{"id":13082,"date":"2012-10-15T17:41:45","date_gmt":"2012-10-15T15:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=13082"},"modified":"2012-10-15T21:47:52","modified_gmt":"2012-10-15T19:47:52","slug":"strompreiserhoehung-2013-eeg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/strompreiserhoehung-2013-eeg\/","title":{"rendered":"Strompreiserhoehung 2013 EEG"},"content":{"rendered":"<p>Wieder einmal werden die <a title=\"Erneuerbare100Prozent\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiepolitik\/erneuerbare100prozent\/\">Erneuerbaren Energien<\/a>\u00a0zum S\u00fcndenbock f\u00fcr Strompreiserh\u00f6hungen erkl\u00e4rt. Es ist richtig, im Jahr 2013 steigen die <a title=\"EWS-Schoenau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/ews-schoenau\/\">Strompreise<\/a> ganz geh\u00f6rig, aber rund 60 % der Preiserh\u00f6hungen haben nichts mit den <a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Erneuerbaren Energien<\/a> zu tun, sondern mit der Erh\u00f6hung von Netzentgelten, Abgaben und Steuern. Zum 1. Januar wird die <a title=\"EEG\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/eeg\/\">EEG Umlage <\/a>netto um rund 1,7 Cent\/kWh gesteigert &#8211; von rund 3,6 Cent\/kWh im Jahr 2012 auf rund 5,3 Cent\/kWh im Jahr 2013. <!--more-->Allerdings sind die B\u00f6rsenpreise durch die Einspeisung vor allem der Solarenergie um mindestens 0,6 Cent\/kWh gefallen (sogenannter Merit Order Effekt). Verrechnet man nun diese Einsparung beim Strompreis, die ja durch die Erneuerbaren verursacht wurde, so betr\u00e4gt die Steigerung der EEG Umlage rund 1,1 Cent\/kWh. \u00dcberdies werden im Jahr 2013 allein 1,3 Cent der EEG Umlage daraus resultieren, dass sogenannte stromintensive Unternehmen von der Umlage befreit werden. W\u00fcrde dieses Privileg gestrichen, m\u00fcsste die EEG Umlage nicht steigen, sondern k\u00f6nnte sogar leicht gesenkt werden. Schon seit Wochen wird bei den zu erwartenden Strompreiserh\u00f6hungen im Jahr 2013 fast ausschlie\u00dflich von der EEG Umlage gesprochen und geschrieben. Dabei werden sozusagen im Geleitzug, aber gut versteckt, weitere Strompreiskomponenten erh\u00f6ht bzw. neu eingef\u00fchrt. Allen voran die Netzentgelte &#8211; im bundesweiten Schnitt um 0,6 bis 0,7 Cent pro Kilowattstunde. Diese Erh\u00f6hung kann zum derzeitigen Stand nicht auf den Ausbau der Erneuerbaren zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Damit nicht genug: zum 1. Januar 2013 wird eine neue Umlage eingef\u00fchrt, die sogenannte Offshore-Haftungsumlage. Diese soll zur Absicherung des Netzanschlusses f\u00fcr Offshore-Windparkprojekte dienen und betr\u00e4gt 0,25 Cent\/kWh, die der Verbraucher auf seiner Stromrechnung wiederfindet <span style=\"font-family: Arial; color: #3366ff; font-size: x-small;\"><span style=\"font-family: Arial; color: #3366ff; font-size: x-small;\"><span style=\"font-family: Arial; color: #3366ff; font-size: x-small;\">. <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: x-small;\">Die EWS lassen zurzeit eine Klage gegen die Haftungsumlage <\/span>pr\u00fcfen, da es nicht nachvollziehbar ist, dass die Netzanbindungsrisiken bei den Offshore-Windkraftprojekten der Energiekonzerne von der Allgemeinheit zu tragen sind, wohingegen beispielsweise B\u00fcrgerwindparks diese Risiken selbst zu tragen haben. Betrachtet man hier auch noch die jahrelang garantierten hohen Verg\u00fctungen von bis zu 19 Cent f\u00fcr Offshore-Wind, die \u00fcber den durchschnittlichen aktuellen Einspeiseverg\u00fctungen der Photovoltaik liegen, entsteht der Eindruck, dass der B\u00fcrger jegliche Risiken f\u00fcr das Engagement der Energiekonzerne bei den Erneuerbaren \u00fcbernehmen soll. Dar\u00fcber hinaus gibt es noch die 2012 eingef\u00fchrte \u00a7 19 StromNEV Umlage, die daraus resultiert, dass stromintensive Unternehmen nur reduzierte Netzentgelte zahlen m\u00fcssen oder von den Netzentgelten sogar ganz befreit werden. Im Jahr 2012 mit 0,15 Cent\/kWh, f\u00fcr das Jahr 2013 ist eine Steigerung um 0,30 Cent vorgesehen. (die EWS klagen bereits gegen die \u00a7 19 Umlage beim OLG D\u00fcsseldorf)\u00a0. Durch all diese Erh\u00f6hungen verdient der Staat t\u00fcchtig mit: Allein durch Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer von 0,43 Cent pro Kilowattstunde nimmt der Staat 2013 rund 2 Milliarden Euro mehr ein. 59 % der gesamten Strompreiserh\u00f6hung entfallen somit auf Netzentgelte, Abgaben und Steuern, 41 % auf die EEG Umlage. So entsteht der Verdacht, dass die Regierung in Berlin den vier gro\u00dfen Energiekonzernen den Verlust ihrer Atomkraftwerke im Nachhinein vers\u00fc\u00dfen will. Sie hilft aktiv mit, die veralteten zentralen Strukturen wieder zu verfestigen. Der Energiewende, die \u00fcberaus erfolgreich begonnen hat \u2013 jede vierte Kilowattstunde unseres Stroms wird schon heute umweltfreundlich durch das breite finanzielle Engagement der B\u00fcrger hergestellt &#8211; soll so ein j\u00e4hes Ende bereitet werden. Es ist der Versuch, die gerade erst begonnene Demokratisierung der Energieversorgung wieder zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Auch wenn die jetzige Berliner Politik wieder einen Kurswechsel \u2013 \u201eeine Rolle r\u00fcckw\u00e4rts&#8220; \u2013 erzwingen will, so l\u00e4sst sich heute das Rad, hin zu einer innovativen und dezentralen Energieversorgung, nicht mehr zur\u00fcckzudrehen. Die rasant wachsende B\u00fcrgerbeteiligung hat eine solche Dynamik erreicht, dass sie zum entscheidenden Motor der Energiewende geworden ist. Es ist richtig, wenn die EEG Einspeise-Verg\u00fctungen in dem Ma\u00df abgesenkt werden, wie z.B. die Produktion von Solarmodulen oder Windkraftanlagen g\u00fcnstiger werden, jedoch m\u00fcssen Absenkungen verl\u00e4sslich vorhersehbar sein. Vor allem aber m\u00fcssen die Kosten des EEG gerecht verteilt werden &#8211; nur dann kann das gesamtgesellschaftliche Projekt der Energiewende gelingen. Daher ist es unverantwortlich, das EEG f\u00fcr politische Zwecke zu missbrauchen, um Keile zwischen die Akteure der Energiewende zu treiben. Wer die Energiewende wirklich will, muss seine B\u00fcrgern an dieser fair beteiligen und nicht im Interesse von alten Konzernstrukturen zum Zahlmeister degradieren.<br \/>\n15.10.2012, <a title=\"EWS-Schoenau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/ews-schoenau\/\">EWS Elektrizit\u00e4tswerke Sch\u00f6nau <\/a>Vertriebs GmbH, Sebastian Sladek<\/p>\n<p><strong>Strom sparen &#8211; Energiesparen<\/strong><br \/>\nDer Umwelt\u00f6konom Gawel betont die\u00a0beabsichtigte Steuerungswirkung der \u00d6kostromumlage &#8211;\u00a0es ist politisch gewollt, dass der Strompreis steugt: Der Anteil am \u00d6kostrom soll zunehmen und der\u00a0Stromverbrauch soll um 25 Prozent sinken. Einerseits F\u00f6rderung erneuerbarer Energien udn andererseits Energiesparen.<br \/>\nLaut Bundesnetzagentur w\u00e4hlten im Jahr 2010 um die 43 Prozent der Haushalte den Grundversorgungstarif, d.h. sie verzichten auf den problemlosen Wechsel in einen g\u00fcnstigeren Tarif des gleichen Anbieters (Geld sparen unerw\u00fcnscht). Dies zeigt, dass der Leidensdruck vieler Deutscher noch nicht gro\u00df ist.<br \/>\n15.10.2012, Ekke<\/p>\n<p align=\"left\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder einmal werden die Erneuerbaren Energien\u00a0zum S\u00fcndenbock f\u00fcr Strompreiserh\u00f6hungen erkl\u00e4rt. 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