{"id":139254,"date":"2025-09-21T11:18:00","date_gmt":"2025-09-21T09:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=139254"},"modified":"2025-09-26T16:10:19","modified_gmt":"2025-09-26T14:10:19","slug":"abtreibung-lebensrecht-kirk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/abtreibung-lebensrecht-kirk\/","title":{"rendered":"Abtreibung &#8211; Lebensrecht &#8211; Kirk"},"content":{"rendered":"<p>Im Moment der Befruchtung, wo der m\u00e4nnliche Samen in die weibliche Eizelle eindringt, sind alle Eigenschaften bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/biologie\/\">Gene<\/a> eines neuen Menschen angelegt und bestimmt. Dies ist Fakt, daran kann kein Gesetz der Welt etwas \u00e4ndern. Gleichwohl: Diese Tatsache gibt den Menschen das Recht, zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/abtreibung\/\">Schwangerschaftsabbruch<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/lebensschutz\/\">Lebensrecht<\/a> <!--more-->entweder <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">diese oder aber jene Meinung<\/a> zu vertreten. Es herrscht <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">Meinungsfreiheit<\/a>. Diese gilt es zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/respekt\/\">respektieren<\/a> und aufgrund dieser l\u00e4\u00dft es sich\u00a0 diskutieren.<br \/>\n.<br \/>\nWenn am Sonntag 2.9.2025 in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/bauern-protest\/berlin8jan2024\/\">Berlin<\/a> und K\u00f6ln beim &#8222;Marsch f\u00fcr das Leben&#8220; f\u00fcr ein strengeres <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bverfg-unabhaengig-abtreibung\/\">Abtreibungsrecht<\/a> demonstriert wird, dann mu\u00df dies friedlich m\u00f6glich sein, d.h. ohne gewaltt\u00e4tige <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/demo\/gegendemonstration\/\">Gegendemos<\/a> und auch ohne &#8222;Spie\u00dfrutenlauf vorbei an ha\u00dferf\u00fcllten linksradikalen Chaoten&#8220; (1).<\/p>\n<p>In den USA werden jedes Jahr 1,5 Millionen Abtreibungen vorgenommen. Zwischen 1974 und 2023 wurden in Deutschland 6,4 Millionen Menschen abgetrieben (1). Solche Zahlen geben Anlass zum Nachdenken (3).<br \/>\n.<br \/>\nDie Diskussion h\u00e4lt an. Wie sehr das Thema Abtreibung bewegt, zeigte sich j\u00fcngst bei der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bverfg-unabhaengig-abtreibung\/\">Besetzung der Richterstellen<\/a> am <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/bundesverfassungsgericht\/\">Bundesverfassungsgericht<\/a>. Und beim uns\u00e4glichen Spott \u00fcber den Familienvater <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/kirk\/\">Charlie Kirk<\/a>, der sich nach seiner Ermordung am 10.9.2025 nicht mehr gegen all die unbegr\u00fcndeten Anfeindungen wehren kann.<br \/>\n21.9.2025<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Abtreibung &#8211; Lebensrecht &#8211; Kirk&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (5)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Marsch f\u00fcr das Leben: Die zentrale Botschaft<\/strong><br \/>\nvon Dieter Stein<br \/>\nWelchen Stellenwert hat der Schutz ungeborenen Lebens in unserer Gesellschaft? Er ist gering. Lautstark treten diejenigen auf, die das T\u00f6ten von Kindern innerhalb der ersten zw\u00f6lf Schwangerschaftswochen v\u00f6llig legalisieren und die Kosten der Allgemeinheit aufb\u00fcrden m\u00f6chten. Kaum \u00f6ffentliches Interesse findet sich indes f\u00fcr den Skandal, da\u00df j\u00e4hrlich \u00fcber 100.000 Kinder durch Abtreibung nicht das Licht der Welt erblicken. Seit der Reform des Paragraphen 218 StGB im Jahr 1976 sind das in Deutschland mindestens f\u00fcnf Millionen Menschen, die uns fehlen. F\u00fcnf Millionen.<\/p>\n<p>Es sind wenige kleine Organisationen, die tapfer f\u00fcr die Schw\u00e4chsten k\u00e4mpfen und daf\u00fcr oft massiv angefeindet werden. In Berlin ruft der Bundesverband Lebensrecht mit weiteren Gruppen seit \u00fcber 20 Jahren im September zum \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c, der regelm\u00e4\u00dfig zum Spie\u00dfrutenlauf vorbei an ha\u00dferf\u00fcllten linksradikalen Chaoten wird.<br \/>\nSagt ja zum Leben, gr\u00fcndet Familien, setzt Kinder in die Welt. Das ist das Fundament unserer Gemeinschaft!<br \/>\nDer Fall Frauke Brosius-Gersdorf zeigt, da\u00df dieser Widerstand nicht wirkungslos ist. Christliche Lebenssch\u00fctzer f\u00fchrten im entscheidenden Moment den Protest an gegen eine f\u00fcr das Bundesverfassungsgericht nominierte Kandidatin, die den Paragraph 218 StGB weiter aush\u00f6hlen wollte.<br \/>\nEin weiterer Sieg: Gerade urteilte das Arbeitsgericht Hamm im Fall eines Gyn\u00e4kologen, der \u2013 unterst\u00fctzt durch linke Abtreibungslobbyisten \u2013 durchsetzen wollte, auch unter einem kirchlichen Tr\u00e4ger weiter T\u00f6tungen Ungeborener vornehmen zu d\u00fcrfen. Seine Klage scheiterte.<\/p>\n<p>Fast alle Industriestaaten haben eines gemeinsam: Ihre Geburtenrate ist weit unter die Bestandserhaltung gefallen. Ob Deutschland mit 1,3 Kindern pro Frau, China mit nur noch einem Kind oder S\u00fcdkorea 0,7 \u2013 es ist ein demographischer Selbstmord in Zeitlupe. Dies hat schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen \u2013 ist vor allem Begleiterscheinung einer gesellschaftlich hingenommenen Zerst\u00f6rung der Familie.<br \/>\nWas ist aus Artikel 6 unserer Verfassung (\u201eEhe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung\u201c) geworden? Es m\u00fc\u00dfte Thema Nummer 1 in allen politischen Debatten sein, in den Predigten auf Kanzeln, in Ansprachen an Schulen: Sagt ja zum Leben, gr\u00fcndet Familien, setzt Kinder in die Welt! Das ist das entscheidende Fundament unserer Gemeinschaft, der Tr\u00e4ger unserer Kultur. Nicht Egotrip, Karriere und Konsum. Der junge US-Konservative <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/kirk\/\">Charlie Kirk<\/a> hat f\u00fcr diese elementare Forderung, die im Zentrum seiner Reden stand, Millionen junger Menschen begeistert \u2013 bis ihm ein Linksradikaler daf\u00fcr eine Kugel durch den Hals jagte. Kirks Botschaft wird diesen Mord \u00fcberdauern.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.9.2025 von Dieter Stein bitte lesen in der JF 39\/25, Seite 1<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) &#8222;Pro Femina &#8220; und &#8222;1000plus&#8220; &#8211; Interview mit Lebenssch\u00fctzer<\/strong><br \/>\n<strong>\u201eUnsere Arbeit ist eine Gefahr f\u00fcr die Linke\u201c<\/strong><br \/>\n<em>Interview: Hat Kristijan Aufiero die Wahl Frauke Brosius-Gersdorfs zur Verfassungsrichterin verhindert? Das werfen namhafte Kritiker dem Gr\u00fcnder der Initiativen \u201ePro Femina\u201c und \u201e1000plus\u201c vor. W\u00e4chst der politische Einflu\u00df der Lebenssch\u00fctzer, die sich am Samstag in Berlin zu ihrem \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c versammeln?<\/em><\/p>\n<p>Herr Aufiero, haben Sie Frauke Brosius-Gersdorf verhindert?<br \/>\nKristijan Aufiero: Jedenfalls gehe ich davon aus, da\u00df die E-Mail-Kampagne von 1000plus eine wichtige Rolle bei diesem Vorgang gespielt hat. Letztlich aber haben ein paar Dutzend Unionsabgeordnete die Wahl verhindert, die sich dem opportunistischen Machtkalk\u00fcl ihrer Fraktionsf\u00fchrung verweigert haben und ihrem Gewissen gefolgt sind.<\/p>\n<p>Die Bereitschaft zum Aufstand gegen Brosius-Gersdorf \u201esei erst durch die Kampagne entstanden, deren \u2018politischer Nukleus\u2019 die E-Mails der Initiative 1000plus gewesen seien\u201c, gibt der \u201eSpiegel\u201c den Berliner Politikberater Johannes Hillje wieder.<br \/>\nAufiero: Ja, es gibt auch Unionsabgeordnete, die uns direkt best\u00e4tigten, da\u00df die vielen Mails unserer Unterst\u00fctzer \u2013 von denen sehr viele CDU-Anh\u00e4nger sind \u2013 Wirkung gehabt haben. Dennoch: Was am Ende entscheidend war \u2013 ob die fr\u00fche Berichterstattung der FAZ, von Apollo News, Nius, der JF, sp\u00e4ter Bild und Welt, oder doch die Zuschriften der B\u00fcrger \u2013, kann niemand mit Gewi\u00dfheit sagen.<\/p>\n<p>Erneut der \u201eSpiegel\u201c, der einen ungenannten Unionsabgeordneten wiedergibt: \u201eEinen ernsthaften Einflu\u00df auf seine Meinungsbildung h\u00e4tten solche Kampagnen nicht. Aber er habe auch viele kritische Mails ihm bekannter Parteimitglieder bekommen, von W\u00e4hlern, engagierten Christen. Diese Stimmen m\u00fcsse man ernst nehmen.\u201c<br \/>\nAufiero: Der Mann widerspricht sich selbst. Die Leute, die er \u201eParteimitglieder, W\u00e4hler, engagierte Christen\u201c nennt, sind genau diejenigen, die in der Causa Brosius-Gersdorf auf unseren Impuls hin 38.000 Mails an ihre Unionsabgeordneten geschrieben haben. Wir haben belastbare Informationen, da\u00df die Schnittmenge zwischen 1000plus-Unterst\u00fctzern und Unionsbasis sehr gro\u00df ist. Das hei\u00dft, wir d\u00fcrften wohl viele derer, von denen er sagt, da\u00df sie f\u00fcr ihn wichtig waren, mobilisiert oder zumindest mitmobilisiert haben. Aber erneut: ich will mich nicht wichtig machen und behaupten, da\u00df wir Frau Brosius-Gersdorf im Alleingang verhindert haben. Daran waren viele beteiligt, und ich kann nicht in den Kopf der Abgeordneten sehen, die sich geweigert haben, f\u00fcr diese Kandidatin zu stimmen, und daher auch nicht wissen, was sie letztlich dazu bewogen hat.<\/p>\n<p>Nochmal Politikberater Hillje: Der entscheidende strategische Hebel sei die Verkn\u00fcpfung der Personalie Brosius-Gersdorf mit dem Abtreibungsthema gewesen. Seit wann, Herr Aufiero, ist die Lebensschutzbewegung \u2013 die in Deutschland eigentlich politisch ausgegrenzt ist, selbst die CDU-Bundespartei will mit ihr nichts zu tun haben \u2013 so einflu\u00dfreich?<br \/>\nAufiero: Ich war ehrlich gesagt auch \u00fcberrascht. Seit \u00fcber 25 Jahren bin ich nun im Kampf f\u00fcr den Lebensschutz engagiert, und von einer derartigen Dimension und Reichweite der Diskussion unserer Themen h\u00e4tte ich in Deutschland nicht mehr zu tr\u00e4umen gewagt. Da\u00df es doch dazu gekommen ist, hat m\u00f6glicherweise auch damit zu tun, da\u00df die Union inzwischen so unter Druck ist. Nehmen Sie das Beispiel eines mir bekannten Bundestagsabgeordneten, der 2021 nur sehr knapp seinen Wahlkreis verteidigt hat \u2013 wenn ich mich recht erinnere, ging es um 150 Stimmen. Erh\u00e4lt jemand wie er 300 E-Mails aus seinem Wahlkreis, zum Teil von B\u00fcrgern, die er kennt und von denen er wei\u00df, da\u00df sie ihn letztes Mal gew\u00e4hlt haben, dann haben diese E-Mails ohne Frage mehr Einflu\u00df auf seine Entscheidung als in Zeiten, in denen viele Direktkandidaten der Union wie von alleine satte Mehrheiten einfuhren.<\/p>\n<p>Aber ist der Lebensschutz noch wirklich in der CDU verankert? Seit dem Abtreibungskompromi\u00df von 1993 hat sie die Lebenssch\u00fctzer doch fast nur entt\u00e4uscht.<br \/>\nAufiero: Wie dem auch sei. Seit dem 11. Juli wissen wir, da\u00df es offensichtlich einen Teil der CDU\/CSU gibt, der dem Lebensschutz fest verbunden ist. Und der, wie man nun sehen konnte, Einflu\u00df auf bis zu sechzig Bundestagsabgeordnete hat \u2013 so viele waren offenbar nicht bereit, f\u00fcr Brosius-Gersdorf zu stimmen: also \u00fcber ein Viertel der 208 K\u00f6pfe z\u00e4hlenden Unionsfraktion.<\/p>\n<p>Wie ist zu erkl\u00e4ren, da\u00df Parteichef Merz das offenbar v\u00f6llig unbekannt war?<br \/>\nAufiero: Gute Frage. Sein unverbl\u00fcmtes \u201eJa\u201c im Bundestag auf Beatrix von Storchs Nachfrage \u2013 ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren k\u00f6nne, mit Brosius-Gersdorf eine Kandidatin zu w\u00e4hlen, \u201ef\u00fcr die die W\u00fcrde eines Menschen nicht gilt, wenn er nicht geboren ist\u201c \u2013, war eine absolute Kommunikationskatastrophe. Es h\u00e4tte ja zig Alternativen gegeben, zu antworten, notfalls weder mit Ja oder Nein, falls er sich nicht festlegen wollte. Schlie\u00dflich kann man von jemandem wie ihm erwarten, da\u00df er dazu intellektuell und rhetorisch in der Lage ist. War Merz aber nicht oder wollte er nicht. Was allerdings zu seinen fr\u00fcheren \u00c4u\u00dferungen pa\u00dft, die darauf hindeuten, da\u00df f\u00fcr ihn der aktuelle Status in Sachen Lebensschutz durchaus verhandelbar ist.<\/p>\n<p>Hei\u00dft? Da\u00df Merz diesbez\u00fcglich den desinteressierten Kurs Frau Merkels fortsetzt?<br \/>\nAufiero: Beide haben sich in dieser Frage nie eindeutig ge\u00e4u\u00dfert. Wobei es bei Angela Merkel eine aufschlu\u00dfreiche Szene gab, als sie einmal in einer Talkshow auf eine junge Frau mit Down-Syndrom traf, die erz\u00e4hlte, wie froh sie sei, am Leben und nicht abgetrieben worden zu sein. Da war eine gewisse Ersch\u00fctterung bei der Kanzlerin wahrzunehmen. Dennoch hat sich Frau Merkel nie entschieden positioniert, vermutlich aus machtpolitischen Erw\u00e4gungen. Und mit Merz geht diese Profillosigkeit an der Parteispitze weiter. Doch gibt es auch gute Nachrichten: \u00dcberraschend war, da\u00df die Unionsabgeordneten, die sich klar gegen Brosius-Gersdorf stellten, in der Mehrheit junge, teils sogar sehr junge Leute sind. Es ist ermutigend, da\u00df also offenbar ein Teil des Nachwuchses sehr viel konservativer ist, als es sich die Herren Merz und Spahn wohl w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Nimmt der Einflu\u00df der Lebensrechtsbewegung, mit ihrem allj\u00e4hrlichen \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c in Berlin, zu?<br \/>\nAufiero: Zu w\u00fcnschen ist es, aber wir m\u00fcssen uns auch davor h\u00fcten, den Erfolg in Sachen Brosius-Gersdorf zu \u00fcbersch\u00e4tzen. Denn, um ehrlich zu sein: Dieser ist Folge einer sehr speziellen Situation. W\u00e4re die Bundestagswahl anders ausgegangen und die Ampel weiter an der Macht, w\u00e4re Brosius-Gersdorf nun wohl Verfassungsrichterin \u2013 ebenso w\u00e4re die Union nicht wie geschildert in einer so geschw\u00e4chten Lage. Erst dadurch war es m\u00f6glich, da\u00df die trotz allem relativ kleine Zahl von einigen zehntausend B\u00fcrgern einen solchen Einflu\u00df gewonnen hat und zum Z\u00fcnglein an der Waage werden konnte. Andererseits sollten wir aber unser Licht auch nicht unter den Scheffel stellen, denn der Fall Brosius-Gersdorf markiert einen Einschnitt f\u00fcr den Lebensschutz.<\/p>\n<p>Inwiefern?<br \/>\nAufiero: Insofern als es von nun an die Zeit vor und nach Brosius-Gersdorf gibt.<\/p>\n<p>Hei\u00dft?<br \/>\nAufiero: Da\u00df wir hinter dieses Ereignis nicht mehr zur\u00fcckkommen: Davor war die Lebensschutzbewegung, wie Sie schon angedeutet haben, in der Tat leider mehr oder weniger politisch bedeutungslos. Doch das hat sich fundamental ge\u00e4ndert, etwa da die Unionsspitze nun sehr viel aufmerksamer auf uns blickt, um nicht erneut so \u00fcberrascht zu werden und eine weitere peinliche Schlappe zu erleiden.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das konkret, zum Beispiel f\u00fcr die zweite SPD-Richteramtskandidatin Ann-Katrin Kaufhold?<br \/>\nAufiero: Auch auf die Gefahr hin, einige zu entt\u00e4uschen \u2013 denn manche fordern uns auf, da\u00df wir uns nun auch gegen diese Kandidatin wenden. Aber: Frau Kaufhold ist f\u00fcr uns kein Thema, denn ja, es mag sein, da\u00df sie ebenfalls Ansichten vertritt, die mir pers\u00f6nlich nicht gefallen m\u00f6gen. Aber zum Thema Lebensschutz hat sie bislang nichts Wesentliches gesagt. Und Lebensschutz ist und bleibt das einzige Thema, bei dem sich 1000plus politisch einmischt.<\/p>\n<p>Was ist mit Sigrid Emmenegger, der Ersatzkandidatin der SPD f\u00fcr Frau Brosius-Gersdorf?<br \/>\nAufiero: Offensichtlich hat die SPD aus dem zur\u00fcckliegenden Fiasko gelernt und den Versuch erst mal verschoben, politisch extreme Positionen in Fragen von Menschenw\u00fcrde und Abtreibung in das Bundesverfassungsgericht zu hieven. Damit ist dieser neue Vorschlag ein weiterer Beleg f\u00fcr das, was ich meine, wenn ich von einer \u201eZeit vor und nach Brosius-Gersdorf\u201c spreche. Er zeigt, da\u00df der Lebensschutz nun eine im Vergleich zu vorher neue, enorme politische Relevanz gewonnen hat. Wir sollten diese zwar nicht \u00fcbersch\u00e4tzen, aber sie bedeutet doch eine ungeahnte St\u00e4rkung unserer Postion. Und genau das brauchen wir dringend, denn ich kann nur warnen: der Kampf um die Abtreibung geht nun erst richtig los!<\/p>\n<p>Inwiefern?<br \/>\nAufiero: SPD, Gr\u00fcne und Linke haben ja bereits am Ende der Ampel gezeigt, da\u00df Sie die Legalisierung der Abtreibung in den ersten drei Monaten durchsetzen wollen. Nachdem das im ersten Anlauf gescheitert ist, setzen sie nun erneut an. Diesmal \u00fcber den Umweg der sozialpolitischen Forderung nach voller Kosten\u00fcbernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung sowie nach einer Verpflichtung aller \u00f6ffentlichen Krankenh\u00e4user, Abtreibungen durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie ist das bisher geregelt?<br \/>\nAufiero: Die Kosten werden nur \u00fcbernommen, wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht \u00fcberschritten sind. Katholische Krankenh\u00e4user k\u00f6nnen sich noch weigern, Abtreibungen durchzuf\u00fchren. Aber diese Positionen w\u00e4ren wohl nicht mehr zu halten, wenn Abtreibung prinzipiell legalisiert w\u00fcrde. Mit Hilfe dieser als sozial erscheinenden Forderungen soll daher R\u00fcckenwind erzeugt werden, sie zu legalisieren. Zu dieser Strategie geh\u00f6rt auch, Kritiker mundtot zu machen, zum Beispiel indem die SPD Hilfsangebote wie uns de facto verbieten will.<\/p>\n<p>Warum das?<br \/>\nAufiero: Weil es ihr, wie auch Gr\u00fcnen und Linken, in Wahrheit gar nicht um das Wohl der Frauen geht.<\/p>\n<p>Inwiefern?<br \/>\nAufiero: Um das zu verdeutlichen, m\u00fcssen wir in den Blick nehmen, was unsere Initiativen \u201ePro Femina\u201c und \u201e1000plus\u201c eigentlich tun: n\u00e4mlich Schwangerenkonfliktberatung. Das hei\u00dft, wir beraten Frauen, die sich hilfesuchend an uns wenden, weil sie schwanger sind, aber nicht wissen, ob sie das Kind austragen sollen \u2013 etwa weil sie soziale, berufliche, partnerschaftliche oder pers\u00f6nliche Probleme haben.<\/p>\n<p>Zum Beispiel?<br \/>\nAufiero: Sie haben etwa Zweifel, ob sie der Herausforderung durch ein Kind gerecht werden, oder ob sie sich auf ihren Partner verlassen k\u00f6nnen, oder sie werden von diesem gar zur Abtreibung gedr\u00e4ngt. Andere wissen nicht, wie sie das Kind finanzieren oder mit ihrem Beruf vereinbaren sollen. Oder sie haben schon ein oder zwei Kinder und sehen keine famili\u00e4ren Ressourcen f\u00fcr ein zweites oder drittes. Oder, oder, oder &#8230; Sie glauben gar nicht, wie viele Konfliktsituationen es f\u00fcr schwangere Frauen gibt!<\/p>\n<p>Wie helfen Sie diesen?<br \/>\nAufiero: Durch rund siebzig Mitarbeiter \u2013 darunter \u00c4rztinnen, P\u00e4dagoginnen, Sozialarbeiterinnen, Suchmaschinen-Spezialisten, Programmierer und so weiter \u2013, die nichts anderes tun, als Schwangeren zu helfen und und mit ihnen nach L\u00f6sungen zu suchen, wie es ohne Abtreibung gehen kann. Von Infos und Beratung, bis zu Zusch\u00fcssen, wenn es an Einkommen fehlt, oder wenn es n\u00f6tig ist, f\u00fcr das kommende Kind umzuziehen, weil vielleicht die Wohnung zu klein ist oder weil man sich vom Partner trennen mu\u00df, der zur Abtreibung dr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Was ist an dieser Arbeit politisch so brisant, da\u00df die Berliner SPD \u2013 die die Schlie\u00dfung von Pro Femina gefordert hat \u2013 sie verbieten m\u00f6chte?<br \/>\nAufiero: Wir widerlegen die L\u00fcge, mit der linke Parteien die weitere Liberalisierung der Abtreibung propagieren: n\u00e4mlich, da\u00df es dabei um Freiheit ginge. Unsere Arbeit beweist jeden Tag das genaue Gegenteil: Abtreibung ist in der gro\u00dfen Mehrheit keine freie, sondern eine durch Druck und Not erzwungene Entscheidung. Nur eine Frau, die echte Beratung und Hilfe erh\u00e4lt, kann eine wirklich freie Entscheidung treffen. Was linke Ideologen nicht wahrhaben wollen: Erhalten Schwangere in Not konkrete, pers\u00f6nliche Hilfe, entscheidet sich die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit f\u00fcr das ungeborene Kind. Legalisierung und Fristverl\u00e4ngerung sind keine \u201eL\u00f6sungen\u201c, im Gegenteil: sie verschlimmern die Not. Wird eine Frau vom Partner zur Abtreibung gedr\u00e4ngt, verst\u00e4rkt Legalisierung diesen Druck noch. Und je l\u00e4nger die gesetzliche Frist, desto l\u00e4nger dauert das Martyrium einer Frau, die zur Abtreibung gedr\u00e4ngt wird! Im Klartext: Unsere Arbeit entlarvt, da\u00df die Linke die realen Probleme Schwangerer nicht sehen und nicht l\u00f6sen will. Sie will in Wahrheit nicht Wahlfreiheit, sondern forciert Abtreibungen aus ideologisch-machtpolitischem Kalk\u00fcl. Und alle, die so konkret helfen wie wir bei 1000plus, sind eine machtpolitische Gefahr f\u00fcr sie. Nach allem, was ich erlebt habe, glaube ich diesen Leuten kein Wort mehr. Ihnen geht es bei der Abtreibungsdiskussion nicht um Schwangere in Not, sondern um politische Macht.<\/p>\n<p>Sie beanspruchen, mit Pro Femina und 1000plus bisher etwa 100.000 Frauen bei Ihrer Entscheidung zum Kind unterst\u00fctzt zu haben. Wenn das stimmt, w\u00fcrde das dann nicht bedeuten, da\u00df, wer Ihr Verbot fordert, im Grunde w\u00fcnscht, da\u00df diesen 100.000 Menschen nicht geholfen worden w\u00e4re, geboren zu werden?<br \/>\nAufiero: Genau so ist es. Die von den Linken gef\u00fchrte Debatte fu\u00dft auf einer L\u00fcge. Die Wahrheit ist, da\u00df Frauen instrumentalisiert werden, um eine politische Ideologie durchzusetzen und Macht zu erlangen: eine Ideologie, die eine bestimmte Vorstellung von Emanzipation \u2013 die keine echte Emanzipation ist \u2013 mit Abtreibung gekoppelt hat. Mit der Wirklichkeit der meisten Frauen in Schwangerschaftsn\u00f6ten hat das nichts zu tun. Daher sind diese Leute auch nicht die Anw\u00e4lte von Frauen, sondern Verr\u00e4ter weiblicher Freiheit: Die feministische Bewegung \u00fcbt Verrat an Frauen in Schwangerschaftskonflikten! Schwangere in Not werden zu Figuren im zynischen Spiel um politische Macht degradiert \u2013 und diese Leute gehen auf alles und jeden los, der dieses Spiel entlarvt.<\/p>\n<p>&#8230; Alles von Moritz Schwarz mit Kristijan Aufiero vom 19.9.2025 bitte lesen in der JF 39\/25, Seite 3<br \/>\n.<br \/>\n<em>Kristijan Aufiero ist Leiter der Schwangerenhilfsorganisationen \u201ePro Femina\u201c und \u201e1000plus\u201c. Geboren 1969 im ostkroatischen Vara\u017edin, wuchs er in Kroatien, Italien und Deutschland auf und studierte Politikwissenschaft in M\u00fcnchen und Siena. 1999 gr\u00fcndete der gl\u00e4ubige Katholik und Vater dreier Kinder den Verein Pro Femina und 2009 die Initiative 1000plus.<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.profemina.org\"><em>https:\/\/www.profemina.org<\/em><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.1000plus.net\"><em>https:\/\/www.1000plus.net<\/em><\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) Gloria von Thurn und Taxis : &#8222;Wo jeder Spa\u00df endet: Abtreibung\u201c<\/strong><br \/>\nDer Mensch hat so wenig das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, wie er das Recht hat, ein Kind zu t\u00f6ten, nur weil es noch im Bauch der Mutter ist. Gott hat uns das Leben geschenkt, und Gott bestimmt den Zeitpunkt, wann das irdische Leben vorbei ist. Als Christ atmet man diesen Glauben. Ich kenne \u00fcbrigens auch keinen Moslem, der das anders sieht. Im Gegenteil bekommt man gerade von Moslems oft den Satz zu h\u00f6ren: Abtreibung ist Mord. Bemerkenswerterweise sind niemals muslimische Teilnehmer eingeladen, wenn irgendwo \u00f6ffentlich zum Thema Abtreibung debattiert wird. Die Frage nach dem Warum l\u00e4sst sich mit dem orwellschen Begriff \u201eDoppeldenk\u201c beantworten: Hier kollidieren zwei einander ausschlie\u00dfende Ph\u00e4nomene ein und desselben Zeitgeistes miteinander.<br \/>\nMuslime sind Menschen mit Migrationshintergrund, also per se gut, deshalb d\u00fcrfen sie vor laufender Kamera keine Ansichten vertreten, die man sonst nur von Konservativen, Rechten, Katholiken und anderen fragw\u00fcrdigen Zeitgenossen h\u00f6rt.<\/p>\n<p>Ein Mord geschieht aus niedrigen Beweggr\u00fcnden. Insofern ist der Satz \u201eAbtreibung ist Mord\u201c heikel. Wenn eine Frau das Kind eines Mannes abtreibt, der sie vergewaltigt hat, handelt sie nicht aus niedrigen Beweggr\u00fcnden. Eigentlich sind Lebensziele wie Karriere und Selbstverwirklichung auch keine niedrigen Beweggr\u00fcnde, selbst der Wunsch, \u201eerst einmal das Leben zu genie\u00dfen\u201c, w\u00e4re keiner. Diese Rechtfertigungen verlieren aber ihre Unschuld, wenn man sie in Relation zu dem setzt, was ihretwegen getan wird: Das Leben eines Kindes wird zerst\u00f6rt. Dass der Embryo lebt, haben bislang noch nicht einmal die hartgesottensten Feministinnen bestritten. Doch dieser Mensch, dieses vollkommen schutzlose Wesen, wird von ihnen durch Bezeichnungen wie \u201eZellhaufen\u201c oder \u201eZellklumpen\u201c entmenschlicht. Was immerhin zeigt, dass irgendwo im Halbbewussten doch ein Unrechtsgef\u00fchl schlummert, sonst k\u00f6nnte man sich solche begrifflichen Entlastungsversuche ja sparen.<br \/>\n.<br \/>\nMan sagt auch: \u201eEs wurde weggemacht.\u201c Dieses \u201eEs\u201c klingt wie etwas St\u00f6rendes, wie ein Geschw\u00fcr. In diesem unpers\u00f6nlichen neutralen Pronomen versammelt sich ebenfalls das schlechte Gewissen. Au\u00dferdem soll damit Artikel 1 Grundgesetz entkr\u00e4ftet werden: \u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar.\u201c Denn das gilt schlie\u00dflich auch f\u00fcr den Mensch im Bauch der Mutter. <em><strong>Menschliches Leben beginnt laut Gesetz mit der Einnistung des befruchteten Eis in der Geb\u00e4rmutter.<\/strong> <\/em>So stand es \u00fcbrigens bereits im Preu\u00dfischen Allgemeinen Landrecht von 1794: \u201eDie Allgemeinen Rechte der Menschheit geb\u00fchren auch den noch ungeborenen Kindern schon von der Zeit ihrer Empf\u00e4ngnis.\u201c Aber das gilt nicht f\u00fcr ein \u201eEs\u201c. Ein \u201eEs\u201c ist kein Mensch. So wie der erste Satz eines Buches kein Buch ist? Aber es gibt kein Buch ohne ersten Satz! Der Euphemismus aller Euphemismen ist allerdings die \u201eSchwangerschaftsunterbrechung\u201c \u2013 analog dazu w\u00e4re der Totschlag dann wohl eine \u201eLebensunterbrechung\u201c. Es wird aber nichts unterbrochen, sondern beendet. Deshalb ist auch der Begriff \u201eAbtreibungsgegner\u201c falsch. Diese Menschen engagieren sich nicht gegen, sondern f\u00fcr etwas. Es sind Lebenssch\u00fctzer.<br \/>\n.<br \/>\n\u201eReproductive Health\u201c ist ebenfalls ein grauenhafter Euphemismus und beweist schon im Titel die L\u00fcge, die hier den Frauen pr\u00e4sentiert wird, um ihnen die Entscheidung zur T\u00f6tung der eigenen Leibesfrucht n\u00e4her zu bringen. Reproductive? Health? Eine Abtreibung ist so ungef\u00e4hr das Unges\u00fcndeste was eine Frau machen kann. Sie verursacht, wenn man nicht total abgebr\u00fcht ist, psychische Folgesch\u00e4den und sehr h\u00e4ufig auch physische. Selbst die K\u00fcnstliche Intelligenz ist da ehrlicher als die Abtreibungslobby.<\/p>\n<p>Der Theologe und von den Nationalsozialisten ermordete Widerstandsk\u00e4mpfer Dietrich Bonhoeffer hat geschrieben: \u201eDie T\u00f6tung der Frucht im Mutterleib ist Verletzung des dem werdenden Leben von Gott verliehenen Lebensrechtes. Die Er\u00f6rterung der Frage, ob es sich hier schon um einen Menschen handele oder nicht, verwirrt nur die einfache Tatsache, da\u00df Gott hier jedenfalls einen Menschen schaffen wollte und da\u00df diesem werdenden Menschen vors\u00e4tzlich das Leben genommen worden ist. Das aber ist nichts anderes als Mord.\u201c Eine Frau k\u00f6nne \u201eaus Verzweiflung in h\u00f6chster menschlicher oder wirtschaftlicher Verlassenheit und Not\u201c so handeln, wobei \u201edie Schuld oft mehr auf die Gemeinschaft als auf den Einzelnen f\u00e4llt\u201c, doch all das, so Bonhoeffer, \u201evermag an dem Tatbestand des Mordes nichts zu \u00e4ndern\u201c.<\/p>\n<p>In Deutschland sind zwischen 1974 und 2023 Sch\u00e4tzungen zufolge etwa 6,4 Millionen Leben abgetrieben worden. Das ist eine Massenvernichtung ungeborenen Lebens. Nein, dieser Begriff relativiert keine andere historische Massenvernichtung, wie von interessierter Seite in solchen F\u00e4llen gern behauptet wird \u2013 er nennt lediglich die Dinge beim Namen. Es wird massenhaft ungeborenes Leben vernichtet. Dieses ungeborene Leben gilt also im Wortsinne als lebensunwert. Wer sich gegen die Massenvernichtung ausspricht, dem schl\u00e4gt in Deutschland ein sch\u00e4umender Hass entgegen. Allein mit der Bemerkung, man sei mit der g\u00e4ngigen Abtreibungspraxis nicht einverstanden, kann man hierzulande wahre Protestst\u00fcrme ausl\u00f6sen \u2013 zumindest beim tonangebenden Milieu.<br \/>\n(\u2026)<br \/>\nVon Zweifeln und Skrupeln befreit erscheinen auch Politiker, die Abtreibungen ohne Wenn und Aber \u2013 und am besten noch ohne Fristen \u2013 bef\u00fcrworten, wenn sie im Bundestag sprechen oder bei \u00f6ffentlichen Debatten auftreten. F\u00fcr diese Abgeordneten, meistens sind es Frauen der SPD oder von den Gr\u00fcnen, ist die T\u00f6tung des Ungeborenen ein rein medizinischer Akt, ungef\u00e4hr wie die Entfernung eines Fibroms durch den Hautarzt. Aus ihrer Sicht existiert kein Rechtsanspruch eines im Entstehen begriffenen neuen Erdenb\u00fcrgers, sondern einzig und allein die Selbstbestimmung der Frau. Sie kann dar\u00fcber verf\u00fcgen, was mit dem Kind geschieht. In solchen Reden erklingt sogar Triumph, wenn die Abtreibung erleichtert wird. So verkaufte eine SPD-Rednerin im Bundestag das uneingeschr\u00e4nkte Recht auf Abtreibung nicht nur als \u201eMenschenrecht\u201c, sondern auch als Ausdruck \u201evon Fortschritt in der Frauenpolitik\u201c. Wenn so der Fortschritt aussieht, dann gute Nacht.<br \/>\nIm Falle einer Abtreibung stehen sich zwei miteinander unvereinbare Anspr\u00fcche gegen\u00fcber: das Lebensrecht des Kindes und das Recht der Mutter auf Selbstbestimmung \u00fcber den eigenen K\u00f6rper. Bislang galt in der Bundesrepublik ein Kompromiss (er kann, wenn dieses Buch erschienen ist, schon gekippt worden sein), den das Bundesverfassungsgericht in einer salomonischen Entscheidung festgeschrieben hat: Lebensschutz hat Verfassungsrang, aber Abtreibung ist bis zum dritten Monat straffrei. Dieser Kompromiss sieht sich den st\u00e4ndigen Angriffen der linken Parteien ausgesetzt, die den Schutz komplett abschaffen wollen. Unter der Ampelregierung hatten sich zuletzt 372 Bundestagsabgeordnete zusammengeschlossen, um die v\u00f6llige Freigabe der Abtreibung in den ersten zw\u00f6lf Schwangerschaftswochen und die komplette Streichung des Paragraf 218 StGB durchzusetzen. (\u2026)<\/p>\n<p>Das ungeborene Kind wird ab der elften Schwangerschaftswoche nicht mehr als Embryo bezeichnet, die sogenannte Fetalperiode hat begonnen. Die Nervenbahnen haben sich vernetzt, so dass die Bewegungen des Kindes immer gezielter erfolgen; es kann zum Beispiel schon eine Faust machen. Das Nervensystem w\u00e4chst enorm schnell, jeden Tag bilden sich unz\u00e4hlige neue Verkn\u00fcpfungen. Die \u00e4u\u00dferen Geschlechtsmerkmale werden sichtbar. In der zw\u00f6lften Schwangerschaftswoche ist das Baby im Ultraschall meistens am Daumen nuckelnd oder mit geballten F\u00e4usten zu sehen. Alle inneren Organe haben sich entwickelt. Die Finger und Zehen sind nicht mehr durch H\u00e4ute miteinander verbunden. Das Gesicht bildet sich ebenso wie die kindlichen Proportionen. Das Baby kann singen und sich an Musik erfreuen, wie wir von Ultraschallaufnahmen wissen. Diese werden den M\u00fcttern vor der Abtreibung nicht gezeigt, damit sie es sich ja nicht anders \u00fcberlegen. (\u2026)<\/p>\n<p>Zugleich werden die Abtreibungsgegner, die eigentlich Lebenssch\u00fctzer sind, denn wer k\u00fcmmert sich sonst um diese todgeweihten W\u00fcrmchen, von den Medien als gef\u00e4hrliche Extremisten geframt. Typisch f\u00fcr den medialen Umgang mit ihnen ist die ZDF-Schlagzeile vom 19. Februar 2024: \u201eGef\u00e4hrliches Netz radikaler Abtreibungsgegner\u201c. Der Artikel wird aufgemacht mit den Worten: \u201eInternationale Geldgeber, \u201aKreuzz\u00fcge f\u00fcr die Familie\u2018 und Medikamente unter der Hand \u2013 wie radikale Abtreibungsgegner Einfluss auf die Gesellschaft nehmen wollen.\u201c Das ist der \u00fcbliche Tonfall der \u00d6ffentlich-Rechtlichen, wo man ganz offensichtlich keinen Einfluss auf die Gesellschaft nehmen will.<br \/>\n.<br \/>\nFangen wir einmal ganz von vorn an. Eine Abtreibung ist ein medizinischer Eingriff, den entweder, bei entsprechender medizinischer beziehungsweise kriminologischer Indikation, die Krankenkasse zahlt, oder die Frau selbst. Was geschieht w\u00e4hrend einer Abtreibung? Die Mutter bekommt vorher kein Ultraschallbild zu sehen, damit sie ihre Meinung nicht noch \u00e4ndert. Der Embryo (nach der 12. Woche spricht man vom F\u00f6tus) wird unter Narkose ausgeschabt und\/oder abgesaugt. Dass der F\u00f6tus Abwehrbewegungen ausf\u00fchrt, jedenfalls in der 12. Woche, wurde von Medizinern schon beobachtet. Das Kind wird \u201eabgesaugt\u201c oder, wenn es \u00e4lter ist, st\u00fcckweise entfernt. Spinnen soll man \u00fcbrigens nicht mit dem Staubsauger beseitigen, weil sie dabei zerrissen werden. Die St\u00fccke werden dann auf dem OP-Tisch sorgsam wie ein Puzzle wieder zusammengef\u00fcgt, um die Gefahr auszuschlie\u00dfen, dass etwas in der Geb\u00e4rmutter verbleibt. Dies k\u00f6nnte zu schweren Infektionen und Nachblutungen f\u00fchren und der Mutter im Extremfall den Vergiftungstod bringen, was \u00fcbrigens nicht selten passiert, aber dar\u00fcber wird nicht berichtet. Woher ich das wei\u00df? Es gibt \u00c4rzte, die ihr Gewissen entdecken und aus diesem Gesch\u00e4ft aussteigen, ihnen verdanken wir genaue Berichte dar\u00fcber, wie die T\u00f6tungsmaschinerie funktioniert. Die meisten Frauen, die \u00fcber ein Minimum an Sensibilit\u00e4t verf\u00fcgen, leiden sehr stark an diesem f\u00fcr die Frau h\u00f6chst unnat\u00fcrlichen Eingriff.<br \/>\n(\u2026)<br \/>\nDas Gegenst\u00fcck zur Abtreibung ist die Euthanasie. In beiden F\u00e4llen geht es gegen die Schw\u00e4chsten und Wehrlosesten, denen ihr Platz auf der Welt abgesprochen wird. Der Begriff \u201eEuthanasie\u201c \u2013 der sch\u00f6ne Tod \u2013 ist nat\u00fcrlich ebenso euphemistisch wie der Schwangerschaftsabbruch. Nichts ist sch\u00f6n an diesem Tod, im besten Fall befreit er einen Menschen von k\u00f6rperlichen Qualen. Wie die Ungeborenen haben auch die Alten keine Lobby. Wie die Ungeborenen k\u00f6nnen sich die Alten nicht wehren, zumindest k\u00f6nnen sie es oft nicht. Wenn ein Mensch nicht mehr genau wei\u00df, wer er ist, und allein den Weg zur Toilette nicht findet, kann er sich nicht mehr wehren. Dann ist er in den Augen vieler Zeitgenossen kaum mehr als eine Pflanze. Dann ist es das Beste, ihn \u201ezu erl\u00f6sen\u201c. Dann kann er auch \u201esanft\u201c get\u00f6tet (\u201eeingeschl\u00e4fert\u201c) werden. Es ist kein Zufall, dass eine sogenannte postheroische Gesellschaft wie die unsere bei den Schw\u00e4chsten ansetzt. Schlie\u00dflich handelt es sich um Konkurrenten, wenn es um Ressourcen wie Geld, Zeit und Wohnraum geht. Wie der Embryo steht auch der Greis der Selbstverwirklichung und dem Egoismus im Wege. Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt. Die letzte Forderung der \u00fcberkommenen Moral wird dann darin bestehen, die \u201eEuthanasie\u201c der Alten als \u201eselbstbestimmt\u201c zu deklarieren.<\/p>\n<p>Wenn eines Tages die Euthanasie \u00fcberall im Westen so normal ist wie die Abtreibung, wenn der Mensch also dar\u00fcber entscheidet, wann geboren wird (und wann nicht) und wer wann zu sterben hat, dann sind die Aufkl\u00e4rung und die Moderne gescheitert. Dann sind wir blo\u00df noch technisch fortgeschrittene Barbaren. Dann kann man auch fragen, warum die Toten und die Embryonen nicht zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden wie in dem dystopischen amerikanischen Film \u201eSoylent Green\u201c aus dem Jahr 1973.<\/p>\n<p>Papst Johannes Paul II. sprach von einer \u201eKultur des Todes\u201c, die sich in den L\u00e4ndern des Westens ausbreite, Benedikt XVI. hat diese Worte aufgegriffen. Der sogenannte IT-Vision\u00e4r Ray Kurzweil behauptet, im Jahr 2045 werde der letzte Mensch geboren, danach werde die Menschheit mit der K\u00fcnstlichen Intelligenz verschmelzen und eine neue Stufe der Evolution erreichen. Jeder kann sich ausrechnen, dass diese Verschmelzung zum einen keineswegs allen Erdenkindern zug\u00e4nglich sein wird, sondern allenfalls ein Elitenprojekt sein kann, und zweitens Herr Kurzweil mit der letzten Geburt zugleich das Ende der Menschheit ank\u00fcndigt. Auch wenn das f\u00fcr mich nichts als Science Fiction ist, zeigt es dennoch, wie weit sich die westliche Welt von Gott abgewendet hat und dazu \u00fcbergehen m\u00f6chte, alles selbst zu bestimmen. Das f\u00fchrt unweigerlich ins Unheil und in die Zerst\u00f6rung, also letztlich in die H\u00f6lle auf Erden. Der Mensch wird nicht verurteilt, er urteilt \u00fcber sich selbst.<\/p>\n<p>Alle Menschen guten Willens m\u00fcssen dieser Kultur des Todes eine neue Kultur des Lebens entgegensetzen. Der Mensch \u00fcberlebt in seinen Nachkommen, nicht auf irgendeiner Festplatte.<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.9.2025 von Gloria von Thurn und Taxis bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/spass-endet-abtreibung\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/spass-endet-abtreibung<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Gek\u00fcrzter Auszug aus:<\/em><br \/>\n<em>Gloria von Thurn und Taxis, Lieber unerh\u00f6rt als ungeh\u00f6rt. <\/em><br \/>\n<em>Lektionen aus meinem Leben. <\/em><br \/>\n<em>Mit einem Vorwort von Martin Mosebach. <\/em><br \/>\n<em>LMV, Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 24,00 \u20ac.<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<\/em><strong>(4) Tausende f\u00fcr und gegen Abtreibung auf der Stra\u00dfe \u2013 St\u00f6rer wollten \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c stoppen<\/strong><br \/>\nIn zwei deutschen St\u00e4dten demonstrieren Tausende gegen Abtreibungen, Gegenproteste fordern w\u00e4hrenddessen die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Zweimal muss die Polizei gegen St\u00f6rer vorgehen.<br \/>\n.<br \/>\nZahlreiche Abtreibungsgegner haben am Samstag in Berlin an einem \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c teilgenommen. Initiator war der Bundesverband Lebensrecht. Ein Polizeisprecher sprach am Nachmittag von rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Start und Endpunkt war der Hauptbahnhof. Bei zwei Gegenveranstaltungen im Berliner Regierungsviertel forderten mehrere Hundert Menschen unter anderem eine Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen.<br \/>\nBei der vom Bundesverband Lebensrecht initiierten Demonstration hie\u00df es auf Plakaten unter anderem \u201eAbtreibung ist Unrecht\u201c, \u201eNo Children &#8211; no Future\u201c, \u201eMenschenw\u00fcrde kennt kein Alter\u201c und \u201eInklusion beginnt vor der Geburt\u201c. Angemeldet waren rund 5000 Teilnehmer. F\u00fcr den \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c wurde bundesweit mobilisiert. Auch in K\u00f6ln gingen Abtreibungsgegner auf die Stra\u00dfe. Unterst\u00fctzt wurden sie von einigen katholischen Bisch\u00f6fen.<br \/>\nAuf den Gegendemonstrationen in Berlin hie\u00df es unter anderem \u201eEndlich weg mit Paragraph 180\u201c, \u201eMy Body, my Choice\u201c, \u201eSexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht\u201c und \u201eLeben und Lieben ohne Bevormundung\u201c.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.9.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article68ceb0c6305a554222e85ba4\/Koeln-und-Berlin-Tausende-fuer-und-gegen-Abtreibung-auf-der-Strasse-Stoerer-wollten-Marsch-fuer-das-Leben-stoppen.html\">https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article68ceb0c6305a554222e85ba4\/Koeln-und-Berlin-Tausende-fuer-und-gegen-Abtreibung-auf-der-Strasse-Stoerer-wollten-Marsch-fuer-das-Leben-stoppen.html<\/a><br \/>\n<em>.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(5) <\/strong><\/em><strong>Marsch f\u00fcr das Leben: Trotz linker Blockaden gehen in Berlin Tausende f\u00fcr Familie und Kinder auf die Stra\u00dfe<\/strong><br \/>\nRecht auf Leben jedes Menschen vom Mutterleib bis zum Grab. Ungeachtet seines Geschlechts, seiner Ethnie, seiner Behinderung oder Umst\u00e4nde seiner Geburt. Abtreibung als \u00dcbel, welches bek\u00e4mpft geh\u00f6rt.<br \/>\nEine Auffassung, f\u00fcr die Tausende am sonnigen Samstagnachmittag auf die Stra\u00dfe gehen. Viele davon mit Kreuzen und christlichen Heiligenbildern. Zum 21. Mal findet hier der \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c statt, diesmal am Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof. Nach Angaben des Bundesverbands Lebensrecht (BvL) werden bis zum Nachmittag 5.000 Personen erwartet.<br \/>\nAls die ersten eintreffen, erhitzt die Sonne schon die K\u00f6pfe und Gem\u00fcter. \u201eSie sind ja gut darin geschult, Bl\u00f6dsinn mit einem L\u00e4cheln zu erz\u00e4hlen\u201c, schreit ein Herr mit langen Silberlocken einer Frau entgegen. Er z\u00e4hlt die gebr\u00e4unte Dame mit blondem Zopf am Stand der Aktion Lebensrecht f\u00fcr Alle (ALfA) gleich zweimal an. \u201eDas sind doch alles Rechtsextreme!\u201c Eine Bitte um Begr\u00fcndung w\u00fcrgt er ab. \u201eDann schickt doch eure Storch weg!\u201c Die Frau, Johanna Durairaj, h\u00e4lt sp\u00e4ter eine leidenschaftliche Rede \u00fcber die Arbeit ihrer Initiative \u201eLife4All\u201c in Indien. Dort betreibe sie ein \u201eLebenszentrum\u201c f\u00fcr Frauen, die aufgrund ihrer Schwangerschaft zu Hause nicht mehr sicher seien. 40 Prozent davon Opfer sexueller Gewalt. Spreche man mit diesen, so Durairaj, setze eine Abtreibung \u201enoch ein Trauma obendrauf\u201c. Auf ihrem schwarzen T-Shirt steht auf englisch: \u201eAbtreibung ist keine St\u00e4rkung der Frauen.\u201c Eine klare Ansage an die Gegenseite.<\/p>\n<p>Das linksradikale B\u00fcndnis \u201eWhat the Fuck? \u2013 No Fundis\u201c rief seit Wochen zu St\u00f6raktionen auf. Es fordert eine vollst\u00e4ndige Legalisierung von Abtreibungen, auch ohne vorherige Beratung. Rund 200 Leute kommen auf der anderen Seite des Berliner Hauptbahnhofs an, um sich \u201eden Fundis\u201c an verschiedenen Orten in den Weg zu stellen.<\/p>\n<p>Und sie schaffen es, bevor es losgeht. Am Fr\u00fchmorgen verhindert eine Gruppe beinahe, da\u00df ein Bus aus Bremen den Marsch erreicht. W\u00e4hrend einer Rede am Washingtonplatz br\u00fcllen andere links der B\u00fchne und rollen ein Transparent mit der Aufschrift \u201eMein K\u00f6rper, meine Wahl \u2013 Selbstbestimmung erk\u00e4mpfen\u201c aus. Kurz danach werden sie von der Polizei in Gewahrsam und abtransportiert.<\/p>\n<p>Der Protest sieht Abtreibung und Sterbehilfe als verkn\u00fcpfte Themen<br \/>\nMichael Saibel ficht die St\u00f6rung durch Antifas nicht an. \u201eJe heftiger sie protestieren, desto mehr mobilisiert mich das\u201c, sagt der 20j\u00e4hrige der JF. \u201eIch sehe das als eine Art Entertainment.\u201c Mit seinem Cousin f\u00e4hrt er jedes Jahr zum Marsch f\u00fcr das Leben. Mobilisieren will auch Alexandra Linder. Die BvL-Chefin erw\u00e4hnt in ihrer Rede die gescheiterte Wahl einer Bundesverfassungsrichterin, ohne Frauke Brosius-Gersdorf beim Namen zu nennen. Die Rechtswissenschaftlerin hatte in einer Schrift in Frage gestellt, ob Kinder vor ihrer Geburt von der im Grundgesetz verankerten Menschenw\u00fcrde gesch\u00fctzt seien. \u201eNat\u00fcrlich darf eine solche Richterin diese Meinung vertreten\u201c, betont Linder. Aber man m\u00fcsse sich fragen, ob jemand, der die \u201eGrundlagen unserer Verfassung\u201c in Frage stelle, f\u00fcr einen solchen Posten geeignet sei. \u201eAuch die Politiker haben es letztendlich eingesehen und entschieden, da\u00df es so nicht ist. Und daf\u00fcr sind wir dankbar.\u201c Ein lauter Applaus folgt.<br \/>\nZugleich warnt sie nicht nur vor \u201eschleichender Legalisierung\u201c von Abtreibungen, sondern auch vor Sterbehilfe. Dabei erw\u00e4hnt sie die Entwicklungen in Kanada, wo assistierte Suizide fast f\u00fcnf Prozent aller Todesursachen im Jahr 2023 stellten. \u201eWir haben 2020 die gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfige Hilfe bei der Selbstt\u00f6tung legalisiert, aber noch keinen Gesetzesentwurf\u201c, mahnt Julia Kim von der ALfA gegen\u00fcber der JF. \u201eSeitdem kann eigentlich jeder Arzt dabei assistieren, aber es gibt keine Regelung, wie das aussehen soll.\u201c Dabei gehe es vor allem um \u201ealte, gebrechliche Menschen\u201c, die Hilfe ihres Umfelds brauchen, weil sie nicht mehr f\u00fcr sich selbst sprechen k\u00f6nnten.<br \/>\nDie Marschgegner haben andere Priorit\u00e4ten, errichten nahe der Charit\u00e9-Klinik eine Sitzblockade. Erst nach einer Viertelstunde und vier Durchsagen r\u00e4umt die Polizei die Stra\u00dfe. Die Linksradikalen begr\u00fc\u00dfen die an ihnen vorbeilaufenden Marschteilnehmer mit Mittelfingern und Parolen. Am Invalidenpark stellen sich immer wieder kleine St\u00f6rergruppen auf.<\/p>\n<p>\u201eDie tun mir einfach leid, ehrlich gesagt\u201c, sagt Elke Holz der JUNGEN FREIHEIT. Die 52j\u00e4hrige ist sechsfache Mutter und wollte nach \u201elanger Zeit\u201c Stellung f\u00fcr den Lebensschutz beziehen. \u201eIch wei\u00df, wie wunderbar es ist, eine Familie zu haben.\u201c Um halb vier treffen die Marsch-Teilnehmer wieder auf dem Washingtonplatz ein. Die Stimmung ist entspannt, auch einzelne Zurufe der Linken hinter der Barrikade \u00e4ndern nichts daran. Ein friedliches Ende eines hitzigen Tages.<br \/>\n&#8230; Alles vom 26.92025 von Kuba Kruszakin bitte lesen in der JF 40\/25, Seite 4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Moment der Befruchtung, wo der m\u00e4nnliche Samen in die weibliche Eizelle eindringt, sind alle Eigenschaften bzw. Gene eines neuen Menschen angelegt und bestimmt. Dies ist Fakt, daran kann kein Gesetz der Welt etwas \u00e4ndern. Gleichwohl: Diese Tatsache gibt den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/abtreibung-lebensrecht-kirk\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-139254","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139254"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139377,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139254\/revisions\/139377"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=139254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=139254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}