{"id":115159,"date":"2023-08-31T11:50:16","date_gmt":"2023-08-31T09:50:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=115159"},"modified":"2023-09-03T10:32:58","modified_gmt":"2023-09-03T08:32:58","slug":"antikriegstag-gemetzel-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/antikriegstag-gemetzel-beenden\/","title":{"rendered":"Antikriegstag: Gemetzel beenden"},"content":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder: Der 1. September ist Antikriegstag. G\u00fcnter Verheugen (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/spd\/\">SPD<\/a>), zuletzt 2004-2009 EU-Kommissar und Vizepr\u00e4sident der EU-Kommission, fordert dazu zum <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/ukrainekrieg\/\">Ukrainekrieg<\/a> eindringlich <em>&#8222;Das Gemetzel muss beendet werden&#8220;<\/em> (1). Zwei weitere Statements von Verheugen:<!--more--><br \/>\n<em>&#8222;Der Krieg begann 2014&#8220;,<\/em> und zwar mit dem Verbot des Russischen als der Muttersprache der russischst\u00e4mmigen Bev\u00f6lkerung in der Ukraine in Regionen wie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/donbass\/\">Donbass<\/a>, Donezk und Lugansk, wobei das Sprachverbot im Zeitraum 2014-2022 mit milit\u00e4rischer Gewalt durchgesetzt wurde. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/friedensdemo\/\">Wolfram Wette<\/a> von der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/friedensbewegung-ukrainekrieg\/\">Friedensbewegung<\/a> folgert daraus &#8222;Wer die Ursachen des Krieges nicht versteht, der wird auch keine zufriedenstellende L\u00f6sung f\u00fcr alle Konfliktpartner auf den Tisch legen k\u00f6nnen&#8220; (5). Und der Schweizer Milit\u00e4rhistoriker <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/waffenstillstand\/\">Jacques Baud<\/a>, der die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/vorgeschichte\/\">Vorgeschichte<\/a> des Konflikts Russland-USA in der Ukraine untersucht hat, sagt eindringlich: \u201eZur\u00fcck zu den Fakten, zur\u00fcck zum Dialog!\u201c.<\/p>\n<p><em>&#8222;Meine Freiheit ist nicht durch Russland bedroht&#8220;<\/em>. Mit diesen Worten mahnt Verheugen an, sich wieder an die von Willy Brandt begr\u00fcndete <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/entspannungspolitik\/\">Entspannungspolitik<\/a> zu erinnern und diese zu reaktivieren.<br \/>\n.<br \/>\nDie Ampel-Regierung mu\u00df von Kriegs- auf Friedensrhetorik umschalten. Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag &#8222;Die Welt braucht Frieden&#8220; fordert sie dazu eindringlich auf (6).<\/p>\n<p>&#8222;\u201eRussland darf nicht gewinnen\u201c \u2013 koste es, was es wolle&#8220; (3), das ist die Ratio der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/ampel\/\">Ampel<\/a> in Berlin. Diese Ratio weiter zu verfolgen ist einfach nur widersinnig: Angesichts des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/850-000-manifest-fuer-frieden\/\">milit\u00e4rischen Patts<\/a> wie auch im Hinblick auf die zigtausenden jungen ukrainischen und russischen S\u00f6hne, die man in diesem Krieg sterben l\u00e4\u00dft. Wie im 1. Weltkrieg liegen die jungen M\u00e4nner in Sch\u00fctzengr\u00e4ben gegen\u00fcber. Auch heute.<br \/>\n31.8.2023<\/p>\n<p>Ende von Beitrag &#8222;Antikriegstag: Gemetzel beenden&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (6)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Krieg in der Ukraine: &#8218;Das Gemetzel muss beendet werden&#8220;<\/strong><br \/>\n<strong>G\u00fcnter Verheugen \u00fcber Friedensverhandlungen und die Debatte in Deutschland<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\n\u201eIch bin sehr gepr\u00e4gt von der fr\u00fchen Entspannungspolitik. Ich habe sie nicht nur miterlebt, sondern ich war daran beteiligt. Wenn Willy Brandts Position gewesen w\u00e4re, dass man mit Breschnew nicht reden kann, w\u00e4re der Kalte Krieg bis heute nicht beendet \u2026 Ich bin gepr\u00e4gt von der fr\u00fchen Bundesrepublik. Ich erinnere mich daran, wie das Leben in einem nicht nur materiell, sondern auch moralisch zerst\u00f6rten Land ausgesehen hat. Nie wieder Krieg, das ist im Bewusstsein meiner Generation und derjenigen, die den Krieg selbst noch erlebt haben, tief verankert.\u201c<br \/>\n\u201eDer Umsturz in der Ukraine wird bei uns dargestellt als eine demokratische Revolution von begeisterten Pro-Europ\u00e4ern. Das war eine fabelhafte PR-Nummer, denn es ist nur ein Ausschnitt der Wahrheit. Es war ein vorbereiteter Staatsstreich. Die ersten Ma\u00dfnahmen der \u00dcbergangsregierung waren gegen die russischst\u00e4mmige Bev\u00f6lkerung in der Ukraine gerichtet.<br \/>\n<em><strong>Dann begann der Krieg, 2014<\/strong> <\/em>mit der sogenannten Anti-Terror-Operation, und die russische Politik von Putin wurde d\u00e4monisiert. Die Annexion der Krim hat ihn ins Unrecht gesetzt, das machte es leicht. Der Krieg in der Ukraine wird entsprechend \u00fcberh\u00f6ht zu einem Kampf zwischen rivalisierenden Systemen, aber das ist dieser Krieg nicht. Es geht nicht um Ihre oder meine Sicherheit. Wegen meiner Freiheit und zur Verteidigung meiner demokratischen Rechte muss kein Mensch in der Ukraine sterben. Meine Freiheit ist nicht durch Russland bedroht. Schon allein das zu sagen, bringt einen heute in den Verdacht, ein n\u00fctzlicher Idiot des Kremls zu sein. Deshalb, um keine Missverst\u00e4ndnisse aufkommen zu lassen: Es besteht kein Zweifel daran, dass Russland der Aggressor ist, Vertr\u00e4ge und Grunds\u00e4tze verletzt hat, die das friedliche Zusammenleben in Europa regeln sollen. Aber man muss die Vorgeschichte dieses Kriegs kennen, um sich ein sachliches Urteil zu bilden.\u201c<br \/>\n.<br \/>\nDas Gespr\u00e4ch mit G\u00fcnter Verheugen f\u00fchrte Silke Hellwig.<\/p>\n<p><em>G\u00fcnter Verheugen<\/em><br \/>\n<em>war viele Jahre Mitglied der FDP, unter anderem war er ihr Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Generalsekret\u00e4r. 1982 wechselte er in die SPD. Er war Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Bundestagsfraktion, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion sowie Staatsminister im Ausw\u00e4rtigen Amt. Von 2004 bis 2009 war er EU-Kommissar in Br\u00fcssel und Vizepr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Kommission.<\/em><br \/>\n.<br \/>\nBuch<br \/>\nMit den Ursachen und Folgen des Kriegs in der Ukraine befasst sich auch der Band &#8222;Ukrainekrieg: Warum Europa eine neue Entspannungspolitik braucht&#8220;, den der Bremer Politikwissenschaftler Stefan Luft mit herausgegeben hat. Zu den Autoren z\u00e4hlen unter anderem der ehemalige Hamburger B\u00fcrgermeister Klaus von Dohnanyi und der Soziologe Wolfgang Streeck sowie der franz\u00f6sische Osteuropa-Experte David Teurtrie.<br \/>\n&#8230; Alles vom 29.8.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.e-pages.dk\/weserkurier\/171502\/article\/1882601\/3\/1\/external\/\">https:\/\/www.e-pages.dk\/weserkurier\/171502\/article\/1882601\/3\/1\/external\/<\/a><br \/>\nhttps:\/\/www.weser-kurier.de\/<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) SPD-Politiker Verheugen: \u201eMeine Freiheit ist nicht durch Russland bedroht\u201c<\/strong><br \/>\nDer Krieg in der Ukraine wird \u00fcberh\u00f6ht zu einem Kampf zwischen rivalisierenden Systemen, aber das ist dieser Krieg nicht. Es geht nicht um Ihre oder meine Sicherheit. Wegen meiner Freiheit und zur Verteidigung meiner demokratischen Rechte muss kein Mensch in der Ukraine sterben.<br \/>\nUnter dem Titel \u201eDas Gemetzel muss beendet werden\u201c hat der Weser-Kurier heute ein Interview mit dem SPD-Politiker G\u00fcnter Verheugen \u00fcber den Krieg in der Ukraine, \u00fcber Friedensverhandlungen und die Debatte in Deutschland gef\u00fchrt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nKein Geringerer als Johannes Varwick kommt zu dem Schluss: \u201eDas Interview mit G\u00fcnther Verheugen ist kl\u00fcger und weitsichtiger als die Durchhalteparolen vieler der \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen \u2013 die das jetzt wieder erwartbar ver\u00e4chtlich machen.\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.e-pages.dk\/weserkurier\/171502\/article\/1882601\/3\/1\/external\/\">https:\/\/philosophia-perennis.com\/2023\/08\/29\/spd-politiker-verheugen-meine-freiheit-ist-nicht-durch-russland-bedroht\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDie Angelegenheit mit der Krim ist sehr viel komplexer, als dass man einfach von Annexion sprechen k\u00f6nnte. Die Krim wurde erst 1954 von Chruschtschow der Ukraine geschenkt. Die Bev\u00f6lkerung der Krim wurde nicht befragt. Keineswegs alle sowjetischen staatlichen Institutionen erkl\u00e4rten sich einverstanden. Die Bev\u00f6lkerung hat aber mehrfach schon in den 90er Jahren und schlie\u00dflich 2014 f\u00fcr die R\u00fcckkehr zu Russland gestimmt. Auch ob Putin der einzige Aggressor ist, ist mehr als fraglich. Der Krieg gegen den Donbass wurde 2014 von der Ukraine und Poroschenko aus begonnen. Obwohl von Lugansk und Donezk nur Autonomie und nicht Losl\u00f6sung verlangt wurde, verweigerte trotz der Minsker Abkommen Poroschenko jede Verhandlung. Der russischen Sprache wurde die Gleichberechtigung verboten, Schulunterricht darin gab es nicht mehr, obwohl die \u00fcberwiegende Zahl der Einwohner russisch-sprachig ist. Die Einwohner wurden von allen Geldern aus der Ukraine abgeschnitten, es gab keinerlei Versorgung. Angriffe auf zivile Ziele und Personen wurden durchgef\u00fchrt, die sich vor dem Beginn von Putins milit\u00e4rischem Eingriff noch einmal wesentlich steigerten. Die Bedrohung des Donbass durch die ukrainische Armee geht auch jetzt noch weiter. Aber immerhin, Verheugen ist nicht ganz so realit\u00e4tsfern wie die Gr\u00fcnen. I.K.<br \/>\n.<br \/>\nDie Ukraine und das ukrainische Volk sind die gr\u00f6\u00dften direkten Opfer des Krieges des Westens gegen Russland in der Ukraine. Wenn dem Westen die Ukraine wirklich am Herzen l\u00e4ge, h\u00e4tte es den Krieg nicht gegeben, nicht den B\u00fcrgerkrieg in der Ukraine und den achtj\u00e4hrigen Beschuss der Zivilbev\u00f6lkerung im Donbass und auch nicht die russische Milit\u00e4rintervention. Inc<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) Abschied vom Siegfrieden \u2013 Stehen wir vor einer \u201eZeitenwende\u201c im Ukrainekrieg?<\/strong><br \/>\nDas offizielle Deutschland setzt wie der gesamte Westen weiter auf einen Sieg der Ukraine im Krieg gegen Russland. Doch die milit\u00e4rische Wirklichkeit macht diese Erwartung immer unwahrscheinlicher.<br \/>\nSeit Beginn des Krieges in der Ukraine hat die westliche Politik auf die Entscheidung auf dem Schlachtfeld gesetzt. Die Verhandlungen im Februar\/M\u00e4rz 2022 zwischen Russland und der Ukraine deuten darauf hin, dass die beiden unmittelbaren Kriegsparteien zumindest zu dieser Zeit auch andere Optionen f\u00fcr denkbar hielten. <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/ukrainekrieg\/\">https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/ukrainekrieg\/<\/a><br \/>\n&#8230;<br \/>\nInsgesamt bleibt bemerkenswert, dass der menschliche Faktor des Krieges weitgehend ausgeblendet wird: Br\u00fcder, Ehem\u00e4nner, V\u00e4ter, Freunde werden in diesem Krieg verheizt wie Br\u00fcder, Ehem\u00e4nner, V\u00e4ter und Freunde im Ersten Weltkrieg. Nirgends \u2013 so scheint es \u2013 regt sich ob dieses unermesslichen Grauens auch nur ein Qu\u00e4ntchen Empathie. \u201eRussland darf nicht gewinnen\u201c \u2013 das ist die Ratio, koste es, was es wolle.<br \/>\nDabei sind die Perspektiven ern\u00fcchternd. Je l\u00e4nger der Krieg andauert, desto gr\u00f6\u00dfer werden die Sch\u00e4den sein, die Land und Leuten zugef\u00fcgt werden. Und: desto gr\u00f6\u00dfer werden die territorialen Zugest\u00e4ndnisse sein, die bei einer Verhandlungsl\u00f6sung gemacht werden m\u00fcssen. Wer glaubt ernsthaft, dass die wesentlich kleinere Ukraine in der Lage sein k\u00f6nnte, das gr\u00f6\u00dfere Russland milit\u00e4risch zu besiegen?<br \/>\n.<br \/>\nOb der Krieg in absehbarer Zeit beendet wird, h\u00e4ngt nicht nur von der Ukraine ab. Russlands Entscheidungsfindung wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu geh\u00f6rt der sunk-cost effect \u2013 angesichts der bereits entstandenen Kosten (humanit\u00e4r, \u00f6konomisch) wird Russland nur dann Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen zustimmen, wenn sie ohne Vorbedingungen begonnen werden. Zudem hat die Ukraine f\u00fcr Russland noch st\u00e4rker als f\u00fcr die Nato und die USA eine strategische Bedeutung, so dass es die in diesem Konflikt erreichten Ziele nicht gef\u00e4hrden wird. Weiterhin betrachtet die russische Seite diesen Krieg als Folge einer globalen Aggression des Westens und nicht als isoliertes Kr\u00e4ftemessen. F\u00fcr die russische F\u00fchrung steht dieser Krieg ebenfalls f\u00fcr eine \u201eZeitenwende\u201c \u2013 f\u00fcr ein Ende der Hegemonie des Westens und der USA und f\u00fcr eine multipolare Weltordnung.<br \/>\n&#8230; Alles vom 27.8.2023 von Stefan Luft bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/abschied-vom-siegfrieden-zeitenwende-im-ukrainekrieg\">https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/abschied-vom-siegfrieden-zeitenwende-im-ukrainekrieg<\/a><br \/>\noder auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103056#h01\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103056#h01<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(4) Frieden muss manchmal mit Krieg erreicht werden<\/strong><br \/>\n<strong>Auch der Frieden hat seinen Preis<\/strong><br \/>\n&#8230; Die Friedensbewegung ist zersplittert. Doch viele, die heute nach Frieden schreien, sind in Wahrheit auf der Seite Putins \u2013 und gegen die USA. Echter Frieden interessiert sie nicht.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10.8.2023 von Tobias Heimbach bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/frieden-muss-manchmal-mit-krieg-erreicht-werden--278933446.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/frieden-muss-manchmal-mit-krieg-erreicht-werden&#8211;278933446.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nKrieg ist noch nie eine L\u00f6sung f\u00fcr den Frieden gewesen, das sollte anhand der Geschichte zwischenzeitlich auch dem letzten so langsam einleuchten&#8230; L.Sch.<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>&#8230; Lawrence Wilkerson : Besinnung auf die drei gro\u00dfen C<\/strong><\/em><br \/>\nIn einem Interview wirft Lawrence Wilkerson einen Blick auf die Entstehung des vielschichtigen Konflikts, die zentralen Aspekte der Auseinandersetzung zwischen den Atomm\u00e4chten und auf die aktuelle Lage. Als ehemaliger Oberst der US-Armee und ehemaliger Stabschef des ehemaligen US-Au\u00dfenministers Colin Powell hat Wilkerson mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit einen besseren Einblick in die internen Vorg\u00e4nge und Zusammenh\u00e4nge als die meisten Kommentatoren, die das Geschehen nur gefiltert, nur ausschnittsweise und von au\u00dfen betrachten. In seiner Analyse weist Wilkerson nicht nur auf die zunehmende Gefahr einer direkten Konfrontation der Atomm\u00e4chte hin. Mit den \u00bbdrei C\u00b4s\u00ab skizziert der Experte auch eine Strategie, mit der s. E. ein Weg aus der verfahrenen Situation gefunden werden kann.<br \/>\nThemen und Zusammenfassung des Interviews:<br \/>\n0:00 Einf\u00fchrung. Vorstellung von Lawrence Wilkerson<\/p>\n<p>1:03 Der Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan<br \/>\nOb der Grund Senilit\u00e4t oder ihr Charakter ist: Sie ist die falsche Person an dieser Stelle. Sie ist unverantwortlich.<\/p>\n<p>2:53 Indisch-pazifischer Kalter Krieg<br \/>\nChina ist der Hegemon in dieser Region. Das ist nicht abwertend gemeint, sondern anerkennt die Realit\u00e4ten. Die USA haben dort die Vorherrschaft verloren und versuchen sie durch die Einkreisung Chinas wieder zu gewinnen. \u00bbDie USA brauchen einen neuen Kalten Krieg, weil sie zu einer Oligarchie in Bezug auf R\u00fcstungsindustrie und die damit verbundenen Auftr\u00e4ge geworden sind.\u00ab Der Punkt: \u00bbEs gibt dort eine Rendite von 450.000 Prozent&#8230; Daher wird der Krieg in der Ukraine weitergehen.\u00ab<\/p>\n<p>6:58 Sicherheit und Stabilit\u00e4t im indo-pazifischen Raum<br \/>\n\u00bbNuklarwaffen sind ein ebenso gro\u00dfes Problem, wie die Klimakrise und das liegt an der Aufl\u00f6sung alles bisherigen Vertr\u00e4ge. Der einzige Vertrag der noch besteht ist der New Start.\u00ab Wir haben alle Vertr\u00e4ge aufgel\u00f6st: Open Sky, den Vertrag \u00fcber konventionelle Streitkr\u00e4fte in Europa, den INF-Vertrag, Mittelstrecken-Streitkr\u00e4fte-Vertrag, den ABM-Vertrag, Raketenabwehrvertrag. Erinnerung an die Kubakrise.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der Erfahrungen und angesichts der aktuellen Lage fordert Wilkerson die Besinnung auf die drei C: Commitment (Mitmenschlichkeit), Cooperation und Collaboration. \u00bbWenn wir Letzteres nicht tun, werden wir gemeinsam untergehen!\u00ab<\/p>\n<p>11:30 Krieg in der Ukraine: Russlands Ziele<br \/>\nFrage: Welche Ziele verfolgt Russland? Antwort: \u00bbWir haben diesen Konflikt unangemessen dargestellt. Wir haben gelogen, z.T. sogar vors\u00e4tzlich. Mehr als alles andere ist die NATO-Erweiterung der Ausl\u00f6ser. Ein Beispiel: Jemand w\u00fcrde Raketen in Mexiko installieren und Texas ermuntern beizutreten. Was w\u00e4re die Reaktion der USA? Russland versuchte wiederholt ein anerkannter Teil von Europa zu werden, aber jedes Mal wurden es abgewiesen. Die Einmischung der USA in europ\u00e4ische Angelegenheiten muss aufh\u00f6ren. Wir brauchen eine europ\u00e4ische Sicherheitsarchitektur um die NATO zur\u00fcckdr\u00e4ngen. Wir m\u00fcssen Kooperieren und nicht solange konkurrieren und alle Mittel daf\u00fcr einsetzen, bis einer die Oberhand bekommt und glaubt seine St\u00e4rke ausspielen zu k\u00f6nnen. Dann ist alles verloren.<\/p>\n<p>17:31 Westliche Sanktionen<br \/>\nSanktionen sind unsinnig. Im Kern geht es darum die Macht des Dollars zu erhalten oder aufzuheben. \u00bbMehr als 3 Milliarden Menschen haben die Nase von den US-amerikanischen Sanktionen, weil sie selbst schon einmal darunter gelitten haben.\u00ab Das beg\u00fcnstigt Putins Macht und sch\u00e4digt Europa.<\/p>\n<p>22:31 NATO-Erweiterung: Schweden &amp; Finnland<br \/>\nRussland ist eine Weltmacht mit enormen Potenzen. Es ist unklug, seine Interessen zu \u00fcbergehen und das Land unter Druck zu setzen. Wie in Georgien wird jede politische F\u00fchrung quasi zu Reaktionen gezwungen.<br \/>\n25:13 R\u00fcckeroberung der Krim durch die Ukraine<br \/>\nDurch die Aufgabe der Anforderungen f\u00fcr einen Beitrag in die NATO, wurde Selenskij zu seiner kompromisslosen Haltung ermuntert. Der Verzicht auf die bisher geltenden Voraussetzungen, Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Institutionen usw. hat die Gefahr einer Ausweitung des Krieges deutlich erh\u00f6ht. \u00bbBill Clinton ist f\u00fcr diesen Prozess verantwortlich.\u00ab Die NATO hat ihren atomaren Schutzschirm \u00fcber L\u00e4nder gespannt, die wie Polen, Montenegro und jetzt die Ukraine, seit langem gegen Russland protestieren und die politische Landkarte ver\u00e4ndern wollen.<\/p>\n<p>28:28 Israel &amp; Pal\u00e4stina<br \/>\nDie milit\u00e4rische Intervention der USA in den Irak und die Destabilisierung Syriens und des Libanons hat die Situation in der Levante versch\u00e4rft. Es geht zentral um den Zugriff auf das Wasser, das \u00d6l und das Gas in der Region. Israel will keinen Konkurrenten. Deshalb wurden und werden die entsprechenden Ziele immer wieder bombardiert. \u00bbDas ist Israels gegenw\u00e4rtiger Raubtierstatus.\u00ab Die instabilen Verh\u00e4ltnisse haben zu den gr\u00f6\u00dften Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men in der Welt gef\u00fchrt. Heute befinden sich bereits 178 Millionen Menschen auf der Flucht. Nach unserer Analyse werden es im Jahre 2065 eine halbe bis eine Milliarde sein. Hinzu kommt die katastrophale Ern\u00e4hrungssituation in Afrika und die Agrarpolitik der USA. \u00bbOhne die Schweine und Maisbauern in Iowa h\u00e4tte die dortige Bev\u00f6lkerung nicht \u00fcberleben k\u00f6nnen. Unter Trump wurden 94% des Mais zu Herstellung von Ethanol verwendet. Die Lebensmittel, die das ersetzen sollten, kamen aus der Ukraine und Russland. Wenn wir hier keine internationale Kooperation aufbauen, wird das alles &#8211; versch\u00e4rft durch die Klimakrise &#8211; in einer Katastrophe enden. Auf die Nachfrage nach den letztlichen Zielen Israels kam die knappe Antwort: \u00bbAusrottung der Pal\u00e4stinenser oder Apartheid.\u00ab<br \/>\n35:54 Zustand des US-Imperiums<br \/>\n850 Milit\u00e4rbasen und St\u00fctzpunkte weltweit. Alle anderen L\u00e4nder zusammen besitzen noch nicht einmal 90. Die USA sind ein Imperium, aber deren Macht schwindet. Wenn wir global nicht zu den gro\u00dfen 3 C\u00b4s, Commitment, Cooperation und Collaboration finden, werden wir alle in einer gro\u00dfen Katastrophe untergehen. Wilkersons Schlussworte:\u00ab Ich hoffe, dass das gelingen wird, aber ich erwarte es nicht.\u00ab<br \/>\nQuelle acTVism: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kevmQ4c-htc\">http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kevmQ4c-htc<\/a><br \/>\nUnabh\u00e4ngig von den d\u00fcsteren Bef\u00fcrchtungen Wilkersons, scheint es mir sinnvoll, jede Eskalation zu vermeiden, die Emotionen runterzufahren, die kl\u00fcgsten und erfahrensten K\u00f6pfe zu Wort kommen zu lassen und deren Expertise in die Entscheidungen \u00fcber Krieg und Frieden einzubeziehen. Vielleicht kann so ein Weltenbrand verhindert werden.<br \/>\nVolker O&#8217;Barden<br \/>\n.<br \/>\n&#8230; selbst in der Ukraine gibt es eine Friedensbewegung, die &#8222;Ukrainische Pazifistische Bewegung&#8220;, die jedoch unterdr\u00fcckt wird. Ihr Sekret\u00e4r, Juri Scheljaschenko, wurde wegen &#8222;St\u00f6rung der Mobilisierung&#8220; angeklagt und ihm drohen mehrere Jahre Haft. So geht Demokratie. B.F.<br \/>\n.<br \/>\nWelches Kriegsziel hat die Bundesrepublik Deutschland im Ukraine-Krieg?<br \/>\nGenau die von Herrn Heimbach vertretene Losung &#8222;Wer den Frieden m\u00f6chte, der r\u00fcste zum Krieg&#8220; und die entsprechende Politik hat die Ukraine und Europa in die Lage gebracht, in der wir jetzt sind: NATO-Osterweiterung (ab 1999 ohne jegliche russische Bedrohung), 2010 Raketenabwehrsysteme der USA in Polen (damals hie\u00df es fadenscheinig &#8222;gegen den Iran&#8220;), Errichtung von Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten auf dem Balkan, im Baltikum, offene Beihilfe des Westens beim Sturz von missliebigen Regierungen. Vers\u00e4umt wurde eine Politik der Vertrauensbildung. Welches Kriegsziel hat die Bundesrepublik Deutschland im Ukrainekrieg? Als Anh\u00e4nger der Friedensbewegung, die von Herrn Heimbach als esoterisch, politisch \u00fcberfordert, eigenn\u00fctzig, unbedeutend, antiamerikanisch und naiv abgestempelt wird, erlaube ich mir, die naive Frage zu stellen, die Singer-Songwriter Bob Dylan schon 1962 gestellt hat: &#8222;Wie viele Tote braucht es noch, bis ihr erkennt, dass zu viele Menschen gestorben sind&#8220;?<br \/>\n31.8.2023, Wolfgang Rogge, Freiburg, BZ<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>Die Risiken des Krieges sind einfach nicht kalkulierbar<\/strong><\/em><br \/>\nEs ist schon recht merkw\u00fcrdig, wie Tobias Heimbach die Friedensbewegung in Deutschland analysiert. Folgt man seiner Sicht auf das schreckliche Geschehen im \u00f6stlichen Europa, dann gilt als der einzig richtige Weg zum Frieden dort, dass wir Deutschen uns zum Krieg r\u00fcsten. &#8222;Man brauche die Armee nicht oft, aber wenn der Anlass da sei, brauche man eben die Armee&#8220;. Denn &#8222;unsere Verb\u00fcndeten f\u00fcrchten sich vor einem schwachen Deutschland, das ihnen gegen Russland nicht beistehen kann&#8220;, so Heimbach. Gek\u00e4mpft werde in der Ukraine doch nur f\u00fcr den Frieden. Eine Friedensbewegung, die das nicht verstehe, werde ihrem Namen nicht gerecht. F\u00fcr Herrn Heimbach ist der Preis f\u00fcr den Frieden also nicht nur in den extrem gesteigerten R\u00fcstungsausgaben samt Waffenlieferungen zu sehen. Er erweckt den Eindruck, dass der Westen, das hei\u00dft, die Nato, sich auch f\u00fcr einen Einsatz in diesem Krieg r\u00fcsten soll. Ich bin einst als Kriegsdienstverweigerer (Grundgesetz Artikel 4,3) anerkannt worden. Mein Einwand in aller Bescheidenheit gegen Herrn Heimbach ist: Auch Pazifisten sind sich der Begrenztheit jedes Horizontes, sogar ihres eigenen, bewusst. Dennoch bewerte ich es als Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, wenn im \u00f6ffentlichen Diskurs \u2013 wer auch immer \u2013 verspricht, Kriege mit hinreichender Sicherheit steuern, begrenzen oder siegreich beenden zu k\u00f6nnen. Die Risiken des Krieges in einer Zeit, in der mit massenvernichtendem Nuklearwaffen-Einsatz gedroht wird, sind einfach nicht kalkulierbar. Einen Sieg der Ukraine mit Hilfe des Westens als Ziel auszugeben, koste es, was es wolle, ist aus meiner Sicht in keiner Hinsicht verantwortbar. Schon im vergangenen Jahr konnte man erfahren, dass infolge der Kriegswirren die Ukraine bereits ein Drittel ihres Sozialproduktes von vor dem Krieg eingeb\u00fc\u00dft hat, abgesehen von den Gefallenen und Verwundeten und den \u00fcbrigen schrecklichen Folgen der Flucht der Bev\u00f6lkerung ins In- und Ausland. Der Bundeskanzler sollte statt Taurus-Marschflugk\u00f6per zu liefern, diplomatisch alles in seiner Macht stehende tun, was zu einem Waffenstillstand und zu Verhandlungen f\u00fchrt.<br \/>\n31.8.2023, Johannes Maier, Waldkirch, BZ<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>Wem n\u00fctzen die vielen Toten, Versehrten und Entstellten eines Krieges?<\/strong><\/em><br \/>\nDer Autor ist also der Meinung, dass eine Armee wie ein Brautkleid ist. Und der Wunsch nach Frieden sei ein Synonym f\u00fcr den gerechten Kampf, also den Krieg in der Ukraine. Und der &#8222;milit\u00e4risch-industrielle Komplex&#8220; mit den von ihm finanzierten Think-Tanks in aller Welt ist quasi ein Missverst\u00e4ndnis. Solche sinnlosen, zynischen Gedankenfl\u00fcsse, die ausschlie\u00dflich auf einer kriegsfreundlich-milit\u00e4rischen Denkweise beruhen, wabern bereits seit Februar 2022 durch einen Gro\u00dfteil der Medienschaffenden. Dabei ist alles so einfach: Wem n\u00fctzt ein Krieg? Wem n\u00fctzen die vielen Toten, Versehrten und Entstellten eines Krieges, die den Preis des Friedens im Sinne von Herrn Heimbach zahlen? Den Staatsgrenzen? Der nationalen Idee? Den v\u00f6lkischen Vorstellungen? Dem einfachen Volk? Und wer tr\u00e4gt die Kosten? Wer zieht den Gewinn? Die Internationale der Superreichen, die Aktion\u00e4re der R\u00fcstungsfirmen, die in Russland sogenannten Oligarchen (in der Ukraine gibt es nat\u00fcrlich keine, jedenfalls h\u00f6rt man nichts mehr \u00fcber sie)?<br \/>\n31.8.2023, Manfred Klimanski, Denzlingen, BZ<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(5) Friedensbewegung: &#8222;Mehr Waffen f\u00fchren zu keiner L\u00f6sung&#8220;<\/strong><br \/>\nEinmal mehr findet am 1. September in Freiburg eine Kundgebung zum Antikriegstag statt. An Abr\u00fcstung f\u00fchrt aktuell kein Weg vorbei, sagt Winfried Cordi.<br \/>\nCordi: &#8222;Innerhalb der Friedensbewegung ist es absolut unumstritten, dass wir abr\u00fcsten m\u00fcssen und anstelle einer Kriegslogik eine Friedenslogik finden m\u00fcssen. Es gibt in Kreisen des B\u00fcndnisses auch Akteure, die keine eindeutige Position zu Waffenlieferungen haben oder diese im Fall der Ukraine teilweise sogar bef\u00fcrwortet haben. Aber ich glaube, dass immer mehr Waffen zu keiner L\u00f6sung f\u00fchren, sondern weiter ins Verderben. Seit dem Zweiten Weltkrieg war die Gefahr eines Atomkrieges nie so gro\u00df wie heute, sagen Wissenschaftler. Wir brauchen eine neue Sicherheitsarchitektur \u2013 keine, die sich gegen bestimmte L\u00e4nder richtet, sondern eine, in der die Interessen aller L\u00e4nder ber\u00fccksichtigt sind. Und Abr\u00fcstung ist das Gebot der Stunde. Im Bundestag wird derzeit \u00fcber die Kindergrundsicherung gestritten, f\u00fcr die nur 2,3 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung stehen anstatt der 20 Milliarden, die die Wohlfahrtsverb\u00e4nde als notwendig ansehen. Das zeigt, dass wir die 100 Milliarden aus der R\u00fcstung am anderer Stelle dringender brauchen. Nach 2025, wenn Sondermittel wegfallen, wird ein R\u00fcstungshaushalt von \u00fcber 70 Milliarden nur mit Streichungen im Sozialhaushalt finanzierbar sein.&#8220;<br \/>\n&#8230; Alles vom 31.8.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mehr-waffen-fuehren-zu-keiner-loesung--282329872.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mehr-waffen-fuehren-zu-keiner-loesung&#8211;282329872.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Winfried Cordi (68) ist einer der Sprecher der DFG-VK Freiburg und Mitglied des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/frieden\/\">Friedensforums Freiburg<\/a>.<\/em><br \/>\n.<br \/>\nZum Antikriegstag findet am Freitag, 1. September 2023, in Freiburg eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/friedensdemo\/\">Kundgebung<\/a> an der Ecke Rotteckring\/Rathausgasse am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus statt. Anschlie\u00dfend spricht um 19 Uhr Historiker Wolfram Wette zum Thema &#8222;Ukraine-Krieg. Ursachen &#8211; Interessen \u2013 Aussichten&#8220; im Gewerkschaftshaus, Friedrichstra\u00dfe 41-43.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>(6) Zum Antikriegstag 1. September \u2013 Nie wieder Krieg!<\/strong><br \/>\nAm 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Angriff der Hitlerarmee auf Polen. Schon damals wurde gelogen wie heute wieder, als die Propaganda des Staatsfunks t\u00f6nte, \u201eSeit 5 Uhr 45 wird zur\u00fcckgeschossen\u201c. Nein, es wurde nicht zur\u00fcckgeschossen, sondern angegriffen. Wobei es eigentlich nicht gegen Polen ging, denn das Kriegsziel Hitlers war Russland, Polen war nur im Weg. Am 22. Juni 1941 war es dann soweit, die ersten deutschen Panzer \u00fcberfuhren die russische Grenze. Stalins Versuch, den Angriff mit dem Hitler-Stalin-Pakt hinauszuschieben, war fehlgeschlagen.<\/p>\n<p>Auch 2014 und 2015 wurde mit den Abkommen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/vorgeschichte\/\">Minsk I und II<\/a> wieder gelogen, als der Osten der Ukraine angeblich befriedet werden sollte, nachdem sich die Krim, Donezk und Luhansk nach Volksabstimmungen aus dem Staub machen wollten. Daraufhin f\u00fchrte die Ukraine gegen die beiden Volksrepubliken einen nicht erkl\u00e4rten Krieg. Leider erf\u00e4hrt man nur in ausl\u00e4ndischen Medien die Vorgeschichte der-maidan-war-ein-illegaler-putsch-vom-westen-unterstuetzt des Krieges. Wie die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/merkel-minsk-zum-zeitgewinn\/\">\u201eVermittlerin\u201c Angela Merkel<\/a> j\u00fcngst einr\u00e4umte, sollte mit den Minsk-Abkommen nur Zeit gewonnen werden, um die Ukraine gegen Russland als Schutzmacht der abtr\u00fcnnigen Volksrepubliken aufzur\u00fcsten.<\/p>\n<p>Seit diesem Sommer rollen schon wieder deutsche Panzer im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, in der Ukraine. Und sie rollen wieder gen Osten, bis wohin? Der Krieg wird l\u00e4ngst nicht mehr nur in der Ukraine gef\u00fchrt, das von Russland angegriffen wurde. Der Krieg wird schon in den \u00f6stlichen Volksrepubliken nahe der russischen Grenze gef\u00fchrt. Auch k\u00f6nnen deutsche Geschosse, Drohnen und Marschflugk\u00f6rper Russland erreichen und tun es vermutlich schon. Dieser schlimme Krieg, in dem neue Waffensysteme getestet und alte Waffen verschrottet werden, forderte hunderttausende Tote und Verletzte auf beiden Seiten, und das Schlachten scheint kein Ende zu nehmen.<\/p>\n<p>Aus der Losung \u201eNie wieder Krieg\u201c wurde \u201eSchon wieder Krieg\u201c. Der Angriff erfolgte diesmal zwar erstmals vom Osten aus, die Angriffsvorbereitungen wurden jedoch aus unserem Westen getroffen. Was von den Kriegstreibern in Westeuropa und den USA bestritten wird. Die B\u00f6sen sind immer die Anderen und die Moral hat man selbst gepachtet. Doch liegt die faktengest\u00fctzte Wahrheit meist dazwischen und nur Politiker a.D. wie aktuell G\u00fcnter Verheugen trauen sich zu widersprechen, Meine-freiheit-ist-nicht-durch-russland-bedroht und fordern Das Gemetzel muss beendet werden. So auch der DGB mit seinem diesj\u00e4hrigen Aufruf.<\/p>\n<p>Seit dem 1. September 1957 begeht der Deutsche Gewerkschaftsbund den denkw\u00fcrdigen Tag des Beginns des Ersten Weltkriegs. Der Autor selbst f\u00fchrte als Organisationssekret\u00e4r und DGB-Kreisvorsitzender 15 Jahre lang gut besuchte Veranstaltungen zu diesem Tag durch. Ebenso gegen die als Nachr\u00fcstung verbr\u00e4mte Aufr\u00fcstung des Westens gegen die milit\u00e4risch unterlegene Sowjetunion, was erstrecht f\u00fcr das heutige Russland gilt, siehe vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands (unten \u201eN\u00e4chste\u201c anklicken um alle 32 Vergleiche zu sehen). Alleine mit Atomwaffen k\u00f6nnte uns Putin das F\u00fcrchten lernen \u2013 die allerdings tabu sind (?), zumindest waren. Doch die Situation ist heute nicht weniger ernst als w\u00e4hrend der Kuba-Krise, die das Zeug zum Dritten Weltkrieg hatte.<\/p>\n<p>Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2023, \u201eDie Welt braucht Frieden!\u201c<br \/>\n\u201eJeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit. Das ist die zentrale Lehre, die der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften aus der Geschichte gezogen haben. Das ist der Grund, weshalb wir uns mit all unserer gewerkschaftlichen Kraft f\u00fcr Frieden, R\u00fcstungskontrolle und Abr\u00fcstung, f\u00fcr die Achtung der Menschenrechte und f\u00fcr mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen.<br \/>\nWir leben in einer Zeit, in der dieses Engagement besonders gefordert ist. In unserer Nachbarschaft tobt der v\u00f6lkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Wir fordern die russische Regierung auf, ihn durch den R\u00fcckzug ihrer Truppen zu beenden und die territoriale Integrit\u00e4t der Ukraine wiederherzustellen. Das in der Charta der Vereinten Nationen niedergelegte Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung steht f\u00fcr uns au\u00dfer Frage. (Anmerkung K\u00fcnstle: auch das Selbstbestimmungsrecht steht in der gleichen Charta)<br \/>\nWir warnen aber eindringlich vor dem Irrglauben, immer mehr Waffen f\u00fcr die Ukraine w\u00fcrden zu einem schnelleren Ende des Krieges f\u00fchren. Und wir warnen vor der einseitigen Fixierung der Debatte auf Waffenlieferungen und ein Denken in den Kategorien \u201eSieg\u201c oder \u201eNiederlage\u201c. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Handeln st\u00e4rker auf friedliche Ans\u00e4tze zur Konfliktl\u00f6sung zu fokussieren: Haben Sie den Mut, mehr Diplomatie zu wagen!<br \/>\nWas uns eint, ist die \u00dcberzeugung, dass dauerhafter Frieden und eine stabile internationale Friedensordnung nur m\u00f6glich sind, wenn sich die St\u00e4rke des Rechts durchsetzt \u2013 und nicht das Recht des St\u00e4rkeren. Mit Waffen l\u00e4sst sich kein Frieden schaffen! Das sehen wir \u00fcberall da, wo Kriege und B\u00fcrgerkriege toben \u2013 ob in Syrien, im Iran, im Jemen, im Sudan oder in \u00c4thiopien. Milit\u00e4rische Konflikte und der Einsatz bewaffneter Gewalt bringen Tod, gro\u00dfes Leid und f\u00fchren zu Flucht und Vertreibung. Unsere Solidarit\u00e4t gilt den Menschen auf der Flucht, egal auf welchem Kontinent. Wir verurteilen alle Regierungen, die Krieg, Unterdr\u00fcckung, Gewalt und Folter als Mittel der Politik und Instrumente zur Sicherung ihrer Macht einsetzen!<br \/>\nDie Waffen m\u00fcssen endlich schweigen \u2013 \u00fcberall! Gerade in Zeiten, in denen die geopolitischen Spannungen zwischen Weltregionen zunehmen, ein R\u00fcckfall in das Denken in Machtbl\u00f6cken die Oberhand zu gewinnen droht und ein neuer nuklearer R\u00fcstungswettlauf begonnen hat. Die Zahl unmittelbar einsatzf\u00e4higer Nuklearsprengk\u00f6pfe steigt immer weiter. Gleichzeitig nehmen die Ausgaben f\u00fcr atomare Aufr\u00fcstung aberwitzige Ausma\u00dfe an und lagen allein im letzten Jahr bei rund 77 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Jeder Euro, der zus\u00e4tzlich f\u00fcr Aufr\u00fcstung ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle. Neue Waffensysteme d\u00fcrfen nicht mit der Schlie\u00dfung von Krankenh\u00e4usern oder dem Verzicht auf Zukunftsinvestitionen bezahlt werden. Die j\u00fcngste H\u00e4ufung weltweiter Extremwetterereignisse f\u00fchrt uns drastisch vor Augen, dass die Bek\u00e4mpfung des Klimawandels keinen Aufschub duldet. Der daf\u00fcr erforderliche Umbau unserer Wirtschaft und seine sozial gerechte Gestaltung werden nur gelingen, wenn daf\u00fcr ausreichend \u00f6ffentliche Mittel bereitstehen.<\/p>\n<p>Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, von einer \u2013 wie es die NATO fordert \u2013 weiteren Aufstockung des R\u00fcstungsetats auf zwei Prozent des BIP oder sogar mehr abzusehen und sich mit ihren EU-Partner*innen und im Rahmen der internationalen Staatengemeinschaft f\u00fcr neue nukleare R\u00fcstungskontrollabkommen und eine Eind\u00e4mmung von R\u00fcstungsexporten stark zu machen.\u201c \u2026 (kompletter Text: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/termine\/++co++8acfd9f4-01e1-11ed-8b48-001a4a160123\">https:\/\/www.dgb.de\/termine\/++co++8acfd9f4-01e1-11ed-8b48-001a4a160123<\/a>)<br \/>\n.<br \/>\n&#8230; Alles vom 1.9.2023 von Albrecht K\u00fcnstle bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/die-andere-sicht.de\/2023\/09\/01\/kuenstles-sicht-zum-antikriegstag-1-september-nie-wieder-krieg\/\">https:\/\/die-andere-sicht.de\/2023\/09\/01\/kuenstles-sicht-zum-antikriegstag-1-september-nie-wieder-krieg\/<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder: Der 1. 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