{"id":12998,"date":"2012-10-13T20:30:19","date_gmt":"2012-10-13T18:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=12998"},"modified":"2012-10-13T20:30:19","modified_gmt":"2012-10-13T18:30:19","slug":"stegen-3-buergerforum-lebensraeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/stegen-3-buergerforum-lebensraeume\/","title":{"rendered":"Stegen 3. Buergerforum Lebensraeume"},"content":{"rendered":"<p>Viele Menschen in <a title=\"Stegen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stegen\/\">Stegen<\/a> machen sich Gedanken dar\u00fcber, wie sie im Alter in W\u00fcrde in Stegen leben k\u00f6nnen. Das zeigt die hohe R\u00fccklaufquote der gro\u00dfen Fragebogenaktion, die \u201eMiteinander Stegen e.V.\u201c zusammen mit der Gemeinde im vergangenen Fr\u00fchjahr durchf\u00fchrte. Ergebnisse der B\u00fcrgerumfrage: Eine gro\u00dfe Mehrheit w\u00fcnscht sich, den <a title=\"Senioren\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/senioren\/\">Lebensabend <\/a>im eigenen Haushalt verbringen zu k\u00f6nnen. Nur ein Drittel jedoch glaubt, dass dies in der Realit\u00e4t tats\u00e4chlich funktionieren wird. Dies sei ein krasses Auseinanderfallen von Wunsch und Realit\u00e4t \u2013 so Dr. Hans-G\u00fcnter Schirdewahn, der die Umfrage auf dem dritten B\u00fcrgerforum im Detail vorstellte. Das Fazit daraus sei, dass das <a title=\"Nachbarschaft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/quartier\/nachbarschaft\/\">soziale Unterst\u00fctzungsnetz <\/a>ausgebaut werden m\u00fcsse!<!--more--><br \/>\nGest\u00fctzt wird diese Schlussfolgerung durch weitere Umfrageergebnisse. W\u00e4hrend Hilfsangebote f\u00fcr Jugendliche, junge Familien und Kleinkinder in Stegen erkennbar wahrgenommen w\u00fcrden, fehle es an Hilfen f\u00fcr kranke, pflegebed\u00fcrftige, einsame und demente Menschen. Hier bestehe ein hoher Nachholbedarf, so Schirdewahn.<br \/>\n\u201eMiteinander Stegen e.V.\u201c gr\u00fcndete sich, um das soziale Netz in Stegen enger zu kn\u00fcpfen und zwar auf ehrenamtlicher Basis. Was schon von Anfang an gef\u00fchlt vorhanden war, ist durch die Umfrage jetzt auch statistisch erh\u00e4rtet: es mangelt in Stegen an Tagesbetreuungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr pflegebed\u00fcrftige und demente Menschen und es fehlt ein Betreuungsangebot f\u00fcr Schwerstpflegebed\u00fcrftige. Diese Defizite k\u00f6nnen ehrenamtlich nicht gestemmt werden, hier sind professionelle Angebote n\u00f6tig. Ziel von \u201eMiteinander Stegen\u201c ist deshalb die Verwirklichung des Projekts \u201eLebensr\u00e4ume\u201c, des Baus eines Mehrgenerationenhauses mit Tagesbetreuungsangebot und moderner Wohngemeinschaft f\u00fcr demente und pflegebed\u00fcrftige Menschen.<\/p>\n<p>Organisationsform \u201eGenossenschaft\u201c<br \/>\nDie Initiatoren des Projekts haben ihre F\u00fchler schon in verschiedenste Richtungen ausgestreckt und Kontakt zu anderen, vergleichbaren Projekten aufgenommen. Auf dem B\u00fcrgerforum wurden deshalb verschiedene Organisationsformen der Umsetzung eines solchen Projektes durchleuchtet. Franz Held, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der WOGE e.V. im Freiburger Stadtteil Vauban empfahl f\u00fcr die Realisierung dieses Projekts die Gr\u00fcndung einer B\u00fcrgergenossenschaft.\u00a0 Das genossenschaftliche Modell kn\u00fcpfe an die traditionellen genossenschaftlichen Ideale der demokratisch organisierten Selbsthilfe an. \u00a0Im Mittelpunkt st\u00fcnden die Genossenschaftsmitglieder und das Bauprojekt, deshalb sei das A und O einer Genossenschaft Transparenz und Beteiligung der Mitglieder in allen Entscheidungsprozessen nach dem Prinzip \u201eone man, one vote\u201c, wonach jedes Mitglied auch stimmberechtigt ist.<\/p>\n<p>B\u00fcrgergenossenschaft als soziale Geldanlage<br \/>\nDamit dieses B\u00fcrgerprojekt Wirklichkeit wird, braucht es Geld, viel Geld. Die Organisationsform der Genossenschaft w\u00fcrde den B\u00fcrgern und allen Interessierten die M\u00f6glichkeit einer sozialen Geldanlage bieten. Statt sein Geld bei einer Bank anzulegen, k\u00f6nnen der B\u00fcrgergenossenschaft Darlehen gew\u00e4hrt werden, die auch markt\u00fcblich verzinst werden. Viele solcher B\u00fcrger-Darlehen w\u00fcrden den Aufbau des Projektes \u201eLebensr\u00e4ume\u201c erm\u00f6glichen und damit in Stegen eine Infrastruktureinrichtung schaffen, die allen, die auf Hilfe angewiesen sind, zu gute kommen kann.<br \/>\nDie Reaktion der anwesenden B\u00fcrger war verhalten. Ermutigend sind jedoch die Ergebnisse der B\u00fcrgerbefragung. 80 % der Befragten gaben an, gerne einen Beitrag f\u00fcr ein verbessertes Betreuungsnetzes leisten zu wollen, nahezu die H\u00e4lfte davon ganz praktisch als Helfer. \u00dcber ein Drittel, immerhin fast dreihundert, w\u00fcrde sich auch finanziell engagieren.\u00a0 Um das Projekt nun wirklich anzuschieben, schl\u00e4gt Franz Held die Gr\u00fcndung einer Projekt-Genossenschaft als Vorstufe zur Genossenschaft vor. Nach einer dreimonatigen Phase in der eine Projektstudie erstellt w\u00fcrde, mit der das Projekt auf seine Realisierbarkeit \u00fcberpr\u00fcft wird, k\u00f6nne dann die Grundsatzentscheidung \u201eF\u00fcr\u201c oder \u201eGegen\u201c das Projekt gef\u00e4llt werden und die B\u00fcrgergenossenschaft gegr\u00fcndet werden. \u201eWenn sie so weit sind, dann gibt es nur noch \u201eGo!\u201c. Dann l\u00e4uft das Projekt von selbst!\u201c ermutigt Franz Held die Zuh\u00f6rer. Ermutigend ist auch, dass die Gemeinde dieses Projekt unterst\u00fctzt. B\u00fcrgermeister Siegfried Kuster betont, dass sich die Gemeinde auf jeden Fall mit einbringen werde. Denkbar w\u00e4re, dass die Gemeinde f\u00fcr das Projekt ein Grundst\u00fcck zur Verf\u00fcgung stellt, das sich in Gemeindebesitz und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pater-Middendorf-Seniorenanlage befindet.<br \/>\n14.10.2012, Dagmar Engesser, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Menschen in Stegen machen sich Gedanken dar\u00fcber, wie sie im Alter in W\u00fcrde in Stegen leben k\u00f6nnen. Das zeigt die hohe R\u00fccklaufquote der gro\u00dfen Fragebogenaktion, die \u201eMiteinander Stegen e.V.\u201c zusammen mit der Gemeinde im vergangenen Fr\u00fchjahr durchf\u00fchrte. 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