{"id":141738,"date":"2025-11-18T11:24:11","date_gmt":"2025-11-18T10:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=141738"},"modified":"2025-11-20T18:27:10","modified_gmt":"2025-11-20T17:27:10","slug":"interessen-osten-westbindung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/interessen-osten-westbindung\/","title":{"rendered":"Interessen: Osten, Westbindung"},"content":{"rendered":"<p>Die Geschichte zeigt, da\u00df unser &#8222;Volk der guten Nachbarn&#8220; (Willy Brandt) beide politischen Ausrichtungen pflegen mu\u00df &#8211; zu Washington die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-trump\/\">transatlantische Westbindung<\/a> und zu<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/\"> Moskau<\/a> eine ausgewogene <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/ostpolitik\/\">Ostpolitik<\/a>. Ein gewi\u00df schwieriges Unterfangen. Da braucht es den Mut einer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/diplomatie\/\">Diplomatie<\/a>, <!--more-->wie sie die Realpolitiker Adenauer, Brandt und Kohl unter Beweis gestellt haben:<br \/>\n.<br \/>\n&#8211; 1955 hat Konrad Adenauer mit seiner Moskaupolitik die Heimkehr der noch lebenden deutschen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/soldaten\/\">Kriegsgefangenen<\/a> &#8211; 10 Jahre nach Kriegsende! &#8211; erreicht.<br \/>\n&#8211; 1970 kr\u00f6nte Willy Brandt seine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/entspannungspolitik\/\">Entspannungspolitik<\/a> mit den Vertr\u00e4gen von Moskau und Warschau sowie dem Grundlagenvertrag BRD-DDR.<br \/>\n&#8211; 1990 fuhr Helmut Kohl zu Michail Gorbatschow an die Wolga und legte so die Grundlagen zur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/mauerfall1989\/\">deutschen Einheit<\/a>.<br \/>\n.<\/p>\n<div id=\"attachment_141634\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ostpolitik1955-1970-1990pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-141634\" class=\"size-full wp-image-141634\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ostpolitik1955-1970-1990pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ostpolitik1955-1970-1990pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ostpolitik1955-1970-1990pan-180x100.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-141634\" class=\"wp-caption-text\">Ostpolitik 1955 Konrad Adenauer1970, Willy Brandt und 1990 Helmut Kohl<\/p><\/div>\n<p>Diese drei mutigen Meilensteine deutscher Ostpolitik wurden in Krisenzeiten gesetzt, als die Beziehungen Berlin-Moskau auf einem Tiefpunkt waren. Auch heute ist das deutsch-russische Verh\u00e4ltnis angespannt, auch heute bedarf es mutiger Schritte einer \u00d6ffnung gegen\u00fcber Moskau.<\/p>\n<p>Diese drei Meilensteine folgten dem Diktum von Willy Brandt&#8217;s Ostexperten Egon Bahr: &#8222;In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/europa-interessen\/\">Interessen von Staaten<\/a>. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erz\u00e4hlt.&#8220; In der Au\u00dfenpolitik geht es nicht um <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/politik\/moralpolitik\/\">Moral<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/ideologiestaat\/\">Ideologie<\/a> und mediale Freundlichkeit, sondern knallhart um die eigenen Interessen.<\/p>\n<p>So ist es im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutsche-interessen\/\">Interesse von Deutschland<\/a> als Land in der Mitte Europas, mit allen seinen Nachbarn gute Beziehungen zu pflegen. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/friedensfaehig-statt-kriegstuechtig\/\">Willy Brandt<\/a> fasste dies als Leitlinie, die heute mehr denn je gilt: \u201eWir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein\u201c.<\/p>\n<p>Diese drei Meilensteine fu\u00dften auf der diplomatischen Leistung, die Ostpolitik nicht zu Lasten der Westbindung zu forcieren &#8211; oder andersherum, die transatlantischen Beziehungen mit dem Verh\u00e4ltnis zu Moskau in Einklang zu bringen. Ein Akt von Balance und Fingerspitzengef\u00fchl zwischen 1955 und 1990.<br \/>\nAuch 2025 ist Diplomatie gefragt zum Interessenausgleich &#8211; ein konkretes Beispiel: Die US-Amerikaner unter Trump wollen ihr \u00fcbersch\u00fcssiges <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vdl-verkauft-die-eu-an-die-usa\/\">Fracking-Gas<\/a> per NLG-Verschiffung teuer an Deutschland verkaufen. Auf der anderen Seite ist Putin bereit, umgehend wieder billiges Erdgas \u00fcber die eine noch intakte <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/gas\/nordstream2\/\">Nordstream-Pipelin<\/a>e nach Deutschland zu pumpen.<br \/>\n.<br \/>\nDiese drei obigen Meilensteine wurden von den einst gro\u00dfen Volksparteien <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/cdu\/\">CDU<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/spd\/\">SPD<\/a> gesetzt. Von ihnen wollen weder die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/cdu\/cdu-ende\/\">heutige CDU<\/a> noch die heutige SPD etwas wissen. Beispiele: Heute dominieren gratismutige Spr\u00fcche wie &#8222;Russland ruinieren&#8220; (Annalena Baerbock, Gr\u00fcne), &#8222;Russland wird immer unser Feind sein&#8220; (Johann Wadephul, CDU) und &#8222;Wir m\u00fcssen den Krieg nach Russland tragen&#8220; (Roderich Kiesewetter, CDU), deren Kriegsrhetorik zu nichts f\u00fchrt. Und die deutsche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensbewegung2-0\/\">Friedensbewegung<\/a> &#8211; leider schwach, da in links und rechts geteilt &#8211; bleibt ungeh\u00f6rt: &#8222;Man l\u00fcgt uns in einen Krieg hinein&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/katholisch\/drewermann\/\">Eugen Drewermann<\/a>).<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/spd-manifest-friedenssicherung\/\">SPD-Manifest Friedenssicherung<\/a> mit seinem 8-Punkte-Programm vom 12.6.2025 mit Peter Brandt bleibt bel\u00e4chelte Theorie.<br \/>\nDas Buch &#8222;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein&#8220; vom <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/nie-wieder-gegen-russland\/\">SPD-Diplomaten Albrecht M\u00fcller<\/a> wird als zu sehr&#8220; antikrieg&#8220; abgelehnt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/entspannungspolitik\/\">Klaus von Dohnanyi (97)<\/a>, der letzte noch lebende Entspanungspolitiker der SPD, formuliert in seinem Buch &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutsche-interessen\/\">Nationale Interessen<\/a>&#8220; die deutliche Aufforderung: &#8222;Je gef\u00e4hrlicher ein Nachbar ist, desto mehr muss man sich mit ihm besch\u00e4ftigen und mit ihm reden.\u201c Dies interessiert weder die Klingbeil-SPD noch die Merz-CDU, aber die AfD.<\/p>\n<p>In dieser von Bequemlichkeit, Tr\u00e4gheit und Unverm\u00f6gen gepr\u00e4gten Zeit scheint deutsche aktive Au\u00dfenpolitik einfach nicht stattzufinden. Da darf man die Russland-Kontakte von Tino Chrupalla (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/afd\/afd-opposition\/\">AfD<\/a>) durchaus als mutigen Weg zu einem vierten Meilenstein interpretieren. Nichts ist billiger, derlei Kontakte mit der Verd\u00e4chtigung Moskau-Spitzel abzutun. Putin verstehen wollen ist etwas anderes als Verst\u00e4ndnis zeigen mit seinem Angriffskrieg. Ud wenn CDUSPDGr\u00fcne nicht mit Russland sprechen wollen, damm mu\u00df es eben die AfD tun. &#8222;Mir hat Putin nichts getan&#8220; und &#8222;Ich sehe keine Gefahr f\u00fcr Deutschland durch Russland&#8220; sagte der AfD-Vize im Spiegel-Interview.<\/p>\n<p>Tino Chrupalla steht f\u00fcr eine sich \u00f6ffnende und ausgewogene Ostpolitik. Alice Weidel f\u00fcr eine Westbindung bzw. transatlantische Beziehung. Diese innerparteilichen konkurrierende Str\u00f6mungen der AfD f\u00f6rdern den Wettstreit und Diskussion der Ideen &#8211; es sind Kennzeichen einer gro\u00dfen Volkspartei. Schlie\u00dflich lassen sich mit der parteiinternen Vielfalt breitere W\u00e4hlerschichten erschlie\u00dfen. Da\u00df die selbstbewu\u00dfte Binnenpolarit\u00e4t der AfD die Parteien <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/cduspdgruene\/\">CDUSPDGr\u00fcne<\/a> nerv\u00f6s macht, ist ein gutes weil aufweckendes Zeichen.<br \/>\nEs ist kein Argument bekannt, das f\u00fcr einen Konfrontationskurs gegen Russland spricht. Allein die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutsche-interessen\/\">deutschen Interessen<\/a> z\u00e4hlen, nicht irgendeine Ideologie. Wann ist man endlich bereit, dies aus der Geschichte der drei ostpolitischen Meilensteine zu lernen.<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>1955-1970-1990-2025: Ausblick zu einem vierten Meilenstein<\/strong><\/em><br \/>\n<em>1. Das oberste Ziel:<\/em> Beendigung des Sterbens im Ukrainekrieg durch einen sofortigen Waffenstillstand.<br \/>\n<em>2. Der Wunsch:<\/em> In der deutschen Friedensbewegung tun sich Linke und Rechte zusammen und bringen die Zivilgesellschaft auf die Strassen: Hunderttausende demonstrieren f\u00fcr eine Stop des Massensterbend im Osten. Nur so kann Druck ausge\u00fcbt werden auf Moskau, Washington wie auch auf Br\u00fcssel und Berlin.<br \/>\n<em>3. Fakt:<\/em> Russland und die USA haben die Macht, den Ukrainekrieg in bilateralen Gespr\u00e4chen zu beenden. Nach der Offenlegung der immensen Korruption auch innerhalb der Kiew-Administration ist ein solcher Friedens-Deal wahrscheinlicher geworden.<br \/>\n<em>4. Zeitfenster:<\/em> Im Auf und Ab der Geschichte tun sich immer wieder unerwartet <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/zeitfenster-zu-frieden-in-europa\/\">Zeitfenster<\/a> auf, die \u2013 falls sie genutzt werden \u2013 eine abrupte Ver\u00e4nderung erm\u00f6glichen. Adenauer, Brandt und Kohl nutzten solche Zeitfenster. Nun gilt es, das sich mit einem Ende des Ukrainekriegs \u00f6ffnende Zeitfenster f\u00fcr eine Wiederbelebung der deutsch-russischen Verst\u00e4ndigung zu nutzen.<br \/>\n18.12.2025<br \/>\n&#8230; auch erschienen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ansage.org\/deutsche-interessen-ostpolitik-und-westbindung\/\">https:\/\/ansage.org\/deutsche-interessen-ostpolitik-und-westbindung\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Interessen: Osten, Westbindung&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>(1) Zur Russlandfrage und die AfD in der innerdeutschen Verst\u00e4ndigung<\/strong><br \/>\nEs gibt politische Themen, die nicht deshalb schwierig sind, weil sie kompliziert w\u00e4ren, sondern weil sie tief reichen. Die Russlandfrage ist ein solches Thema. Und ich sage ganz bewusst: Es geht dabei nicht um Putin. Es geht nicht um Sympathien oder Antipathien. Es geht um uns. Um die Frage, wer wir als Land in der Mitte Europas sind und sein wollen.<br \/>\nDenn die Haltung zu Russland ist keine au\u00dfenpolitische Randnotiz. Sie zeigt wie ein Seismograph, wie unterschiedlich Deutschland in Ost und West bis heute gepr\u00e4gt sind \u2013 und wie wenig wir bisher getan haben, diese Unterschiede wirklich zu verstehen oder auch uns teilweise wechselseitig \u00fcberhaut \u2013 sozialisationsbedingt- verstehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich sage das ausdr\u00fccklich als jemand, der in Westdeutschland aufgewachsen ist und seit vier Jahrzehnten in Berlin lebt. Ich habe beide Denkwelten erlebt, beide Pr\u00e4gungen kennengelernt, beide Sprachen verstanden. Die westliche Sozialisation mit ihrer klar transatlantischen Orientierung pr\u00e4gt mich bis heute. Aber das Leben in Berlin \u2013 in diesem Schnittpunkt zweier deutscher Ged\u00e4chtnisse \u2013 hat mir deutlich gezeigt, was man im ehemaligen Westdeutschland, das ideengeschichtlich und lebensweltlich bruchlos in die Wiedervereinigung gestolpert ist, \u00fcbersieht: Der Osten denkt anders, nicht schlechter, nicht provinzieller, sondern erfahrungsbedingt legitim anders.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nJetzt wird die Ost-West-Spannung in der AfD offen sichtbar, kann aber nicht \u00fcberraschen. Die anderen Parteien haben ihre Br\u00fcche einfach \u00fcbert\u00fcncht. Die AfD dagegen zeigt das, was ist und was die Menschen jeweils bewegt, was sie wiederum wachsen l\u00e4sst. Deshalb reagieren die westdeutsch dominierten Medien mit einer klaren Strategie: Sie stilisieren und missbrauchen <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/russland-beben-bei-der-rechtsaussen-partei-diese-afd-abgeordneten-hat-putin-am-liebsten-69149c990407e2fef73ca744\">https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/russland-beben-bei-der-rechtsaussen-partei-diese-afd-abgeordneten-hat-putin-am-liebsten-69149c990407e2fef73ca744<\/a> die notwendige Auseinandersetzung, die sich in Russlandreisen von AfD-Abgeordneten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/afd-streit-russland-reise-weidel-chrupalla-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/afd-streit-russland-reise-weidel-chrupalla-100.html<\/a> entl\u00e4dt, zu einem angeblichen \u201eBeweis der Unw\u00e4hlbarkeit im Westen\u201c. Das mag politisch erkl\u00e4rbar sein \u2013 aber es ist unredlich. Es geht nicht um Weidel oder Lucassen gegen Chrupalla. Es geht um eine Frage, die viel tiefer reicht: Wie w\u00e4chst ein Land zusammen, dessen zwei historischen Pr\u00e4gungen sich jahrzehntelang kaum begegnet sind?<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie AfD steht heute als einzige Kraft vor der Aufgabe, diese beiden deutschen Wirklichkeiten zusammenzuf\u00fchren. Nicht durch Harmonisierung, sondern durch Verst\u00e4ndigung. Nicht durch Beschwichtigung, sondern durch wechselseitige Anerkennung sozialisationsbedingt legitimer Anschauungen, nicht durch ein Entweder-Oder, sondern durch ein neues Sowohl-als-auch.<\/p>\n<p>Vers\u00f6hnung in diesem Kontext hei\u00dft:<br \/>\n<em><strong>den Osten h\u00f6ren, ohne den Westen zu verlieren,<br \/>\nden Westen verstehen, ohne den Osten zu bevormunden,<\/strong><\/em><br \/>\nund aus beiden eine gemeinsame Sprache der Souver\u00e4nit\u00e4t zu schaffen. Wenn das gelingt, k\u00f6nnte die \u201eversp\u00e4tete Nation\u201c (Plessner) zum ersten Mal rechtzeitig werden. Und die Russlandfrage \u2014 die so oft spaltete \u2014 k\u00f6nnte der Anlass sein, dieses Land ganz und souver\u00e4n werden zu lassen.<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 19.11.2025 von Frank-Christian Hansel bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/frank-hansel.de\/zur-russlandfrage-und-die-afd-in-der-innerdeutschen-verstaendigung\">https:\/\/frank-hansel.de\/zur-russlandfrage-und-die-afd-in-der-innerdeutschen-verstaendigung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte zeigt, da\u00df unser &#8222;Volk der guten Nachbarn&#8220; (Willy Brandt) beide politischen Ausrichtungen pflegen mu\u00df &#8211; zu Washington die transatlantische Westbindung und zu Moskau eine ausgewogene Ostpolitik. Ein gewi\u00df schwieriges Unterfangen. 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