{"id":113389,"date":"2023-07-01T18:55:29","date_gmt":"2023-07-01T16:55:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=113389"},"modified":"2023-07-01T18:56:51","modified_gmt":"2023-07-01T16:56:51","slug":"auswanderung-einwanderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/auswanderung-einwanderung\/","title":{"rendered":"Auswanderung &#8211; Einwanderung"},"content":{"rendered":"<p>Jahr f\u00fcr Jahr wandern immer mehr bestens ausgebildete junge Menschen &#8211; Akademiker wie Facharbeiter &#8211; aus, w\u00e4hrend in der Gegenrichtung \u00fcberwiegend funktionale Analphabeten <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration2021\/\">immigrieren<\/a>. So beziehen ca 70 % aller nach <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/budapest-dublin2015\/\">Budapest 9\/2015<\/a> gekommenen Syrer immer noch Hartz IV bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/buergergeld\/\">B\u00fcrgergeld<\/a>. <!--more-->Irgendwann kann der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/\">Sozialstaat<\/a> dies nicht mehr verkraften.<br \/>\n.<br \/>\nIm Jahr 2022 war die Nettozuwanderung mit 1,4 Mio <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/migration-es-geht-nicht-mehr\/\">Migranten<\/a> (vornehmlich ohne Vor-\/Ausbildung) so hoch wie nie: 2,6 Mio minus 1,2 Mio Ukrainefl\u00fcchtlinge.<br \/>\nIn 2022 wanderten 1,2 Mio <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/auswandern-aus-deutschland\/\">gut Ausgebildete<\/a> mit 35 Jahre Durchschnittsalter zumeist in die USA und Schweiz aus (20 % mehr als 2021).<br \/>\nDiesen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demografie\/bevoelkerungsaustausch\/\">Bev\u00f6lkerungstausch<\/a> als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/staatsvolk\/\">&#8222;Umvolkung&#8220;<\/a> zu bezeichnen w\u00e4re falsch: Es geht nicht um ein v\u00f6lkisches Motiv bzw. irgendeine Verschw\u00f6rung gegen das deutsche Volk, sondern um den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/wohlstand\/\">Wohlstand<\/a>, der mit dem Schwinden des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/\">Mittelstandes<\/a> bzw. der Auswanderung seiner jungen Spezialisten wegbricht. Zur Erinnerung: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/mittelstandsunternehmen\/\">Mittelstandsunternehmen<\/a> stellen 70 % der Arbeitspl\u00e4tze und 90 % der Ausbildungspl\u00e4tze bereit &#8211; wie lange noch?<\/p>\n<p>Das Ungleichgewicht zwischen Auswanderung und Einwanderung, das Alexander Wendt treffend mit &#8222;Mittelstandsexodus gegen Armutsmigration&#8220; (1) beschreibt, f\u00fchrt zum Kollaps der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freie-marktwirtschaft\/\">freien Marktwirtschaft<\/a> (woher kommen die Facharbeiter und Ingenieure?) wie auch des Sozialstaats (wer bezahlt die Transferzahlungen an Migranten?).<\/p>\n<p>Wir ben\u00f6tigen eine qualifizierte Zuwanderung von Erwerbst\u00e4tigen, keine Migration in die Sozialsysteme. Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die jungen hier Ausgebildeten (Lehre, Studium) die M\u00f6glichkeit bietet, im \u00cdnland die von Ihnen gew\u00fcnschte Zukunft zu erarbeiten. Die Regierungen seit 2015 bieten diese M\u00f6glichkeit immer weniger, sondern forcieren \u00fcber den Saldo von &#8222;Mittelstandsexodus gegen Armutsmigration&#8220; einen besorgniserregenden Aderla\u00df.<br \/>\nZudem ist die derzeitige Migrationspolitik ethisch fraglich: Es ist inhuman, Armutsmigranten mittels weltweit h\u00f6chster Sozialhilfen ins Land zu locken (2) in dem Wissen, da\u00df die jungen M\u00e4nner aufgrund Sozialisation und Bildungsferne hier entwurzelt in Parallelgesellschaften ihr Leben fristen werden. Hilfe in den Herkunftsl\u00e4ndern ist sinnvoller.<br \/>\n1.7.2023<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Auswanderung &#8211; Einwanderung&#8220;<br \/>\n====================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (2)<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>(1 Raus aus Deutschland: Dynamische, Hedonisten, Frustrierte\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b<\/strong><br \/>\n<strong>Mittelstandsexodus gegen Armutsmigration<\/strong><br \/>\n<em>Deutschland ist f\u00fcr viele gerade kein \u201eHoffnungsland\u201c (Scholz). Aus wirtschaftlichen und politischen Gr\u00fcnden verlassen viele B\u00fcrger aus der Mittelschicht das Land, w\u00e4hrend unkontrollierte Armutsmigration akzeptiert wird. Das kann nicht gutgehen.<\/em><br \/>\nEs ist ein schlechter Tausch, der seit vielen Jahren vor sich geht. Man kann sogar sagen, das Ergebnis ist ein Aderlass. Gut ausgebildete Deutsche verlassen aus eigenem Antrieb j\u00e4hrlich in der Gr\u00f6\u00dfe einer Mittelstadt das Land, Einwanderer kommen gleichzeitig in Zahlen einer Millionenstadt nach Deutschland. \u201eIm Jahr 2022 wurden rund 1.462.000 mehr Zuz\u00fcge nach Deutschland als Fortz\u00fcge aus Deutschland erfasst\u201c, sagt das Statistische Bundesamt. Zwischen denen, die kommen und denen, die gehen, gibt es noch andere bedeutende Unterschiede. Der augenscheinlichste ist: Die meisten derer, die kommen, wandern in das Sozialsystem ein, entweder als bed\u00fcrftige Kriegsfl\u00fcchtlinge, als \u201eechte\u201c Asylbewerber oder als Menschen mit keiner oder geringer Ausbildung, die mit dem festen Anspruch kommen, dass sie in Deutschland vielleicht Arbeit aber auf jeden Fall Sozialhilfe ohne entsprechende Gegenleistungen erhalten.<br \/>\nDass Migranten ohne eindeutige Rechtsgrundlage (Verfolgung, Asyl, Flucht) auch aus rein wirtschaftlicher Motivation und finanzieller Erwartungshaltung willkommen sind, ist der Grundgedanke einer \u201etotalen Ethik\u201c, die dem Schwur offensichtlich widerspricht, den jeder Kanzler bei seiner Vereidigung schw\u00f6rt: Er oder sie werde sich \u201edem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen\u2026 So wahr mir Gott helfe\u201c.<br \/>\nWenn man sich die Deutschen anschaut, die das Land verlassen, kann man sie grob drei Gruppen zuordnen: Es sind die jungen Dynamischen, die alten Hedonisten und die politisch Frustrierten. Allen drei Gruppen gemein ist, dass sie haupts\u00e4chlich dem Mittelstand entstammen und bestens ausgebildet sind. Man kann sagen, dass der Mittelstand von Eskapismus ergriffen ist und sehr viele Menschen mit dem Gedanken spielen, Deutschland den R\u00fccken zuzukehren, weil sie sich in ihrem Land nicht mehr repr\u00e4sentiert f\u00fchlen. Ihre Leistungen und Anspr\u00fcche k\u00f6nnten in Zukunft gar als politisch unerw\u00fcnscht gelten, weil sie \u201edas alte kapitalistische System\u201c verk\u00f6rpern. Angestellte in Betrieben der klassischen Industrie, Unternehmer, deren G\u00fcterproduktion auf fossilen Energien beruht oder Produzenten in der Konsumg\u00fcter- und Automobilzulieferindustrie k\u00f6nnen sich ausmalen, dass ihr wirtschaftliches Dasein im Industrieland Deutschland seine Halbwertszeit schon durchlaufen hat. Weil das gesamte Netzwerk der deutschen Wirtschaft einer Transformation ausgesetzt werden soll, droht an deren Ende die Daseinsberechtigung des Mittelstandes ebenfalls verloren zu gehen.<\/p>\n<p>Schwur mit gekreuzten Fingern<br \/>\nBevor das geschieht und der Absprungpunkt verpasst wird, packen diese Leute ihre Sachen und verlassen das Land, manche w\u00fctend. Mit einer Politik, die dem Eigenkapital und der Sicherheit des Verm\u00f6gens der B\u00fcrger mit antikapitalistischen Aktivisten auf die Pelle r\u00fcckt, die gedenkt, ihre staatlich verordneten Klimaschutzma\u00dfnahmen mit \u201efinanzieller B\u00fcrgerbeteiligung\u201c umzusetzen und nichts anderes vorhat, als die Enteignung durch die Hintert\u00fcr gesetzlich vorzubestimmen, wollen die klugen Auswanderer nicht konfrontiert werden. Es findet also eine Abstimmung mit den F\u00fc\u00dfen statt.<br \/>\nDie \u201eDynamischen\u201c verlassen das deutsche System, weil sie keinen h\u00f6heren Nutzen von ihm haben und in der Fremde mit ihrer Qualifikation bessere Bedingungen und Sicherheiten vorfinden. Sie gehen dem Sozialsystem als Nettozahler verloren und dem Wirtschaftsstandort als Leistungstr\u00e4ger. Je mehr Menschen der gebildeten Mitte das Land verlassen, umso mehr nimmt der Exodus die Form einer politisch veranlassten Vertreibung an. Denn der Mittelstand besteht naturgem\u00e4\u00df aus Menschen, die ihr individuelles Know-How, ihren kreativen Unternehmergeist, ihre kapitalistisch-unternehmerische Selbstoptimierung und ihre freiheitliche Gesinnung nicht dem Kollektiv der Staatsgl\u00e4ubigen \u00fcbereignen wollen, wo sich die Untertanen lieber vom \u201eSystem\u201c aushalten lassen und eine geistig-moralische \u201ePflegestufe 5\u201c f\u00fcr erstrebenswert halten. Auswanderer wissen, wo ihre Zukunft liegt \u2013 und was sie nicht wollen: Es ist nicht der Nanny-State, den sie als Milieu bevorzugen. Es ist offenbar auch nicht mehr das Land von Angela Merkel und Olaf Scholz, die den oben genannten Schwur einst mit gekreuzten Fingern geleistet haben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Neben der unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Ausgabenlast des Staates, die durch unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Abgabenlasten f\u00fcr den Staat finanziert werden muss, verliert der Mittelstand zunehmend seine politische Stimme und F\u00fcrsprecher. Es kommt einer Entm\u00fcndigung gleich: Der Staat betreibt eine moralische \u201eEnteignung\u201c des Mittelstandes, indem er sein Wertsch\u00f6pfungsmodelle gesellschaftspolitisch diskreditiert. Plakativ ausgedr\u00fcckt: Der Mittelstand soll schuften und sich transformieren, Erarbeitetes abgeben, sogenannte \u201eKlimagerechtigkeit\u201c herstellen und den Mund halten. Er muss Frondienst f\u00fcr ideologischen Aktivismus leisten, der in vielen F\u00e4llen schlicht die Abschaffung von Wertsch\u00f6pfungsmodellen fordert und mit sozialer Marktwirtschaft nichts mehr gemein hat. Es ist unrealistisch, dass kluge, freie Menschen sich so etwas gefallen lassen: Sie wandern aus.<\/p>\n<p>No Country for Young Men<br \/>\nDann sind bei den Auswanderern noch die Rentner und Privatiers zu finden, die als \u201eHedonisten\u201c auftreten und das eigene Geld lieber in der Sonne des S\u00fcdens verprassen als es in den dunklen L\u00f6chern einer politischen Gigantomanie zu versenken, die nur mit direkter und indirekter Enteignung von Privatverm\u00f6gen umzusetzen ist (Klima-, Energie- und Heizungswende, Migration). Viele fliehen vor einen Staat, der das ihm \u00fcberlassene Steuergeld nicht dem Wohle des Volkes widmet, sondern gro\u00dfz\u00fcgig f\u00fcr symbolpolitische Utopien verschleudert. Das Einzige, was der \u201epostmoderne\u201c Staat anscheinend wirklich gut kann, ist Steuergeld in eine Zukunft zu stecken, die ungewisser erscheint als die Weiten des Universums. Die Verm\u00f6genden \u00fcber 65 wollen sich ihren Lebensabend nat\u00fcrlich nicht verderben lassen. Wozu sollten sie f\u00fcr eine Zukunft sparen, an der sie ohnehin nicht mehr teilnehmen?<br \/>\nDie dritte Gruppe der Exilanten, die \u201eFrustrierten\u201c sehen sich von diesem Staat in die Enge getrieben, so dass sie sich nicht mehr mit ihm identifizieren. Sie haben den Glauben an alle politischen Schw\u00fcre und Imperative, Rote Linien und Sicherheiten aufgegeben. Sie glauben nicht mehr an die Funktion von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Sie halten sich f\u00fcr \u201epolitische Fl\u00fcchtlinge\u201c und verschwinden, um in Ruhe gelassen zu werden.<\/p>\n<p>Folgt man den Umfragen, sind diese Frustrierten allerdings in der Minderheit. Die meisten Auswanderer verlassen aus rein wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen das Land. Sie sehen das pragmatisch: Deutschland ist auf dem absteigenden Ast. Das riechen die Cleveren und gehen, bevor sie selbst unbeweglich oder (von der B\u00fcrokratie und dem Staatsmoloch) ausgebremst werden. \u201eNo Country for Young Men\u201c: Die Abwanderer im Jahr 2022 waren \u00fcberwiegend m\u00e4nnlich (60 Prozent) und ihr Durchschnittsalter betrug 35 Jahre, was wesentlich j\u00fcnger als der Durchschnitt der Bev\u00f6lkerung ist, der bei fast 46 Jahren liegt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den \u201eInnovationsstandort\u201c kein Zugewinn<br \/>\nZur\u00fcck zu denen, die nach Deutschland einwandern. Der Anteil von Migranten an Hartz-IV-Beziehern ist seit dem Jahr 2016 von 25 auf 45 Prozent gestiegen \u2013 allein zwei Drittel der w\u00e4hrend der Fl\u00fcchtlingskrise 2015\/2016 nach Deutschland eingewanderten Syrer leben noch immer von Hartz IV. Zu viele dieser Zugewanderten sind schlecht ausgebildet oder gar Analphabeten, so dass eine z\u00fcgige Integration in den Arbeitsmarkt mit riesigen H\u00fcrden versehen ist. Diese Menschen k\u00f6nnen \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur im Niedriglohnsektor Arbeit finden und sind kein entsprechender Ersatz f\u00fcr die abgewanderten Hochqualifizierten. F\u00fcr den Arbeitsmarkt ist das eine Belastung, f\u00fcr den \u201eInnovationsstandort\u201c gar kein Zugewinn.<\/p>\n<p><em><strong>Es ist eine wechselseitige Geschichte der Vertreibung: Mittelstandsexodus gegen Armutsmigration<\/strong><\/em>. Die Experten gegen die Unbedarften. Auf weitere Folgen f\u00fcr das gesellschaftliche Gef\u00fcge, das in der patriarchal-religi\u00f6sen Formierung einer neuen Unterschicht seine Auspr\u00e4gung findet, kann hier nur kurz hingewiesen werden. Es sind bereits Effekte entstanden, die die (ehemalige) deutsche \u201eMittelstandsromantik\u201c \u00fcberschatten und Konfrontationen erzeugen, welche sich aktuell zum Beispiel in sommerlichen \u201eMiniaturen\u201c betrachten lassen: Pr\u00fcgelszenen in deutschen Freib\u00e4dern.<\/p>\n<p>Schlussstrich unter das Kapitel \u201edeutsche Identit\u00e4t\u201c<br \/>\nRund 270.000 Deutsche haben letztes Jahr Deutschland verlassen. Wenn man die Zahl der Deutschen abzieht, die nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt sind, ergibt sich f\u00fcr das Jahr 2022 mit \u00fcber 83.000 Personen die zweith\u00f6chste Netto-Abwanderung deutscher Staatsangeh\u00f6riger. Nur im Jahr 2016 lag die Abwanderung h\u00f6her (rund 135.000).<br \/>\nEs m\u00f6gen unterschiedliche Gr\u00fcnde die Auswanderer bewogen haben, ihr Land zu verlassen. Mit Sicherheit sehen sie in Deutschland keine bessere Zukunft mehr f\u00fcr sich. Vielleicht bietet ihnen das Land keine Chancen, die sie als Voraussetzung sehen, sich beruflich, finanziell, kulturell und politisch gut aufgehoben zu f\u00fchlen. Es mag sein, dass steuerliche Verweigerung, purer Eskapismus oder Abneigung gegen die Transformation der Gesellschaft eine Rolle spielen, wenn ein Schlussstrich unter das Kapitel \u201edeutsche Identit\u00e4t\u201c gezogen wird. Am Ende sind es jedoch meist wirtschaftliche Gr\u00fcnde.<br \/>\nWenn man dem Ph\u00e4nomen einen Namen geben wollte, w\u00e4re der zynische Begriff \u201eUmvolkung\u201c, wie ihn gern die rechte Szene als Kampfbegriff einsetzt, v\u00f6llig fehl am Platz. Es ist falsch, ein v\u00f6lkisches Motiv in den Mittelpunkt einer Diskussion \u00fcber Migrationsdynamiken zu stellen, weil die stereotype Unterstellung einer geplanten \u201eVerschw\u00f6rung gegen das Volk\u201c die wertfreie Betrachtung des Geschehens vergiftet. Es geht nicht um das deutsche Volk, sondern um den Wohlstand der deutschen Bev\u00f6lkerung, um den deutschen Mittelstand, der auch voller migrantischer Karrieren und Erwerbsbiografien und nun im Abstieg begriffen ist. Wer \u201eUmvolkung\u201c behauptet, will einfach nur die T\u00fcren zuschlagen und verhindert damit, dass Deutschland konstruktive und qualitative Bedingungen an Zuwanderung stellen kann und muss, damit das Chaos und der Aderlass endlich enden. Um dem Migrationsdruck zu begegnen, braucht Deutschland eine willensstarke Einwanderungsgesetzgebung, die eindeutige Regeln, Anspr\u00fcche und Forderungen gegen\u00fcber Migranten formuliert. Open-Borders-Fantasien, wie sie der linke Zeitgeist gern propagiert, sind genauso innenpolitischer Sprengstoff wie hermetische \u201eKonzepte\u201c gegen Zuwanderung.<br \/>\nDie qualifizierte Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften aus nicht deutschsprachigen Gesellschaften hat sich in der Vergangenheit immer ausgezahlt und war ein Motor f\u00fcr den Aufstieg Deutschlands als technisch f\u00fchrende Nation. Der exorbitante Wohlstand der Industrienation kam auch mit \u201efremder\u201c Hilfe zustande. Zu gro\u00dfen Teilen sind die Kinder und Enkel dieser Zuwanderer heute erfolgreiche Deutsche und geh\u00f6ren zum Mittelstand. Kein gutes Zeichen ist jedoch: Auch sie verlassen Deutschland und gehen in die L\u00e4nder ihrer Eltern zur\u00fcck.<br \/>\n&#8230; Alles vom 1.7.2023 von Fabian Nicolay bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/raus_aus_deutschland_dynamische_hedonisten_frustrierte\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/raus_aus_deutschland_dynamische_hedonisten_frustrierte<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) Fachkr\u00e4ftemangel: Was geschieht dort, wenn die Elite auswandert?<\/strong><br \/>\nDrei Artikel in der Samstagszeitung und keiner ist kritisch, was einen Blick auf die Herkunftsl\u00e4nder angeht. Brauchen nicht gerade diese L\u00e4nder der sogenannten &#8222;Dritten Welt&#8220; jene Fachkr\u00e4fte im eigenen Land? Und was geschieht dort, wenn die Elite auswandert? Die langfristigen Folgen einer solchen Herauslockungspolitik m\u00fcssen dann unsere Kinder ausbaden. Wozu wurden in diesen L\u00e4ndern sogar Ausbildungsst\u00e4tten aufgebaut, nur f\u00fcr unseren &#8222;Markt&#8220;?<br \/>\nWann d\u00fcrfen L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens endlich auf Augenh\u00f6he mit uns wirtschaften? Sie wollen auch an der Wertsch\u00f6pfungskette teilhaben und nicht nur Rohstoffe liefern. Das Welt-Wirtschaft-System muss viel gerechter werden, damit die Menschen nicht mehr aus ihren L\u00e4ndern fliehen. Von den Klimakrisen-Folgen f\u00fcr viele L\u00e4nder sei hier noch gar nicht gesprochen. &#8222;Um unseren Wohlstand zu sichern &#8230;&#8220;, sagte zum neuen Gesetz unser Bundeskanzler Olaf Scholz. Wie meinte er dies? Wenn wir nicht endlich umdenken, dann &#8230;<br \/>\nChristoph Gurlitt, Endingen bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/was-geschieht-dort-wenn-die-elite-auswandert--271493012.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/was-geschieht-dort-wenn-die-elite-auswandert&#8211;271493012.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahr f\u00fcr Jahr wandern immer mehr bestens ausgebildete junge Menschen &#8211; Akademiker wie Facharbeiter &#8211; aus, w\u00e4hrend in der Gegenrichtung \u00fcberwiegend funktionale Analphabeten immigrieren. 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