{"id":11275,"date":"2012-09-15T11:11:13","date_gmt":"2012-09-15T09:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=11275"},"modified":"2012-09-23T11:37:11","modified_gmt":"2012-09-23T09:37:11","slug":"die-erneuerbaren-desinformieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/die-erneuerbaren-desinformieren\/","title":{"rendered":"Die Erneuerbaren desinformieren"},"content":{"rendered":"<p>Wer <a title=\"Wind\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wind\/\">Windkraftanlagen<\/a> in S\u00fcddeutschland errichten will, begr\u00fcndet die Legitimit\u00e4t meist populistisch und vermeintlich anschaulich mit der Anzahl der Haushalte, die mit einer oder mehreren Anlagen mit Strom versorgt werden k\u00f6nnen. Diese Angabe f\u00fchrt jedoch in die Irre, da sie den Nutzen bewusst verzerrt darstellt. Da Windkraft unplanbar, weder im Zeitraum noch der St\u00e4rke nach irgendeiner Regel folgend, geliefert wird, muss der bei Flaute ben\u00f6tigte Strom in konventionellen Kraftwerken produziert werden. Wenn konventionelle Kraftwerke immer einsatzf\u00e4hig sein m\u00fcssen, wie kann dann der Nutzen von Wind- und Sonnenenergie definiert werden? <!--more-->Seri\u00f6s doch wohl nur mit der Angabe der Brennstoffmenge, die in den konventionellen Kraftwerken eingespart wird, wenn Wind- und Sonnenkraftanlagen Strom liefern! Damit sich nun die eingesparte Brennstoffmenge auf der einen Seite mit dem \u00c4quivalent der eingespeisten Wind- und Solarstrommenge deckt, m\u00fcssten einige Voraussetzungen geschaffen sein. Unter anderem diese: Die Kraftwerke m\u00fcssten jederzeit genau die Strommenge brennstoffmindernd drosseln k\u00f6nnen, die der Wind gerade liefert. Das ist physikalisch und anlagentechnisch vollkommen unm\u00f6glich. Daher m\u00fcssen wir froh sein, wenn der tats\u00e4chliche Nutzen bei 25 Prozent dessen liegt, was uns glaubhaft gemacht werden soll. In welchem Wirtschaftsbereich d\u00fcrfen Kunden so eklatant desinformiert werden?<br \/>\nHans Ritter, Waldkirch, 15.9.2012<\/p>\n<p><strong>Wie weit ist die Energiewende gediehen?<\/strong><br \/>\nIn der ersten Jahresh\u00e4lfte deckten die erneuerbaren Energien mit 67,9 Milliarden Kilowattstunden (erstes Halbjahr 2011: 56,4) bereits 25 Prozent des deutschen Strombedarfs. Im ersten Halbjahr 2011 waren es noch 21 Prozent gewesen. Besonders die Photovoltaik legte zu von 3,6 auf nunmehr 5,3 Prozent Anteil am Strommix. Der Ausbau der Photovoltaik war im ersten Halbjahr mit 4370 Megawatt \u00fcppiger denn je. Anfang August \u00fcberschritt die Leistung aller Solarstromanlagen in Deutschland mit 30 Gigawatt sogar die Leistung aller im Land installierten Windkraftanlagen. Gleichwohl blieb die Windenergie in den ersten sechs Monaten mit einem Anteil von 9,2 Prozent am Strommix (Vorjahreszeitraum: 7,7 Prozent) die wichtigste erneuerbare Energiequelle.<br \/>\nAlles von\u00a0Bernward Janzing vom\u00a018. August auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-3\/wie-weit-ist-die-energiewende-gediehen--63188472.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-3\/wie-weit-ist-die-energiewende-gediehen&#8211;63188472.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Windkraftanlagen in S\u00fcddeutschland errichten will, begr\u00fcndet die Legitimit\u00e4t meist populistisch und vermeintlich anschaulich mit der Anzahl der Haushalte, die mit einer oder mehreren Anlagen mit Strom versorgt werden k\u00f6nnen. 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