{"id":125450,"date":"2024-07-19T15:18:08","date_gmt":"2024-07-19T13:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=125450"},"modified":"2024-07-21T14:21:36","modified_gmt":"2024-07-21T12:21:36","slug":"20-juli-1944-frieden-mit-feinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/20-juli-1944-frieden-mit-feinden\/","title":{"rendered":"20.Juli 1944: Frieden mit Feinden"},"content":{"rendered":"<p>Am <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/nazi\/\">20. Juli 2024<\/a> j\u00e4hrt sich das Attentat von Claus Schenk von Stauffenberg auf Adolf Hitler zum 80. Mal. Grund zum <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/erinnerungspolitik\/\">Erinnern<\/a> an die \u00fcber 10 Millionen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/\">Russen<\/a>, die im 2. Weltkrieg durch Deutsche ums Leben kamen. Angeh\u00f6rige von Klaus von Stauffenberg mahnen deshalb in einem Brief: <!--more--><em>&#8222;Als friedfertig erweist sich, wer den \u201eFeinden\u201c von 1944 im Jahr 2024 freundlich gegen\u00fcbertritt.&#8220;<\/em> (siehe (1) unten). Und sie verurteilen die \u00fcble Aufforderung &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/russland-bashing\/\">Russland ruinieren<\/a>&#8220; der deutschen Aussenministerin Annalena Baerbock.<br \/>\n.<br \/>\nWie konnte die Nazi-Diktatur damals in Deutschland Fu\u00df fassen? Der Publizist Henryk M. Broder hat die einfache Antwort (5):<br \/>\n<em><strong>\u201eWenn ihr euch fragt, wie das damals passieren konnte: <\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.\u201c<\/strong><\/em><br \/>\n.<br \/>\nGem\u00e4\u00df der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/entspannungspolitik\/\">Entspannungspolitik<\/a> von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/erinnerungspolitik\/\">Willy Brandt<\/a> ist es im Interesse von Deutschland als Land in der Mitte Europas, mit allen seinen Nachbarn in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/katholisch\/drewermann\/\">Frieden<\/a> zu leben &#8211; zuvorderst mit <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-russland\/\">Russland<\/a>, das den gr\u00f6\u00dften Blutzoll hinnehmen musste.<\/p>\n<p>Wann endlich startet eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/friedensbewegung\/\">Friedensbewegung 2.0<\/a>, die die derzeitige deutsche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kriegsrhetorik-beenden-brief\/\">Kriegsrhetorik<\/a> von Politik und Medien durch eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kriegsrhetorik-beenden-brief\/\">Friedensrhetorik<\/a> ersetzt und sich im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/ukrainekrieg\/\">Ukrainekrieg<\/a> f\u00fcr einen sofortigen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/waffenstillstand\/\">Waffenstillstand<\/a> mit Friedensverhandlungen einsetzt?<br \/>\n18.7.2024<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;20. Juli 1944: Frieden mit den Feinden&#8220;<br \/>\n============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (6)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Dem Frieden verpflichtet \u2013 Demut gegen\u00fcber den Opfern<\/strong><br \/>\nAngeh\u00f6rige von Familien, deren Mitglieder gegen die Nazi-Diktatur Widerstand geleistet hatten, schickten der Redaktion der NachDenkSeiten eine Erkl\u00e4rung zur Ver\u00f6ffentlichung. Danke vielmals. Hier folgt der Text.<\/p>\n<p>Am 20. Juli ist das Attentat von Claus Schenk von Stauffenberg auf Adolf Hitler 80 Jahre her. Der 20. Juli 2024 \u2013 mehr als ein Anlass zum Nachdenken. Nachdenken etwa \u00fcber Frieden. Als friedfertig erweist sich, wer den \u201eFeinden\u201c von 1944 im Jahr 2024 freundlich gegen\u00fcbertritt. Also zum Beispiel jenen Bev\u00f6lkerungen, die aufgrund deutscher Kriegsz\u00fcge 1933-1945 Millionen und Abermillionen Tote zu beklagen hatten. Laut \u201eStatista\u201c die Nation mit den meisten Opfern: die damalige Sowjetunion. In ihr starben aufgrund des von Deutschland ver\u00fcbten \u00dcberfalls auf die Sowjetunion allein 7 Millionen Zivilisten. Zus\u00e4tzlich drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene.<\/p>\n<p>Diese ungeheuren Blutopfer sind in der einstigen Sowjetunion nicht vergessen. Wer als Deutsche und Deutscher wirklich Frieden will, muss verhindern, dass sich Bev\u00f6lkerungen im heutigen Gebiet der damaligen Sowjetunion k\u00fcnftig wieder von Deutschland bedroht f\u00fchlen. \u00d6ffentliche \u00c4u\u00dferungen, die etwa dazu auffordern \u201eRussland\u201c (zu) \u201eruinieren\u201c, sind daher brandgef\u00e4hrlich.<br \/>\nWesentlich sinnvoller scheint es dagegen zu sein, gerade zu Gedenktagen wie dem 20. Juli die V\u00f6lker, die unter dem Krieg von Deutschland aus am meisten zu leiden hatten, besonders um Vergebung zu bitten.<br \/>\nDazu raten am Gedenktag des Attentats auf Hitler (20. Juli 1944) zum 20. Juli 2024 Angeh\u00f6rige von Familien, deren Mitglieder gegen die Nazi-Diktatur Widerstand geleistet hatten. Diese Angeh\u00f6rigen sind:<\/p>\n<p>&#8211; Christian von Lerchenfeld (Gro\u00dfneffe von Claus Schenk von Stauffenbergs Witwe Nina von Lerchenfeld)<br \/>\n&#8211; Dr. Maria Goerdeler (Witwe von Berthold Goerdeler, dem Enkel von Karl Goerdeler)<br \/>\n&#8211; Julian Aicher (Sohn von Inge Aicher-Scholl: Verfasserin des Buchs \u201eDie Wei\u00dfe Rose\u201c und \u00e4lteste Schwester von Hans und Sofie Scholl)<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.7.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118320\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118320<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) 80. Jahrestag 20. Juli 1944: Tiefen des Schicksals<\/strong><br \/>\nDieter Stein<\/p>\n<p>Auch zur 80. Wiederkehr der Erhebung des 20. Juli 1944 werden wir im \u00f6ffentlichen Gedenken Verlegenheit, Scheu, Desinteresse bis hin zu offener Verachtung erleben. Wie ein unerw\u00fcnschtes Geschenk liegt die beispielhafte Tat der Widerstandsgruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Scho\u00df der Bundesrepublik. Steht dieses heroische Beispiel, den Versuch zu wagen, das verbrecherische Hitler-Regime zu beseitigen, das Morden hinter der Front, in den Lagern und einem totalen Krieg zu stoppen, nicht zuletzt die Nation zu retten doch dem einfachen Bild entgegen, die Deutschen seien ein kollektiv verdammtes Volk von T\u00e4tern und Mitl\u00e4ufern gewesen.<\/p>\n<p>Stauffenbergs engster Mitk\u00e4mpfer, Generalmajor Henning von Tresckow, gab in Kenntnis des hochgradigen Risikos eines Fehlschlags die Parole aus, die Tat m\u00fcsse, koste es was es wolle (\u201eco\u00fbte que co\u00fbte\u201c), erfolgen, weil \u201edie deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf\u201c wagen m\u00fcsse. Im Falle des Scheiterns wie des Gelingens, das wu\u00dften Stauffenberg, Tresckow und ihre Mitversch\u00f6rer, w\u00fcrden sie von der Masse als Verr\u00e4ter gebrandmarkt.<\/p>\n<p><em><strong>Der Umgang mit dem 20. Juli beantwortet nicht zuletzt die Frage: <\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>Wollen wir Deutschen noch eine Nation sein?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Es dauerte Jahre, bis sich in der Bundeswehr gegen den hinhaltenden Widerstand ehemaliger Frontsoldaten das Beispiel der Aufst\u00e4ndischen als Vorbild durchsetzte. Heute sind ausgerechnet die Verfemten die einzige verbliebene schmale Br\u00fccke, die im offiziellen Gedenken noch zu den Millionen Soldaten des Zweiten Weltkriegs steht.<br \/>\nDer 20. Juli ist das Glied in einer Kette patriotischen Freiheitswillens, der unsere Nationalgeschichte durchzieht. Immer wieder erlebten die Deutschen Spaltung, Fremdbestimmung, Willk\u00fcrherrschaft, Despotie. Nicht zuf\u00e4llig beriefen sich Widerstandsgruppen im Dritten Reich auf die Befreiungskriege, forderte die Wei\u00dfe Rose \u201ewie 1813 die Brechung des napoleonischen, so 1943 die \u00adBrechung des nationalsozialistischen Terrors\u201c zu erzwingen und wu\u00dfte sich Stauffenberg als Erbe Gneisenaus.<\/p>\n<p>Keine Frage steht f\u00fcr unser Gemeinwesen heute mehr denn je im Raum: Wollen wir Deutschen noch eine Nation sein? Oder sehen wir es als unsere Bestimmung an, den Rest der Welt mit der Idee der nationalen Selbstaufgabe zu begl\u00fccken?<\/p>\n<p>Nicht erst der Ukrainekrieg vor unserer Haust\u00fcr demonstriert uns, da\u00df kein Volk dieser Erde beabsichtigt, unserem postnationalen Sonderweg zu folgen. Ernst J\u00fcnger hob die Bedeutung des Opfers der M\u00e4nner des 20. Juli hervor, als er feststellte, dies verh\u00fcte, \u201eda\u00df die Nation als Ganzes, als Block in die entsetzlichen Tiefen des Schicksals f\u00e4llt\u201c. Am Umgang mit diesem Datum geben wir zu erkennen, ob wir diese Verpflichtung als Auftrag verstanden haben.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.7.2024 von Dieter Stein bitte lesen in der JF 30\/24, Seite 1<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3)\u00a0Der Aufstand des Gewissens<\/strong><br \/>\nAufgrund einer Reihe ungl\u00fccklicher Umst\u00e4nde misslang das Stauffenberg-Attentat vor 80 Jahren, das als \u201eAufstand des Gewissens\u201c bezeichnet wurde. Was ist aus diesem Gewissen geworden?<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDenn mit der Ampel-Koalition aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP sind nun Leute am Ruder, die mit ihrem \u201eKampf gegen Rechts\u201c den vers\u00e4umten Widerstand ihrer Gro\u00dfeltern \u201enachholen\u201c wollen, um jeden Preis.<br \/>\nDurch sie folgt als versp\u00e4tete Gegenreaktion auf die nationalistische und rassistische Verg\u00f6ttlichung des Eigenen (die mit echtem Patriotismus ungef\u00e4hr so viel zu tun hat wie die traditionelle Sozialdemokratie mit den stalinistischen S\u00e4uberungen) nun die Geringsch\u00e4tzung des Eigenen und die Verg\u00f6ttlichung alles Fremden. Symptomatisch f\u00fcr diese Geisteshaltung ist Angela Merkels skandal\u00f6ses Diktum von 2015: \u201eWenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu m\u00fcssen daf\u00fcr, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.\u201c <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merkel-Dann-ist-das-nicht-mein-Land-article15938301.html\">https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merkel-Dann-ist-das-nicht-mein-Land-article15938301.html<\/a> Mit dieser moralischen Erpressung machte sie in der \u00d6ffentlichkeit und \u00fcber die Parteigrenzen hinweg den Weg frei f\u00fcr die nun seit neun Jahren andauernde ungeregelte Masseneinwanderung in die deutschen Sozialsysteme, die Deutschland in jeder Hinsicht \u00fcberfordert und destabilisiert, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus252567624\/Susanne-Schroeter-Massenhafte-irregulaere-Migration-seit-2015-hat-die-deutsche-Gesellschaft-destabilisiert.html\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus252567624\/Susanne-Schroeter-Massenhafte-irregulaere-Migration-seit-2015-hat-die-deutsche-Gesellschaft-destabilisiert.html<\/a> was allm\u00e4hlich auch dem Mainstream d\u00e4mmert.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.7.2024 von Oliver Zimski bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/der_aufstand_des_gewissens\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/der_aufstand_des_gewissens<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) 80 Jahre Stauffenberg-Attentat: Die Helden in Deutschlands d\u00fcsterster Zeit<\/strong><br \/>\nDoch Hitler \u00fcberlebte und so nahm die Endphase des Holocausts ihren Lauf, w\u00e4hrend an beiden Fronten des Weltkriegs noch Aber-Millionen Soldaten und Zivilisten ihren Tod fanden. Mit Deutschlands Stunde Null im Mai 1945 endete man v\u00f6llig ruiniert am Abgrund. Die Katastrophe, die sich nach dem 20. Juli 1944 abspielte, steigerte nur noch die Bedeutung des Attentats und Putschversuchs. Stauffenberg, Olbricht, Beck, Goerdeler und die vielen anderen Verschw\u00f6rer zeigten der Welt\u00f6ffentlichkeit und vor allem den zuk\u00fcnftigen Generationen, dass es immer noch Deutsche gab, die bereit waren gegen das ultimative B\u00f6se, das ihr eigenes Land befallen hatte, aufzustehen.<br \/>\nDoch was bleibt heute, 80 Jahre nach dem Attentat, vom 20. Juli? Eigentlich bietet sich dort die Gelegenheit f\u00fcr eine positive Identifikation mit der deutschen Geschichte. Denn anders als gerne behauptet, waren die Verschw\u00f6rer des 20. Juli eben keine Opportunisten. Sie hatten alle zutiefst negative Erfahrungen mit Hitlers Regime gemacht und lehnten die Gr\u00e4ueltaten, welche von Deutschen an der Front und in den KZs begangen wurden, ab. Viele sahen es als Verletzung der deutschen Ehre an.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nVielleicht gerade wegen ihrer erzkonservativen Einstellung geht die Erinnerung an Stauffenberg und seine Mitverschw\u00f6rer zunehmend unter. Die Schulzeit des Autors dieses Textes liegt nicht allzu weit zur\u00fcck, an eine Geschichtsstunde \u00fcber Stauffenberg kann er sich aber nicht entsinnen. Als sich das Weimarer Katastrophenjahr 1923 zum hundertsten Mal j\u00e4hrte, lie\u00dfen sich in den Regalen der deutschen B\u00fccherl\u00e4den gleich mehrere Jubil\u00e4umsb\u00fccher zu dem Thema finden, in Bezug auf den 20. Juli 1944 herrscht dort heute g\u00e4hnende Leere.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.7.2024 von Boris Cherny bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/80-jahre-stauffenberg-attentat-die-helden-in-deutschlands-duesterster-zeit\/\">https:\/\/apollo-news.net\/80-jahre-stauffenberg-attentat-die-helden-in-deutschlands-duesterster-zeit\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(5) Wie Rot-Gr\u00fcn den 20. Juli f\u00fcr seine Ideologie missbraucht<\/strong><br \/>\nGedenken wird instrumentalisiert f\u00fcr Kampf gegen Opposition<br \/>\nDer Hitler-Attent\u00e4ter Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitverschw\u00f6rer, die heute vor genau 80 Jahren versuchten, Hitler umzubringen, geh\u00f6ren f\u00fcr mich zu den gr\u00f6\u00dften Helden der deutschen Geschichte. Sie legten das Fundament f\u00fcr einen demokratischen Wiederaufbau. Auch weil sie zeigten: Es gab auch ein anderes Deutschland, es gab auch andere Deutsche.<br \/>\nBemerkenswert ist, dass dieser Widerstand aus dem Milieu kam, das man heute als \u201erechts\u201c bezeichnen w\u00fcrde. Stauffenberg und die meisten seiner Mitverschw\u00f6rer waren stramme Konservative und B\u00fcrgerliche (siehe hier). Stauffenberg selbst w\u00e4re heute ein Fall f\u00fcr den \u201eKampf gegen rechts\u201c. Womit wir bei einem der gr\u00f6\u00dften Tabus der heutigen Zeit w\u00e4ren: Den linken Elementen im Nationalsozialismus, der ja nicht umsonst den \u201eSozialismus\u201c in seinem Namen hatte. Und dessen f\u00fchrende Vertreter sich klar vom Faschismus distanzierten.<br \/>\nDass der Begriff \u201eNationalsozialismus\u201c und die Abk\u00fcrzung NSDAP in der Regel heute nicht mehr gebraucht und durch \u201eNazis\u201c ersetzt wird, liegt daran, dass man die Leute nicht mit der Nase darauf sto\u00dfen will, dass Hitlers Partei sich als nationale, sozialistische Arbeiterpartei sah.<br \/>\nF\u00fcr meine Oma \u2013 Jahrgang 1902 \u2013 waren die Nazis immer die Linken. Auch Historiker wie Arnulf Baring und Joachim Fest sahen das so. Hitler-Intimus und Nazi-Chefpropagandist Joseph Goebbels sagte 1942: \u201eDer Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke\u2026 Nichts ist uns verhasster, als der rechtsstehende nationale B\u00fcrgerblock.\u201c Raten Sie mal, warum dieses Zitat heute so gut wie nirgends auftaucht in der Politik und in den Medien!<br \/>\nMan kann Stauffenberg und seine Mitverschw\u00f6rer nicht mehr fragen, aber viel spricht daf\u00fcr, dass aus ihrer Sicht Hitler ein \u201enationaler Sozialist\u201c und damit ein \u201eLinker\u201c war.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAuch Bundeskanzler Scholz missbrauchte das Andenken an den 20. Juli, um die rot-gr\u00fcne Hegemonie mitsamt Schikanieren von Andersdenkenden sch\u00f6nzureden (anzusehen hier https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=C9Um2ObSfdk&amp;t=1967s ). Eine der Lehren aus dem 20. Juli, so Scholz, m\u00fcsse es sein, \u201cdass wir jeder Art von Menschenfeindlichkeit und jedem Extremismus entgegentreten\u201c. Das klingt wunderbar \u2013 und wer w\u00fcrde es nicht unterschreiben? H\u00e4tten Scholz und seine Genossen nicht seit Jahren die Begriffe \u201eMenschenfeindlichkeit und Extremismus\u201c gekapert, um damit ihre Kritiker zu diffamieren. Genauso wie sie den Begriff \u201eDemokratie\u201c gekapert haben und er bei ihnen f\u00fcr einen rot-gr\u00fcnen Gesinnungsstaat bzw. \u00d6ko-Sozialismus steht.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n\u201eEs gibt den Gegenentwurf zur Nazi-Diktatur. Es gibt das andere, das bessere Deutschland, freiheitlich, demokratisch, rechtsstaatlich, es ist das Deutschland unseres Grundgesetzes\u201c, sagte Scholz \u2013 der politisch mit daf\u00fcr die Verantwortung tr\u00e4gt, dass Menschen von der Polizei brutal angegangen oder sogar abgef\u00fchrt wurden, nur weil sie dieses Grundgesetz in Buchform friedlich auf der Stra\u00dfe vor sich zeigten.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeider, leider steht der heutige Tag geradezu sinnbildlich f\u00fcr den Missbrauch unserer Vergangenheit und ihrer Aufarbeitung zur Bek\u00e4mpfung von Andersdenkenden. Schlimmer k\u00f6nnte man die Opfer von 12 Jahren Nazi-Terrorherrschaft kaum verh\u00f6hnen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.7.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/wie-rot-gruen-den-20-juli-fuer-seine-ideologie-missbraucht\/\">https:\/\/reitschuster.de\/post\/wie-rot-gruen-den-20-juli-fuer-seine-ideologie-missbraucht\/<\/a><\/p>\n<p><strong>(6) 20. Juli 1944 \u2013 Es gab auch Widerstand von Milit\u00e4rs, Christen und B\u00fcrgerlichen gegen Hitler<\/strong><br \/>\nWie konnte das damals blo\u00df passieren? Millionenfach ist diese Frage in den Jahren nach der Nazi-Diktatur, nach Weltkrieg und Holocaust gestellt worden. Und die Antwort darauf ist im Grunde so einfach. Der Publizist Henryk M. Broder hat sie in den vergangenen beiden Jahren immer und immer wieder \u00fcberzeugend beantwortet:<br \/>\n\u201eWenn ihr euch fragt, wie das damals passieren konnte:<br \/>\nweil sie damals so waren, wie ihr heute seid.\u201c<br \/>\n.<br \/>\nUnrecht entfaltet sich nicht nur durch den oder die, die es aktiv betreiben. Unrecht kann sich nur dann entfalten, wenn niemand aufsteht und \u201eHalt!\u201c ruft. Und etwas unternimmt.<\/p>\n<p>Insofern ist der 20. Juli so ein wichtiger Tag. F\u00fcr unser ganzes Land, aber auch f\u00fcr Konservative und demokratische Rechte im Speziellen. Denn der Widerstand, den es auch in Deutschland gab, viel zu wenig, viel zu leise zwar, wurde nicht ausschlie\u00dflich getragen von den Opfern, den Betroffenen und ihren Familien. Von Juden und Kommunisten. Es gab auch den Widerstand unter den B\u00fcrgerlichen, den Patrioten, den Christen und selbst im Milit\u00e4r.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.7.2024 von Klaus Kelle bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/denken-erwuenscht.com\/20-juli-1944-es-gab-auch-widerstand-von-militaers-christen-und-buergerlichen-gegen-hitler\/\">https:\/\/denken-erwuenscht.com\/20-juli-1944-es-gab-auch-widerstand-von-militaers-christen-und-buergerlichen-gegen-hitler\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. Juli 2024 j\u00e4hrt sich das Attentat von Claus Schenk von Stauffenberg auf Adolf Hitler zum 80. Mal. Grund zum Erinnern an die \u00fcber 10 Millionen Russen, die im 2. Weltkrieg durch Deutsche ums Leben kamen. Angeh\u00f6rige von Klaus &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/20-juli-1944-frieden-mit-feinden\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,18,181,36,400,238,235,139,13],"tags":[26,520,667,807],"class_list":["post-125450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-bildung","category-buergerbeteiligung","category-engagement","category-freiwillig","category-friedhoefe","category-geschichte","category-heimat","category-kultur","tag-deutsch","tag-frieden","tag-krieg","tag-russland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=125450"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125505,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125450\/revisions\/125505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=125450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=125450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=125450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}