{"id":141808,"date":"2025-11-19T18:03:55","date_gmt":"2025-11-19T17:03:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=141808"},"modified":"2025-11-19T18:12:39","modified_gmt":"2025-11-19T17:12:39","slug":"ifo-bdi-zur-deindustrialisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ifo-bdi-zur-deindustrialisierung\/","title":{"rendered":"Ifo, BDI zur Deindustrialisierung"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/deindustrialisierung\/\">Deindustrialisierung<\/a> der deutschen Wirtschaft ist im Gang. Zwei namhafte Fachleute nehmen dazu Stellung: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/sinn\/\">Hans-Werner Sinn<\/a>, bis 2016 Pr\u00e4sident des Ifo-Instituts, deutlich &#8222;Energie verteuert, ohne das Klima zu sch\u00fctzen&#8220;. Und BDI-Chef Peter Leibinger mahnt &#8222;staatliche Lenkung &#8230; zerst\u00f6rt die Basis unseres Wohlstandes&#8220;.<!--more--><br \/>\n.<br \/>\nDer \u00d6konom und fr\u00fchere Ifo-Pr\u00e4sident Professor Hans-Werner Sinn sagte zur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-planwirtschaft\/\">Wirtschaftspolitik der EU<\/a>, sie w\u00fcrde &#8222;<em><strong>die Deindustrialisierung erzwingen.<\/strong><\/em> &#8230; Tats\u00e4chlich funktioniert die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimapolitik\/\">europ\u00e4ische Klimapolitik<\/a> nicht, weil sie die Energie verteuert, ohne das Klima zu sch\u00fctzen&#8220; (siehe Anlage (1) unten). Und Deutschland sei \u201ewegen seiner ruin\u00f6sen Klimapolitik zum abschreckenden Beispiel geworden\u201c. Das Ziel der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimapolitik\/klimaneutral\/\">Klimaneutralit\u00e4t<\/a> bis 2045 k\u00f6nne \u201eDeutschland verarmen lassen\u201c.<br \/>\nUnd zur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialpolitik\/\">Sozialpolitik<\/a>: \u201eWir werden bei den Babyboomern eine schlimme Altersarmut und Pflegebed\u00fcrftigkeit beobachten. &#8230;Der liebe Gott wird unser <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demografie\/\">demografisches Problem<\/a> nicht l\u00f6sen, das m\u00fcssen wir schon selbst tun.\u201c<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\nDer BDI-Chef Peter Leibinger hat sich mit einen Appell (2) an die \u00d6ffentlichkeit gewandt. Schlie\u00dflich ist die Lage ernst: &#8222;Unser <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/industrie2024\/\">industrieller Kern<\/a> ist existenziell bedroht&#8220;. Aber nicht nur bedroht, denn die Deindustrialisierung ist l\u00e4ngst in vollem Gang: Die Industrie meldet <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/insolvenz\/\">Insolvenz<\/a> bzw. verlagert samt <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/unternehmer-ins-ausland\/\">Kapital ins Ausland<\/a>.<br \/>\nDer Titel seines Appells &#8222;Wir wollen mehr Freiheit wagen&#8220; jedoch ist &#8211; wie im Management von Industriebetrieben bzw. Konzernen \u00fcblich &#8211; schwammig und unklar. Leibinger m\u00fcsste ehrlicherweise titeln &#8222;Staat schafft unternehmerische Freiheit ab&#8220;.<\/p>\n<p>Leibinger beginnt mit den \u00fcblichen Phrasen: &#8222;Die freiheitliche Gesellschaft lebt von Menschen, die Verantwortung \u00fcbernehmen f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr das Gemeinwesen, in Familie, Beruf und \u00f6ffentlichem Leben. Doch diese Bereitschaft schwindet. Der R\u00fcckzug ins Private nimmt an vielen Stellen zu. Vereine, Kirchen, Parteien verlieren Mitglieder, die Zahl der Unternehmensgr\u00fcndungen sinkt.&#8220;<br \/>\nStimmt alles. Doch der Hauptgrund f\u00fcr die Verweigerung , Verantwortung zu \u00fcbernehmen und den &#8222;R\u00fcckzug ins Private &#8220; anzutreten, liegt im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/ueberwachungsstaat\/\">\u00fcbergriffigen Staat<\/a> mit seinen Reglementierungen, G\u00e4ngelungen, Erziehungsma\u00dfnahmen (Nudging), Vorschriften, Planungsvorgaben, seiner <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/buerokratie\/\">B\u00fcrokratisierung<\/a>, Ideologielastigkeit und Besserwisserei &#8211; kurz in der kontinuierlich wachsenden <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsquote\/\">Staatsquote<\/a>. Nat\u00fcrlich hat auch Peter Leibinger hat dies erkannt, aber das Basisstatement des BDI-Chefs findet sich nur ganz versteckt im Text:<br \/>\n<em><strong>&#8222;Die \u00dcberzeugung, staatliche Lenkung sei nicht nur m\u00f6glich, sondern eine neue Grundlage f\u00fcr Erfolg, zerst\u00f6rt die Basis unseres Wohlstandes. Wirtschaft braucht unternehmerische Freiheit.&#8220;<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\nAn Unternehmern mangelt es nicht, die bereits w\u00e4ren, f\u00fcr ihre Ideen zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verantwortung\/\">verantwortlich<\/a> zu investieren, d.h. ins Risiko zu gehen. Es mangelt am Freiheitsspielraum f\u00fcr ihre eigenen unternehmerischen Entscheidungen. Der m\u00fcndige B\u00fcrger braucht keinen staatlichen Erzieher, der ihm sagt, was er zu denken, meinen und sagen hat. Er ist der Souver\u00e4n und der Staat ist sein Dienstleister. Der m\u00fcndige Unternehmer braucht keinen Staats\u00f6konomen, der ihm das Management besorgt.<\/p>\n<p>Leibinger endet seinen Appell mit den Worten: &#8222;Wir haben das Prinzip der Freiheit verlernt. Sie lebt von Werten und Wertsch\u00f6pfung: Ohne Werte keine Freiheit, ohne Wertsch\u00f6pfung keine Zukunft. Beides ist Fundament unserer freiheitlichen, marktwirtschaftlichen Ordnung, und beides m\u00fcssen wir st\u00e4rken. Es liegt an uns allen, B\u00fcrgern, Unternehmern, Politikern, sie zu gestalten. &#8220;<br \/>\nNein, dieser Schlu\u00dfsatz von Leibinger stimmt so nicht. B\u00fcrger und Unternehmer haben das Prinzip der Freiheit nicht verlernt, sondern die Politiker bzw. der Staat.<br \/>\nNein, sie, die B\u00fcrger sehnen sich geradezu danach, als Verbraucher wie Unternehmer frei entscheiden zu k\u00f6nnen. Diese Freiheit wird ihnen vom Staat jedoch beschnitten.<\/p>\n<p>Der BDI-Chef benennt die Vorz\u00fcge der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freie-marktwirtschaft\/\">Marktwirtschaft<\/a>: &#8222;Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/marktwirtschaft\/soziale-marktwirtschaft\/\">Soziale Marktwirtschaft<\/a> im Sinne von Ludwig Erhard ist Ausdruck gelebter Freiheit. Sie schafft Wohlstand, indem sie auf freie Entfaltung und unternehmerisches Engagement setzt \u2013 auf Basis von fairem Wettbewerb, gemeinwohlverpflichtendem Eigentum und Innovation.&#8220;<br \/>\nEr hat aber nicht den Mut, einzugestehen, da\u00df wir sp\u00e4testens seit der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/grenzoeffnung2015\/\">Grenz\u00f6ffnung 9\/2015<\/a> dabei sind, diese durch die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/planwirtschaft\/\">zentralistische Planwirtschaft<\/a> zu ersetzen. Mit all den Konsequenzen, die sich im derzeitigen volkswirtschaftlichen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/niedergang\/\">Niedergang<\/a> zeigen.<br \/>\n.<br \/>\nProfessor Hans-Werner Sinn spricht als einer den renommiertesten \u00d6konomen Deutschlands f\u00fcr die Wirtschaftswissenschaften. Und Dipl.-Ing. Peter Leibinger als Pr\u00e4sident des Bundesverbands der Deutschen Industrie spricht f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/mittelstandsunternehmen\/\">mittelst\u00e4ndische<\/a> wie Konzern-Industrie. Beide sind konstatieren den industriellen Niedergang und fordern eine Abkehr von den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/grundgesetz\/grundgesetz-klima\/\">klimapolitischen Restruktionen<\/a>, der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-planwirtschaft\/\">staatlichen Planwirtschaft<\/a> und eine R\u00fcckkehr zur unternehmerischen Freiheit und dem Prinzip der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/dezentralisierung\/\">Dezentralisierung<\/a>. Aus welchen Gr\u00fcnen werden die Stimmen dieser beiden Fachleute von der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/regierung2025\/\">Berliner Politik<\/a> nicht geh\u00f6rt?<br \/>\n19.11.2025,<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Ifo, BDI zur Deindustrialisierung&#8220;<br \/>\n==============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (2)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Hans-Werner Sinn: \u201eDeutschland ist zu einem abschreckenden Beispiel geworden\u201c<\/strong><br \/>\nErst schaltet sich Hans-Werner Sinn in die aktuelle Rentendebatte ein, nun treibt den \u00d6konomen die Lage der deutschen Wirtschaft um. Diese sei \u201edramatisch\u201c, wie er in einem Interview sagt. F\u00fcr Bundeskanzler Merz hat Sinn einen besonderen Rat.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nDie aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft beschreibt Sinn als \u201edramatisch\u201c: \u201eDas geht so nicht mehr lange gut.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nBundeskanzler Friedrich Merz r\u00e4t der Wirtschaftswissenschaftler: \u201eEr sollte eine europ\u00e4ische Koalition bilden, um die CO\u2082-Verordnung zu kippen.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.11.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article691c5549d2a927140900d4d5\/hans-werner-sinn-deutschland-ist-zu-einem-abschreckenden-beispiel-geworden.html\">https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article691c5549d2a927140900d4d5\/hans-werner-sinn-deutschland-ist-zu-einem-abschreckenden-beispiel-geworden.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/ifo-startseite\">https:\/\/www.ifo.de\/ifo-startseite<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) BDI-Chef Leibinger: Wir wollen mehr Freiheit wagen<\/strong><br \/>\nDeutschland steht am Scheideweg: In einem Gastbeitrag f\u00fcr Cicero mahnt BDI-Pr\u00e4sident Peter Leibinger, dass der Verlust an Freiheit zur gr\u00f6\u00dften Gefahr f\u00fcr Wohlstand und Demokratie geworden ist. Leibinger fordert einen radikalen Kurswechsel &#8211; und ruft eine Freiheitswende aus.<br \/>\nDie deutsche Wirtschaft befindet sich in einer der schwersten Krisen seit Bestehen der Bundesrepublik. Unser industrieller Kern ist existenziell bedroht. Das Vertrauen in die Reformf\u00e4higkeit unseres Landes ist tief ersch\u00fcttert. Die Menschen in den Unternehmen verdienen mehr als Gipfel, Ank\u00fcndigungen und Nebendiskussionen.<br \/>\nEiner der zentralen Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen desolaten Zustand: Wir haben den Sinn f\u00fcr die Freiheit verloren. Freiheit ist nicht naturgegeben, sondern ein st\u00e4ndiger Auftrag. Sie lebt von Werten, Verantwortung und der Bereitschaft, sie zu verteidigen und zu gestalten \u2013 durch B\u00fcrger, Unternehmen und Staat.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nFreiheit bedeutet eben nicht, sich verwalten zu lassen. Nur eine Gesellschaft, die auf Eigeninitiative setzt, ist zur Souver\u00e4nit\u00e4t und Zukunft f\u00e4hig. Das gilt im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Bereich. Die Soziale Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard ist Ausdruck gelebter Freiheit. Sie schafft Wohlstand, indem sie auf freie Entfaltung und unternehmerisches Engagement setzt \u2013 auf Basis von fairem Wettbewerb, gemeinwohlverpflichtendem Eigentum und Innovation. Genau das ist jahrzehntelang gelungen. Diese Ordnung ist wesentlicher Teil gesellschaftlicher Freiheit. Sie war Voraussetzung und ist Grundlage unseres Wirtschaftserfolgs \u201eMade in Germany\u201c.<br \/>\nWir sind im Begriff, diese Grundlage abzuschaffen: B\u00fcrokratie, kleinteilige Regulierung und strategische Fehlentscheidungen l\u00e4hmen die unternehmerische Kraft. Ich denke hier zum Beispiel an das Lieferkettengesetz oder an jahrelange Planungs- und Genehmigungsverfahren f\u00fcr neue Produktionsanlagen. Auch die aktuellen Pl\u00e4ne f\u00fcr eine versch\u00e4rfte Erbschaftssteuer bereiten Unternehmen gro\u00dfe Sorgen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie \u00dcberzeugung, staatliche Lenkung sei nicht nur m\u00f6glich, sondern eine neue Grundlage f\u00fcr Erfolg, zerst\u00f6rt die Basis unseres Wohlstandes. Wirtschaft braucht unternehmerische Freiheit.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nVerantwortung der Wirtschaft verlangt Vertrauen des Staates. Doch dieser greift immer h\u00e4ufiger \u00fcber das Ma\u00df des Notwendigen hinaus in die Wirtschaft ein und ersetzt Kooperation durch Kontrolle und Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung. Das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die eigentliche Rolle des Staates scheint verloren gegangen zu sein. Ein freiheitlicher Staat sollte nicht alles M\u00f6gliche tun, sondern nur das Notwendige, um die Freiheit seiner B\u00fcrger nicht zu gef\u00e4hrden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.11.2025 von Peter Leibinger bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/ein-gastbeitrag-von-peter-leibinger-wir-wollen-mehr-freiheit-wagen\">https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/ein-gastbeitrag-von-peter-leibinger-wir-wollen-mehr-freiheit-wagen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bdi.eu\/\">https:\/\/bdi.eu\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deindustrialisierung der deutschen Wirtschaft ist im Gang. Zwei namhafte Fachleute nehmen dazu Stellung: Hans-Werner Sinn, bis 2016 Pr\u00e4sident des Ifo-Instituts, deutlich &#8222;Energie verteuert, ohne das Klima zu sch\u00fctzen&#8220;. 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