{"id":12570,"date":"2012-10-09T11:41:36","date_gmt":"2012-10-09T09:41:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=12570"},"modified":"2012-10-09T11:51:47","modified_gmt":"2012-10-09T09:51:47","slug":"energiewende-humor-ews-frank-sauer-bernward-janzing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energiewende-humor-ews-frank-sauer-bernward-janzing\/","title":{"rendered":"Energiewende, Humor, EWS &#8211; Frank Sauer, Bernward Janzing"},"content":{"rendered":"<p>Erst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen: Nach diesem Motto gab es am Donnerstagabend in der gut besuchten <a title=\"EWS-Schoenau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/ews-schoenau\/\">EWS<\/a>-Halle eine Kombination aus <a title=\"Energiepolitik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiepolitik\/\">Fachvortrag<\/a> und Kabarett. Im ersten Teil sprach der Energie-Fachjournalist Bernward Janzing \u00fcber die Geschichte und Entwicklung der <a title=\"Solar\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/solar\/\">Solarenergie<\/a>; danach pustete der Kabarettist Frank Sauer mit satirischen \u00d6ko-Granteleien die K\u00f6pfe durch. Zwischen den &#8222;Sach- und Lachvortr\u00e4gen&#8220; st\u00e4rkten sich die Besucher beim Catering einer Sch\u00fclergruppe des Sch\u00f6nauer Gymnasiums. Diese &#8222;<a title=\"Bildung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/\">Bildungsoffensiv<\/a>e auf drei Ebenen&#8220;, wie es Eva Stegen nannte, war ein erstmaliges Experiment. Die Idee funktionierte, <!--more-->denn Janzings Vortrag erwies sich als spannender, kurzweiliger und informativer R\u00fcckblick auf 60 Jahre Solarenergie. Als &#8222;Welterkl\u00e4rer erster G\u00fcte&#8220; k\u00fcndigte Stegen den preisgekr\u00f6nten Energieexperten an, der es hervorragend verstand, komplexe Sachverhalte verst\u00e4ndlich und griffig r\u00fcberzubringen. In Passagen und Bildern aus seinem Buch &#8222;Solare Zeiten&#8220; beschrieb der Autor, wie mit der Erfindung der Solarzelle die Geschichte des &#8222;Stroms aus Sonnenlicht&#8220; begonnen hat. In den Anfangszeiten interessierte sich nur eine Branche daf\u00fcr: Die Raumfahrtforschung, die den ersten Satelliten mit einer Minisolarzelle ausstattete. Mit der \u00d6lkrise wurde die &#8222;Energie der Zukunft&#8220; auch auf der Erde zunehmend interessant, zumal Alternativen zum \u00d6l gesucht wurden.<br \/>\nDie zweite entscheidende Schiene, die die Solarenergie voranbrachte, war laut Janzing die Anti-Atomkraftbewegung. Aus diesen Widerstands- und Protestgruppen formierten sich T\u00fcftler, es entstand die erste Sonnenenergie-Ausstellung in Sasbach, am Kaiserstuhl wurden erste professionelle Kollektoren gebaut. In der Schweiz f\u00fchrte man bei der &#8222;Tour de Sol&#8220; Solarfahrzeuge vor, 1979 wurde die Solarenergie ans Netz gebracht. Der Autor war in der Pause am B\u00fccherstand gerne zu vertiefenden Gespr\u00e4chen bereit.<\/p>\n<p>Biosprit-, Atom- und andere Alltagsl\u00fcgen. Nahtlos ging es dann weiter mit dem Kleinkunstpreistr\u00e4ger Frank Sauer, der sich in seinem Programm &#8222;Lieber L\u00fcgen als kurze Beine&#8220; die Biospritl\u00fcge, die Atoml\u00fcge und die Klassiker unter den Alltagsl\u00fcgen vornahm, wie er sagte. Ironisch, schwarzhumorig und wortwitzig entlarvte der scharfz\u00fcngige Schnell- und Querdenker verlogene Scheinwelten unserer Zeit, das Doping, die Macht der Sponsoren, das Big Business im Sport. So malte Sauer aus, wie Fu\u00dfballer nach Sponsoren umbenannt werden und als Mario Siemens und Miroslav Mannesmann in der &#8222;Sagrotansch\u00fcssel&#8220; kicken.<br \/>\nDer gewiefte Satiriker mit dem Glatzkopf kaprizierte sich passend zum Auftrittsort speziell auf das Thema \u00d6kologie, Umwelt, Energiefragen. Mit grauem Filzhut spielte er den schw\u00e4bischen Grantler, der im brummeligen Ton seine Vorstellungen von \u00d6ko, Bio, Naturschutz und Energiesparen unter die Leute brachte. Auf urig polternde Art erkl\u00e4rt er, wie er unter der Dusche Wasser spart, beim Einkauf nur ein kleines Plastikt\u00fctchen nimmt und bei Ozonalarm die Stadt verl\u00e4sst, weil er um das heilige Blechle seines Benz f\u00fcrchtet&#8230; Ein kabarettistisches Kabinettst\u00fcck war, wie der Obern\u00f6rgler die Kollektoren und den Strom von der Sonne kommentiert, sich \u00fcber die Energie, &#8222;die nix kostet&#8220;, echauffiert, und dr\u00f6hnt, warum er bei W\u00fchlm\u00e4usen zum militanten Pflanzensch\u00fctzer wird. Auch in anderen Nummern hatte es Sauer mit den Eigenarten der Schwaben und l\u00e4sterte frech \u00fcber die ber\u00fcchtigte Kehrwoche und die &#8222;Knoten&#8220; in der Brezel.<\/p>\n<p>Wo ist das Licht geblieben? Im K\u00fchlschrank! Der &#8222;Location&#8220; gem\u00e4\u00df machte Sauer auch &#8222;Kabarett mit Sendungsauftrag&#8220; und f\u00fchrte in einem temporeichen Crashkurs vor, wie das funktioniert mit der Stromtheorie, der B\u00fchnenphysik, der Lichtgeschwindigkeit. Wo kommt der Strom her, wo geht er hin, wie kommt er in die Steckdose, was macht die Gl\u00fchbirne so hell? Diese Fragen er\u00f6rterte Sauer in einem Exkurs in die Ph\u00e4nomene des Lichts, in die Geheimnisse der Stromerzeugung, in die winzige Welt der Elektronen. Auf der Suche nach dem Versteck des Lichts wird er im K\u00fchlschrank f\u00fcndig: &#8222;Da war&#8217;s!&#8220; Erhellend, Einleuchtend und vergn\u00fcglich war das Doppelpack aus Vortrag und Kabarett.<br \/>\n0.10.2012, Roswitha Frey<\/p>\n<p>Elektrizit\u00e4tswerke Sch\u00f6nau Vertriebs GmbH, Friedrichstr. 53-55, 79677 Sch\u00f6nau<br \/>\nDr. Eva Stegen, <a href=\"https:\/\/www.ews-schoenau.de%3chttp\/\/www.ews-schoenau.de\/\">www.ews-schoenau.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erst die Arbeit, dann das Vergn\u00fcgen: Nach diesem Motto gab es am Donnerstagabend in der gut besuchten EWS-Halle eine Kombination aus Fachvortrag und Kabarett. 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