{"id":137964,"date":"2025-08-17T19:32:32","date_gmt":"2025-08-17T17:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=137964"},"modified":"2025-08-18T08:42:55","modified_gmt":"2025-08-18T06:42:55","slug":"egal-religion-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/egal-religion-demokratie\/","title":{"rendered":"egal: Religion, Demokratie"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Ist mir <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/egal-was-meine-waehler-denken\/\">egal<\/a>&#8222;, &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/pfingsten-keine-ahnung\/\">keine Ahnung<\/a>&#8222;, &#8222;das interessiert mich nicht&#8220; oder &#8222;la\u00df&#8216; mich damit in Ruhe&#8220; &#8211; derlei h\u00f6rt man immer \u00f6fters. Vielen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/wohlstand\/\">wohlstandsverw\u00f6hnten<\/a> B\u00fcrgern scheint es an nichts zu fehlen, man hat ja alles und ist satt. Deshalb nimmt das Desinteresse und damit die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nix-mit-nix-zu-tun\/\">Gleichg\u00fcltigkeit<\/a> gegen\u00fcber den kleinen und gro\u00dfen Fragen zu.<br \/>\n<!--more-->.<br \/>\nIn seinem Buchbestseller <strong>&#8222;Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt&#8220;<\/strong> geht der niederl\u00e4ndische <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirche-reform\/\">Theologe<\/a> Jan Loffeld einen Schritt weiter und wendet sich der Frage zu, ob mit der Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber der religi\u00f6sen Frage auch die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber Werten der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a> einhergeht. Macht <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/zivilreligion-kirchenaustritte\/\">religionsm\u00fcde<\/a> auch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratieverachtung\/\">demokratiem\u00fcde<\/a> oder ist es gerade umgekehrt?<\/p>\n<p>Loffeld unterscheidet <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/gott\/\">Atheismus<\/a> (Religion ablehnen), <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/agnostiker\/\">Agnostizismus<\/a> (Religion anzweifeln) und Apatheismus (Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a>). F\u00f6rdert die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber Religion und Glaube auch die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den grundlegenden Werten und Prinzipien, die unser freiheitliches Leben und unsere demokratische Strukturen erm\u00f6glichen? Apathie rangiert nach der anf\u00e4nglichen Erm\u00fcdung, der Ersch\u00f6pfung, nach dem Burnout, der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/resignation-der-mitte\/\">Resignation<\/a> und der totalen Hilflosigkeit. Ist die Gleichg\u00fcltigkeit vielleicht auch ein Zeichen daf\u00fcr, den gro\u00dfen Fragen nicht gewachsen zu sein?<\/p>\n<p><em>Das B\u00f6ckenf\u00f6rde-Dilemma der Verfassungsgarantie:<\/em><br \/>\nOb nun Religionsm\u00fcdigkeit zu Demokratiem\u00fcdigkeit f\u00fchrt oder umgekehrt oder beides nichts miteinander zu tun hat, sei dahingestellt.<br \/>\nWichtig ist die Sorge, da\u00df den die Demokratie tragenden Werten und Prinzipien wie individuelle Freiheit, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/grundgesetz\/grundrechte\/\">Grundrechte<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/verfassung\/\">Verfassung<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/staatsvolk\/\">Staatsb\u00fcrgerlichkeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/rechtsstaat\/\">Rechtsstaatlichkeit<\/a>, Abwehrrechte gegen\u00fcber dem Staat, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gewaltenteilung\/\">Gewaltenteilung<\/a> usw. von immer mehr B\u00fcrgern immer weniger Verst\u00e4ndnis\u00a0 entgegengebracht wird. Und da\u00df demzufolge auch immer\u00a0 weniger Engagement stattfindet.<br \/>\nDabei setzt die Demokratie sogenannte <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/informiere-dich-medien-taeglich\/\">&#8222;m\u00fcndige B\u00fcrger&#8220;<\/a> voraus, die \u00fcber staatsb\u00fcrgerliches Wissen, Verfassungsbewu\u00dftsein, Grundgesetzakzeptanz, Gemeinsinn und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/freiheitlicher-staat\/\">Freiheitsliebe<\/a> verf\u00fcgen und bereit sind, diese als kulturelle und moralische Ressourcen in das f\u00fcr sie wertvolle demokratische System aktiv einzubringen.<br \/>\nDer Verfassungsrechtler <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/boeckenfoerde-grosser-freiburger\/\">Ernst-Wolfgang B\u00f6ckenf\u00f6rde<\/a> hat dies als das Dilemma des demokratischen Staates so beschrieben:<br \/>\n<em>\u201eDer liberale, s\u00e4kularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.\u201c<\/em><br \/>\nSalopp ausgedr\u00fcckt: Wenn es an &#8222;m\u00fcndigen B\u00fcrgern&#8220; fehlt, die die Demokratie wertsch\u00e4tzen, dann endet das demokratische irgendwann im totalit\u00e4ren System. &#8222;Ist mir egal&#8220; deutet auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/untertan\/\">Untertanen<\/a>, die sich eher in der Diktatur wohlversorgt wissen.<\/p>\n<p><em>Die Weizs\u00e4cker-Frage nach der guten Verfassung:<\/em><br \/>\nDer ehemalige Bundespr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wahrheit-seibert-weizsaecker\/\">Richard von Weizs\u00e4cker<\/a> stellte zum gleichen Problem in seiner ber\u00fchmten Rede zum 40. Jahrestag des deutschen Grundgesetzes 1989 diese Frage:<br \/>\n<em>\u201eWir haben uns hier versammelt, um unsere Verfassung zu feiern, weil wir sagen d\u00fcrfen: Wir haben eine gute Verfassung. Aber es w\u00e4re doch eine oberfl\u00e4chliche Feierlichkeit ohne die ernsthafte Frage an uns: Sind wir in einer guten Verfassung?<\/em>\u201c<br \/>\nAlso: Akzeptieren wir als &#8222;m\u00fcndige B\u00fcrger&#8220; das Grundgesetz von 1949 als &#8222;gute Verfassung&#8220;, die es zu verteidigen gilt? Ist uns das Grundgesetz, in dem die Abwehrrechte gegen\u00fcber dem \u00fcbergriffigen Staat niedergeschrieben sind, die jeder B\u00fcrger qua Geburt besitzt und lebenslang geltend machen kann, wirklich &#8222;gut&#8220; bzw. wert-voll?<br \/>\n.<br \/>\nEs ist Aufgabe des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsmisere\/\">Bildungssystems<\/a>, die o.a. genannten Wissensinhalte und Ressourcen zu vermitteln, um Wissen bzw. Verst\u00e4ndnis von verfassungsrechtlichen Werten und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a> f\u00fcr deren Erhalt zu wecken. Mit dem Wissen ist es angesichts der Bildungsmisese so eine Sache, das Engagement ist immer weniger vorhanden: Je nach Umfrage sind allenfalls 10 % der deutschen B\u00fcrger bereit, sich f\u00fcr das demokratische System bzw. Grundgesetz zu engagieren und es zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratie-verteidigen\/\">verteidigen<\/a>.<br \/>\n18.8.2025<\/p>\n<p>Ende von Beitrag &#8222;egal: Religion, Demokratie&#8220;<br \/>\n==========================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211;<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Demokratiem\u00fcde, weil religionsm\u00fcde?<\/strong><br \/>\nF\u00fcr immer mehr Europ\u00e4er ist die Frage nach Gott f\u00fcr ihr Leben v\u00f6llig irrelevant geworden. H\u00e4ngt die wachsende Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber b\u00fcrgerlichen Werten und demokratischen Normen damit zusammen?<br \/>\nEin Buch, das derzeit die deutschen Bestsellerlisten erklimmt, hat k\u00fcrzlich meine Aufmerksamkeit erregt, nicht zuletzt, weil sein Titel eine Frage aufwirft, die gleichzeitig paradox und tiefgr\u00fcndig erscheint. Jan Loffelds <em><strong>\u201eWenn nichts fehlt, wo Gott fehlt\u201c<\/strong><\/em> untersucht ein wachsendes Ph\u00e4nomen in westlichen Gesellschaften, das \u00fcber die herk\u00f6mmliche S\u00e4kularisierung hinausgeht.<\/p>\n<p>Loffeld, katholischer Priester und Theologe an der Universit\u00e4t Utrecht, dokumentiert nicht nur den bekannten R\u00fcckgang der Kirchenbesuche oder der Religionszugeh\u00f6rigkeit. Er identifiziert etwas Subtileres, aber weitaus Bedeutenderes: \u201eApatheismus\u201c. Der Begriff selbst ist aufschlussreich \u2013 eine Mischung aus \u201eApathie\u201c und \u201eTheismus\u201c, die sowohl religi\u00f6se Gleichg\u00fcltigkeit als auch die tiefere Gleichg\u00fcltigkeit, die sie charakterisiert, erfasst. Im Gegensatz zum Atheismus (der religi\u00f6se Anspr\u00fcche aktiv ablehnt) oder zum Agnostizismus (der Unsicherheit dar\u00fcber aufrechterh\u00e4lt) beschreibt der Apatheismus einen Zustand tiefer Gleichg\u00fcltigkeit.<br \/>\nDie religi\u00f6se Frage selbst \u2013 nicht nur die Antwort darauf \u2013 hat an Bedeutung verloren. F\u00fcr immer mehr Europ\u00e4er ist die Existenz oder Nicht-Existenz Gottes f\u00fcr ihr Leben v\u00f6llig irrelevant geworden. Sie empfinden kein Gef\u00fchl von Verlust oder Leere; spirituell gesehen fehlt ihnen nichts, wenn Gott nicht vorhanden ist. Das erscheint mir ziemlich au\u00dfergew\u00f6hnlich. Es ist eine Sache, Religion abzulehnen \u2013 Atheisten tun das seit Jahrhunderten. Es ist jedoch etwas ganz anderes, sich \u00fcberhaupt nicht mehr f\u00fcr diese Frage zu interessieren.<br \/>\nNachdem ich Loffelds Werk gelesen hatte, fragte ich mich, ob sich diese Gleichg\u00fcltigkeit auch \u00fcber die Religion hinaus erstreckt. K\u00f6nnten wir Zeugen eines parallelen \u201eApatheismus\u201c gegen\u00fcber den grundlegenden Werten und Prinzipien sein, die unser b\u00fcrgerliches Leben und unsere demokratischen Strukturen untermauern? Nicht eine aktive Ablehnung von Verfassungsprinzipien oder demokratischen Normen \u2013 sondern ein zunehmendes Unverm\u00f6gen, ihre Bedeutung oder gar ihre Relevanz \u00fcberhaupt wahrzunehmen?<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAnzeichen f\u00fcr diesen staatsb\u00fcrgerlichen \u201eApatheismus\u201c sind in den westlichen Demokratien zunehmend sichtbar. Studien zeigen immer wieder, dass das Wissen \u00fcber grundlegende Verfassungsprinzipien und Regierungsstrukturen selbst unter den gebildeten Schichten abnimmt. In den Vereinigten Staaten zeigt die nationale Bildungsstudie \u201eNational Assessment of Educational Progress\u201c einen alarmierenden R\u00fcckgang der staatsb\u00fcrgerlichen Kenntnisse unter Sch\u00fclern (obwohl Staatsb\u00fcrgerkunde in vielen Bundesstaaten Pflichtfach ist). In Europa belegen Untersuchungen weit verbreitete Missverst\u00e4ndnisse \u00fcber grundlegende Verfassungsregelungen.<\/p>\n<p>Noch besorgniserregender als die blo\u00dfe Unkenntnis der Fakten ist jedoch die Erosion des substanziellen Engagements f\u00fcr die zugrunde liegenden Prinzipien. Demokratische B\u00fcrgerschaft reduziert sich zunehmend auf die Einhaltung von Verfahren \u2013 vielleicht das regelm\u00e4\u00dfige W\u00e4hlen \u2013 ohne bedeutungsvolles Engagement f\u00fcr oder Verst\u00e4ndnis von verfassungsrechtlichen Werten. Man kann nicht das Fehlen von etwas empfinden, das man nie gekannt oder gesch\u00e4tzt hat. Wir sehen diese wachsende Leere in vielerlei Hinsicht. Parlamentarische Verfahren, die eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Pr\u00fcfung und Beratung gew\u00e4hrleisten sollen, werden zunehmend durch Mechanismen wie \u201eDringlichkeitsbestimmungen\u201c umgangen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEine Illusion von Engagement<br \/>\nJe mehr wir uns auf formale Anforderungen verlassen, um schwindendes staatsb\u00fcrgerliches Wissen und Engagement auszugleichen, desto mehr signalisieren und beschleunigen wir m\u00f6glicherweise unbeabsichtigt genau diesen Niedergang. Hier liegt eine Ironie: Die Verbreitung expliziter Regeln spiegelt oft die Schw\u00e4chung des impliziten Verst\u00e4ndnisses wider.<br \/>\nDas soll nicht hei\u00dfen, dass eine formale Kodifizierung von Grunds\u00e4tzen keinen Wert hat, insbesondere wenn diese Grunds\u00e4tze einer Erosion ausgesetzt sind. Aber wir sollten uns \u00fcber die Grenzen im Klaren sein. Kein noch so gut konzipiertes Rahmenwerk kann ohne den ihm zugrunde liegenden B\u00fcrgersinn erfolgreich sein. Und dieser B\u00fcrgersinn l\u00e4sst sich nicht per Gesetz verordnen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDas gleiche Prinzip gilt f\u00fcr unsere zivilgesellschaftlichen Institutionen. Die Schaffung ausgefeilterer Regulierungsrahmen, Aufsichtsgremien oder Compliance-Mechanismen wird den zivilgesellschaftlichen Geist nicht wiederherstellen, wenn dieser Geist grundlegend erodiert ist. Diese institutionellen Korrekturen bek\u00e4mpfen die Symptome, nicht die Ursachen. Sie k\u00f6nnten sogar das tieferliegende Problem verschleiern, indem sie eine Illusion von Engagement schaffen, wo eigentlich keines vorhanden ist.<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.8.2025 von Oliver Marc Hartwich bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/sind_wir_demokratiemuede_weil_wir_religionsmuede_sind\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/sind_wir_demokratiemuede_weil_wir_religionsmuede_sind<\/a><\/p>\n<p><em>Jan Loffeld: Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt &#8211;<\/em><br \/>\n<em>Das Christentum vor der religi\u00f6sen Indifferenz<\/em><br \/>\n<em>Herder Verlag Freiburg, 192 Seiten, 22 Euro<\/em><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDer B\u00f6ckenf\u00f6rde-Satz sollte in die Pr\u00e4ambel des Grundgesetzes aufgenommen werden. Er ist so fundamental wie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/kant\/\">Kants Sapere aude<\/a>. Das Delegieren der Moral an eine erfundene g\u00f6ttliche Instanz ist aber keine L\u00f6sung. Reiner Zufall, ob wir bei den 10 Geboten landen oder der unfehlbaren Scharia. Echter Fortschritt in der Gesellschaft wird nur m\u00f6glich, wenn sie den Gottesglauben \u00fcberwindet. Thomas Frieling<br \/>\n.<br \/>\nH\u00e4tte das Bewusstsein f\u00fcr Freiheit gesiegt, w\u00e4re die politische EU nie entstanden. Macht und Einfluss werden nie auszurotten sein. K\u00fcnstler, die auf einer B\u00fchne vor im Gleichklang mitsingenden, zweihunderttausend Fans stehen, berauschen sich ebenso an der gewonnen Einflussnahme, wie die von Millionen gew\u00e4hlten Parlamentarier und Regierungen. Die Abh\u00e4ngigkeit ist st\u00e4rker als die individuelle Freiheit. Das hat mit Natur zu tun. In der Natur gibt es keine Freiheit. Jede Pflanze, jedes Tier ist abh\u00e4ngig von Nahrung, Licht, Photosynthese, Platz. Auch die autark produzierenden Landwirtschaftskollektive stellen nach einiger Zeit auf Vorsitzende, F\u00fchrer um, um den Laden am Wuppen zu halten. Freiheit ist ein humanistisches Konstrukt. W\u00e4re ich komplett frei, br\u00e4uchte ich weder Sonne, Wasser noch Strom, kein Holz, kein Wildtier, keinen Boden f\u00fcr Getreide, Gem\u00fcse und Obst. Wenn ich leben will, muss ich mich in Abh\u00e4ngigkeiten begeben. Karsten D\u00f6rre<br \/>\n.<br \/>\nIch denke, die Menschen gehen Gott auch aus dem Weg, weil sie Angst vor dem Tod haben und tief innen drin das Gesp\u00fcr, dass nach dem Tod doch noch etwas kommt, dass trotz aller starken Spr\u00fcche nicht ALLES AUS ist. &#8211; &#8211; &#8211; Irgendwo habe ich neulich gelesen, auf Krebsstationen und in Sch\u00fctzengr\u00e4ben gebe es kaum Atheisten.<br \/>\n.<br \/>\nApatheismus\u201c ist eine Wortsch\u00f6pfung, die mir gut gef\u00e4llt, weil darin zumindest ein erheblicher Teil der Wahrheit \u00fcber das Grund\u00fcbel enthalten ist. Vor der Apathie kommt in der Regel Erm\u00fcdung, dann Ersch\u00f6pfung (Burnout) und bei Wahrnehmung der eigenen Hilflosigkeit gegen\u00fcber den \u201eUmst\u00e4nden\u201c \u00fcberf\u00e4llt einen Apathie. Jedenfalls dann, wenn man keinen Orientierungs- und Ankerpunkt im Leben hat. Davon abgesehen stelle ich aber im ehemals christlichen Abendland, das seine s\u00e4mtlichen Werte auf den Br\u00fcsseler (Babylon) M\u00fcllhaufen geworfen hat, auch eine zunehmende Feindseligkeit, gar wilde Aggression, gegen Menschen fest, die an den dreieinigen Gott der Bibel glauben. Die gl\u00e4ubigen Menschen sind stellvertretende Zielscheiben, weil Gott ja Geist und damit unsichtbar und unangreifbar ist. \u201eBlinde\u201c k\u00f6nnen (und wollen) ihn nicht wahrnehmen, erkennen sein Handeln nirgendwo. Dass Gott alles sieht, alle F\u00e4den in der Hand h\u00e4lt, jeden aus dem Effeff und auch die Zukunft kennt, macht die Angreifer umso aggressiver. Was das alles mit dem Funktionieren von Demokratie zu tun hat, \u201ewei\u00df\u201c ich nur insofern, als die Verantwortlichen in Politik, Legislative, Judikative, Exekutive, Medien und steuerfinanzierten \u201eN\u201cGOs usw. mit Gott nichts zu tun haben wollen, kaum jemals von ihm geh\u00f6rt haben und sich ihm in keiner Weise verantwortlich f\u00fchlen. (Diese alle werden sich wundern! &#8211; &#8211; Nein, nicht im Sinne von Margot Honecker.) Die Bibel sagt seit fst 3000 Jahren genau diese Entwicklung voraus! Bibel selber lesen macht schlau\u2026 Ilona Grimm<br \/>\n.<br \/>\nWeder der Glaube noch sonst irgendein Wissen kommt \u00fcber uns, aus den Nichts, wie der hl. Geist. Entweder resultiert er\/es aus Erlernen oder aus selbst Erfahren. Da liegt m.E. \u201cder Hase im Pfeffer\u201d. # Das seit ungef\u00e4hr 50 Jahren zunehmend linksgr\u00fcn unterwanderte Bildungssystem ist darauf ausgerichtet, \u201cIdioten\u201d zu fabrizieren. Nicht Neugier wird gelehrt, es wird zunehmend die einzig richtige Haltung vermittelt. Und \u201cdie Kirchen\u201d, vom Islam mal abgesehen, haben sich dem Zeitgeist angepa\u00dft. \u201cDer Zeitgeist\u201d wurde mi\u00dfbraucht, Pseudowissenschaften als Ersatz f\u00fcr den \u201ckirchlichen Glauben\u201d zu installieren. Ob es um Klima, um Genderstudies, um saubere Energieerzeugung, um die richtige Moral und Ethik oder wei\u00df der Teufel worum, geht. Und \u201cdie Kirchen\u201d haben freudig mitgemacht und machen noch immer freudig mit. # Der letzte Dorn im Fleisch der Bescheidwisser, der Gleichmacher, derjenigen, die uns dominieren k\u00f6nnen, weil \u201cder Kl\u00fcgere nachgegeben hat\u201d, also kurz: \u201cder Dummen\u201d, ist das Internet und sind \u201calternative Medien\u201d. Die gilt es noch final zu regulieren. Dann ist deren Werk vollbracht. Bernhard Freiling<br \/>\n.<br \/>\nWar es Bismarck, der sagte: \u201cWir Deutschen f\u00fcrchten nichts, au\u00dfer Gott\u201d? Neulich habe ich gelesen, da\u00df ein Pfarrer kurz nach dem 2. WK dies umdrehte: \u201cWir Deutschen f\u00fcrchten alles, au\u00dfer Gott!\u201d Irgendwie schwer, dem nicht zuzustimmen. Und ja, darin nicht einen der Gr\u00fcnde zu sehen, warum sich Land und Gesellschaft in dieser zwickm\u00fchligen Sackgasse befinden. A,Quesseleit<br \/>\n.<br \/>\nDer in der gesamten westlichen Welt zu beobachtende (und von den Sedierern bitter beklagte) Aufwuchs von \u201crechten\u201d Parteien (z.B. SVP in CH mit weitem Abstand st\u00e4rkste Partei) widerspricht der These wachsender Gleichg\u00fcltigkeit der B\u00fcrger. Der Bedeutungsverlust der Religion ist dagegen real und liegt an deren intellektueller Substanzlosigkeit. Franz Klar<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ist mir egal&#8222;, &#8222;keine Ahnung&#8222;, &#8222;das interessiert mich nicht&#8220; oder &#8222;la\u00df&#8216; mich damit in Ruhe&#8220; &#8211; derlei h\u00f6rt man immer \u00f6fters. Vielen wohlstandsverw\u00f6hnten B\u00fcrgern scheint es an nichts zu fehlen, man hat ja alles und ist satt. 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