{"id":135742,"date":"2025-07-01T16:20:34","date_gmt":"2025-07-01T14:20:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=135742"},"modified":"2025-07-01T16:31:15","modified_gmt":"2025-07-01T14:31:15","slug":"humanitaere-hilfe-usaid-unrwa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/humanitaere-hilfe-usaid-unrwa\/","title":{"rendered":"Humanit\u00e4re Hilfe USAid UNRWA"},"content":{"rendered":"<p>Humanit\u00e4re <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/entwicklungshilfe\/auslandshilfe\/\">Hilfe<\/a> ist notwendiger denn je. Aber wie soll man helfen? Der ehemalige Botschafter und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/entwicklungshilfe\/\">Entwicklungshilfe<\/a>-Experte <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-helfersyndom\/\">Volker Seitz<\/a>, Autor von &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zusammenarbeit\/\">Afrika wird armregiert&#8220;<\/a>, moniert seit Jahren das &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-helfersyndom\/\">Unm\u00fcndigmachen<\/a>&#8220; der Hilfsempf\u00e4nger durch die westlichen &#8222;Profiteure aus dem &#8218;humanit\u00e4r-industriellen Komplex'&#8220;.<!--more--><\/p>\n<p>Die Aufl\u00f6sung der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/usa-und-d-usaid-und-us-aid\/\">US-Beh\u00f6rde USAid<\/a> durch Donald Trump hat zwei Seiten:<br \/>\nDa ist einerseits die Sorge, dass 40 Prozent der Finanzmittel zur humanit\u00e4ren Hilfe weltweit wegfallen.<br \/>\nAndererseits aber die Erleichterung: \u201eDer amerikanische Steuerzahler muss wissen, da\u00df Milliarden von Dollar an USAID flie\u00dfen. Nur ein Bruchteil davon kommt bei den Menschen an. &#8230; Sie nutzen diesen offenen Zugang, der nach humanit\u00e4rer Hilfe klingt, um st\u00e4ndig Regierungen zu destabilisieren. Ich kann Ihnen sagen, dass die Mehrheit der afrikanischen F\u00fchrer, und nicht nur die afrikanischen F\u00fchrer, sondern die F\u00fchrer der Entwicklungsl\u00e4nder, den R\u00fcckzug von USAID feiern&#8220; &#8211; so <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/entwicklungshilfe\/auslandshilfe\/\">Arikana Chihombori-Quao<\/a>, fr\u00fchere Botschafterin der Afrikanischen Union in den USA.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/palaestina\/\">UNRWA<\/a> (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East) als das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/palaestina\/westbank\/\">Pal\u00e4stinenserhilfswerk<\/a> der Vereinten Nationen erhielt 2023 und 2024 mindestens <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/gaza\/\">eine Milliarde Euro<\/a>\u00a0aus Deutschland. Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/palaestina\/hamas\/\">Terrororganisation Hamas<\/a> kontrolliert die UNRWA. Dazu der ehem. Bundesminister f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel (FDP): &#8222;UNRWA ist komplett von der Hamas durchseucht&#8220; (siehe Anlage (1) unten). Dessen ungeachtet agiert die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/regierung2025\/\">Merz-Regierung<\/a>, obwohl es Alternativen zu UNRWA gibt.<br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/caritas\/\">Caritas International<\/a> vergibt \u00fcber 90 % der finanziellen Mittel an Organisationen vorort, denn &#8222;Lokale Partner wissen besser, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/\">wo Hilfe gebraucht wird<\/a> und wie sie ankommt&#8220; (2), so Oliver M\u00fcller, der Leiter von Caritas International. Aus diesem Grunde sind <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dzi-spendensiegel\/\">Spenden<\/a> an Caritas sinnvoll, da die Spendengelder auch ankommen. Und das ist nicht immer so, denn &#8222;nur etwa vier Prozent flie\u00dfen an lokale Hilfswerke&#8220;, so M\u00fcller.<br \/>\n1.7.2025<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Humanit\u00e4re Hilfe USAid UNRWA&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (2)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Hilfswerk in Gaza: &#8222;Die UNRWA ist komplett von der Hamas durchseucht&#8220;<\/strong><br \/>\nDirk Niebel \u00fcber die Kritik am Hilfswerk f\u00fcr Pal\u00e4stinenser, Verwicklungen in den Terror und andere Wege der Unterst\u00fctzung<br \/>\nHerr Niebel, die UNRWA steht seit dem 7. Oktober massiv in der Kritik. Als Ex-Entwicklungshilfeminister haben Sie nun die k\u00fcnftige Bundesregierung dazu aufgerufen, die finanzielle F\u00f6rderung des Pal\u00e4stinenserhilfswerks der Vereinten Nationen endlich zu stoppen. Warum?<br \/>\nDie UNRWA ist nicht Teil einer L\u00f6sung, sondern Teil des Problems. W\u00e4hrend meiner Amtszeit als Bundesminister haben wir im h\u00f6chsten Ma\u00dfe darauf geachtet, dass wir nicht mit offiziellen Hamas-Vertretern Kontakt hatten, sondern ausschlie\u00dflich mit Mitarbeitern der UNRWA. Jetzt stellt sich heraus, dass die UNRWA komplett von der Hamas durchseucht ist. Heute wissen wir, dass auch deutsche Bew\u00e4sserungsprojekte im Gazastreifen von der Hamas mit freundlicher Genehmigung der UNRWA manipuliert wurden, und das dergestalt, dass Wasserrohre aus der Erde gerissen wurden, um daraus Raketen gegen Israel zu bauen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Versorgung der pal\u00e4stinensischen Zivilbev\u00f6lkerung muss auch k\u00fcnftig sichergestellt werden. G\u00e4be es Alternativen zur UNRWA?<br \/>\nIch bin durchaus daf\u00fcr, dass Deutschland weiter humanit\u00e4re Hilfe leistet. Und Alternativen zur UNRWA g\u00e4be es zur Gen\u00fcge. Wobei ich schon auch hinterfragen w\u00fcrde, warum Israel als einziges Land in der Geschichte der Menschheit die Bev\u00f6lkerung des T\u00e4tervolkes, das es angegriffen hat, ern\u00e4hren soll. Eigentlich w\u00e4re es Aufgabe der T\u00e4ter, sich um das eigene Volk zu k\u00fcmmern. Stattdessen wird alles Geld investiert, um Israel zu vernichten. Israel liefert trotzdem Hilfe. Auch das sollte bei allem Anti-Israel-Bashing, das politisch und medial so en vogue ist, unbedingt Ber\u00fccksichtigung finden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 2.4.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/israel\/die-unrwa-ist-komplett-von-der-hamas-durchseucht\/\">https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/israel\/die-unrwa-ist-komplett-von-der-hamas-durchseucht\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Mit Dirk Niebel, dem ehemaligen Bundesminister f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und FDP-Politiker sprach Philipp Peyman Engel<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<\/em><strong>(2) Oliver M\u00fcller\/Caritas: Wo und wie kann noch geholfen werden?<\/strong><br \/>\nDie Zahl der Krisen und Fl\u00fcchtlinge steigt. Demgegen\u00fcber nimmt die Bereitschaft ab, Hilfen zu finanzieren \u2013 wir fallen zur\u00fcck auf den Stand von vor zehn Jahren. Auch die Bundesregierung f\u00e4hrt die Gelder f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit zur\u00fcck. Schon 2024 hat Deutschland die weltweit vereinbarte Quote f\u00fcr Entwicklungshilfe von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts deutlich verfehlt. Im neuen Haushalt sollen weitere 2,1 Milliarden Euro gespart werden.<\/p>\n<p>Das ist kurzsichtig und falsch. Auch angesichts dessen, dass die USA ihre Entwicklungsbeh\u00f6rde USAID schlie\u00dft. Damit f\u00e4llt deren Beitrag weg, der 40 Prozent aller weltweit verf\u00fcgbaren Mittel f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe ausmacht. Das ist dramatisch und ein Einschnitt, der sich auf die Hilfen des Caritas-Netzwerkes ausgewirkt hat: So musste Caritas Marsabit in Kenia Hilfen zur Ern\u00e4hrungssicherung und Gesundheitsvorsorge f\u00fcr mehr als 100.000 Menschen einstellen. Nahrungsmittel konnten nicht mehr verteilt werden, Impfungen wurden verschoben. In Somalia waren zwei Millionen Menschen durch die Aussetzung der USAID-Hilfen betroffen, die Caritas-Partnerorganisation Wardi musste Krankenh\u00e4user schlie\u00dfen in einer Region, in der es kaum Gesundheitsversorgung gibt. Wo und wie kann noch geholfen werden?<br \/>\nDie Vereinten Nationen mussten bekanntgeben, geplante Hilfen f\u00fcr 66 Millionen Menschen zu streichen. &#8222;Brutale K\u00fcrzungen stellen uns vor brutale Entscheidungen&#8220;, so UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Umso wichtiger ist es daher, diese &#8222;brutalen Entscheidungen&#8220; durch praktische Effizienz abzumildern. Zu viele Unterorganisationen der UNO mit sich \u00fcberlappenden Zust\u00e4ndigkeiten machen doppelte Arbeiten und verursachen hohe Kosten. Zusammenlegung, Verschlankung und klare Zuordnung von Aufgaben sind hier L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Eine weitere ist die konsequente Umsetzung von Hilfen durch lokale und nationale Hilfswerke. 2016 verpflichtete sich die Gemeinschaft der Hilfsorganisationen dazu, mindestens ein Viertel der finanziellen Mittel an lokale und nationale Organisationen zu vergeben. Doch nur etwa vier Prozent flie\u00dfen an lokale Hilfswerke. Fehlende Kompetenz, Mittelmissbrauch und schlechte Hilfe sind h\u00e4ufig nur vorgeschobene Argumente dagegen.<br \/>\nDas Gegenteil ist richtig: Lokale Partner wissen besser, wo Hilfe gebraucht wird und wie sie ankommt. Auf dieses Fundament haben Kirchliche Hilfswerke wie Caritas international schon immer ihre Hilfen aufgebaut. Caritas international vergibt \u00fcber 90 Prozent der \u00f6ffentlichen Gelder an lokale Partner.<\/p>\n<p>Wir fordern daher, die Quote von 25 Prozent deutlich zu erh\u00f6hen, um die Effizienz der Hilfe zu steigern und Kosten zu reduzieren. Dies bedeutet, Entscheidungen und Verantwortung an lokale Partnerorganisationen abzugeben. So werden teure administrative Wasserk\u00f6pfe vermieden. Das muss das Ziel sein, um die knapper werdenden Mittel so effektiv wie m\u00f6glich f\u00fcr die Menschen in Not auch k\u00fcnftig einsetzen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.6.2025 von Oliver M\u00fcller bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wo-und-wie-kann-noch-geholfen-werden\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wo-und-wie-kann-noch-geholfen-werden<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Oliver M\u00fcller leitet seit 2016 <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/caritas\/\">Caritas International<\/a>, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. <a href=\"https:\/\/www.caritas-international.de\">https:\/\/www.caritas-international.de<\/a>\/<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Humanit\u00e4re Hilfe ist notwendiger denn je. Aber wie soll man helfen? 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