{"id":130937,"date":"2025-02-13T19:31:12","date_gmt":"2025-02-13T18:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=130937"},"modified":"2025-02-14T11:56:16","modified_gmt":"2025-02-14T10:56:16","slug":"bomben-auf-dresden-80-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bomben-auf-dresden-80-jahre\/","title":{"rendered":"Bomben auf Dresden &#8211; 80 Jahre"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/dresden\/\">Dresden<\/a>, schon immer im &#8222;verlorenen Dreieck&#8220; gelegen, f\u00fcr die Kriegsindustrie ohne jede Bedeutung, ist am 13. Februar 1945 von Englischen Bombern in Schutt und Asche gelegt worden. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/erinnerung-dresden-13-2-1944\/\">Dresden<\/a> war in dieser Zeit der zerfallenden NS-Herrschaft eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/heimat\/geschichte\/erinnerungsorte\/\">Stadt<\/a> voll von Frauen, Kindern, Alten, Kranken und Gefl\u00fcchteten.<!--more--><br \/>\n.<br \/>\nDas offizielle polit-mediale Gedenken an die alliierten Luftangriffe au Dresden ist begleitet vor Warnungen vor extremistischer Instrumentalisierung &#8211; von rechts, nicht von links.<br \/>\nHeute nach 80 Jahren rufen die einen im woken <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschenhass\/\">Deutschenhass<\/a> ihr erb\u00e4rmliches <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/erinnerung-dresden-13-2-1944\/\">&#8222;Bomber Harris do it again&#8220;<\/a>. Und die anderen halten die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/\">Erinnerungskultur<\/a> hoch und fordern die Historiker auf, endlich die Frage zu kl\u00e4ren, ob hier nicht ein Verbrechen vorliegt (siehe (1) unten). Doch wer dies fragt, gilt aktuell rasch als Rechter (gemeint ist <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/extremismus\/rechtsextremismus\/\">Rechtsextremist<\/a>) oder gar als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/nazi\/nazi-keule\/\">Nazi<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\nDie gro\u00dfe Mehrheit der Deutschen hingegen schweigt, ignoriert, will vergessen bzw. nichts von der Geschichte wissen. Dabei wiederholt sich Dresden auch heute: Saigon, Bagdad, Kabul, Jemen, usw. (2). Aus der Geschichte will man einfach nicht lernen d\u00fcrfen.<br \/>\n13.2.2025<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Bomben auf Dresden &#8211; 80 Jahre&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (3)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Unser altes Dresden starb in dieser einen Nacht<\/strong><br \/>\nKein anderer Luftangriff des Zweiten Weltkriegs sorgt auch 80 Jahre sp\u00e4ter f\u00fcr derartige Emotionen wie das Bombardement Dresdens Mitte Februar 1945. Grund genug, einen n\u00fcchternen Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen: Matthias Walden, der als 18-J\u00e4hriger den Feuersturm er- und \u00fcberlebte.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n\u201eFast alle sagten, der Angriff sei ein Verbrechen, sei Mord gewesen. Wenn auch kriegerische Notwehr verbrecherisch sein kann, dann war das sicher ein Verbrechen\u201c, bilanzierte der Augenzeuge Matthias Walden: \u201eEs war also ein Verbrechen. Nun ja &#8211; das Wort hilft hier nicht weit. Es gibt keine Pflicht zum Hass. Ich kann und ich will die Amerikaner und die Engl\u00e4nder nicht hassen, obwohl ich heute noch oft empfinde, dass es von einem Dresdner erwartet zu werden scheint. Meinen Hass nehmen die Verbrecher ganz in Anspruch, die diesen Krieg begannen.\u201c<br \/>\nDamit war Walden, der zu den Vertrauten von WELT-Verleger Axel Springer geh\u00f6rte, 1965 weiter als viele seiner Zeitgenossen. Und sogar weiter als viele deutlich sp\u00e4ter Geborene, die bis in die Gegenwart L\u00fcgen \u00fcber das schreckliche Geschehen in Dresden 1945 verbreiten. Als ob 25.000 Tote nicht schlimm genug w\u00e4ren.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.2.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article255350066\/13-Februar-1945-Unser-altes-Dresden-starb-in-dieser-einen-Nacht.html\">https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article255350066\/13-Februar-1945-Unser-altes-Dresden-starb-in-dieser-einen-Nacht.html<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>HIStory: Die Bombardierung Dresdens heute vor 80 Jahren<\/strong><br \/>\nDer Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erl\u00e4utert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, in einen geschichtlichen Kontext gebracht.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/tube4.apolut.net\/w\/92zS57kEH8w2fNketSp81Z?start=1s\">https:\/\/tube4.apolut.net\/w\/92zS57kEH8w2fNketSp81Z?start=1s<\/a><br \/>\nDas Thema heute: Die Bombardierung Dresdens im Februar 1945<br \/>\nIn unserer heutigen Folge von HIStory fragen wir, ob die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg gegen deutsche St\u00e4dte legitime Kriegshandlungen im Sinne des V\u00f6lker- und Kriegsrechtes sind. Oder ob es sich hier nicht doch um einen illegitimen Akt von V\u00f6lkermord handelt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Haager Konvention von 1907 besagt unmissverst\u00e4ndlich in Artikel 23: \u201eDas Luftbombardement, das zum Zweck hat, die Zivilbev\u00f6lkerung zu terrorisieren oder das Privateigentum, das keinen milit\u00e4rischen Charakter hat, zu zerst\u00f6ren oder zu besch\u00e4digen oder Nicht-Kombattanten zu verletzen, ist verboten.\u201c (15)<br \/>\nArtikel 25 verurteilt den Angriff auf nicht verteidigte St\u00e4dte, D\u00f6rfer und Geb\u00e4ude. Die Haager Konvention wurde nie vollst\u00e4ndig ratifiziert, setzte aber schon Ma\u00dfst\u00e4be. Dass das eigene Terrorbombardement gegen Deutschland nicht rechtens war, wussten die Ankl\u00e4ger beim N\u00fcrnberger Kriegsverbrechertribunal ganz genau. Die infamen Bombenangriffe der Nazis gegen Guernica, London, Coventry, Warschau oder Minsk wurden als Anklagepunkte nicht aufgenommen. Denn das w\u00e4re ein Bumerang geworden gegen die Westm\u00e4chte. So gab der Chefankl\u00e4ger der USA, Robert H. Jackson unverbl\u00fcmt zu Protokoll: \u201eDieses Thema w\u00e4re einer Aufforderung zur Erhebung von Gegenbeschuldigungen gleichgekommen, die in dem Prozess nicht n\u00fctzlich gewesen w\u00e4ren.\u201c (16)<br \/>\nDoch soll uns das nicht davon abhalten, einen entscheidenden Anklagepunkt des N\u00fcrnberger Kriegsverbrechertribunals gegen den Naziterror an dieser Stelle anzuf\u00fchren. Im dort formulierten Grundsatz 6(b) hei\u00dft es: \u201eVerletzung der Kriegsgesetze und Kriegsgebr\u00e4uche. Solche Verletzungen umfassen \u2026 Mord, Misshandlung oder Deportation zur Sklavenarbeit \u2026 die mutwillige Zerst\u00f6rung von St\u00e4dten, M\u00e4rkten oder D\u00f6rfern oder jede durch milit\u00e4rische Notwendigkeit nicht gerechtfertigte Verw\u00fcstung.\u201c (17)<br \/>\nWenn wir davon ausgehen, dass eine Rechtsnorm universell g\u00fcltig ist, dann ist ein solcher Anklagepunkt selbstverst\u00e4ndlich auch auf die Gr\u00e4ueltaten der US-amerikanischen und britischen Bomberverb\u00e4nde anwendbar. Oder beanspruchen die USA einen rechtlichen Exzeptionalismus frei nach der Losung der alten R\u00f6mer: Quod licet Iovi, non decet bovi, also: was Jupiter erlaubt ist, geh\u00f6rt sich noch lange nicht f\u00fcr den Ochsen? Wir werden wohl vergeblich auf eine Beantwortung dieser Frage warten. Eric Langenbacher von der Georgetown Universit\u00e4t kommt jedenfalls zu einer unmissverst\u00e4ndlichen Schlussfolgerung: \u201eDie Bombardierung deutscher St\u00e4dte w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges stellte eindeutig eine Verletzung des V\u00f6lkerrechts, der Milit\u00e4rethik und der Kriegskonventionen dar.\u201c (18)<br \/>\nNun ist aus unserer Sicht eine \u201eMilit\u00e4rethik\u201c ein Widerspruch in sich. Und auch die Kriegskonvention ist ein Kodex, an den sich niemand h\u00e4lt. Papier ist geduldig. Die Zeiten des galanten feudalen Kabinettskrieges sind n\u00e4mlich schon lange vorbei. Wir leben im Zeitalter des Totalen Krieges. Der industriellen Vernichtung von G\u00fctern und Menschen. Was Dresden angetan wurde, wird heute Baghdad, Kabul oder dem Jemen angetan. Die Logik des Totalen Krieges zieht sich wie ein roter Faden durch die j\u00fcngere Geschichte. Und wir erlauben es durch unsere Passivit\u00e4t jeden Tag aufs Neue. M\u00f6glich und machbar ist alles was widerstandslos geduldet wird.<br \/>\nWenn jetzt das westliche \u201eVerteidigungs\u201cb\u00fcndnis NATO die Generalprobe f\u00fcr den n\u00e4chsten Totalen Krieg mit dem Gro\u00dfman\u00f6ver Defender 2020 auf deutschem Boden durchf\u00fchrt, sollten wir Zivilisten deutlich machen, dass wir ein weiteres Massaker an Zivilisten nicht zulassen werden. Begangene Verbrechen wie die Bombardierung Dresdens im Nachhinein \u00fcber einen geschmacklosen Bodycount oder \u00fcber gravierende Geschichtsf\u00e4lschungen zu verharmlosen, sollen uns nur kommende Kriege schmackhaft machen. Der n\u00e4chste Krieg beginnt mit dem Kampf um die Deutung der vergangenen Kriege.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.2.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apolut.net\/history-die-bombardierung-dresdens-heute-vor-80-jahren\/\">https:\/\/apolut.net\/history-die-bombardierung-dresdens-heute-vor-80-jahren\/<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>(3) Vor 80 Jahren versank Dresden im Feuerregen<\/strong><br \/>\nVom 13. bis 15. Februar 1945 wurde Dresden in Grund und Boden gebombt von britischen und amerikanischen Bomberstaffeln \u2013 \u00fcber 3.000 Tonnen Bomben fielen. Nochmal 3.000 Tonnen wurden am 17. April abgeworfen. Die Historiker berichten von bis 275.000 Toten (Rotes Kreuz), andere Quellen nennen \u201enur\u201c 135 000 Todesopfer (aktuelle Infos dazu siehe hier). Aber anscheinend waren das einigen \u201elinken\u201c (?) Genossen der Zeitgeschichte nicht die \u201crichtigen\u201d Toten. Es seien n\u00e4mlich schlechte Deutsche gewesen \u2013 meinen Dresdens Linke beziehungsweise die Linke insgesamt. Diese Querk\u00f6pfe schrieben 2022 ernsthaft: \u201eDie Bombenangriffe waren n\u00f6tig\u201c \u2013 um den Nationalsozialismus zu besiegen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/jungefreiheit.de\/politik\/deutschland\/2022\/dresden-linksextremisten-schaenden-mahnmal-fuer-bombentote\/\">https:\/\/jungefreiheit.de\/politik\/deutschland\/2022\/dresden-linksextremisten-schaenden-mahnmal-fuer-bombentote\/<\/a><br \/>\nDie Toten seien keine Opfer, sondern \u201cT\u00e4terinnen und T\u00e4ter\u201d gewesen. Dresdens Bombentote im kollektiven Gedenken zu betrauern sei daher falsch. Deshalb sch\u00e4ndeten diese Querdenker der anderen Art die Skulptur \u201c<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dresden-nur-vandalismus\/\">Trauerndes M\u00e4dchen im Tr\u00e4nenmeer<\/a>\u201d auf dem Dresdner Heidefriedhof.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dresden.de\/de\/rathaus\/aktuelles\/pressemitteilungen\/2022\/01\/pm_080.php?pk_campaign=RSS&amp;pk_kwd=news\">https:\/\/www.dresden.de\/de\/rathaus\/aktuelles\/pressemitteilungen\/2022\/01\/pm_080.php?pk_campaign=RSS&amp;pk_kwd=news<\/a><\/p>\n<p>Von einem Gro\u00dfteil der deutschen Medien wurde dieses Sch\u00e4ndung verschwiegen \u2013 obwohl das Gedenken an Dresden dem gr\u00f6\u00dften Verbrechen an Fl\u00fcchtlingen auf deutschem Boden gilt. In der Tat: Rund 100.000 der damals in Dresden Ausharrenden waren Fl\u00fcchtlinge. Allerdings keine exotischen aus aller Herren L\u00e4nder, sondern ostdeutsche Binnenfl\u00fcchtlinge, auf der Flucht im eigenen Land. Sie kamen auch nicht aus freien St\u00fccken, sondern waren vertriebene Landsleute auf der Flucht vor der vordringenden Roten Armee. Warum aber quoll ausgerechnet Dresden fast \u00fcber mit rund 20 Prozent Vertriebenen? Die Stadt war ein Eisenbahnknotenpunkt, weshalb viele der heimat- und besitzlosen Vertriebenen, die mit der noch funktionierenden Bahn Richtung Westen flohen, in Dresden Zwischenstation machen mussten, um dann \u00fcber das noch intakte Schienennetz weiter nach Westen verfrachtet zu werden. Wer in den Z\u00fcgen keinen Platz fand, floh \u00fcber die Landstra\u00dfen.<\/p>\n<p>Sie hofieren die heutigen Fl\u00fcchtlinge und verachten die damaligen<br \/>\nIn \u201eDer Untergang Dresdens \u2013 Feuersturm 1945\u201c (einem Buch des zwar revisionistischen und rechtsextremen, in diesem Punkt aber auf authentische Zeugenschilderungen zur\u00fcckgreifenden britischen Autors David Irving) hei\u00dft es : \u201eAm Nachmittag des 12. Februar erreichte Dresden mit der Ankunft der letzten Fl\u00fcchtlinge aus dem Osten seine h\u00f6chste Einwohnerzahl. Die ersten Fl\u00fcchtlingsz\u00fcge nach dem Westen sollten einige Tag sp\u00e4ter eingesetzt werden. Noch immer str\u00f6mten Fl\u00fcchtlingskolonnen zu Fu\u00df und dichtgedr\u00e4ngt auf Pferdewagen nach Dresden hinein, ein ununterbrochener Menschenstrom w\u00e4lzte sich auf der Autobahn aus dem Osten heran.\u201c Viele Neuangekommene hielten sich noch ungesch\u00fctzt in Parks und auf vielen Pl\u00e4tzen sowie den Elbwiesen auf, bevor sie dann nach drei Tagen weiterziehen sollten. Gerade dann setzte das Bombardement ein. In den Bombenkellern fanden die Fremden kaum Schutz.<\/p>\n<p>Die Herzen der politischen Querk\u00f6pfe schlagen nur f\u00fcr die heutigen Fl\u00fcchtlinge; die damaligen Fl\u00fcchtlinge, Vertriebene des eigenen Volkes, verachten sie als \u201eT\u00e4ter\u201c. Hohlk\u00f6pfe k\u00f6nnen solche Leute nicht sein \u2013 denn ihre Hirne sind erf\u00fcllt von pathologischem Gedankengut. Wobei dieser Begriff nicht passt, denn was soll an solchen Gedanken gut sein? Es sind wohl eher Anf\u00e4nge von Schizophrenie, denn ein Bewusstsein muss schon sehr gespalten sein, wenn solche Leute aktuell alles in Bewegung setzen, um vermeintliche Fl\u00fcchtlinge ins Land zu holen, und vertriebenen Landsleuten im Nachhinein den Tod w\u00fcnschten.<\/p>\n<p>Tiefes Trauma<br \/>\nWarum mich Dresden besch\u00e4ftigt und mental so \u201emitnimmt\u201c: Mein Vater war w\u00e4hrend des Bombenangriffs in Dresden, einen kleinen Teil seines Augenzeugenberichts m\u00f6chte ich wiedergeben. Er war bei der Luftwaffe und wurde am 10. Januar 1945 zum Fliegerhorst Dresden-Klotzsche abkommandiert, um das Ostragehege f\u00fcr die JU 52 start- und landetauglich zu machen. Anscheinend war es nur eine Frage der Zeit, dass der bisherige Flugplatz Klotzsche zerst\u00f6rt werden w\u00fcrde. \u00dcberlebende Soldaten mussten von der Ostfront zur\u00fcckgeholt werden. Zur Fertigstellung dieses geplanten weiteren Behelfsflugplatzes kam es aber nicht mehr. Daher wurde mein Vater abkommandiert, f\u00fcr das Radar zur Meldung von bevorstehenden Luftangriffen die riesigen Antennen \u00fcber den D\u00e4chern der Stadt zu verlegen. Seine weitere, angenehmere Nebenbesch\u00e4ftigung: Er wurde auserkoren, den Offizieren und \u201eh\u00f6heren Tieren\u201c die Eintrittskarten f\u00fcr die Opern besorgen. Die Karten f\u00fcr Abende an Fastnacht und Aschermittwoch jedoch bekam er von diesen geschenkt, um sie weiterzugeben oder auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Nachtr\u00e4glich betrachtet lag der Grund f\u00fcr diese Gro\u00dfz\u00fcgigkeit im Datum 13.\/14. Februar: Die Milit\u00e4rs wussten anscheinend ziemlich genau, was ihnen bevorstehen w\u00fcrde, und setzten sich ab.<\/p>\n<p>Was dann kam, k\u00f6nnte bei meinem Vater ein tiefes Trauma ausgel\u00f6st zu haben, denn er sprach auch in unpassenden Momenten davon. Zuerst wurden die Angriffsziele ausgeleuchtet, indem sogenannte \u201eChristb\u00e4ume\u201c abgeworfen wurden. Dann fielen die Sprengbomben, damit anschlie\u00dfend Brandbomben aus Phosphor den Rest besorgten.<\/p>\n<p>Apokalyptische Zerst\u00f6rung<br \/>\nDie Menschen irrten orientierungslos kreuz und quer durch die Stra\u00dfen auf der Suche nach Angeh\u00f6rigen oder Bekannten. Wer nicht aus den Kellern herauskam, erstickte darin. Mein Vater stellte sich wie ein Schupo auf eine Kreuzung und wollte die Menschen zum Elbufer dirigieren, weil der Wind dort noch f\u00fcr gen\u00fcgend Sauerstoff sorgte. Aber viele rannten in die falsche Richtung und wurden teilweise vom Feuersturm in die Glutzentren gerissen. Nach jenem Inferno waren Tausende Opfer aus den Kellern zu holen, er watete kn\u00f6cheltief in Fett und Leichenwasser der durch Hitze f\u00f6rmlich ger\u00f6steten Menschen, die wie Mumien aussahen, aber kleiner waren. Viele waren auf den Stra\u00dfen erstickt und mit dem hei\u00dfen Asphalt verschmolzen. Andere suchten Rettung in Feuerl\u00f6schbecken und wurden darin gesiedet. In den Tagen nach den britisch-amerikanischen Bombenangriffen wurden die menschlichen \u00dcberreste auf zerst\u00f6rten Eisenbahnschienen und -schwellen aufgeschichtet und verbrannt, um Seuchen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Wozu diese apokalyptische Zerst\u00f6rung und dieser Massenmord? Milit\u00e4risch war Dresden nicht (mehr) bedeutend. Es ging den Strategen in London und den USA allein um die Demoralisierung der Bev\u00f6lkerung. Die Kampfkraft des deutschen Heeres war bereits gebrochen und Piloten waren schon so dezimiert, dass sogar mein Vater zur Bomberabwehr eingesetzt wurde \u2013 er war zwar Sportflieger, hatte aber keinerlei milit\u00e4rische Pilotenausbildung. Bei Adolf Hitler war die Strategie der Demoralisierung letztendlich erfolgreich \u2013 wenn er denn je eine Moral hatte: Er nahm sich am 30. April 1945 das Leben, nachdem er zuvor befunden hatte, das deutsche Volk habe seinen eigenen Untergang verdient. Menschenverachtung pur.<\/p>\n<p>Fortschreitende Blindheit<br \/>\nDas Verm\u00e4chtnis Hitlers, \u00fcberliefert durch Albert Speer: \u201cDas Volk h\u00e4tte sich als das schw\u00e4chere erwiesen und dem st\u00e4rkeren Ost-Volk geh\u00f6re dann ausschlie\u00dflich die Zukunft. Was nach dem Kampf \u00fcbrigbliebe, seien ohnehin nur die Minderwertigen; denn die Guten seien gefallen.\u201c Mit anderen Worten: Nur tote Deutsche waren \u201egute\u201c Deutsche. Erg\u00e4nzend hierzu Goebbels: \u201cDas deutsche Volk hat versagt, es hat das Schicksal verdient, das es jetzt erwartet.\u201c Er wiederholt damit, was Hitler bereits zuvor, noch einmal drastischer, gegen\u00fcber einem hohen SS-Offizier gesagt hatte: \u201cUnterliegt das deutsche Volk, dann soll es krepieren und dem biologisch St\u00e4rkeren Platz machen\u201d (nur eine Quelle von vielen).<\/p>\n<p>So schlie\u00dft sich der Kreis zwischen den einstigen Nationalsozialisten und den heutigen, die eigene deutsche Nation verleugnenden Linksextremen, die \u00fcbereinstimmend der heimischen Bev\u00f6lkerung den Tod w\u00fcnschten. Deren Menschenverachtung scheint auf einer \u00e4hnlichen Ideologie wie derjenigen der Nazis zu fu\u00dfen. Sind diese selbsterkl\u00e4rten Antifaschisten nun Altnazis oder Neonazis? H\u00e4ngen sich solche Leute nur das linke M\u00e4ntelchen um, damit sie vor dem Verfassungsschutz Ruhe haben? Dessen Auftrag lautete bereits zu Merkels Zeiten, aber seit der Ampel-Regierung noch sch\u00e4rfer, sich um Rechtsextreme zu \u201ck\u00fcmmern\u201d. Und wer nur den Toten der Weltkriege gedenkt, l\u00e4uft inzwischen Gefahr, in diese Ecke gestellt zu werden. Wie weit ist die Blindheit bestimmter Augen fortgeschritten?<\/p>\n<p>Die Dresdner haben verinnerlicht, was Krieg bedeutet<br \/>\nDer \u201cMitteldeutsche Rundfunk\u201d strahlte diesen Montag anl\u00e4sslich 80. Jahrestag der Zerst\u00f6rung von Dresden ein Filmdrama aus. Die englischen Bomberpiloten wurden von den Befehlshabern unter Marshal Arthur (\u201cBomber-\u201d)Harris mit Falschinformationen versorgt, um ihr grausames Handwerk \u00fcberhaupt mental aus\u00fcben zu k\u00f6nnen. Das bekannte Archivbild der Zerst\u00f6rung (siehe Beitragsbild oben) zeigt den sp\u00e4teren Zustand, auf dem Stra\u00dfen bereits ger\u00e4umt sind. Gegen diesen damaligen Bombenkrieg jedenfalls erscheint der Stellvertreterkrieg der Ukraine mit Russland nicht mehr als ein gr\u00f6\u00dferes Man\u00f6ver, ein Gepl\u00e4nkel zu sein, dem allerdings leider schon viel zu viele zum Opfer fielen.<\/p>\n<p>Beten wir daf\u00fcr, dass sich bei der Bundestagswahl nicht jene durchsetzen, die wieder einmal auf den Endsieg setzen, egal welche Opfer es am Ende noch fordern w\u00fcrde! Sei es durch die Kosten einer unn\u00f6tigen, noch st\u00e4rkeren Aufr\u00fcstung, als diese ohnehin schon der Fall ist,<br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/379080\/umfrage\/vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/379080\/umfrage\/vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands\/<\/a> oder durch das reale Risiko einer Eskalation des Ukrainekrieges, der dann gar wieder einmal in deutsche St\u00e4dte getragen werden k\u00f6nnte. Denn ein potenzielles und aus russischer Sicht legitimes Ziel f\u00fcr die Hyperschallraketen Russlands w\u00fcrden wir durch die neue Stationierung von US-Mittelstreckenraketen hier in Deutschland durchaus abgeben.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dresden-nur-vandalismus\/\">https:\/\/esut.de\/2024\/07\/meldungen\/51654\/stationierung-von-us-mittelstreckenraketen-in-deutschland-ab-2026\/<\/a><\/p>\n<p>Immerhin: Die Einwohner Dresdens scheinen ihre \u201cLektion\u201d vor 80 Jahren gelernt zu haben: Bei der letzten Stadtratswahl 2024 wurde die AfD st\u00e4rkste Fraktion \u2013 als Partei, die nicht zu den Kriegstreibern geh\u00f6rt. Auch das BSW erzielte in Dresden kriegsgeschichtsbewusst aus dem Stand heraus 7,2 Prozent.<br \/>\n13.2.2025, Albrecht K\u00fcnstle, Herbolzheim, a.kuenstle@gmx.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dresden, schon immer im &#8222;verlorenen Dreieck&#8220; gelegen, f\u00fcr die Kriegsindustrie ohne jede Bedeutung, ist am 13. Februar 1945 von Englischen Bombern in Schutt und Asche gelegt worden. 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