{"id":144140,"date":"2026-01-14T11:22:55","date_gmt":"2026-01-14T10:22:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=144140"},"modified":"2026-01-16T18:03:36","modified_gmt":"2026-01-16T17:03:36","slug":"goethe-in-einfacher-sprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/goethe-in-einfacher-sprache\/","title":{"rendered":"Goethe in einfacher Sprache?"},"content":{"rendered":"<p>An immer mehr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/gymnasium\/\">Gymnasien<\/a> lesen die Sch\u00fcler im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/deutsch\/deutsche-sprache\/\">Deutschunterricht<\/a> die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/\">Klassiker<\/a> wie Lessing, Goethe und Schiller h\u00e4ufig nicht mehr im Original, sondern in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/deutsch\/sprache\/einfache-sprache\/\">&#8222;einfacher Sprache&#8220;<\/a>, d.h. in um bis zu 15 Prozent gek\u00fcrzten Versionen. Fakt ist, da\u00df dies keine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/reichtum\/\">Bereicherung<\/a> darstellt, sondern eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/verarmung\/\">Verarmung<\/a>. <!--more--><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/umstritten\/\">Umstritten<\/a> und vielf\u00e4ltig hingegen sind die Gr\u00fcnde bzw. Aspekte, die f\u00fcr eine solche geistige Verarmung der Jugend angef\u00fchrt werden:<br \/>\n.<br \/>\nMan sucht permanent nach Ausreden. um den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsmisere\/\">Bildungsstandard<\/a> in Deutschland zu senken &#8211; durch Vereinfachen oder Weglassen. Eine solche lautet, die Literatur von Goethe sei zu schwer. Schlie\u00dflich sollen \u00fcber 50 % eines Jahrgangs das Abi machen. Und die Vereinfachung ist notwendig, um weiter <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/abitur-ungleich-hochschulreife\/\">Abitur<\/a>-Durchschnittsnoten mit 1.x f\u00fcr m\u00f6glichst die H\u00e4lfte der Abiturienten zu erreichen.<\/p>\n<p>Wenn Berlins Sch\u00fclersprecher Or\u00e7un Ilte sagt, \u201eIm Deutschunterricht gibt es bei \u201aFaust\u2018 &#8230; wenig bis gar keine Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr viele Sch\u00fcler mit Migrationsgeschichte\u201c, dann liegt dem das &#8222;umgekehrt rassistische Missverst\u00e4ndnis&#8220; (1) zugrunde, nach dem nur bio-deutsche Sch\u00fcler \u00fcber ein Klassiker-Verstehen-Gen verf\u00fcgen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Es sind nicht nur die &#8222;Migrationshintergrundler&#8220;, die keine komplexeren Sprachinhalte verstehen k\u00f6nnen und mit der deutschen Sprache \u00fcberfordert sind, sondern vermehrt auch die &#8222;Autochthonen&#8220;.<\/p>\n<p>Goethe und Schiller haben \u201enichts mit dem Alltag von Sch\u00fclern mit Migrationshintergrund zu tun\u201c &#8211; so Berlins Landessch\u00fclersprecher. Doch, denn wenn ich mich integrieren will und meine neue Heimat verstehen will, dann geh\u00f6rt Goethe nun mal dazu.<\/p>\n<p>Die Migration als Grund f\u00fcr die Vereinfachung im Literaturunterricht heranzuziehen, ist falsch: Damit unterstellt man ihnen weniger Grips, Motivation und Ausdauer.<\/p>\n<p>Einfache Sprache bedeutet <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/\">Kulturverlust<\/a>.<\/p>\n<p>Wenn ich mich in den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/iran\/iran2026\/\">Iran<\/a> integrieren m\u00f6chte, mu\u00df ich auch die wunderbaren Gedichte von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/iran\/shiraz\/\">Hafis<\/a> lesen und zu verstehen suchen.<\/p>\n<p>In Deutschlands wird jetzt alles \u201evereinfacht\u201c &#8211; auch Einwanderung in die Sozialsysteme und die Einb\u00fcrgerung. Die Tagesschau ab sofort in \u201eeinfacher\u201c Sprache. Deutschland ist jetzt ein Land der Vereinfachung bzw. Simplifizierung. Nur die Steuern und Abgaben. werden erh\u00f6ht. Zur Simplifizierung: &#8222;Du Simpel&#8220; ist dabei, es vom Schimpfwort zur Lobeshymne zu schaffen.<\/p>\n<p>Viele Sch\u00fcler werden das Gef\u00fchl haben, unter Niveau behandelt und nicht mehr ernst genommen zu werden.<\/p>\n<p>Das Tragische an dieser Sprachvereinfachung (5) deutscher Literatur von Goethe, Lessing und Schiller ist, da\u00df junge Migranten zu B\u00fcrgern zweiter Klasse erzogen werden. Minder-Bildung statt Integration. Goethe im Original gibts nur an den Privatschulen und diese werden ausschlie\u00dflich von Bio-Deutschen besucht.<\/p>\n<p>Wir enden vielleicht nicht in der Sprachlosigkeit, aber in einer sprachlich-intellektuellen Banalisierung. Alles einfach nur einfach.<br \/>\nEnde Aspekte.<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\nNationaldichter repr\u00e4sentieren die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-kultur\/\">Kultur<\/a> eines Landes in besonderem Ma\u00dfe. Was William Shakespeare (1564-1616) f\u00fcr England oder Hafis (1320-1389) f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/iran\/\">Iran<\/a> ist, das ist Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) f\u00fcr Deutschland. Undenkbar (f\u00fcr das Mullah-Regime wie die nun hoffentlich folgende Demokratie), die Gedichte von Hafis (auch Hafes bzw. Hafez genannt) w\u00fcrden im Iran in der Schule nur noch vereinfachter Sprache gelesen. Auch Goethe z\u00e4hlte zu den gro\u00dfen Bewunderen des gro\u00dfen Mystikers Hafis (mehr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/iran\/shiraz\/\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Goethe \u00fcber Hafis:<br \/>\n<em>Und mag die ganze Welt versinken,<\/em><br \/>\n<em>Hafis mit dir, mit dir allein Will ich wetteifern!<\/em><br \/>\n<em>Lust und Pein Sei uns, den Zwillingen, gemein!<\/em><br \/>\n<em>Wie du zu lieben und zu trinken,<\/em><br \/>\n<em>Das soll mein Stolz, mein Leben sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Du bist der Freuden echte Dichterquelle<\/em><br \/>\n<em>Und ungez\u00e4hlt entflie\u00dft dir Well\u2019 auf Welle.<\/em><br \/>\n<em>Zum K\u00fcssen stets bereiter Mund,<\/em><br \/>\n<em>Ein Brustgesang, der lieblich flie\u00dfet,<\/em><br \/>\n<em>Zum Trinken stets gereizter Schlund,<\/em><br \/>\n<em>Ein gutes Herz, das sich ergie\u00dfet.<\/em><br \/>\n14.1.2026<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Goethe in einfacher Sprache?&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (6)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(0) Realschule statt Gymnasium?<\/strong><br \/>\n\u201eEs ist nicht schlimm, wenn man von Goethe \u00fcberfordert ist. Es ist nicht schlimm, ihn nur in vereinfachter Sprache lesen zu k\u00f6nnen. Daf\u00fcr gibt es eine L\u00f6sung, sie hei\u00dft Realschule.\u201c<br \/>\nBenedikt Brechtken, Kommentator, auf X am 11. Januar 2026<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Bildung: Berlin kapituliert vor Goethe<\/strong><br \/>\n&#8230; in mal wieder. Die Hauptstadt der Kapitulation vor den Verh\u00e4ltnissen. Die Avantgarde des Niveausenkens. Dort lesen Sch\u00fcler an Gymnasien Klassiker wie Lessing, Goethe und Schiller h\u00e4ufig nicht mehr im Original, sondern in sprachlich vereinfachten und um bis zu 15 Prozent gek\u00fcrzten Versionen \u2013 beispielsweise aus der Reihe \u201eEinfach deutsch\u201c des Cornelsen-Verlags.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer absurdeste Beitrag zu dieser neuen Klassikerdebatte kommt, wie man es mittlerweile fast erwartet, vom Landessch\u00fclerrat Berlins. Dessen Sprecher l\u00e4sst sich im \u201eTagesspiegel\u201c zitieren: \u201eIm Deutschunterricht gibt es bei \u201aFaust\u2018 oder \u201aDer zerbrochne Krug\u2018 wenig bis gar keine Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr viele Sch\u00fcler mit Migrationsgeschichte.\u201c Dem liegt das umgekehrt rassistische Missverst\u00e4ndnis zugrunde, biodeutsche Sch\u00fcler h\u00e4tten ein Klassiker-Gen, das es ihnen erm\u00f6gliche, Goethe und Kleist leichter zu verdauen \u2013 was Migrantenkindern qua Herkunft unm\u00f6glich sei.<br \/>\nDie Wahrheit ist, dass mindestens seit 150 Jahren auch deutsche Sch\u00fcler nicht mehr in die Welt von Goethe und Kleist hineingeboren werden, wie sich das der junge Mann offenbar vorstellt. Daf\u00fcr haben die industrielle Revolution, die Asphaltmoderne und der Aufstieg der Massenkultur gesorgt. Auch vorher kam schon kein Deutscher mit dem silbernen L\u00f6ffel zur Welt, der ihn die Klassiker leicht einschl\u00fcrfen lie\u00df. In Wahrheit waren gerade \u201eFaust\u201c und der \u201eZerbrochne Krug\u201c bereits f\u00fcr die Zeitgenossen sehr anspruchsvoll und fordernd.<br \/>\nDer Unterschied war allerdings: Fr\u00fcher gab es mehr Sch\u00fcler und Lehrer, die wussten, dass sich Anstrengung lohnt. Man ahnte, dass man nach der m\u00fchseligen Lekt\u00fcre eines halbverstandenen Textes ein kl\u00fcgerer und vielleicht sogar besserer Mensch sein w\u00fcrde. Ob dieses gro\u00dfe Versprechen auch eingel\u00f6st wird, wenn man Klassiker in tiefergelegten, verd\u00fcnnten und entf\u00e4rbten Fassungen liest? Kaum.<br \/>\n&#8230; Alles vom 12.1.2026 von Matthias Heine bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article6964c37854e8233d6fbde7ca\/bildung-berlin-kapituliert-vor-goethe.html\">https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article6964c37854e8233d6fbde7ca\/bildung-berlin-kapituliert-vor-goethe.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nWollte mir ein Bild machen, was das bedeutet:<br \/>\nOriginal (Goethe):<br \/>\nHabe nun, ach! Philosophie,<br \/>\nJuristerei und Medizin,<br \/>\nUnd leider auch Theologie<br \/>\nDurchaus studiert, mit hei\u00dfem Bem\u00fchn.<br \/>\nDa steh\u2019 ich nun, ich armer Tor,<br \/>\nUnd bin so klug als wie zuvor!<\/p>\n<p>Vereinfacht:<br \/>\nIch habe alles M\u00f6gliche studiert \u2013 Philosophie, Jura, Medizin<br \/>\nund sogar Theologie.<br \/>\nIch habe mich sehr angestrengt.<br \/>\nTrotzdem stehe ich jetzt hier<br \/>\nund bin nicht kl\u00fcger als am Anfang.<br \/>\nLimbo L<br \/>\n.<br \/>\nIn Berlin braucht es nur 2 Schriftst\u00fccke zu geben: Der Koran und der Antrag f\u00fcr B\u00fcrgergeld. Mehr Bedarf haben die Menschen da nicht. Peter V.<br \/>\n.<br \/>\nAuf die Oberstufe des Gymnasiums geh\u00f6rt die Auseinandersetzung mit den Originaltexten &#8211; weil das eigentliche Bildung ausmacht!<br \/>\nIch kenne den Fall einer Klasse, in der von Schillers &#8222;R\u00e4ubern&#8220; die vereinfachte Fassung des Cornelsen-Verlags gelesen wurde. Fairerweise ist dort exemplarisch einer bearbeiteten Seite der Originaltext gegen\u00fcbergestellt. Die Sch\u00fcler bemerkten den &#8222;Schwindel&#8220; sofort, stellten fest, wieviel in der Vereinfachung verloren gegangen war, sprachlich, inhaltlich, \u00e4sthetisch. Es blieb ein Misstrauen: Hat das Schiller wirklich so gesagt und gemeint? Und ein Gef\u00fchl, unter Niveau behandelt und nicht ernst genommen zu werden.<br \/>\nIn anderen Kontexten (Jugendb\u00fccher, Comics, Verfilmungen etc.) spricht nat\u00fcrlich nichts dagegen, den Zugang zu den Klassikern zu erleichtern. Konrad K<br \/>\n.<br \/>\nAls wir in der Schule Faust I und sp\u00e4ter Faust II behandelten, empfahl uns der Deutschlehrer: Unterstreicht doch mal die Passagen, die Ihr f\u00fcr besonders wichtig haltet und lest in 25 Jahren das St\u00fcck nochmal und vergleicht. Diese Erfahrung bleibt der heutigen Sch\u00fclergeneration dann offensichtlich verborgen. J\u00fcrgen H.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Im Deutschunterricht gibt es bei \u201aFaust\u2018 oder \u201aDer zerbrochne Krug\u2018 wenig bis gar keine Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr viele Sch\u00fcler mit Migrationsgeschichte.\u201c Diese Ansicht wird gerne auch mit energischem Nachdruck von Eltern mit Migrantionshintergrund bei gelegentlichen Schulbesuchen vertreten, wenn die an deutscher Kultur v\u00f6llig desinteressierten Jugendlichen schlechte Deutschnoten kassieren. Eine Deutschlehrerin an einem Gymnasium in NRW erz\u00e4hlte mir von einer Mutter, die mit alternativen Vorschl\u00e4gen aus dem Trivialliteraturangebot aufkreuzte, was ja noch einigermassen heiter sein konnte verglichen mit jenen V\u00e4tern, die \u00fcberzeugt waren, dass Goethe und Schiller usw. die moralische Verderbnis f\u00fcr ihre T\u00f6chter mit sich bringen!<br \/>\nWohin diese Entwicklung unweigerlich f\u00fchrt, kann man ja an den Herkunftsl\u00e4ndern studieren. Die Frage bleibt, ob wir damit einverstanden sind. Magdalena B.<br \/>\n.<br \/>\nVon mir aus! Soll dieses Land doch verbl\u00f6den- ohne Goethe, ohne Mann, ohne Division, ohne Physik, und sich gegenseitig &#8222;influencen&#8220; oder gendern in &#8222;einfacher Sprache&#8220; . Was geht mich kommendes Elend an&#8230; Wossi<br \/>\n.<br \/>\nDas Schlimmste ist: Goethe hat nicht gegendert! Der Mangel ist in den \u00fcberarbeiteten und vereinfachten Texten hoffentlich abgestellt. Der Mephisto ist hoffentlich das Mefisto.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgschaft vom ollen Schiller kann man auch so lehren:<br \/>\nZu Dingsbums, dem Tyrannen schlich Damon, den Dolch (!) im Gewande (Das e ist nicht Mehrzahl oder altmodisch 3.Fall, wird nur f\u00fcr den Reim gebraucht, wahlweise Gewinde benutzen! Dann aber in der n\u00e4chsten Zeile Binde oder Winde).<br \/>\nDie Bullen fingen ihn und die Bande.<br \/>\n&#8222;Was wolltest du mit dem Dolch (Einzahl!), sprich!&#8220;<br \/>\n&#8222;Kartoffeln (Kulturelle Aneignung!) sch\u00e4len, verstehste mich, Die Wurscht von der Pelle befreien!&#8220; (Zeilenanfang altmodisch gro\u00df geschrieben.)<br \/>\n&#8222;Das sollst du mit Streuseln bestreuen.&#8220; Das ist Kultur!<br \/>\nReicht. Alles Andere ist altmodisch, der Gegenwart nicht mehr angemessen und die Besprechung ist im Text bereits enthalten. Abi-Aufgabe: Die Besprechung entfernen. Ael S.<br \/>\n.<br \/>\nUnd nebenan ein Artikel dar\u00fcber, dass Niedersachsen das schriftliche Dividieren in der Grundschule abschafft. Wir befinden uns im freien Fall. Frau M.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) Berliner Gymnasien setzen auf vereinfachte Varianten von Schiller und Goethe<\/strong><br \/>\nBerliner Gymnasien setzen auf vereinfachte Versionen von Literaturklassikern, zum Beispiel, um Zeit zu sparen. Der Berliner Sch\u00fclersprecher kritisiert, dass Literaturklassiker nichts mit dem Alltag von Sch\u00fclern mit Migrationshintergrund zu tun haben.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nChristian Plein vom Fachverband Deutsch sagt gegen\u00fcber dem Tagesspiegel: \u201eIn Zeiten, in denen viele Jugendliche \u2013 besonders mit Migrationshintergrund \u2013 das Lesen nur bedingt oder kaum beherrschen, ist es tats\u00e4chlich unverzichtbar, ihnen komplexere Texte durch einfache(re) Sprache nahezubringen.\u201c Berlins Landessch\u00fclersprecher Or\u00e7un Ilte kritisiert, dass Literaturklassiker keine Ankn\u00fcpfungspunkte an das Alltagsleben von Sch\u00fclern mit Migrationshintergrund haben w\u00fcrden. Stattdessen solle man Raptexte analysieren.<br \/>\nDer Cornelsen-Verlag k\u00fcrzt den Originaltext \u201eangemessen\u201c \u2013 was das jedoch hei\u00dft, liegt letztlich im Ermessen der Lektorinnen und Lektoren und des Verlags. Die Ringparabel wird beispielsweise um 15 Prozent gek\u00fcrzt. Lehrkr\u00e4fte, die die vereinfachten Texte kritisieren, stellen indes infrage, wie es um die Lesekompetenz der Sch\u00fcler steht, die nur die einfachen Texte lesen, und was dann das Abitur noch wert sei.<br \/>\n&#8230; Alles vom 12.1.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/berliner-gymnasien-setzen-auf-vereinfachte-varianten-von-schiller-und-goethe\/\">https:\/\/apollo-news.net\/berliner-gymnasien-setzen-auf-vereinfachte-varianten-von-schiller-und-goethe\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/komplexestes-rechenverfahren-niedersachsen-streicht-schriftliches-dividieren-aus-grundschullehrplan\/\">https:\/\/apollo-news.net\/komplexestes-rechenverfahren-niedersachsen-streicht-schriftliches-dividieren-aus-grundschullehrplan\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nNun, das hinreichende Verst\u00e4ndnis der Landessprache ist f\u00fcr jedes Schulfach und jede Form der Berufst\u00e4tigkeit in einem Land die zentrale Schl\u00fcsselqualifikation \u2013 an einer mathematischen Textaufgabe wird \u2013 unabh\u00e4ngig von mathematischen F\u00e4higkeiten \u2013 der scheitern, der sie \u2013 warum auch immer \u2013 nicht versteht.<br \/>\nUnd die Lekt\u00fcre der \u201eKlassiker\u201c gewinnt ihre Berechtigung aus der Vermittlung des geistesgeschichtlichen Fundaments Europas, dessen man sich weder mit Rap-Texten, noch mit \u201eeinfacher Sprache\u201c anzun\u00e4hern vermag.<br \/>\nDie Verengung dieser Bildungsdiskussion auf Jugendliche mit \u201eMigrationshintergrund\u201c verschleiert indes den Blick auf das tats\u00e4chliche Problem, denn es sind beileibe nicht (nur) ausl\u00e4ndische Sch\u00fcler, die mit der deutschen Sprache \u00fcberfordert sind. Die Diskussion m\u00fcsste n\u00e4mlich dar\u00fcber gef\u00fchrt werden, wie man es verhindert, da\u00df Sch\u00fcler auf Gymnasien und Oberschulen gelangen, die dort \u2013 oft hoffnungslos \u2013 \u00fcberfordert sind \u2013 und das sind oft nicht die ausl\u00e4ndischen Sch\u00fcler.<br \/>\nNachtrag: Ich hatte im Lateinunterricht der Klasse 12 zwei Sch\u00fcler (einer Sohn eines Rechtsanwalts, der andere aus einer Arztfamilie), die noch nicht einmal imstande waren, ein deutsche Einleitung zur Vorinformation f\u00fcr einen \u00dcbersetzungstext fl\u00fcssig zu lesen und l\u00e4ngere Worte mussten beide mit dem Finger unter den Worten ausbuchstabieren. Da habe ich mir die Frage gestellt, wie funktionale Analphabeten in die 12. Klasse eines Gymnasiums gelangen konnten.<br \/>\nNebenbei: In derselben Klasse waren eine junge T\u00fcrkin (unverschleiert) und ein Nigerianer, schw\u00e4rzer als Kaffee, die nicht nur der deutschen Sprache in bemerkenswerter Weise m\u00e4chtig waren, sondern auch buchst\u00e4blich druckreife \u00dcbersetzungen aus dem Lateinischen zuwege brachten.<br \/>\nIntelligenz ist nicht zuvorderst ein Herkunfts- oder Hautfarbenproblem, sondern sie h\u00e4ngt viel mehr davon ab, wie die intellektuelle Entwicklung von Kindern auch im Elternhaus wertgesch\u00e4tzt und gef\u00f6rdert wird. Marcus Agrippa<br \/>\n.<br \/>\nMan sucht permanent nach Ausreden um den Bildungsstandard in Deutschland zu senken. Eine absolute Fehlentwicklung. Gerade auch aus der Lekt\u00fcre von Klassikern kann man so viel f\u00fcr sein Leben lernen, das weit \u00fcber das hinausgeht was heute nur noch so als Minimumstandard ausgelegt wird.<br \/>\nDie Liebe zur deutschen Sprache oder zur deutschen Kultur f\u00e4llt doch nicht einfach vom Himmel. Diese aber zu f\u00f6rdern hat man l\u00e4ngst aufgegeben. Sicher \u00fcbertreibe ich, aber irgendwann enden wir noch in der Sprachlosigkeit. Ein Schulsystem in dem sich Sch\u00fcler nicht mehr in unserer Landessprache vern\u00fcnftig und auch gew\u00e4hlt ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, ist ein System des Totalversagens. Und die R\u00fccksichtnahme auf den MH ist doch nur vorgeschoben. Man will sich keine M\u00fche mehr machen. Lindblom<br \/>\n.<br \/>\nIndes ist es ein Verbrechen an den Texten, die nicht dazu da sind, irgendwelche gegenw\u00e4rtige Lebenswelten zu spiegeln, sondern die kulturelle Substanz der Geistesgeschichte. Gute Literatur ist \u201edas Spiel von Sprache, Geist und Form\u201c, wie es einst der Philologe Karl B\u00fcchner zusammenfa\u00dfte; das k\u00f6nnen nur die Autoren selbst, nicht irgendwelche p\u00e4dagogisch beflissene Lektoren. Schule darf ruhig mal ein wenig anstrengend sein, daheim kann man sich sp\u00e4ter auch noch erholen. Eigen Karl<br \/>\n.<br \/>\nUnd Beethovens \u201eF\u00fcnfte\u201c reduzieren wir auf \u201eda, da, da, daaa\u201c. Ich m\u00fc\u00dfte mir so eine einfache Variante einmal zulegen, kennen tue ich derlei allerdings aus dem Fremdsprachenunterricht, da wurde so etwas auch verwendet. Aber da ging es vorwiegend um die Fremdsprache. (Aber gut, im Deutschunterricht inzwischen ja wohl auch.) Wer im Literaturunterricht (v. a. an Gymnasien) solche einfachen Varianten verwendet, hat nicht verstanden, worum es bei Literatur geht. Den \u201ePlot\u201c und \u201edie Moral\u201c kann man sich auch noch k\u00fcrzer besorgen, z. B. \u00fcber ein Literaturlexikon. Traurig, sehr traurig. Amicus<br \/>\n.<br \/>\nIn Deutschlands wird jetzt alles \u201evereinfacht\u201c, und die Steuern, Abgaben, Beitr\u00e4ge, Geb\u00fchren werden erh\u00f6ht. Auch Einwanderung in die Sozialsysteme und die Einb\u00fcrgerung wird vereinfacht. Tagesschau ab sofort in \u201eeinfacher\u201c Sprache. Deutschland ist jetzt ein Land der Vereinfachung Juerge.pr<br \/>\n.<br \/>\nGoethes FAUST in leichter Sprache: (In einem Zimmer mit hoher Decke sitzt Faust an seinem Schreibtisch.)<br \/>\n\u201eIch habe sehr lange studiert: Philosophie, Jura, Medizin und sogar Theologie.<br \/>\nIch habe viel gelernt und viel gelesen.<br \/>\nTrotzdem f\u00fchle ich mich nicht kl\u00fcger als vorher.<br \/>\nIch glaube, dass ich eigentlich nichts wirklich wei\u00df.<br \/>\nIch bin frustriert, weil ich trotz all meines Wissens die Welt nicht verstehe.<br \/>\nIch bin ein angesehener Lehrer, aber innerlich f\u00fchle ich mich leer.<br \/>\nIch finde keinen Sinn mehr in meinem Leben.\u201c<br \/>\nWie soll ein junger Mensch da noch Freude an Literatur und Sprache entwickeln?<br \/>\nSprachliebhaberin<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Mit dem Hintergrund von Sch\u00fclern hat das meiste, was sie in der Schule lernen, zun\u00e4chst einmal nichts zu tun&#8220;. Integralrechnung nicht, deutsche Grammatik eigentlich auch nicht, Kunst und Musik schon dreimal nicht. Ein v\u00f6llig idiotisches Argument. Aber bitte: Schafft das alles ab, daf\u00fcr dann Wirtschaftsunterricht, Reparaturkurse f\u00fcr defekte elektrische Leitungen, sanit\u00e4re Anlagen, lockere Ziegel, kaputte Fahrr\u00e4der. Ach, das brauchen die auch nicht, weil der Papa das macht oder der den Handwerker holt. Bleiben also wohl nur noch das Smartphone und \u201eGaming\u201c.<br \/>\nUnd weil Goethe kein Araber oder Chinese oder sonstwas war, m\u00fcssen die deutschen Kinder in Deutschland nun ausl\u00e4ndische Literatur lesen, damit Literatur f\u00fcr Kinder mit Migrationshintergrund etwas mit deren Alltag zu tun hat? Die wollen \u00fcbrigens, dachte ich, da\u00df ihr Alltag hier in Europa und v. a. in Deutschland stattfindet. Verbl\u00f6detes Identit\u00e4tsgeschw\u00e4tz. Ami<br \/>\n.<br \/>\nAnstatt den Menschen mit Migrationshintergrund Bildung zu geben, wird nun den Menschen ohne Migrationshintergrund Bildung unter dem Vorwand der R\u00fccksichtnahme auf Migrantenkinder Bildung verwehrt. Deutschland geht zur\u00fcck in die intellektuelle Vor- und Fr\u00fchgeschichte. Denkste<br \/>\n.<br \/>\nVerstehe ich es richtig: Bestimmte Sch\u00fcler wollen an Deutschen Gymnasien in Deutsch keine Deutschen Klassiker lesen, weil sie keinen Bezug dazu haben wegen ihres Migrationshintergrund. Sollen stattdessen lieber ausl\u00e4ndische Klassiker in ausl\u00e4ndischer Sprache in Deutsch gelesen werden? Ich bin verwirrt. Toto<br \/>\n.<br \/>\nDas Lied von der Glocke von Friedrich Schiller in einfacher Sprache:<br \/>\nLoch in Erde,<br \/>\n<em>Bronze rin,<\/em><br \/>\n<em>Glocke fertig,<\/em><br \/>\n<em>Bim, bim, bim.<\/em><br \/>\nF\u00fcr einfache Gem\u00fcter. erdgenosse<br \/>\n.<br \/>\n\u201eBildung ist das, was \u00fcbrig bleibt, wenn man alles andere vergessen hat.\u201c Wie sch\u00f6n, wenn schlie\u00dflich nichts mehr zum Vergessen da ist und Bildung gleich auf dem Nullpunkt beginnt. Das l\u00f6st dann auch viele Demenzprobleme\u2026 Watnu<br \/>\n.<br \/>\n\u201e.. nichts mit dem Alltag von Sch\u00fclern mit Migrationshintergrund zu tun hab\u2026.\u201c Doch, wenn ich mich integrieren will und meine neue Heimat verstehen will. Und immer mitbedenken, es handelt sich um den h\u00f6chsten Schulabschluss, eine Auslese, der angeboten wird, der gleichzeitig fr\u00fcher mal eine Hochschulreife war. Das war mal eine Auszeichnung, etwas besonderes. Heute berichten Universit\u00e4ten und Hochschulen, dass genau diese Hochschulreife nicht vorhanden ist und reagieren mit zus\u00e4tzlichen Tests und Vorstellungsgespr\u00e4chen um eine hoffnungslose \u00dcberforderung zu vermeiden. Idfis<br \/>\n.<br \/>\nWarum \u00fcbernimmt man denn nicht gleich die Lehrpl\u00e4ne aus dem Orient? Ist doch viel einfacher, es sind doch eh unsere Kinder, die anpassungsf\u00e4hig sein m\u00fcssen damit sie gut integriert sind! Und wenn ein Eid schon keinen Wert mehr hat, warum sollte das Abitur dann einen haben? Dazu kommt die fortschreitende KI, die Schule k\u00fcnftig grunds\u00e4tzlich in Frage stellen wird! Julie<br \/>\n.<br \/>\nAlles f\u00fcr die Migranten, ohne R\u00fccksicht auf die deutschen Sch\u00fcler. Daf\u00fcr wird unsere Kultur gek\u00fcrzt, verf\u00e4lscht oder gar ganz vergessen. Das Volk der Dichter und Denker? ZERST\u00d6RT und ins Abseits gestellt. Armes Germanistan. Deichgraf<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) Leichte Sprache: ein festes Regelwerk<\/strong><br \/>\n\u201eDie Konzepte und Regeln der Einfachen und Leichten Sprache sind aus dem Engagement von Menschen mit Lernschwierigkeiten heraus entstanden. Anlehnend an Bewegungen in den USA haben sie sich Gedanken dar\u00fcber gemacht, wie Texte geschrieben sein m\u00fcssen, damit alle sie verstehen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt B\u00e4rbel Mickler, Vorstandsmitglied von Netzwerk Leichte Sprache. Der im Jahr 2006 gegr\u00fcndete Verein will mit einem Regelwerk zur Leichten Sprache die Selbstbestimmung Erwachsener verbessern \u2013 unabh\u00e4ngig von ihren Lesefertigkeiten und ihrem Hintergrundwissen. So werden etwa kurze S\u00e4tze und bekannte W\u00f6rter verwendet, Fremdw\u00f6rter vermieden und komplexe Sachverhalte durch Fotos und Bilder illustriert. Genutzt wird die Leichte Sprache nicht nur von Menschen mit Lernschwierigkeiten: Die b\u00fcrgerlichen Grundrechte in Leichter Sprache zum Beispiel werden h\u00e4ufig auch von Senioren und Migranten nachgefragt. Wissenschaftliche Studien haben inzwischen den Nutzen der Leichten Sprache best\u00e4tigt.<br \/>\n&#8230; Alles bitte lesen beim Goethe-Institut unter<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/komplexestes-rechenverfahren-niedersachsen-streicht-schriftliches-dividieren-aus-grundschullehrplan\/\">https:\/\/www.goethe.de\/prj\/dlp\/de\/magazin-sprache\/20872577.html<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.leichtesprache.org\">https:\/\/www.leichtesprache.org<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<strong>.<\/strong><br \/>\n<strong>(4) Kastrierte Klassiker: Warum Gymnasien Lessing &amp; Co. in vereinfachter Sprache lesen<\/strong><br \/>\nAn Berliner Gymnasien werden literarische Klassiker zunehmend in gek\u00fcrzten Fassungen und \u201eleichter Sprache\u201c unterrichtet. Einige Kritiker sehen darin die Verst\u00fcmmelung von Sprache. Von Lorenz Maroldt und Stefan Jacobs.<br \/>\nWeil inzwischen auch Berliner Gymnasiasten die literarischen Klassiker nicht mehr zuzumuten sind, bekommen sie an immer mehr Schulen eine gek\u00fcrzte Fassung in \u201eleichter Sprache\u201c serviert.<br \/>\nEin Beispiel aus \u201eNathan der Weise\u201c:<br \/>\nOriginal (von Lessing): \u201eEr lie\u00df den Ring von seinen S\u00f6hnen dem geliebtesten; und setzte fest, da\u00df dieser wiederum den Ring von seinen S\u00f6hnen dem vermache, der ihm der liebste sei; und stets der liebste, ohn\u2019 Ansehn der Geburt, in Kraft allein des Rings, das Haupt, der F\u00fcrst des Hauses werde.\u201c<br \/>\nF\u00e4lschung (von Cornelsen): \u201eEr gab den Ring seinem liebsten Sohn und legte in seinem Testament fest, dass dieser ebenso den Ring seinem liebsten Sohn vererben sollte, und immer weiter so, ob Erstgeborener oder nicht.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10.1.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/checkpoint.tagesspiegel.de\/langmeldung\/6rgnOITPN1Jw4UDuti2fb7\">https:\/\/checkpoint.tagesspiegel.de\/langmeldung\/6rgnOITPN1Jw4UDuti2fb7<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(5) Tragik: Junge Migranten werden zu B\u00fcrgern zweiter Klasse erzogen<\/strong><br \/>\nKultureller Niedergang im Klassenzimmer: Berliner Gymnasien verst\u00fcmmeln Goethe und Schiller<br \/>\n&#8230;<br \/>\nBerlin steht mit dieser Entwicklung keineswegs allein. In Niedersachsen hat das Kultusministerium angek\u00fcndigt, dass ab dem kommenden Schuljahr in Grundschulen kein schriftliches Dividieren mehr gelehrt werden soll \u2013 die Rechenform sei zu komplex und fehleranf\u00e4llig. Man reibt sich verwundert die Augen: Soll k\u00fcnftig auch das Einmaleins gestrichen werden, weil es manche Sch\u00fcler \u00fcberfordert?<br \/>\nWas wir hier beobachten, ist nichts weniger als die systematische Demontage des deutschen Bildungswesens. W\u00e4hrend asiatische L\u00e4nder ihre Sch\u00fcler zu H\u00f6chstleistungen antreiben, orientiert sich Deutschland an den Schw\u00e4chsten. Das Ergebnis ist eine Generation, die weder die eigene Kultur kennt noch die intellektuellen Werkzeuge besitzt, um in einer globalisierten Welt zu bestehen.<\/p>\n<p>Die Zerst\u00f6rung des kulturellen Erbes<br \/>\nGoethe, Schiller und Lessing sind nicht irgendwelche verstaubten Autoren aus einer fernen Vergangenheit. Sie sind das geistige Fundament Europas, die Verk\u00f6rperung der Aufkl\u00e4rung, die Grundlage unserer freiheitlichen Gesellschaft. Ihre Werke in \u201eeinfache Sprache&#8220; zu \u00fcbersetzen, bedeutet, ihnen die Seele zu rauben. Denn Literatur ist, wie es der Philologe Karl B\u00fcchner einst formulierte, \u201edas Spiel von Sprache, Geist und Form&#8220; \u2013 und dieses Spiel k\u00f6nnen nur die Autoren selbst spielen, nicht irgendwelche p\u00e4dagogisch beflissenen Lektoren.<br \/>\nDie Tragik dieser Entwicklung liegt darin, dass sie ausgerechnet jenen schadet, denen sie angeblich helfen soll. Sch\u00fcler mit Migrationshintergrund, die nur vereinfachte Texte lesen, werden niemals die volle Tiefe der deutschen Sprache und Kultur erfassen k\u00f6nnen. Sie werden zu B\u00fcrgern zweiter Klasse erzogen \u2013 mit einem Abitur in der Tasche, das sie f\u00fcr keine anspruchsvolle T\u00e4tigkeit qualifiziert.<\/p>\n<p>Deutschland, einst das Land der Dichter und Denker, verkommt zum Land der Vereinfacher und Verweigerer. Eine Entwicklung, die nicht nur unsere Redaktion, sondern auch ein Gro\u00dfteil der deutschen Bev\u00f6lkerung mit wachsender Sorge beobachtet. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass die Politik diesen kulturellen Niedergang stoppt \u2013 bevor von unserem geistigen Erbe nichts mehr \u00fcbrig ist als ein paar Raptexte.<br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fluechtlinge-ungleiche-behandlung-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fluechtlinge-ungleiche-behandlung-100.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(6) Berlin verw\u00e4ssert Deutsch-Abi: Goethe und Schiller nur noch in leichter Sprache?<\/strong><br \/>\n<strong>Entlarvende Reaktion auf Bildungsnotstand<\/strong><br \/>\n&#8230; Man stelle sich vor, ein AfD-Politiker stellte die These auf, wonach deutsche Sch\u00fcler schon per Geburt schlauer seien als ihre Altersgenossen mit Migrationshintergrund. Der Aufschrei in Politik, Medien und Gesellschaft w\u00e4re riesig und das nat\u00fcrlich v\u00f6llig zurecht. Genau das tat jetzt aber der Landessch\u00fclerrat Berlin, der \u00fcber sein Haus-und-Hof-Medium, den \u201eTagesspiegel\u201c ausrichten l\u00e4sst: \u201eIm Deutschunterricht gibt es bei \u201aFaust\u2018 oder \u201aDer zerbrochene Krug\u2018 wenig bis gar keine Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr viele Sch\u00fcler mit Migrationsgeschichte.\u201c<br \/>\nDiese Aussage bezieht sich auf eine aktuell in der Hauptstadt \u2013 und nicht nur dort \u2013 schwelende Debatte, ob die Anspr\u00fcche an deutschen Gymnasien mittlerweile zu hoch seien. Nein, sind sie nat\u00fcrlich nicht, nur die Leistungsbereitschaft der Sch\u00fcler scheint immer weiter abzunehmen bzw. das, was man glaubt, jungen Menschen auf ihrem Weg zum Abitur, der Hochschulreife wohlgemerkt, noch zumuten zu d\u00fcrfen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nOder liegt die eigentliche Wurzel des \u00dcbels in Wirklichkeit sehr viel tiefer? Sind nicht (nur) die Sch\u00fcler bequemer geworden, sondern auch deren Lehrer? So jedenfalls l\u00e4sst sich eine Aussage von Sven Haedecke interpretieren. Der Sprecher des Cornelsen-Verlags, der die gro\u00dfen Literatur-Werke vergangener Jahrhunderte als \u201eEinfach klassisch\u201c-Versionen an deutsche Schulen ausgibt, stellt dazu fest: \u201eUnser Eindruck ist, dass zunehmend auch Lehrkr\u00e4fte an Gymnasien gerne mit der Reihe arbeiten.\u201c Und genau darin liegt das Problem: die \u201eEinfach klassisch\u201c-Reihe wurde von Cornelsen urspr\u00fcnglich als Lehrmaterial f\u00fcr Haupt-, Real- und Gesamtschulen konzipiert \u2013 und ausdr\u00fccklich nicht als Dreht\u00fcr zum Deutsch-Abi!<\/p>\n<p>Lehrer alter Schule zeigen sich vom neuartigen, aber immer mehr um sich greifenden Konzept des \u201eGoethe light\u201c hingegen wenig begeistert. Robert Radecke-Rauh, Berlins \u201eLehrer des Jahres 2013\u201c ist sich sicher: <em><strong>\u201eWenn wir damit beginnen, literarische Texte in einfache Sprache zu \u00fcberf\u00fchren, rauben wir den Klassikern ihre \u00e4sthetische Substanz und den Gymnasien ihren Anspruch, die Hochschulreife zu erwerben.\u201c<\/strong> <\/em>Umgekehrt k\u00e4me ja auch niemand auf die Idee, \u201eMozarts Opern in simple Kl\u00e4nge zu verwandeln\u201c, zieht der P\u00e4dagoge einen durchaus anschaulichen Vergleich.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.1.2026 von Kai Rebmann bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/berlin-verwaessert-deutsch-abi-goethe-und-schiller-nur-noch-in-leichter-sprache\/\">https:\/\/reitschuster.de\/post\/berlin-verwaessert-deutsch-abi-goethe-und-schiller-nur-noch-in-leichter-sprache\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An immer mehr Gymnasien lesen die Sch\u00fcler im Deutschunterricht die Klassiker wie Lessing, Goethe und Schiller h\u00e4ufig nicht mehr im Original, sondern in &#8222;einfacher Sprache&#8220;, d.h. in um bis zu 15 Prozent gek\u00fcrzten Versionen. 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