{"id":138281,"date":"2025-08-25T20:31:57","date_gmt":"2025-08-25T18:31:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=138281"},"modified":"2025-08-25T21:15:40","modified_gmt":"2025-08-25T19:15:40","slug":"kirche-gegen-passives-wahlrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kirche-gegen-passives-wahlrecht\/","title":{"rendered":"Kirche gegen passives Wahlrecht"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/evangelisch\/\">Evangelische Kirche<\/a> Mitteldeutschland (EKM) l\u00e4\u00dft keine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christentum\/\">Christen<\/a> zu den Wahlen in die Gemeindekirchenr\u00e4te (GKR) am 20.9.-5.10.2025 zu, die AfD w\u00e4hlen (1). Die EKM handelt damit als Richter einer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/politik\/politisierung\/\">politischen<\/a> Wahl, der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buerger\/\">B\u00fcrgern<\/a> das passive <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/wahlrecht\/\">Wahlrecht<\/a> verwehren kann. Der Pfarrer Achijah Zorn spricht von &#8222;Polit-Kirche&#8220; (1).<!--more--><br \/>\n.<br \/>\nJeder B\u00fcrger besitzt von Geburt an das aktive und passive Wahlrecht. Er kann w\u00e4hlen und er kann gew\u00e4hlt werden. Letzteres setzt voraus, da\u00df er die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/fdgo\/\">FDGO<\/a>) wertsch\u00e4tzt. Dazu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/kirche-repression\/\">zwingt<\/a> die EMK die Kandidaten, die folgende Erkl\u00e4rung unterschreiben:<br \/>\n<em>&#8222;1. Hiermit versichere ich, dass ich die Werte des christlichen Glaubens achte und mich f\u00fcr deren Verwirklichung einsetze.<\/em><br \/>\n<em>2. Ich stehe ein f\u00fcr das christliche Menschenbild, das alle Menschen als gleichwertige Gesch\u00f6pfe Gottes ansieht. Daraus leitet sich die Menschenw\u00fcrde ab.<\/em><br \/>\n<em>3. Deshalb vertrete ich keine ausgrenzenden oder menschenverachtenden Positionen und respektiere die Verfassung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<\/em><br \/>\n<em>4. Ich versichere, insbesondere nicht den Parteien AfD, Der III. Weg oder HEIMAT anzugeh\u00f6ren.\u201c<\/em><br \/>\nPunkt 4 schlie\u00dft Kandidaten aus, die Mitglieder der derzeit gr\u00f6\u00dften <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/afd\/afd-opposition\/\">Oppositionspartei<\/a> Deutschlands bzw. der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christen-afd\/\">Christen in der AfD<\/a> sind.<\/p>\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ob-wahl-lu-kandidatur-verbot\/\">Ludwigshafen<\/a> wurde dieses passive Wahlrecht j\u00fcngst vom st\u00e4dtischen Wahlausschuss einem Kandidaten zur OB-Wahl verwehrt. F\u00fcr Kommunalwahl (Wahl in ein \u00f6ffentliches Amt) und Kirchenwahl (Wahl in ein privates Amt) gelten gleiche B\u00fcrgerrechte aus folgendem Grund:<br \/>\nIn Deutschland gibt es nur rein formal eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirche-staat\/\">Trennung von Kirche und Staat<\/a>. Denn beide sind \u00fcber Konkordate vielseitig verwoben (Religionsunterricht an \u00f6ffentliche Schulen, Kirchensteuer, Finanzierung kirchlicher Einrichtungen bis zu 100%, usw). Eine klare Trennung Kirche-Staat im Sinne des zum Beispiel in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/frankreich2022\/\">Frankreich<\/a> realisierten <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/laizismus\/\">Laizismus<\/a>, wo <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a> reine Privatsache ist und kirchliche Einrichtungen vom Staat abgekoppelt und auf sich alleine gestellt sind, haben wir in D nicht.<br \/>\n.<br \/>\nKandidaturen verhindern, auch solche von Kirchengemeinderatswahlen \u2013 ist das die Blaupause f\u00fcr die n\u00e4chsten Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen?<br \/>\n\u201eMan wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das st\u00e4ndige L\u00fcgen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/baerbel-bohley-prophezeiung\/\">B\u00e4rbel Bohley<\/a>, DDR-B\u00fcrgerrechtlerin, 1989)<\/p>\n<p>Mit dem passiven wird B\u00fcrgern auch das aktive Wahlrecht entzogen. Denn wer des Kandidaten seiner Wahl beraubt ist, kann ihn auch nicht w\u00e4hlen. Die Entscheidung der EKM Erfurt greift tief in B\u00fcrgerrechte ein und darf nicht hingenommen werden.<br \/>\n25.8.2025<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Kirche gegen passives Wahlrecht&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (5)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Evangelische Kirche in Mitteldeutschland EKM<\/strong><br \/>\nWarum Mitglieder der AfD nicht Mitglied im Gemeindekirchenrat sein k\u00f6nnen<br \/>\nHintergrund- keine AfD-Mitglieder im GKR &#8211; (Nov 4, 2024 \/ 120 KB)<br \/>\nHintergrund- keine AfD-Mitglieder im GKR (1).pdf<br \/>\nAls kirchenfeindlich gilt auch, wer die in Artikel 2 der Kirchenverfassung EKM festgelegten Grunds\u00e4tze nicht anerkennt und extremistische, antisemitische, fremdenfeindliche oder sonst menschenverachtende Positionen vertritt oder sich in entsprechenden Organisationen bet\u00e4tigt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.wahlen-ekm.de\/\">https:\/\/www.wahlen-ekm.de\/<\/a><br \/>\n4.11.2024<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.wahlen-ekm.de\/kommunikation-material\/material-zum-download\/warum-mitglieder-der-afd-nicht-mitglied-im-gemeindekirchenrat-sein-konnen.html\">https:\/\/www.wahlen-ekm.de\/kommunikation-material\/material-zum-download\/warum-mitglieder-der-afd-nicht-mitglied-im-gemeindekirchenrat-sein-konnen.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ekmd.de\">https:\/\/www.ekmd.de<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Staat und Kirche entziehen B\u00fcrgern das passive Wahlrecht<\/strong><br \/>\nvon Pfarrer Achijah Zorn<br \/>\nDie Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) l\u00e4sst mit mangelhafter Begr\u00fcndung keine evangelischen Christen als Kandidaten zur Gemeindekirchenratswahl im September zu, die der AfD angeh\u00f6ren. Damit schwingt sich die Kirche zum politischen Richter und politischen Vormund \u00fcber ihre Mitglieder auf. Solch eine Polit-Kirche h\u00f6rt auf, evangelische Kirche zu sein.<br \/>\nIn Ludwigshafen hat ein W\u00e4chterrat der Brandmauer-Parteien den Kandidaten der AFD vom Wahlzettel zum Oberb\u00fcrgermeister gestrichen. Auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) m\u00f6chte das vermeintliche Unkraut bei der kommenden Gemeindekirchenratswahl ausrei\u00dfen, damit sie als reine Kirche vor dieser Welt gl\u00e4nzen kann. Dazu hat diese Amtskirche eine perfide Erkl\u00e4rung ausgeheckt, die die ehrenamtlichen Kandidaten vor der Wahl im September zu unterschreiben haben:<\/p>\n<p>1. \u201eHiermit versichere ich, dass ich die Werte des christlichen Glaubens achte und mich f\u00fcr deren Verwirklichung einsetze.<br \/>\n2. Ich stehe ein f\u00fcr das christliche Menschenbild, das alle Menschen als gleichwertige Gesch\u00f6pfe Gottes ansieht. Daraus leitet sich die Menschenw\u00fcrde ab.<br \/>\n3. Deshalb vertrete ich keine ausgrenzenden oder menschenverachtenden Positionen und respektiere die Verfassung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<br \/>\n4. Ich versichere, insbesondere nicht den Parteien AfD, Der III. Weg oder HEIMAT anzugeh\u00f6ren.\u201c<br \/>\nDiese Phrasenansammlung mag sich oberfl\u00e4chlich ganz nett und total christlich anh\u00f6ren, doch sie untergr\u00e4bt radikal den christlichen Glauben.<br \/>\nDie Kirche Jesu Christi kann in ihrem Zentrum nur Gott und sein Wort haben, das er in Jesus Christus in h\u00f6chster Vollendung zu uns Menschen immer wieder spricht. Eine Kirche, die nicht Gottes Wort ins Zentrum stellt, ist eine miese Mogelpackung, die den evangelischen Glauben verdunkelt. Von Gottes Wort und Jesus Christus ist in der obigen Erkl\u00e4rung keine Rede. An deren Stelle sind \u201edie Werte des christlichen Glaubens\u201c getreten.<br \/>\n&#8211; Welche Werte sind damit gemeint?<br \/>\n&#8211; Der Wert der Selbstliebe, die die N\u00e4chstenliebe heilsam begrenzt (vgl. Markus 12,31)?<br \/>\n&#8211; Die Wertsch\u00e4tzung und Bewahrung der eigenen Kultur (vgl. Esra 10)?<br \/>\n&#8211; Die Vertreibung aller Menschen mit der Peitsche, die den Tempel der Kirche zu einer parteipolitischen R\u00e4uberh\u00f6hle entweihen (vgl. Matth\u00e4us 21,12-17)?<br \/>\n&#8211; Die Werte der Werte-Union?<br \/>\n&#8211; Oder die Werte, die dem EKM-Bischof Kramer und der Mehrheit seiner Landessynodalen gefallen und mit denen sie ihre Kirche autorit\u00e4r dominieren?<\/p>\n<p>Die Heilige Schrift als Grundlage der evangelischen Kirche ist eine Bibliothek mit 66 B\u00fcchern, aus denen sich locker 777 Werte ableiten lassen. Welche Werte davon im Augenblick f\u00fcr unser Land wichtig sind, darum muss unter den Christen im H\u00f6ren auf Gottes Wort immer wieder neu geschwisterlich gestritten werden. Christen, die sich der AfD verbunden f\u00fchlen, sind eine Bereicherung in diesem produktiven Streit um die rechte Wahrnehmung und Bewertung der gegenw\u00e4rtigen Lage im Horizont des Wortes Gottes.<br \/>\nDann h\u00e4lt die obige Phrasen-Erkl\u00e4rung der EKM das \u201echristliche Menschenbild\u201c hoch. Das bestehe darin, dass alle Menschen \u201egleichwertige Gesch\u00f6pfe Gottes\u201c seien und sich daraus die \u201eMenschenw\u00fcrde\u201c ableite. Hat das die AfD irgendwo in ihrem Parteiprogramm bestritten?<br \/>\nWeiter betont die obige Phrasen-Erkl\u00e4rung, dass keiner ausgegrenzt werden d\u00fcrfe. Dar\u00fcber h\u00e4tten sich die Corona-Ungeimpften 2021\/22 nat\u00fcrlich gefreut. Aber leider sitzen in der EKM die Ausgrenzer der Coronazeit weiterhin an entscheidenden Schaltstellen und grenzen jetzt weitere eigene Kirchenmitglieder aus, indem sie ihnen das passive Wahlrecht nehmen.<br \/>\nM\u00fcsste der EKM-W\u00e4chterrat dann nicht auch CDUlern die Kandidatur zum Gemeindekirchenrat absprechen, weil diese Partei einen Kanzler stellt, der sicher ist, eine Kandidatin als Bundesverfassungsrichterin w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, f\u00fcr die die Menschenw\u00fcrde (GG Art 1) erst ab der Geburt gilt<br \/>\nUnd m\u00fcsste der EKM-W\u00e4chterrat nicht auch Christen der Parteien \u201eDie Linke\u201c, \u201eSPD\u201c und \u201eGr\u00fcnen\u201c das passive Wahlrecht verweigern, weil es in diesen Parteien Mitglieder gibt, die in der sogenannten \u201eAntifa\u201c das verfassungswidrige \u201eACAB\u201c unterst\u00fctzen (\u201eAll Cops Are Bastards\u201c = \u201eAlle Polizisten sind Bastarde\u201c)?<br \/>\nWer entscheidet \u00fcber die Kirchen-Kompatibilit\u00e4t einer Partei und nach welchen Ma\u00dfst\u00e4ben?<br \/>\nUnd wenn es in allen Parteien Gutes und Schlechtes gibt, welches Kirchengremium kann dann \u00fcbergriffig f\u00fcr den einzelnen Christen entscheiden, ob dieser die f\u00fcr ihn richtige Abw\u00e4gung getroffen hat?<br \/>\nDie EKM schwingt sich zum obersten Richter in politischen Fragen auf. Nicht nur f\u00fcr einzelne AfDler oder einzelne Angeh\u00f6rige anderer Parteien, die Gottes Wort mit F\u00fc\u00dfen treten und deshalb nicht in ein kirchliches Gremium hineingeh\u00f6ren. Die EKM nimmt als politische Richterin alle Christen in Sippenhaft, die der AfD \u201eangeh\u00f6ren\u201c, d.h. die sich irgendwie der AfD zugeh\u00f6rig f\u00fchlen. Der EKM-Bischof Kramer und die Mehrheit seiner Landessynodalen ma\u00dfen sich an, ohne echte Gerichtsverhandlung das letzte Gericht \u00fcber ihre Kirchenmitglieder vorwegzunehmen.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir auf Jesus Christus, diesen Kreuz- und Querdenker, der zugegebenerma\u00dfen nicht so ganz in eine irdisch orientierte Macht- und Polit-Kirche passt:<br \/>\n\u201eMit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker s\u00e4te. W\u00e4hrend nun die Menschen schliefen, kam sein Feind, s\u00e4te Unkraut unter den Weizen und ging weg. Als die Saat aufging und sich die \u00c4hren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten (\u2026) Herr, sollen wir gehen und das Unkraut ausrei\u00dfen?<br \/>\nEr entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausrei\u00dft. Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte (\u2026) sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in B\u00fcndel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!\u201c(Matth\u00e4us 13,24-30)<br \/>\nIch bezweifle aufgrund des biblischen Befundes, dass Gott in der Zeit seiner Ernte die obige EKM-Phrasen-Erkl\u00e4rung zum Kriterium machen wird, wer zum Unkraut und wer zum Weizen geh\u00f6ren wird.<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.8.2025 von Achijah Zorn bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/vorwort-zum-sonntag\/das-passive-wahlrecht\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/vorwort-zum-sonntag\/das-passive-wahlrecht<\/a><\/p>\n<p>Einige Kommentare<br \/>\nHerr Zorn, am 18.5.2024 wurde hier im Vorwort zum Sonntag Ihr sehr interessantes Interview mit einem von dieser Regelung betroffenen, sehr engagierten Gemeindekirchenratsmitglied ver\u00f6ffentlicht (siehe (3) unten). Gibt es Sch\u00e4tzungen dazu, wie viele Frauen und M\u00e4nner von dieser diskriminierenden Regelung der EKM betroffen sein werden? Rene Meyer<br \/>\n.<br \/>\nAufs Wesentliche gek\u00fcrzt: \u00ab Die Evangelische Kirche EKM l\u00e4sst keine Kandidaten zur Gemeindekirchenratswahl zu, die der AfD angeh\u00f6ren. Solch eine Polit-Kirche h\u00f6rt auf, evangelische Kirche zu sein. \u00bb Aber nicht erst deshalb.<br \/>\nSie w\u00e4re auch keine Kirche, nur weil sie einen AfD-Angeh\u00f6rigen zur Wahl zul\u00e4sst. Ein Pfarrer, den ich kenne , der wiederholt die ev. politische Kirche kritisiert und ihr sogar angeh\u00f6rt, ist selber die ganze Zeit lang mit allerlei Themen weit mehr Polit-Kirche als die ganze EKD. Retlapsneklow<br \/>\n.<br \/>\nIch kann gar keine \u201ePolit-Kirche\u201c sein, weil ich ein einzelner Christ bin und keine Kirche. Und nat\u00fcrlich habe ich als B\u00fcrger dieser Demokratie eine politische Meinung und stehe daf\u00fcr ein. Ich mache aber diese meine Meinung nicht f\u00fcr die Kirche verbindlich oder schlie\u00dfe gar Menschen vom Presbyteramt aus, die eine andere politische Meinung haben. Merken Sie selber den Unterschied? achijah<br \/>\n.<br \/>\nDie ersten beiden Punkte der Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Kandidaten sind okay, die Punkte 3 und 4 sind eine Schande f\u00fcr die Kirche.<br \/>\nIm \u00fcbrigen wird den B\u00fcrgern nicht nur das passive Wahlrecht entzogen, nein, auch das aktive Wahlrecht wird entzogen. Wenn ich meiner Kandidaten beraubt werde, kann ich nicht aktiv w\u00e4hlen, also kann ich mein Recht nicht wahrnehmen. Und das ist eine Schande f\u00fcr DIE Demokratie, f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/unseredemokratie\/\">UNSERE Demokratie<\/a> nat\u00fcrlich in Ordnung. Waldschrat<br \/>\n.<br \/>\nIm Grunde arbeiten Sozialisten aber immer am Untergang der Kirche. Weil echte Kirche in Gemeinschaft stattfindet. Weil Gemeinschaft den Glauben st\u00e4rkt. Weil Gemeinschaft nicht sein soll, sondern Denunziantentum und Vereinzelung.<br \/>\nIn Bezug auf die Kirche erreicht der Sozialismus anscheinend immer sein Ziel: Entweder Kirche als politischer Arm oder aufgrund von Austritten keine Kirche und kein Glaube. Dennoch w\u00fcrde ich immer austreten und hoffen, dass sich eine neue Kirche bildet. Mausi<br \/>\n.<br \/>\n\u201eDenn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen\u201c. (Math\u00e4us 18.20) \u2013 Das ist Kirche!<br \/>\nWir brauchen keine neue Kirche erfinden. Die Gemeinde Jesu Christi ist seit 2000 Jahren da. Es gibt gen\u00fcgend Gemeinschaften, in denen Christus noch wirklich im Mittelpunkt steht. Skeptischer<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) Ausgesto\u00dfen! Interview mit einem Th\u00fcringer Gemeindekirchenratsmitglied, das nicht mehr pa\u00dft<\/strong><br \/>\nFolgendes Interview zeigt, wie die Amtskirche mit unausgegorenen Polit-Verordnungen f\u00fcr Menschen und Gemeinschaften zum Lebens- und Glaubenshindernis wird. Das Interview mit J\u00f6rg Peter f\u00fchrte Pfarrer Achijah Zorn. Wie andere Landeskirchen und Bist\u00fcmer hat die Mitteldeutsche Kirche per Verordnung erlassen, dass bei den n\u00e4chsten Gemeindekirchenratswahlen Kirchenmitglieder, die der AfD angeh\u00f6ren, als \u201ekirchenfeindlich\u201c gelten. Alle AfD-Mitglieder werden undifferenziert in Sippenhaft genommen und d\u00fcrfen nicht mehr f\u00fcr kirchliche \u00c4mter kandidieren.<\/p>\n<p>Folgendes Interview von Achijah Zorn m\u00f6chte veranschaulichen, wie das ganz konkret f\u00fcr einen Betroffenen aussieht. J\u00f6rg Peter, Bankkaufmann, 67, verheiratet, vier Kinder, vier Enkelkinder, ist in Tautenhain bei Bad Klosterlausnitz seit 2012 im Gemeindekirchenrat. Tautenhain hat 980 Einwohner, davon 220 evangelisch. Seit 2017 ist J\u00f6rg Peter AfD-Parteimitglied und seit 2019 Kreistagsabgeordneter f\u00fcr die AfD.<\/p>\n<p>Achijah Zorn: Wie kommt es, dass Sie in der Kirche engagiert sind?&lt;<br \/>\nJ\u00f6rg Peter: Mit 14 Jahren musste ich meinen 12-j\u00e4hrigen Bruder hier in Tautenhain zu Grabe tragen. Das war eine schwere Zeit. Meine Mutter war danach mehrere Jahre krankgeschrieben. Erstaunlicherweise hat mich dieser Schlag nicht von Gott abgebracht, sondern n\u00e4her zu Gott hingebracht. Ich glaube fest daran, dass das Irdische nicht alles ist und dass hinter diesen Dingen, die ich nicht verstehen kann, ein Sch\u00f6pfer steht, der die Dinge doch in seiner Hand h\u00e4lt. Ich arbeite in der Kirche mit, weil ich aktiv einen kleinen Beitrag dazu leisten m\u00f6chte, dass der christliche Glaube hier im Osten lebendig bleibt. Bei meiner Enkelin in der Klasse gehen nur noch sehr wenige Kinder zur Konfirmation.<\/p>\n<p>Was ist Ihr Aufgabenbereich in der Kirche in Tautenhain?<br \/>\nIch bin hier insbesondere f\u00fcr die Trauergottesdienste zust\u00e4ndig. Wir haben pro Jahr durchschnittlich 13 Beerdigungen, 30 Prozent von Kirchenmitgliedern, 70 Prozent Nicht-Evangelische. Ich \u00fcbernehme K\u00fcsterdienste rund um die Kirche und f\u00fchre Absprachen mit Bestattern. Passend dazu bin ich f\u00fcr unseren Friedhof zust\u00e4ndig. Die Grundpflege machen sehr gut Mitarbeiter unseres d\u00f6rflichen Bauhofs sowie eine Werkstatt f\u00fcr Behinderte, aber wenn zwischen den Gr\u00e4bern das Gras zu hoch w\u00e4chst, dann habe ich 10 Jahre lang selber Hand angelegt. Unser Dorffriedhof ist in einem gepflegten Zustand; viele Menschen f\u00fchlen sich mitverantwortlich. Und weil wir einiges ehrenamtlich machen, geh\u00f6ren wir im Umland zu den Friedh\u00f6fen mit den niedrigsten Geb\u00fchren. Das kommt allen Dorfbewohnern zugute.<\/p>\n<p>Hat Ihr Aufgabenbereich in der Kirche etwas mit dem fr\u00fchen Todeserlebnis mit Ihrem Bruder zu tun?<br \/>\nBestimmt. Ich bin beim Thema Sterben durch meine eigene Erfahrung sehr feinf\u00fchlig und offen. Das wissen die Leute hier im Dorf. Wenn jemand stirbt, wenden sich die Menschen manchmal zuerst an mich und fragen mich um Rat. Sch\u00f6n, wenn ich Menschen in diesen schweren Stunden eine kleine Hilfe und ein kleiner Beistand sein kann.<\/p>\n<p>Machen Sie Ihr Ehrenamt in der Kirche gerne?<br \/>\nJa. sehr gerne. Ich liebe unsere Kirche. Sie ist die Gottesstube in unserem Dorf. Sie ist f\u00fcr alle im Dorf da. Und wenn man sie betritt, ist der normale Alltag unterbrochen. Wenn ich das Jesuskreuz sehe, bekomme ich eine neue Sicht auf das Leben. Mir geht es gesundheitlich noch recht gut. Darum w\u00fcrde ich gerne 2025 als Gemeindekirchenratsmitglied erneut kandidieren, sofern die Kirche mir das als AfDler noch erlaubt.<\/p>\n<p>Warum sind Sie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christen-afd\/\">Mitglied in der AfD<\/a>?<br \/>\nIch finde, dass unser Land politisch in keinem guten Zustand ist. Die rechtswidrige Grenz\u00f6ffnung von Angela Merkel hat bei mir das Fass zum \u00dcberlaufen gebracht. Das kann nicht gut gehen. Sogar unser Bundeskanzler Olaf Scholz hat vor wenigen Monaten von der Notwendigkeit einer R\u00fcckf\u00fchrungsoffensive f\u00fcr ausreisepflichtige Ausl\u00e4nder gesprochen. Passiert ist nichts Entscheidendes. Die AfD ist die einzige Partei, der ich zutraue, dass sie dieses Problem wirklich angeht.<br \/>\nDann bin ich gegen Windkraftwerke im Wald. Ich lebe hier im Saale-Holzland-Kreis. Wie der Name schon sagt, verstehen wir hier etwas von Holz, Wald und Umweltschutz. Jetzt sollen hier in unmittelbarer N\u00e4he 5 Hektar Wald gerodet werden f\u00fcr 5 Windr\u00e4der, die genau dann keinen Strom liefern, wenn wir ihn bei Dunkelflaute so dringend br\u00e4uchten. Die AfD ist die einzige Partei, die diesen Windkraft-Wahn nicht mitmacht. Dann ist die AfD f\u00fcr \u201eDemokratie nach Schweizer Vorbild\u201c. Das waren die Plakate, die ich in Tautenhain am liebsten aufgeh\u00e4ngt habe. Wir brauchen unbedingt mehr Demokratie beim Volk. Schon Willy Brandt hatte gesagt \u201emehr Demokratie wagen\u201c. Dieses Jahr haben wir die Plakate \u201eDemokratie statt Brandmauer\u201c, finde ich auch gut. Die Demokratie lebt, wenn wir miteinander reden.<\/p>\n<p>Wie kommt im Dorf Ihr Engagement bei der AfD an?<br \/>\nGanz gut. Ich hoffe, dass wir jetzt bei der Kommunalwahl \u00fcber 40 Prozent der Stimmen in unserem Dorf erhalten. Wenn ich Wahlplakate aufh\u00e4nge, dann halten hin und wieder Leute mit dem Auto an und rufen mir Aufmunterndes zu. Wir im Dorf sind aufeinander angewiesen. Wir helfen einander. Wenn wir uns wegen politischer Unterschiede in die Haare kriegen w\u00fcrden, dann l\u00e4uft hier nichts mehr. Das k\u00f6nnen wir uns im l\u00e4ndlichen Raum nicht erlauben. Wir haben hier eine bodenst\u00e4ndige Toleranz.<\/p>\n<p>Spielt Politik im Gemeindekirchenrat eine Rolle? Haben Sie pers\u00f6nlich schon mal AfD-Themen in die Kirche eingebracht?<br \/>\nNein, auf keinen Fall. Man kann sich jederzeit mit mir \u00fcber Politik unterhalten. Aber nicht in der Kirche. Politische Streitereien schaffen hei\u00dfe K\u00f6pfe und kalte Herzen. In der Kirche aber geht es um Gott und Jesus Christus. Und das schenkt warme Herzen. Wenn die Kirche in die Politik hineinfummelt, dann hat sie oft genug ein sehr ungl\u00fcckliches H\u00e4ndchen. Ein einziges Mal hat Politik in meiner Kirchent\u00e4tigkeit eine Rolle gespielt. Da wollten Angeh\u00f6rige eines Verstorbenen nicht, dass ich im Trauergottesdienst den K\u00fcsterdienst \u00fcbernehme, weil ich in der AfD bin. Sie haben bei der Pfarrerin darum gebeten. Da habe nicht ich, sondern da haben andere die Politik in die Kirche getragen.<\/p>\n<p>Kam es zu einem Streit?<br \/>\nNein. Unsere Pfarrerin hat mir den Wunsch mitgeteilt. Um des Friedens willen habe ich eingewilligt. Ohne Probleme. Ich m\u00f6chte, dass wir hier im Dorf und im Gemeindekirchenrat m\u00f6glichst gut zusammenarbeiten. Da muss ich bereit sein, mal den unteren Weg zu gehen. Das ist in der Familie so. Das ist auf der Arbeit so. Das ist in der Partei so. Das ist in der Kirche so. Ich wei\u00df aber nicht, ob die Kirche sich damit einen Gefallen tut, wenn sie sich darauf einl\u00e4sst, dass die kirchlichen Mitarbeiter bei ihrer Arbeit nach politischen Kriterien ausgesucht werden. Kirche verleugnet das Wertvollste, was sie hat; sie verleugnet ihren eigenen Glauben, wenn sie die Politik in der Kirche \u00fcber den Glauben stellt.<\/p>\n<p>Was die Angeh\u00f6rigen gemacht haben, die Politik \u00fcber den Glauben zu stellen, das macht jetzt tats\u00e4chlich die Landeskirche per Kirchenverordnung. Ihre Kirche und Ihr Landesbischof Kramer werfen Ihnen vor, dass eine Mitgliedschaft in der AfD mit dem \u201echristlichen Menschenbild\u201c nicht vereinbar sei.<br \/>\nDas ist ein ungeheuerlicher Vorwurf. Ich kann den Vorwurf nicht nachvollziehen. Im Dorftratsch sagte jemand zu einem anderen Gemeindekirchenratsmitglied: \u201eDer J\u00f6rg Peter wird ja bald nicht mehr bei euch im Kirchenvorstand sein d\u00fcrfen, wegen der AfD.\u201c Das konnte sie gar nicht glauben: \u201eDas kann nicht sein. Der ist wichtig f\u00fcr uns. Der hilft, wann immer er kann. Der tut keiner Fliege was zuleide. Wir arbeiten doch schon viele Jahre gut miteinander zusammen.\u201c Sie hatte das wohl noch gar nicht mitbekommen mit dem neuen Kirchengesetz. Am 7. Mai kam der Bischof Kramer hier in unser kleines Tautenhain zu einem offenen Gespr\u00e4ch in die Kirche. Manche sagten: \u201eZum ersten Mal seit Jahrhunderten kommt ein Bischof in unser Dorf. Das ist bestimmt nur wegen Dir, J\u00f6rg.\u201c Ich wei\u00df nicht, ob das stimmt. Aber da ging es nat\u00fcrlich auch um das Thema. 45 Leute waren da. Manche wollten wohl einfach nur mal den Bischof sehen. Aber das Thema AfD wurde von den Besuchern angesprochen. Ich habe viel R\u00fcckenwind erlebt. Ein Kreistagsabgeordneter von der freien B\u00fcrgerinitiative Holzland kennt sich gut mit der Bibel aus. Auch der hat dem Bischof Kontra gegeben.<br \/>\nDie Fronten sind ziemlich verh\u00e4rtet. Da hat keiner den anderen auf einen anderen Zug bringen k\u00f6nnen. Aber es war insgesamt eine sehr sachliche Atmosph\u00e4re. Niemand ist laut und ausf\u00e4llig geworden. Bei Corona hat der Bischof, leider nur sehr allgemein, Fehler der Kirche eingestanden. Hinterher haben wir mit dem Bischof noch gegrillt und ein wenig getrunken. Es w\u00e4re ein fruchtbarer Abend gewesen, wenn sich nicht die eine Seite anma\u00dfen w\u00fcrde, die andere Seite als unchristlich zu diffamieren und aus den Kirchen\u00e4mtern auszuschlie\u00dfen. Eine Person kam auf mich zu und sagte mir: \u201eSie machen so eine wertvolle Arbeit f\u00fcr die Kirche. Aber das mit der AfD kann ich nicht verstehen.\u201c Deshalb habe ich mich auf dieses Interview eingelassen. Vielleicht ist es mir hier ein wenig gelungen, meine Sichtweise verst\u00e4ndlicher zu machen.<\/p>\n<p>Herr Peter, ich danke Ihnen sehr f\u00fcr das offene Gespr\u00e4ch und w\u00fcnsche Ihnen Gottes Segen und Beistand. Es sind irre Zeiten. Sie engagieren sich mit Herzblut f\u00fcr den Glauben, f\u00fcr Ihre Kirche und Ihr Dorf, und trotzdem meinen einige Kirchenleute, dass sie h\u00f6chstens noch Kirchenmitglied zweiter Klasse sind. Ich danke Ihnen, dass Sie auf mich zugekommen sind. Ich w\u00fcnsche auch Tichys Einblick alles Gute.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.5.2024 von Achijah Zorn mit J\u00f6rg Peter bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/vorwort-zum-sonntag\/interview-joerg-peter\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/vorwort-zum-sonntag\/interview-joerg-peter\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nIch bewundere den Mut von Pfarrer Achijah Zorn mit dem engagierten Christen J\u00f6rg Peter dieses Interview gef\u00fchrt zu haben, das ihm nur gro\u00dfen \u00c4rger und Schwierigkeiten mit seiner Kirche einbringen wird. Diese Kirche bzw. ihre leitenden Personen scheinen von Gott und allen guten Geistern verlassen zu sein, wenn sie so agieren wie im Fall von Herrn Peter und Anderen. Dass es in der ev. Kirche immer noch engagierte Menschen wie Herrn Zorn und auch Herrn Peter gibt, l\u00e4\u00dft zwar nicht hoffen, ein Umdenken insgesamt w\u00e4re noch im Bereich des Wahrscheinlichen, es zeugt aber immerhin davon, die alte Glaubensst\u00e4rke, nur Gott zu f\u00fcrchten und sonst niemanden, -und schon gar nicht die Kirchenoberen- ist noch nicht v\u00f6llig abgestorben und der Furie des Verschwindens anheim gefallen. babylon<br \/>\n.<br \/>\nDas Engagement von Herrn Peter ist lobenswert. Aber er sollte erkennen, wie egal das dem Kirchenf\u00fcrsten ist. F\u00fcr den z\u00e4hlt nur seine Macht und Ideologie. Ich unterstelle Kramer sogar, dass er sich insgeheim \u00fcber so viel Naivit\u00e4t lustig macht. Nein, dieser Mann ist nie bereit eine andere Position auf Augenh\u00f6he zu akzeptieren. Es ist diese uralte Arroganz des Klerus der glaubt, nur der Hirte allein wei\u00df was f\u00fcr seine Sch\u00e4fchen gut ist. quonkel<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(4) Auf Konfrontationskurs: Beide Amtskirchen setzen auf totale Ausgrenzung der AfD<\/strong><br \/>\nKirche und Politik \u2013 das kann schnell ein Spannungsfeld werden. Auch die neue Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (CDU) hat das bemerkt. Ihre Kritik an nach links politisierten Kirchen, die sich \u201ewie eine NGO\u201c ben\u00e4hmen und bis hin zum Thema Tempolimit \u00e4u\u00dferten, hat ein gewaltiges negatives Echo ausgel\u00f6st. Aus den Kirchen, vor allem von Politikern aus dem rot-gr\u00fcnen Lager und vereinzelt auch von Parteifreunden bekam Kl\u00f6ckner Gegenwind.<br \/>\nEs ist jedoch offenkundig, dass die Kirchen sich in Deutschland in den letzten Jahren in wichtigen Themenfeldern mehr links der Mitte positioniert haben. Im Januar kritisierten die evangelische und die katholische Kirche in sch\u00e4rfster Weise den CDU\/CSU-Antrag f\u00fcr eine striktere Migrationspolitik, der mit Stimmen der AfD eine Mehrheit gewann. Offenkundig wurde dabei auch, dass sich ein Graben zwischen Union und Kirche gebildet hat.<br \/>\nIn erster Linie gibt es aber eine kompromisslose Abgrenzung der Kirchen zur AfD. Die katholische Bischofskonferenz beschloss schon zu Beginn des Superwahljahrs 2024 einstimmig eine Erkl\u00e4rung mit dem Titel \u201eV\u00f6lkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar\u201c. Darin nannten die Bisch\u00f6fe die AfD ausdr\u00fccklich und bezeichneten sie als f\u00fcr Christen nicht w\u00e4hlbar. Limburgs Bischof Georg B\u00e4tzing, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, beharrt auf einer himmelhohen Brandmauer gegen die AfD. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) grenzt sich schon viel l\u00e4nger schroff von den Rechtspopulisten ab. Das Ergebnis der Bundestagswahl mit 20,8 Prozent f\u00fcr die AfD nannte die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs \u201eerschreckend\u201c. Mit knapp 20 Millionen Mitgliedern der katholischen und 18 Millionen Mitgliedern der evangelischen Kirchen sollten diese eigentlich ein relevanter politischer Faktor sein.<\/p>\n<p>Widerspenstige Kirchenmitglieder<br \/>\nDoch neueste Umfragen zeigen, dass die Bisch\u00f6fe mit ihren Warnungen immer weniger durchdringen. Eine INSA-Umfrage von Mitte April zeigte, wie sehr die AfD auch unter Kirchenmitgliedern an Zustimmung gewinnt. Bei den Protestanten lag sie laut dieser Umfrage auf einem Rekordniveau von 26 Prozent, nur knapp hinter der Union (28 Prozent). Bei den Katholiken kommt die AfD auf 25 Prozent, die Union auf 34 Prozent. Auff\u00e4llig ist, dass die Gr\u00fcnen unter den Kirchenmitgliedern keineswegs besonders hohe Zustimmung genie\u00dfen, n\u00e4mlich nur zwischen sieben und 14 Prozent. Das steht im Widerspruch zu dem Bild von evangelischen Kirchentagen, die oft wie Gr\u00fcnen-Treffen wirken.<br \/>\nDie Abgrenzung von der AfD hat in j\u00fcngerer Vergangenheit gelegentlich zu bitteren Zerw\u00fcrfnissen gef\u00fchrt. So wurde im April bekannt, dass ein Pfarrer in Bayern im Landkreis Regen seinen langj\u00e4hrigen Oberministranten aus dem Dienst geworfen hat, nachdem ein Foto des 16-J\u00e4hrigen mit dem umstrittenen AfD-Politiker Maximilian Krah auftauchte. Die Familie sagt, der Priester habe den Jugendlichen daraufhin als \u201eNazi\u201c bezeichnet, der Geistliche stellt den Konflikt etwas anders dar. Mehrere AfD-Kommunalpolitiker und Landespolitiker mussten aufgrund innerkirchlichen Drucks ihre \u00c4mter als gew\u00e4hlte Kirchengemeindevorst\u00e4nde aufgeben.<\/p>\n<p>Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) suspendierte 2024 einen Pfarrer, weil dieser als Parteiloser auf der AfD-Liste f\u00fcr einen Gemeinderat kandidierte. Landesbischof Friedrich Kramer tat sich mit besonders scharfer Kritik an der AfD hervor. Kramer sagte w\u00f6rtlich, \u201edie Totschl\u00e4ger der 90er Jahre &#8230; sitzen jetzt in den B\u00fcros der AfD\u201c. Auf Nachfrage der Wochenzeitung \u201eJunge Freiheit\u201c wollte oder konnte der Bischof keinen Beleg f\u00fcr seine Behauptung nennen.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch nachdenkliche Stimmen aus der Kirche, die fragen, ob Ausgrenzung und Diffamierung nicht zu beiderseitig verh\u00e4rteten Fronten f\u00fchren. Der s\u00e4chsische Landesbischof Tobias Bilz warnte in einem Gastbeitrag in der Zeitung \u201eDie Welt\u201c davor, eine Brandmauer gegen AfD-W\u00e4hler aufzubauen. Denn Belehrungen und Ausgrenzungen seien nicht der richtige Weg, um gesellschaftliche Spannungen zu \u00fcberwinden, so Bilz.<\/p>\n<p>Vereinzelt gibt es auch Theologen, die besonders der evangelischen Kirche ihre zu starke Linkslastigkeit vorhalten. So monierte etwa Ralf Frisch, N\u00fcrnberger Professor f\u00fcr Systematische Theologie, im \u201eForum Kirche und Theologie\u201c, die EKD sehne sich danach, \u201ezur staatsfinanzierten Nichtregierungsorganisation, also zu einer neuen Form der Staatskirche zu werden\u201c. Mit den st\u00e4ndigen Aufrufen und Bekenntnissen f\u00fcr Demonstrationen \u201egegen Rechts\u201c h\u00e4tten Kirchenfunktion\u00e4re das Signal gesetzt, \u201eevangelisch sein hei\u00dft, links-gr\u00fcn zu sein und sich als Werkzeug links-gr\u00fcner Politik zu begreifen\u201c. Offenbar aber funktioniert die Lenkung der schrumpfenden Schar von Kirchenmitgliedern im rot-gr\u00fcnen Sinne aktuell weniger gut.<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.4.2025 von Robert M\u00fchlbauer bitte lesen auf<br \/>\n&#8230;<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(5) Kirchenrechtler Sch\u00fcller kritisiert Wahlempfehlung gegen AfD<\/strong><br \/>\nDer Kirchenrechtler Thomas Sch\u00fcller findet den Aufruf der deutschen katholischen Bisch\u00f6fe bedenklich, die AfD nicht zu w\u00e4hlen. Es sei sinnvoller, anstatt bestimmter Parteien ein konkretes Verhalten als unvereinbar mit dem Glauben zu benennen, etwa Rassismus, Antisemitismus oder Frauenfeindlichkeit, sagte der Theologieprofessor an der Universit\u00e4t M\u00fcnster am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd).<br \/>\n\u201eEs gibt viele konservative katholische Christinnen und Christen, die lange in der CDU und CSU heimisch waren, und sich nun von den Punkten zu klassischer Familie oder zu Abtreibung im AfD-Programm angezogen f\u00fchlen\u201c, erkl\u00e4rte Sch\u00fcller. Er erwarte daher eine innerkatholische Auseinandersetzung \u00fcber die Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und \u00fcber den Umgang mit der AfD.<br \/>\nAm Donnerstag hatte die DBK erkl\u00e4rt, die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christen-afd\/\">AfD sei f\u00fcr Christen<\/a> nicht w\u00e4hlbar. Wer Parteien w\u00e4hle, die mindestens in Teilen vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingesch\u00e4tzt w\u00fcrden, der stelle sich gegen die Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens und der Demokratie in Deutschland, erkl\u00e4rten die Bisch\u00f6fe.<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.2.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/227375\/23-02-2024\/kirchenrechtler-schueller-kritisiert-wahlempfehlung-gegen-afd\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/227375\/23-02-2024\/kirchenrechtler-schueller-kritisiert-wahlempfehlung-gegen-afd<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM) l\u00e4\u00dft keine Christen zu den Wahlen in die Gemeindekirchenr\u00e4te (GKR) am 20.9.-5.10.2025 zu, die AfD w\u00e4hlen (1). Die EKM handelt damit als Richter einer politischen Wahl, der B\u00fcrgern das passive Wahlrecht verwehren kann. 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