{"id":124767,"date":"2024-06-25T22:44:05","date_gmt":"2024-06-25T20:44:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=124767"},"modified":"2024-07-02T21:02:53","modified_gmt":"2024-07-02T19:02:53","slug":"scholz-d-unhoeflich-zu-milei-ar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/scholz-d-unhoeflich-zu-milei-ar\/","title":{"rendered":"Scholz\/D unh\u00f6flich zu Milei\/AR"},"content":{"rendered":"<p>Der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/argentinien\/\">argentinische<\/a> Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/liberalismus\/milei\/\">Javier Milei<\/a> wurde in Hamburg mit der Medaille der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/liberalismus\/libertarismus\/\">Hayek-Gesellschaft<\/a> ausgezeichnet. Von der Ampel-Regierung und Bundeskanzler Olaf Scholz ist er nur kurz und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/politik\/aussenpolitik\/\">widerwillig<\/a> empfangen worden. Grund: Milei wirbt f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/liberalismus\/\">Liberalismus<\/a> und Freiheit, nicht aber f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/sozialismus\/\">Sozialismus<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/etatismus\/\">Etatismus<\/a> und Interventionismus.<!--more--><\/p>\n<p>In den ARD-Nachrichten am 23.6.2024 wurde ein Schreckensszenario zur Lage in Argentinien geliefert &#8211; Desinformation pur des \u00d6RR. Dem Zuschauer wurde der Eindruck vermittelt, also ob f\u00fcr die desolate Wirtschaftslage nur die neue Regierung unter Milei verantwortlich sei. Kein Hinweis auf die Auswirkungen von Peronismus, Kirchnerismus und Korruption \u00fcber zig Jahre hinweg. Kein Hinweis auf die Erfolge der Radikalkur, die Milei der Wirtschaft Argentiniens seit November 2023 verordnet hat: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/banken\/inflation\/\">Inflation<\/a> geht von 25 % im Januar 2024 auf 4 % heute zur\u00fcck. Leitzinssatz von 133 % auf 40 % gesunken. Peso nach Abwertung um 50 % stabil geblieben. Finanzinvestoren setzen auf Milei. IWF gew\u00e4hrt wieder Kredite an Argentinien.<\/p>\n<p>Trotz seines harten Sparkurses (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/sparen\/\">Sparen<\/a> hei\u00dft Verzicht) bewerten Ende Mai immerhin 55 % der Argentinier die Milei-Regierung als positiv.<br \/>\nDer \u00d6konomieprofessor Javier Milei war urspr\u00fcnglich ein Anh\u00e4nger der keynesianischen Theorie mit seinen makro\u00f6konomischen Konjunktur- bzw. Gleichgewichtsmodellen. Da diese mathematischen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/\">Konjunkturmodelle<\/a> (mit Multiplikator und Akzelerator) die Realit\u00e4t nicht abbilden konnten, wandte er sich der klassischen Wachstumstheorie zu. Ebenfalls unbefriedigend. Warum hat sich Wohlstand pro Kopf mit Beginn der Industrialisierung pl\u00f6tzlich vergr\u00f6\u00dfert? Es musste an innovativen Unternehmern liegen, deren freie Entscheidungen die Massen aus der Armut befreiten. So kam er zur &#8222;\u00f6sterreichischen Schule&#8220;, zu Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek (2).<\/p>\n<p>Das Grundproblem an Milei&#8217;s <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/liberalismus\/libertarismus\/\">Libertarismus<\/a>: Freiheit ist zwar wunderbar, birgt aber auch Risiko und erfordert die Bereitschaft, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verantwortung\/\">Verantwortung<\/a> zu \u00fcbernehmen. Und dies scheuen bequeme Rot-gr\u00fcn-W\u00e4hler so wie ihre Politiker.<br \/>\nEs ist zu hoffen, da\u00df Deutschland nicht in solch einem katastrophalen Ausma\u00df wie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/argentinien\/\">Argentinien<\/a> heruntergewirtschaftet werden mu\u00df, um dann durch einen deutschen Milei durch einen konsequenten Sparkurs saniert zu werden.<br \/>\nDie Hamburger Rede von Milei finden Sie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/liberalismus\/milei\/\">hier<\/a>.<br \/>\n25.6.2024<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Scholz\/D unh\u00f6flich zu Milei\/AR&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (5)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Argentinien \u2013 im Ausland ein Pop-Star, im Inland immerhin popul\u00e4r<\/strong><br \/>\nMit seinem Reformprogramm ist Javier Milei im Kongress einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Trotz erbittertem Widerstand oppositioneller Gruppen stehen 55 Prozent der Bev\u00f6lkerung nach wie vor hinter ihm.<br \/>\nDer Senat hat das seit Monaten im Kongress verhandelte Reformpaket der argentinischen Regierung Milei genehmigt. Damit kann die Regierung entscheidende Weichenstellungen bei Wirtschafts- und Finanzthemen teilweise per Dekret vornehmen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nMithilfe von US-Unternehmern m\u00f6chte Milei aus Argentinien ein weltweites Entwicklungszentrum f\u00fcr k\u00fcnstliche Intelligenz machen. So besuchte er Elon Musk im Silicon Valley und mehrere der dortigen Internet-Milliard\u00e4re wie Sam Altman (Open AI), Tim Cook (Apple), Sundar Pichai (Google) und Mark Zuckerberg (Meta).<br \/>\nEindeutig positiv f\u00e4llt seine Bilanz bei der Reduzierung des Haushaltsdefizits und der Inflation aus. Seit Anfang Jahr ist der argentinische Staatshaushalt zum ersten Mal seit vielen Jahren ausgeglichen. Das hat Milei mit einem brutalen Sparkurs erreicht. Vor allem die Sozialausgaben sowie die Renten und Transferzahlungen wurden radikal gek\u00fcrzt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAuch mit dem positiven Senatsentscheid ist Milei vom rettenden Ufer noch weit entfernt. Ein Ende der Rezession ist nicht in Sicht. Die Wirtschaft wird dieses Jahr voraussichtlich zwischen 2 und 4 Prozent schrumpfen. Die Industrieproduktion ist seit Jahresbeginn um 20 Prozent eingebrochen, die Bauwirtschaft um 40 Prozent. Die nach zwei D\u00fcrrejahren erwartete Rekordernte d\u00fcrfte die Rezession etwas abmildern.<br \/>\nDie Regierung hofft, dass in- und ausl\u00e4ndische Unternehmen mit ihren Investitionen einen Wachstumsschub ausl\u00f6sen werden. Argentinien verf\u00fcgt \u00fcber grosse Rohstoffvorkommen wie Kupfer und Lithium, die f\u00fcr die weltweite Energiewende wichtig sind. Das Land besitzt zudem eines der gr\u00f6ssten Erdgasvorkommen der Welt. Auch die Landwirtschaft ist international konkurrenzf\u00e4hig. Pr\u00e4sident Milei will ausl\u00e4ndischen Investoren erstmals erlauben, Agrarland zu kaufen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.6.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/sechs-monate-javier-milei-in-argentinien-ld.1834626\">https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/sechs-monate-javier-milei-in-argentinien-ld.1834626<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) Pop-Star, Feindbild, Freiheitsk\u00e4mpfer: Javier Milei wirbt in Deutschland f\u00fcr den Liberalismus<\/strong><br \/>\nDer argentinische Pr\u00e4sident ist in Hamburg mit der Medaille der Hayek-Gesellschaft ausgezeichnet worden. In seiner Dankesrede gab er spannende Einblicke in den Werdegang eines \u00d6konomieprofessors, der die Politik von innen ver\u00e4ndern will.<br \/>\nAusgezeichnet wurde der vom \u00d6konomieprofessor zum liberalen Hoffnungstr\u00e4ger gewordene Milei am Samstag in Hamburg von dem liberalen Think-Tank mit der Hayek-Medaille, die fr\u00fcher unter anderem auch der polnische Reformer Leszek Balcerowicz erhalten hatte. Dabei konnte man einen \u2013 wie immer in Begleitung seiner Schwester auftretenden \u2013 sichtlich gel\u00f6sten, zuweilen nachdenklichen und keineswegs aggressiven, aber leidenschaftlichen Liberalen erleben, der von Teilen der im Publikum anwesenden Argentinierinnen wie ein Pop-Star gefeiert wurde.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSeinen \u00abErweckungsmoment\u00bb erlebte Milei offenbar, als er f\u00fcr einen fr\u00fchen Vortrag am World Economic Forum in Davos Angus Maddisons historische Daten der Wirtschaftsentwicklung analysierte. Dabei habe er realisiert, wie sich der Wohlstand pro Kopf nach dem Jahr null 1800 Jahre lang nur sehr, sehr wenig ver\u00e4ndert habe, bis er im Zeichen der Industrialisierung pl\u00f6tzlich exponentiell zu wachsen begann. Mehr noch, er konnte dies nicht mit dem Einsatz von Arbeit und Kapital und abnehmendem Grenznutzen oder mit Skalenertr\u00e4gen erkl\u00e4ren, wie ihm dies die Wachstumsmodelle nahelegten. Stattdessen kam Milei zum Schluss, dass es eindeutig Monopolgewinne innovativer Unternehmen waren, welche die Entwicklung antrieben und die Massen aus der Armut befreiten. Etwas, das er bisher f\u00fcr schlecht gehalten hatte.<br \/>\nWeil seine Modelle dies nicht erkl\u00e4ren konnten, sei er richtiggehend verzweifelt gewesen, erkl\u00e4rte Milei. Er f\u00fchlte sich schuldig, seine Studenten Unsinn gelehrt zu haben. Da habe ihm einer seiner Assistenten einen Artikel des libert\u00e4ren amerikanischen \u00d6konomen Murray Rothbard zum Lesen gegeben. Milei erkannte darin Antworten, die er suchte.<br \/>\n\u00abEs war nicht einfach, in Argentinien B\u00fccher der Anh\u00e4nger der sogenannten \u2039\u00f6sterreichischen Schule\u203a zu finden\u00bb, erz\u00e4hlte Milei in Hamburg. Doch schliesslich habe er sein ganzes Geld in insgesamt f\u00fcnfzig B\u00fccher von Rothbard, Ludwig von Mises, Friedrich von Hayek und des spanischen \u00d6konomen Jesus Huerta de Soto investiert und alle vom Anfang bis zum Ende gelesen; einige sogar zweimal.<br \/>\nMilei erkannte die zerst\u00f6rerische Rolle des Kollektivismus und Interventionismus und die zentrale Bedeutung der individuellen Freiheit. Er begann die Ideen der Freiheit in Talkshows im argentinischen Fernsehen zu verteidigen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n\u00abUnd noch etwas\u00bb, wandte sich Milei zum Schluss in Hamburg direkt an die in der Hayek-Gesellschaft versammelten deutschsprachigen Liberalen: \u00abVerteidigen Sie Ihre Ideen mit Leidenschaft. Die Ideen der Freiheit sind so stark, dass sie gewinnen werden, auch wenn zuerst alle dagegen sind.\u00bb \u2013 Die Angesprochenen verdankten es ihrem neuen Preistr\u00e4ger mit Wuschelkopf und Krawatte mit tosendem Applaus.<br \/>\nBleibt zu hoffen, dass Interventionismus und Korporatismus die L\u00e4nder in Europa nicht zuerst so herunterwirtschaften m\u00fcssen, wie dies in Argentinien der Fall war, bevor Liberale erfolgreich zur Korrektur ansetzen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 22.6.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/javier-milei-da-habe-ich-gelernt-dass-ich-lauter-sprechen-muss-um-gehoert-zu-werden-ld.1836345\">https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/javier-milei-da-habe-ich-gelernt-dass-ich-lauter-sprechen-muss-um-gehoert-zu-werden-ld.1836345<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) Frei nach Argentinien: Welche Ministerien k\u00f6nnten eingespart werden?<\/strong><br \/>\nVorbild Milei. Er zeigt, was man einsparen kann, wenn man die Zahl der Staatsabh\u00e4ngigen reduziert. Und da geht noch viel mehr. Schon ger\u00e4t man gedanklich ins Schwelgen: bei welchen Ministerien hierzulande k\u00f6nnte man sagen: Afuera!<br \/>\nArgentiniens Pr\u00e4sident Javier Milei tut, was er vor der Wahl versprochen hat. Er hat die Zahl der argentinischen Ministerien von 18 auf neun reduziert und das Ministerium f\u00fcr \u201eFrauen, Geschlecht und Vielfalt\u201c aufgel\u00f6st \u2013 es sei \u201evon der vorherigen Regierung f\u00fcr parteipolitische Zwecke gegr\u00fcndet und genutzt worden, um ideologische Agenda zu propagieren\u201c.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAch, und was w\u00e4re das sch\u00f6n, wenn das Land im Wirtschaftsministerium keinen Robert Habeck h\u00e4tte, sondern, ja, so einen wie Milei, der von der Sache etwas versteht. Urspr\u00fcnglich war der \u00d6konomieprofessor Keynesianer, wie er in seiner Rede zur Verleihung der Hayek-Medaille in Hamburg gestand. Doch nichts habe ihm erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, warum es Argentinien, einst eines der reichsten L\u00e4nder der Welt, immer schlechter ging. Bis er die \u00f6sterreichische Schule kennenlernte und begriff, wie zerst\u00f6rerisch Kollektivismus und Interventionismus sind. Wichtig sei nur eins: \u201edie individuelle Freiheit.\u201c Das allerdings w\u00e4re der komplette Gegenkurs zu Habecks wirtschafts- und freiheitsfeindlicher Politik.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nVerzweifelte Frage: gibt es einen deutschen Milei? Zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/moral2015\/moralismus\/\">Fritz S\u00f6llner<\/a>? Der gr\u00fcne Moralismus sei zu einem \u201eKreuzzug\u201c gegen unsere nationalen Interessen geworden, sagt der Finanzwissenschaftler Fritz S\u00f6llner.<br \/>\n&#8230; Alles vom 25.6.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/stephans-spitzen\/frei-nach-argentinischem-vorbild-einsparung-ministerien\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/stephans-spitzen\/frei-nach-argentinischem-vorbild-einsparung-ministerien\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4)\u00a0Javier Milei in Deutschland: Wem die Kettens\u00e4ge schl\u00e4gt<\/strong><br \/>\nDer deutschen Hayek-Gesellschaft ist ein regelrechter Coup gelungen. Die von etablierten Medien vorsorglich warnend als \u201eumstritten\u201c gekennzeichnete libert\u00e4r-freiheitliche Vereinigung konnte dem argentinischen Pr\u00e4sidenten Javier Milei in Hamburg die Hayek-Medaille verleihen. Und er kam tats\u00e4chlich. Drau\u00dfen ein r\u00fchrender Aufzug von deutschen und argentinischen Linksradikalen, drinnen die Freunde der \u00d6sterreichischen Schule der National\u00f6konomie, f\u00fcr die Friedrich August von Hayek neben Ludwig von Mises ma\u00dfgeblicher Leitstern ist.<\/p>\n<p>Mit Milei w\u00e4hlten die Argentinier an die Spitze ihres in Jahrzehnten von Sozialisten heruntergewirtschafteten, hochverschuldeten Landes ausgerechnet jenen Politiker, der ihnen die brutalste Kur in Aussicht stellte. Massive K\u00fcrzung von Staatsausgaben und Subventionen sowie eine harte Geldpolitik. Seine Parole \u201eNo hay plata\u201c(Es ist kein Geld mehr da) wird zum Schlachtruf seiner Anh\u00e4nger ebenso wie sein Satz, den er ans Ende jeder Rede, an jede Stellungnahme im Netz stellt: \u201eViva la libertad \u2013 carajo!\u201c (Es lebe die Freiheit, verflucht nochmal!).<br \/>\nKafkaeske Fehlentwicklungen eines \u00fcberbordenden, dysfunktionalen Staates sind \u00fcberall zu beobachten.<br \/>\nHiesige Beobachter aus dem etablierten politisch-medialen Komplexes r\u00fcmpfen die Nase \u00fcber die traurigen \u201eGauchos\u201c, die sich da einen anarchokapitalistischen Rocker mit Wuschelfrisur haben aufschwatzen lassen. Mit der s\u00fcdamerikanischen Mi\u00dfwirtschaft ist das beste Deutschland aller Zeiten doch unm\u00f6glich zu vergleichen. Wirklich?<br \/>\nWer genau hinsieht, kann immer kafkaeskere Fehlentwicklungen eines expansiven Staates beobachten. An allen Ecken und Enden ziehen gr\u00f6\u00dfenwahnsinnige Politiker und B\u00fcrokraten in Br\u00fcssel, Bund und L\u00e4ndern mehr Aufgaben an sich. Immer mehr Gesetze und Verordnungen schn\u00fcren den B\u00fcrgern die Luft zum Atmen ab \u2013 und immer weniger funktioniert gleichzeitig.<br \/>\nOb B\u00fcrokratiemonster wie das Lieferkettengesetz oder die Verpflichtung von Unternehmen zu absurden \u201eNachhaltigkeitsberichten\u201c dank Ursula von der Leyens (CDU) EU-\u201eGreen Deal\u201c \u2013 zunehmend stehen deutsche Unternehmer am Rande des Nervenzusammenbruchs. Kernbereiche des Staates erodieren dagegen wie im Zeitraffer: Infrastruktur, Bahnen, Stra\u00dfen, \u00f6ffentliche Ordnung, Grenzsicherung genauso wie Verteidigung.<br \/>\nInsofern ist der Tag nicht fern, an dem auch ein deutscher Politiker es Javier Milei gleich machen k\u00f6nnte und symbolisch mit einer Kettens\u00e4ge den irrwitzig aufgebl\u00e4hten und dysfunktionalen Staatsapparat auf seine notwendigsten Grundaufgaben zur\u00fcckstutzt \u2013 und die Freiheit zur\u00fcckbringt.<br \/>\nViva la libertad \u2013 carajo!<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.6.2024 von Dieter Stein bitte lesen in der F 27\/24, Seite 1<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(5)\u00a0Schafft Pr\u00e4sident Milei Wohlstand durch Staats-Abbau?<\/strong><br \/>\n&#8222;Argentiniens Pr\u00e4sident Javier Milei gilt vielen deutschen Medien als \u201eumstritten\u201c. Dessen Abbau des Staatsapparats und Aufl\u00f6sung von Ministerien und Beh\u00f6rden gilt als undenkbar. Aber was ist, wenn Milei Erfolg hat?<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAls Milei Ende Juni nach Deutschland kam, wo die liberale Hayek-Gesellschaft ihn mit der nach dem \u00d6konomen, Philosophen und Soziologen Friedrich August von Hayek (1899-1992) benannten Hayek-Medaille auszeichnete, erhielt er keinen Staatsempfang, daf\u00fcr regnete es Epitheta. Er sei \u201eunberechenbar\u201c und \u201eumstritten\u201c, schrieb der Spiegel. Die Hayek-Gesellschaft, die Milei mit der Hayek-Medaille auszeichnete? Auch \u201eumstritten\u201c, meinte der Spiegel. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/javier-milei-kommt-fuer-ehrung-der-umstrittenen-hayek-gesellschaft-nach-deutschland-a-0064a569-ca75-4390-a987-e9cf03f1c081\">https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/javier-milei-kommt-fuer-ehrung-der-umstrittenen-hayek-gesellschaft-nach-deutschland-a-0064a569-ca75-4390-a987-e9cf03f1c081<\/a><br \/>\n&#8230;<br \/>\nZu der Situation, in der sich das Land bei seinem Amtsantritt befand, sagt er: \u201eAls wir an die Macht kamen, lag Argentinien auf Platz 140 der Weltrangliste, mit mehr als 50 % Armen, mit einer Situation, in der es Nahrungsmittel f\u00fcr 400 Millionen Menschen produziert, mit einer Steuerbelastung des Sektors, der Nahrungsmittel produziert, von 70 %, das hei\u00dft, der Staat nimmt die Nahrungsmittel von 280 Millionen Menschen. Und in Argentinien gibt es f\u00fcnf Millionen Menschen, die nicht genug zu essen haben.\u201c<br \/>\nWer hat Milei gew\u00e4hlt? Das \u00dcberraschendste an seiner Wahl zum argentinischen Pr\u00e4sidenten sei es gewesen, dass er \u201eeinen gro\u00dfen Teil der Stimmen aus der Arbeiterklasse auf sich vereinigen konnte\u201c, war in dem linksradikalen US-Magazin Jacobin zu lesen. \u201eSeine F\u00e4higkeit, die \u00c4ngste des wachsenden prek\u00e4ren Sektors des Landes anzusprechen, sollte ein Weckruf f\u00fcr die Linke sein.\u201c<br \/>\nAchgut sprach \u00fcber Argentiniens Lage und die Politik des neuen Pr\u00e4sidenten mit Carlos Gebauer, Vorstandsmitglied der Hayek-Gesellschaft. \u201eMilei hat die Regierung eines Landes \u00fcbernommen, das \u00f6konomisch v\u00f6llig zerr\u00fcttet war\u201c, sagt er. Sicherlich, f\u00fcgt er hinzu, bedeuteten die dringend notwendigen Kurskorrekturen \u201eauch \u00f6konomische H\u00e4rten\u201c:<br \/>\n\u201eDas ist leider so. Aber viele Menschen in Argentinien wissen ja selbst am besten, dass an dieser unorthodoxen Rosskur kein Weg vorbei f\u00fchrt, wenn es dauerhaft besser werden soll.\u201c<br \/>\nDeshalb sei Milei ja \u201egerade von denen gew\u00e4hlt worden, die nicht die Mittel haben, das Land zu verlassen und im Ausland weiter ihren Reichtum zu genie\u00dfen\u201c. Die deutsche Berichterstattung aber klammere das aus.<br \/>\n\u201eRichtig ist, dass wenn man spart und bestimmte Sozialleistungen, die ausgeufert waren, nicht mehr in gro\u00dfem Umfang ausgie\u00dft, dass man dann Leuten zun\u00e4chst mal weniger Geld in die Hand gibt. Die Stabilit\u00e4t der W\u00e4hrung sei das, was den Armen als allererstes h\u00fclfe, \u201esich wieder in der Recheneinheit zurechtzufinden und bezahlen\u201c zu k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\n\u201eDie Idee, dass inflationierendes Geld und ein \u00fcberschuldeter Staat armen Menschen helfen k\u00f6nnte, ist einfach eine falsche Darstellung der Tatsachen. Wer wenig Geld zur Verf\u00fcgung hat, ist ganz besonders darauf angewiesen, dass eine W\u00e4hrung stabil ist.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWoran liegt es, dass Milei in der deutschen Presse viel st\u00e4rker angegriffen wird als der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Erdogan f\u00fcr seine Inflationspolitik? Gebauer vermutet, das habe damit zu tun, dass das Konzept, das Javier Milei verfolge, sich v\u00f6llig von unseren mitteleurop\u00e4ischen Konzepten unterscheide, wie wir sie \u00fcblicherweise nicht nur in Deutschland, sondern auch in der EU sehen: \u201eHier herrscht immer noch die Vorstellung vor, dass der Staat mit all seinen Beamten alle Probleme am besten l\u00f6sen k\u00f6nne. Dem ist aber nicht so. W\u00fcrde man sehen, dass Herr Milei Erfolge hat in Argentinien \u2014 was ich pers\u00f6nlich hoffe \u2014, dann w\u00fcrde das auch zu einem Umsteuern hier in Europa f\u00fchren. Weil man sieht, es geht aufw\u00e4rts. Und \u00c4nderungen sind etwas, das wir Menschen nicht so gerne haben. Wir halten an dem fest, was wir kennen.\u201c<br \/>\nAngesprochen darauf, dass der Spiegel anl\u00e4sslich der Verleihung der Hayek-Medaille an Milei die Hayek-Gesellschaft als \u201eumstritten\u201c bezeichnete, sagt Gebauer, in einer Demokratie sei es \u201eein Lob, umstritten zu sein\u201c, weil nie alle einer Meinung seien. \u201eEin demokratischer Politiker muss immer umstritten sein von seinen politischen Gegnern. Nur aus dem wechselseitigen Streit k\u00f6nnen am Ende richtige L\u00f6sungen resultieren.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 2.7.2024 von Stefan Frank bitte lesen auf <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/schafft_praesident_milei_wohlstand_durch_staats_abbau\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/schafft_praesident_milei_wohlstand_durch_staats_abbau<\/a><\/p>\n<p><em>Stefan Frank, geboren 1976, ist unabh\u00e4ngiger Publizist und schreibt u.a. f\u00fcr Audiatur online, die J\u00fcdische Rundschau und MENA Watch. Buchver\u00f6ffentlichungen: \u201eDie Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise\u201c (2009); \u201eKreditinferno\u201c. \u201eEwige Schuldenkrise und monet\u00e4res Chaos\u201c (2012).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der argentinische Pr\u00e4sident Javier Milei wurde in Hamburg mit der Medaille der Hayek-Gesellschaft ausgezeichnet. Von der Ampel-Regierung und Bundeskanzler Olaf Scholz ist er nur kurz und widerwillig empfangen worden. Grund: Milei wirbt f\u00fcr Liberalismus und Freiheit, nicht aber f\u00fcr Sozialismus, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/scholz-d-unhoeflich-zu-milei-ar\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,14,13],"tags":[813,720,525],"class_list":["post-124767","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einewelt","category-global","category-kultur","tag-diplomatie","tag-medien","tag-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124767"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124767\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125060,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124767\/revisions\/125060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}