{"id":113011,"date":"2023-06-19T15:35:10","date_gmt":"2023-06-19T13:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=113011"},"modified":"2023-06-21T09:11:32","modified_gmt":"2023-06-21T07:11:32","slug":"arbeit-nachtruhe-vor-party-laerm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/arbeit-nachtruhe-vor-party-laerm\/","title":{"rendered":"Arbeit\/Nachtruhe vor Party\/L\u00e4rm"},"content":{"rendered":"<p>In der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stadtfreiburg\/\">Stadt Freiburg<\/a> hat sich ein neuartiges Recht auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/partyszene\/\">Party<\/a>\/<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/laerm\/\">L\u00e4rm<\/a> etabliert, das dem Recht auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/arbeitsmarkt\/\">Arbeit<\/a>\/Nachtruhe entgegensteht. Wer fr\u00fchmorgens zur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/arbeiter\/\">Arbeit<\/a> geht, wird als Spie\u00dfer und &#8222;dann zieh doch weg&#8220; abgetan, obwohl er als Arbeitnehmer bzw. -geber zum <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkseinkommen\/\">Sozialprodukt<\/a> beitr\u00e4gt, das den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/laerm\/musikboxen\/\">Musikboxspieler<\/a> dann alimentiert. <!--more-->&#8222;Es kann nur umverteilt werden, was geschaffen wurde&#8220; &#8211; diese Logik des Sozialstaats gilt nicht nur in Freiburg immer weniger.<br \/>\n.<br \/>\nParty mit &#8222;Bier Schnaps &#8211; Lederleplatz&#8220; oder Nachtanzdemo mit &#8222;Beat the System &#8211; Reclaim the City&#8220;- solche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nachtverbot-in-fr-baesse-boxen\/\">Ruhest\u00f6rungen in Freiburg<\/a> darf man nicht weiter dulden. Dazu drei Punkte: 1) Recht auf Nachtruhe f\u00fcr die arbeitende Bev\u00f6lkerung, 2) Demonstrationsrecht legalisiert keine Randale und 3) Finanzierung durch Kommune einstellen.<\/p>\n<p>1) Es gibt ein Recht auf<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nachtverbot-in-fr-baesse-boxen\/\"> Nachtruhe<\/a> ab 22 Uhr, aber kein Recht auf Nachtparty. Anders ausgedr\u00fcckt: Das Sozialprodukt mu\u00df erst geschaffen werden, um es dann verteilen zu k\u00f6nnen. Wird dieses Faktum von immer breiteren Kreisen der Gesellschaft negiert, dann bricht die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/\">Volkswirtschaft<\/a> zusammen. Derzeit gehe in Deutschland nur noch 33,9 % einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach, die anderen beziehen Transfereinkommen wie z.B. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/buergergeld\/\">B\u00fcrgergeld<\/a>: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ein-drittel-versorgt-zwei-drittel\/\">Ein Drittel versorgt zwei Drittel in Deutschland<\/a>.<br \/>\nEs ist anzunehmen, da\u00df der \u00fcberwiegend Teil der bis 4 Uhr auf dem Lederleplatz in FR-St\u00fchlinger Feiernden oder auf der Demo gen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/vauban\/\">FR-Vauban<\/a> Tanzenden morgens um 7 Uhr nicht aufsteht, um zur Arbeit zu gehen, sondern die Umverteilungsvorteile des Sozialstaats genie\u00dft.<\/p>\n<p>2) Das Versammlungs- und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/demonstrationsrecht\/\">Demonstrationsrecht<\/a> gilt. Gleichwohl gibt es auch Gr\u00fcnde, die dieses Recht einschr\u00e4nken &#8211; wie z.B. Sicherheit oder L\u00e4rm. L\u00e4rm gilt als eines der brutalsten Folterinstrumente, denn dagegen kann sich der Mensch nicht sch\u00fctzen &#8211; man kann die Ohren nicht schlie\u00dfen bzw. abschalten. Schon deshalb ist das vom Gemeinderat ausgesprochene Musikboxen-Verbot ab 23 Uhr sinnvoll. Gegen solche Verbote kann jeder B\u00fcrger gerichtlich vorgehen, aber nicht in Selbstjustiz genau die verbotenen Mittel einsetzen &#8211; also gegen Musikverbot mit Musik bzw. gegen Demoverbot mit Gegendemo antworten. Dazu ein Kommentar aus (2): &#8222;Wenn es Schule macht, dass gegen staatliche Verbote demonstriert wird und dabei gerade das verbotene Verhalten unter dem Deckmantel der Demonstrationsfreiheit praktiziert wird, kann der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/rechtsstaat\/\">Rechtsstaat<\/a> einpacken.&#8220;<\/p>\n<p>3) Institutionen, die Verst\u00f6\u00dfe gegen geltendes Recht praktizieren, sollten von den Kommunen keine finanzielle Unterst\u00fctzung erfahren. So wird der KTS (&#8222;KulturTreff in Selbstverwaltung&#8220;), der die o.a. Randalen mitorganisiert hat, von der Stadt Freiburg regelm\u00e4\u00dfig bezahlt: Zum Beispiel 2017 ca 252.000 Euro und 2020 ca 265.060 Euro. Zur Begr\u00fcndung liest man: &#8222;Warum die KTS unterst\u00fctzt wird? \u201eDas steht im Kontext \u00adeines alternativen Kulturverst\u00e4ndnisses, das durchaus auch kontrovers gesehen werden kann\u201c, informiert die \u00adst\u00e4dtische Pressestelle&#8220; (3)<br \/>\n.<br \/>\n\u00dcbrigens: Wo waren die von der politischen Linken so umschw\u00e4rmten und jungen Single-Migranten am Lederleplatz, Seepark, Stadtgarten bzw. Vauban?<br \/>\nDas musikbox-basierte n\u00e4chtliche Chillen mag f\u00fcr die meisten Partyg\u00e4nger noch mit Guppenzwang, \u00dcberdru\u00df, Langeweile und Bequemlichkeit erkl\u00e4rbar sein. Gef\u00e4hrlich wird es, wenn mit der zunehmenden <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/rezession\/\">Rezession<\/a> der Volkswirtschaft und den dann ausbleibenden Sozialleistungen die finanzielle Not so vieler Transfereinkommensbezieher dazukommt. Dann werden sich linke Partyg\u00e4nger mit jungen Migranten auf der Strasse zusammenfinden. Diese beiden sozialen (Opfer-)Gruppen werden den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/rezession-innerer-friede\/\">inneren Frieden<\/a> bedrohen.<br \/>\nEin Grund mehr, da\u00df Stadt wie Polizei f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/ordnung\/\">Ordnung<\/a> und Sicherheit im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/oeffentlicher-raum\/\">\u00f6ffentlichen Raum<\/a> sorgen m\u00fcssen &#8211; umgehend. Das tun sie gegenw\u00e4rtig aber nicht: Wenn die Polizei eine Demo aufl\u00f6st (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stadtgarten\/\">Stadtgarten<\/a>) und dann eine es sich formierende Nachfolgedemo incl. Techno-Musikwagen bis nach <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/vauban\/\">FR-Vauban<\/a> begleitet, dann hat der Staat auf sein Gewaltmonopol verzichtet. Nicht verwunderlich, wenn dieses Signal von der &#8222;linksalternativen und linksextremen Szene&#8220; (4) als Freibrief f\u00fcr weitere Aktionen verstanden werden wird.<br \/>\n.<br \/>\nDie Behinderung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber durch Freizeitl\u00e4rm ist nur ein Teilaspekt eines weiteren \u00fcbergeordneten Problems: Auf dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/arbeitsmarkt\/\">Arbeitsmarkt<\/a> vollzieht sich seit sp\u00e4testens <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/budapest-dublin2015\/\">Budapest 9\/2015<\/a> eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/arbeitsverweigerung\/\">Arbeitsverweigerung<\/a>, ein\u00a0 &#8222;gro\u00dfer R\u00fcckzug&#8220; (5) bzw. &#8222;Big Quit&#8220; in\u00a0 Teilzeitbesch\u00e4ftigung, Krankmeldung, Berufswechsel, &#8222;quite quitting&#8220; (den Job schlampig bzw. langsam ausf\u00fchren), Vorruhestand, Fr\u00fchverrentung. Die in den USA als &#8222;big resignation&#8220; &#8211; auf Deutsch im Sinne von &#8222;gro\u00dfe Ern\u00fcchterung&#8220; &#8211; vollzogene Arbeitsverweigerung hat ihre Ursachen in \u00dcberlastung\/\u00dcberforderung durch immer neue &#8222;innovative Projekte&#8220;, Reformwut, \u00dcberregulierung, B\u00fcrokratie, &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/arbeiten-lohnt-nicht\/\">Arbeiten lohnt nicht<\/a>&#8222;, Steuerlast, Vorschriften &#8222;von unqualifizierten Experten in Berlin ganz oben&#8220;. Dazu kommt die o.a. angesprochene Geringsch\u00e4tzung der Arbeit, die Menschen erfahren durch Musikboxen und Gegr\u00f6le in ihrem direkten Wohnumfeld bzw. Zuhause &#8211; und das tagein tagaus bzw. nachtein nachtaus.<br \/>\nLiebe Stadt Freiburg, tue was.<br \/>\n19.6.2023<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Arbeit\/Nachtruhe vor Party\/L\u00e4rm&#8220;<br \/>\n===================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (7)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Freiburger Polizei gibt sich nach Party-Eskalation am Lederleplatz zerknirscht<\/strong><br \/>\n&#8222;Ein grober Schnitzer&#8220;: Bei einem B\u00fcrgergespr\u00e4ch hat die Polizei massive Fehler rund um die n\u00e4chtliche Party auf dem Lederleplatz in Freiburg einger\u00e4umt und sich bei den Betroffenen entschuldigt.<br \/>\n&#8222;Sie m\u00fcssen ja auch nicht unbedingt in der Innenstadt wohnen&#8220;: Solche S\u00e4tze von der Polizei haben sich die Anwohner anh\u00f6ren m\u00fcssen, als sie sich in der Nacht zum vergangenen Samstag telefonisch \u00fcber laute Musik, Verm\u00fcllung und Sachbesch\u00e4digungen auf dem Lederleplatz beschwert haben. In einer B\u00fcrgerversammlung, die die Polizei wenige Tage nach dem Ereignis organisiert hat, liest ein Anwohner das Protokoll vor, das er minutengenau \u00fcber den Ablauf des Abends erstellt hat: die Antworten der Polizei auf seine vier Anrufe, die vorbeifahrenden Polizeiautos, ohne dass die Beamten etwas unternahmen, die sich immer mehr zuspitzende Situation.<br \/>\nIm rund 80-k\u00f6pfigen Publikum nicken viele: So haben sie es auch erlebt. Immer wieder gibt es Lacher \u00fcber die so unglaublich klingende Erz\u00e4hlung. Aber zum Lachen sei das alles leider \u00fcberhaupt nicht, sagt Ulrich Hildenbrand, Leiter des zust\u00e4ndigen Polizeireviers Nord, nachdem der Mann fertig ist: &#8222;Das deckt sich mit unseren Erkenntnissen, ich habe dem nichts hinzuzuf\u00fcgen.&#8220;<br \/>\nR\u00fcckblick: Anwohner beschweren sich \u00fcber Partyl\u00e4rm auf dem Lederleplatz in Freiburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/anwohner-beschweren-sich-ueber-partylaerm-auf-dem-lederleplatz-in-freiburg--267488446.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/anwohner-beschweren-sich-ueber-partylaerm-auf-dem-lederleplatz-in-freiburg&#8211;267488446.html<\/a><br \/>\nDie Polizei versucht bei dem Gespr\u00e4ch mit den Anwohnern erst gar nicht, etwas sch\u00f6nzureden: Hildenbrand und Polizeivizepr\u00e4sident Matthias Zeiser stellen von Anfang an klar, dass beim Einsatz viel schief gelaufen ist, sie entschuldigen sich bei den Betroffenen. &#8222;Es war ein grober Schnitzer&#8220;, so Hildenbrand. Beide sind sichtlich geschockt \u00fcber Schilderungen der Anwohner, die zeigen, dass an dem Abend mehr passiert ist als eine Ruhest\u00f6rung. Eine \u00e4ltere Dame h\u00e4lt ihren Unterarm hoch: Sie hat ein gro\u00dfes H\u00e4matom. Zudem habe sie geholfen, ein Feuer auf dem Platz zu l\u00f6schen, berichtet sie \u2013 derweil sich die Polizei im Hintergrund gehalten habe. Sie lebe seit 29 Jahren am Lederleplatz: &#8222;Aber jetzt \u00fcberlege ich wegzuziehen.&#8220; Auch bei anderen hat der Abend eine Grenze \u00fcberschritten. Menschen h\u00e4tten &#8222;heulend&#8220; vor ihren H\u00e4usern gestanden, berichtet eine Frau. Eine Anwohnerin, die im St\u00fchlinger geboren ist, sagt, dass sie zum ersten Mal Angst gehabt habe, im Stadtteil zu wohnen: &#8222;Ich habe mich nicht mehr sicher gef\u00fchlt.&#8220;<br \/>\nRund 150 Menschen waren dem Aufruf des autonomen Zentrums KTS (Kulturtreff in Selbstverwaltung) gefolgt, lautstark zu feiern und so gegen das Bluetooth-Boxen-Verbot in Parkanlagen zu protestieren. &#8222;Die Hinweise auf die Veranstaltung haben wir nicht f\u00fcr relevant erachtet&#8220;, gibt Polizeivizepr\u00e4sident Zeiser zu. Am Abend selbst habe die Polizei die Party zun\u00e4chst f\u00fcr eine Ruhest\u00f6rung wie viele andere eingestuft.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nBei der B\u00fcrgerversammlung ist auch eine Gruppe junger Menschen anwesend. Ein Anwohner wendet sich mit deutlichen Worten an diese. &#8222;Was eure Szene macht, ist unter aller Kanone&#8220;, sagt er: &#8222;Das sind beschissene Aktionen!&#8220; Die jungen Menschen verteidigen sich, zeigen wenig Einsicht. Es gebe immer mehr Restriktionen und so viel Frust. &#8222;Junge Menschen sind in der \u00d6ffentlichkeit nicht erw\u00fcnscht&#8220;, sagt eine Frau. Ein junger Mann meldet sich: &#8222;Ich gehe auch feiern und wir sind laut \u2013 aber wir machen das da, wo es niemanden st\u00f6rt.&#8220;<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.6.2023 von Jelka Louisa Beule bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburger-polizei-gibt-sich-nach-party-eskalation-am-lederleplatz-zerknirscht--268588914.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburger-polizei-gibt-sich-nach-party-eskalation-am-lederleplatz-zerknirscht&#8211;268588914.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDa\u00df die Polizei das Gespr\u00e4ch mit den St\u00fchlinger B\u00fcrgern sucht ,ist eine Sache. Vielleicht sollte man aber auch das Gespr\u00e4ch mit der KTS ,den Verursachern der Krawalle und n\u00e4chtlichen St\u00f6rungen, suchen. Hier gibt sich die Polizei zerknirscht. R\u00e4umt Fehler in der Kommunikation ein. Das dauert so lange, bis der n\u00e4chste Vorfall auf dem Lederleplatz oder andernorts in Freiburg passiert. Wenn ich im Dialog auf der Strasse in der Nacht,von Jugendlichen h\u00f6re : &#8222;Wenn es ihnen hier im St\u00fchlinger zu laut ist,dann ziehen sie doch aufs Land&#8220;. Eine Unversch\u00e4mtheit. Auch sog. Spie\u00dfb\u00fcrger haben ein Recht auf ihre Nachtruhe, und die gilt ab 22 Uhr. Was n\u00e4chtlicher Techno-Krawall bis um 4 Uhr morgens mit kulturellen Freir\u00e4umen zu tun haben soll, ist mir unverst\u00e4ndlich. Ich hoffe die Polizei hat aus den vergangenen Vorf\u00e4llen gelernt, und handelt an diesem Wochenende dementsprechend. E.Sch.<br \/>\n.<br \/>\nWarum feiern die Menschen der KTS denn nicht auf ihrem Gel\u00e4nde? Dies wird denen doch kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt. Dort st\u00f6rt es niemanden, fast niemanden. Randale kann man dort machen, im eigenen Terrain. R.S.<br \/>\n.<br \/>\nWarum gibts da nicht schon l\u00e4ngst eine B\u00fcrgerwehr, die den &#8222;Schmutz&#8220; von der Strasse kehrt? A.S.<br \/>\n.<br \/>\nVielleicht, A.S., weil die betroffenen Anwohner glauben, sie h\u00e4tten mit ihren Steuergeldern bereits Polizei und Ordnungsamt f\u00fcr entsprechende Schritte bezahlt. &#8230; B..<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) N\u00e4chtliche Tanzdemo mit rund 3500 Teilnehmern zieht durch Freiburg<\/strong><br \/>\nRund 3500, vor allem junge Menschen zogen zu Technobeats von einem Musikwagen vom St\u00fchlinger \u00fcber die Bahnhofsachse und die Kronenstra\u00dfe bis in den Stadtteil Vauban, wo die Party-Demo schlie\u00dflich von der Polizei gegen 1 Uhr aufgel\u00f6st wurde.<br \/>\nDie Nachttanzdemo war urspr\u00fcnglich f\u00fcr 21 Uhr auf dem St\u00fchlinger Kirchplatz angesagt worden. Nach Einsch\u00e4tzung von Ren\u00e9 Funk, Leiter des Amtes f\u00fcr \u00f6ffentliche Ordnung, kam der Aufruf dazu aus &#8222;linksextremistischen&#8220; Kreisen. Das Motto der Party: &#8222;Beat the System, Reclaim the City!&#8220; (besiege das System und beanspruche die Stadt).<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.6.2023 von Stepanie Streif bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/naechtliche-tanzdemo-mit-rund-3500-teilnehmern-zieht-durch-freiburg\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/naechtliche-tanzdemo-mit-rund-3500-teilnehmern-zieht-durch-freiburg<\/a><br \/>\n:<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDie Polizei hat hier richtig und angemessen reagiert. Es war auch richtig, die Tanzdemo auf dem St\u00fchlinger Kirchplatz zu verbieten. Die St\u00fchlinger, und insbesondere die Anwohner des Lederleplatz sind schon durch n\u00e4chtliche Aktionen der KTS bis 4.00 Uhr fr\u00fch, ( laute Technomusik und Krawall ) extrem gest\u00f6rt und genervt. Ich hoffe, die Polizei sorgt auch in Zukunft f\u00fcr die Nachtruhe der B\u00fcrger ab 22. Uhr. E.S.<br \/>\n.<br \/>\nWenn es Schule macht, dass gegen staatliche Verbote demonstriert wird und dabei gerade das verbotene Verhalten unter dem Deckmantel der Demonstrationsfreiheit praktiziert wird, kann der Rechtsstaat einpacken. Offener kann der Mi\u00dfbrauch der Demonstrationsfreiheit nicht zutage treten und die Verantwortlichen sollten sich fragen, wie lange sie sich auf dieses Katz- und Mauspiel einlassen wollen. W.W.<br \/>\n.<br \/>\nDemokratie beinhaltet auch ein Demonstrationsrecht, kein Zweifel daran. Jedoch ist auch das Demonstrationsrecht geregelt und das ist auch richtig so.<br \/>\nMan kann nat\u00fcrlich ein Recht auf Party und infernalischen L\u00e4rm immer und \u00fcberall fordern. Allerdings wird dies nie, gar nie etwas an der Rechtslage zum Recht auf Nachtruhe \u00e4ndern. Und zudem darf eine solche Veranstaltung verboten oder beendet werden. Sp\u00e4testens dann, wenn die hirnbefreite Vermummung begonnen wird, da man nicht nur Feigheit, sondern zus\u00e4tzlich kriminelle Energie vereint<br \/>\nUnd es ist auch legitim nach der Leistung f\u00fcr die Gesellschaft zu fragen. Grunds\u00e4tzlich wurd jedoch r\u00fccksichtslos eingefordert und Anderen deren Rechte streitig gemacht. Ein sch\u00f6nes Schlagwort hierzu ist R\u00fccksichtnahme. Mittlerweile bedeutet das auf eigene Rechte zu verzichten, damit Andere z\u00fcgellose Freiheit genie\u00dfen k\u00f6nnen. &#8230; M.R.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Beat the System &#8211; Reclaim the City&#8220; = &#8222;Schlage das System &#8211; erobere die Stadt zur\u00fcck&#8220; Ich sehe keinen Grund im System der den Demonstranten Anlass gegeben h\u00e4tte, in der Stadt aufzuschlagen und diese zur\u00fcck zu erobern. Aus was f\u00fcr einem Grund soll die Stadt zur\u00fcck erobert werden?<br \/>\nMacht eher den Anschein einer gewollt angezettelten chaotischen Unruhe, als ein Demonstrationszug. Klassischer &#8222;Strassenkampf&#8220; bei dem die Initiatoren eine Gruppe um sich bilden um aus dieser heraus f\u00fcr ihre Zwecke zu agieren.<br \/>\nUm es mal klar zu benennen: Es ging bei dieser Veranstaltung nicht um den gebrauch des Demonstrationsrecht, denn wenn, h\u00e4tte man die Entscheidung der Verwaltung akzeptiert und sich besser abgestimmt, nein, es ging von Anfang an nur um L\u00e4rm und Randale! Wenn ihr Feiern wollt, macht es da wo es keinen st\u00f6rt! &#8230;und nehmt den M\u00fcll dann aber mit, ihr wisst ja, Umweltschutz, Klimawandel, \u00d6kobilanz und so!<br \/>\nIn diesem Sinne, RECLAIM THE CITY! KEEP IT CLEAN FROM DIRT!<br \/>\nM-Sch.<br \/>\n.<br \/>\n&#8230; &#8222;Deeskalation&#8220; wird zum staatstragenden Prinzip erhoben, denn es rechtfertigt die Unt\u00e4tigkeit gegen jeglichen Verbotsversto\u00df. Das &#8222;Angemessenheitsgebot&#8220; im Rahmen rechtsstaatlicher Abw\u00e4gungen wird durch das &#8222;Deeskalationsgebot&#8220; ersetzt (Ironie aus). Zur Klarstellung: Ich kritisiere, dass die Kampfansage &#8222;Beat the system, reclaim the city&#8220; von den Ordnungsbeh\u00f6rden scheinbar ohne jegliche Schlussfolgerung bleibt. Das ist ebenso bedenklich wie die Veranstaltung selbst. W..<br \/>\n.<br \/>\nAlso, ich meine: Wer einen einger\u00fcsteten Polizysten bespuckt, der mi\u00dfbraucht auch sp\u00e4ter kleine Kinder. Egal, ob er oder sie vorher irgendwie provoziert wurde. Diese Leute m\u00fcssen dringlich vom Verfassungsschutz zumindest als Verdachtsfall beobachtet werden, denn das ist Linksextremlautismus pur. &#8230; H.M.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) Party, Politik, Repression: 25 Jahre KTS<\/strong><br \/>\nEin Vierteljahrhundert gibt\u2019s das Autonome Zentrum KTS in Freiburg schon. Immer wieder steht es im \u00adFokus von Beh\u00f6rden oder rechten Gruppierungen. Dennoch sind dessen Vertreter umtriebig wie eh und je. Dem chilli erz\u00e4hlen drei Aktivisten von Unabh\u00e4ngigkeit, fliegenden F\u00e4usten und vereitelten Attacken.<br \/>\nFeiern und Aufmischen gehen in der KTS Hand in Hand. W\u00e4hrend die einen bei der Jubil\u00e4umswoche Partys, Vortr\u00e4ge und Diskussionen organisieren, besetzen andere H\u00e4user. Wohl nicht zuf\u00e4llig steigen zur Geburtstagsfeier im Oktober die \u201eSquatting Days\u201c (Besetzertage).<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWichtig sei ihnen, unabh\u00e4ngig zu bleiben. Sie bekommen zwar vom Rathaus das Geb\u00e4ude mietfrei zur Verf\u00fcgung gestellt. Direkte F\u00f6rdergelder m\u00f6chten sie aber nicht beantragen. Denn das k\u00f6nnte Mitsprache bedeuten. \u201eWir lassen uns nicht reinreden\u201c, sagen die KTSler.<br \/>\nIm Rathaus hei\u00dft es: Im Doppelhaushalt 2019\/20 ist eine Pauschale von 265.060 Euro j\u00e4hrlich f\u00fcr die entgeltfreie Bereitstellung der R\u00e4ume veranschlagt. Davon entfallen rund 25 Prozent auf die Atelierr\u00e4ume, die ebenfalls im KTS-\u00adGeb\u00e4ude sind.<br \/>\nWarum die KTS unterst\u00fctzt wird? \u201eDas steht im Kontext \u00adeines alternativen Kulturverst\u00e4ndnisses, das durchaus auch kontrovers gesehen werden kann\u201c, informiert die \u00adst\u00e4dtische Pressestelle. Das Zentrum werde als \u201eein wichtiger Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Freiburg \u00adangesehen\u201c.<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.11.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/naechtliche-tanzdemo-mit-rund-3500-teilnehmern-zieht-durch-freiburg\">https:\/\/www.chilli-freiburg.de\/stadtgeplauder\/szene\/party-politik-repression-kts-sieht-sich-nach-25-jahren-stabiler-denn-je\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) Konflikte um \u00f6ffentliche Partys<\/strong><br \/>\nVor gut einem Monat hat der Freiburger Gemeinderat verboten, in sechs Parks und Gr\u00fcnanlagen der Stadt von 23 bis 6 Uhr Bluetooth-, Handy- und Musikboxen zu benutzen. Dies soll den hohen Ger\u00e4uschpegel, der dort vor allem an Wochenenden entsteht, eind\u00e4mmen. Viele junge Menschen nutzen die Gr\u00fcnfl\u00e4chen, um zusammenzukommen. Ihre laute Musik aber st\u00f6rt die Nachtruhe von Anwohnern. \u00dcber den Konflikt und die gemeinder\u00e4tliche Entscheidung wird seither in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert.<br \/>\nZugleich gibt es einen zweiten Konflikt in der Stadt mit der linksalternativen und linksextremen Szene. Diese fordert, \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze f\u00fcr Partys zu \u00f6ffnen, weil es stetig weniger R\u00e4ume f\u00fcr selbstverwaltete Subkultur gebe.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.6.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/konflikte-um-oeffentliche-partys--268980028.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/konflikte-um-oeffentliche-partys&#8211;268980028.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(5) Der gro\u00dfe R\u00fcckzug &#8211; aus der Arbeitswelt<\/strong><br \/>\nDeutschland steckt in einer Arbeitskrise. Aber sie geht nicht von denen aus, die sowieso jede Arbeit als l\u00e4stig empfinden, sondern von denen, die bisher den Laden am Laufen gehalten haben.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Entwertung der Arbeit \u2013 Beim R\u00fcckzug aus der Arbeit geht es also nicht darum, dass hier Menschen grunds\u00e4tzlich mit den M\u00fchen und Zw\u00e4ngen der Arbeitswelt fremdeln, wie wir das von einem betr\u00e4chtlichen Teil der j\u00fcngeren Generation und ihrer \u201eWork-Life-Balance\u201c kennen. Nein, hier ziehen sich Leute aus der Arbeit zur\u00fcck, die schon l\u00e4ngere Zeit im Berufsleben stehen und dort nachhaltig Leistungen erbracht haben. Und die darin auch W\u00fcrde und Stolz empfinden k\u00f6nnen. Wenn sich diese Menschen nun zur\u00fcckziehen, muss eine fundamentale Entwertung ihrer Arbeit stattgefunden haben. Das Verh\u00e4ltnis von Leistung und Gegenleistung stimmt nicht mehr. Es hat sich drastisch verschlechtert. Zum einen dadurch, dass der Umkreis der G\u00fcter, die man sich als Gegenwert f\u00fcr die erbrachte Anstrengung leisten kann, auf einmal viel enger wird. Zum anderen dadurch, dass der Arbeitsprozess durch alle m\u00f6glichen \u201eInnovationen\u201c immer aufwendiger und umst\u00e4ndlicher wird, ohne dass dabei am Ende des Tages mehr herauskommt. Die Produktivit\u00e4t ihrer Arbeit sinkt, als w\u00e4ren sie \u00fcber Nacht in ein unfruchtbareres Land versetzt.<br \/>\n.<br \/>\nEin ganzes Land auf verheerendem Kurs \u2013 Es geht hier nicht um eine Notlage, die pl\u00f6tzlich durch h\u00f6here Gewalt \u00fcber das Land hereingebrochen ist. Dann k\u00f6nnte man ja mit Recht zus\u00e4tzliche Anstrengungen fordern. Aber die Leute sehen etwas ganz anderes: Durch v\u00f6llig ahnungslose Regierungs-Entscheidungen wird das Automobil als Verkehrstr\u00e4ger f\u00fcr breite Volksschichten unerschwinglich. Dieselbe Regierung verordnet kurzfristig einen landesweiten Heizungswechsel an, ohne auch nur ansatzweise \u00fcber die Technologie, \u00fcber die Industrie- und Handwerksbetriebe und \u00fcber die Arbeitskr\u00e4fte zu verf\u00fcgen, die f\u00fcr diesen gigantischen Umbau des Landes notwendig w\u00e4ren. Und die Leute sehen, wie \u00fcberall schon der Stra\u00dfenverkehr und das Heizen erschwert und verteuert werden. Wie das Land \u00e4rmer wird und f\u00fcr wirkliche Notlagen immer weniger Reserven hat. Sie sehen, mit welchem Leichtsinn Abbruchentscheidungen von historischem Ausma\u00df gef\u00e4llt werden. Und wie die Dinge dann wirklich kaputtgeschlagen werden. Deshalb sagen diese Menschen, und sie tun es im Grunde schweren Herzens: Wir wollen in diesem Opfergang nicht das letzte Aufgebot sein. Macht Euren Sch\u2026 alleine.<br \/>\nDie Konsequenzen dieses Kurses f\u00fchlbar machen \u2013 Der R\u00fcckzug aus der Arbeit ist eine drastische Ma\u00dfnahme. Aber es ist zun\u00e4chst einmal ein defensiver Schritt, ein Akt des Selbstschutzes. In einem Land, das auf einen zerst\u00f6rerischen Kurs geraten ist, kann es nicht um einen \u201eAufstand\u201c gehen. Auch nicht um einen \u201eKlassenkampf\u201c gegen die Unternehmer \u2013 es gibt ja viele Industrie- und Handwerksbetriebe, die ebenfalls ihre Aktivit\u00e4t zur\u00fcckfahren und nicht mehr investieren. Es kann jetzt nur darum gehen, in diesem Land ganz elementar f\u00fchlbar zu machen, was es verliert, wenn es die Arbeit (und \u00fcberhaupt die produktiven Leistungen) entwertet. Wenn der Gesellschaftsvertrag, der das Grundverh\u00e4ltnis von Leistung und Gegenleistung im Lande verk\u00f6rpert, zerbrochen wird, ist ein gro\u00dfer R\u00fcckzug aus der Arbeit die logische und gerechte Konsequenz.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.6.2023 von Gerd Held bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/helds-ausblick\/der-grosse-rueckzug\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/helds-ausblick\/der-grosse-rueckzug\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDer Artikel ist absolut zutreffend. Ich, selbst\u00e4ndig, 32 Berufjahre hinter mir, befinde mich ebenfalls auf dem beruflichen R\u00fcckzug. Grund: 40% meiner ArbeitsZeit verbringe ich eigentlich mit B\u00fcrokratie. Im Umgang mit \u00c4mtern und Beh\u00f6rden erlebe ich den deutschen Staat zunehmend als inkompetent und dysfunktional. Und im \u00dcbrigen: Warum soll ich mich weiter f\u00fcr ein System abrackern, das mit und meinen Kindern nur Verarmung, Entm\u00fcndigung bis in privateste Bereiche und Krieg bietet? ut<br \/>\n.<br \/>\n\u201eWenn der Gesellschaftsvertrag, der das Grundverh\u00e4ltnis von Leistung und Gegenleistung im Lande verk\u00f6rpert, zerbrochen wird, ist ein gro\u00dfer R\u00fcckzug aus der Arbeit die logische und gerechte Konsequenz.\u201c<br \/>\nUnd warum soll das nur f\u00fcr langj\u00e4hrige Arbeitnehmer gelten und nicht f\u00fcr die junge Generation? Im Artikel werden die J\u00fcngeren als faul dargestellt, aber woher soll denn der Flei\u00df kommen, wenn in der Schule schon die Faulsten durch F\u00f6rderung und Aufmerksamkeit belohnt werden, w\u00e4hrend sich f\u00fcr die Flei\u00dfigen niemand interessiert? Wenn man als einfacher Arbeiter keinen besseren Lebensstandard und viel mehr M\u00fche in Aussicht hat als mit Hartz 4? Wenn man mit 18 wei\u00df, dass man sich selbst mit weit mehr als einem Durchschnittsgehalt nie ein eigenes Haus wird leisten k\u00f6nnen?<br \/>\nUnd jetzt frage man sich, welche Generation unsere Politiker angeh\u00f6ren, die f\u00fcr dieses leistungsfeindliche Klima verantwortlich sind. Und welche Generation diese seit Jahrzehnten immer wieder w\u00e4hlt. Hier im Forum mag das anders sein, aber wenn man nach drau\u00dfen schaut\u2026 J.B.<br \/>\n.<br \/>\nRichtig. Die Jugend geht zwar mitunter fehl. Aber die \u201eSchuld\u201c liegt bei unserer, der Elterngeneration. Gut zurecht kommen nur diejenigen jungen Leute, die TROTZ Schule gut heraus gekommen sind, was oft durchaus m\u00fchsam ist. Der Rest strebt verst\u00e4ndlicherweise nach einem Staats\/B\u00fcrokraten-job und fr\u00fchem Feierabend. Warum f\u00fcr Kleingeld Toiletten reparieren wenn ich doch als staatlich alimentierter Beauftragter f\u00fcr nigerianische Toilettenplanung oder Dingsbums so viel mehr verdienen und dabei noch einen auf Gut machen kann ? BBH<br \/>\n.<br \/>\nJa, Herr Held, gut recherchiert und beobachtet. Je gr\u00f6\u00dfer die Menge der Handaufhalter wird, die sich alimentieren lassen im Land, umso geringer wird die Bereitschaft der noch Leistungserbringer sein, dies zu finanzieren und sich hierf\u00fcr zu versklaven, \u00fcber das absolute Muss hinaus. Das Vertrauen in das System ist verloren gegangen, nun schaut jeder, wo er selbst bleibt. Ich bin sehr froh, nur in Teilzeit zu arbeiten und werde nie und nimmer in diesem Staat auch nur 1 Stunde mehr arbeiten und nicht 1 Cent mehr Steuern und Abgaben zahlen! Stattdessen \u00fcbe ich mich im Konsumverzicht, da sich auch hierbei Steuern sparen lassen. Jeder Cent, der nicht in ein krankes System flie\u00dft, bringt es eher zum Einst\u00fcrzen (je eher, desto besser, damit ein Neuaufbau unter hoffentlich besseren Vorzeichen m\u00f6glich wird.) Rot<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>(6) Der Streit um n\u00e4chtliche Partys in Freiburg hat mehr mit Feierlaune zu tun als mit Systemkritik<\/strong><br \/>\nAn dem Konflikt erstaunt einiges. Zum Beispiel, dass er von einer sich links definierenden Community losgetreten wurde und das zentrale Merkmal linken Selbstverst\u00e4ndnisses ausblendet: Solidarit\u00e4t. Wer es weniger pathetisch mag, sollte sich zumindest auf den Konsens verst\u00e4ndigen, dass R\u00fccksicht und Respekt die Grundlagen f\u00fcr ein einigerma\u00dfen funktionierendes Gemeinwesen sind. Dazu geh\u00f6rt die gesellschaftliche Verabredung, dass die Nachtruhe nicht verhandelbar ist. Das gilt nicht nur f\u00fcr Kranke und Kinder. Das Gesetz sch\u00fctzt alle Menschen vor L\u00e4rm, denn er ist gesundheitssch\u00e4dlich.<br \/>\nHedonismus statt Systemkritik<br \/>\nDas Recht auf Nachtruhe wird weggedr\u00f6hnt vom Recht des St\u00e4rkeren. Das Motto &#8222;Beat the system, reclaim the city&#8220; (Besiege das System und beanspruche die Stadt) klingt nach Systemkritik, entspringt aber in Wirklichkeit einem hedonistischen Impuls: Ich will Spa\u00df. Und manche geben denn auch richtig Gas. Von Anwohnern gefragt, was denn die Aktion solle, lautete die Antwort: &#8222;Spie\u00dfer wecken.&#8220; Und es wurde kr\u00e4ftig konsumiert; kaum jemand stand ohne Bierflasche da. Es geht also nicht gegen Konsum, er sollte lediglich preisg\u00fcnstig sein..<br \/>\n.. Alles vom 20.6.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/der-streit-um-naechtliche-partys-in-freiburg-hat-mehr-mit-feierlaune-zu-tun-als-mit-systemkritik--269197909.html?ts=1687267206#comment_269391612\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/der-streit-um-naechtliche-partys-in-freiburg-hat-mehr-mit-feierlaune-zu-tun-als-mit-systemkritik&#8211;269197909.html?ts=1687267206#comment_269391612<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nVielen Dank f\u00fcr diesen hervorragenden Kommentar! Man kann zus\u00e4tzlich ja auch mal grunds\u00e4tzlich fragen, ob Freiheit und Lebensqualit\u00e4t unbedingt extrem lauter Musik bed\u00fcrfen. Auch eine Form von Umweltverschmutzung. Da ist doch die gleiche Generation f\u00fcr radikale Verbote&#8230;&#8230; W.B.<br \/>\n.<br \/>\nResum\u00e9 zum treffenden Kommentar von Uwe Mauch: Linkssein als Alibi f\u00fcr Nachtparty mit Bassbox und Bierflasche. Nur eins fehlt: Der deutschlandweite Trend zum &#8222;Spie\u00dfer wecken&#8220; verst\u00e4rkt die Bereitschaft zur Arbeitsverweigerung all derer, die den Laden am Laufen halten, noch weiter, bis nix mehr umzuverteilen ist. Und dann werden sich zu den jungen Linken noch die ebenso jungen Migranten zum Rave auf die Strasse begeben. Innerer Frieden? E.K.<br \/>\n.<br \/>\nUnd die Polizei steht dabei und schaut zu<br \/>\nDas ist sicher nicht die arbeitende Bev\u00f6lkerung, die da gefeiert hat. Das sind alles Leute, die sich dank unserer sozialen H\u00e4ngematte oder dem Geld ihrer Eltern n\u00e4chtelanges Durchfeiern leisten k\u00f6nnen, auf Kosten derjenigen, die am n\u00e4chsten Tag ohne Nachtschlaf ihrer Arbeit ordnungsgem\u00e4\u00df nachgehen. Und die Polizei steht dabei und schaut zu. Genau solche Ereignisse lassen die B\u00fcrger an der Politik zweifeln und treiben der AfD die W\u00e4hler zu, weil nur sie solche Themen aufnimmt. Es w\u00e4re angesagt seitens der Politik, wieder mehr auf die Einhaltung der Gesetze und Respekt zu setzen und dem Zuwiderhandeln konsequent nachzugehen. Es kann doch nicht sein, dass eine Gruppe einen ganzen Stadtteil terrorisiert und dies ohne Konsequenzen bleibt.<br \/>\n21.6.2023 W.H.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(7) Also, Ihr lieben jungen Leute, seid zum Kompromiss bereit<\/strong><br \/>\nLiebe junge Leute aus der KTS, ja, junge (und auch alte) Menschen feiern gerne und (manchmal) auch laut. Aber habt Ihr Euch mal \u00fcberlegt, dass &#8222;das satte und brave B\u00fcrgertum&#8220;, wie Ihr es nennt, auch aus Menschen bestehen kann, die hohe Verantwortung tragen, auch f\u00fcr Euch, weil sie absolut konzentriert (also ausgeruht) den Bus oder die Tram fahren m\u00fcssen, damit Ihr nach einem ausgelassenen Fest nach Hause ins warme Bett kommt? Die wach und konzentriert fahren, weil Ihr zu vollgedr\u00f6hnt seid, um selbst mit dem Fahrrad heimfahren zu k\u00f6nnen? Erinnert Ihr Euch?<br \/>\nDas &#8222;satte und brave B\u00fcrgertum&#8220; besteht auch aus den Lkw-Fahrern, die Euch die Getr\u00e4nke bringen, damit Ihr lustig feiern k\u00f6nnt, die also verkehrst\u00fcchtig sein m\u00fcssen, die auch die Lebensmittel transportieren, die Ihr im Supermarkt kauft. Und was ist mit den Sanit\u00e4terinnen und Sanit\u00e4tern, den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, den Pflegenden, die Euch zum Beispiel mitten in der Nacht nach einer jugendlichen Schl\u00e4gerei wieder &#8222;zusammenflicken&#8220;? K\u00f6nnen die nach einer durchwachten Nacht &#8222;bis in die Puppen schlafen&#8220;, damit sie wieder voll konzentriert f\u00fcr andere da sein und arbeiten k\u00f6nnen?<br \/>\nUnd wie ist es mit den Pflegenden Eurer alten Gro\u00dfeltern, ohne die Ihr zur Betreuung und Pflege herangezogen w\u00fcrdet? K\u00f6nnen sie die N\u00e4chte &#8222;durchmachen&#8220; und den Tag \u00fcber schlafen, um zu Kr\u00e4ften zu kommen?<br \/>\nDie und viele andere, die f\u00fcr uns alle, eben auch f\u00fcr Euch, da sind, damit \u00fcberhaupt ein Zusammenleben m\u00f6glich wird, brauchen f\u00fcr ihr verantwortungsvolles, voll konzentriertes Arbeiten ausreichend Ruhe, am besten Schlaf \u2013 Ihr ja \u00fcbrigens auch. Oder schlaft Ihr etwa nicht auch nach durchfeierten N\u00e4chten bis in den Nachmittag hinein, weil Ihr sonst zu nichts mehr zu gebrauchen w\u00e4rt?<br \/>\nAlso, Ihr lieben jungen Leute, seid zum Kompromiss bereit: Schr\u00e4nkt eure Musik ab einer gewissen Zeit ein, etwa um 23 Uhr, verzichtet auch sp\u00e4testens ab dieser Zeit auf die Boxen. Der Kompromiss der anderen, der oben erw\u00e4hnten Dienstleistenden (!), ist es dann, bis um 23 Uhr Eure Lebensfreude hinzunehmen, zu ertragen. Sie waren ja auch mal jung. Aber danach g\u00f6nnt ihnen Ruhe \u2013 auch in Eurem Interesse. Und beschimpft sie nicht als &#8222;sattes und braves B\u00fcrgertum&#8220;, denn im Alltag dienen sie uns allen, auch Euch.<\/p>\n<p>Aufm\u00fcpfigkeit ist das Privileg der Jungen, das gab es schon immer. Bewahrt Euch Eure Aufm\u00fcpfigkeit, werdet nicht zum verschlafenen, desinteressierten Deutschen Michel, doch vielleicht k\u00f6nnt Ihr dieses Aufm\u00fcpfigsein in ein Verhalten einbauen, das die gesamte Gesellschaft (also auch Euch) in kritischer Bewegung h\u00e4lt und dabei uns allen dienlich ist.<br \/>\n21.6.2023, Christine Ehrlenspiel, Freiburg, BZ-Leserbrief<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Stadt Freiburg hat sich ein neuartiges Recht auf Party\/L\u00e4rm etabliert, das dem Recht auf Arbeit\/Nachtruhe entgegensteht. 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