{"id":138029,"date":"2025-08-19T16:47:52","date_gmt":"2025-08-19T14:47:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=138029"},"modified":"2025-08-23T21:55:14","modified_gmt":"2025-08-23T19:55:14","slug":"alaska-trump-trifft-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/alaska-trump-trifft-putin\/","title":{"rendered":"Alaska: Trump trifft Putin"},"content":{"rendered":"<p>Ex-Bundeswehrgeneral <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/friedens-statt-kriegstuechtigkeit\/\">Erich Vad<\/a> kommentierte das Gespr\u00e4ch von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-trump\/\">Donald Trump<\/a> mit <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/putin\/\">Wladimir Putin<\/a> im Weltwoche.ch-Interview mit den Worten &#8222;Zeichen stehen auf Frieden&#8220; (siehe Anlage (1) unten). Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Mainstreammedien<\/a> hingegen verbreiten H\u00e4me und Spott zwischen &#8222;Show f\u00fcr Trump&#8220; und &#8222;Sieg f\u00fcr Putin&#8220;. <!--more--><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/militarismus\/\">Milit\u00e4rfachmann<\/a> contra Click-Journalismus.<br \/>\n.<br \/>\nNicht nur die Tatsache, da\u00df die beiden m\u00e4chtigsten Staatsm\u00e4nner der Welt miteinander reden, sieht Erich Vad als positiv an:<br \/>\n&#8211; Putin geht es darum, Krim und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/donbass\/\">Donbass<\/a> unter Kontrolle zu behalten. Und Trump will das B\u00fcndnis Russland-China schw\u00e4chen. Zwei Mal Interessenpolitik.<br \/>\n&#8211; Beide sprechen drei Stunden miteinander ohne gegenseitige Beleidigungen.<br \/>\n&#8211; Vad sieht in Alaska 8\/2025 eine \u00e4hnliche historische Dimension wie Jalta 1945 mit Stalin und Roosevelt am Ende des 2. Weltkriegs sowie Reagen mit <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/nato\/nato-osterweiterung\/\">Gorbatschow<\/a> 1988 zum Ende des Kalten Krieg.<br \/>\n&#8211; Nun r\u00e4cht sich alles, was politisch seitens der EU nicht gelaufen ist bzw. vers\u00e4umt wurde seit 2014 (Bombardierung der russischsprachigen ukrainischen Bev\u00f6lkerungsmehrheit im Donbass mit 14.000 Toten durch die ukrainische Luftwaffe).<br \/>\n&#8211; Putin sagte, da\u00df der Ukrainekrieg unter Trump nicht ausgebrochen w\u00e4re.<br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/friedens-statt-kriegstuechtigkeit\/\">Mearsheimer<\/a> (USA) wie Vad (D) sind sich einig: Der Ukrainekrieg wurde von Biden regelrecht provoziert.<br \/>\n&#8211; Die EU-Europ\u00e4er sind stolz darauf, nicht mit Putin zu reden: &#8222;das ist geradezu l\u00e4cherlich&#8220; und widerspricht allen Gepflogenheiten der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/diplomatie\/\">Diplomatie<\/a>.<br \/>\n&#8211; Aber nun wird Merz gezwungen sein, auch mit Putin reden. Das gro\u00dfe Dilemma f\u00fcr Merz, wo Putin doch in K\u00fcrze in Berlin einmarschieren will und Putin als \u00e4u\u00dferen Feind ben\u00f6tigt, um die innenpolitische Misere zu verdecken.<br \/>\n&#8211; Zur H\u00e4me und Schadenfreude seitens der EU-Medien: D sa\u00df noch nicht mal am Katzentisch. Die EU wird weiterhin keine Rolle spielen. &#8222;Europa findet diplomatisch nicht statt&#8220;.<br \/>\nErich Vad, bislang eher bekannt als Skeptiker und Zweifler, \u00e4u\u00dfert sich erstaunlich optimistisch: &#8222;Entspannung bzw. Tauwetter&#8220; und &#8222;Der Weg in einen europ\u00e4ischen Krieg ist gestoppt&#8220;. Es ist zu hoffen, da\u00df Ex-General Vad recht beh\u00e4lt und das Blutvergiessen im Ukrainekrieg endet. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensfaehig\/\">Friedenst\u00fcchtigkeit<\/a> ist gefordert, nicht <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/kriegstuechtig\/\">Kriegst\u00fcchtigkeit<\/a>.<br \/>\n19.8.2025<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Alaska: Trump trifft Putin&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (5)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) \u00abZeichen stehen auf Frieden\u00bb: Erich Vad \u00fcber \u00abBr\u00fcckenbauer Trump\u00bb und seinen Alaska-Gipfel mit Putin<\/strong><br \/>\nWeltwoche-Interview mit Roman Zeller und General a.D. Erich Vad<br \/>\n18.8.2025<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t0WLVO-WnWo\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t0WLVO-WnWo<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/weltwoche.ch\/daily\/zeichen-stehen-auf-frieden-erich-vad-ueber-brueckenbauer-trump-und-seinen-alaska-gipfel-mit-putin\/\">https:\/\/weltwoche.ch\/daily\/zeichen-stehen-auf-frieden-erich-vad-ueber-brueckenbauer-trump-und-seinen-alaska-gipfel-mit-putin\/<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_138065\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Trump-schreibtisch-EU-pan250818.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-138065\" class=\"size-full wp-image-138065\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Trump-schreibtisch-EU-pan250818.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Trump-schreibtisch-EU-pan250818.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Trump-schreibtisch-EU-pan250818-180x101.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-138065\" class=\"wp-caption-text\">Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Trump am Schreibtisch und die EU am &#8222;Katzentisch&#8220; 18.8.2025 in Washington<\/p><\/div>\n<p><strong>(2) Washington-Treffen am 18.8.2025<\/strong><br \/>\nStaatschefs von Ukraine, Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien, Finnland und EU bei Donald Trump in Washington.<br \/>\nTrump sagt Ukraine Sicherheitsgarantien zu, Merz k\u00fcndigt Putin-Selenskyj-Gipfel an.<br \/>\nDas wohl wichtigste Ergebnis des Trump-Selenskyj-Gipfels ist das nun in seinen Grunds\u00e4tzen vereinbarte Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten. Merz begr\u00fc\u00dft den Vorsto\u00df ausdr\u00fccklich und fordert zus\u00e4tzlich eine Waffenruhe.<br \/>\n&#8230; Alels vom 19.8.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/trump-sagt-sicherheitsgarantien-zu-merz-kndigt-putin-selenskyj-gipfel-an\/\">https:\/\/apollo-news.net\/trump-sagt-sicherheitsgarantien-zu-merz-kndigt-putin-selenskyj-gipfel-an\/<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) Bundeskanzler Friedrich Merz kann nur belehren und Besserwissen<\/strong><br \/>\nDie italienische Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni wurde dabei erwischt, wie sie mit den Augen rollte, als sie mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz sprach.<br \/>\nDer lustige Moment wurde von der Kamera eingefangen, als Merz versuchte, US-Pr\u00e4sident Donald Trump \u00fcber die Erreichung eines Waffenstillstands zu belehren.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pusLjHkq3yA\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pusLjHkq3yA<\/a> 8 Min.<br \/>\n\u2013 Das offizielle Deutschland bei der Arbeit: das Belehren anderer!<br \/>\nGeht schon so ziemlich jedem auf die Nerven und nicht einmal am diplomatischen Parkett kann man sein Genervtsein ob der dt. Schulmeisterei verbergen.<\/p>\n<p>Italian PM hilariously rolls eyes at German Chancellor as he condescendingly lectures Trump<br \/>\nItalian Prime Minister Giorgia Meloni has been caught rolling her eyes at the German Chancellor Friedrich Merz.<br \/>\nThe hilarious moment was caught on camera as Merz attempted to lecture US President Donald Trump about achieving a ceasefire.<br \/>\nMeloni, seemingly uninterested, rolled her eyes when the German Chancellor said a ceasefire must take place before a trilateral meeting takes place.<br \/>\nIn another comical moment from the Italian Prime Minister during the meeting, she had a hot mic moment while talking to Trump.<br \/>\nThe Italian Prime Minister joked about how Trump loved talking to his press and she hated talking to hers.<br \/>\nDespite her humorous moments, Meloni commended Trump\u2019s efforts to end Russia\u2019s invasion of Ukraine.<br \/>\n19.8.2025<br \/>\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/pusLjHkq3yA\">https:\/\/youtu.be\/pusLjHkq3yA<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(4) Alaska-Treffen: Trump, Putin und die globale Ordnung<\/strong><br \/>\n&#8230; w\u00e4hrend Europa geschlafen hat, wurde im n\u00f6rdlichsten US-Bundesstaat wom\u00f6glich Geschichte geschrieben, aber mit einer Geheimtinte, die wir heute Morgen noch nicht entziffern k\u00f6nnen. Nach gut drei Stunden haben sich beide wieder verabschiedet. Donald Trump flog nach Washington, Wladimir Putin nach Moskau. Und die Welt r\u00e4tselt, was denn da besprochen wurde und was vereinbart wurde. Beide Staatsm\u00e4nner \u2013 und als solche haben wir sie erlebt \u2013 hielten sich vornehm zur\u00fcck. Man k\u00f6nnte sagen: Au\u00dfer Spesen nichts gewesen. Aber das w\u00e4re zynisch.<br \/>\nEs gibt ein weites Feld zwischen schwarz und wei\u00df, das ist der Graubereich von Politik. Und in diesem Graubereich bewegen wir uns an diesem Morgen. Der franz\u00f6sische Maler Paul C\u00e9zanne hat einmal gesagt: &#8222;Solange man nicht das Grau gemalt hat, ist man kein Maler.\u201c . Der Philosoph Peter Sloterdijk hat das weiter entwickelt und geschrieben: &#8222;Solange man das Grau nicht gedacht hat, ist man kein Philosoph.\u201c Und f\u00fcr die Welt der Politik muss man feststellen: Wer das Grau nicht kennt, ist kein Diplomat. Denn der Graubereich zwischen gestern und morgen, zwischen so war es und so k\u00f6nnte es sein, ist das nat\u00fcrliche Habitat des Diplomaten. Insofern haben wir heute Nacht weder Parteipolitik erlebt, noch die dr\u00f6hnende Rhetorik zweier Superegos, die viele bef\u00fcrchtet hatten, sondern zwei nachdenkliche Politiker, die bem\u00fcht waren, nichts zu zerdeppern und den M\u00f6glichkeitsraum f\u00fcr Frieden zu vergr\u00f6\u00dfern. Doch bei aller Vagheit der Ergebnisse gibt es Gewinner und Verlierer.<\/p>\n<p><strong>Der erste Gewinner<\/strong> ist Wladimir Putin: Der Kreml-Chef \u2013 der vom Westen \u00f6konomisch bestraft und strafrechtlich verfolgt wird \u2013 erfuhr die maximale Aufwertung. Er bewegte sich auf Augenh\u00f6he mit dem US-Pr\u00e4sidenten. Er konnte seine Erz\u00e4hlung von den Ursachen des Ukraine-Krieges sowohl Trump als auch der Welt\u00f6ffentlichkeit vortragen. Die Bedrohung der nationalen Sicherheitsinteressen der Russen, sprich die Nato-Osterweiterung, war sein Thema.<br \/>\n&#8222;Ich erwarte, dass die heutigen Vereinbarungen nicht nur der Ausgangspunkt f\u00fcr die L\u00f6sung der ukrainischen Frage sein werden, sondern auch dazu beitragen werden, dass wir wieder zu gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfigen und pragmatischen Beziehungen zwischen Russland und den USA zur\u00fcckkehren\u201c (Wladimir Putin ).<br \/>\nPutin stand nicht mehr als der blutr\u00fcnstige Aggressor da, sondern als Mann mit Interessen. Und der Westen stand nicht mehr da als Wahrer von Frieden und Freiheit, sondern als Spieler, der diese russischen Interessen nicht gesehen, nicht gef\u00fchlt und in jedem Fall nicht bedacht hatte. So entstehen Kriege. Putin war der Feldherr, dem auch Trump nicht widersprach. Es fiel kein Wort, dass Putin seine Truppen zur\u00fcckziehen m\u00fcsse, besetzte Gebiete abzugeben habe, die Halbinsel Krim wurde erkennbar geistig schon als russisches Territorium verbucht.<br \/>\nBei Fox News im Interview k\u00fcndigte Trump zudem an, dass die geplanten Z\u00f6lle gegen China jetzt erstmal doch nicht kommen. Auch das ist wichtig f\u00fcr Putin: L\u00e4nder, die seine Freunde sind, werden f\u00fcr ihre Freundschaft nicht mehr bestraft. Da bewegt sich was. Die B\u00f6rse d\u00fcrfte das am Montag zu honorieren wissen.<\/p>\n<p><strong>Der zweite Gewinner<\/strong> ist nicht ganz so strahlend, aber doch ein Gewinner: Trump. Er konnte seiner Pers\u00f6nlichkeit, der immer etwas Unseri\u00f6ses anhaftet, einen nachdenklichen Pinselstrich hinzuf\u00fcgen. Da war nicht der laute, dr\u00f6hnige und rauflustige Politiker zu sehen, sondern ein Mann, der leisen, bedachten Sprache: &#8222;Ich werde die Nato in K\u00fcrze verst\u00e4ndigen. Ich werden die verschiedenen Leute, die ich f\u00fcr geeignet halte, nat\u00fcrlich auch Pr\u00e4sident Selenskyj, anrufen und ihnen von dem heutigen Treffen erz\u00e4hlen. Es liegt letztendlich an ihnen. \u201c (Donald Trump)<br \/>\nDie PR-Show hatte Pause. Diplomatie f\u00fchlt sich genauso an: Tastend, auslotend, unklar, M\u00f6glichkeiten offen haltend, keine Festlegungen treffend. Nochmal Trump:<br \/>\n&#8222;Wir hatten ein \u00e4u\u00dferst produktives Treffen, bei dem viele Punkte vereinbart wurden. Es gibt nur noch einige wenige, die \u00fcbrig sind. Einige sind nicht so wichtig. Einer ist wahrscheinlich der wichtigste. Aber wir haben eine hr gute Chance, das Ziel zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Der dritte Gewinner<\/strong> ist eindeutig Selenskyj. Er wird heute als erster informiert und er wird beim n\u00e4chsten Treffen mit am Tisch sitzen. Trump hat ohne seine Zustimmung keine Kompromisse gemacht, kein Territorium weggegeben, und auch keine Anschuldigungen gegen die Ukraine erhoben: Selenskyj war der dritte Mann. Nicht anwesend. Aber pr\u00e4sent. Ohne ihn kein Deal. Das hat Trump verstanden und daran hat er sich heute Nacht gehalten.<\/p>\n<p><strong>Der gro\u00dfe Verlierer<\/strong> von heute Nacht: Eindeutig die Soldaten im Feld \u2013 auf beiden Seiten der Front. Denn es gibt keinen Frieden und nicht mal die kleine Schwester des gro\u00dfen Friedens, den Waffenstillstand. Es darf weiter geschossen, weiter gestorben werden. Zur Erinnerung: Pro Woche kommen in diesem Krieg ungef\u00e4hr 7.000 Menschen um. Insgesamt d\u00fcrften es nach UN-Zahlen \u00fcber 200.000 Menschen sein.<br \/>\nWie weiter jetzt? Zuhause wird jetzt nachgearbeitet. Man ist erkennbar in einen Prozess eingestiegen, der im besten Falle zum Frieden f\u00fchrt. Wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA spielt darin eine Rolle, mit Sicherheit auch die Nato, die auf weitere Einflusssph\u00e4ren in Europa verzichten d\u00fcrfte. Die Ukraine wird \u2013 wenn es zu diesem Friedensschluss kommt \u2013 auf keinen Fall Nato-Mitglied.<\/p>\n<p>Fazit: Die Sache mit der Zaubertinte bleibt das gro\u00dfe R\u00e4tsel. Was genau haben die zwei besprochen? An welcher Stelle kamen sie nicht weiter? Aber die Geschichte, und erst recht nicht die Geschichte der Diplomatie, wird nun mal nicht in Gro\u00dfbuchstaben geschrieben und sie wird nicht in einem St\u00fcck durchgeschrieben. Insofern sind wir heute Morgen in einer Welt aufgewacht, in der ernsthaft gerungen wird, gerungen wird um Frieden, um Interessenausgleich. M\u00f6ge sich der Satz von Egon Bahr in K\u00fcrze auch f\u00fcr die Soldaten im Sch\u00fctzengraben bewahrheiten: &#8222;Wo geredet wird, wird nicht gescho\u00dfen. \u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.8.2025 bitte lesen im Newsletter von Gabor Steingart in <a href=\"https:\/\/www.thepioneer.de\/\">https:\/\/www.thepioneer.de\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(5) Warum Trump bei seinem Gipfeltreffen mit Putin in Alaska den rechten Weg eingeschlagen hat<\/strong><br \/>\n&#8222;Der amerikanische Pr\u00e4sident Donald J. Trump und der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin haben sich in Alaska getroffen, um \u00fcber ein Ende des Krieges in der Ukraine zu sprechen. Obwohl beide Staatschefs gro\u00dfe Hoffnungen in dieses Treffen setzten und wenigstens Pr\u00e4sident Trump erwartete, eine Vereinbarung \u00fcber einen Waffenstillstand zu erreichen, haben sich diese Hoffnungen nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Das bedeutet aber keineswegs, wie in allen Mainstream-Medien behauptet wird, dass das Treffen sinnlos oder eine Gratis-Aufwertung von Putins Status in der gro\u00dfen Welt der Diplomatie gewesen w\u00e4re. Ganz im Gegenteil: manchmal ist kein Deal auch dann ein Deal, wenn es um gro\u00dfe Kriege und ihre Beendigung geht. (&#8230;)<\/p>\n<p>Vor dem Frieden stehen Verhandlungen, und die m\u00fcssen irgendwann anfangen. Das haben Trump und Putin jetzt getan. Dabei sind sie im ersten Schritt nicht weit gekommen, aber das darf keinen \u00fcberraschen, denn der Krieg in der Ukraine geht schon dreieinhalb Jahre lang, fast eine Million Menschen sind tot oder verwundet, ein F\u00fcnftel der Ukraine ist von Russland besetzt, die Moral in Kiew am Boden und das Land am Ausbluten. (&#8230;)<\/p>\n<p>Weil dies doch so klar und eigentlich unbestreitbar ist, erstaunt es, mit welcher Sturheit die Regierungschefs vieler europ\u00e4ischer Staaten (und die Journalisten der Mainstreammedien mit dazu) von vornherein Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine entweder gleich ganz verdammen oder mit solch hohen H\u00fcrden versehen, dass diese dann garantiert nicht stattfinden.<\/p>\n<p>Alle diese Politiker und Medienschaffenden, die doch ihr ganzes Leben lang von Humanit\u00e4t, Frieden, Freiheit und Demokratie s\u00e4useln, wollen nun in der Ukraine eine Fortsetzung der K\u00e4mpfe bis zum bitteren Ende. Ein Ende, das sie sich stets so vorstellen: Obwohl inzwischen t\u00f6dlich geschw\u00e4cht, werden die Ukrainer mit immer mehr Geld, Waffen und Munition aus den NATO-L\u00e4ndern die Russen irgendwann doch noch aus der Ukraine vertreiben und ihnen dabei so heftige Verluste beibringen, dass Russland irgendwann entweder gleich kapitulieren oder einem Siegfrieden der Westm\u00e4chte zustimmt, der im Paket auch noch die Mitgliedschaft der Ukraine in NATO und EU enth\u00e4lt. Worauf der Friede in Europa wiederhergestellt ist und das Gl\u00fcck beginnt.<br \/>\nDas wird so nicht kommen. Die Ukraine kann diesen Krieg milit\u00e4risch nicht mehr gewinnen. &#8220;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nius.de\/analyse\/news\/warum-trump-bei-seinem-gipfeltreffen-mit-putin-in-alaska-den-rechten-weg-eingeschlagen-hat\/60ab94f0-d852-4264-b777-ac2d72379526\">https:\/\/www.nius.de\/analyse\/news\/warum-trump-bei-seinem-gipfeltreffen-mit-putin-in-alaska-den-rechten-weg-eingeschlagen-hat\/60ab94f0-d852-4264-b777-ac2d72379526<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ex-Bundeswehrgeneral Erich Vad kommentierte das Gespr\u00e4ch von Donald Trump mit Wladimir Putin im Weltwoche.ch-Interview mit den Worten &#8222;Zeichen stehen auf Frieden&#8220; (siehe Anlage (1) unten). 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