{"id":120770,"date":"2024-02-17T19:41:53","date_gmt":"2024-02-17T18:41:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=120770"},"modified":"2024-02-17T21:15:03","modified_gmt":"2024-02-17T20:15:03","slug":"alfred-grosser-mit-99-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/alfred-grosser-mit-99-gestorben\/","title":{"rendered":"Alfred Grosser mit 99 gestorben"},"content":{"rendered":"<p>Am 11.2.2024 ist der Politikwissenschaftler Alfred Grosser im Alter von 99 Jahren in Paris verstorben. Er galt als intellektueller Wegbereiter der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/amitie-franco-allemande-60\/\">deutsch-franz\u00f6sischen Freundschaft<\/a>. Der aus einer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/\">j\u00fcdischen<\/a> Familie stammende Grosser emigrierte 1933 von seinem Geburtsort Frankfurt am Main nach Paris, <!--more-->wo er von 1955 bis 1992 als Professor am renommierten Institut d\u2019\u00e9tudes politiques wirkte. Der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration2021\/\">Migrant<\/a> Grosser <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/assimilation\/\">assimilierte<\/a> sich: &#8222;Ich bin ein echter <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/\">Franzos<\/a>e, ich bin kein Deutscher mit franz\u00f6sischem Pass.\u201c Grosser sprach oft von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa-der-vaterlaender\/\">Vaterland<\/a> bzw. Patrie.<br \/>\n.<br \/>\nAlfred Grosser f\u00fchlte sich als Mittler zwischen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/frankreich2022\/\">Frankreich<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland2024\/\">Deutschland<\/a> den beiden L\u00e4ndern gleicherma\u00dfen verpflichtet: \u201eIn zwei Gemeinschaften werde ich akzeptiert als Mitstreiter, obwohl ich ihr nicht angeh\u00f6re, als voller Franzose in Deutschland und, auf der anderen Seite, als Atheist im katholischen Frankreich\u201c.<br \/>\nGrosser war ein streitbarer Geist. So verurteilte er die Siedlungspolitik von Israel: \u201eEs ist, weil meine vier Gro\u00dfeltern und meine zwei Eltern Juden waren, dass ich die Vergehen Israels gegen die Grundrechte bitterer empfinde als bei jedem anderen Land.\u201c. Auch die franz\u00f6sische Politik kritisierte er bisweilen sehr scharf.<\/p>\n<p>Sein letztes Buch \u201eLe Mensch: Die Ethik der Identit\u00e4ten\u201c wird von vielen als sein Verm\u00e4chtnis angesehen. Auf dem Buchr\u00fccken der Vermerk, da\u00df Grosser sich zeitlebens gewehrt hat \u201egegen ein altes Grund\u00fcbel, das aktueller ist denn je \u2013 den Finger, der auf andere zeigt \u2026 das \u2018schlimme DIE\u2019: DIE Muslime, DIE Frauen, DIE Juden, DIE Deutschen\u201c.<br \/>\n<em><strong>So war es sein Hauptanliegen, gegen die L\u00fcge der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/schuld\/\">Kollektivschuld<\/a> anzuk\u00e4mpfen<\/strong> <\/em>(2). F\u00fcr Grosser gibt es keine Kollektivschuld der Deutschen. Im Buch wie auf seinen zahlreichen Vortr\u00e4gen wendet er gegen die Kollektivschuld als &#8222;deutschen Masochismus&#8220;. Grosser wiederholte dieses &#8222;DIE Deutschen gibt es nicht&#8220; immer wieder &#8211; zum Mi\u00dffallen so vieler deutscher Politiker und Historiker, gerade zunehmend auch in j\u00fcngster Zeit. Leider wird auf dieses Hauptanliegen in den wohl meisten Nachrufen auf Alfred Grosser nicht eingegangen.<br \/>\n17.2.2024<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Alfred Grosser mit 99 gestorben&#8220;<br \/>\n===========================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (4)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Videos zu Alfred Grosser<\/strong><br \/>\n<em>Interview &#8211; Alfred Grosser: &#8222;Meine gr\u00f6\u00dfte Hoffnung ist ein echtes Europa&#8220; | DW Deutsch<\/em><br \/>\nDer Politologe Alfred Grosser ist einer der wichtigsten Wegbereiter der Auss\u00f6hnung zwischen Frankreich und Deutschland. 100 Jahre nach dem Ende des &#8222;Gro\u00dfen Krieges&#8220;: Wie nah sind sich Franzosen und Deutsche heute? Im DW-Interview erkl\u00e4rt er, warum Erinnern hierf\u00fcr so wichtig ist. 11.11.2018<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=seCrT4eNU9o\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=seCrT4eNU9o<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Alfred Grosser im Dialog mit Alfred Schier am 28.06.2014<\/em><br \/>\nAlfred Schier spricht Im Dialog mit dem Politikwissenschaftler Alfred Grosser \u00fcber Europas Weg in die Zukunft. Im Mittelpunkt stehen Frankreich und der Triumph der Nationalisten bei der Europawahl sowie das deutsch-franz\u00f6sische Verh\u00e4ltnis.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oyYiVuSjR7o\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oyYiVuSjR7o<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>[taz Studio] Leipzig 2017: Le Mensch \u2013 Alfred Grosser<\/em><br \/>\nLesung &amp; Diskussion im taz.studio auf der Buchmesse Leipzig 2017: Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber \u201eLe Mensch.\u201c, eine Bilanz \u00fcber das Menschwerden inmitten der Verzweiflung am Weltgeschehen. 4.6.2018<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-NxmpdYQLDw\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-NxmpdYQLDw<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Alfred Grosser &#8211; Nachruf: Wider den deutschen Masochismus<\/strong><br \/>\nDer deutsch-franz\u00f6sische Politikwissenschaftler Alfred Grosser starb am 7. Februar 2024 mit 99 Jahren<br \/>\nKonrad L\u00f6w<br \/>\nAlfred Grosser wurde am 1. Februar 1925 in Frankfurt am Main geboren. Seine Eltern kamen schon kurz nach Hitlers Machtantritt zu der Erkenntnis, da\u00df sie als Juden in Deutschland keine gute Zukunft zu erwarten h\u00e4tten und verlie\u00dfen mit ihren Kindern die alte Heimat und begaben sich nach Frankreich. Dort wirkte Sohn Alfred lange Jahre als Professor f\u00fcr Politikwissenschaft, Schwerpunkt Deutschland. So \u00fcberrascht es nicht, da\u00df er h\u00e4ufig zu Vortr\u00e4gen und Diskussionen hierher eingeladen wurde, dreimal sogar vom Deutschen Bundestag: 1974 zum Volkstrauertag, 1999 zum Umzug des Parlaments nach Berlin und am 3. Juli 2014 zum Thema: \u201e100 Jahre Erster Weltkrieg\u201c.<\/p>\n<p>Anl\u00e4\u00dflich seines Todes soll an sein Hauptanliegen erinnert werden: seinen unerm\u00fcdlichen Kampf gegen die Kollektivschuldl\u00fcge. Ihr hat er ein ganzes Buch gewidmet, soweit ersichtlich sein letztes, gleichsam sein Verm\u00e4chtnis: \u201eLe Mensch: Die Ethik der Identit\u00e4ten\u201c. Darin wehrt er sich \u201egegen ein altes Grund\u00fcbel, das aktueller ist denn je \u2013 den Finger, der auf andere zeigt \u2026 das \u2018schlimme DIE\u2019: DIE Muslime, DIE Frauen, DIE Juden, DIE Deutschen\u201c, wie es auf dem Buchr\u00fccken hei\u00dft. Sein Anliegen ist gleichzeitig eine Herausforderung, der wir uns aus Dankbarkeit und intellektueller Redlichkeit stellen sollten. Auch weltoffene Vaterlandsliebe l\u00e4dt dazu ein. Dieser Nachruf will ein angemessener Versuch sein.<\/p>\n<p>Im Beisein von Bundespr\u00e4sident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der ehemaligen Staatsoberh\u00e4upter Richard von Weizs\u00e4cker und Val\u00e9ry Giscard d\u2019Estaing spricht der Gast am 3. Juli 2014 schon in einem der ersten Abs\u00e4tze vom \u201edeutschen Masochismus\u201c. Er schildert, wie er noch w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs zu der festen \u00dcberzeugung kam, <em><strong>\u201eda\u00df es keine Kollektivschuld gibt, so zahlreich auch die M\u00f6rder und so schrecklich auch die Verbrechen\u201c.<\/strong><\/em> \u201eUnd weil manche Franzosen sofort eingesehen haben, da\u00df es DIE Deutschen nicht gab, konnten zun\u00e4chst deutsch-franz\u00f6sische Verbindungen auf Gesellschaftsebene hergestellt werden. Die vers\u00f6hnliche Entwicklung in Europa \u201ekonnte aber nur geschehen, weil es nicht mehr DIE Deutschen gab, so wie es noch 1918 in den Augen der Siegerm\u00e4chte der Fall war.\u201c \u201eDIE Deutschen gibt es auch heute nicht\u201c ist sein Verm\u00e4chtnis, niedergelegt auch im letzten Absatz seiner Ansprache, f\u00fcr die sich der Deutsche Bundestag mit Applaus bedankte. Wie \u00fcblich wurden Grossers Kernaussagen von den Abgeordneten und ihren Fraktionen nicht er\u00f6rtert, nicht von der Presse aufgegriffen. Warum? Ist seine Botschaft nicht willkommen? Ist \u201edeutscher Masochismus\u201c eine Reizvokabel?<\/p>\n<p>In der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2021 bekannte die Hauptrednerin, Charlotte Knobloch, die fr\u00fchere Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und amtierende Pr\u00e4sidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in M\u00fcnchen: \u201eIch stehe als stolze Deutsche vor Ihnen.\u201c Soweit ersichtlich, hat niemand an diesem Bekenntnis Ansto\u00df genommen. Im Gegenteil: Der Beifall nach ihren Ausf\u00fchrungen war anhaltend. Die Annahme ist naheliegend, da\u00df sich damit die Angeh\u00f6rigen des Deutschen Bundestages ihr Bekenntnis zu eigen gemacht haben: \u201eIch stehe als stolze Deutsche vor Ihnen.\u201c Aber: Ist dem wirklich so?<\/p>\n<p>Als sich der oberste Repr\u00e4sentant des deutschen Volkes, Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier, im Januar 2020 in Israel aufhielt, berichtete die Presse, er habe nicht deutsch gesprochen: \u201eSteinmeier wolle den Zuh\u00f6rern nicht Deutsch, die \u2018Sprache der T\u00e4ter\u2019 zumuten.\u201c Sein Vorg\u00e4nger im Amt, Johannes Rau, war nicht minder r\u00fccksichtsvoll: \u201eIch wei\u00df, was es f\u00fcr manchen von Ihnen bedeutet, in diesem Hohen Hause [Knesset] heute die deutsche Sprache zu h\u00f6ren.\u201c Demnach besteht offenbar die Mehrheit der Deutschsprechenden nach wie vor aus T\u00e4tern, mit ererbter, vererblicher Schuld beladen. Das amtliche Organ des Deutschen Bundestages Das Parlament titelte am 2. Mai 2023 mit ganz gro\u00dfen Lettern \u201eIm Land der T\u00e4ter\u201c. Die amtliche Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung f\u00f6rderte nach Kr\u00e4ften den Vertrieb eines Buches, das ewige Kollektivschuld der Deutschen unmi\u00dfverst\u00e4ndlich bejaht und das den deutschen Jugendlichen den Rat gibt, bei einem Grenz\u00fcbertritt ihr Deutschsein zu verleugnen und zu sagen: \u201eSag doch einfach, du kommst aus Holland.\u201c Der Bundestag hat ma\u00dfgeblichen Einflu\u00df auf das genannte Bildungswerk und bewilligt ihm Jahr f\u00fcr Jahr an die einhundert Millionen Euro.<\/p>\n<p>Wenn es richtig ist, wie Grosser annimmt, da\u00df das Kollektivurteil \u00fcber DIE Deutschen seitens der Sieger von 1918 dazu beigetragen hat, Hitler den Weg an die Macht zu ebnen, mu\u00df dann heute ihre Ablehnung nicht Gemeingut aller billig und gerecht Denkenden sein, ein Bekenntnis, das laut und unmi\u00dfverst\u00e4ndlich ausgesprochen wird? Doch der Deutsche Bundestag arbeitet an der Realisierung des Vorschlags, ein \u201eDokumentationszentrum Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa\u201c zu errichten. Die Unterrichtung des Bundestages seitens der Bundesregierung am 10. Mai 2022 \u00fcber das Projekt, \u00fcber die ersten Schritte und die weitere Planung beginnt mit den Worten: \u201eDer Zweite Weltkrieg und die Verbrechen der Deutschen pr\u00e4gen Europa bis heute.\u201c<\/p>\n<p>So geht es weiter im Text: \u201edie Deutschen\u201c, \u201edie Deutschen\u201c, ohne auch nur einmal den anst\u00f6\u00dfigen, be\u00e4ngstigenden Sprachgebrauch zu problematisieren, beispielsweise da\u00df die Opfer der \u00fcberf\u00fchrten T\u00e4ter auch fast ausschlie\u00dflich Kollektiven angeh\u00f6rten und als solche bek\u00e4mpft wurden! Hitler hat am Ende seiner Tage dem deutschen Volk den Untergang geg\u00f6nnt, da es sich doch als das schw\u00e4chere erwiesen habe.<\/p>\n<p>Die Anklage des Bundestages steht unter der \u00dcberschrift \u201eWissen und Verantwortung\u201c, und eine \u201eproduktive\u201c Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus gilt ausdr\u00fccklich als Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Widerspricht nicht das bereits Zitierte dieser Absichtserkl\u00e4rung, wenn Grossers Anliegen stillschweigend \u00fcbergangen, ja geradezu lauthals totgeschwiegen wird?<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.2.2024 von Konrad L\u00f6w bitte lesen in der JF 8724, Seite 19<br \/>\n.<br \/>\n<em>Prof. Dr. Konrad L\u00f6w lehrte Politikwissenschaft an der Universit\u00e4t Bayreuth. Ihn verband eine jahrelange Freundschaft mit Alfred Grosser.<\/em><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) Karlheinz Wei\u00dfmann: Grosser setzt sich f\u00fcr Diskussionskultur ein<\/strong><br \/>\nAm vergangenen Mittwoch ist der Politikwissenschaftler Alfred Grosser verstorben. Im Alter von 99 Jahren. Wir sind uns nur einmal pers\u00f6nlich begegnet, Mitte der neunziger Jahre, im sp\u00e4ten Fr\u00fchling der Neuen Demokratischen Rechten. Da sollte es eine Podiumsdebatte zwischen Grosser und Wei\u00dfmann in Potsdam geben, die die Stadtobrigkeit wegen der Teilnahme Wei\u00dfmanns unertr\u00e4glich fand, was Grosser \u2013 als Franzose, deutsch-j\u00fcdischer Herkunft, der 1933 mit seinen Eltern das Land verlassen mu\u00dfte \u2013 unertr\u00e4glich fand und zu verhindern wu\u00dfte. Also ging die Diskussion in der gediegenen Atmosph\u00e4re des Schlo\u00dftheaters \u00fcber die B\u00fchne. Wir sprachen \u00fcber Grunds\u00e4tzliches, also \u00fcber Weltanschauung, Politik und Vergangenheit, \u00fcber Europa, Deutschland, Amerika und die Westbindung und die Zukunft nach dem, was damals als \u201eEnde der Geschichte\u201c diskutiert wurde. Im Anschlu\u00df gab es noch ein Abendessen im kleinen Kreis. In Erinnerung geblieben ist mir Grossers freundlicher Spott, als niemand wagte, vor ihm das Glas zu erheben \u2013 \u201eEine Marotte, die die Deutschen f\u00fcr franz\u00f6sisch halten\u201c \u2013 und zu mir meinte: \u201eSie sind gar nicht Nouvelle Droite, wie man mir sagte, sie sind so ein deutscher Gaullist.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.2.2024 von Karlheinz Wei\u00dfmann bitte lesen in der JF 8724, Seite 1<\/p>\n<p>.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) Zum Tod von Alfred Grosser<\/strong><br \/>\nEiner der gro\u00dfen Architekten der deutsch-franz\u00f6sischen Auss\u00f6hnung, ein unerm\u00fcdlicher Vermittler zwischen unseren beiden L\u00e4ndern und ein gro\u00dfer Europ\u00e4er lebt nicht mehr: Alfred Grosser ist am 7. Februar 2024 in Paris gestorben. Frankfurt war die Stadt, in der er 1925 geboren wurde, bevor er sie 1933 mit seiner Familie auf der Flucht vor den Nazis verlassen musste. In Frankreich fand er eine neue Heimat. Von seinem Lehrstuhl an SciencesPo Paris aus pr\u00e4gte er \u00fcber fast vier Jahrzehnte hinweg mehrere Generationen von Studierenden. Mit seinen B\u00fcchern und Artikeln, aber auch mit unz\u00e4hligen Vortr\u00e4gen und \u00f6ffentlichen Interventionen hat er entscheidend dazu beigetragen, die deutsch-franz\u00f6sische Verst\u00e4ndigung nicht nur institutionell zu verankern, sondern in der gesamten Gesellschaft Wirklichkeit werden zu lassen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.2.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ifra-francfort.fr\/de\/node\/147\">https:\/\/ifra-francfort.fr\/de\/node\/147<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11.2.2024 ist der Politikwissenschaftler Alfred Grosser im Alter von 99 Jahren in Paris verstorben. Er galt als intellektueller Wegbereiter der deutsch-franz\u00f6sischen Freundschaft. 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