{"id":144906,"date":"2026-01-28T17:49:36","date_gmt":"2026-01-28T16:49:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=144906"},"modified":"2026-01-31T09:05:28","modified_gmt":"2026-01-31T08:05:28","slug":"windkraft-tatsache-vs-wertung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/windkraft-tatsache-vs-wertung\/","title":{"rendered":"Windkraft: Tatsache vs Wertung"},"content":{"rendered":"<p>Die Gemarkung von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/guenterstal\/\">G\u00fcnterstal<\/a> als s\u00fcdlichem Vorort von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/freiburg-idee\/\">Freiburg<\/a> erstreckt sich bis zum 1284 m hohen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/berge\/schauinsland\/\">Schauinsland<\/a>. Am 24.1.2026 hatte die &#8222;B\u00fcrgerinitiative Windkraft G\u00fcnterstal&#8220; (3) zur Infoveranstaltung &#8222;Windkraftanlagen im Wald um G\u00fcnterstal&#8220; eingeladen. <!--more-->Der Hydrogeologie-Professor Nico Goldscheider vom KIT Karlsruhe (4) und der Physik-Professor Eduard Heindl von der Hochschule Furtwangen (5) referierten. Sie boten eine F\u00fclle von Sachargumenten. Interessant und n\u00fctzlich f\u00fcr die ca 150 anwesenden Besucher &#8211; ob sie nun f\u00fcr oder gegen die Errichtung zus\u00e4tzlicher <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wind\/windkraft\/\">Windr\u00e4der<\/a> an Freiburgs Hausberg sind.<br \/>\n.<br \/>\nLeider war die Berichterstattung in der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/zeitung\/bz\/\">Badischen Zeitung<\/a> (siehe Anlage (1) unten) nicht ganz so <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/neutral\/\">neutral<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/ausgewogenheit\/\">ausgewogen<\/a>, d.h. das Diktum des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/buergerjournalismus\/\">Journalismus<\/a>-Altvaters <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/ausgewogenheit\/\">Hans Joachim Friedrichs<\/a> galt wenig: <em>&#8222;Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er \u00fcberall dabei ist, aber nirgendwo dazugeh\u00f6rt.\u201c<\/em><br \/>\nSo wird Bericht eingeleitet mit dem Statement &#8222;Bei einer Infoveranstaltung bedauerten zwei streitbare Referenten den Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie&#8220;: Dass <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/\">Wissenschaftler<\/a> beim Vortragen ihrer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/moralisieren-argumentieren\/\">Argumenten<\/a> &#8222;streitbar&#8220; sein sollen, ist vielleicht noch akzeptabel &#8211; n\u00e4mlich im Hinblick auf den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/diskussionskultur2023\/\">&#8218;demokratischen Streit&#8216;<\/a>\u00a0sowie den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/\">&#8218;wissenschaftlichen Streit&#8216;<\/a>. Aber was soll das Herstellung einer Beziehung (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/korrelation-ja-kausalitaet-nein\/\">Korrelation<\/a>, Kausalit\u00e4t) Windkraft &#8211; Kernenergie? Oder warum m\u00fcssen alle Windkraftbef\u00fcrworter automatisch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/rechts\/rechts-oder-links\/\">politisch links<\/a> und alle Gegner rechts sein?<br \/>\n.<br \/>\nAdrian Kempf geht in seinem Beitrag &#8222;Windkraft um G\u00fcnterstal: Fachvortr\u00e4ge warnen vor Risiken f\u00fcr Wasser, Wald und Versorgungssicherheit&#8220; (2) prim\u00e4r auf Sachinhalte ein, also auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/meinung-und-tatsache-trennen\/\">Tatsachen<\/a> bzw. Fakten anstelle von Deutungen bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/meinung-und-tatsache-trennen\/\">Wertungen<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\n\u00dcber das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/laerm\/\">L\u00e4rmproblem<\/a> durch Windkraftr\u00e4der im Gebiet des Schauinsland berichten Anwohner der westlich oberhalb von Freiburg-G\u00fcnterstal gelegenen Gemeinde Horben (6). L\u00e4rm als eines der gro\u00dfen Umweltgifte.<br \/>\n.<br \/>\nZur\u00fcck zur journalistischen Darstellung der Informationsveranstaltung zur Planung weiterer Windkraftanlagen am Schauinsland bei Freiburg: Adrian Kempf pr\u00e4zisiert seine Kritik zum BZ-Artikel in (1). Im Beitrag &#8222;Windkraft um G\u00fcnterstal \u2013 warum kritische Fragen keine Ideologie sind&#8220; (7) geht es um die Unterscheidung von<br \/>\n1. Tatsachen bzw. Fakten, die man kritisieren und gerne auch falsifizieren kann sowie<br \/>\n2. Wertungen, Deutungen bzw. Dogmen aus dem Bereich der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/ideologie\/\">Ideologie<\/a>, die man allenfalls glauben kann bzw. mu\u00df, da sie keiner <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/kritik\/\">Sachkritik<\/a> zug\u00e4nglich sind.<br \/>\n.<br \/>\nSeit die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/regierung2025\/\">Bundesregierung<\/a> beschlossen hat, die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/windradtransport-68-m-lang\/\">Windkraft<\/a> auch in Regionen zu verbreiten, in denen sie sich wirtschaftlich nicht bzw. nur \u00fcber immense <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/subventionen\/\">Subventionierung<\/a> rechnet, beginnt die gesellschaftliche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/kritik\/\">Diskussion<\/a> endlich Fahrt aufzunehmen. Gem\u00e4\u00df WindBG sollen 1,8 Prozent der Grundfl\u00e4che bis 2032 als Windvorrangfl\u00e4chen ausgewiesen werden, ein unglaublich hoher Prozentanteil. Da geht es richtig zur Sache.<br \/>\nEinen Vorgeschmack hierzu gibt Wolfgang Maison, Mitgr\u00fcnder der s\u00fcdbayerischen B\u00fcrgerinitiative \u201eWindradfreies Oberland\u201c, in seinem Bericht im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/radio\/kontrafunk\/\">Kontrafunk<\/a> (siehe Anlage (8) unten) \u00fcber den Kampf gegen riesige Windkraftr\u00e4der im bayerischen Alpenvorland von Bad T\u00f6lz bis Garmisch-Partenkirchen &#8211; weniger auf den Bergen (da kommt man mit den gigantisch gro\u00dfen Rotoren kaum rauf), sondern gerne im windarmen leicht h\u00fcgeligen Alpenvorland.<br \/>\n<em><strong>In der Diskussion um die Windkraftstandort spielen Windh\u00f6ffigkeit, Natur und Kosten-Nutzen-Rechnung keine Rolle mehr<\/strong><\/em>,<em><strong> sondern nur noch die Erf\u00fcllung der gesetzlichen Vorgabe von 1,8 Prozent Windvorrangfl\u00e4che<\/strong><\/em>. Gesetz (das vom <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/untertan\/\">Untertanen<\/a> zu erf\u00fcllen ist) statt Logik (die die Wissenschaften untermauern) &#8211; in gut deutscher Manier.<br \/>\n&#8222;Dreht sich ohne Wind das eine Windrad nicht, dann werden sich auch zehn Windr\u00e4der nicht drehen nicht&#8220; (das doppelte bayerische &#8222;nicht&#8220; ist wichtig, da es die Verneinung nicht etwa aufhebt, sondern verst\u00e4rkt). Und der B\u00fcrgermeister nahe Garmisch klagt sinngem\u00e4\u00df weiter: &#8222;Wir k\u00f6nnen sagen was wir wollen. Nur die Prozentzahl 1,8 % Windvorrang z\u00e4hlt.&#8220;<br \/>\n28.1.2026<br \/>\nDieser Beitrag wurde garantiert ohne KI geschrieben.<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Windkraft: Tatsache vs Wertung&#8220;<br \/>\n===========================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (9)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Initiative will Windr\u00e4der bei Freiburg-G\u00fcnterstal verhindern \u2013 warum?<\/strong><br \/>\nDie B\u00fcrgerinitiative Windkraft G\u00fcnterstal sammelt Argumente gegen den Bau von Windr\u00e4dern. Bei einer Infoveranstaltung bedauerten zwei streitbare Referenten den Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nZun\u00e4chst sprach Nico Goldscheider, Hydrogeologe am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie, \u00fcber potenzielle Auswirkungen von Windkraft auf Wasserressourcen, Umwelt und Tourismus. Seiner Meinung nach geraten Wasserressourcen und W\u00e4lderschutz angesichts des Ausbaus zunehmend unter die R\u00e4der. Auch in G\u00fcnterstal sei das der Fall. Das baden-w\u00fcrttembergische Umweltministerium und die Stadt Freiburg halten dagegen: &#8222;Aspekte des Wasserschutzes werden bei der Planung und Genehmigung des Windenergieausbaus ber\u00fccksichtigt&#8220;, betonen sowohl Ministeriumssprecherin Claudia Hailfinger als auch Rathaussprecherin Eva Amann. Als gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr W\u00e4lder nennt Amann einen ungebremst voranschreitenden Klimawandel. Bezogen auf die Freiburger Gesamtwaldfl\u00e4che seien die Eingriffe f\u00fcr Windkraftanlagen gering: &#8222;Bei einer Fl\u00e4cheninanspruchnahme von 1,2 Hektar Wald pro Windkraftanlage sind das 0,018 Prozent der Waldfl\u00e4che.&#8220;<br \/>\nEin anderer Kritikpunkt Goldscheiders: Die Energieproduktion in Form von Windkraft sei weder grundlastf\u00e4hig noch steuerbar. Schwankungen k\u00f6nnten nicht ausgeglichen werden, weshalb in windarmen Zeiten Strom aus Kohlekraftwerken und durch Importe aus Kernenergie bereitgestellt werden m\u00fcssten. Eben weil volatile Energien genutzt werden, erfolge der Umbau der Energiesysteme schrittweise, erl\u00e4utert Hailfinger. Flexibilisierung und effiziente Nutzung werden ihr zufolge durch Netzausbau, die Nutzung von Speichern, smarte Steuerung und die Nutzung von gr\u00fcnem Wasserstoff erreicht.<br \/>\nGoldscheider kam zum Schluss: &#8222;Wind ist nicht der K\u00f6nigsweg f\u00fcr eine CO2-neutrale Energieversorgung.&#8220; Herrsche Dunkelflaute, gebe es also kaum Wind, k\u00f6nnten die WKA lediglich 0,5 Prozent des Strombedarfs decken: &#8222;Durch mehr Anlagen wird das kaum besser.&#8220; Man m\u00fcsse bedenken, so Goldscheider, dass der Bau von WKA Auswirkungen auf viele Bereiche habe. Durch den Bau der Anlagen w\u00fcrde nicht nur Wald gerodet, sondern es k\u00f6nnten Diesel und Hydraulik\u00f6le der Baufahrzeuge sowie die in den Rotoren verbaute Ewigkeitschemikalie PFAS ins Wasser gelangen. Und durch den R\u00fcckbau von Anlagen fielen gro\u00dfe Mengen Schrott an, f\u00fchrte Goldscheider aus. Die Stadt entgegnet, dass Windkraftanlagen fast vollst\u00e4ndig recycelt werden k\u00f6nnten.<br \/>\nGoldscheiders Schlussfolgerung: &#8222;Windenergie leistet in Deutschland keinen realen Beitrag zur Vermeidung von CO2-Emissionen und damit zum Klimaschutz.&#8220; Damit widerspricht Goldscheider dem Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie, das Windkraft als &#8222;wichtige S\u00e4ule der Energiewende&#8220; wertet und dem Landesumweltministerium, das die Treibhausgaseinsparungen durch Windenergie als betr\u00e4chtlich bezeichnet.<br \/>\n.<br \/>\nGoldscheider sieht im Ausstieg aus der Kernenergie einen &#8222;gro\u00dfen Fehler&#8220;. Der zweite Referent des Abends, Eduard Heindl von der Fachhochschule Furtwangen, stimmte dem zu. Er lobte Kernkraft, erl\u00e4uterte den seiner Meinung nach in Baden-W\u00fcrttemberg unzureichenden Wirkungsgrad von Windr\u00e4dern und ging auf das Thema L\u00e4rm ein. In Gutachten sei zu lesen, dass L\u00e4rm kein Problem sei, spreche man hingegen mit Anwohnern, komme man zu einem anderen Schluss. Je nach Windrichtung entst\u00fcnden komplexe Schallmuster, auch weit entfernt von Anlagen k\u00f6nne der L\u00e4rm st\u00f6rend sein. Rathaussprecherin Amann kontert: &#8222;Die Ger\u00e4uschemissionen bei Windkraftanlagen liegen im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte des Immissionsschutzgesetzes.&#8220;<br \/>\nAls weiteres Argument gegen Windkraft f\u00fchrte Heindl die &#8222;aufwendige Infrastruktur&#8220; an, die n\u00f6tig sei, um den Strom in die H\u00e4user zu bringen. Diese f\u00fchre zu hohen Nebenkosten und damit einem teuren Strompreis, der nicht nur Verbraucher, sondern auch die Industrie belaste. Die Stadt hingegen bezeichnet Windkraft als bei den Erzeugungskosten zu den g\u00fcnstigsten Energiequellen z\u00e4hlend und verweist als Quelle auf das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Solare Energiesysteme.<br \/>\nHeindl bilanzierte, der Windkraftausbau sei nicht zielf\u00fchrend und pl\u00e4dierte f\u00fcr moderne Kernkraftwerke, die wesentlich sicherer seien als fr\u00fchere. &#8222;Sie arbeiten mit fl\u00fcssigem, nicht brennbarem Salz&#8220; und au\u00dferdem ohne Druck, was die Explosionsgefahr minimiere. &#8222;Moderne Reaktoren kann man ganz ohne Gefahren bauen&#8220;, so Heindl. Zu hochradioaktiven Abf\u00e4llen \u00e4u\u00dferte er sich indes nicht.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\n&#8230; Alles vom 27.1.2026 von Kathrin Blum bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/initiative-will-windraeder-bei-freiburg-guenterstal-verhindern-warum\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/initiative-will-windraeder-bei-freiburg-guenterstal-verhindern-warum<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) Windkraft um G\u00fcnterstal: Fachvortr\u00e4ge warnen vor Risiken f\u00fcr Wasser, Wald und Versorgungssicherheit<\/strong><br \/>\nG\u00fcnterstal. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der B\u00fcrgerinitiative Windkraft G\u00fcnterstal haben zwei renommierte Wissenschaftler eindringlich vor den \u00f6kologischen, hydrologischen und wirtschaftlichen Folgen eines weiteren Windkraftausbaus im Umfeld von G\u00fcnterstal gewarnt. Die geplanten Anlagen rund um den Schauinsland seien aus fachlicher Sicht mit erheblichen Risiken verbunden \u2013 insbesondere f\u00fcr Wald, Wasserressourcen, Artenvielfalt und die Lebensqualit\u00e4t der Anwohner.<\/p>\n<p>Grundwasser und Wald als zentrale Schutzg\u00fcter<br \/>\nDer Hydrogeologe Prof. Dr. Goldscheider (Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie, KIT) stellte in seinem Vortrag die besondere Bedeutung des Waldes f\u00fcr die Trinkwasserversorgung heraus. W\u00e4lder fungierten als nat\u00fcrliche Filter, Speicher und Puffer f\u00fcr Niederschl\u00e4ge, regulierten den Abfluss und sorgten f\u00fcr stabile Quellsch\u00fcttungen auch in Trockenzeiten. \u201eF\u00fcr Wasserressourcen gibt es nichts Besseres als Wald\u201c, so Goldscheider.<br \/>\nDer geplante Bau von Windkraftanlagen gehe jedoch mit massiven Eingriffen einher: Rodungen, Bodenverdichtung, Zuwegungen und Fundamentbau ver\u00e4nderten dauerhaft die hydrologischen Prozesse. Besonders kritisch sei die Situation im Schwarzwald, wo laut Karten des Landesamts f\u00fcr Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) die Schutzfunktion der Grundwasser\u00fcberdeckung vielerorts als \u201esehr gering\u201c eingestuft werde. Schadstoffe k\u00f6nnten hier vergleichsweise leicht ins Grundwasser gelangen.<br \/>\nGoldscheider verwies zudem auf Risiken durch Bau- und Betriebsstoffe, m\u00f6gliche Havarien sowie Brandereignisse, bei denen Schadstoffe unkontrolliert freigesetzt w\u00fcrden. In Wasserschutzgebieten, insbesondere in der N\u00e4he von Schutzzone II, seien Windenergieanlagen aus fachlicher Sicht nicht tragbar.<\/p>\n<p>Industrieanlagen im Biosph\u00e4rengebiet<br \/>\nEin weiterer Schwerpunkt lag auf der Lage der geplanten Anlagen in einem Mosaik aus Schutzgebieten, darunter Landschafts-, Natur- und Vogelschutzgebiete sowie das UNESCO-Biosph\u00e4rengebiet Schwarzwald. Goldscheider bezeichnete es als \u201ebefremdlich\u201c, dass ausgerechnet in einem Gebiet mit solch hohem naturschutzfachlichem Wert gro\u00dftechnische Industrieanlagen errichtet werden sollen.<br \/>\nBesonders betroffen seien Greifv\u00f6gel und Flederm\u00e4use. W\u00e4hrend h\u00e4ufig argumentiert werde, Windkraft sei harmloser als andere menschengemachte Gefahren, wies Goldscheider darauf hin, dass Windenergieanlagen vor allem seltene und gesch\u00fctzte Arten t\u00f6ten \u2013 mit potenziell gravierenden Auswirkungen auf ohnehin gef\u00e4hrdete Populationen.<\/p>\n<p>Mythos CO\u2082-Vermeidung<br \/>\nEin zentrales Argument f\u00fcr den Windkraftausbau \u2013 die CO\u2082-Einsparung \u2013 wurde von Goldscheider kritisch hinterfragt. Deutschland habe nicht prim\u00e4r Kohlekraftwerke durch Windenergie ersetzt, sondern Kernenergie. Da sowohl Kernenergie als auch Windenergie CO\u2082-arm seien, ergebe sich daraus kein nennenswerter Klimavorteil. Der Ausbau der Windkraft habe bislang vor allem den Wegfall von Atomstrom kompensiert, nicht aber fossile Energie verdr\u00e4ngt.<br \/>\nZudem zeigten sogenannte Dunkelflauten, dass Windenergie in kritischen Phasen nahezu keinen Beitrag zur Stromversorgung leiste. In solchen Situationen m\u00fcsse der Bedarf nahezu vollst\u00e4ndig durch Kohle-, Gas- und Importstrom gedeckt werden.<\/p>\n<p>Wirtschaftlichkeit und physikalische Grenzen<br \/>\nDer zweite Vortrag von Prof. Dr. Heindl (Hochschule Furtwangen, Energieversorgung und Erneuerbare Energien) beleuchtete die wirtschaftlichen und physikalischen Aspekte der Windenergie. Entscheidend sei die Windgeschwindigkeit, die mit der dritten Potenz in die Energieausbeute eingehe. Schon geringe Unterschiede f\u00fchrten zu drastischen Ertragsunterschieden.<br \/>\nDer Schwarzwald sei ein vergleichsweise windarmes Gebiet. Um hier die gleiche Strommenge wie an K\u00fcstenstandorten zu erzeugen, m\u00fcssten deutlich mehr Anlagen errichtet werden \u2013 verbunden mit einem erheblich h\u00f6heren Materialeinsatz an Stahl, Beton, Kupfer und Kunststoffen.<br \/>\nHeindl machte zudem deutlich, dass Windkraftanlagen nur deshalb wirtschaftlich betrieben werden k\u00f6nnten, weil sie durch staatliche F\u00f6rdermechanismen abgesichert seien. Bei Strom\u00fcberschuss und niedrigen oder negativen B\u00f6rsenpreisen w\u00fcrden die Kosten auf die Allgemeinheit verlagert. Gleichzeitig seien zus\u00e4tzliche Investitionen in Speicher, Netzausbau und Reservekraftwerke notwendig, die in der \u00f6ffentlichen Debatte h\u00e4ufig ausgeblendet w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Netzprobleme, L\u00e4rm und Akzeptanz<br \/>\nEin weiterer Aspekt betraf die zunehmenden Netzprobleme. Mit wachsendem Ausbau steige die Zahl der Stunden, in denen Windstrom nicht mehr eingespeist oder sinnvoll genutzt werden k\u00f6nne. Das f\u00fchre zu Abregelungen, ineffizienter Nutzung und steigenden Gesamtkosten.<br \/>\nAuch das Thema L\u00e4rm wurde ausf\u00fchrlich behandelt. Neue str\u00f6mungsphysikalische Untersuchungen zeigten, dass Ger\u00e4usche nicht nur in unmittelbarer N\u00e4he der Anlagen auftreten, sondern sich in mehreren Kilometern Entfernung b\u00fcndeln k\u00f6nnten. Besonders belastend sei das periodische \u201eWummern\u201c, das von vielen Anwohnern als schlafst\u00f6rend beschrieben werde und in herk\u00f6mmlichen Gutachten oft unzureichend ber\u00fccksichtigt sei.<\/p>\n<p>Fazit: Entwertung statt Energiewende<br \/>\nBeide Referenten kamen zu dem Schluss, dass der geplante weitere Ausbau der Windkraft im Raum G\u00fcnterstal keine nachhaltige L\u00f6sung darstelle. Stattdessen drohe eine schleichende Entwertung von Landschaft, Wald, Wasserressourcen und Lebensqualit\u00e4t \u2013 ohne einen entsprechenden Nutzen f\u00fcr Klimaschutz oder Versorgungssicherheit.<br \/>\nDie zentrale Frage sei nicht \u201eWindkraft ja oder nein\u201c, sondern wo, wie und zu welchem Preis. Gerade in sensiblen Wald- und Quellgebieten m\u00fcsse der Schutz von Wasser, Natur und Menschen Vorrang haben.<br \/>\nDie B\u00fcrgerinitiative k\u00fcndigte an, die fachlichen Argumente in den weiteren Dialog mit Stadt, Gemeinde und \u00d6ffentlichkeit einzubringen.<br \/>\n28.1.2026, Adrian Kempf, <a href=\"https:\/\/www.adrian-Kempf.de\">https:\/\/www.adrian-Kempf.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) B\u00fcrgerinitiative Windkraft G\u00fcnterstal<\/strong><br \/>\nUnsere Zielsetzung ist, die Energiewende derart zu gestalten, dass das gr\u00f6\u00dfte Schutzgut, n\u00e4mlich unsere Natur und der Mensch, dabei ber\u00fccksichtigt und bestm\u00f6glich gesch\u00fctzt wird.<br \/>\n\u200bDie Schauinslandregion ist Teil des Naturparks S\u00fcdschwarzwald. Sie bietet eine urspr\u00fcngliche Natur, ist Naherholungsgebiet und Ruheraum f\u00fcr Tiere und Menschen. Sie ist der Hausberg von Freiburg und in ihrer Form ein einzigartiges Aush\u00e4ngeschild unserer Stadt und Region.<br \/>\nG\u00fcnterstal ist in diese wunderbare Umgebung eingebettet und w\u00e4re wie kein anderer Ort oder Ortsteil von den aktuellen Planungen f\u00fcr Standorte von Windenergieanlagen der Stadt Freiburg und der Gemeinde Au betroffen.<br \/>\nAus den auf unserer Homepage und in unserer Pr\u00e4sentation genannten Punkten resultiert unser zugrundeliegendes Anliegen.<br \/>\nUnsere klaren Forderungen an die politischen Vertreter auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Gestalten Sie die Energiewende im Einklang mit Natur und Mensch, indem Sie:<br \/>\n&#8211; Orte f\u00fcr Windkraftanlagen w\u00e4hlen, die bereits durch Industrie und Infrastruktur f\u00fcr Natur und Mensch verloren sind,<br \/>\n&#8211; in Ihren \u00dcberlegungen nicht an Gemarkungsgrenzen und L\u00e4ndergrenzen halt machen,<br \/>\n&#8211; sich an Windparks in geeigneten Regionen On- und Offshore beteiligen,<br \/>\n&#8211; sich daf\u00fcr einsetzen, dass die Nord-S\u00fcd Stromtrassen fertiggestellt werden,<br \/>\nzun\u00e4chst das in unserer Region vorhandene Photovoltaik-Potenzial aussch\u00f6pfen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.windkraft-guenterstal.de\/\">https:\/\/www.windkraft-guenterstal.de\/<\/a><br \/>\n<a href=\"mailto:wkaguenterstal@gmail.com\">wkaguenterstal@gmail.com<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mensch-natur-bw.de\">https:\/\/www.mensch-natur-bw.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) Hydrogeologe Nico Goldscheider<\/strong><br \/>\nDr. Nico Goldscheider,<br \/>\nProfessor der Hydrogeologie am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/hydro.agw.kit.edu\/21_104.php\">https:\/\/hydro.agw.kit.edu\/21_104.php<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.clear.kit.edu\/88_1275.php\">https:\/\/www.clear.kit.edu\/88_1275.php<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.agw.kit.edu\/278_goldscheider.php\">https:\/\/www.agw.kit.edu\/278_goldscheider.php<\/a><\/p>\n<p>Wie gef\u00e4hrlich ist Windkraft f\u00fcr das Wasser?<br \/>\n&#8230; Auf dem Podium diskutierten mit den Moderatoren Sarah Albiez und Jakob Lenz vom Forum Energiedialog drei Experten: Nico Goldscheider ist Professor f\u00fcr Hydrogeologie am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie und Vorsitzender der Sektion Hydrogeologie der Deutschen Geologischen Gesellschaft; der promovierte Hydrogeologe Hermann Schad aus Wangen, der den Altdorfer Wald von seinen Untersuchungen f\u00fcr den Zweckverband Wasserversorgung Baienfurt-Baindt kennt; und Martin Brodbeck, promovierter Hydrogeologe beim renommierten Unternehmen \u201eSmoltczyk &amp; Partner\u201c, das die f\u00fcr den Windpark n\u00f6tigen hydrogeologischen Gutachten f\u00fcr die SWU erstellen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n17.3.2025<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/oberschwaben\/ravensburg\/wie-gefaehrlich-ist-ein-windpark-fuer-den-wald-als-wasserspeicher-3417739\">https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/oberschwaben\/ravensburg\/wie-gefaehrlich-ist-ein-windpark-fuer-den-wald-als-wasserspeicher-3417739<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(5) Physiker Eduard Heindl<\/strong><br \/>\nProfessor Dr. Eduard Heindl, Physiker<br \/>\nHochschule Furtwangen<br \/>\nEnergiespeicher, Tsunami-Warnsysteme<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hs-furtwangen.de\/personen\/profil\/89-eduardheindl\">https:\/\/www.hs-furtwangen.de\/personen\/profil\/89-eduardheindl<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/eduard-heindl.de\/\">http:\/\/eduard-heindl.de\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(6) Neue Windr\u00e4der am Freiburger Taubenkopf: Anwohner in Horben beschweren sich \u00fcber L\u00e4rm<\/strong><br \/>\nSeit Anfang Mai sind die beiden neuen leistungsstarken Windkraftanlagen auf dem Taubenkopf in Betrieb und produzieren Strom. Und seither klagen vor allem Anwohner aus Horben \u00fcber n\u00e4chtliche Ruhest\u00f6rung<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSeit die neuen Windr\u00e4der am Taubenkopf in Betrieb sind, gibt es aus Horben Beschwerden \u00fcber L\u00e4rm. Vor allem aus dem n\u00f6rdlich unterhalb der beiden Windkraftanlagen gelegenen Ortsteil Bohrer melden sich Anwohner. &#8222;In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai war es extrem&#8220;, sagt Nikolaus Dick, der im Bohrer wohnt. In der Nacht habe es starken Wind gegeben, der L\u00e4rm sei durch die geschlossenen Fenster ins Haus gedrungen. &#8222;Es klang wie ein Flugzeug, das auf der Stelle fliegt&#8220;, so Dick. &#8230;<br \/>\nAuch aus dem weiter oben gelegenen Ortsteil Heubuck gibt es Beschwerden. So berichtet die Anwohnerin Bianca Guzzoni, dass sie j\u00fcngst mitten in der Nacht durch die Anlagen aufgewacht sei. &#8222;Die Vibration ging durchs ganze Haus&#8220;, sagt Guzzoni vom Verein &#8222;Unser Schauinsland&#8220;, der sich seit Jahren gegen die Windkraftanlagen positioniert. Vor allem das vordere, n\u00e4her an Horben gelegene Windrad am Taubenkopf sei zu h\u00f6ren gewesen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.5.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/neue-windraeder-am-freiburger-taubenkopf-anwohner-in-horben-beschweren-sich-ueber-laerm\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/neue-windraeder-am-freiburger-taubenkopf-anwohner-in-horben-beschweren-sich-ueber-laerm<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(7) Windkraft um G\u00fcnterstal \u2013 warum kritische Fragen keine Ideologie sind<\/strong><br \/>\n<strong>Was auf der Infoveranstaltung gesagt wurde \u2013 und was die Badische Zeitung daraus gemacht hat<\/strong><br \/>\nAm 24. Januar 2026 fand in G\u00fcnterstal eine Informationsveranstaltung der B\u00fcrgerinitiative Windkraft G\u00fcnterstal statt. Zwei Wissenschaftler \u2013 Prof. Dr. Nico Goldscheider (Hydrogeologe, KIT) und Prof. Dr. Eduard Heindl (Hochschule Furtwangen) \u2013 sprachen \u00fcber die geplanten Windkraftanlagen rund um G\u00fcnterstal und deren m\u00f6gliche Auswirkungen auf Wasserressourcen, Wald, Umwelt, Energieversorgung und Kosten.<br \/>\nDie Badische Zeitung berichtete am 27. Januar dar\u00fcber unter der \u00dcberschrift \u201eInitiative will Windr\u00e4der bei Freiburg-G\u00fcnterstal verhindern \u2013 warum?\u201c. Der Artikel vermittelt dabei jedoch ein verzerrtes Bild der Inhalte \u2013 und ersetzt fachliche Auseinandersetzung durch Framing.<br \/>\nDieser Beitrag stellt die tats\u00e4chlichen Inhalte der Vortr\u00e4ge dar und ordnet die Darstellung der BZ kritisch ein.<\/p>\n<p>1. Worum es auf der Veranstaltung tats\u00e4chlich ging<br \/>\nDie Veranstaltung war keine Anti-Windkraft-Kundgebung und kein politisches Bekenntnis. Sie war eine fachliche Informationsveranstaltung zu einem konkreten Ort mit besonderen naturr\u00e4umlichen Voraussetzungen: Wald, Quellen, Trinkwasser, Schutzgebiete.<br \/>\nProf. Goldscheider: Wasser, Wald und irreversible Eingriffe- Prof. Goldscheider sprach als Hydrogeologe \u00fcber:<br \/>\n&#8211; die geringe Schutzfunktion der Grundwasser\u00fcberdeckung im Schwarzwald (laut LGRB),<br \/>\n&#8211; die hohe Verletzlichkeit von Quellen und Hangwassersystemen,<br \/>\n&#8211; irreversible Effekte durch Rodung, Bodenverdichtung und Zuwegung,<br \/>\n&#8211; eale Risiken durch Betriebsstoffe, PFAS, Betonlauge und R\u00fcckbau,<br \/>\n&#8211; sowie die Bedeutung des Waldes f\u00fcr Wasserqualit\u00e4t, Hochwasserd\u00e4mpfung und Trockenresistenz.<br \/>\nDiese Punkte wurden nicht widerlegt, weder auf der Veranstaltung noch im BZ-Artikel. Stattdessen verweist die Zeitung auf Beh\u00f6rdenaussagen wie \u201ewird ber\u00fccksichtigt\u201c.<br \/>\nBer\u00fccksichtigt bedeutet jedoch nicht ausgeschlossen \u2013 und schon gar nicht risikofrei.<\/p>\n<p>2. CO\u2082, Dunkelflaute und Systemrealit\u00e4t<br \/>\nDie BZ zitiert Goldscheiders Aussage: \u201eWindenergie leistet in Deutschland keinen realen Beitrag zur Vermeidung von CO\u2082-Emissionen.\u201c<br \/>\nDiese Aussage wird im Artikel als \u201esteil\u201c oder \u201efalsch\u201c dargestellt \u2013 ohne sie sachlich zu widerlegen. Fakt ist:<br \/>\n&#8211; In Deutschland wurde CO\u2082-freie Kernenergie durch Wind ersetzt, nicht Kohle.<br \/>\n&#8211; Bei Dunkelflauten (stunden- bis tagelang dokumentiert) liegt der Windanteil teils unter 1 %.<br \/>\n&#8211; In diesen Phasen liefern Kohle, Gas und Importe den Strom.<br \/>\n&#8211; L\u00e4nder mit hohem Wasser- oder Kernenergieanteil (z. B. Frankreich, Schweiz, Skandinavien) haben deutlich niedrigere CO\u2082-Emissionen pro kWh als Deutschland \u2013 trotz geringerer Windanteile.<br \/>\nDas ist keine Ideologie, sondern \u00f6ffentlich einsehbare Netz- und Emissionsdate<\/p>\n<p>3. Prof. Heindl: Physik, Kosten und Netze<br \/>\nProf. Heindl beleuchtete:<br \/>\n&#8211; die physikalische Abh\u00e4ngigkeit der Windleistung von der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit,<br \/>\n&#8211; die schlechten Ertr\u00e4ge in Schwachwindregionen wie dem Schwarzwald,<br \/>\n&#8211; die Notwendigkeit von Netzausbau, Speichern und Reservekraftwerken,<br \/>\nsowie die daraus resultierenden Systemkosten, die in Erzeugungspreisen systematisch ausgeblendet werden.<br \/>\nDie BZ verweist dagegen auf Fraunhofer-Zahlen zu reinen Erzeugungskosten \u2013 genau das, was Heindl kritisiert hat. Netze, Speicher, Abregelung und Subventionen tauchen dort nicht auf.<\/p>\n<p>4. Personalisierung statt Argumente (im Kommentarbereich)<br \/>\nAuff\u00e4llig ist nicht der Artikel selbst, sondern das, was im Kommentarbereich passiert. Dort wird gezielt von der Sachebene auf Personen ausgewichen.<br \/>\nStatt Argumente zu entkr\u00e4ften, wird bei Prof. Goldscheider ein angeblicher Interessenkonflikt \u00fcber seine Mitarbeit in einer sicherheitsbezogenen Expertengruppe insinuiert \u2013 ohne Beleg. Fachleute sitzen in solchen Gremien wegen ihrer Expertise, nicht als Lobbyisten.<br \/>\n\u00c4hnlich bei Prof. Heindl: Seine Professur, berufliche T\u00e4tigkeit oder eine Patentanmeldung werden l\u00e4cherlich gemacht, anstatt sich sachlich mit seinen Aussagen auseinanderzusetzen. Forschung lebt von Pr\u00fcfung und Widerspruch, nicht von Gesinnungstests.<br \/>\nWer Argumente nicht widerlegen kann, verlagert die Debatte auf Personen. Dass sich dieses Muster geh\u00e4uft im Kommentarbereich zeigt, wirkt nicht zuf\u00e4llig, sondern strategisch.<\/p>\n<p>5. Was im Artikel fehlt<br \/>\nDer BZ-Artikel erw\u00e4hnt nicht:<br \/>\n&#8211; die Vielzahl der Schutzgebiete (NSG, LSG, FFH, Vogelschutz, Biosph\u00e4re),<br \/>\n&#8211; die N\u00e4he zu Quellfassungen und Trinkwassergewinnung,<br \/>\n&#8211; die Problematik von R\u00fcckbau, Brandszenarien und Schadstofffreisetzung,<br \/>\n&#8211; die Frage der dauerhaften Entwertung von Landschaftsr\u00e4umen,<br \/>\n&#8211; oder die Tatsache, dass kritische Fragen nicht Windkraft an sich, sondern den Standort betreffen.<br \/>\nStattdessen wird suggeriert, Kritik an Windkraft sei gleichbedeutend mit Klimaschutz-Leugnung. Das ist journalistisch unredlich.<br \/>\nHinweis: Grundlage dieser Analyse ist der Artikel der Badischen Zeitung vom 27.01.2026.<br \/>\nLeserinnen und Leser k\u00f6nnen sich hier selbst ein Bild machen, inwieweit der journalistische Fokus auf Etikettierung statt auf inhaltliche Auseinandersetzung gelegt wurde: <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/initiative-will-windraeder-bei-freiburg-guenterstal-verhindern-warum\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/initiative-will-windraeder-bei-freiburg-guenterstal-verhindern-warum<\/a><\/p>\n<p>6. Fazit<br \/>\nDie Veranstaltung in G\u00fcnterstal hat gezeigt: Kritische Fragen zum Ausbau der Windkraft sind keine Ideologie, sondern notwendiger Bestandteil verantwortungsvoller Planung \u2013 insbesondere in sensiblen Wald- und Quellgebieten.<br \/>\nDer Artikel der Badischen Zeitung hat diese Fragen nicht beantwortet, sondern umgedeutet.<br \/>\nWer Akzeptanz f\u00fcr die Energiewende will, sollte Diskussionen nicht diskreditieren, sondern f\u00fchren.<br \/>\nTransparenz entsteht nicht durch Etiketten \u2013 sondern durch Argumente.<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.1.2026 von Adrian Kempf bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/adrian-kempf.de\/windkraft-um-guenterstal-warum-kritische-fragen-keine-ideologie-sind\/\">https:\/\/adrian-kempf.de\/windkraft-um-guenterstal-warum-kritische-fragen-keine-ideologie-sind\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/kontrafunk-klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-130778\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/kontrafunk-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"105\" \/><\/a><br \/>\n<strong>(8) Wolfgang Maison: Die B\u00fcrgerinitiative \u201eWindradfreies Oberland\u201c im Kampf gegen die Windm\u00fchlen der Neuzeit<\/strong><br \/>\nStand China vor einem Milit\u00e4rputsch? Die chinesische Journalistin Zhihong Zheng analysiert die Vorg\u00e4nge. Feiern die Deutschen gerne krank? Der Leipziger Hausarzt Torsten Mahn analysiert den Vorwurf von Bundeskanzler Merz. Wolfgang Maison, Mitgr\u00fcnder der s\u00fcdbayerischen B\u00fcrgerinitiative \u201eWindradfreies Oberland\u201c, berichtet \u00fcber den Kampf gegen riesige Windkraftr\u00e4der. Und Markus Vahlefeld kommentiert die Berichterstattung \u00fcber die Razzien der US-Einwanderungsbeh\u00f6rde ICE im Bundesstaat Minnesota, die von zwei Todesf\u00e4llen \u00fcberschattet worden sind.<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.1.2026 bitte h\u00f6ren auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/politik-und-zeitgeschehen\/kontrafunk-aktuell\/kontrafunk-aktuell-vom-28-januar-2026\">https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/politik-und-zeitgeschehen\/kontrafunk-aktuell\/kontrafunk-aktuell-vom-28-januar-2026<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(9) Kritik am BZ-Text: Simulierte Debatte, Asymetrie, Vorab-Wertung<\/strong><br \/>\nMail an Badische Zeitung<br \/>\nSehr geehrte BZ &#8230;,<br \/>\nvielen Dank f\u00fcr Ihre Antwort. Sie argumentieren darin mit allgemeinen journalistischen Standards. Unsere Kritik bezieht sich jedoch nicht abstrakt auf \u201eAusgewogenheit\u201c, sondern konkret auf die sprachliche und strukturelle Umsetzung im vorliegenden Artikel.<br \/>\nGestatten Sie mir daher, die Kritik pr\u00e4zise am Text festzumachen:<\/p>\n<p>1. Simulierte Debatte durch sprachliche Zuschreibung (\u201eentgegnet\u201c, \u201ekontert\u201c)<br \/>\nIm Artikel werden Aussagen der Referenten mehrfach mit Formulierungen wie \u201edie Stadt entgegnet\u201c oder \u201eRathaussprecherin Amann kontert\u201c beantwortet. Diese Begriffe stammen aus der Logik einer unmittelbaren Debatte. Tats\u00e4chlich waren die genannten Sprecherinnen jedoch nicht anwesend, und den Referenten wurde keine M\u00f6glichkeit zur Replik gegeben.<br \/>\nUnabh\u00e4ngig davon, ob formal suggeriert wird, die Sprecherinnen seien vor Ort gewesen, entsteht f\u00fcr die Leserschaft faktisch der Eindruck eines direkten Widerworts \u2013 eines argumentativen Korrektivs ohne Dialog. Das \u00fcberschreitet die Grenze zwischen Bericht und Bewertung.<\/p>\n<p>2. Asymmetrische Autorit\u00e4tszuschreibung<br \/>\nW\u00e4hrend die Referenten konsequent mit Formulierungen wie \u201eseiner Meinung nach\u201c, \u201eGoldscheider meint\u201c oder \u201eHeindl lobte\u201c eingef\u00fchrt werden, erscheinen Aussagen von Stadt, Ministerium und Fraunhofer-Institut als sachliche Einordnung oder faktische Richtigstellung.<br \/>\nDiese sprachliche Asymmetrie erzeugt ein klares Framing: Referenten = subjektiv, Institutionen = objektiv. Eine Kennzeichnung der jeweiligen Interessenlage \u2013 etwa der Stadt Freiburg als Projekttr\u00e4gerin \u2013 erfolgt hingegen nicht. Auch dies ist keine neutrale Abbildung, sondern eine lenkende Gewichtung.<\/p>\n<p>3. Vorab-Wertung durch Charakterisierung der Referenten<br \/>\nBereits im Vorspann werden die Referenten als \u201estreitbar\u201c bezeichnet. Dieser Begriff ist kein neutral-deskriptiver, sondern ein wertender Charakterbegriff, der den Leser noch vor der Darstellung der Inhalte auf eine bestimmte Lesart einstimmt.<br \/>\nBemerkenswert ist zudem, dass sich dieses Attribut auf die Haltung zur Kernenergie bezieht, obwohl der thematische Schwerpunkt der Veranstaltung der Ausbau von Windkraftanlagen war. Auch hier wird eine inhaltliche Verschiebung durch sprachliche Rahmung vorgenommen.<\/p>\n<p>Unsere Kritik richtet sich ausdr\u00fccklich nicht gegen das Einholen von Gegenpositionen an sich. Sie richtet sich gegen deren Art der Einbettung, die im Ergebnis nicht zu Ausgewogenheit f\u00fchrt, sondern zu einer strukturellen \u00dcberordnung beh\u00f6rdlicher Aussagen gegen\u00fcber wissenschaftlichen Referenten einer B\u00fcrgerinitiative.<br \/>\nDas ist der Kern unseres Anliegens.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, Adrian Kempf, <a href=\"https:\/\/www.adrian-kempf.de\">https:\/\/www.adrian-kempf.de<\/a><br \/>\n29.1.2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gemarkung von G\u00fcnterstal als s\u00fcdlichem Vorort von Freiburg erstreckt sich bis zum 1284 m hohen Schauinsland. 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