{"id":123202,"date":"2024-04-30T21:20:24","date_gmt":"2024-04-30T19:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=123202"},"modified":"2024-05-02T21:49:45","modified_gmt":"2024-05-02T19:49:45","slug":"hochschulen-definitionsmacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/hochschulen-definitionsmacht\/","title":{"rendered":"Hochschulen: Definitionsmacht"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/\">Hochschulen<\/a> haben mit drei Problemen zu tun: 1) Immer mehr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/akademikerschwemme\/\">Abiturienten<\/a> beginnen ein Studium, mit guten Noten zwar, aber ohne Hochschulreife. Ein Numerus Clausus hilft nicht, weshalb die Hochschulen selbst eigene Zulassungstests durchf\u00fchren m\u00fcssen. 2) Die Unabh\u00e4ngigkeit und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen-freiheit\/\">Wissenschaftsfreiheit<\/a> <!--more-->ist im Hochschulbereich h\u00e4ufig nicht gew\u00e4hrleistet. In der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/\">Coronazeit<\/a> war ein <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/corona-prof-ioannidis-hat-recht\/\">Prof Ioannidis<\/a>, obwohl einer der meist-zitierten Soziologen weltweit, an deutschen Unis nicht erw\u00fcnscht. Ein <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/biologie\/\">Biologie-Student<\/a> kann es schwer haben, wenn er nur zwei Geschlechter erkennt. 3) In Forschung und Lehre nimmt die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/hochschulen-links\/\">Links-Politisierung<\/a> \u00fcberhand, und zwar bei Professoren wie Studenten gleicherma\u00dfen. Die Hochschulen verf\u00fcgen \u00fcber die\u00a0 Definitionsmacht &#8211; und die ist politisch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/links\/\">links<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\nIn seinem Beitrag &#8222;Breaking Bad im H\u00f6rsaal&#8220; zeigt Alexander Wendt auf, dass sich an den Hochschulen &#8222;Bef\u00fcrworter extremistischer \u00dcberzeugungssysteme&#8220; breit gemacht haben, um die &#8222;Umwandlung von Universit\u00e4ten in Laboratorien der Gesellschaftszerst\u00f6rung&#8220; voranzutreiben (1).<br \/>\nDie Entwicklung hat ihren <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/antisemitismus-us-hochschulen\/\">Ursprung in den USA<\/a> und kommt nun im \u00fcblichen Time-Lag in der EU und Deutschland an.<br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/resignation-der-buerger\/\">Norbert Bolz<\/a> stellt fest, da\u00df &#8222;Antisemitismus, Antikapitalismus, Hass auf den Westen und die Bereitschaft zur Unterwerfung unter den Islam&#8220; an Universit\u00e4ten hierzulande toleriert, gelebt und gelehrt werden (2).<br \/>\n.<br \/>\nIn den USA sind die renommierten Hochschulen allesamt privat finanziert. Erste Investoren an der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/antisemitismus-us-hochschulen\/\">Columbia-University<\/a> sind bereits abgesprungen angesichts des ausufernden <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/kolonialismus\/\">Postkolonialismus<\/a> und unbeschreiblichen Hasses, die in grauenhaften Parolen wie &#8222;Israelis nach Auschwitz&#8220; gipfeln. In Deutschland sind extrem linke Professoren wie der Hamburger Historiker J\u00fcrgen Zimmerer mit seiner Lieblingsvokabel \u201ev\u00f6lkisch\u201c (1) Staatsbeamte. &#8222;Es gibt in den meisten Medien aber auch kaum eine kritische Auseinandersetzung mit diesem verbeamteten und pensionsberechtigten Bef\u00fcrworter eines Totalitarismus.&#8220; (1).<\/p>\n<p>Universit\u00e4ten m\u00fcssen ein Ort der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/wissenschaftsfreiheit\/\">wissenschaftlichen Freiheit<\/a> sein. Es wird sich zeigen, ob die privaten Hochschulen in den USA <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/wissenschaftsfreiheit\/\">diese Freiheit<\/a> eher gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen als die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/wissenschaft-staat\/\">staatlichen Hochschulen<\/a> in Deutschland.<br \/>\n30.4.2024<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Hochschulen: Definitionsmacht&#8220;<br \/>\n=======================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (2)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Breaking Bad im H\u00f6rsaal: Giftige Lehren f\u00fcr die Gesellschaft<\/strong><br \/>\n<em>Die Extremisten der Gegenwart arbeiten heute an den Universit\u00e4ten \u2013 in Deutschland sogar mit Beamtenstatus. Sie bauen Hochschulen in Labore f\u00fcr Ideen zur Delegitimierung des Westens um. Noch w\u00e4re Zeit, dieses Treiben zu stoppen.<\/em><br \/>\n&#8230;<br \/>\nWer die Definitionsmacht immer noch im klassischen partei- und regierungspolitischen Betrieb vermutet, versteht im Wortsinn die westliche Welt nicht mehr. Der gesamte Sinnproduktionsapparat, die Laboratorien f\u00fcr Ideen, Begriffe und die daf\u00fcr unvermeidlichen Verpackungserz\u00e4hlungen, befinden sich heute in den Hochschulen, den damit verbundenen Instituten, locker angekoppelten Stiftungen und sonstigen Organisationen. Alle zusammen genie\u00dfen den Vorteil, sich weder einer Wahl stellen noch vor der \u00d6ffentlichkeit verantworten zu m\u00fcssen. Die westliche Ideologiegeschichte der letzten drei Jahrzehnte handelt von diesen Laboren und sie muss auf angemessene Weise erz\u00e4hlt werden. N\u00e4mlich als eine Variante von Breaking Bad, aufgef\u00e4chert in mehrere Staffeln.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nPostcolonial Studies, zu deutsch Postkolonialismus. Postcolonial Studies besch\u00e4ftigen sich ebenso wenig historisch-kritisch mit Kolonialgeschichte, wie sich die Kritische Rassentheorie eines Ibram X. Kendi mit tats\u00e4chlichem Rassismus befasst. Im Postkolonialismus geht es um nichts weniger als die Delegitimierung des Westens. Die Lehre mit linkem Dekor teilt die gesamte Welt in Unterdr\u00fccker und Unterdr\u00fcckte ein, in \u201aSiedler\u2018 und \u201aIndigene\u2018, wobei ausschlie\u00dflich letztere das Anrecht auf angestammtes Land besitzen, das alle Blut-und-Boden-Fremden folglich zu Unrecht bewohnen. Unterdr\u00fccker sind ausnahmslos westlich und wei\u00df, Unterdr\u00fcckte ebenso exklusiv nichtwei\u00df, weshalb die Wei\u00dfen in dieser Ideologie die einzige Gruppe bilden, die f\u00fcr sich nicht den Status von Indigenen beanspruchen darf. Sie gelten \u00fcberall au\u00dferhalb Europas als \u201aSiedler\u2018, \u201aOkkupanten\u2018, kurz, Kulturfremde und damit als legitime Angriffsziele, aber selbst in Europa nicht als ideelle Eigent\u00fcmer ihrer L\u00e4nder.<br \/>\nNach der Postkolonial-Doktrin fallen s\u00e4mtliche Israelis sowieso in die Kategorie westlich und wei\u00df, egal, ob ihre Vorfahren aus Osteuropa, dem Iran oder \u00c4thiopien stammen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nBei der Umwandlung von Universit\u00e4ten in Laboratorien der Gesellschaftszerst\u00f6rung h\u00e4ngen die deutschen Institutionen ihren amerikanischen Pendants noch deutlich hinterher. Aber die Muster gleichen einander. Auch hier geht die gr\u00f6\u00dfte Radikalit\u00e4t von unk\u00fcndbaren Akademikern aus, auch hier erkl\u00e4ren viele wohlmeinende Journalisten die antiwestlichen Dogmen des Postkolonialismus f\u00fcr reine Theoriebl\u00fcten am Elfenbeinturm, die keine praktische Auswirkung entfalten. Auch hier, in der Zeit, dem Deutschlandfunk und anderswo sitzen Mitarbeiter, die ernsthaft glauben oder sich einreden, bei der postkolonialen Lehre ginge es um die Aufarbeitung der Vergangenheit. In Wirklichkeit besch\u00e4ftigt sich dieses Denksystem mit einer Zukunft, in der es keinen Westen und keine B\u00fcrgergesellschaft mehr geben soll.<br \/>\nWie im echten Breaking-Bad-Labor stellen auch die Leute in den universit\u00e4ren Entsprechungen ihren Stoff nicht f\u00fcr sich selbst und Freunde her. Er soll hinaus in die Gesellschaft, um dort seine Wirkung zu entfalten. Und das tut er.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nNachdem das \u201eNetzwerk Wissenschaftsfreiheit\u201c, ein Zusammenschluss von mehreren hundert Akademikern in Deutschland, zumindest eine kritische Debatte \u00fcber die Postkolonialismuslehre an den Hochschulen forderte <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/NWF_OB_Dekolonisierung_20231027.pdf\">https:\/\/www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/NWF_OB_Dekolonisierung_20231027.pdf<\/a><br \/>\n, meldete sich die Pr\u00e4sidentin der TU Berlin, Geraldine Rauch, mit einer Art Manifest, in dem sie die Zweifler faktisch zu Unber\u00fchrbaren erkl\u00e4rte. \u201eDie Mitglieder des Netzwerks beanspruchen f\u00fcr sich\u201c, hei\u00dft es in Rauchs Erkl\u00e4rung, \u201eunter dem Mantel der Wissenschaftsfreiheit zu agieren.\u201c<br \/>\nDeckmantel, diese Wendung scheint sie ganz \u00e4hnlich zu m\u00f6gen wie Zimmerer. Kollegen, die an unantastbare Lehren r\u00fchren, empfiehlt sie mehr oder weniger dem Inlandsgeheimdienst zur n\u00e4heren Beobachtung: \u201eDie \u00c4u\u00dferungen des Netzwerks st\u00e4rken das Narrativ der Neuen Rechten, Rechtsextremist*innen und anderer verfassungsfeindlicher Organisationen.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nPostkolonialismus ist keine Metapher. Sondern eine hochwirksame Substanz zur Zersetzung der westlichen Gesellschaften. Entweder es gelingt, diese Labore zu zerst\u00f6ren. Oder ihre Erzeugnisse zerst\u00f6ren uns.<br \/>\n&#8230; Alles vom 29.4.2024 von Alexander Wendt bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/daili-es-sentials\/breaking-bad-hoersaal\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/daili-es-sentials\/breaking-bad-hoersaal\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nEine sehr pr\u00e4zise Darstellung dieser furchtbaren und zersetzenden Umtriebe, lieber Herr Wendt. Das Ph\u00e4nomen der Crtitical-Race-Theory und Post-Colonial-Studies beobachte ich schon mit Schrecken, aber das es sich soweit in den universit\u00e4ren Betrieb eingefressen hat, liegt sicher an ihrem geschilderten Focus der staatlichen, monet\u00e4ren Verfettung und der opportunistischen Haltung von Universit\u00e4ts-Pr\u00e4sidenten und ihrer alimentierten Entourage. M.R.<br \/>\n.<br \/>\nDie von Alexander Wendt beschriebenen Ph\u00e4nomene lassen sich nicht isoliert heilen, etwa indem man die Universit\u00e4ten wieder st\u00e4rker f\u00fcr konservative oder liberale Sichtweise \u00f6ffnet. Das ist unm\u00f6glich. Wie sollte das gehen? Es beginnt schon bei der Frage nach der Existenzberechtigung von akademischer Bildung, freier ohnehin.<br \/>\nIch setze tiefer an: Bei der Massenakademisierung, die wir in der westlichen Welt seit den 1960er Jahren betreiben.<br \/>\nAuch wenn hartn\u00e4ckig anderes behauptet wird: Nur eine Minderzahl der Erwerbst\u00e4tigkeiten, die es gibt, ben\u00f6tigt \u00fcberhaupt eine Ausbildung auf akademisch-universit\u00e4rem Niveau. Wer studiert hat, wei\u00df, dass heute jedes Studium zu gro\u00dfen Teil entweder aus Nichtstun und Zeittotschlagen oder aber dem sinnlosen Pauken unn\u00f6tigen Wissens besteht. Die Bologna-Reformen mit ihrem Bullshit-Abschluss \u201eBachelor\u201c trugen dem Rechnung, indem sie einen Abschluss schufen, der entweder nur Unwissen dokumentiert oder blo\u00df besser klingt, als der einen Gesellenbriefes. Und darum geht es: Die Hochschulen sind Erschaffungs- und Selbstfindungsort einer postindustriellen Mittelschicht, die \u00fcberwiegend unn\u00f6tige T\u00e4tigkeiten verrichtet, meist gelangweilt ist und trotzdem f\u00fcr sich ein Recht auf Besserleben ableitet. Sie sorgt f\u00fcr gesellschaftliche Inzucht und Verbarrikadierung von Aufstiegspfaden \u2013 und ja, ganz bewusst, auch den durch Heirat. Denn \u201efr\u00fcher\u201c war es nicht ungew\u00f6hnlich, sogar h\u00e4ufig, dass die Krankenschwester den Oberarzt heiratete, die B\u00fcromaus aus der Buchhaltung den Abteilungsleiter. Das ist heute beinahe undenkbar. Dahinter steht nicht nur (aber auch) weiblicher Standesd\u00fcnkel der akademisierten Mittelschichtt\u00f6chter (eine Abteilungsleiterin w\u00fcrde niemals mit einem Handwerker anbandeln), sondern jeder Arzt oder Ingenieur fragt sich heute zweimal, ob er eine Kollegin, die er \u00fcberaus nett findet, \u00fcberhaupt ansprechen darf ohne betont beruflichen Kontext, ohne wegen dem Vorwurf sexueller \u00dcbergriffigkeit gefeuert zu werden. L\u00e4ngst haben also die Hochschulen die Unternehmen als allgemeine Beziehungsanbahnungsinstitution abgel\u00f6st. Und damit verengt sich die Partnerwahl immer st\u00e4rker auf bestimmte Schichten. Einmal Ghetto, immer Ghetto, und wenn schon der Opa studiert hat, muss es der Enkel auch. F\u00fcr die entsprechende Abiturnote sorgen notfalls Anw\u00e4lte.<br \/>\nGrundlage dieser Entwicklung war einst das M\u00e4rchen vom \u201ekatholischen Landm\u00e4dchen\u201c das angeblich marginalisiert und benachteiligt sei und aus seiner engen Dorfwelt zwischen Feldarbeit, Melkmaschinen und Pfarrei hinausgeholt werden m\u00fcsse. Daher begann man eine historisch einmalige Bildungsoffensive, zu der geh\u00f6rte, in beinahe jeder Stadt mit mehr als 50000 Einwohnern eine Universit\u00e4t, mindestens aber Fachhochschule einzurichten. Mein Schwiegervater hat so eine Hochschule aus dem Nichts mit aufgebaut, die Uni Oldenburg. Und ja: Das Zusammentreffen von Wirtschaftswunder (= Massenaufstieg der Kleinb\u00fcrger in die Mittelschicht) und den geburtenstarken Jahrg\u00e4ngen der Babyboomer erzeugte einen Tsunami an Hochschulaspiranten, f\u00fcr die von Flensburg bis Passau und nach 1990 noch einmal im Osten jede Milchkanne in einen H\u00f6rsaal verwandelt wurde.<br \/>\nWie bereits von Peter Grimm in seinem Essay \u00fcber die Dekonstruktion des Arbeitens beschrieben, ist ein Gro\u00dfteil dieser Akademiker nie gebraucht worden. Das betrifft entgegen den \u00fcblichen Vorurteilen nicht blo\u00df Geisteswissenschaftler mit dem Lieblingsfeindfach aller Rechten, also Gender Studies. Ich habe in den 80ern zuerst Chemie studiert. wir begannen mit rund 350 Erstsemestern, Schon beim \u00dcbergang vom 1. ins 2. Semester wurde die Studentenzahl durch eine \u00fcbertrieben harte Klausur f\u00fcr einen Schein, ohne den man nicht in die Praktika des 2. Semester kam, auf rund 150 reduziert \u2013 und mit denen ging es dann weiter. \u00dcbrigens ohne mich, ich bin zu den Informatikern gewechselt, wo es leider noch weniger Frauen gab als bei den Chemikern. Heute w\u00e4re das zweifellos anders. Aber auch ohne Bonmot werden alle Boomer sich noch des Schreckens erinnern, mit denen einst das Wort \u201eZVS\u201c umwolkt war. Es sind nicht weniger Studenten geworden, trotz sinkender Geburtenzahlen, aber immer mehr Abiturienten.<br \/>\nDie Mittelschicht, liebe Mitforisten, war noch nie \u201erechts\u201c. Die revolution\u00e4ren Bewegungen des 20. Jahrhunderts, der Kommunismus und der Nationalsozialismus, waren in ersteren Falle eine proletarische, in zweitem eine kleinb\u00fcrgerliche Emanzipationsbewegung (was Gulag und Holocaust oft verdecken). Sie brachen Strukturen auf, die \u00fcberhaupt erst eine gro\u00dfe gesellschaftliche Mobilit\u00e4t erzeugen konnten, die den Massenaufstieg der Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg (und zaghaft schon in den 1920er Jahren) erst m\u00f6glich machten. An ihrem Ende stand der Mittelschichtstaat, in dem Wissen mit Haltung und Bildung mit dem Internet ersetzt worden sind. Aber sie f\u00fchrten und f\u00fchren in ihrem Erbgut den Sozialismus und engstirnigen Dogmatismus der Weltbegl\u00fccker mit sich.<br \/>\nDagegen hilft keine Hochschulreform oder etwas mehr Liberalismus auf dem Campus. Wir brauchen einen Sturz dieser Scheineliten. Wir m\u00fcssen die Hochschulen schlie\u00dfen, nicht alle, aber einen Gutteil davon, und wir m\u00fcssen sie wieder hinaustreiben in die Wildnis, wo sie dann zurecht kommen m\u00fcssen. Das, was sie dann an T\u00e4tigkeiten finden werden, wird ihnen ihre Flausen schon austreiben.<br \/>\nNat\u00fcrlich, wer das liest, wird vermutlich vor seinem inneren Auge an die chinesischen Gro\u00dfen Sprung nach vorn oder an Pol Pots b\u00e4uerliche Schergen denken, wie sie das B\u00fcrgertum Pnom Penhs aus der Stadt treiben, um es dann auf den Killing Fields zu erschlagen.<br \/>\nDas w\u00e4re aber b\u00f6sartig. Ich sage nur, unsere Gesellschaft muss wieder ent-mittelschichtet werden. Ohne eine Reduzierung der akademischen Bildung auf das, wo sie zwingend notwendig ist, wird es nicht gehen. Ber<br \/>\n.<br \/>\n1970 Studienbeginn in M\u00fcnster, der Asta tiefdunkelrot, die Apo mit Teufel Dutschke und Langhans hochaktiv, die Spinner mit der Maobibel \u00fcberall und der Weg in die Zeiten der RAF war vorgezeichnet. Alles wiederholt sich, der Mensch lernt nichts dazu und die dummen und verblendeten Amikinder haben sogar 9\/11 vergessen. Normalerweise w\u00e4chst sich das ein wenig aus, leider nicht bei Allen und die sitzen dann in Deutschland in der Regierung als Vertreter der Gr\u00fcnen. Man muss sie mit allen legalen Mitteln bek\u00e4mpfen! 8-10 % Spinner kann sich jedes Land leisten, mehr nicht. Kla<br \/>\n.<br \/>\nAuch hier schwappt die Botschaft des Postkolonialismus \u2013 dass wei\u00dfe Europ\u00e4er als einzige nicht als indigen gelten und keine Anspr\u00fcche auf kulturellen Bestandsschutz anzumelden haben \u2013 in die Medien und den politischen Sprachgebrauch \u00fcber.<br \/>\nGleichzeitig m\u00f6chten aber diese wei\u00dfen Europ\u00e4er den gesamten Planeten mit dem t\u00f6dlichen Klimakult und sonstigem Wokismus behelligen \u2013 \u00fcberzeugt, dass der \u201eDschungel\u201c sich dem \u201eGarten\u201c zu beugen hat. Wenn man nach einer neokolonialen Schuld sucht, hier gibt es eine \u2013 mit dem Woken Murks (inklusive globaler Missionierung) m\u00fcsste man zuerst aufr\u00e4umen. H.O.<br \/>\n.<br \/>\nSehr geehrter Herr Wendt, so richtig wesentliche Aspekte Ihrer Kritik sind, so tragen doch der \u201aWesten\u2018 und vor allem die USA selbst die Verantwortung f\u00fcr den Niedergang. Die westlichen korrupten politischen Eliten haben die zynische Okkupation der destruktiven neo-marxistischen Ideologie durch die Globalisten zugelassen. Dem Einsatz der Massenmigration als Waffe gegen die westliche Kultur, gegen die Identit\u00e4t und gegen ehemals demokratische Nationalstaaten haben sie nichts entgegengesetzt. Der Westen hat sich nach Kr\u00e4ften selbst \u201edelegitimiert\u201c. In Pal\u00e4stina \u00fcbrigens beginnend 1947 bis heute: Die Verbrechen der Hamas rechtfertigen keineswegs die delegitimierenden, grausamen Verbrechen von Vertretern der Machtelite wie Galant und Netanjahu! H\u00f6ren wir, wie Joseph Stiglitz, j\u00fcdischer Intellektueller, Nobelpreistr\u00e4ger und Professor an der Columbia Universit\u00e4t, die Taten Israels und die Reaktionen darauf bewertet: \u201eWas eine gro\u00dfe Anzahl junger Menschen ausdr\u00fcckt, ist normale menschliche Empathie. Sie wollen nicht sehen, wie Menschen unn\u00f6tig sterben. Und ich denke, die Bilder, die Tatsache, dass Zehntausende von Menschen gestorben sind, darunter viele Kinder und Frauen, unschuldige Passanten, bei den Angriffen auf Gaza, in einem sehr kurzen Zeitraum, haben einen schrecklichen Eindruck hinterlassen.\u201c Hei<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2 Im Treibhaus der Weltfremdheit &#8211; Sind die Studenten verr\u00fcckt geworden?<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nMan sucht jetzt verzweifelt nach Erkl\u00e4rungen f\u00fcr diesen Wahnsinn. Die Parallele zu den nationalsozialistischen Studenten dr\u00e4ngt sich nat\u00fcrlich auf. Auch verweist man immer wieder zurecht auf die Tradition des linken intellektuellen Antisemitismus. Aber ich glaube, das reicht zur Erkl\u00e4rung nicht aus. Wir m\u00fcssen etwas tiefer loten.<br \/>\nDie moderne Gesellschaft produziert immer weniger b\u00fcrgerliche Normalit\u00e4t und immer mehr freischwebende Intellektualit\u00e4t. Tendenziell geht heute jeder Sch\u00fcler aufs Gymnasium und jeder Abiturient auf die Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4ten haben sich aber l\u00e4ngst in Treibh\u00e4user der Weltfremdheit verwandelt. Sie produzieren Intellektuelle als Massenware, und da man nicht alle in den Bildungsanstalten und Akademien brauchen kann, entsteht auch ein geistiges Proletariat. Diese akademischen Freizeitgehirne haben sich v\u00f6llig vom Realit\u00e4tsprinzip gel\u00f6st. Es sind arbeitslose, luxurierende Gehirne, die durch Computer, Internet und K\u00fcnstliche Intelligenz immer mehr von realen Aufgaben entlastet werden. Deshalb suchen sie die Selbstdarstellung im Protest, wie erstmals 1968 in Paris: \u201eDie Phantasie an die Macht\u201c. Sie werden f\u00fcr den realen Lebensprozess genauso wenig gebraucht wie die Langzeitarbeitslosen.<br \/>\nMit den Demonstrationen kultivieren sie ihre akademische Weltfremdheit als Einheit von Rhetorik und Naivit\u00e4t, von intellektueller Schulung und Borniertheit. Uns bleibt nur die Hoffnung auf eine neue skeptische Generation.<br \/>\n&#8230; Alles vom 29.4.2024 von Norbert Bolz bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dersandwirt.de\/im-treibhaus-der-weltfremdheit\/\">https:\/\/www.dersandwirt.de\/im-treibhaus-der-weltfremdheit\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hochschulen haben mit drei Problemen zu tun: 1) Immer mehr Abiturienten beginnen ein Studium, mit guten Noten zwar, aber ohne Hochschulreife. 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