Thalia, werden h\u00e4ufig von Personen aus dem linken Spektrum bespielt und finanziert. Subventionen werden aus Steuermitteln bereitgestellt, also aus Mitteln, die durch staatliche Gewalt eingetrieben werden, sei es durch Steuerzwang oder andere Durchsetzungsmechanismen. Selbst wenn diese Mittel f\u00fcr gesellschaftlich wertvolle Projekte genutzt werden, bleibt die zugrunde liegende Gewaltbereitschaft ein Faktum.<br \/>\nBei Steuern ist es eben wie bei jeder Gewalt: Der Staat muss behaupten, diese Gewalt f\u00fcr das Gute auszu\u00fcben, um sie auch aus\u00fcben zu k\u00f6nnen. Die Gewalt muss als Instrument f\u00fcr etwas Gutes erscheinen, in diesem Fall f\u00fcr die Kulturf\u00f6rderung. K\u00fcnstler, die in subventionierten Theatern arbeiten, behaupten oft, Pazifisten zu sein, profitieren jedoch gleichzeitig von der staatlich gew\u00e4hrten Gewalt, die ihre Arbeit erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Die Inszenierung im Thalia Theater zeigte, wie problematisch diese Gewalt werden kann. Im Thalia wurde diskutiert, ob eine Partei verboten werden soll, und dieses Gedankenspiel wurde durch staatlich subventionierte Mittel m\u00f6glich gemacht. <em><strong>In einem durch Gewalt finanzierten Theaterst\u00fcck wurde dar\u00fcber diskutiert, ob nicht noch mehr Gewalt notwendig ist, ohne dass die Gewalt selbst reflektiert wurde.<\/strong><\/em><br \/>\nDie sozialen Medien jedoch durchbrechen dieses Schweigen. Dort k\u00f6nnen Menschen ihre Gedanken unabh\u00e4ngig vom Theater und dessen Ideologie verbreiten. Die Argumente von Martenstein, Petry und Cotar erreichten auf diese Weise eine breite \u00d6ffentlichkeit, und diese \u00d6ffentlichkeit diskutierte jenseits des kontrollierten Theaterraums.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.2.2026 von Gerd Buurmann bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/tapferimnirgendwo.com\/2026\/02\/18\/schauprozess-im-theater-macht-moral-und-meinungsfreiheit\/\">https:\/\/tapferimnirgendwo.com\/2026\/02\/18\/schauprozess-im-theater-macht-moral-und-meinungsfreiheit\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der dreit\u00e4gigen Inszenierung &#8222;Prozess gegen Deutschland&#8220; zum fiktiven AfD-Verbotsverfahren werden wahrscheinlich nur die Reden von Joana Cotar (ab 47:15 von 2:35:20) und Harald Martenstein (ab 2:16:23) der Erinnerungskultur erhalten bleiben. Denn diese beiden Beitr\u00e4ge hatten Gehalt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,181,36,13,157],"tags":[751,749,525,733,338],"class_list":["post-145819","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-buergerbeteiligung","category-engagement","category-kultur","category-oeffentlicher-raum","tag-bildung","tag-diskussionskultur","tag-politik","tag-theater","tag-uni"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145819","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=145819"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145819\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146463,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145819\/revisions\/146463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145819"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=145819"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=145819"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}